Dienstag, 16. September 2014

Blouse, Köln, 15.09.14

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Konzert: Blouse
Ort: King Georg, Köln
Datum: 15.09.2014
Dauer: 60 min
Zuschauer: ca. 70




Wie sich doch zwei Konzerte der gleichen Band innerhalb einer Woche unterscheiden können! Vergangenen Dienstag hatte ich Blouse als Vorgruppe von Slowdive gesehen und war nach einem eher durchwachsenen Konzert im letzten Jahr in Offenbach mehr als nur versöhnt. Die Band aus Portland mit der überragenden ersten und der sehr guten zweiten Platte klang faszinierend klar und wundervoll ausgesteuert.

Heute im King Georg klangen die ersten beiden Lieder - Imperium und Eyesight vom letzten Album - auch noch sehr gut. Danach passierte irgendetwas (vermute ich), Keyboarder Arian sprach hinterher von "technical issues" - und plötzlich war es ein weit kleineres Vergnügen, die eigentlich tollen Songs der Amerikaner anzuhören. Die Stimme von Sängerin Charlie (die ein übergroßes Herrenhemd mit Nadelstreifen als Kleid trug) war kaum zu hören, alles wurde vom überlauten Schlagzeug von Drummer Jacob totgeprügelt. Schade! Denn die Songs der Band sind viel fragiler, als man bei einem Konzert wie heute denkt - und Blouse können sie so spielen. Aber nicht heute. Heute schepperte es, heute klangen die Instrumente individuell und nicht nach Orchester. Und leider eben vor allem deren Lautstärken falsch abgestimmt. Ich meine aber, daß es an einem der Verstärker lag, also technische Gründe hatte und nicht an einem schlechtem Soundcheck.

Zwischendurch wurde es wieder besser. No shelter und 1000 years, zwei meiner Lieblinge, die Charlie mit akustischer Gitarre spielte, klangen deutlich besser, aber danach wurde es wieder breiig. Dazu kam, daß Charlies elektrische Gitarre plötzlich knisterte. Herrje, es klappte offenbar einiges nicht!

Die Stimmung des Publikums litt unter dem miesen Sound nicht, das Konzert kam gut an. Hätte ich die Band vor ein paar Tagen nicht so viel besser gesehen, hätte es mir vermutlich auch besser gefallen. So wird der Abend mir musikalisch nicht lange in Erinnerung bleiben.

Und dann kam am Ende nach ein paar Setlisten-Umstellungen doch noch ein wenigstens am Anfang toll klingendes Stück, mein großer Liebling Time travel, das die Band aus Portland in Genf warum auch immer ausgelassen hatte. Der ruhige Anfang bevor das Schlagzeug einsetzte, war umwerfend schön, danach dominierte wieder das Getrommel, allerdings klang es besser. Arian hatte irgendetwas am Verstärker hinter ihm verändert. Schade, daß nicht das ganze Konzert so war! Dann eben beim nächsten Mal! Denn jedes zweite Blouse-Konzert, das ich gesehen habe, war phänomenal gut!

Setlist Blouse, King Georg, Köln:

01: Imperium
02: Eyesight
03: Firestarter
04: They always fly away 
05: White
06: In a glass
07: No shelter
08: 1000 years
09: Happy days
10: Trust me
11: Arrested (?)
12: Videotapes
13: Into black
14: Time travel

Links:

- aus unserem Archiv:
- Blouse, Genf, 09.09.14 
- Blouse, Offenbach, 28.11.13
- Blouse, Paris, 19.02.12 
- Blouse, Luxemburg, 10.02.12



Montag, 15. September 2014

Pelle Carlberg, Duisburg, 14.09.14

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Konzert: Pelle Carlberg
Ort: Zum Hübi, Duisburg
Datum: 14.09.2014
Dauer: 65 min
Zuschauer: knapp 40


Eines der schönsten Konzerte, die ich dieses Jahr erleben durfte, fand im März bei Ursula und Dirk in Montabaur statt. Die beiden hatten für ihr erstes Wohnzimmerkonzert Pelle Carlberg eingeladen, dessen Musik ich seit Jahren liebe und den ich einige Male in regulären Clubs in Köln gesehen hatte. Nicht nur für die Veranstalter, auch für die meisten Gäste war es eine Premiere, aber eine, die saß! Das Konzert war fabelhaft, das Drumherum ebenso und der Abend damit einer, an den wir uns erinnern werden!

