Sonntag, 31. August 2014

Elbow, Köln, 23.08.14

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Konzert: Elbow
Ort: E-Werk, Köln
Datum: 23. August 2014
Dauer: ca. 105 Minuten
Zuschauer: ca. 1500





Ich habe natürlich keinerlei Erfahrung, wie es ist, in einer Band zu sein und auf Tour zu gehen. Wenn ich mir aber vorstelle, wie das so wäre, kann ich beim besten Willen den Entschluss viele Gruppen, Abend für Abend dieselbe Setliste zu spielen, nachvollziehen. Es kann doch so oder so nicht einfach sein, bei jedem Auftritt mehr oder weniger motiviert und freundlich weitgehend dasselbe zu machen, da würde es sich doch anbieten, die Dinge, die man in der Hand hat, abwechslungsreicher zu gestalten. Mal davon abgesehen, dass eine Variation des gespielten Songmaterials auch mehr Zuschauer reizen würde, mehrere Auftritte derselben Tour zu besuchen.


Elbow aus Manchester sind eine dieser Bands, die offenbar denken "Wir haben doch eine Setliste, die ist gut, die bleibt so." Und wie gesagt, ich kenne mich ja nicht aus, vielleicht gibt es gravierende Gründe für diese Vorgehensweise. Immerhin erleichtert sie mir auch das Mitschreiben der Songreihenfolge, man muss ja nur das vorab im Internet Gelesene vor Ort verifizieren.

Als die Band, verstärkt durch zwei Geigerinnen, die Bühne des E-Werks erklomm, war es also keine Überraschung, dass als erster Song "Charge" von 2014er-Album "The Take off and Landing of everything" gespielt wurde. Insgesamt hörten wir fünf Lieder dieses Albums live, der Rest setzte sich aus früheren Veröffentlichungen zusammen. Die Singles der ersten drei Alben blieben allerdings komplett außen vor, von "Asleep in the Back" und "Leader of the free World" spielte die Band jeweils einen Albumtrack, "Cast of Thousands" wurde gar nicht berücksichtigt.


Sänger Guy Garvey, der ein wenig nach Stephen Fry aussah und noch mehr nach Peter Gabriel klang, sah sich zwischen den Liedern ganz in der Rolle des Conferenciers und fragte mehrmals, ob es auch allen gut gehe. Leider forderte er auch häufig zum Klatschen oder Winken auf, was ich persönlich immer eher nervig finde. Dem Publikum an sich schien es aber zu gefallen.

Laut Garvey fand Elbows letzter Auftritt in Köln an dem Tag statt, an dem Barack Obama erstmalig zum US-Präsidenten gewählt wurde, außerdem habe sich Schlagzeuger Richard Jupp damals beim Versuch, eine Bierflasche zu öffnen, die Hand verletzt. Für das nachfolgende "The Bones of you" setzte sich Keyboarder Craig Potter an ein extra aufgestelltes zweites Schlagzeug, das Garvey später bei "Grounds for Divorce" noch einmal besuchen sollte.


Zu "Real Life (Angel)" erfuhren wir erstens, dass im Lied das Wort Ballett vorkommt und, scherzhaft, dass Bassist Pete ein ausgebildeter Balletttänzer sei. Zum anderen drehe sich das Lied textlich darum, jemand mit gebrochenem Herzen zu trösten, wobei es manchmal das beste sei, die Person zu nehmen, mit Alkohol oder Drogen zu füllen und auf eine Tanzfläche zu stellen. Folglich sei der Song Elbows Version von Roxy Musics "Dance Away".

Zu "The Night Will Always Win" erklärte Guy, man solle um verstorbene Freunde - um die sich das Lied dreht - nicht allein betrauern, sondern sie gemeinsam mit anderen Freunden und viel Alkohol feiern. Die Piano-Ballade wurde anschließend zu dritt von Garvey und den Potter-Brüdern (akustische Gitarre / Keyboard) vorgetragen.


Auch zu anderen Liedern wurde viel erzählt, wobei ich mich unwillkürlich fragte, ob die Geschichten auch jeden Abend wiederholt werden. "New York Morning" erwähnt Yoko Ono, die sich dafür anscheinend per Brief bei der Band bedankt hat - wobei Guy Garvey sich beim Schreiben des Texts bewusst war, dass das passieren könnte. Und "Great Expectations" handelt von einer Hochzeit auf dem Oberen Stockwerk eines Doppeldeckerbusses, die so geheim war, dass die Braut bis heute nichts davon weiß. 


Der Mittelteil des Konzertes wurde von der Songauswahl her ein wenig langweilig, das änderte sich wieder mit "Mirrorball" und dem sehr prog-rockigen "The Birds". Nachdem für "Mirrorball" passenderweise die Discokugel über der Bühne zum Einsatz gekommen war, musste das Publikum für "Grounds for Divorce" ein Gesangstraining durchlaufen, das erst nach einigen Versuchen (und Witzen) erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Immerhin waren wir so geübt, denn vor "My Sad Captains" erfuhren die, die es noch nicht wussten, dass es sich um das letzte Lied handelte und die Band nur zurückkehren werde, wenn das Publikum ein Lied sänge. Guy Garvey fragte, welches Lied wir singen wollten, und die Menge entschied sich per Zwischenruf für "Mer losse d'r Dom en Kölle". 


