Montag, 14. Januar 2019

Les concerts de la semaine du 14 au 20 janvier 2019

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Semaine très calme, c'est pas encore la haute saison des concerts. Néanmoins on peut trouver quelque belles choses, notamment deux concerts en appart, organisé par Life Is A Minestrone ou bien Adrianne Lenker, la chanteuse du merveilleux projet Big Thief à la Maroquinerie le 20 janvier. Puis le 16 janvier il y aura la très jeune folkeuse Pomme au Trianon. Elle avait joué une très belle Oliver Peel Session dans le passé. Je crois que c'est déjà complet le Trianon.



16: Pomme, Trianon
16: Fast Friends, Le Motel
17: Anne Darban, Showcase Fabrique Balades Sonores
17: La Nuit Midnight Special Records, Pardon
17: Pourquoi les poètes inconnus restent inconnus (pièce de théâtre), Aktion Théâtre
18: Hold Your Horses, Petit Bain
18: Kinrisu, Acide Adore, Tender Tones, Olympic Café
19: Magon, Supersonic
19: LIAM (Life is a Minestrone): Verone en concert en appart
19: Peter Hook & The Light, La Clef, Saint-Germain-en-Laye, complet
19: Pourquoi les poètes inconnus restent inconnus (pièce de théâtre), Aktion Théâtre
20: Adrianne Lenker, La Maroquinerie
20: LIAM: Queen of the Meadow, concert en appart



Konzerte des Jahres 2018 - Dirk Langen

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Konzerte des Jahres 2018 -Dirk Langen


Die besten Konzerte in 2018:

10. Idels / Düsseldorf / zakk

Die musikalisch klasse aufspielenden Chaoten wussten auch in größeren Hallen zu begeistern und werden auch in 2019 ihren Siegeszug fortsetzen. Fast alle "spontanten" Spielchen mit dem Publikum sind zwar schon auf der Setlist vermerkt, aber was solls. Grandiose Unterhaltung mit Anspruch.

9. Rodriguez / BKS Festival / NL 

Muss man ein Mal im Leben gesehen haben. In dieser heißen Mittagssonne mit dem dankbaren, holländischen Publikum eine altersmilde Show des kranken Mannes im Sitzen. Mit viel Dankbarkeit und Respekt auf beiden Seiten.

 8. Rolling Blackouts Coastal Fever / Haldern Pop 

Eine ganz normale Indie Band. Toll.

7. Jack White / Dortmund / Warsteiner Halle

Bandleader der sich auf der Bühne immer wieder die Haare kämmt und diesmal eine etwas ungewöhnliche Band (2 Keyboarder) mitbrachte. Handys kamen in Plastikboxen. Könnte immer so sein. 

6. Tocotronic / Köln / E-Werk 

Eine wahnsinnig gute Platte und die Rückkehr zum krachigen Live-Sound zum 20-jährigen Geburtstag. 

5. Fortuna Ehrenfeld / Haldern Pop 

Nutzten die Vorschusslorbeeren als Kettcar-Support mit Bläsern beim Halderner Frühschoppen auf der Hauptbühne und mit spontanem Zusatzkonzert am Abend.

4. Lewsberg / Misty Fields Festival / NL

Ein Bankangestellter aus den 80ern mit Cordhose singt Lou Reed Songs. Er schreibt sie aber doch selber. 

3. Arctic Monkeys / BKS / NL 

Nur in der Liste, da ich eigentlich kein AM Fan bin. Diese Show hatte aber Stil und viele gute, neue Songs. 

2. Roger Waters / Köln / Lanxess Arena 

Nichts besser als schon mal gesehen. Dafür aber mit dem ganzen Ärger und den langen Erklärungsversuchen, die keiner hören will. Aber trotzdem ein toller Vater/Sohn Abend, wenn sich die Animals-Fabrikschlote über den Köpfen senken. 

1. Get Well Soon / Köln / Philharmonie 

Ein Bigband-Abend der Extraklasse. Unbedingt in 2019 noch ansehen. Bewegender und besser klang in diesem Jahr nichts.

