Freitag, 23. Juni 2017

The National, Paris, 23.06.17

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Konzert; The National und Halo Maud
Ort: Le 104, Paris (salle 200)
Datum: 23.06.2017
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer. etwa 1h10
Photos par Nicolas Roger ©, merci beaucoup à lui !




The National mit einem kurzfristig anberaumten Überraschungskonzert in einem kleinen Club  in Paris, das hatten wir doch schon mal, oder ? Richtig, es war im Jahre 2013 als die Band von Matt Berninger völlig unerwartet einen Gig im Point Ephémère ankündigte (Kapazität: etwa 400 Personen) und spielte. Damals waren die Karten im Vorverkauf in ein paar Minuten weg, heuer, im Saal 200 des Kulturzentrums 104 (Kapazität geschätzt 700) war es ähnlich. "Complet" (ausverkauft) lasen enttäuschte Spätzünder auf den einschlägigen Ticketportalen. An diesem Montag (19/07)) startete der Vorverkauf für das am Donnerstag stattfindende Konzert. Besonders hierbei: der späte Beginn. 22Uhr 30 für die Vorgruppe Halo Maud aus Frankreich und 23h45 für den Headliner The National. Ein Zugeständnis an die extreme Hitze oder späte Anreise der Band in Paris? Nein, ich denke es war noch etwas anderes. Der vielbeschäftigte Bryce Dessner hatte gegen 20 Uhr noch mit Lisa Hannigan und dem Ochestre National de l'Ile-de-France in der Basilique Saint Denis gespielt . Und ohne den Gitarristen, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder die Riffs beisteuert, geht es nun mal schlecht.


Kurz vor Mitternacht ging es dann tatsächlich los. Der Raum 200 im modernen Kulturzentrum 104 war gut, aber nicht bis zum Bersten gefüllt. Man wollte wohl eine zu starke Auslastung vermeiden, es hätten sicherlich noch 50 Leute mehr reingepasst. So aber war es luftiger, an einem erneut drückend heissen Tag nicht zu unterschätzen. Glücklicherweise funktionierte aber die Klimaanlage einwandfrei und so musste niemand in seinem Schweiss zerlaufen.




Es ging gleich zu einleitenden Pianoklängen mit einem neuen Titel, der Ballade Nobody Else Will Be There, los und auch die darauffolgenden Stücke sollten samt und sonders von dem im September erscheinenden neuen Album Sleep Well Beats stammen. Das Publikum kannte die Stücke noch nicht und so war es logischerweise ziemlich still in den Rängen, euphorische Zwischenrufe blieben weitestgehend aus. Jeder hörte konzentriert zu, anstatt altbekannte Hymnen abzufeiern.




Aber das neue Material scheint mir viel Potential zu haben. Das sehr druckvolle und recht schrammelige The Day I Die (erinnerte etwas an Joy Division aber überraschenderweise auch an die Libertines), die leicht elektronisch angehauchte Schmonzette Walk It Back mit ihrer wundervollen Pianomelodie und dem packenden Gitarrenriff am Ende (plus Gespräche von Unbekannten vom Band), das flotte The System Only Dreams In Total Darkness (einem Fred im Publikum gewidmet) mit seinen wundervollen Trombonen und den 70er Jahre Gitarrenriffs und einem schreienden und mit einem Fan in der ersten Reihe tanzenden Matt Berniger ("i can't explain it to any other"), oder das sehr sentimentale Guilty Party, viel Gutes das uns Fans noch lange erfreuen wird!

Altbekanntes kam erst im letzten Drittel, als Apartment Story (gespielt mit viel Wumms und Geschrei), Daughters Of The Soho Rios ("all my fingernails are painted"), der fulminant dargebotene Klassiker Fake Empire (Jubelschreie im Publikum) und das rasante Terrible Love performt wurden. Dazwischen aber erneut Neuigkeiten mit Sleep Well Beast (eher etwas lahm und eintönig, aber vielleicht wird es ein Grower) und dem abschliessen Turtle Neck, das höllisch rockte (irgendwie 70 er Jahre) und einen Matt Berninger in Extase sah.

Lustigste Szene ? Ein aus einer runden Glaskaffekanne Weisswein trinkender Berninger, der diese am Ende unter lauten Splittergeräuschen auf den Boden krachen liess (das Foto herzig stammt von Laurence B., merci!)



Setlist:

Nobody Else Will Be There
The Day I Die
Walk It Back
The System Only Dreams In Total Darkness
Guilty Party
Empire Line
Carin At The Liquor Store
Apartment Story
Daughters Of The Soho Riots
Sleep Well beast
Fake Empire
Terrible Love
Turtleneck



Mittwoch, 21. Juni 2017

Les concerts de la Fête de la Musique 2017 à Paris, 21/06/17

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Les concerts de la Fête de la Musique 2017 à Paris


Pour moi c'est La Fête de la Musique un peu tous les jours de l'année, mais le 21 juin est officiellement la Fête de la Musique, alors fêtons ! Il y a des concerts partout, dans chaque arrondissement, en banlieue parisienne, en province aussi, mais ici je me concentre sur Paris en première ligne. Voilà donc ma petite liste avec entre autres la jeune Pomme (photo Guido Engler ©), ancienne participante des OP Sessions !