Das Lied wurde zu großen Teilen als "Probe" gesungen, Guy erklärte, dass wir nun so tun sollten, als habe das Gespräch nie stattgefunden. Als die Band dann tatsächlich weg war, ließ sich das Lied aber nicht so richtig anstimmen und versackte immer wieder, ohne, dass man es hinter der Bühne hätte hören können. Gut, dass man auf die vorher eingeübte Passage aus "Grounds for Divorce" zurückgreifen konnte, so dass wir doch noch in den Genuss der beiden Zugabesongs ("Lippy Kids", One Day Like This") kamen.

Insgesamt ein durchaus unterhaltsames Konzert einer spielfreudigen und gut gelaunten Band, an dem mich lediglich die ständigen Klatschaufforderungen störten. 


Setliste:

01: Charge 
02: The Bones of You 
03: Fly Boy Blue / Lunette 
04: Real Life (Angel) 
05: The Night Will Always Win 
06: New York Morning 
07: The Loneliness of a Tower Crane Driver 
08: Great Expectations 
09: Scattered Black and Whites 
10: Mirrorball 
11: The Birds 
12: Grounds for Divorce 
13: My Sad Captains 

14: Lippy Kids (Z)
15: One Day Like This (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
Elbow, Paris, 15.11.11
Elbow, Loreley, 20.08.08

Bilder: Dirk von Platten vor Gericht


Donnerstag, 28. August 2014

Emily Jane White, Strasbourg, 25.03.14

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Konzert: Emily Jane White mit Support Enelos
Ort: La Laiterie in Strasbourg im Rahmen 
   des Festivals Les Femmes S’en Mêlents
Datum: 25. März 2014
Dauer: 30 min + 90 min
Zuschauer:etwa 200



Emily Jane White habe ich Anno dunnemals mit dem Album Dark Undercoat von der VISIONS empfohlen bekommen. Es hatte mich 2008 infiziert und ich war nach den großartigen Alben American Undercoat und Ode to Sentience auch 2013 beim aktuellen Album Blood/Lines eine begeisterte Hörerin. Für Konzerte war jedoch bisher Oliver (s.u.) "zuständig" und Eike hatte mich mit seiner Konzertbestenliste 2012 noch einmal empfindlich auf das bestehende Manko meinerseits aufmerksam gemacht. 


Als für 2014 zehn deutsche Termine fest standen, wollte ich es zwingen. Das Konzert in Weinheim am 16. März war fest abgemacht, aber dann wurde ich krank. Wirklich schade und auch ärgerlich, aber ich habe mich damit getröstet, dass auch Strasbourg nicht aus der Welt ist und es dort obenauf noch Julianna Barwick als Support geben würde. Tatsächlich war ich am 25. März gesund und guter Dinge in Strasbourg: Es war wunderbares Wetter und ich hatte am Nachmittag die Gelegenheit nutzen können, einige dienstliche Kniffligkeiten mit Hilfe von Strasbourger Kollegen auf die richtige Rille zu setzen. Der Tag stand also unter einem guten Stern!



Das war allerdings ein bisschen zu früh gefreut, denn in letzter Minute (*) musste Julianna Barwick ihren Auftritt absagen und als Support sprangen super kurzfristig Enelos ein. Die zwei Damen mit je einer Gitarre wurden vom Publikum in der Laiterie zwar mit großer Sympathie begleitet, aber wir waren uns anschließend einig darüber, dass der ganze Auftritt (also Musik und Livedarbietung) etwas von Pfadfinderinnencharme hatte. Rau und echt, aber nicht wirklich mit Julianna Barwick auch nur annähernd vergleichbar ...





Aber schließlich betrat Emily Jane White die Bühne. Dort war für sie ein Podium vorbereitet auf dem stehend sie ziemlich weit über das Publikum in der ersten Reihe hinausrausragte. Sie trug einen rotem Umhang und schwarze Haare. Mit der weißen Gitarre war ihr Auftritt eine Mischung aus Schneewittchenpoetik und Aggressivität der bösen Königin. Er wirkte sehr durchdacht und durchinszeniert, wozu auch die Videoprojektionen im Laufe des Konzertes beitrugen.

Sie hatte als Begleiter mitgebracht: 
Shawn Alpay mit Piano & Cello, Gitarre und Gesang,
Nick Ott am Schlagzeug und Synthesizern und
Rosie Droll am Keyboard.  