Die schönste Episode dabei war eine echte Weltpremiere. Pelle hatte vor einigen Jahren mit seiner Band Edson in Malaysia gespielt und den dortigen Sponsor Tiger Beer wegen seines Nachnamens, der zu sehr dem des Hauptkonkurrenten gleicht, dazu gebracht, nur den Vornamen des Schweden auf die Plakate zu drucken. Darüber hat Pelle CARLBERG* ein Lied geschrieben (Pelle Carlsberg), das er aber nie live gespielt hat. Mit einer cleveren Intrige und einem Asia-Shop in Frankfurt gelang es den Gastgebern, den Sänger dazu zu bringen, das Stück in ihrem Wohnzimmer zu spielen. Und es war toll!

Als die kurze NRW (und nördlicher) Tour, die Montag in Düsseldorf endet, angekündigt wurde, passte der Köln Termin leider nicht, weil er mit unserem Ausflug zu Kraftwerk nach Karlsruhe kollidierte. Dann eben Duisburg am Sonntag! Ein Konzert in einer Fischerkneipe "Zum Hübi" zu sehen, hat ja auch etwas.

Weil wir dem Anfangstermin 20 Uhr nicht trauten, fragte ich beim Sänger nach, wann er beginne. "Pünktlich um acht, es findet draußen statt", klang erst gut, in Staus stehend plötzlich schlimm, als wir fünf Minuten vor acht am Duisburger Rheinhafen ankamen und einen Tisch mit Blick auf den Schweden und den Rhein fanden aber wieder nach einem entspannten Abend.

Und der wurde es natürlich auch. Ich bin bei Lieblingskünstlern nicht objektiv und Pelle Carlberg gehört zu denen. Aber auch den Zuschauern, die ihn vorher nicht kannten und zum Abendbierchen oder -tee dem Sänger mit den traurigen Liedern zuguckten, schien das Konzert ausgezeichnet zu gefallen. Leider hatten sich nicht furchtbar viele auf der Hafenpromenade eingefunden. Aber in einer Kneipe, die an der Horst-Schimanski-Gasse liegt, erwarten die Leute zur Tatort-Zeit vermutlich kein Konkurrenz-Programm.

Pelle spielte ein ähnliches Set wie bei den Konzerten im Frühling. Alte Lieblinge wie Go to hell, Miss Rydell, Clever girls..., Musikbyrån makes me wanna smoke crack oder 1983..., neue Stücke, wie das wunderschöne und enorm traurige Salt oder Loser of the century, aber auch das in Montabaur wiederentdeckte Pelle Carlsberg (ohne daß Ursula und Dirk eine Flasche mitbringen mussten) und ein Lied seiner alten Band Edson (I didn't mean to be mean). Ach, es war wieder großartig und natürlich das viel bessere Programm als ein oller Tatort!

Nachdem er uns vorher gesagt hatte, daß er ganz selten Cover spiele, war die Zugabe das schönste Cover, das ich bisher von Pelle Carlberg gehört habe, Rocket man von Elton John (schöner als das Original).

Hoffentlich gefällt es dem schwedischen Sänger weiter so gut in Deutschland! Hoffentlich ärgert ihn Ryanair auf dem Rückflug nach Schweden nicht so sehr, daß es lange dauert, bis er zurückkommt. Zum einen haben wir fürs nächste Mal Middleclass kid (und das in Duisburg vergessene Pamplona) versprochen bekommen, zum anderen, tausche ich viele Abende mit mittelmäßigen aber sehr angesagten Hype-Bands liebend gerne gegen einen mit dem großartigen Pelle Carlberg!