Pomme, Jardin d'Acclimatation, 16h
- Festival 36 heures à Saint Eustache, Palatine: 19h, JP Nataf: 20h 
- Niki Niki, Rooftop du Champs-Elysées Film Festival, 23h
- Kim Giani et Cléa Vincent et 20 d'autres artistes à la Galerie Ofr, 17-24h
- Le Grand Boeuf invite Bel Air, Nation, Anne Darban, This Is Clemence, Scandale, Le Rivieira
- France Inter fête la musique à l'Olympia avec M, Fishbach, The Charlatans, Gaël Faye, Oumou Sangare, Juliette Armanet, Kidy Emile
- Institut du Monde Arabe avec entre autres Doueh & Cheveu et pleins d'autres, 19h30-2h
- La Nuit Boréale avec La Bronze, Mehdi Cayenne et d'autres, Métro Invalide, 19-1h
- Salif Keita, Place de la Libération, Noisy-Le-Grand, 22h-01h
- Naive New Beaters, Parc Roger Salengro, Clichy, 20h30-22h30



Montag, 19. Juni 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 19 au 25 juin 2017

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Les concerts de la semaine à Paris du 19 au 25 juin 2017


Il fait terriblement chaud à Paris, les concerts sur le rooftop dans le cadre du Champs-Elysées Film Festival tombent parfaitement bien! Mais il y a plein d'autres choses cette semaine: Le Festival 36h dans l'Eglise Saint Eustache, la fête de la musique avec beaucoup de concerts un peu partout le 21, le Festival très pointu Walden à Petit Bain, Le Festival Solidays à Longchamp ce weekend, mais aussi le SMMMILe, un festival végane à Petit Bain le 25 !






19: Dillinger Escape Plan, Trabendo
19: Boys in Lilies, Trois Baudets
19: Victorine pour la fête des pères avec Donald Pierre (Aline), Alex Rossi, Niki Demiller, Vision, Paname, Supersonic
20: Midi Minut, Le Môtel
20: Why Mud et Twlve & Livingstone, La Mécanique Ondulatoire
20: Alex Beaupain, Café de la Danse
20: Marie-Flore, Les Trois Baudets
20: Jérémie Whistler, Ghost Of Christmas et Bad Pilöt, La Java
20: Juliette Armanet, Rooftop du Champs Elysées Film Festival, 22h30
20: Festival 36 heures Saint Eustache avec Stranded Horse: 20h, Halo Maud: 21h, Buvette: 22h, Rubin Steiner: 23h30, Yeti Lane: 0h30, Petit Prince: 2h
21: Fête de la musique: je prépare un agenda à part pour lister tous les bons concerts !
21: Festival 36 heures, Palatine: 19h, JP Nataf: 20h 
21: Niki Niki, Rooftop du Champs-Elysées Film Festival, 23h
22: Theodora et Refuge, Pop-up du Label
22: Sorry de clôture Champs-Elysées Film Festival, concerts de The Pirouettes et Cléa Vincent 22h30, Salons France-Amérique, Gaumont Marginal, 33 avenue dess Champs-Elysées
22: The National et Halo Maud, le 104, complet, Halo Maud: 22h35, The National 23h45
22: King Gizzard & The Lizard Wizard, Cabaret Savage, complet
22: L'Impératrice, Pavillon Puebla
23: Festival Walden, FGO-Barbara
23: Projection du clip Samba de Cléa Vincent, diffusion à 19h30 (réalisé par Solène Azoulay), puis des concerts à partir de 20h avec Clémentine March et Godzilla Overkill, Le Riviera
23: Sad 13, Le Truskel, 20h
23: Gaëlle Vignaux et Antoine Begeron , duo voix/basse-contrebasse, concert en appart à Bagnolet, réserver chez gaellevignaux@gmail.com ou Antoine.bergerone77@gmail.com
23: Bank Myna et Amine Dhobb, Olympic Café
23: Bryan Ferry, Olympia, complet
23: Les Lignes Droites, Batist, Magix & Nunc, Le Pop In
23: Lockhart et François Club, Supersonic
23: Kitty Daisy et Lewis, La Boule Noire
23: Faire "C'est l'été" Release Party, La Station-Gare des Mines
23: Solidays, Longchamp
24: Solidays Longchamp
24: Festival Walden, Petit Bain
24: Dead Sea et Jelly Bean et Pastel Coast, Supersonic
24: Police des Moeurs & Night Riders, Espace B
25: Solidays, Longchamp
25: Life is a Minestrone présente Cocoanut Grrove (solo acoustic), concert en appart de l'est parisien à 16h30 pour réserver: lifeisaminestrone@laposte.net 
25: Smmmile Part # 1, Petit Bain plein de festivités, un dimanche végane avec plein de surprises, une table ronde et aussi des concerts: Oh! Tiger Mountain, Claude Violante, Grand Soleil



Donnerstag, 15. Juni 2017

Onsind, Köln, 13.06.17

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Konzert: Onsind akustisch
Ort: Lauras & Nelles Wohnzimmer, Köln
Datum: 13.06.2017
Dauer: gut 60 min
Zuschauer: gut 30

 

Bei meinem ersten Indietracks (= Indiepop-Wacken) fielen mir drei Sorten T-Shirts auf: eines von The Organ, zwei von Alemania Aachen und ganz viele von Martha. Ich kannte Martha damals nicht (nur meine saucoole Großtante gleichen Namens) und brauchte eine ganze Weile, um zu verstehen, warum die Band aus Durham diesen besonderen Status hat, der sich unter anderem an der Shirt-Frequenz ablesen ließ.

Im März beim Abschluß des FortunaPOP!-Beerdigungs-Festivals spielten Martha als letzte von 28 Bands vor ausverkaufter Scala. Innerhalb der englischen DIY-Punk-Szene sind Martha riesig - und das ist hochverdient.