Es machte mir besonders große Freude, dem hingebungsvollen Cellospiel (direkt vor meiner Nase) zuzusehen. Im ersten Stück Keeley (vom aktuellen Album) vertraute Emily stark auf die Wirkung ihrer Stimme, was in meinen Augen wirklich gut funktionierte. Der Saal war sofort ruhig und ließ sich auf die Stimmung ein. Auch das zweite Stück Holiday song mit seinem Klavierintro wirkte eher nachdenklich. Erst im dritten wurde auf älteres Material zurückgegriffen: The Black Oak ist mir sehr vertraut und in seiner tänzelnden Haltung sehr einschmeichelnd. Dandelion Daze war anschließend ein bisschen wie ein trauriges Abschiedslied mit Gitarrenbegleitung. My beloved danach hatte für mich Patty Smith Anklänge und war insgesamt live sehr herb und hart.


Requiem Waltz war wieder einer meiner persönlichen Lieblinge. Im Dreivierteltakt wird es dem Namen Walzer gerecht und hat Klavier- und Cello Parts, die es sehr in meinen Ohren ganz besonders hübsch machen. Silence war danach wieder ein sehr dunkles und grimmiges Stück. Mit Thoroughbred wurde es wieder tänzelnd, aber gleichzeitig auch sehr angriffslustig mit der klaren und tiefen Gitarrenlinie. Schließlich entließ uns Wake mit seiner intensiven Pianobegleitung relativ harmonisch aus dem geplanten Set.


Zugaben fanden sich auf der Setlist nicht notiert. Es wurden aber nach frenetischem Applaus weitere Stücke geboten. Den Schlusspunkt setzte für den ersten Teil wieder ein pianodominiertes Stück: Wild tigers I have known. Das Publikum war hochzufrieden, aber noch nicht bereit, die Künstler ziehen zu lassen. Für den zweiten Zugabenblock wirkte das Quartett gar nicht vorbereitet. Es gab einige Blicke und flüsternde Gespräche. Schließlich setzte sich Emily ans Keyboard und schenkte uns mit Rosie gemeinsam noch zwei ihrer "Oldies".



Ein wirklich runder und einzigartiger Konzertabend war damit schließlich zu Ende.

Setlist:
01: Keeley (BL)
02: Holiday Song (BL)
03: The Black Oak (OS)
04: Dandelion Daze (BL)
05: My Beloved (BL)
06: Requiem Waltz (OS)
07: Silence (BL)
08: Dagger (DU)
09: Thoroughbred (BL)
10: Wake (BL)
  

11: Dark Undercoat (Z, DU)
12: The Cliff (Z, OS)
13: Wild Tigers I Have Known (Z, DU)

14: Two Shots to the Head (Z, DU)

15: Oh Katherine (Z, OS)

(Alben: Blood/Lines: BL, 2013; 
Ode to Sentience: OS, 2010; 
Dark Undercoat: DU, 2008)


(*) DERNIERE MINUTE : Julianna Barwick est dans l'obligation d'annuler son concert ce soir. (une partie de son matériel et ses papiers ont été volés cet après midi. Elle doit retourner à Paris afin de récupérer des papiers d'urgence ce qui l'empêche d'honorer son concert à Strasbourg ce soir . Elle est bien sûr très déçue et espère revenir rapidement à Strasbourg pour une nouvelle date.” Enelos assurera la 1ère partie de Emily Jane White ce soir.  

Aus unserem Archiv:
Emily Jane White, Paris, 16.10.13
Emily Jane White, Paris, 16.11.10
Emily Jane White, Paris, 17.10.08
Emily Jane White, Paris, 23.04.08


Alle Bilder:




Blumfeld, Köln, 27.08.14

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Konzert: Blumfeld
Ort: Live Music Hall
Datum: 27.08.2014
Dauer: 92 min
Zuschauer: nicht ganz ausverkauft



Als Blumfeld nach 18 Stücken um kurz vor zehn zu den Zugaben zurück auf die Bühne kamen, hatte sich der beste Zwischenruf des Abends erledigt. Einige Lieder vorher hatte jemand in eine der Pause "warum rauchst Du nicht mehr?" gefragt. Der Gefragte, Jochen Distelmeyer, kam mit brennender Zigarrette zurück auf die Bühne. Seine erste während des Konzerts. Das Instrumentestimmen vor den Zugaben ist der beste Zeitraum Liedwünsche reinzubrüllen. Mehrere Zuschauer wünschten sich Apfelmann und ernteten ein energisches "schämt Euch!" von Bassist Eike Bohlken! Apfelmann stammt von der letzten Platte der Hamburger und selbst ein Blumfeld-Amateur wie ich weiß, daß Bohlken (Dr. Bohlken - er ist promovierter Philosoph) da schon lange nicht mehr Mitglied der Band war. Das sind die Leute, die bei Coversongs einer Band am lautesten klatschen, auch das gehört sich nicht.


Blumfeld hatten die kurze Tour als Feier zum 20jährigen Jubiläum ihrer zweiten Platte L'état et moi in Originalbesetzung angekündigt.  Irgendwo hatte ich vorher aufgeschnappt, daß die Band das so ernst nehme, daß nur die Titel des Albums gespielt werden würden. Köln war der Tourauftakt, es gab also keine Informationen von anderen Konzerten, ob das so stimmte, Und ja, die ersten Minuten des Abends wirkten danach. Vorgruppenlos traten die drei Gründer - Jochen Distelmeyer, Eike Bohlken und André Rattay - nach halb neun auf und spielten die ersten vier Lieder von L'état et moi. Ich hatte sie lange nicht gehört und viele dieser "ja-genau"-Momente.


