Montag, 21. Oktober 2019

New Order, Paris, 11.10.19

0 Kommentare

Konzert: New Order
Ort: Le Grand Rex, Paris
Datum: 11.10.2019
Zuschauer: ausverkauft, also etwa 2700
Konzertdauer: 1:40
Fotos: Foto 1 und 6 Christoph Gatschiné ©, Foto 2 und 4 Laurent Coudol ©, Foto 3 Emmanuel Foricher ©, Foto 5 Francis Lennert ©, merci beaucoup à vous !




Was hatte ich eigentlich unter all den ergrauten und faltigen Herren zu suchen? Wo kamen diesen ganzen alten Säcke her? Ich konnte mir das nicht erklären...

Psychologen würden mir wahrscheinlich sagen, dass ich eine gestörte Selbstwahrnehmung habe, dass die Diskrepanz zwischen meinem gefühlten und tatsächlichen Alter riesig sei. Denn: ich war mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso alt und grau wie die meisten anderen hier im Pariser Grand Rex die sich zum Konzert von New Order eingefunden hatten. Da standen sie nun also mit ihren alten verwaschenen Joy Division T-Shirts und ihren Harrington Jacken und warteten darauf, dass die Vorgruppe fertig war. Ich selbst hatte auch keine Lust, mir vor New Order noch eine andere Band anzusehen, schliesslich bin ich nicht mehr der Jüngste (ach so?) und brauchte meine Energie.

Durch eine Cola Zero gestärkt betrat ich nun den Konzertsaal und liess mir von der netten Platzanweiserin meinen Sitzplatz zeigen. Das Grand Rex ist bestuhlt, denn es ist eigentlich auch ein Kino, wenn keine Konzerte sind. Angeblich das grösste Europas. Die Preise für einen dieser Sitzplätze für New Order waren gesalzen, gut 60 Euro musste man blechen, um sich dort reinflätzen zu dürfen. Allein deshalb schon verliefen sich nur wenige jüngere Leute hierhin.

Ich sass also gemütlich im Sessel und harrte der Dinge. Die Dame links neben mir las auf ihrem Handy Tennisnachrichten. Federer hatte heute verloren, für mich als Fan ein kleines Drama. Eigentlich wollte ich da gar nicht mehr dran denken, aber heutzutage ist es kaum noch möglich, Infos aus dem Weg zu gehen. Irgendjemand hat immer ein Handy mit einem grossen Display und da schaut man halt mal ab und zu drauf.




Dann erklang plötzlich Das Rheingold von Wagner. Ein schöner Beginn dieses Intro! Die Band selbst war noch in der Kabine und kam erst nach Ausklingen auf die Bühne. Erster regulärer Song war Age Of Consent, ein Klassiker von Power, Corruption and Lies. Ein wahnsinnig rasantes Stück mit eindrucksvollem Schlagzeugspiel von Stephen Morris und einem markanten Basslauf. Es gehört sicherlich zu den 10 besten Liedern von New Order. Dennoch blieb das Publikum erst einmal recht verhalten, kein Wunder, die überwiegende Mehrheit sass ja bequem im Sessel!

Es folgte Restless, der vermutlich beste und kernigste Song des letzten Albums Music Complete, mit dem New Order 2015 getourt sind. Von diesem Machwerk sollte schliesslich die Mehrheit der Lieder stammen, später auch unter anderem der starke Dance Track Plastic.

Dann überraschte mich die Band mit einem doppelten Paukenschlag in Form von zwei Joy Division Songs. She's Lost Control war schon vor dem Kinofilm Control einer meiner absoluten Favoriten und Disorder ist auch ein sehr starkes Lied. Beide bekamen New Order sehr ordentlich hin, wenngleich Barney natürlich überhaupt nicht die gleiche Stimme wie Ian Curtis hat. Er versuchte ihn erst gar nicht zu imitieren, was auch besser so war.




Das Intro von Your Silent Face klang nach Kraftwerk oder auch Cluster, bevor die Synthies einsetzten und Barney Harmonica spielte, in der Mitte dann diese irre Bass Passage, bei der Bassist Tom Chapman zeigte, dass er ein sehr ordentlicher Ersatz für Hooky ist.

Überhaupt machte die Band einen guten Eindruck, vor allem Drummer Stephen Morris beeindruckte mich mit seinem präzisen und irre schnellem Spiel. Schade, dass um ihn noch nie halb so viel Wirbel gemacht wurde wie um Barney und Hocky obwohl er schon bei Warsaw, der Vorgangerband von Joy Division, trommelte. Er hat kürzlich ein Buch herausgegeben, vielleicht macht ihn dies ein wenig bekannter.