Beim Booking ist DIY manchmal anstrengend, Martha-Konzerte sind daher nicht ganz einfach zu besuchen, wenigstens nicht bei uns. Als die Juni-Tour aber konkreter wurde und Aachen (heute) bestätigt zu sein schien, waren eine ganze Menge freie Tage im Tourplan. Martha-Fans Laura und Nelle nutzten die Gunst der Stunde und luden Martha zu einem Wohnzimmerkonzert nach Köln ein. Da die Band glaubte, für ein Konzert zu wenig akustische Songs zu haben, sprang Onsind ein. Onsind - das sollte ich dazu sagen - sind die eine Hälfte von Martha, Nathan und Daniel. Die beiden anderen (Naomi und JC) waren zwar auch da, saßen aber zwischen den anderen Gästen auf Sofa und Boden und guckten Onsind zu.

Onsind (und auch Martha) bezeichnen sich nicht als Heavy Punk Bands, sie sehen sich eher in der Tradition von Billy Bragg, wie sicher auch The Spook School, die Tuts oder die zahllosen anderen neuen britischen Bands dieser Szene, die eben nicht nur Lieder über "alles ist scheiße" sondern über Geschlechterindentität, Grenzen, psychische Krankheiten oder die aktuelle britische Politik schreiben.

Das Konzert begann mit Never trust a Tory, das auf der letzten Platte noch Pokémon city limits hieß, Suicide is painful vom Album davor und BA77. Danach spielten die beiden Onsind-Sänger ein erstes neues Lied von einer Platte, die im Herbst erscheinen soll. Nach Mildred von einer EP mit vier Liedern über die Hauptdarstellerinnen oscarprämierter Filme (Misery, Das Schweigen der Lämmer, Fargo und Einer flog übers Kuckucksnest - Mildred), fragten Nathan und Daniel, ob es ok sei, wenn ein paar Martha Lieder folgen würden. JC und Naomi kamen dazu und spielten gleich vier, es war toll und alle funktionieren auch akustisch fantastisch!



Danach setzten sich die beiden wieder, es folgte der nächste Onsind-Schwung, darunter zwei (denke ich) neue Lieder. Irgendwann fragte, Nathan, wie lange sie denn spielen dürften, damit wir keinen Ärger mit der Polizei bekämen, um sich dann aber zu besinnen. "We don't stop for cops."

Zu den Zugaben kam JC zunächst alleine auf die Bühne und spielte noch drei Martha Songs, auch in der Solo-Version! Naomi begleitete ihn bei Dust, juice, bones and hair.

Ganz wundervoll war die Textsicherheit des Publikums bei Bands, die in Deutschland - wie viele, 500 oder 1.000 Menschen kennen. JC hatte einen kurzen Texthänger bei St Paul's..., hätte sich aber locker von seinem Publikum helfen können, wenn das länger gegangen wäre. 


Oh, das war ein großartiger Konzertabend! DIY-Konzertveranstalter sind toll, danke Laura & Nelle! Und jetzt gleich noch mal all die Martha-Lieder in laut und punky.

Setlist Onsind, Wohnzimmerkonzert, Köln:

01: Never trust a Tory (auch: Pokémon city limits)
02: Suicide is painful
03: BA77
04: Magnolia (neu)
05: Mildred
06: Six men getting sick six times (Mendable) (Martha)
07: 1997, passing in the hallway (Martha)
08: Precarious (Supermarket song) (Martha)
09: 1967, I miss you, I'm lonely (Martha)
10: Immature (neu, glaube ich)
11: Heterosexuality is a construct
12: Truth (Arbeitstitel) (neu)
13: God hates facts
14: Dissatifactions

15: St Paul's (Westerberg comprehensive) (Martha) (Z)
16: Dust, juice, bones and hair (Martha) (Z)
17: Ice cream and sunscreen (Martha) (Z)



Les concerts en juin 2017 à Paris

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Les concerts en juin 2017 à Paris




Il fait beau, c'est le moment de prendre une bière à une terrasse, mais les concerts en club continuent encore. Plein de belles choses ce mois-ci, entre autres la très originale argentine Juana Molina le 17 juin à La Maroquinerie, Le Festival 36h à l'Eglise Saint Eustache et le russes post punk Motorama (photo Christoph! ©) le 26 Juin au Garage !