Foto: Michael Graef


Donnerstag, 10. Januar 2019

Konzerte des Jahres 2018- Oliver Peel

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Konzerte des Jahres 2018

Zwischen 120-150 Konzerte dürfte ich auch 2018 gesehen haben. Kein persönliches Rekordjahr, aber darum geht es mir nicht primär. Ich will die Konzerte die ich besuche geniessen und nicht ins Guiness Buch der Rekorde. Zwei bis dreimal pro Woche war ich im letzten Jahr in den kleinen und mittelgrossen Clubs in Paris zu finden, in seltenen Ausnahmen zog es mich auch mal in grössere Venues wie die neue Philharmonie, die Grande Halle de la Villette, ins Zenith oder in den Salle Pleyel. Interessanterweise waren diese Gigs dann auch besonders gut, aber das lag auch daran, dass sie handverlesen waren und von vornherein aussichtsreiche Kandidaten für die Bestenliste waren. Im Einzelnen: Maquis de Sade sind eine alte französische New Wave Band, die niemals den Bekanntheitsgrad von Indochine erreicht hat, aber enorme Klasse besitzt und im Mai ein grandioses Konzert in La Villette gegeben hat. Dominique Ané, kurz Dominique A kennt man wohl auch teilweise in Deutschland. Der inzwischen kahlköpfige Musiker ist seit Jahren einer der besten Chansoniers, dessen Musik anfänglich minimalistisch war und im Lauf der Zeit immer rockiger und atmosphärischer geworden ist. Sein Konzert in der wundervollen neuen Philharmonie war grandios und My Brightest Diamond konnte im Vorprogramm glänzen. David Byrne wiederum hat eines der am stärksten abgefeierten Konzerte überhaupt abgeliefert. (photo Eric Debarnot, merci)


Die Show im Zénith (vor etwa 6000 Leuten), die komplett ohne Mikros und sichtbare Verstärkerboxen auskam, wurde in den Himmel gelobt, nicht zu Unrecht. Interpol schliesslich traten im klassischen Konzertsaal Pleyel an und spielten vor überwiegend sitzendem Publikum. Böse Zungen behaupten, dass dies ein Zugeständnis an das inzwischen fortgeschrittene Alter der Fans war, aber musikalisch war es wieder hochstehend und auch die neuen Songs von Marauder wussten zu gefallen. Auch 2018 beglückten mich wieder Folksängerinnen mit ihren intimen Shows. Shannon Lay mit einem akustischen und betörenden Set, Tiny Ruins mit einer mehrköpfigen Band und noch unreleasten Songs im Gepäck, This Is The Kit mit einem ihrer wundervollen Sets, Marissa Nadler mit einem sinnlich-morbiden Gig, Laura Gibson mit viel Zartheit und Feingefühl und Anna Ternheim mit viel Klasse und Gereiftheit auf einem modernen Hausboot namens Flow.





Und der Rest? Viel Pop! Indiepop aus Schweden von den tollen Hater (1.Foto) Dream Pop aus Frankreich von Halo Maud (2. Foto) Glam Pop von den US Girls (3. Foto) in einer spektakulären Liveshow, Post Punk Pop von Motorama in meinem Lieblingsclub Petit Bain, britischer Folkpop von Laish am gleichen Ort, Noise Pop von Luna ebenda und French Pop von Juliette Armanet beim wohltätigen Festival Solidays. Schön auch die Wahlamerikanerin Scout Niblett wiedergesehen zu haben, die Britin spielte in Paris nie vor grösserem Publikum, 450 waren da!

P.S: Das schönste Konzert lieferten The Apartments ab. 



Ein Kultprojekt aus Australien mit dem eleganten Sänger und Songschreiber Peter Milton Walsh an der Spitze, der live in Paris von zwei Franzosen begleitet wurde. Wundervoll wie der Sonnenbrille tragende Mann intonierte, herrlich der Klang seiner zeitlos brillanten Songs. Viele hatten Tränen in den Augen. Tränen der Rührung und der Freude über soviel Authentizität und menschliche Wärme.