Ich mochte Blumfeld immer, ich war aber erst 2007 erstmals bei einem Konzert der Gruppe. Bei der Kölner Station der Abschiedstour. Es gefiel mir ausgezeichnet, ich weiß allerdings nicht mehr viele Details. "Sie waren früher dynamischer", sagte mir ein Freund, als wir von der Live Music Hall zu den Autos gingen. Das glaube ich gerne. Mir war irgendwann während des Konzerts durch den Kopf gegangen, daß die Musik, die ich gerade gespielt bekam, irgendwie wie aus einer Zeitkapsel stammend klang. Nicht die Texte, nur die Musik. Nicht, daß das unbedingt schlecht wäre, mein Konzertvergnügen litt unter dieser (vermeintlichen) Erkenntnis keinen Deut. Aber es verblüffte mich ein wenig, daß mich das so beschäftigte. Bei anderen Konzerten von Künstlern, die ich 2014 gesehen habe und die Lieder von vor zwanzig Jahren gespielt haben (Dean Wareham und vor allem Slowdive) war mir das anders gegangen.

Aber das ist alles wenig relevant, geht es ja bei der Tour, die in Köln begann ausschließlich um das Jubiläum und nicht um eine Reunion. So war es also toll, die unzähligen großen Stücke der ersten Bandphase zu hören. Blumfeld hatten dann doch nicht nur Lieder des Geburtstagsalbums gespielt. Schon recht schnell streuten sie Titel vom Debüt Ich-Maschine (das sie natürlich in gleicher Besetzung eingespielt hatten) ein. Die B-Seite von Verstärker (Anderes Ich) und Ein Lied von zwei Menschen von Old nobody, bei dem Eike noch einmal als Gast mitspielte, komplettierten das Set.

Auch personell war alles nicht so streng wie (von mir) gedacht. Nach ein paar Liedern kam ein zusätzlicher Gitarrist auf die Bühne (Daniel Flohr? - den Nachnamen habe ich nicht verstanden), der bei fast allen Stücken blieb.

Die Zugaben stammten wieder von Ich-Maschine, von Old Nobody (Kommst Du mit in den Alltag) und aus Distelmeyers Nach-Blumfeld-Schaffen (Einfach so - denke ich wenigstens), bevor Verstärker, wenig überraschend - den Abschluß bildete, als Medley mit Electric guitars und Everytime we say goodbye Schnippseln. 

Es war ein stimmiger Abend. Das Publikum im erwarteten Alter kam immer mehr in Fahrt und applaudierte am Ende euphorisch. Das hätte auch ohne die kölschen Ansagen des Sängers, die ich aber überhaupt nicht als Anbiederungen verstanden habe, funktioniert. Höhepunkt der Annäherung des gebürtigen Bielefelders an die rheinische Fröhlichkeit war ein kurzes "isch binne ne Kölsche Jung, watt willste maache", das "von Herzen kam".


Es war schön, einmal die vielen alten Stücke, die so viel Einfluß auf unsere Musikszene hatten, live zu erleben. Daß alles ein wenig "aus der Zeit" klang, spielte da wirklich keine Rolle. Auch Jochen Distelmeyer gefiel es sehr, das sagte er einige Male. Und die Apfelmann-Wünscher können ja in 12 Jahren auf eine Geburtstags-Tour hoffen.

Setlist Blumfeld, Live Music Hall, Köln:

01: Draußen auf Kaution
02: Jet Set
03: 2 oder 3 Dinge, die ich von Dir weiß
04: Walkie, Talkie
05: Ich - wie es wirklich war
06: Eine eigene Geschichte
07: Pickelface is back in town
08: Aus den Kriegstagebüchern
09: Sing Sing
10: Anderes Ich
11: Evergreen
12: Ein Lied von zwei Menschen
13: Zeittotschläger
14: Penismonolog
15: Superstarfighter

16: Ghettowelt (Z)
17: Von der Unmöglichkeit Nein zu sagen, ohne sich umzubringen (Z)
18: Einfach so (Z)

19: Kommst Du mit in den Alltag (Z)
20: Verstärker (Z) 

Links:

- Blumfeld, Köln, 13.04.07



Dienstag, 26. August 2014

Les concerts de la rentrée à Paris en 2014

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Les concerts de la rentrée à Paris en 2014


Voilà, c'est la rentrée et plein de superbes concerts nous attendent ! Ça va être fou fou fou et on a l'embarras du choix. Je conseille surtout les concerts en rouge, mais aussi les autres, j'ai déjà fais le tri. J'attends avec impatience mes Oliver Peel Sessions (avec entre autres Bad Braids, Swann, Vandaveer, Clare Louise, Orion Rigel Dommisse...), mais aussi Peter Hook jouant New Order et Joy Division à la Machine du Moulin Rouge en octobre (photo archive par Oliver Peel ©), puis Gang Of Four à Fontenay-sous-Bois en décembre pour les festival "Les Aventuriers" Post punk never dies !