14: Real Estate, Café de la Danse, complet
14: 1=0 et Les Lignes Droites, Divan du Monde
14: King Dude et Suzie Stapleton, La Plage de Glazart
15: Anne Darban, Showcase Balades Sonores
15: Lola Marsh, Café de la Danse
15: En Attendant Folk You 2018: Sparky In The Clouds et Gunwood, La Bellevilloise
15: Kitsuné Party
15: Steve Wynn, Planète Mars
15: Arlt, Instants Chavirés, Montreuil
15: Marble Arch et Lomboy, Olympic Café
15: Broken Art Club avec Born Idiot, Bumby, Fantômes, Trabendo
16: Paradis, La Cigale
17: Dombrance, Sarah Rebecca et Ambeyance, Alimentation Générale
17: Sundew et Polarbird et Paix, Le Pop In
17: Juana Molina, La Maroquinerie
17: Marc Desse, Angora
17: La Féline, Rooftop du Champs Elysées Film Festival, 22h30
18: Show Chet Birthday Party avec Bertrand Belin, Camille Bazbaz, The Rodeo, Cléa Vincent, Séverin, Café de la Danse
18: Requin Chagrin, Rooftop du Champs-Elysées Fin Festival, 22h30
19: Dillinger Escape Plan, Trabendo
20: Midi Minut, Le Môtel
20: Alex Beaupain, Café de la Danse
20: Marie-Flore, Les Trois Baudets
20: Juliette Armanet, Rooftop du Champs Elysées Film Festival, 22h30
20: Festival 36 heures Saint Eustache avec Stranded Horse: 20h, Halo Maud: 21h, Buvette: 22h, Rubin Steiner: 23h30, Yeti Lane: 0h30, Petit Prince: 2h
21: Festival 36 heures, Palatine: 19h, JP Nataf: 20h 
21: Niki Niki, Rooftop du Champs-Elysées Film Festival, 23h
22: Theodora et Refuge, Pop-up du Label
22: King Gizzard & The Lizard Wizard, Cabaret Savage, complet
23: Festival Walden, FGO-Barbara
23: Bank Myna et Amine Dhobb, Olympic Café
23: Bryan Ferry, Olympia
23: Lockhart et François Club, Supersonic
23: Kitty Daisy et Lewis, La Boule Noire
23: Faire "C'est l'été" Release Party, La Station-Gare des Mines
23: Solidays, Longchamp
24: Solidays Longchamp
24: Festival Walden, Petit Bain
24: Police des Moeurs & Night Riders, Espace B
25: Solidays, Longchamp
26: The Pretenders, Salle Pleyel
26: Motorama, The KVB, Lea Porcelain, Le Garage
27: Lafayette et Julia-Jean Baptiste sur la terrasse de Petit Bain entre 18h et minut, entrée libre
27: Harem Nights et Blot, Olympic Café
27: Kim Logan et In The Can, Supersonic
28: Whitney, Café de la Danse
28: Blondie, Olympia
28: Lonny Montem, Showcase à la Passerelle.2
28: Ricky Hollywood, Point Ephémère
28: Rien ne s'oppose à la nuit: avec Theodora, Safia Nolin et Le Prince Miiaou, La Loge
30: O-Olivier Marguerit et Wilfried et Judah Warsky et Ojard, Pop-up du Label


Montag, 12. Juni 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 12 au 18 juin 2017

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Les concerts de la semaine à Paris du 12 au 18 juin 2017


La saison de festival a commencé avec We Love Green et Le Tinals à Nîmes, mais il reste quand même encore quelques bons concerts en club. La soirée du 17 juin avec la géniale argentine Juana Molina à La Maroquinerie promet de belles choses et déjà ce lundi le canadien Paper Beat Scissors va nous ensorceler avec sa musique folk intimiste au Pop In. Pour ceux qui ont peur de la chaleur dans les salles le Champs-Elysées Film Festival propose des concerts sur un roof top ! (entre autre avec La Féline (photo)


12: Paper Beat Scissors, Le Pop In
12: Facteur Cheveaux, Le Comedy Club
13: Piers Faccini, Eglise Saint-Eustache
13: Juniore, La Maroquinerie
13: Fyfe, Badaboum
14: My Own Ghosts & My Thinking Face, Espace B
14: Real Estate, Café de la Danse, complet
14: 1=0 et Les Lignes Droites, Divan du Monde
14: King Dude et Suzie Stapleton La Plage de Glazart
14: Eddy de Pretto, Palatine, Malik Djoudi, FGO-Barbara
15: Anne Darban, Showcase Balades Sonores
15: Lola Marsh, Café de la Danse
15: Noga Erez, Dream Wife, Leif Vollebekk, Les Bains (Inrocks Super Pool Party)
15: The Mystery Lights: La Station, Gare des Mines
15: Arlt, Instants Chavirés, Montreuil
15: La Louise, Le Pop IN
15: Marble Arch et Lomboy, Olympic Café
15: Broken Art Club avec Born Idiot, Bumby, Fantômes, Trabendo
16: Paradis, La Cigale
16: Corine, Les Petites Gouttes, 18h
16: Camp Claude, Champs-Elysées, Film Festival
17: Dombrance, Sarah Rebecca et Ambeyance, Alimentation Générale
17: Sundew et Polarbird et Paix, Le Pop In
17: Juana Molina, La Maroquinerie
17: Marc Desse, Angora
17: La Féline, Rooftop du Champs Elysées Film Festival, 22h30
18: Show Chet Birthday Party avec Bertrand Belin, Camille Bazbaz, The Rodeo, Cléa Vincent, Séverin, Café de la Danse
18: Requin Chagrin, Rooftop du Champs-Elysées Fin Festival, 22h30



Samstag, 10. Juni 2017

Orange Blossom Special 2017, Beverungen,

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Konzert: Orange Blossom Special 2017
Ort: Beverungen
Datum: 02.-04.06.2017
Dauer: 3 Tage
Zuschauer: voller Garten-ausverkauft


Was ist nicht schon alles geschrieben worden über das "beste kleine Open-Air Festival der Welt" (Rolling Stone), bei dem man "Fehler und Verbesserungspotential...mit der Lupe suchen muss, um überhaupt etwas zu finden" (Intro). 



Und was soll ich sagen - alles ist wahr! In Beverungen, im wunderschönen Weserbergland in der Mitte Deutschlands, dort, wo Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen aufeinander treffen, trifft sich seit nunmehr 21 Jahren im Garten von Glitterhouse Records eine treue Fangemeinde und (neu)gierige Genießer zu einem musikalisch auserlesenem Finish.

Die Karten sind alljährlich nach Verkaufsstart innerhalb weniger Stunden vergriffen und Glück wird dann nicht selten an der erfolgreichen Bankabbuchung gemessen. 

Auch im siebten Jahr beteiligte sich meine halbe Familie am Run auf die Karten. Und als wäre es das selbstverständlichste überhaupt, passiert dies ohne jegliche Kenntnis des kommenden Line-Ups`s. Es bleibt so also auch immer etwas überraschendes und Besonderes! 