Die zweite Hälfte des Sets war ein regelrechtes Best-Of, in der zur grossen Freude der Fans die bekanntesten Stucke der Gruppe gespielt wurden. Blue Monday, True Faith, Bizarre Love Triangle, Temptation, wir bekamen fast alle Hits geboten. Fast, denn es fehlten Klassiker wie Perfect Kiss, Crystal oder Ceremony. Die hätten sie ruhig spielen können, schließlich hatten wir hier alle  viel Geld geblecht. Aber auch so kam man insgesamt auf seine Kosten, denn allein die Videoanimationen waren das Kommen wert. Normalerweise machte ich mir nichts aus Videos, die hier waren aber allesamt anregend und sehenswert. Besonders toll waren die Autofahrten, das war fast wie einem Computerspiel!


Auf der Videoleinwand "spielte auch bei den beiden Zugaben die Musik". Nicht im wörtlichen Sinne natürlich, aber man sah in verschwommenen Bildern Ian Curtis tanzenderweise, zusammen mit seinen Bandkollegen auf einer Brücke stehend, später in einem markanten schwarz-weiss Porträtfoto und schliesslich gab es den Schriftzug Forever Joy Division. 







Das hatte ich 2012 schon mal live miterlebt, neu war das also nicht, aber irgendwie war ich doch recht bewegt, als ich das auf der Leinwand sah. Die Fans tanzten zu Love will Tear Us Appart noch einmal sehr ausgelassen mit und taten so als seien sie 16 und nicht 46. Teilweise schon ein wenig albern, aber was will man machen, gegen Nostalgiewallungen sind wir alle nicht gewappnet und nicht nur in meinem Falle waren New Order ein wichtiger Teil unserer Jugend. Schon toll, dass sie 2019 noch auf den Bühnen der Welt stehen und ihre Klassiker zum Besten geben!

Setlist:

Age Of Consent
Restless
She's Lost Control (Joy Division Song)
Disorder (Joy Division Song)
Academic
Your Silent Face
World
Tutti Frutti
Subculture
Bizarre Love Triangle
Fine Time
Plastic
True Faith
Blue Monday
Temptation

Decades (Joy Division Song)
Love Will Tear Us Apart (Joy Division Song)



Les concerts de la semaine à Paris du 21 au 27 octobre 2019

0 Kommentare


Très bon programme pour cette  semaine d'automne à Paris ! Et peut-être on devrait même sortir un peu de Paris ? Mardi à Massy il y a un beau plateau avec Alex Beaupain et Gisèle Pape et vendredi à Magny-le-Hongre il y'a aura la superbe Tiny Ruins (photo archive par Oliver Peel ©) et Emilie Zoé.




21: The Asteroids Galaxy Tour, Petit Bain
21: Chase Atlantic, Nouveau Casino

22: Ocean Wisdom, La Bellevilloise
22: Clio, Café de la Danse, complet
22: And So Watch You From Afar, Gibus
22: Thurston Moore, Trabendo
22: Alex Beaupain et Gisèle Pape, Paul B à Massy

23: Ilgen-Nur, White Velvet, Supersonic
23: Charlotte Adigery, Badaboum
23: Tinariwen, Casino de Paris
23: Portico Quartet, La Gaité Lyrique

24: The Twilight Sad, Petit Bain
24: Keren Ann, Olympia
24: The Struts, Trianon
24: Bodie, Trois Baudets
24: Gogo Penguin, Café de la Danse

25: Courtney Barns, Café de la Danse
25: Adam Green, La Gaité Lyrique
25: A Certain Ratio, Petit Bain
25: The Heavy, La Machine du Moulin Rouge
25; Catastrophe, Sean O'Hagan (The High Llamas), Form, La Maroquinerie
25: Soirées Filles7 avec Tiny Ruins et Emilie Zoé, Club File7, Magny-le-Hongre

26: The Monochrome Set, Petit Bain

27: Marie Mathématique et Thomas Pradier, Le Zorba
27: Olden Yolk, Pop-up-du Label
27: The Libertines, Olympia


Dienstag, 15. Oktober 2019

New Order, Brüssel, 14.10.19

1 Kommentare

Konzert: New Order
Ort: Forest National, Brüssel
Datum: 14.10.2019
Dauer: knapp 110 min
Zuschauer: vielleicht 5.000




Als wir im frühen Abendverkehr vor einen Ampel in Brüssel standen, wartete neben uns eine große Limousine auf Grün. Trotz des sommerlichen Wetters - 24 Grad - waren die Scheiben des Wagens hermetisch geschlossen. Aus dem Inneren hörten wir Wagner, dann die ersten Takte von Age of consent von New Order, dieses Überstück ihrer zweiten Platte, deren Titel Power, corruption & lies irgendwann das offizielle Motto der Präsidentschaft von Donald Trump sein wird. Obwohl die Isolierung des Fahrzeugs so gut war, daß die Musik bei uns nur sehr gedämpft ankam, löste das Lied Freude aus. Vielleicht macht der Fahrer ja gleich mal die Scheiben runter, dann ist es perfekt!