Août:

28.09.2014: The Intelligence, Point Ephémère
28.09.2014: Jamaica et Chateau Marmont et Tahiti Boy at Nüba.
28.09.2014: This Is Avalanche, International
28.09.2014: Pete Doherty, La Fléche d'or, complet 

Septembre:

01.09.2014: Sick Hyenas, La Mécanique Ondulatoire
02.09.2014: She Dreams In Vedas, Le Pop In 
02.09.2014: Timothée Levi, Favela Chic
02.09.2014: Chad VanGaalen, Point Ephémère
02.09.2014; Blondie Brownie, Clare Louise et Alice Boman, Trois Baudets
03.09.2014: Charles Bradley et Nick Waterhouse, La Cité de la Musique
03.09.2014: Malouve et Kim, Les Trois Baudets
04.09.2014: Jo Wedin, Les Trois Baudets
04.09.2014: Allyson Ezell at La Grande Prairie de la Bellevilloise, Soirée Kiosquorama, 20h, gratuit
04.09.2014: Showcase Clapperclaw à la Fabrique Balades Sonores
05.09.2014: This Will Destroy You, Petit Bain
06.09.2014: Sleepers, Point Ephémère
07.09.2014: Marianne Dissard & Yan Péchin et Allyson Ezell, Showcase at La Fabrique Balades Sonores 
08.09.2014: Clapperclaw et Rebecca Meyer, Le Pop In
09.09.2014: Ringo Deathstar et Venera 4, Le Batofar
09.09.2014: Har Mar Superstar, Cabaret Sauvage
09.09.2014: Bird Courage, Le Pop In
10.09.2014: Sinkane, New Morning
10.09.2014: Wake Island et How Sad, Le Pop In
11.09.2014: Beck, Le Zénith
11.09.2014: Israel Nash, La Boule Noire
11.09.2014: Reveille et Julien Gasc, Espace B 
11.09.2014: Encore !, Converse Avant Poste, Café Charbon, gratuit, 22h
11.09.2014: Oliver Peel Session avec Phia et White Note
11.09.2014: Manolo redondo et François Puyalto et Orouni, Olympic Café
12.09.2014: Phia, Quicksilver Bercy Village
12.09.2014: Lilly Wood & The Prick et Camp Claude, EMB Sannois
12.09.2014: Fete de l'Huma, La Courneuve, avec Florent Marchet (20h30-21h40), Massive Attack (21h50-23h) et Temples (19-19h50) 13.09.2014: Phia et White Note, Le Buzz
13.09.2014: Leaf House at Square Trousseau (12e), 20h30, gratuit
15.09.2014: Burnt Ones et Dame Blanche, Espace B 
15.09.2014: Magnetix et The Feeling Of Love et Violence Conjugale, Café de la Danse 
15.09.2014: Bad Braids, Le Pop In
16.09.2014: Son Of, La Plage de Glazart
16.09.2014: Alma Forrer, Louves et L'Arthur, Les Trois Baudets
16.09.2014: Woods et Coming Soon, Café de la Danse
16.09.2014: Oliver Peel Session avec Bad Braids et Time For T
17.09.2014: Blouse, La Plage de Glazart
17.09.2014: Christian Bland, Espace B
17.09.2014: Constance Amiot, Les Trois Baudets
17.09.2014: Wooden Wand et Mathieu Malon et Kevin Morby, Point Ephèmère
18.09.2014: The Art Club, Le Pop In
19.09.2014: Kyrie Kristmanson, Clos des Blancs Manteaux (4e), 20h
19.09.2014: Quilt et Daniel Bachman, Point Ephémère 
19.09.2014: God Is An Astronaut, La Flèche d'or
19.09.2014: Ropoporose et We Were Evergreen, Café de La Danse
20.09.2014: Tuxedomoon et Jessica 93, Café de la Danse
20.09.2014: Mountain Bike, Bus Palladium
20.09.2014: Demi Mondaine, at Square des Epinettes (17e), 17h, gratuit
21.09.2014: Filago (side project d'Erevan Tusk) et Billie at Square du Temple (3e), 13h et 14h30

22.09.2014: Blonde Redhead, Le Trianon
22.09.2014: Luisa et Lewis Creaven Le Pop In
22.09.2014: Van Gogh Supersatr, Le Baron 24 h
22.09.2014: Thee Silver Mount Zion Orchestra et The Besnard Lakes, La Gaité Lyrique
22.09.2014: Sohn, Café de la Danse
22.09.2014: Soviet Soviet et Unhappybirthday, Espace B
22.09.2014: Reptile Youth, La Flèche d'or
23.09.2014: Rüfüs, Nouveau Casino
23.09.2014: Sleep Party People, Espace B
23.09.2014: Camilla Sparksss, Petit Bain 
23.09.2014: Girls Names, Batofar
23.09.2014: Cold Pumas, Olympic Café
25.09.201: First Aid Kit, Café de la Danse
26.09.2014: Oliver Peel Session avec Swann
27.09.2014: Vandaveer at Square Paul Robin (18e), gratuit
27.09.2014: Powerdove et Yann Gourdon, Le Chinois, Montreuil
27.09.2014: Oiseaux-Tempête, Eglise Saint Merry 
27.09.2014: FM Belfast et We Were Evergreen, EMB Sannois
27.09.2014: Beny Le Brownies, Camp Claude, Radio Elvis, Juliette Armanet et Feu! Chatterton, Le Trianon