Eine wirkliche Enttäuschung habe ich in den zurückliegenden sieben Jahren noch nie erlebt. Da scheinen also Menschen mit musikalischem Verstand und jeder Menge Menge Herzblut zu wirken, und ich liebe es so mit Profis zu arbeiten! 

Aber nicht nur die Organisatoren des OBS, Mitbegründer "Rembert" und die emsige OBS Crew bescheren den Besuchern ein phantastisches Wochenende, es ist wie so oft in so kleinen beschaulichen Gemeinden - der halbe Ort ist involviert. 

Das Rahmenprogramm, vom Lauftreff bis hin zu den Aftershow´s im Saloon, im "Marleys" oder ganz besonders im "Stadtkrug" ist herzlichst einladend. Einzelhändler verschwören sich zu OBS Preisrabatten und die kulinarische Versorgung war nur noch lecker. 

Während am Anfang vor 21 Jahren noch eine Grillparty stand, kann der geneigte Besucher inzwischen auf dem Festivalgelände verteilten Leckereien aus aller Herrgottländer wählen. Traditionell wird aber die Mini-Calzone gereicht. Mit dem neapolitanischen Original hat diese Festival-Spezialversion nichts mehr gemeinsam und ist schon gar nix für Punktezähler...

Die kurzen Nächte verbringt die Mehrzahl der Musikliebhaber im Zelt einen Steinwurf vom Festivalgelände entfernt, direkt am Weserufer. Wem diese jugendorientierte Schlafsackaktion zu anstrengend ist, darf sich in einem eher beruhigten Bereich einrichten oder gleich auf das eigene Wohnmobil oder Wohnwagen und auf die doch ausreichend vorhandenen Stellplätze ausweichen.

Mein diesjähriges OBS beginnt allerdings mit der größtmöglichen Katastrophe ever! Meine Frau und ich im WoMo irgendwo auf der Bahn und - unsere Karten zu Hause. Dem ersten Anflug von Panik folgte ein Anruf beim Sohn. Dieser war noch am packen fürs OBS (Die Jugend hat halt die Ruhe weg!) und die Karten wurden quasi ein zweites Mal geliefert.

Im Kreis der Erwartungsvollen hieß es entrüstet: "Karten vergessen? Alles kann man(n) vergessen, Wohnwagen, Wohnmobil, Angehörige, aber nicht die Festivalkarten!" Danke Roland, für diese aufbauenden Zeilen. 

Und so verstrich die Eröffnung des "besten kleinen Open-Air Festivals der Welt" mit Remberts "Ihr Lieben!" und den Lyrics "...Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst..." (Absolute Giganten) ohne mich. Wenn man aber dabei ist, lässt sich ein Festival eigentlich schöner eröffnen?

Das diesjährige LineUp war herausragend. Der Freitag hielt für mich nach dem verpassten Einstieg mit "The Builders & The Butchers" (USA) und "Steve Waitt" (USA) noch "Odd Couple" (D), "Louis Berry" (UK) und "OVE" (D) bereit. Während "ODD Couple" die Bühne noch dezibelgeschwängert Rock`n`Rollt, schafft "Louis Berry" mit eindringlichem Sound und Stimme kraftvoll einen irgendwie gelingenden Übergang zu "AMK".

Henning, Severin, Christopher und Malte von "Annenmaykantereit"  haben sich wohl irgendwie verliebt in diese Bühne. Diese Bühne, die mit schönstem Kronleuchter und in bordeauxrotem Samt eingeschlagen einfach nur da ist, als wäre es das Normalste dieser (Musik)Welt und in dieses Publikum, welches (fast) immer dem Motto folgt "Reden ist hinten! Schweigen ist vorn!



"AMK" selbst wollten diesen dritten Gig, bevor sie zum "RaR" weiterreisten. Es ginge also auch anders. Aber dieser Garten, diese Bühne und dieses Publikum.... Dennoch bleibt ein Haar in der Suppe. Wer "AMK" in den letzten Jahren aus nah und fern im Blick und im Ohr hatte, der würde sich mittlerweile etwas mehr wünschen, als professionell neu arrangierte "alte" Songs. Wenngleich es doch ein Genuss war! 

Eine der absoluten Überraschungen waren am Samstag auf der Bühne. "Wayne Graham" (USA). Bester entspannt fußwippender Alt-Country. Mit "Christine Owman" (S) konnte man eintauchen in das eigene düstere Psychedelic-Kopfkino. Sehr fein! 

Über "John Blek & The Rats" (IRL) und Messer, einem wahren Soundkraftpaket näherte sich "Moddi". Der Norweger erhebt mit seinem Konzeptalbum "Unsongs" zensierte Künstler. Leben einhauchende Arrangements für in ihren Heimatländern verbotene Lieder u.a. von "Kate Bush", "Vikto Jara" oder den "Pussy Riot`s" machen das Album äußerst hörenswert. 

Auf der Publikumsbühne traf mit "Jörkk Mechenbier" (Love A) und "Lasse Paulus" das Akustik-Punk-Duo "Schreng Schreng & La La" den richtigen Nerv. Jörkk: "Und ich Weiß auch, dass niemand, wirklich niemand, ein weiteres Duo alternder Punkrocker braucht..." Zwei Alben später wissen alle, was wir brauchen: den Esel und seinen Anwalt.

Eine wirkliche geile Show liefern die Finnen von "Teksi-TV 666". Wahnsinn! Für mich das Konzert, was unglaublich Spaß gemacht hat und jeden Fotografen nur noch draufhalten lies. Hier stand nichts mehr still.