1 The Apartments, Petit Bain, 18.10
2 Maquis de Sade, Grande Halle de la Villette 26.05
3 Dominique A, Philharmonie de Paris, 14.04
4 Halo Maud, La Maroquinerie, 20.11
5 David Byrne, Le Zénith, 05.11
6 My Brightest Diamond, Point Ephémère
7 The Liminanas, Rock en Seine
8 Shannon Lay, Espace B, 09.03
9 Tiny Ruins, Pop-up du Label, 12.09
10 Juliette Armanet, Solidays, 23.06
11 Idles, Rock en Seine, 31.08
12 This Is The Kit, Café de la Danse, 18.04
13 US Girls, Nouveau Casino, 19.11
14 Marissa Nadler, Point Ephémère, 25.10
15 Laura Gibson, Petit Bain, 16.11
16 Luna, Petit Bain, 05.09
17 Hater, International, 06.11
18 Motorama, Petit Bain, 24.10
19 Interpol, Salle Pleyel, 29.11
20 Laish, Petit Bain, 02.05
21 Scout Niblett, Petit Bain 22.11
22 Coming Soon, La Maroquinerie, 11.10
23 The Wedding Present, Point Ephémère, 22.09
24 Anna Ternheim-Flow, 05.04
25 Josh T. Pearson à la Maroquinerie le 24.05



Montag, 7. Januar 2019

British Sea Power, Louth, 31.12.18

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Konzert: British Sea Power (& Haiku Salut)
Ort: Town Hall, Louth (Lincolnshire)
Datum: 31.12.2018
Dauer: British Sea Power gut 90 min, Haiku Salut gut 40 min
Zuschauer: wohl 400 (nahezu ausverkauft)




Kurz vor dem nahenden Brexit noch einmal einen England-Kurzurlaub zu machen, erschien mir eine meiner besseren Ideen 2018 zu sein (auch wenn ich da noch nichts von Prosecco-Pringles wusste). Daß an Silvester mit einem Konzert von British Sea Power und den von mir heiß geliebten Haiku Salut auch noch ein toller Abend stattfinden würde, machte die Idee noch eine Ecke toller.

Die "New Year's Eve Extravaganza" fand in Louth statt, einem kleinen Städtchen in Lincolnshire, vor dessen Toren Daniel Craig ein Haus besitzt. Louth liegt auf der Höhe von Sheffield und ist eine hübsche Kleinstadt mit einem hohen Kirchturm (90 m - die des Kölner Doms sind 157 m hoch, die St. James Church ist der 127-höchste Sakralbau weltweit! Und Daniel Craig!).

Das Konzert fand in der Town Hall statt, einem Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Ballsaal bot ein perfektes Ambiente für eine Silvestergala, um ihn zog sich ein Balkon und - mitten über der Bühne - eine Kanzel mit einer Orgel. Ich hatte beide Bands schon einige Male gesehen, daher hatte ich eine Idee, was mich musikalisch erwarten würde - aber auch eben nur musikalisch. Gemeinsam mit mir kamen ein Mann in britischer Uniform an (wir feierten auch 100 Jahre Kriegsende und Frauenwahlrecht), ein paar Punks, Woody aus Toy Story und die Spice Girls an. Ein Großteil des Publikums war verkleidet, es war herrlich! 


Das Musik-Programm begann um 19:45 mit Retrograde aus Lincolnshire. Retrograde sind jung, haben zwei Sänger, die sich abwechseln und von denen einer eine ähnliche Stimme wie Alex Turner hat. Der halbstündige Auftritt war kurzweilig und füllte den Saal schon einmal.

Zwischen den Bands spielte ein DJ eine ungewöhnliche aber spannende Mischung von Sade über The Cure und Vanessa Paradis bis zu Elvis Costello. Sehr toll war dabei, daß Bilder der Künstler, die gerade liefen, an eine der Wände projeziert wurden. Aber auch das war nicht alles, plötzlich standen drei Bläser auf der Bühne, das Wolds Brass Ensemble, das zwei Lieder spielte. Das zweite war Jingle Bells, das ich erst für ein wenig verspätet hielt, bei dem aber der Saal euphorisch mitfeierte. Spätestens da war der Abend ein brillantes Silvester!