Setlist Pelle Carlberg, Zum Hübi, Duisburg:

01: Oh no! It's happening again
02: Musikbyrån makes me wanna smoke crack
03: Fly me to the moon
04: 1983 (Pelle & Sebastian)
05: Go to hell, Miss Rydell
06: I didn't mean to be mean (Edson)
07: Loser of the century (neu)
08: I love you, you imbecile
09: Metal to metal
10: Salt (neu)
11: Pelle Carlsberg
12: Because I'm worth it
13: Clever girls like clever boys much more than clever boys like clever girls

14: Rocket man (Elton John Cover) (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:

- Pelle Carlberg, Stuttgart, 26.03.14
- Pelle Carlberg, Montabaur, 24.03.14 (Ursula)
- Pelle Carlberg, Montabaur, 24.03.14 (Christoph)
- Pelle Carlberg, Köln, 23.03.14 (Ursula)
- Pelle Carlberg, Köln, 23.03.14 (Christoph)
- Pelle Carlberg, Köln, 22.09.11
- Pelle Carlberg, Köln, 25.08.09
- Pelle Carlberg, Köln, 23.11.07



* wir sind nicht gesponsort von Tiger Beer! Carlsberg schmeckt bestimmt noch viel toller!



Les concerts de la semaine à Paris du 16 au 22 septembre 2014

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Les concerts de la semaine à Paris du 16 au 22 septembre 2014


Belle semaine de concerts à venir avec notamment une nouvelle Oliver Peel Session demain avec l'américaine Bad Braids (photo Tamyka Smith ©) et les anglais Time For T. Cheers ! Il reste des places, contactez moi !

15.09.2014: Burnt Ones et Dame Blanche, Espace B 
15.09.2014: Magnetix et The Feeling Of Love et Violence Conjugale, Café de la Danse 
15.09.2014: Bad Braids, Le Pop In
15.09.2014: Hannah Epperson, Eglise Américaine
16.09.2014: Son Of, Plage de Glazart
16.09.2014: Alma Forrer, Louves et L'Arthur, Les Trois Baudets
16.09.2014: Woods et Coming Soon, Café de la Danse
16.09.2014: Oliver Peel Session avec Bad Braids et Time For T
17.09.2014: Blouse, La Plage de Glazart
17.09.2014: Christian Bland, Espace B
17.09.2014: Showcase de Matthieu Malon chze Gibert Joseph à 17h30
17.09.2014: Constance Amiot, Les Trois Baudets
17.09.2014: The Ghost O A Saber Tooth Tiger, La Maroquinerie
17.09.2014: Hannah Epperson, Le Pop Up du Label 
17.09.2014: Wooden Wand et Mathieu Malon et Kevin Morby, Point Ephèmère
18.09.2014: The Art Club, Le Pop In
18.09.2014: Leaf House et Filago et Guillaume Leglise, International
18.09.2014: Tropical Horses, Café Charbon 
18.09.2014: Showcase Alice Lewis et Alex Rossi et Marc Desse, La Fabrique Balades Sonores 
18.09.2014: Tropical Horses at Café Charbon, gratuit
18.09.2014: 49 Swimming Pools, les Trois Baudets
19.09.2014: Kyrie Kristmanson, Clos des Blancs Manteaux (4e), 20h
19.09.2014: Quilt et Daniel Bachman et Joel Gion, Point Ephémère 
19.09.2014: God Is An Astronaut, La Flèche d'or 
19.09.2014: Michelle Blades, Le 114
19.09.2014: Ropoporose et We Were Evergreen, Café de La Danse
20.09.2014: Tuxedomoon et Jessica 93, Café de la Danse
20.09.2014: Judah Warsky et Jaune ! au Motel
20.09.2014: Mountain Bike, Bus Palladium 
20.09.2014: K!, Kiosquorama (17e)
20.09.2014: Owlle, La Gaité Lyrique
20.09.2014: Demi Mondaine, at Square des Epinettes (17e), 17h, gratuit
21.09.2014: Filago (side project d'Erevan Tusk) et Billie at Square du Temple (3e), 13h et 14h30
21.09.2014: Cars & trains et Big Pauper, 17h30 Balades Sonores