Normalerweise mit sechs Gitarren auf der Bühne statt "nur" mit fünf, lässt erahnen was auf der Bühne los war. Und dann stimmte "Wintersleep" das geneigte Publikum mit tragend dynamischem Indie-Rock ein, auf dass was in den letzten Jahren zu einem absoluten Topact gereift ist: "Blaudzun" (NL) alias "Johannes Sigmond", den charismatischen Frontman der Formation fängt sein Publikum mit den ersten Riff ein und entlässt es erst mit dem Schlussakkord aus seinen Fängen. 



Komplexe Kompositionen mit einer instrumentalen Bandbreite gehüllt in stimmungsvolles Licht, der eigentlich schon zu klein gewordenen wunderschönen OBS-Bühne, lassen die ein oder andere Träne verdrücken.

Herrlich war`s! Nachdem der Samstag gerade erst verklungen ist, kündigt sich der Sonntag mit einem Surprise Act der Sonderklasse an, zu einem grandiosen Festivaltag zu werden. Mit "The Dead South" betritt die kanadische Bluegrass/-Folkband den Festivalplatz. Wer diese Combo im vergangenen Jahr verpasst hat, darf sich zu Recht ärgern. 

Ein Trost bleibt - er hat "The Dead South" vielleicht schon im Vorjahr auf dem OBS hören und umjubeln dürfen. Auch "Desoto Caucus" (DK) sind im Glitterhouse Garten keine unbekannten und liefern eine wirklich grundsolide und bindende Performance mit ihrer groovenden Mixtur aus Indie, Country und Amerikana. 



Was sich anschloss, war eine ganz heikle Kiste. Mit geschlossenen Augen dem wirklich guten Folk lauschend, malt man sich den Typen aus, der diese tiefgehenden Texte zelebriert. Und dann öffnest du die Augen und siehst den fast blutjungen Schweizer "Faber". 

Und du denkst dir - What the f***? Aber was steht auf seiner Webseite "..die jungen Alten sind natürlich die besten Alten, die wir haben." Sei ein "Faber" im Wind. Auf der "Publikumsbühne" schickt sich eine junge Band aus Hamm in NRW an, eine ganz große Fangemeinde hinter sich und vor der Bühne zu versammeln. 

Die 2014 gegründet Band gewann 2016 den vom "NRW KULTURsekretariat "gestifteten "popNRW-Preis" in der Kategorie Newcomer. Finn T., Jonathan, Luca, Finn S. und ihr Frontmann Frederick sind allesamt noch so jung und haben in Ihrer Musik bereits eine Reife entwickeln können, dass einem schnell der Gedanke kommt, was mag da noch alles entstehen. 



Die Band steht mit Haldern Pop Recordings bei einem Independent Label unter Vertrag, das für seinen feinen Instinkt und einer den Künster sehr wertschätzenden Förderung auszeichnet. Wer im Glitterhouse Garten steht, kann verstehen was ich meine.



Eine Geschichte am Rande. Vor einigen Jahren ersteigerte ein Paar eine Snaredrum, damals signiert von allen beim OBS aufgetretenen Künstlern, bei der alljährlichen Versteigerung zu Gunsten von Viva con Aqua Hamburg. Auf die Fragen von Rembert für wen Sie diese Snare ersteigert hätte, bekam er als Antwort: "Für unseren Sohn". Er macht auch Musik. 

Rembert dazu: Wer weiß, vielleicht spielt er ja auch mal hier... Die Ersteigerer waren die Eltern von "Giant Rooks" Frontman Frederick. So schließt sich der Kreis. 



"Julia Jacklin" (AUS) scheint sich gerade zu einem Liebling, nicht nur der Musikpresse zu entwickeln. Ein erstes Album und das Publikum hängt dem Sound hinterher. Das wird was! Mit "HEIM" wird aus dem OBS Garten kurzzeitig Palm Beach. Mit dem Ort des Titel dieser Platte hat die Musik von "HEIM" irgendwie aber so gar nichts gemein.

Sentimentaler Rock mit brutalem Lärm gemixt. Nix für schwache Nerven und wer den sich annähernden OBS Höhepunkt herbeisehnt darf mit zarten Melodien gemixt aus athmosphärischen Gitarrenklängen, Streichern, Synthesizer und Samples von "Yes We Mystic" (CAN) wieder ein wenig runterfahren bevor mit "Immanu El" (S) das Festival ausklingen musste.

Mit schwelgenden Dream Pop schloss das Line-Up des OPS 2017. Es war episch und ein wenig fühlte man mit dem diesjährigen OBS Maskottchen.

Etwas desolat, schwimmender Blick, leicht sabbernd aus dem Mundwinkel aber noch gerade stehend um den Ausklang zu vernehmen "...Und an der Stelle, wo es am aller schönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment."

Danke, Danke, Danke und auf ein Neues in 2018! 

Bericht und Fotos von Denis Schinner 


Mittwoch, 7. Juni 2017

Konzerttipps in Berlin Sommer 2017

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Immer wieder hören wir den fordernden Ruf nach Konzerttipps - gerade im so umtriebigen Berlin! Deshalb sind wir sehr froh, hier spreeathener Insiderwissen weitergeben zu dürfen, nämlich die Empfehlungen zum Tanzen und für die wirklich lohnenden Indie-Konzerte zusammengestellt von den rührigen Leuten bei Fourtrack on Stage, deren eigene Veranstaltungen man in der Liste hervorgehoben findet.