Blasinstrumente spielen auch bei Haiku Salut eine Rolle, allerdings nicht die wichtigste. Haiku Salut stammen aus dem benachbarten Derbyshire und sind Indietracks-Stammgäste. Seit ich sie da 2016 zum ersten Mal gesehen habe, bin ich riesiger Fan der Instrumental-Musik der drei Frauen, die echte Musikjournalisten wohl als Post-Tweepop oder Post-Indiepop bezeichneten. 
Die Musikerinnen, die einheitliche Schärpen mit unterschiedlichen Beschriftungen trugen, spielen bei ihren Konzerten zig Instrumente, loopen Musik-Teile, legen andere darüber, gehen von Station zu Station und erzeugen damit faszinierende Lieder, denen man eigentlich mit geschlossenen Augen zuhören müsste, dann verpasste man aber den spannenden Entstehungsprozess. Zentrales Instrument ist das Akkordeon, das in vielen der Liedern von mindestens zwei Musikerinnen bedient wird.
Mein liebstes Haiku-Salut-Lied ist The more and moreness, bei dem Sophie Barkerwood einen elektronischen Rhythmus erzeugt, während ihre Schwester Gemma und Louise Croft rechts und links von ihr trommeln, um dann immer wieder zu Posaune und Trompete zu greifen. Ich kann schlecht beschreiben, wie und warum Haiku-Salut-Konzerte so großartig sind aber das ist ja auch ein wenig unser Auftrag hier: Euch dazu zu bringen, Euch gefälligst die Bands anzusehen, die wir lieben!

Setlist Haiku Salut, Town Hall, Louth:

01: Nettles

02: Bleak and beautiful (all things)
03: Cold to crack the stones
04: ?
05: Choke points
06: Occupy
07: Things were happening and they were strange
08: The more and moreness


Zwischen all dem Blumenschmuck, den ich schon aus Köln und vom Indietracks kannte, bauten die BSP-Helfer die Bühne um. Bevor die Band aus Brighton aber anfing, kletterte deren Keyboarder Phil Sumner (der häufig verhaltensauffällig ist) zur Orgel und begann dort ein letztes Vorprogramm. Wie wundervoll!


Das Konzert von British Sea Power unterschied sich vermutlich nicht groß von denen der aktuellen Tour. Ich hatte die Band nach Jahren einmal wieder gesehen, als sie im Mai 2017 im Gebäude 9 in Köln gespielt hatte. Weil ich sie an gleicher Stelle Jahre vorher überragend gut und vollkommen verrückt erlebt hatte, langweilte mich das Konzert 2017 irgendwie. Obwohl der Auftritt als Headliner beim 18er Indietracks dramaturgisch nicht anders war, machte der mir wieder wahnsinnig viel Spaß. Vielleicht würde ich das heute nicht schreiben, wenn der Zwei-Meter-Eisbär, der beim Indietracks unmittelbar vor uns ins Stolpern kam und auf uns zustürzte, das auch gemacht hätte und sich nicht im letzten Moment noch hätte fangen können. 


Sänger Scott Wilkinson hatte die Kleiderwünsche der Veranstalter ernst genommen und kam in einem Panflöten-Fußgängerzonen-Band-Outfit auf die Bühne, in der Winterversion mit russischer Kappe. Später zog er Poncho und Klappohr-Mütze ab und trug Jacket und Schlafmütze. Unter der Schlafmütze trug er ein Stirnband, das er aber dann irgendwann, als der Abend legerer wurde, auch ablegte. Bassist Hamilton hatte nur eine schlumpfblaue Perücke an und wirkte neben seinem Gitarristen fast bieder.


Außer mir waren bei weitem nicht nur Ludensians da - oder BSP sind auch in der englischen Provinz so allgegenwärtig, daß der Großteil des Publikums jedes Lied mitsingen konnte. 

Es war fantastisch, es war genau die richtige Live-Band für Silvester. Der Saal tanzte. Erst alleine, dann mit den beiden Bären. Nur die beiden armen Securities waren nicht richtig vorbereitet auf das, was bei BSP passieren kann. Als die zur Band-Folklore gehörende Sex-Puppe durchs Publikum flog, sammelten die Ordner sie ein und legten sie hinter die Bühne. Als später ein Mann auf den Schultern eines anderen tanzte (normalerweise unhöflich, bei British Sea Power sehr üblich, gerne auch mit Pferdemaske oder auf der Bühne), stoppten sie ihn. 