So brillant, wie mir die auf dem Rückweg in den Kopf gekommene Idee, den Bericht eines schlecht-erlebten Konzerts pfiffig zu schreiben, jetzt erscheint, so gut waren die New-Order-Soundleute auf die große Brüsseler Konzerthalle Forest National vorbereitet. Um nicht schon eine Stunde vor dem Support im Innenraum stehen zu müssen, saßen wir zunächst oben auf einer der Tribünen. Selbst da klangen Stolen aus China enorm wuchtig und klar. Die Stimme des Sängers war nicht mein Ding, es passte aber inklusive der Hintergrundvideos sehr gut zu New Order. Licht und Sound versprachen Großes für New Order.

Das Licht blieb gut, der Klang furchtbar. Wir standen mittlerweile unten, sahen uns die Visuals von Turmspringern an, sehr ästhetisch aber auch sehr riefenstahling, zunächst schwarz-weiß, dann plötzlich farbig, was ich als Warnung empfand, daß Nazi-Symbolik nicht mit dem Ende der Schwarz-Weiß-Zeit verschwunden ist. Ich hätte da gerne (zu Wagner) weiter drüber nachgedacht, wurde aber mit dem Beginn von Age of consent in die Konzertwirklichkeit zurückgeholt. Es war leise, es war dumpf, es klang nach billigsten Ohrstöpseln, tief in den Ohren. "Das gibt sich nach ein, zwei Liedern!" Haha, Konzertexperte! Nichts gab sich. Irgendwann lange in der zweiten Stunde hatte der Mischer plötzlich immerhin den Lautstärke-Regler in der Bedienungsanleitung gefunden. Da hatte ich schon lange abgeschaltet und über so Dinge wie die ersten Termine des nächsten Arbeitstags nachgedacht. Das Konzert war mir schon egal. Oder wie Jette Joop es ausdrückte, es touchierte mich nicht.

Dabei war die Setlist nicht unspannend. Ich hatte mich bewußt nicht vorbereitet aber gehofft, endlich einmal Shellshock zu hören und bin jetzt heilfroh, daß es nicht im Programm war.


Die Güte eines Konzerts hängt ja immer von so vielen Faktoren ab. Von der Form der Band, der eigenen Form und Einstellung, vom Saal, von der Unangenehmheit der Konzertnachbarn oder eben von Sicht und Klang. Daß es heute nicht der Saal war, hatten wir bei der Vorgruppe erlebt. Es war die schlechte Tagesform des Soundmanns, vielleicht auch ein ausgefallener Soundcheck, anders kann ich mir das eigentlich nicht erklären. Die Güte von Konzertberichten hängt dagegen vor allem von der Lust ab, sie zu schreiben.

Setlist New Order, Forest National, Brüssel:

01: Age of consent
02: Regret
03: She's lost control (Joy Division)
04: Disorder (Joy Division)
05: Academic
06: Your silent face
07: World
08: Tutti Frutti
09: Subculture
10: Bizarre love triangle
11: Superheated
12: Fine time
13: Plastic
14: True faith
15: Blue Monday
16: Temptation

17: Decades (Joy Division)
18: Love will tear us apart (Joy Division) 

Links: 

- aus unserem Archiv:
- New Order, Brüssel, 06.11.15
- New Order, Paris, 14.09.12
- New Order, London, 12.08.12
- New Order, Scheeßel, 24.06.12
- New Order, Berlin, 21.06.12
- New Order, Brüssel, 17.10.11





Montag, 14. Oktober 2019

Les concerts de la semaine à Paris du 14 au 20 octobre 2019

0 Kommentare

Enormément de concerts cette semaine à Paris ! Tous les jours j'ai noté au moins 5 et même le 18 octobre il y aura beaucoup plus que les 3 listés par mes soins, parce que j'ai pas mis les concerts dans le cadre du Mama Festival, sinon ma page exploserait ! Avec la mystérieuse Shannon Wright au Trianon la semaine commence déjà très fort ! (photo archive par Oliver Peel ©)



14: The Jackson Pollock, Supersonic
14: King Gizzard & The Lizard Wizard, Olympia
14: Frankie Cosmos et Lina Tullgren, Badaboum
14: Shannon Wright, Le Trianon
14: Paupière, Pop-up du Label