Blumfeld, Berlin, 13.09.2014

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Konzert: Blumfeld
Ort: Berlin Astra
Datum: 13.09.2014
Zuschauer: ausverkauft

Text: Susanne aus Berlin
Fotos: Markus aus Berlin



Über was hat sich der der Blumfeld Hörer wohl vor 20 Jahren unterhalten? Die anstehende Bundestagswahl, den Völkermord in Ruanda? Während ich heute auf die Band warte, werden hinter mir vegane Kochrezepte ausgetauscht. Soweit, so authentisch. 
Die Band betritt äusserst früh und ohne Vorband die Bühne. Dafür mit dem Hubschrauber. Wie von den eingefleischten Fans neben mir erhofft und erwartet. Die Jungs sind alt geworden. So wie wir und wollen früh ins Bett. Erst zum Schluss wird klar, dass sie die zusätzliche Zeit gut für ihre 3 Zugaben brauchen können. Das Gefühl, dass hier was Grosses stattfinden wird, stellt sich ein. Wird aber leider sofort mit dem ersten Lied 'Draußen auf Kaution' vernichtet. Der Sound ist schlecht, matschig, ich kann Jochens Gesang kaum verstehen. Der Bass dominiert. Dabei bin ich doch auch und gerade wegen den Texten gekommen. Ich wollte wissen, ob Jochen mir noch etwas zu sagen hat. Ob mich das noch berührt, was er singt. Doch schon beim 2. Stück keimt leichte Euphorie auf. 'Jetset' packt mich und meine Nachbarn, Jochens Stimme wird klarer.
 Nach 30 Minuten Konzert hat sich sein Verstärker aufgeraucht. Er sagt, bisher wars gut, aber mit Verstärker wärs besser. Und dass der Verstärker jetzt ein bisschen vorausgreift. Nomen est Omen usw. Die mühsam errungene Stimmung ist dahin. Auch wenn Jochen Distelmeyer den Abgang seines Verstärkers authentisch findet und uns mit den Worten: Keep it real! versöhnen will, bin ich enttäuscht, dass wir jetzt 5 Minuten ohne Musik und Band vor uns hinstehen müssen, bis der Verstärker repariert ist. Nach jedem weiteren Stück bedankt er sich freundlich und gut gelaunt, für mich gibt es keine großen Highlights in der Setlist, ausser 'Ein Lied von zwei Menschen'. Mag auch daran liegen, dass ich im Gegensatz zu den meisten Blumfeld Fans wohl eher auf die neueren Sachen stehe. 

Eine nette Anekdote gibt Jochen  Distelmeyer noch zum Besten, wie es zu der Jubiläums Tour kam: Er fragt ob der junge Mann anwesend ist, der ihn vor Monaten ansprach und fragte, ob was zu 20 Jahren L'etat et moi geplant sei: Nicht dass er wüsste. Und da war die Idee geboren. Diesen Mann suchen sie nun, um sich zu bedanken. Aber auch hier in Berlin scheint er nicht anwesend gewesen zu sein. Nach 120 Minuten verlassen die vier die Bühne um noch einmal für drei Zugabenblöcke zurück zu kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde natürlich unzählige Male nach 'Verstärker' und 'Ich-Maschine' gerufen. Klar, dass die Stücke nicht fehlen dürfen und bis zum Schluss aufgehoben werden. Jochen Distelmeyer klemmt seine Kippe unter die Saiten seiner Gitarre und versichert uns, dass wir super sind. Und dann bekommen wir, was wir wollen. 

Gross war es nicht, aber authentisch auf jeden Fall. Vor 20 Jahren war der Klang sicher auch nicht besser. Und wenn ich seine Texte verstehen will, dann höre ich eben die Alben zuhause. Da habe ich sie für immer. Ich bin versöhnt.

Setlist:
Draußen auf Kaution
Jetset
2 oder 3 Dinge
Walkie Talkie
Ich wie es wirklich war
Eine eigene Geschichte
Pickelface is back in town
Aus den Kriegstagebüchern
Sing Sing
Anderes Ich
Evergreen
Ein Lied von zwei Menschen
Zeittotschläger
Penismonolog
-
Ghettowelt
Von der Unmöglichkeit Nein zu sagen
Einfach so
Superstarfighter
-
Kommst Du mit in den Alltag / Old Nobody
Verstärker
-
Ich Maschine





Sonntag, 14. September 2014

Sound of Bronkow, Tag 2, Dresden, 06.09.14

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Sound of Bronkow Music Festival 
Tag 2 mit Konzerten von
  Trains on Fire (30 min)
  Hello Piedpiper (30 min)
  Vena Portae (30 min)
  Waelder (40 min)
  Heated Land  (45 min)
  The Slow show (55 min)
  Beaty Heart (40 min)
Ort: Societaetstheater Dresden
Datum: 6. September
Zuschauer: knapp 300



Das sommerliche Wucherpfund des Sound of Bronkow ist ja wohl zweifelfsfrei der schöne und immer wieder einladende Garten hinter dem Societaetstheater. Hier war für den Samstag und Sonntag Nachmittag wieder eine Bühne aufgebaut mit Blumen und Häkeldeckchen geschmückt und der Prise Liebe gewürzt, die das ganze Festival so besonders macht. Und die zog ein zahlreiches Publikum an. Die Sonne schien, wenngleich der Wetterbericht etwas unsicher war, ob es nun gewitterregnen würde oder doch nicht. Aber es blieb schön und die Sonne (und damit auch die Freude) ganz ungetrübt.


Der erste Programmpunkt war Trains on Fire - ein Duo mit Gitarre und Keyboard (und Drumsample), das in seiner Art auch gut in die Berichte von Oliver aus Paris passen würde (in denen es wahrscheinlich mehr um die Dame an den Tasten ginge als bei mir gerade...). Sie präsentierten sich mit frischer Sonnenscheinmusik und die Darbietung war solide und ließ die Füße wippen. Sie hinterließen bei mir aber sonst keinen besonders hervorstechenden Eindruck.



Fabio aka Hello Piedpiper übernahm den Staffelstab und er schaffte es wieder hervorragend, von der Bühne den Funken überspringen zu lassen. Er wirkte sehr konzentriert und vielleicht auch ein bisschen respektvoll gegenüber der bunten Truppe Pubklikum vor ihm. Die Kinder hatten gerade noch diebischen Spaß dabei, das Gelände zu erkunden. Aber der Applaus gab ihm wohl doch die Bestätigung, dass die Musik und die Botschaft auf offene Ohren stießen. Meiner Meinung nach einer der besonders gelungenen Programmpunkte des Samstags!



Etwas temperamentvoller wurde es anschließend mit Vena Portae, die die Bühne mit vier Leuten, vielen Saiteninstrumenten und einem Drumset auch zum ersten Mal wirklich füllten. Die Sängerin Emily Barker aus Australien (die zur Zeit in Großbritannien wohnt) hatte sich zwei Herren an die Seite geholt an E-Gitarre und Bass (Ruben Engzell) und einen Briten an das Schlagzeug. Es wurde viel geschwätzt und gelacht. Der Guardian nennt die Musik Country-Pop und trifft es damit wohl ganz gut. Der ganze Auftritt passte wunderbar in den Apfelgarten und wärmte das Publikum ordentlich durch. In besonderer Erinnerung bleibt mir das Cover Transatlantic von Christian Kjellvander.