Um zwei vor Mitternacht war das letzte Lied gespielt, die Band ging von der Bühne. Es setzte Glockengeläute ein, 2018 war in den Loch verschwunden, aus dem es gekommen war. Um fünf nach zwölf erschienen BSP wieder für das furiose Finale aus Waving flags und The great skua! Meine beiden ersten Lieder 2019.

Eine Extravaganza hatten sie angekündigt und eine Extravaganza hatten sie geliefert. Thanks, Stu, Bob & Ben!

Setlist British Sea Power, Town Hall, Louth:

2018:
01: Machineries of joy

02: Bad bohemian
03: What you're doing
04: Atom
05: Childhood memories
06: Bear
07: kW-h
08: How will I ever find my way home?
09: Mongk II
10: True adventures
11: Lights out for darker skies
12: Remember me
13: No Lucifer
14: Carrion
15: All in it

2019:
16: Waving flags (Z)
17: The great skua (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
-
British Sea Power, Paris, 08.10.11
- British Sea Power, Köln, 22.02.08
- Haiko Salut, Ripley, 31.07.16





Les concerts de la semaine à Paris du 7 au 13 janvier 2019

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Les concerts de la semaine à Paris du 7 au 13 janvier 2019

Semaine extrêmement calme, mais la saison de concerts n'a pas encore commencé. Quelques trucs intéressants dans des petites salles quand même, par exemple, l'électro pop de Tin (photo) au Möbel ce mardi.



08: Tin, Le Môtel
09: Petite, Supersonic
10: The Last Detail, Walrus
10: Lehna acoustique au 6B à Saint Denis
10: Flop, Chair de poule

Mittwoch, 2. Januar 2019

Konzerte des Jahres 2018 von Gudrun

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In Zahlen ausgedrückt waren es 52 Klubkonzerte und 21 Konzerte im Rahmen von zwei Festivals (in Antwerpen und Dresden). Gemerkt haben die Leserinnen des Konzerttagebuchs davon nicht so viel, da nur 13 von 55 Berichten im Moment fertig und veröffentlicht sind... Interessant wäre auch für 2018 ein Bericht, zu welchen fest geplanten Konzerten ich nicht gehen konnte, wenngleich meine Gesundheit dieses Jahr besser mitgespielt hat. 


Ganz schön viele neue Orte tauchen in der Übersicht auf: Antwerpen, Hamburg, Landau, Leipzig, Lille, London und Petone (leider nicht Aschaffenburg, wohin ich am 10.12. wegen des Bahnstreiks nicht fahren konnte). Und tatsächlich konnte ich eine erstaunlich lange Liste an sehr lang ersehnten Konzerte erleben, z.B. Efterklang, Shara Nova, Maita (ihr Album Waterbearer war eines meiner liebsten Alben 2017), Josienne Clarke (darauf wartete ich seit 2011), Chantal Acda (seit 2014), Bobo & Herzfeld (seit 2007). Und es gab Überraschungen wie My sister grenadine, Yippie Yeah, Mark Berube und Sam Vance-Law. Also ein reiches Konzertjahr.



Es war schön, einige Konzerte in Begleitung zu erleben (vor allem im Cafe Nun in Karlsruhe aber auch in Berlin, wo ich 2x wunderbare Fotos durch die Begleitung zur Verfügung gestellt bekam, ein Sommerkonzert mit meiner Schwester, ein Konzert in Lille, das Sound of Bronkow Musikfestival in Dresden und drei Abenteuer-Reisen mit Gabriele nach Hamburg, Landau und Strasbourg). In Hamburg war ich nach einer Pause von 12 Jahren dieses Jahr gleich dreimal. Ebenso standen Konzerte in Landau schon öfter auf dem Plan und wurden nie real. Dieses Jahr hatte ich dort gleich zwei wunderbare Abende. 
 

Konkret: die Konzertreisen 2018 führten mich nach (Anfahrten/Konzerte insgesamt):
  Antwerpen (1/11), Berlin (2/4), Dresden (2/11), Hamburg (3/3), Landau (2/2), Leipzig, Lille, London (1/2), Mannheim, Petone (NZ), Strasbourg, Stuttgart (2/2), Weimar (1/1), Zürich.