15: Twin Peaks, Boule Noire, complet
15: Bror Gunnar Jansson et Butch McKoy, L'Alhambra
15: Jessca Hoop et Queen Of The Meadow, Petit Bain
15: The Mystery Lights, Maroquinerie
15 Sooo Pop avec Cléa Vincent, Christophe, Séverin, Bazbaz, Vickie des Pirouettes, Tim Dup, Michelle Blades, Charles Baptiste, Corine, Mathilde Fernandez, Voyou, Malik Djoudi, Baptitse Hamon, Catastrophe, Carreau du Temple

16: Morgane Imbeaud, Bus Palladium
16: Nouvelle Vague, Café de la Danse
16: Nebraska, Cuba Café
16: La Traviata, Opera Garnier
16: Emma Sand, International
16-18: MaMa Festival, Pigalle, toute la prog ici

17: Brandt Brauer Frick, Point FMR
17: Lucie Antunes, La Maroquinerie
17: Nouvelle Vague, Café de la Danse
17: Biig Piig, Pop-up du Label
17: John Cunningham, Life is A Minestrone
17: More Than Folk Festival avec Léa Jacta Est, Morjane Ténéré, Amelie McCandless, Rob Miles & Les Clés Anglaises, Hitzak, La Dame de Canton

18: The Dream Syndicate, Petit Bain
18: More Than Folk Festival avec Autumn Shade, Triinu, The Orchid, Colline Hill, La Dame de Canton
18: A La Fraiche # 1 avec Manon et plein d'autres, La Marbrerie, Montreuil

19: The Sisters Of Mercy, Bataclan
19: Pixies, Olympia
19: Cake, Pleyel, complet
19: Jeanne Added (solo), Regina Demina, Vale Poher, Theodora, Gonthier, La Station Gare des Mines
19: More Than Folk Festival avec Black Morning, L'Ambulancier, Franck Almana, Venice Bliss, Michael Plater, The Absolute Never, International

20: repos


Donnerstag, 10. Oktober 2019

Les concerts en octobre 2019 à Paris

0 Kommentare


On est déjà le 10 octobre, mais vous n'avez raté aucun concert, parce que vous avez consulté régulièrement mes agendas de la semaine, n'est-ce pas ? Mais là je vous présente mon agenda pour tout le mois d'octobre, c'est fou, non ? Il y a du lourd avec New Order (photo Barney par Oliver Peel ©), Pixies, The Libertines et tant d'autres ! Allez, sortez un peu !






(01: Zoe Boekbinder & Pony Hunt, Break Art Mix
01: Emma Ruth Rundle, Petit Bain
01: Hutch Harris (The Thermals), Point FMR

02: Festival Walden, International

03: Labo Lola
03: Rubin et le Paradoxe, Théodora, Francois Remigi
03: Showcase Magon, Fabrique les Balades Sonores

04: Opening Party du Marché des Labels indépendants à la Bellevilloise avec Superbravo
04: Festival Walden, Petit Bain
04: Louise Verneuil, Trois Baudets

05: Lispector, Espace B
05: The Album Leaf, La Maroquinerie
05: Pip Bloom, Point Ephémère
05: Bill Callahan, La Cigale
05: Rocket Society, East End Girls, Le Zorba

06: Daughters, La Maroquinerie

07: La Veillée Pop présente Astrobal et Grand Rapid, Espace B
07: Sebadoh, Petit Bain, complet
07: Giant Rooks, Point FMR

08: Beirut, Pleyel, annulé

09: Martin Kohlstedt, La Boule Noire
09: New Model Army, La Maroquinerie)

10: Gurr, Supersonic
10: Violet Arnold@Décibels Vendanges 2019
10: Carré-Court, les Trois Baudets
10: Pale Waves, Badaboum
10: Dumb, Belmont Witch et A Trois Sur La Plage, La Boule Noire
10: Jupiter & Okwess, FGO-Barbara
10: Isaac Delusion, La Maroquinerie

11: Clara Polaire, Le Triton
11: Chastity Belt et Gang, Point FMR
11: Charlie Cunningham, Café de la Danse
11: John Cunningham et Nesles, APC Manufacture
11: Melissa Laveaux, Trianon
11: Lonny@ Decibles vendanges
11: New Order, Grand Rex

12: Ben Chemie (Suuns), John McEntrie & Sam Prekop, Petit Bain
12: The Slow Show, Pop-up du Label

13: Stereo Total, Petit Bain
13: Heather Nova et Bobbie, Café de la Danse

14: The Jackson Pollock, Supersonic
14: King Gizzard & The Lizard Wizard, Olympia
14: Frankie Cosmos et Lina Tullgren, Badaboum
14: Shannon Wright, Le Trianon
14: Paupière, Pop-up du Label

15: Twin Peaks, Boule Noire, complet
15: Bror Gunnar Jansson, L'Alhambra
15: Jessca Hoop et Queen Of The Meadow, Petit Bain
15: The Mystery Lights, Maroquinerie
15 Sooo Pop avec Cléa Vincent, Christophe, Séverin, Bazbaz, Vickie des Pirouettes, Tim Dup, Michelle Blades, Charles Baptiste, Corine, Mathilde Fernandez, Voyou, Malik Djoudi, Baptitse Hamon, Catastrophe, Carreau du Temple