07.06. Tombouctou Beat vol.1 - Orion Congregation @BLO-Ateliers
07.06. Württembergische Versicherungsgruppe + Tetron @IE
07.06. Skiing + SchnickSchnack
08.06. By the Lake Sundowner #1 @Strandbad Weißensee
08.06. Walls & Birds @Ballhaus Berlin
08. - 11.06. Torstraßen Festival 2017

09.06. Sophia Kennedy @Monarch
09.06. 20 Jahre Jungle World @://about blank
10.06. OMP @Volkspark am Weinberg
10.06. Scared To Dance @Loophole
11.06. Klitclique + Ill Till @Kantine am Berghain
12.06. Xylouris White @Urbanspree
13.06. DakhaBrakha @Festsaal Kreuzberg
14.06. Fourtrack: The Sound of Money + Birds and Coughs + DJ Anna @Schokoladen
15.06. Ryley Walker @Lido
15.06. Heiner's Down by the Lake @Weser58
16.06. Blind Signal #2 with Hobocombo, Kathy Alberici & Federico Nitti @Blind Signal
17.06. Helen Melon @Bianco e Nero
17.06. The Last Saddest Music in The World Contest @Roter Salon
17.06. Stereo Total @Rosa-Luxemburg-Platz
17.06. Phinsterbush @Alte Münze
20.06. WHY? @Festsaal Kreuzberg
21.06. Laid Back @Else
22.06. Gabriel Moreno & the Quivering Poets / Mock Deer @Artliners
22.06. Viking Moses @Alter Roter Löwe Rein
23.06. Smells Of The Great Wide Open w/ World Brain & Jules @IE
24.06. Down by the River Festival @://about blank
27.06. The Sun Ra Arkestra @Festsaal Kreuzberg
28.06. Workshop: Tour Booking @Music Pool Berlin
28.06. Kiezsalon w/ Ellen Arkbro & Aki Onda
28.06. The Avalanches @Festsaal Kreuzberg
29.06. Ich brauche ein Genie: Jolly Goods, Zuckerclub @Kantine am Berghain
30.06. alínæ lumr Warm-Up @IE
02.07. Kevin Morby @Quasimodo
06.07. Schrippe Fest AKA Heroine, Hush Moss, The Lips, Young Yosef @Schrippe Hawaii
07.07. Mobylettes @Culture Container
11.07. Vague @Alter Roter Löwe Rein
12.07. Fourtrack: John Davis & the Cicadas + nunofyrbeeswax @Schokoladen
13.07. Vague + Highest Sea @Monarch
15.07. The Most Wuthering Heights Day Ever @Tempelhofer Feld
20.07. Of Montreal + Itaca @Festsaal Kreuzberg
21.07. Shameless/Limitless: Sean Nicholas Savage + Calvin Love @Marie-Antoinette
25.07. Kumbia Queers @SO36
28. - 29.07. YO! SISSY Music Festival
04. - 05.08. Jenseits von Millionen Festival @Burg Friedland
06.08. Sheer Mag @SO36
13.08. By the Lake Festival @Strandbad Weißensee
14.08. Regina Spektor @Tempodrom
15.08. Patti Smith @Zitadelle
18. - 20.08. Reclaim! Das Musikfestival
23.08. Demon's Claws @Urban Spree
23. - 25.08. Pop-Kultur Festival
25. - 27.08. alínæ lumr Festival
31.08. The Deslondes @Kantine am Berghain

Dienstag, 6. Juni 2017

The Coathangers, Köln, 02.06.17

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Konzert: The Coathangers
Ort: mtc, Köln
Datum: 02.06.2017
Dauer: gut 60 min
Zuschauer: vielleicht 100



Meine erste Begegnung mit den Coathangers war merkwürdig. Die Punkband aus Atlanta supportete die wundervollen Thermals im Gebäude 9 in Köln. Mir war der rotzige, oft gebrüllte Punk in der Theorie viel zu wild, die drei Frauen schüchterten mich auch ein wenig ein, das Konzert war aber trotzdem fantastisch. Zwei Wochen später beim nächsten Thermals-Konzert wusste ich, was mich bei der Vorgruppe erwartete, und auch der Auftritt war perfekt!

Oft gehört habe ich die Coathangers in den letzten sechs Jahren nicht. Weil zu wenige Gelegenheiten kamen, die Band live zu sehen. Denn auf Platte ist das alles gut, auf einer Bühne aber viel besser! Als eine kurze Deutschland-Tour angekündigt wurde, war ich hin und weg, als das Konzert am Vorabend in München ganz kurzfristig warum auch immer abgesagt wurde, nervös. Ich kam einiges nach der angekündigten Einlaß-Zeit am mtc an, vor der Tür standen noch eine ganze Menge Leute, auch Nichtraucher. Der Einlaß hatte sich also mal wieder verschoben (mtc-Krankheit), denn freiwillig steht man nüchtern nicht auf der Zülpicher Straße.

Aus Beginn 21:00 h wurde 21:30 h, dann aber immerhin ohne Vorgruppe. Die drei Amerikanerinnen (2011 waren es noch vier) trugen einheitliche Shirts, was bei mir immer Casting-Assoziationen hervorruft (The Pipettes...). Wäre ich zufällig ins mtc getaumelt und hätte diesen Gedanken gehabt, wäre er spätestens nach dem ersten Lied weggewesen.

Das erste Stück Johnny sang Gitarristin Julia Kugel ("Crook Kid Coathanger"), das zweite Schlagzeugerin Stephanie Luke ("Rusty Coathanger") und so wechselte sich das eine ganze Weile ab zwischen den beiden. Bassistin Minnie Coathanger (Meredith Franco) sang am Anfang nur begleitend und später in den Liedern, in denen sie die Hauptsängerin war, nur sehr kurze Sequenzen.