In Karlsruhe habe ich an 20 Wohnzimmerkonzerten und elf anderen Konzerten (davon fünf im Nun) teilgenommen. Seit dem Mai hat sich das Geschehen in den Wohnzimmern noch einmal ganz anders sortiert. Die Gruppe der Mitveranstalter ist noch einmal größer und viel aktiver geworden und so haben wir zweimal sogar fünf Konzerte in einer Woche gehabt. Nachdem ich Mitte April mal wieder kurz davor war, alles einschlafen zu lassen, weil ich mich im vergeblichen Werben um Zuschauer emotional total verausgabt hatte, macht es so wieder viel Spaß.


Die für mich eindrücklichsten Konzerte in chronologischer Reihenfolge:

My brightest Diamond/Shara Nova, Antwerpen, 05.01.
Efterklang, Antwerpen, 06.01.
Johanna Borchert, Karlsruhe, 20.01.
Einar Stray, Hamburg, 12.02.
Maita, Karlsruhe, 19.02.
The gentle lurch, 06.03.
PicaPica, London 22.03.
Chantal Acda & Squalloscope, Karlsruhe, 04.04.
Martin Kohlstedt, Landau, 15.04.
Entertainment for the Braindead, Karlsruhe, 18.04.
Plumes, Landau, 19.04.
Lilly among clouds (Duo), Karlsruhe, 25.04.
My sista grenadine, Karlsruhe, 08.05.
Martin Kohlstedt, Leipzig, 08.06. 
Shara Nova, Hamburg, 23.08.
Yippie Yeah, Dresden, 01.09.
Mark Berube, Dresden, 02.09.
Sam Vance-Law, Dresden, 02.09.
Bobo & Herzberg, Berlin 09.09.
Tiny Ruins, Berlin, 10.09.
Daniel Kahn, Berlin, 11.09.
Garda, Karlsruhe, 27.10.
Garda, Hamburg, 19.12.

Aus unserem Archiv:
Gudruns Listen


Dienstag, 1. Januar 2019

Platten des Jahres 2018 für Gudrun

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Das Plattenjahr 2018 hatte im ersten halben Jahr für mich nicht viel zu bieten. Einziger Lichtblick war das Album von Bryde. Und im Herbst ging es dann auf einmal Schlag auf Schlag, sodass ich nicht mehr hinterher kam.


1 Zoe Boekbinder: Shadow
Ich bin schon lange großer Fan von Zoes Musik - schon seit den Zeiten als sie mit ihrer Schwester Kim als Vermillion Lies auftrat. Und ich bin immer noch unfassbar glücklich, dass wir uns inzwischen in vielen Konzerten auch persönlich begegnet sind und ich sie als Freundin ansehe. Trotzdem ist dies das erste Album von Zoe, das mich endgültig und in jedem einzelnen Song ganz und gar überzeugt und mich sehr bewegt. Oh the possibilities!


 


2 Josienne Clarke & Ben Walker: Seedlings all
Die beiden haben seit dem ersten Album einen ganz bestimmten Klang, der direkt zu meinem Herzen spricht und der auf der aktuellsten Platte weitergeführt wurde. Seit dem Konzert bin ich noch mehr auf die Texte aufmerksam geworden und das Album wächst mir mit der Zeit immer noch mehr ans Herz.
 
 

3 Bryde: Like an Island
Es gibt ein paar Künstlerinnen und Künstler, die in ganz besonderer Weise Sprachrohr und Unterstützer für Musik sind, die sie selbst toll finden. Für mich ist Jay Chakravorty ein ganz besonders guter Tippgeber. Er hat mich auf Gabby Young, A seated craft (jetzt Alex St Joan) und Jess Morgan aufmerksam gemacht, um nur ein paar zu nennen und ist in Brydes Band. Er und Laura Kidd (aka She makes war) haben mich in die Richtung geschubst und ich bin verliebt!



 

4 Mirja Klippel: River of Silver
Mirja hat letztes Jahr ein Konzert bei uns gespielt. Das hat mir sehr gut gefallen, aber ich hätte damals nicht vermutet, dass das Album, an dem sie zu der Zeit letzte Hand anlegte, mich dermaßen kriegen würde. Es ist voller Melancholie und Hoffnung.