16: Morgane Imbeaud, Bus Palladium
16: Nouvelle Vague, Café de la Danse
16: Nebraska, Cuba Café
16: Emma Sand, International
16-18: MaMa Festival, Pigalle, toute la prog ici

17: Brandt Brauer Frick, Point FMR
17: Lucie Antunes, La Maroquinerie
17: Nouvelle Vague, Café de la Danse
17: Biig Piig, Pop-up du Label
17: John Cunningham, Life is A Minestrone
17: More Than Folk Festival avec Léa Jacta Est, Morjane Ténéré, Amelie McCandless, Rob Miles & Les Clés Anglaises, Hitzak, La Dame de Canton

18: The Dream Syndicate, Petit Bain
18: More Than Folk Festival avec Autumn Shade, Triinu, The Orchid, Colline Hill, La Dame de Canton

19: The Sisters Of Mercy, Bataclan
19: Pixies, Olympia
19: Cake, Pleyel, complet
19: Jeanne Added (solo), Regina Demina, Vale Poher, Theodora, Gonthier, La Station Gare des Mines
19: More Than Folk Festival avec Black Morning, L'Ambulancier, Franck Almana, Venice Bliss, Michael Plater, The Absolute Never, International

21: The Asteroids Galaxy Tour, Petit Bain

22: Ocean Wisdom, La Bellevilloise
22: Clio, Café de la Danse, complet
22: And So Watch You From Afar, Gibus
22: Thurston Moore, Trabendo
22: Alex Beaupain et Gisèle Pape, Paul B à Massy

23: Ilgen-Nur, Supersonic
23: Charlotte Adigery, Badaboum
23: Tinariwen, Casino de Paris
23: Portico Quartet, La Gaité Lyrique

24: The Twilight Sad, Petit Bain
24: Keren Ann, Olympia
24: The Struts, Trianon
24: Bodie, Trois Baudets
24: Gogo Penguin, Café de la Danse

25: Courtney Barns, Café de la Danse
25: Adam Green, La Gaité Lyrique
25: The Heavy, La Machine du Moulin Rouge
25; Catastrophe, Sean O'Hagan (The High Llamas), Form, La Maroquinerie

26: The Monochrome Set, Petit Bain

27: Marie Mathématique et Thomas Pradier, Le Zorba
27: Olden Yolk, Pop-up-du Label
27: The Libertines, Olympia

28: Heavy Lungs, Supersonic
28: The Divine Comedy, Salle Pleyel
28: Kate Tempest, Trianon

29: Agent Side Grinder, Boule Noire
29: Follakzoid, Petit Bain

30: Gisèle Pape, Garden With Lips, Remi Parson, Trois Baudets
30: Juan Wauters, Point Ephémère
30: The Detroit Cobras, Gibus
30: Battles, Trabendo
30: Spencer Kurt (Wolf Parade), Pop-up-du Label

31: Pond, Elysée Montmartre


Dienstag, 8. Oktober 2019

Pixies, Köln, 07.10.19

0 Kommentare

Konzert: Pixies
Ort: Palladium, Köln
Datum: 07.10.2019
Dauer: Pixies gut 120 min, Blood Red Shoes 30 min
Zuschauer: vielleicht 3.000 (nicht ausverkauft)

 

Einmal dachte ich, Black Francis wolle doch mit uns reden. "Hey!" - lange Pause. Aber es war nur der langezogene Anfang des Lieds von Doolittle, dem 1989er Pixies-Album. The Pixies don't do Ansagen.  
Vor wenigen Wochen ist das siebte Studio-Album der Bostoner Band erschienen, das mir recht gut gefällt. Daß ich es in 31, 30 oder 29 Jahren noch so oft höre wie jetzt Surfer Rosa, Doolittle und Bossanova, glaube ich aber nicht. Ende der 80er waren die Pixies eine der wichtigsten Bands meines Lebens und weil ich mich musikalisch nicht wirklich weiterentwickelt habe, sind sie es immer noch. Ob ich sie auf der aktuellen Tour sehe, war dann auch nicht die Frage, "wo?" und "wie oft?" waren es. Das Palladium stand nicht auf meiner Wunschliste, die Termine in Utrecht und Tilburg funktionierten nicht. Und da ich es als unhöflich empfand, eine Band, die eine riesige Masse an Liedern für die Tour geprobt hat und damit so deutlich dazu aufruft, sie mehrfach zu sehen, nur einmal zu besuchen, kam dann doch noch Köln dazu.*