28.09.2014: Swans, La Maroquinerie 
28.09.2014: Oliver Peel Session avec Vandaveer et David Simard
29.09.2014: Alt-J, Casino de Paris, complet
29.09.2014: The Pictish Trail et Tuff Love, Le Pop In
29.09.2014: Amelie Mc Candless, Kidsaredead et This Is The Kit, Les Trois Baudets
30.09.2014: Eaux, Espace B


Octobre:

01.10.2014: Suuns, La Gaité Lyrique
01.10.2014: Avu Buffalo, Le Divan Du Monde
01.10.2014: T.O.O.O.D., Le Pop In
01.10.2014: The Fat White Family, Point Ephémère
01.10.2014: Dorian Pimpernel, Orval Carlos Sibelius, Forver Pavot, Petit Bain
02.10.2014: Isaac Delusion, Le Trianon
02.10.2014: François & The Atlas Mountains et Moodoïd, La Cléf, Saint-Germain -en-Laye
02.10.2014: Dirt River Radio et Baskery, Café de la Danse
04.10.2014: Bear In Heaven, Espace B
04.10.2014: Fiodor Dream Dog at Paris Nuit Blanche (14e), 22h15, gratuit, puis à 23h30 Barbarie Boxon

04.10.2014: Zombie Zombie et Camera, La Maroquinerie 
05.10.2014: Agnes Obel, L'Olympia
06.10.2014: Pantha du Prince, La Machine du Moulin Rouge
06.10.2014: Sean Croft, Le Pop In
06.10.2014: We Were Promised Jetpacks, Batofar
07.10.2014: Allah-Las, Badaboum
07.10.2014: Peter Hook & The Light, La Machine Du Moulin Rouge
07.10.2014: Kaiser Chiefs et Teleman, Bataclan 
08.10.2014: Whomadewho, La Cigale
08.10.2014: Clap Your Hands Say Yeah !, La Maroquinerie
09.10.2014: Arcole, ParisParis
09.10.2014: Birdpen, La Boule Noire 
09.10.2014: Egyptology, Petit Bain
09.10.2014: Liars, La Machine Du Moulin Rouge
09.10.2014: Birdpen, La Boule Npoire
10.10.2014: Off!, Nouveau Casino
10.10.2014: Dead, Bus Palladium
10.10.2014: Jean Jean, Ivry-sur Seine, Festival de Marne
10.10.2014: The Hold Steady, La Flèche d'or
11.10.2014: Mina Tindle et Cascadeur, La Cléf, Saint-Germain-en-Laye
11.10.2014: Traams et Messer Chups et Cheveu, La Cigale
13.10.2014: James Vincent McMorrow, La Cigale
13.-16.10.2014: Pharrell Williams, Le Zénith, complets
14.10.2014: Crocodiles, Petit Bain
14.10.2014: Hundred Waters, Batofar
14.10.2014: Chapelier Fou, Café de la Danse
15.10.2014: Gruff Rhys et Swearing At Motorists, Point Ephémère 
15.10.2014: Bosco Del Rey, Bus Palladium (MaMa Event) 
15.10.2014: Mina Tindle et Chassol, La Cigale
16.10.2014: Constance Amiot, Café de la Danse 
16.10.2014: Less Win, Espace B 
16.10.2014: Natas Loves You et Bel Plaine, Divan Du Monde (MaMa Event)
16.10.2014: Kid Francescoli et Tristesse Contemporaine, La Boule Noire (MaMa Event)
16.10.2014: Erlend Oye, Badaboum 
17.10.2014: Marie-Flore, Divan Du Monde (MaMa)
17.10.2014: Camp Claude, Les Trois Baudets (MaMa)
17.10.2014: Pethrol, La Boule Noire (MaMa)
20.10.2014: The Antlers, Café de la Danse
20.10.2014: Elvis Costello, Olympia 
20.10.2014: Sebastien Tellier, Casino de Paris
20.10.2014: Fear Of Men, Point Ephémère
20.10.2014: Erland & The Carnival, Samantha Crain et John Steel Singers, La Flèche d'or
21.10.2014: Timber Timbre, Bataclan
21.10.2014: Bright Light Bright Light et Beth Hirsch, Le Pop In
21.10.2014: Sebastien Schuller, Pan Piper
21.10.2014: Ty Segall, La Cigale 
22.10.2014: Strand Of Oaks, Espace B
23.10.2014: Kishi Bashi, Le Point Ephémère 
23.10.2014: We Are Scientists, La Flèche d'or
23.10.2014: Black Lips, La Cigale
23.10.2014: Ty Segall, La Cigale
24.10.2014: La Luz, Point Ephémère 
24.10.2014: The Mantles, Espace B

