Samstag, 21. Juli 2012

Bréton, Rüsselsheim, 20.07.12


Konzert: Bréton
Ort: Altes Opelwerk, Rüsselsheim (Phono Pop Festival)
Datum: 20.07.2012
Dauer: 42 min*



Das ist wohl der Albtraum eines Festivalveranstalters: gut eine Woche vor Beginn hatten mit Team Me und Fanfarlo gleich zwei größere Namen ihre Teilnahme am Phono Pop abgesagt. Einen Tag nach der Team Me Absage präsentierten die Veranstalter mit Bréton deren Ersatz. Ich mag die kauzigen Norweger, Bréton waren für mich allerdings deutlich mehr als eine Notlösung! Die Engländer mit dem französischen Namen, den sie englisch aussprechen, sind für mich so etwas wie die Band der Stunde. Beim Lüftenfestival auf der anderen Seite der A3 hatte ich Bréton ohne viele Erwartungen gesehen und war begeistert, wie grandios die Band ihre gefrickelten, abgehackten Melodien live auf die Bühne bringt. Das sind die neuen Maccabees, nur spannender!

Glücklicherweise hatten auch Bréton technische Probleme vor dem Konzert. Denn Start ihres Konzerts und Ende von Me And My Drummer hätten sich überschnitten. Wenn man irgendeinen Nachteil des Festivals suchen will, dann die fehlenden kurzen Puffer zwischen den Konzerten. Wer ein so exzellentes Programm zusammenstellt, muß damit rechnen, daß die Besucher alles sehen wollen. Also wären fünf Minuten zwischen Konzertende und -beginn auf der Nachbarbühne toll. Daß das das einzige Problem des Festivals ist, spricht wohl für die Veranstaltung.

Bréton also...

Ich stand rechts und merkte, daß auf der Bühne einer der Musiker fehlte. Der Keyboarder, der eigentlich rechts steht, war nicht dabei. Auch seine Instrumente (Synthie und Notebook) fehlten. Bei den ersten Liedern fiel mir sein Fehlen musikalisch nicht auf. Erst bei Jostle, dem Lied mit dem lustigen Synthesizer Intro, musste wohl der Ersatzmann (sein rothaariger Nachbar mit dem müden Blick) übernehmen. Allerdings kamen die Intro-Töne erst viel zu leise, er bat den Soundtechniker mehrfach, sein Instrument aufzudrehen. Währenddessen spielten seine drei Kollegen immer weiter die gleiche Schleife. Als das Lied losging, war es eine Spur lahmer als die Versionen, die ich bei meinen beiden Brättn Konzerten gesehen hatte. Zu allem Überfluß riss dabei auch noch eine Gitarrensaite, der Song hatte wirklich kein Glück.

Auch beim letzten Stück December gab es Verwirrungen. Sänger Roman Rappak tauschte seinen Bass, den er benutzte, während des Lieds gegen eine Gitarre, die er aber nicht spielte. Denn nach wenigen Augenblicken zog er wieder den Bass über!

Es war also ein wenig chaotisch. Aber denen, die den Auftritt mochten, sei gesagt, daß Bréton normalerweise noch viel besser sind. Toll war es auch so! Welch ein Ersatz für die braven Team Me, die nicht nach Frankfurt fliegen konnten!

Setlist Bréton, Phono Pop Festival, Rüsselsheim:

01: 15x
02: Pacemaker
03: Interference
04: Edward the Confessor
05: Governing correctly
06: Wood and platic
07: Jostle
08: Foam
09: Episodes
10: December

Links:

- aus unserem Archiv:
- Bréton, Düsseldorf, 30.06.12
- Bréton, Frankfurt, 22.06.12


* man sollte mal eine neue Maßeinheit einführen. 42 min sind Standardlänge eines Konzerts junger englischer Bands


0 Kommentare :

 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates