Montag, 23. Oktober 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 23 au 29 octobre 2017

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Semaine très excitante pour moi, parce que après presque 2 ans et demi d'absence mes Oliver Peel Sessions sont de retour !! Let's Peel Again !! J'ai la grande chance d'inviter une nouvelle fois les Néozélandais French For Rabbits, groupe dream pop souvent comparés au Cocteau Twins. La session va se dérouler dans le quartier de Montparnasse, vendredi le 27 octobre à 20 h.





23: Annika And The Forest, Café de la Danse, annulé
23: Inheaven + The Cherry Bones, Point Ephémère
23: Mogwai, Grand Rex

23: Jeffrey Lewis & Los Bolts, Espace B
23: Skinny Living, Pop-up du Label
24: Skinny Lister, Point FMR
24: Moriarty, Salle Pleyel
24: St.Vincent, Trianon
24: The Dream Syndicate + Jon Auer, FGO-Barbara
25: Jake Bugg solo acoutsique, L'Alhambra
25: Marlon Williams et French For Rabbits, Espace B
25: Yak, Petit Bain
26: Tops, Badaboum

26: La Station Indoor: avec François Virot, Manu Louis et Culture Emotion, La Station Gare des Mines
26: Gold Connections + Wayne, Espace B
26: Portico Quartet, Café de la Danse
26: Jane Birkin, Grand Rex
26: Doldrums, Olympic Café
26: Ameeva + Ambeyance + Pethrol, La Java
26: Hurray For The Riff Raff, Point Ephémère

27: Oliver Peel Session avec French For Rabbits et Célia Millat, Montparnasse
27: Baptiste W. Hamon, Forum Léo Ferré
27: Fischbach, Bataclan, complet

27: Eric McEntee, concert en appart dans la série "Life is a Minestrone"
27: Sean Croft, Bus Palladium
27: Slotface, Boule Noire
27: Peter von Pohl, Centre Pompidou
27: The Breeders, Gaité Lyrique
27: Wolf Alice, La Maro
27: The Weather Station, Pop-up du Label
27: Chad Vandalen et Mauno, Point Ephémère
28: The Underground Youth, Batofar
28: Peter Hook & The Light, Trianon
28: The Wolfhounds + Wendy Darlings, La Mécanique Ondulatoire



Sonntag, 22. Oktober 2017

Sigur Rós, Frankfurt, 14.10.17

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Konzert: Sigur Rós
Ort: Jahrhunderthalle, Frankfurt
Datum: 14.10.2017
Dauer: knapp 60 & 55 min
Zuschauer: 4.800 (ausverkauft)



"We’re getting in touch to let you know that there’s been a change in delivery method to your tickets for the upcoming Sigur Rós show. In an effort to ensure that your order is received in time for the show, all ticket orders have been updated to e-tickets. You can expect to receive your e-tickets within the next 7 working days. Please note your e-tickets will come from the email address..."

Drei Wochen vor dem Konzert war Songkick eingefallen, daß mein Anfang Februar bestelltes Ticket ja auch irgendwann mal verschickt werden muß. Mir dagegen war entfallen, daß ich nicht eins sondern zwei geordert hatte. Beim Ausdrucken des (jetzt) e-Tickets kamen zwei aus dem Drucker. Nach acht Monaten kann man so etwas mal vergessen.



Ich war gar nicht sicher, ob ich Sigur Rós wirklich sehen wollte. Ich liebe die Musik, keine Frage. Auch habe ich bisher kein schlechtes Konzert des Isländischen Nationalheiligtums gesehen. Aber zuletzt hatten Sigur Rós live nur noch als Trio gespielt - und das hatte ich schon gesehen. Aber wie so oft gilt: wenn die sich schon die Mühe machen, extra nach Deutschland zu kommen, dann kann ich schlecht absagen. Das wäre unhöflich.

Beim Kauf meines ähh meiner Tickets hatte ich mich natürlich für Frankfurt und gegen das Palladium entschieden. Die Jahrhunderthalle hatte ich als viel angenehmer in Erinnerung (außer die Parksituation!). Als ich drin stand und problemlos sehr weit nach vorne kam, war diese Entscheidung noch einmal als sehr clever bestätigt. 

Es sollte um acht vorgruppenfrei beginnen, die zusätzliche halbe Stunde dummen Rumstehens war dann offenbar der Ersatzsupport und ein wenig ärgerlich. Eine der vielen Unsitten bei uns, Konzerte später beginnen zu lassen, um mehr Getränke zu verkaufen. Die halbe Stunde mehr war auch deshalb schwierig, weil die immergleiche Walgesang-CD lief und uns langsam müde machte. 

Um halb neun traten die drei übriggebliebenen Sigur Róse auf, Sänger Jónsi Birgisson, Bassist Georg Hólm und Schlagzeuger und Keyboarder Orri Páll Dýrason. Die Bühne war so, wie ich sie vom Primavera Sound Festival in Erinnerung hatte. Da hatte die Band hinter einer Art Metall-Vorhang gestartet, man sah die Musiker hinter dieser Projektionsfläche, wo sie dicht an dicht das neue Lied Óveður spielten. Auch in Frankfurt begann es mit etwas Neuem, es war allerdings Á (was auch immer das heißen mag). Und die Band stand vor dem Vorhang, der eine LED-Projektionsfläche war. Das Konzert war zweigeteilt, hatte ich vorher erfahren. Die erste Hälfte war im Prinzip recht ereignislos, was nicht negativ gemeint ist. Es fanden aber keine großen Aktionen auf der Bühne statt, nichts Überraschendes, keine Blaskapelle, die einmal quer durchs Bild marschiert, keine weiteren Musiker, keine Positionswechsel. Orri hatte eine spannende Kombination aus Schlagzeug und Keyboard - die Bassdrum war Teil der Keyboard-Befestigung. Wollte der Musiker also von den Drums zu den Tasten wechseln, musste er den Körper nur ein wenig drehen. 

Zweimal gab es Aktionen auf der Bühne. Nach dem fünften Lied sprachen sich Jónsi und Orri länger (und für Sigur Rós ungewöhnlich) ab. Es gab wohl technische Probleme, irgendetwas stimmte nicht. Beim letzten Lied Varða tauschten Georg und Orri die Plätze. Wir fragten uns, ob der Keyboard-Part vielleicht zu schwer zu spielen sei, die Melodie des neuen Stücks klang aber nicht zu kompliziert. Georg blieb sitzen und spielte weiter, während die beiden anderen die Bühne verließen. Warum er und nicht Orri diese Aufgabe hatte, wird ein Geheimnis blieben.

Der erste Konzertteil war schön, manchmal aber auch ein wenig sehr ruhig. Es gab einige Postrock-Phasen, es gab aber auch viele wenig rabaukige Stellen. Vielleicht lag das auch an den drei neuen Liedern, die ich noch nicht kannte. 

Nach zwanzig Minuten Pause ging es weiter. Während die Band weg war, hatten Helfer einiges an den Stangen der Bühnenkonstruktion geändert, die Pause schien also durchaus technische Gründe zu haben. Teil zwei begann so wie der Barcelona-Auftritt. Die drei Musiker standen jetzt hinter der Vorhang und spielten Óveður. Dabei standen die drei dicht beieinander. Als während Sæglópur der Vorhang hochging und Sigur Rós nach vorne kamen, begann die stärkste Zeit des Konzerts. Denn jetzt war da nicht bloß eine Band, die vor einer LED-Wand und zwischen Pfosten, auf denen Lampen aufblitzten, spielten, in der zweiten Hälfte bekam die Bühne Tiefe, die optischen Effekte bekamen mehr Raum und damit eine dritte Dimension (im übertragenen Sinne). Nicht nur die Musik wurde immer aufregender, auch die visuelle Untermalung wurde es. Mal gab es Sternenhimmel, mal eine Art Nordlichter, mal (bei Ný batterí) ein Gewitter. 

In der ersten Konzerthälfte gab es durchaus Längen, die ich bisher bei Sigur Rós nicht erlebt habe, die zweite machte Lust, nicht bloß zwei sondern gerne auch vier Stunden dazubleiben. Bei Liedern wie Vaka, Festival, dem wuchtigen Kveikur und dem traditionell abschließenden Popplagið ist dies auch nicht schwierig.

Am Ende schmissen Jónsi seine Gitarre und Orri sein Schlagzeug um. Rock'n'roll, oder wie auch immer das auf Isländisch (oder Hopelandic) heißt. Jónsi bedankte sich in seiner Muttersprache (oder er beschimpfte uns, wer weiß das schon?), Zugaben gab es nicht.

Sigur Rós können mich durchaus auch in der abgespeckten Dreierversion begeistern. Wobei sie eigentlich ein heimliches viertes Mitglied auf der Bühne hatten - die irren optischen Untermalungen.


Setlist Sigur Rós, Jahrhunderthalle, Frankfurt:

01: Á
02: Ekki múkk
03: Glósóli
04: E-bow
05: Dauðalagið
06: Niður
07: Varða

08: Óveður
09: Sæglópur
10: Ný batterí
11: Vaka
12: Festival
13: Kveikur
14: Popplagið

Links:

- aus unserem Archiv:
- Sigur Rós, Barcelona, 04.06.16
- Sigur Rós, Düsseldorf, 25.11.13
- Sigur Rós, Frankfurt, 24.11.13
- Sigur Rós, Esch-sur-Alzette, 23.11.13
- Sigur Rós, Larmer Tree Gardens, 31.08.13
- Sigur Rós, Rom, 28.07.13
- Sigur Rós, Hilvarenbeek, 23.06.13
- Sigur Rós, Wien, 04.09.12
- Sigur Rós, Paris, 15.11.08
- Sigur Rós, Köln, 11.08.08


The Wedding Present, Heerlen, 21.10.17

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Konzert: The Weding Present (30 Jahre George Best)
Ort: Nieuwe Nor, Heerlen
Datum: 21.10.2017
Dauer: knapp 85 min
Zuschauer: vielleicht 150



The National in der Elbphilharmonie, die Railway Children beim Jubiläum von Firestation Records, Godspeed you! Black Emperor oder The Wedding Present mit ihrem George Best Jubiläum... der 21. Oktober war seit Monaten ein Hass-Tag. In so Fällen geht immer Herz vor Verstand, also waren die Railway Children gesetzt. Das klappte dann kurzfristig aber dann leider doch nicht, also blieb der beste vorstellbare Trostpreis, The Wedding Present in Heerlen. Die Band von David Gedge ist wieder einmal auf George Best Tour. 2007 wurde die erste Platte der Engländer 20, damit begann eine Serie von Konzerten, bei denen The Wedding Present Platten komplett spielten. Zwischendurch hatte ich Sorgen, daß damit Ende sei, weil Saturnalia nicht richtig betourt wurde, das rettete aber Olivers Wohnzimmerkonzert-Jubiläum, bei dem 2015 Cinerama spielten und The Wedding Present als Vorgruppe ihre fünfte Platte vortrugen. Bevor es irgendwann hoffentlich mit Take fountain weitergeht, wird bei Davids Festival At the edge of the sea der Sampler Tommy gespielt.

George Best also wieder, das nach dem nordirischen Star von Man United benannte Album. Bevor Sonntag die Deutschland-Schleife der Tour beginnt, fand das erste Konzert auf dem Kontinent 20 km vor Aachen statt. Damit war es nicht nur gut erreichbar sondern auch in einem Land, das Popmusik ganz anders wertschätzt als Deutschland - wobei das vermutlich jedes macht. In den Niederlanden (wie in Belgien) hat nach meiner Wahrnehmung jede mittelgroße Stadt eigens dafür gebaute Popmusik-Säle (die mit "Poppodium" sogar einen eigenen Namen haben). Im Nieuwe Nor ("neues Gefängnis") war ich vor Jahren schon einmal bei Get Well Soon. Und wie üblich hatte ich die Größe des Clubs falsch in Erinnerung, er ist viel kleiner als gedacht. Im Eingangsbereich zeichnete David Gedge gerade noch die Preise der unzähligen Platten, Bücher, Comics und Shirts aus. 

Einige Minuten später um halb neun begann das Vorprogramm, dem ich eine ein Lied dauernde Chance geben wollte, um mich dann in die hauseigene Bar zu setzen. Da standen alte Männer auf der Bühne, die vermutlich entsetzlich sein würden. Das erste Lied (und Google) machten mich aber neugierig, also blieb ich. Struggler sind eine Punkband aus dem belgischen Limburg, die seit 1979 besteht. Sänger Rene Hulsbosch hat eine Stimme mit viel Punk-Vibrato (oder Tremolo, bin nicht sicher), dadurch hörte ich immer mal wieder die Dead Kennedys raus. Das halbstündige Konzert war sehr kurzweilig, einige Lieder wirklich enorm gut, ich hätte etwas verpasst, wenn ich gegangen wäre. Dabei hatte der DJ vor dem Support mit Songs von den UK Subs oder Sham 69 darauf hingewiesen, was kommen würde. Das DJ Set war wundervoll, wären alle so, hätte ich keine Angst mehr vor DJs vor Konzerten.

Nach ein paar Liedern legte Rene die Gitarre ab und übergab an einen jungen Gitarristen, der die gleiche Sideshow-Bob-Frisur wie er hatte - ganz sicher sein Sohn. Rene sang in der zweiten Hälfte des Konzerts nur, Rene II spielte Gitarre. Nach gut 30 min war Schluß. Ob Struggler so legendär ist, wie das Internet sagt, weiß ich nicht, sie waren aber aber sehr kurzweilig und gut.


Der Umbau verriet schon das Lineup der Hauptgruppe, denn bis auf den Chef richten alle Bandmitglieder ihre Arbeitsplätze selbst ein. Gitarrist Marcus Kain aus Australien war wieder dabei, was mich überraschte, was ich aber bei meiner Platzwahl eingeplant hatte. Beim Indietracks stand ich vor dem jungen Musiker und verfolgte gemischt entsetzt und fasziniert sein Rocker-Gepose. Als er irgendwann über die Monitor-Box kletterte, guckte auch David verwirrt, und der hat in seinem Leben vermutlich alles schon gesehen. Ich war sicher, daß Marcus nicht mehr dabei sein würde ("the Weddos don't do this"), er war aber. Sicherheitshalber stand ich aber bei Bassistin Danielle.

Bevor die Band endgültig auf der Bühne erschien, kam das erste WP-Lied aus der Konserve, Marblehead vom letzten Album Going, going... von 2016. Das erste Livelied war dann nicht Everyone thinks he looks daft, der Startsong von George Best sondern Once more, eine der frühen Singles, die auf Tommy gesammelt sind. Bei diesen Platten-Konzerten spielen TWP mal die Platte am Anfang, mal am Ende. Aufgefüllt wird mit Hits aus dem riesigen Katalog der Gruppe. In diesem Best-of-Teil, der eine gute halbe Stunde dauerte, kamen Stücke aus allen Karriephasen, darunter Corduroy (Seamonsters), Lead vom neuen Album und The girl from the DDR von Valentina (die Platte, die Davids Zweitband Cinerama 2015 komplett gecovert hat). Mir unbekannt war das Instrumental-Lied England, das auf einer neuen EP, auf der sich auch Wales befindet. Mein Highlight der ersten Konzerthälfte war aber Perfect blue (Take fountain). David kündigte das an, was wenig Reaktionen hervorrief. "Perfect blue... not very well known here."

Bei The girl from the DDR sang Danielle die deutsche Zweitstimme. "Ihr sprecht hier zwei Sprachen, oder? Niederländisch und Deutsch?", fragte der Sänger, was zu den erwartbaren Reaktionen führte. Allerdings waren auch viele Deutsche im Publikum, die sich da outeten. Die Landsleute in meiner Nähe hatten das vorher schon, die unterhielten sich nämlich sehr laut im ersten Teil des Sets. Deutsche im Ausland... genauso schlimm wie im Inland. Später fiel der lauteste Redner noch einmal auf, als er in Davids Ansage eines George Best Songs sich brüllend Felicity wünschte. "You've come to the wrong album." Vielleicht sogar zur falschen Band, er trug ein Motörhead-Shirt.


George Best spielte die Band wie üblich in der richtigen Reihenfolge ("the vinyl version, not CD or cassette"). Musikalisch war da nichts überraschend, das ist aber ja auch gut so. Natürlich ist George Best immer noch so gut gealtert wie vor zehn Jahren. David Gedge verschleißt wie üblich Gitarre über Gitarre, wenn er mit irrem Tempo über die Saiten schrammelt. Das wird mich nie langweilen. 

Nach You can't moan, can you?, dem letzten Lied von George Best ("vinyl, not CD or cassette") folgte noch Bewitched (Bizarro), Zugaben spielt die Band nie. Es gab allerdings ein neues Feature stattdessen: den Wedding Present Fact of the day, den Danielle vortrug. Heerlen sei die Stadt mit dem weltweit ersten Kraftwerk, das ehemalige Minen für Tiefenwärme nutzt.

Der Saal ist toll, der DJ war klasse, die Vorgruppe unterhaltsam, The Wedding Present wie immer (großartig), wie kann ich da von einem Trostpreis sprechen?

Setlist The Wedding Present, Nieuwe Nor, Heerlen:

01: Once more
02: Yeah yeah yeah yeah yeah
03: Lead
04: Corduroy
05: The girl from the DDR
06: No
07: Perfect blue
08: England

George Best:
09: Everyone thinks he looks daft
10: What did your last servant die of?
11: Don't be so hard
12: A million miles
13: All this and more
14: My favourite dress
15: Shatner
16: Something and nothing
17: It's what you want that matters
18: Give my love to Kevin
19: Anyone can make a mistake
20: You can't moan, can you?

21: Bewitched

"The Wedding Present don't do encores." 


Links: 

- aus unserem Archiv:
- The Wedding Present, Ripley, 29.07.17
- The Wedding Present, Paris, 05.11.16
- The Wedding Present, Luxemburg, 24.10.16
- The Wedding Present, Paris, 17.07.15
- The Wedding Present, Arlon, 20.11.14
- The Wedding Present, Barcelona, 30.05.14
- The Wedding Present, Düsseldorf, 26.09.13
- The Wedding Present, Paris, 24.10.12
- The Wedding Present, Wien, 04.10.12
- The Wedding Present, Köln, 23.09.12
- The Wedding Present, Barcelona, 30.05.12
- The Wedding Present, Köln, 15.10.10
- The Wedding Present, Köln, 15.11.07
- The Wedding Present, Paris, 02.11.07




Weezer, Köln, 16.10.2017

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Konzert: Weezer
Ort: Köln, E-Werk
Datum: 16.10.2017
Dauer: 80min
Zuschauer: ca. 1.800 ausverkauft



Das Weezer innerhalb von zwei Jahren noch einmal in Europa touren würden, war wohl wirklich nicht zu erwarten. Über den enttäuschenden Auftritt 2016 in Amsterdam hatte ich damals berichtet (s. Archiv) und hätte auch keine weitere Energie in erneute Reisen investiert, wäre die Ankündigung für ein Konzert in Köln nicht zeitlich mit dem wachsenden Interesse meines Sohnes  an Weezer kollidiert. 

Da kann man als Vater natürlich nicht Nein sagen. Musikalische Früherziehung ist wichtig, bevor diese von Cloud-Rap hörenden Schulkollegen übernommen wird. Also auf zum ausverkauften E-Werk.

Wie fast immer stehen nur eine Handvoll Konzerte in Europa an. Die neue CD ist noch nicht erschienen und so war wieder die große, alte Ladung an Hits zu erwarten. In diesem Punkt sind Weezer ja echte Dienstleister. Sperrige B-Seiten oder andere Quertreiber und Stimmungskiller stehen bei Sänger Rivers Cuomo nicht hoch im Kurs. 

Und so startet der Set nach der neuen (wirklich guten) Single "Mexican Fender" auch mit viel altbekanntem, das aber heute wenigstens mit der nötigen Begeisterung und Spielfreude präsentiert wird. 



Keine Ahnung, was da letztes Jahr in Amsterdam los war, heute erlebt man Weezer, so wie es sich gehört. Voller Ironie, Harmoniegesängen und sägenden Rock-Gitarren die sich mit fröhlichen Surfsounds abwechseln.

Dazu ein Sänger, der wohl bei seiner erneuten QE2-Überfahrt noch eine Stunde "Deutsch mit Babelfish" konsumiert hat. Immer wieder versucht er sich in deutschen Ansagen, zur Freude des stimmgewaltigen und bestens aufgelegten Publikums. 

Mitten im Set wird die Stimmung immer ausgelassener, ein mit Cuomo`s Namen bepflocktes Orginal-FCKöln-Trikot fliegt auf die Bühne und wird vom Sänger eher skeptisch betrachtet. 

Dann folgen (für Weezer) obskure Coverversionen. "Hey Ya!" von OutKast kann Rivers in den hohen Passagen überhaupt nicht singen, warum er dann ausgerechnet diesen Song auswählt, bleibt sein Geheimnis. 

Viel besser dagegen die akustische Version von "I took a pill in Ibiza", die nathlos in "Island in the sun" übergeht. Das passt. Als Zugabe dann leider nur noch ein langen "Say it ain`t so", aber eigentlich ist auch alles gesagt.



Rivers verabschiedet sich mit einem, vom Publikum nicht verstanden "oans zwoa g`suffa" und kündigt für bald neue Termine in Europa an. Ob damit eine Hallentour des neuen Albums oder endlich die Rückkehr zu den großen Festivalbühnen gemeint ist, bleibt unklar.

In dieser erstarkten Form wären Weezer, als selten gesehene Gäste, dort sicher ein heißer Kandidat für die zuständigen Booker.




Montag, 16. Oktober 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 16 au 22 octobre 2017

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Plein de concerts cette semaine à Paris avec le Mama Event à Montmartre du 18 au 20 octobre et le concert des américains Grizzly Bear ce lundi pour bien entamer la nouvelle semaine !

photo par Christoph! Flickr
16: Hugo Jardin et Scandale, Olympia
16: Grizzly Bear, Olympia
16: Micah P Hinson, Point Ephémère
16: Keep Dancing inc, Pop-up du Label, complet
17: Albin Lee Meldau, Espace B
17: The Sherlocks + Harem Nights, La Mécanique Ondulatoire
17: Nesles, Alan Corbel, Les Trois Baudets
17: Dua Lipa, Palais de Tokyo
17: Brigid Mae Power et Charlène Darling et Belmont Witch, Olympic Café
17: Robedoor + Chicaloyoh, Olympic Café
18: Superbravo et Diane Sorel feat. JP Nataf, Le Pop In
18: Declan McKenna, La Maroquinerie
18: Elliot Maginot, Le Pop-up du Label
18: Kadavar, Trabendo
18: Low Roar, Point Ephémère
19: Omoh + guest, Badaboum
19: Nosfell, Café de la Danse
19: Weezer, Olympia
20: Lali Puna, Badaboum
20: Anna Of The North, Pop-up du Label
20: Gary Numan, Trabendo
20; J. Bernard, Point Ephémère
21: Amy McDonald, Trianon
21: Sleepmakeswaves, Batofar
21: Baywaves, Truskel
22: Repos

Concerts sélectionnés dans le cadre du Mama Event:

18: 19h40, Clara Luciani, 20h45: Klangstof, Bus Palladium
18: 20h30: Eddy de Pretto, Backstage By The Mill
18: Loki Starfish 20h45 Atalante
19: Barbara Carlotti, 19h30 Lycée J. Decour-Théâtre, 

      Bertrand Burgalat 22h40
19: PI Ja Ma, 20h45, Inuït, 22h Bus Palladium,
19: Safia Nolin, 19h40, Trois Baudets
20: Soirée Ici d'Ailleurs, Lycée J Decour: 

     Orchard, 19h15, 
     Winter Family, 20h40, 
     Chapelier Fou, 22h05
20: Norma, 20 h, Bus Palladium; 

     Kristel, 21h15, 
     The Buns, 22h30,
     Toybloïd, 23h45
20: Les trois Baudets, 

     Carlos Cipa 19h45, 
     Poppy Ackroyd, 21h, 
     Mogli 22h15


Tous les concerts du mercoledi 18 cet au Mama ici
Tous les concerts du jeudi 19 cet au Mama ici
Tous les concerts du vendredi 20 cet au Mama ici



 

Konzerttagebuch © 2010

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