26.10.2014: My Brightest Diamond, Badaboum 
26.10.2014: Craft Spells, Espace B
27.10.2014: Yann Thiersen, Olympia
27.10.2014: Jerusalem In My Heart, Espace B
27.10.2014: Morrissey, Le Grand Rex
28.10.2014: Oliver Peel Session
29.10.2014: Gull, Point Ephémère 
29.10.2014: Nothing, Espace B
30.10.2014: The Lords Of Altamont, Batofar 
30.10.2014: Greys, Point Ephémère
30.10.2014-01.11.2014: Pitchfork Music Festival, Paris
30.10.2014: Oliver Peel Session avec Clare Louise et Shelby Earl 
30.10.2014: Carla Bozulich, Petit Bain
31.10.2014: Isaac Delusion et guests, EMB Sannois
31.10.2014: Coves, International

Novembre

01.11.2014: Metronomy, Palais des Sports
03.11.2014: Oliver Peel Session avec Orion Rigel Domisse et Charlie Rayne
03.11.2014: Johnny Marr et Childhood, La Maroquinerie
03.11.-06.11.2014: Etienne Daho, Olympia
04.11.2014: Zola Jesus, Badaboum
04.11.2014: Lower, Espace B
05.11.2014: Lily Allen, Le Zénith 
05.11.2014: Charlie Rayne, Pop In
06.11.2014: Spoon, Trabendo
06.11.2014: The Ravonettes, Cabaret Sauvage
06.11.2014: Earthless, Glazart
07.11.2014: Kasabian, Le Zénith
10.11.2014: Klaxons, La Gaité Lyrique 
10.11.2014: Phantogram, La Flèche d'or
11.11.2014: Lykke Li, Casino de Paris
11.11.2014: Rival Sons, le Trianon
11.11.2014. Paolo Nutini, Le Bataclan
11.11.2014: Perfume Genius, La Maroquinerie
12.11.2014: Black Bananas, Point Ephémère
12.11.2014: Christopher Owens, Badaboum
12.11.2014: Moodoid et Damon Albarn, Casino de Paris, Festival Les Inrocks
13.11.2014: Rosie Loew et Bipolar Sunshine et Vaults, La Boule Noire, Festival Les Inrocks
14.11.2014: Miossec, Le Trianon
14.11.2014: Benjamin Booker et The Orwells et Parquet Courts et Palma Violets, La Cigale, Festival Les Inrocks 
14.11.2014: Telegram et Wolf Alice, La Boule Noire, Festival Les Inrocks
15.11.2014: Bonaparte, Point Ephémère
15.11.2014: Baxter Dury, Asgeir, Nick Mulvey et The Acid, La Cigale, Festival Les Inrocks
15.11.2014: Circa Waves et Cloud Boat et Nimmo And The Gauntletts, La Boule Noire
16.11.2014: Royal Blood et Badbreeding et Eagulls et Jesus And The Mary Chain, La Cigale, Festival Les Inrocks
17.11.2014: Einstürzende Neubauten, Le Trianon 
17.11.2014: Girls In Hawaii unplugged, La Cigale
18.11.2014: The Dø. La Cigale
18.11.2014: Motörhead, Le Zénith
18.11.2014: Maybeshewill et Totorro, Petit Bain
19.11.2014: Elton Jon, Bercy 
19.11.2014: Bonobo, Folies Bergère
20.11.2014: Electric Six, La Maroquinerie
20.11.2014: Marianne Faithful, Olympia
20.11.2014: The Horrors, Cabaret Sauvage
20.11.2014: White Lung, Point Ephémère
21.11.2014: Tahiti 80, La Maroquinerie
21.11.2014: Bryan Ferry, Palais des Sports
21.11.2014: François And The Atlas Mountain et Petit Fantôme et Babe, EMB Sannois
22.11.2014: The Growlers, La Maroquinerie 
22.11.2014: Beverly, Espace B
22.11.2014: The Wedding Present, jouant l'album Watusi
23.11.2014: FM Belfast, Trabendo
24.11.2014: Warpaint, Le Trianon
24.11.2014: Mina Tindle at La Gaité Lyrique
25.11.2014: Breton, Casino de Paris
25.11.2014: Amen Dunes, Point Ephémère
26.11.2014: Mac DeMarco, Le Bataclan
26.11.2014: Cloud Nothings, La Maroquinerie
27.11.2014: Christophe, Le Trianon
27.11.2014: Natas Loves You, La Maroquinerie
28.11.2014: George Ezra, La Gaité Lyyrique
28.11.2014: Aquaserge et Centenaire, La Maroquinerie

Décembre:

01.12.2014: Sharron Van Etten, La Maroquinerie
09.12.2014: Angus & Julia Stone, Casino de Paris, complet
09.12.2014: Tuxedomoon, Fontenay sous Bois
10.12.2014: Angus et Julia Stone, Casino de Paris
10.12.2014: BRNS et She Keeps Bees et Fyfe (Winter Camp Festival), Trabendo
10.12.2014: Boy & Bear, Point Ephémère
12.12.2014: Mustang et Gaspard Royant, La Cléf, Saint-Germain-en-Laye
12.12.2014: Lyla Foy et Mirel Wagner et J Mascis, La Maroquinerie 
13.12.2014: Clinic, La Maroquinerie 
16.12.2014: Deus, Bataclan
18.12.2014: Gang Of Four, Fontenay sous Bois

2015 

Janvier

27.01.2015: Interpol, Olympia

Fevrier

10.02.2014: Tindersticks, Philharmonie de Paris
11.02.2015: The Divine Comedy, Philharmonie de Paris, complet

Mars:

09.03.2014: The Black Keys, Le Zénith, complet
10.03.2014: The Black Keys, Le Zénith















coctail twins, Köln, 23.08.14

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Konzert: coctail twins
Ort: The Good Will Out, Köln (c/o pop)
Datum: 23.08.2014
Dauer: knapp 30 min
Zuschauer: gut 60



Teil der diesjährigen c/o pop war am Samstag eine Veranstaltung namens Chic Belgique, eine ganze Reiher kleiner Konzerte verteilt über das Belgische Viertel in Köln. Ich kannte so gut wie keine der Bands außer den coctail twins, die allerdings wollte ich unbedingt sehen, was ein wenig schwierig war, weil auch der FC wieder beim Chic Bundesliga dabei ist und die Session gegen den HSV eröffnete. 17.45 Uhr als Konzertbeginn schien mir kaum machbar. Da die Band aber quasi in der Verlängerung der Aachener Straße angesetzt war und ich klugt geparkt hatte, war ich fast pünktlich und perfekt in der Zeit, das Kölner Trio begann sein Set nämlich auch fünf Minuten verspätet.

Die coctail twins traten im Sneakerladen The Good Will Out in der Händelstraße auf. Allerdings habe ich das nur aus zweiter Hand. Der Laden war bereits so voll, als ich ankam, daß nicht mehr daran zu denken war, noch in den Inneraum zu kommen. Also stand ich mit gut 30 anderen vor der Tür und den Schaufenstern, die auch nur den Blick auf Hinterköpfe von anderen Zuschauern boten.

Konzerte ohne Sicht sind zwar doof, wenn sie musikalisch gut sind, nehme ich das aber gerne hin. Daß die coctail twins in diese Kategorie gehören, weiß ich seit ihrem allerersten Konzert und seit ihrer (leider mittlerweile vergriffenen) EP Our Fears.

Obwohl die Ladenrückwand, vor der die Band spielte, kaum von den Schaufenstern weg ist und dies aus meiner Laiensicht ein grausamer Auftrittsort aus Sicht eines Soundverantwortlichen sein muß, klangen die düsteren Stücke der Band glasklar. Das Nichtsehenkönnen wurde also durch umso bessere Akustik ausgeglichen.

Der Band aus Köln merkt man an, daß sie aus Leuten mit ausgezeichnetem Musikgeschmack bestehen. Das ist eine eklige Musikjournalisten-Plattitüde (die ich benutzen kann, weil ich keiner bin) - die Köpfe hinter den coctail twins (Sängerin Box, Gitarrist Marc und Bassist Mike) machen ihre Bandsache ganz offenbar nicht um hip zu sein sondern aus Leidenschaft an Musik. "Das klingt ja nach 80er", habe ich vor dem Laden aufgeschnappt. Ja, tut es! Aber die 80er waren ja auch das musikalisch beste Jahrzehnt der Neuzeit. Für mich klingen die sechs Lieder, die die Band im Sneakerladen gespielt hat, vor allem nach herrlich-düsterem Wave mit einer großartigen Stimme und einigen Ohrwürmern, die ich seit Samstag nicht mehr loswerde.

Ich hoffe auf viel Lied-Nachschub zusätzlich zu den vier bisher veröffentlichten Stücken (von denen sie drei spielten). Die anderen drei Lieder machten jedenfalls einen sehr vielversprechenden Eindruck! Und obwohl es eine Gratis-Veranstaltung war und die Band aus Köln kommt und natürlich Freunde angelockt hat - gut 60 Zuschauer an einem Samstag-Nachmittag? Das ist mehr als ich bei vielen namhaften Bands erlebt habe.

Das Abhetzen vom Stadion Richtung Neumarkt hatte sich sehr gelohnt. Und beim nächsten Mal sehe ich die Band dann auch wieder, denn natürlich werde ich mir die coctail  twins wieder und wieder angucken!

Setlist coctail twins, Chic Belgique, Köln:

01: Waiting for the birds (dreamed) 
02: Rooms made of dust
03: Perfume well
04: Sometimes the waves
05: Curtains
06: Ice machine

Foto: Nelle. Vielen Dank!


 

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