Die meisten Lieder stammten von der 2016 erschienenen Platte Nosebleed Weekend, Der Titeltrack, das wundervolle Perfume (das mich an die B-52's erinnerte), Make it right, die besten Lieder des Konzerts, sind alle auf dem Album. So richtig leicht war es aber nicht, die Lieder auseinander zu halten, was gut ist, weil eben alle viel taugen und herrlich punkig waren. Irgendwann in der zweiten Hälfte des Konzerts wechselten die Frauen immer wieder ihre Positionen. Aber dadurch änderte sich wenig. Mal sang Rusty auf dem Platz der Bassistin ohne Instrument, das Lied klang aber nicht anders als der Rest. Also toll. 


Als die Band zu den Zugaben zurückkam, spielte sie erst  ein sehr altes Stück (Nestle in my boobies) und danach das perfekte Cover mit Sex beat vom Gun Club. Das wäre der perfekte Abschluß gewesen, der recht volle Saal hatte aber noch nicht genug, also kamen sie zurück und spielten noch einmal zwei Lieder - am Ende das poppigste Lied Captain's dead, das ganz grandios war.

Mir fällt nie viel zu den Coathangers ein, warum auch immer. Aber je häufiger ich die Band sehe, desto lieber mag ich sie. Es kommen also sicher noch ein paar schlechte Konzertberichte hier.


Setlist The Coathangers, mtc, Köln:

01: Johnny
02: Dumb baby
03: Smother
04: Down down
05: Nosebleed weekend 
06: Burn me
07: Make it right
08: Perfume
09: Wipe out
10: Springfield cannonball
11: Watch your back
12: Follow me
13: ?
14: ?
15: Shut up
16: Cheap cheap
17: Squeeki tiki

18: Nestle in my boobies (Z)
19: Sex beat (Gun Club Cover) (Z)

20: Hurricane (Z)
21: Captain's dead (Z)

Links:
 

- aus unserem Archiv:
- The Coathangers, Frankfurt, 15.04.11
- The Coathangers, Köln, 03.04.11




Les concerts de la semaine à Paris du 5 au 11 juin 2017

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Les concerts de la semaine à Paris du 5 au 11 juin 2017


La semaine a commencé par un jour férié, mais après ça devient dynamique avec une longue listes des concerts qui valent le coups. Pour citer seulement deux concerts qui promettent de belles choses: Angel Olsen le 6 juin au Trianon (avec l'excellent Chris Cohen en première partie) et les français Alice et Moi (French pop, photo) le 7 aux Trois Baudets !




05: Pierre, Le Pop In
06: Angel Olsen et Chris Cohen, Trianon
06: Las Robertas, La Mécanique Ondulatoire >>déplacé au Supersonic !
06: Zara Larsson, Elyséé-Montmartre
06: Camille, La Cigale, complet
06: Vincent Delerm, Les Folies Bergère
06: Babe et Jaune, La Boule Noire, déplacé au Badaboum
06: Simple As Pop, Orouni, Gatha, Mains d'Oeuvres
06: Dusk Totem, Alps, Alex June, La Java
07: Laure Brisa solo, L'Atelier du Plateau
07: Tops, Better Person, Good Morning TV, Point Ephémère, complet
07: Clementine March, Fantasy Orchestra et Lehna, Rivieira
07: Alice et moi, Loups, Trois Baudets
07: Bertrand Belin, Philharmonie de Paris
07: Mathieu Boogaerts, La Java
07: Peter von Poehl et Michelle Blades, Café de la Danse
07: Morgan Delt, Batofar
08: Kid Wise, Café de la Danse
08: Camille, La Cigale, complet
08: Nite Jewel, Point Ephémère
08: Primal Scream, La Gaité Lyrique
08: Shugo Tokumaru et Orval Carlos Sibelius, FGO-Barbara
08: Yassassin, Nebraska et Thé Vanille, Supersonic
08: Sweat Like An Ape!, Tropical Horses et First Kiss, Espace B
08: Céline Ollivier, Divan du Monde
09: Camille, La Cigale, complet
09: Bertrand Belin, Philharmonie de Paris
09: Finale Grand Zébrock, avec entre autres Gisèle Pape, La Maroquinerie
09: Merk et Somehow, Le Pop In, présenté par Life Is A Minestrone
09: Manisch Pingle, Galerie Impressions organisé par Henri d'Hautefeuille
09: Blurt, Espace B
09: Schonwald, La Mécanique Ondulatoire
09: Le Ton Mité et Yama Karachi, Le Zorba
09: Oiseaux-Tempête, Ciné 104, Pantin
10: Festival We Love Green, Bois de Vincennes avec Justice, Solange, Benjamine Clementine, Agar Agar, Niki Niki, Faire
10: Wintersleep, Supersonic
10: Lake, Night Night, Isabelle, La Java
10: La chanson dans tous ses états, avec Pauline Drand, Dantone, Katel, Maissiat, L, Robi et pleins d'autres,Théâtre de la Ville à partir de 17h
10: The Bats, François Virot et Vundabar, Petit Bain
10: Festival Ta Parole à Montreuil avec Mesparrow, La Marbrerie
11: Amanda Palmer, La Cigale
11: Festival We Love Green, Bois de Vincennes avec entre autres Camille, Moderat, François And The Atlas Mountains, Alex Cameron, Kelly Lee Owens
11: Charlotte de Witte, Garage



 

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