5 Haley Heynderickx: I need to start a garden
Ewig bin ich um die Musik von Haley herumgeschlichen und war mir nicht sicher. Vielleicht ein grower für mich, denn nun zum Jahresende muss ich zugeben, dass das Album mir total ans Herz gewachsen ist.




6 Zoe Keating: Snowmelt

Dieses Album hat nur einen kleinen Fehler: es ist zu kurz. Aber es ist alles, was die Cellomusik von Zoe Keating so einmalig macht. Schön, endlich wieder ein neues Album von ihr zu haben!



 

7 JFDR: White Sun Live
Das Album ist ein bisschen geschummelt, denn es sind vor allem alte Lieblinge aus Pascal Pinon-Zeiten. Diese sind aber so wunderbar und herzergreifend neu gefasst, dass ich dies kurze Album wieder und wieder hören muss.



 

8 Jill Sobule: Nostalgia Kills
Jill Sobule ist eine Musikerin, die ich vor Urzeiten noch im Radio für mich entdeckt habe. Lange hatte ich nichts von ihr gehört und dann kam ein Anlauf für ein neues Album. Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, aber ich war dabei - um der alten Zeiten willen. Das Ergebnis ist einfach nur grandios zu nennen - sowohl musikalisch als auch in den Texten.
 
 

9 Soap & Skin: From Gas to Solid/You are my friend
Lange Ruhephase um diese Ausnahmekünstlerin und seit langem eine Plattenbestellung, ohne vorher hören zu können. War aber richtig. Sie klingt nicht mehr ganz so verzweifelt. Aber es ist nach wie vor ganz einzigartig und wunderbar.
 
 

10 She makes war: Brace for impact
Laura Kidd habe ich 2014 eher zufällig in einem Konzert in Karlsruhe kennen gelernt. Seitdem immer geschaut, was sie macht, weiter ihre Konzerte besucht und fleißig alle Musik erworben, denn sie ist eine Naturgewalt. Dieses Album habe ich im November 2017 vorbestellt, als es fertig aufgenommen war. Da Laura mit dem Album unbedingt in die Charts wollte, hat es am Ende ewig gedauert bis alles organisiert war und ich im Oktober 2018 endlich auch die Musik hören konnte. Das warten hat sich gelohnt - für sie ging es tatsächlich in die Charts und das Album ist grandios (ich finde es trotzdem immer noch doof, dass sie auch die Vorbesteller so lange warten ließ).




11 Max & Laura Braun: To be mine

Ein ganz klassisches und dabei sehr filigranes Album, in dem mir sehr viel Ruhe und Sonne destilliert zu sein scheinen.



 

12 Distance, Light & Sky: Gold Coast
13 Chantal Acda and Bill Frisell: Live at Jazz Middelheim

Seit diesem Jahr fällt mir erst auf, wie oft und mit welch unterschiedlichen anderen Künstlerinnen und Künstlern Chantal Acda zusammenarbeitet und ihren Stempel aufdrückt mit ihrer Stimme und der uneitlen, aufrichtigen Musizierhaltung. Diese beiden Alben aus dem Glitterhaus waren dieses Jahr die für mich stimmigsten von den vieren, die ich mir gekauft habe.

 

14 Garda: Odds
Endlich neue Gardamusik. Toller Bumms dahinter. Aber live noch viel besser, weshalb das Album irgendwie an den unteren Rand meiner Liste gerutscht ist.



 

15 Lambert & Dekker: We share Phenomena
Ich komme mir vor wie eine Verräterin, da ich Rue Royale schon so lange toll finde, besonders wegen der Mischung aus Männer- und Frauenstimme. Die beiden haben dieses Jahr ein lang erwartetes neues Album gemacht. Und statt dessen hat sich Brooklyns Seitenprojekt mit Lambert in mein Herz geschlichen. Unter anderem durch das schöne Konzert, aber auch noch einmal im ruhigen Rückblick auf das Musikjahr 2018 habe ich vor mir selbst endlich zugegeben, dass es dieses Album für mich total bringt, während die Rue Royale Platte ein wenig hinter meinen Wünschen zurückgeblieben ist. 
 

 

Konzerttagebuch © 2010

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