Als die drei Ur-Mitglieder Black Francis, Joey Santiago und David Lovering und Paz Lenchantin, die seit 2014 den beiden Kims nachfolgt und seit 2016 festes Bandmitglied ist, um 23 Uhr von der Bühne gingen, hatten wir zwei Stunden Pixies hinter uns, 39 Lieder, elf von der neuen Platte, 23 von vor der Wiedervereinigung (Deutschlands, nicht der der Pixies). Sehr viel besser kann ein Konzert alter Helden mit passabler neuer Platte nicht sein. Na gut, es hätte eine halbe Stunde und zehn Lieder länger sein können (Allison, All over the world, Monkey gone to heaven, Tame, Indy Cindy**, Gigantic, La la love you, Is she weird... und Silver bullet, damit Beneath the Eyrie komplett gewesen wäre).

Gottseidank hatte ich die Pixies auch mit der fantastischen Kim Deal gesehen, daher kann ich jetzt nämlich guten Gewissens den Kopf schütteln, wenn Musikexperten die Band meiden, weil Kim nicht mehr dabei ist. Sowohl die vergangene Woche gestorbene Kurzzeit-Bassistin Kim Shattuck, die ich auf der einen Tour, die sie spielte, zweimal sehen konnte (in Brüssel und Luxemburg) als auch Paz sind (und waren) so hervorragende Musikerinnen, daß es infam wäre, die Pixies quasi ihretwegen zu meiden.


Das Konzert begann auf einer sehr düsteren Bühne. Die Bandmitglieder standen mit dem Rücken zu uns und spielten Cecilia Ann, den Beginn von Bossanova. Das live zu hören, erhoffe ich mir seit 1990. Die Live-Version war nicht lebensverändernd, meinetwegen hätten danach aber nur noch Flippers-Cover folgen dürfen, ich hätte kein dramatisch schlimmes Konzert mehr gesehen. Auf Cecilia Ann folgte eine Schrei-Phase mit St. Nazaire vom neuen Album und Rock music, um danach in eine bunte Mischung aus Hits aus den 80ern, 90ern und von heute überzugehen. Daß so viel von der ersten EP Come on pilgrim dabei war (alle bis auf Ed is dead und Levitate me), mit dem Neil-Young-Cover Winterlong eine B-Seite und einige andere für mich nicht erwartbare Lieder (ich war bewußt unvorbereitet), war ganz großartig. Daß es gut klang und wegen der fehlenden Pausen wenig Zeit zum Luftholen oder zum rhythmischen Klatschen blieb, kam dazu. Das war schon ziemlich gut.  

Vorher hatten wir bereits zwei Bands gesehen. Beim Warten auf den Einlass (das Palladium hatte 18:30 h, Facebook 19:00 h geschrieben) ging plötzlich eine sechsköpfige Blaskapelle an den Warteschlangen von Palladium und E-Werk vorbei, vermutlich die Vor- oder Begleitgruppe der Band im E-Werk (was Kölsches). Eine schöne Idee!  

Pünktlich um acht hatten die Blood Red Shoes das offizielle Vorprogramm bestritten. Ich habe das englische Duo Laura-Mary und Steven so lange nicht mehr gesehen, daß ich gar nicht mitbekommen habe, daß sie jetzt ein vierköpfiges Duo sind. Eine Bassistin und ein an Buffys Spike erinnernder Keyboarder ergänzten Laura-Mary und Steven. Gerade vom Keyboard bzw. Elektro-Drumpad des neuen Manns habe ich nichts gehört, es klang wie immer (unten ist eine Liste, die dieses "Immer" näher fasst). Ich hatte mich sehr auf die Blood Red Shoes gefreut, die ich 2007 mit 23 anderen (Crew incl.) im Gebäude 9 zum ersten Mal gesehen hatte. Und die Freude wurde nicht enttäuscht, die halbe Stunde war hoch unterhaltsam und zu kurz.

Setlist Pixies, Palladium, Köln:

01: Cecilia Ann (The Surftones Cover)
02: St. Nazaire
03: Rock music
04: Isla de Encanta
05: Brick is red
06: Break my body
07: Los surfers muertos
08: Caribou
09: Gouge away
10: On graveyard hill
11: Wave of mutilation
12: Planet of sound
13: Bird of prey
14: Nimrod's son
15: Ready for love
16: The holiday song
17: Here comes you man
18: Motorway to Roswell
19: Cactus
20: No. 13 baby
21: I've been tired
22: Long rider
23: River Euphrates
24: Where is my mind?
25: All the saints
26: Ana
27: Death horizon
28: Vamos
29: Mr. Grieves
30: Daniel Boone
31: Velouria
32: Snakes
33: This is my fate
34: Catfish Kate
35: Winterlong (Neil Young Cover)
36: In the arms of Mrs. Mark of Cain
37: Havalina
38: Hey

39: Debaser (Z)

Setlist Blood Red Shoes folgt.

Links:

- aus unserem Archiv:
- Pixies, Berlin, 18.07.16
- Pixies, Hilvarenbeek, 20.06.14
- Pixies, Barcelona, 30.05.14
- Pixies, Esch-sur-Alzette, 11.11.13
- Pixies, Brüssel, 02.10.13
- Pixies, Barcelona, 28.05.10
- Pixies, Frankfurt, 11.10.09
- Blood Red Shoes, Köln, 27.08.16
- Blood Red Shoes, Paris, 24.08.14
- Blood Red Shoes, Mannheim, 19.05.12
- Blood Red Shoes, Haldern, 14.08.10
- Blood Red Shoes, Köln, 23.03.10
- Blood Red Shoes, Paris, 09.12.09
- Blood Red Shoes, Frankfurt, 28.10.09
- Blood Red Shoes, Düsseldorf, 22.10.09
- Blood Red Shoes, Nijmegen, 19.07.09
- Blood Red Shoes, Köln, 04.11.08
- Blood Red Shoes, Highfield, 17.08.08
- Blood Red Shoes, Melt!, 18.07.08
- Blood Red Shoes, Montreux, 15.07.08
- Blood Red Shoes, Evreux, 28.06.08
- Blood Red Shoes, Berlin, 06.05.08
- Blood Red Shoes, Köln, 28.04.08
- Blood Red Shoes, Paris, 09.11.07
- Blood Red Shoes, Köln, 16.10.07
- Blood Red Shoes, Paris, 08.06.07
- Blood Red Shoes, Paris, 08. und 09.06.07
- Blood Red Shoes, Paris, 06.03.07
- Blood Red Shoes, Köln, 11.03.07


* "dazu" = Luxemburg
** Ich mag das wirklich!




Montag, 7. Oktober 2019

Les concerts de la semaine à Paris du 7 au 13 octobre 2019

0 Kommentare



New Order de retour à Paris ! C'est évidemment le grand événement de cette semaine ! Ils vont nous faire quoi ? Un best-of ? Ou un set avec des inédits ? On verra tout ça le 11 octobre au Grand Rex.

07: La Veillée Pop présente Astrobal et Grand Rapid, Espace B
07: Sebadoh, Petit Bain, complet
07: Giant Rooks, Point FMR
08: Beirut, Pleyel, complet
09: Yvonne La Nuit, Le Très Particulier
09: Jo Wedin & Jean Felzine, Les Petites Gouttes
09: Martin Kohlstedt, La Boule Noire
09: New Model Army, La Maroquinerie
10: Gurr, Supersonic
10: Violet Arnold@Décibels Vendanges 2019, La Cantine du 18
10: Carré-Court, les Trois Baudets
10: Release Party Louves & friends, Breakfast Club
10: Pale Waves, Badaboum
10: Jupiter & Okwess, FGO-Barbara
10: Isaac Delusion, La Maroquinerie
11: Clara Polaire, Le Triton
11: Chastity Belt et Gang, Point FMR
11: Charlie Cunningham, Café de la Danse
11: John Cunningham et Nesles, La Manufacture Chanson
11: Melisse Laveaux, Trianon
11: Lonny@ Decibles vendanges, La Cantine du 18
11: New Order, Grand Rex
12: Ben Shemie (Suuns), John McEntrie & Sam Prekop, Petit Bain
13: Dropkick, The Reed Conservation Society, Life is A Minestrone
13: Stereo Total, Petit Bain


13: Heather Nova, Café de la Danse

Sonntag, 6. Oktober 2019

Pony Hunt, Karlsruhe, 05.10.19

0 Kommentare

Konzert mit Pony Hunt in der Karlsruher Waldstadt
Datum: 5. Oktober 2019
Dauer: 65 min
Zuschauer: 16


Als wir 2012 das Abenteuer anfingen, Musiker*innen in unser privates zu bitten,  schafften es Hurray for the Riff Raff unser Wohnzimmer direkt nach New Orleans zu beamen. Diese Erinnerung und die Bewunderung dafür hat sich mir tief eingeprägt. 
 
An diesem Oktoberabend gelang Pony Hunt das gleiche Kunststück. Dabei waren die Werkzeuge äußerlich sehr verschieden: Hurray for the Riff Raff waren zu viert mit Fidel, Kontrabass und einem Dutzend Mundharmonikas sehr laut und im innern irgendwie auch nicht direkt hier, sondern da.
 

Jessie Antonick machte das ganz anders. Sehr still und intensiv und dem Publikum zugewandt spielte sie ein akustisches Set, das die Melancholie und doppelbödige Geschichtsträchtigkeit ihrer derzeitigen Heimat New Orleans für uns Zuhörenden direkt erfahrbar machte. 