Setlist Vena Portae:
01. Before the winter came
02. Foal
03. Mapless Sea
04. Turning Key
05. Flames and Fury
06. What we do

07. All will be well
08. No enemies
09. Transatlantic (Christian Kjellvander-Cover)
10. Summer kills




Ich hatte mich dafür entschieden, im Garten zu bleiben und vielleicht den letzten schönen Sommertag so zu würdigen. Drinnen wurde zwar auch ein schönes Programm geboten, aber ich konnte mich ja leider nicht aufteilen. Außerdem war ich auf Waelder im Anschluss ziemlich gespannt.
Leider gewann in diesem Set die Soundfrickelei gegen die von mir mehr geschätzte Stimme und damit war das Set für mich nicht so attraktiv, wie zunächst erhofft. Ich nutzte deshalb die Zeit für einen Schwatz mit Freunden und war nur mit halbem Ohr dabei. Ebenso waren Heated Land im Anschluss mehr eine nette Hintergrundmusik für meinen späten Nachmittag. Solide, aber nicht überdurchschnittlich mitreißend. Für das Wetter und den Garten aber sehr passend.


Anschließend ging es in den Saal zu The Slow Show. Auch hier war die Bühne rammelvoll: sechs Leute an Drums, Tasten und Saiten und als Glanzpunkt des Arrangements die Trompeterin. Anscheinend war das aber noch nicht genug Aufgebot, denn es wurden später auch noch Streicher und Chor vom Band zugespielt also eine fette Schicht Begleitmusik aufgeboten. Umso erstaunlicher, dass der "Star" und Mittelpunkt der Musik eindeutig der Sänger mit der Stimme blieb, die seiner Statur so gar nicht zu entsprechen schien. 


Ein Hänfling hatte hier ein Organ wie einer, der im Leben schon alles gesehen hat und reflektiert davon berichten kann. Schon das Timbre sprach von Jahrzehnten am Lagerfeuer und durchwachten Nächten. Für mich war die knappe Stunde eindeutig der Höhepunkt des Tages. Anscheindend war The Slow Show auch sehr eingenommen von der freundlichen Publikumsresonanz und so entstand eine ganz eigene und wunderbare Atmosphäre. Einen Song Dresden in Dresden zu spielen bleibt wohl für jede Band etwas besonderes. Gänsehaut gab es auch bei Long way home und Bloodlines. Kein Wunder, dass temperamentvoll um Zugaben gefeilscht wurde.

Setlist The Slow Show:
01: God only knows
02: Long way home
03: Brother
04: Augustine
05: Dresden
06: Testing
07: Lucky me, lucky you
08: Caroline
09: Paint you like a rose
10: Flowers to burn
11: Bloodline

12: Northern Town (Z)
13: Mr. Blue tie (Z)
14: Everybody's home now (Z)


Als mein persönlicher letzter Programmpunkt stand Beaty Heart im Raum der Studiobühne auf dem Programm. Das waren drei quirlige junge Männer aus London, die ganz schön viel Schlagwerk dabei hatten. Zwei von ihnen waren die ganze Zeit damit beschäftigt uns durchzuwirken und durchzukneten mit halbkaribischen Rhythmen und diese mit rockigen Melodien zu verbinden. In meinen Ohren ein gelungenes Crossover und dazu noch so frisch und mit so viel Enthusiasmus, dass nichts anderes blieb, als mitzugehen und sich durchpusten zu lassen.



Eigentlich war ich auch auf Arc Iris sehr gespannt gewesen, aber meine Energie war nach den vielen Stunden irgendwie erschöpft.

Alle Fotos:

 


 
Aus unserem Archiv:
Abschlussabend Sound of Bronkow 2014

Sound of Bronkow 2014 Tag 3
Sound of Bronkow 2014 Tag 1 
 
Sound of Bronkow 2013 Tag 3
Sound of Bronkow 2013 Tag 2
Sound of Bronkow 2013 Tag 1
Sound of Bronkow 2012 Tag 3
Sound of Bronkow 2012 Tag 2
Sound of Bronkow 2012 Tag 1



The slow show, Konzertankündigung Nov. 12
Aloa Input, Wiesbaden, 24.02.14 
Hello Piedpiper, Reutlingen, 22.04.14
Hello Piedpiper, Gießen, 21.04.14
Hello Piedpiper, Sindelfingen, 14.09.13
Hello Piedpiper, Karlsruhe, 07.06.13 
Hello Piedpiper, Köln, 22.10.12


 

Konzerttagebuch © 2010

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