Eingestreut gab es auch 2-3 Klassiker, aber es gab doch einige verwunderte Fragen, wie ein so junger Mensch sich so dieser Musik zuwenden kann, die hier in Deutschland so etwas Altherren-Steckenpferd ist.
 

Für mich war das eindrücklichste und schönste die wunderbare Stimme, die so warm und tief geerdet mein Herz direkt mit auf die Reise nahm. Ein Glück, dass Zoe Boekbinder ihrer Freundin unser Karlsruhe ans Herz gelegt hatte und wir deshalb die einzigen Deutschlandtermine dieser wunderbaren Sängerin ausrichten durften. Ich glaube, im direkten Vergleich mit der vorherigen einmonatigen Tour durch Frankreich haben wir gar nicht so schlecht abgeschnitten...


Und als sich auf Jessicas Seite eben die Band-Videos anschaute, da spannte sich der im Bericht eben gemachte Bogen zum ersten Konzert mit Hurray for the Riff Raff direkt und ganz konkret: Sam Doores - 2012 mit von der Partie - ist in Jessicas Band Pony Hunt auch dabei. Ebenso der Mann vom Kontrabass... Das Leben ist doch einfach verrückt!!


Dienstag, 1. Oktober 2019

Mermaidens, Paris, 17.09.19

0 Kommentare

Konzert: Mermaidens
Ort: L'International, Paris
Datum:17.09.2019
Zuschauer: etwa 50

Die junge Band Mermaidens aus Neuseeland sollte man unbedingt auf dem Schirm haben. Es handelt sich um ein Trio, bestehend aus Gussie (Gitarre, Gesang), Lily (Gesang, Bass) und Abe an den Drums, das ich vor ein paar Monaten schon einmal in Paris gesehen hatte. Am 15. Mai im Supersonic war das und damals spielten sie vor Hand Habbits. Ihr Auftritt hatte mir so gut gefallen, dass ich sie heuer im International wiedersehen wollte.



Sie spielten erst gegen 22h30 nachdem zuvor lokale Bands auf dem Programm gestanden hatten. Das Publikum war wohl mehrheitlich für diese französischen, mir völlig unbekannten, Acts gekommen, denn bei den Mermaidens waren wir nicht mehr sehr viele, vielleicht gerade mal 50 Leutchen ! Ärgerlich, denn Neuseeland ist ja nicht gerade um die Ecke. Da fliegen die jungen Musiker Tausende von Kilometern nach Europa und die Clubs sind noch nicht mal richtig voll.



Aber sei's drum, die Zeit der Mermaidens wird sicherlich noch kommen, denn ihr Sound ist kompromisslos hart und direkt, vernachlässigt aber auch die Melodien zumindest nicht völlig. Auf Platte ist das Ganze ohnehin lieblicher und weniger roh, live hingegen gibt es ordentlich was auf die Ohren. Drummer Abe trieb von hinten mächtig an und die blonde Gussie schrie sich manchmal die Lunge aus dem Leibe. Viel sanftmütiger und verträumter schien die brünette Bassisten Lily zu sein. Sie sang auch ab und zu in führender Rolle, war aber eher die Zweitsängerin.



Begonnen hatten die Mermaidens ihr knackiges mit einem drei Jahre alten Stück namens Undergrowth. Düster und geheimnisvoll die Stimmung, verwunschen und sogar ein wenig gruselig. Der Song starte ruhig, wurde zur Mitte hin dann aber fetzig und. schnell.


Balladen im klassischen Sinn gab es ohnehin keine, lediglich Passagen in den kurzfristig das Tempo runtergefahren wurde. Ein Wechselspiel zwischen Spannungsaufbau und ekstatischer Entladung, fast ein wenig wie bei Scout Niblett. Zu nennende Referenzen haben alle irgendwie etwas Grungiges, man dachte auch an Nirvana oder PJ Harvey.



Toll war Cut It Open mit seinem gemächlichen Intro und dem hohen Gesang von Gussie. Ich mochte auch die Gitarrenmelodie die sich durch das ganze Stück zog.

Erwähnenswert auch I Might Disappaear, ein intensiver Track mit Hitpotential, der in einer gerechten Welt hoch in den Charts wäre.


Das Trio beendete sein Konzert mit Cold Skin, einer Nummer bei der am Ende die Gäule durchgingen! Saftiger Rock war angesagt! Da flogen die Haare der Mädels wild durch die Luft!

Ein Klasse Konzert!Hinterher kaufte ich mir konsequenterweise ihr neues Album am Merch.

Setlist

Undergrowth
She's Running
Wander
Cut It Open
Bastards
I  Might Disappear
Satsuma
Cold skin

 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates