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Montag, 10. Juni 2024

Belle & Sebastian, Köln, 09.06.24

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Konzert: Belle & Sebastian
Ort: Gloria, Köln
Datum: 09.06.2024
Dauer: 100 min
Zuschauer: 950 (ausverkauft)



"Wie lange waren wir nicht mehr in Köln?" - "15 Jahre!" - "15 Jahre? Wirklich?"
Boah, da rufe ich einmal rein bei einem Konzert und dann ist es gelogen. Es ist erst 13 Jahre her, seitdem Belle & Sebastian im E-Werk aufgetreten sind (mit den fantastischen Zoey van Goey als Support). Ein Konzert in der Live Musik Hall vor wenigen Jahren war von der Band abgesagt worden. Dazwischen habe ich die Band dann halt anderswo sehen müssen (eine Auswahl weiter unten), zuletzt aber jetzt auch schon wieder vor sechs Jahren. 

Das mit dem Reinrufen ist so eine Sache bei mir. Ich kann das einfach nicht. Vermutlich kommt das im gleichen Paket mit Drängeln und Schubsen. Bei meinen letzten Konzerten hatte Stuart Murdoch immer wieder nach Liedwünschen gefragt, eine tolle Chance, einige meiner Lieblinge, die ich noch nie live gehört habe, zu erbitten. Stattdessen haben andere dann ihre Another sunny days oder Funny little frogs bekommen. Diesmal war ich besser vorbereitet und hatte eine Auswahl per Instagram geteilt, die Band hat es geherzliked, ich war gespannt.

Nachdem die sehr sympathische Vorgruppe Morganway (musikalisch so gar nicht meine Teetasse) eine halbe Stunde Irish Folk gespielt hat, begannen Belle & Sebastian um neun. Das Gloria ist der perfekte Ort für ein Belle & Sebastian-Konzert und war natürlich ausverkauft. Naja, perfekt für uns. Stuart sagte irgendwann, dass die Band lange nicht mehr auf so einer kleinen Bühne gespielt hatte. Oasis hatten vor ein paar Jahren ein Radiokonzert im Gloria gespielt und in einem Interview gesagt, der Club sei kleiner als ihre üblichen Garderoben. Stuart bezog das aber auf das regelmäßige Anrempeln der Bandmitglieder. "Wir sind sehr höflich, wir entschuldigen uns dauernd."


Seit meinem letzten B&S-Konzert hat die Band zwei Platten veröffentlicht. Auch wenn die Veröffentlichung der letzten (Late developers) noch nicht lange zurückliegt, spielten die Songs der beiden Alben auf der Tour keine zentrale Rolle. Trotzdem begann das Konzert im Gloria nach Expectations (Tigermilk) mit einigen neuen Sachen: dem tollen What happened to you son?, einer ganz aktuellen Single, die auf keinem Album ist, So in the moment und Give a little time (unterbrochen von She's losing it). 

Danach folgte ein fantastischer Lauf durch die ersten Platten, beginnend mit dem "deep cut" und Liebling Century of fakers, ein paar Sachen, die immer (The boy with the arab strap) oder meistens (Another sunny day) Teil des Sets sind, greatest Hits wie Piazza New York catcher (Trivia, die hier auch immer kommt: Stuart Murdoch ist Red Sox Fan) oder Like Dylan in the movies, zu dem er die Geschichte erzählte, dass die Zeile don't look back den Filmtitel des Bob-Dylan-Films aus den 60ern zitiert. "Hoffentlich habe ich es Euch damit jetzt nicht versaut, dass ich das erklärt habe!" 

Die Band war blendender Laune. Stevie erklärte auf die Frage, was er denn in Köln gemacht habe, er habe nichts gemacht. Er habe am Samstag zu viel getrunken. Nach The boy with the arab strap, bei dem wieder auf der Bühne getanzt wurde, stellte Stuart fest, dass seine Gitarre bei dem Lied wohl nicht funktioniert hätte. In der entstehenden Pause imitierte Stevie sehr zu Stuarts Freude Springsteen. 

Piazza New York catcher war eine von zwei Alternativen. Stuart Murdoch hatte der Band vorher angezeigt, man spiele Lied eins. Danach entschied er, Song 2 (Dress up in you) auch noch zu spielen. Statt "missed" hatte der Schlagzeuger aber wohl "messed" verstanden. Ey, Schottisch! 


Es war ein wunderschöner Abend mit allem, was man sich wünscht. Wo sieht man schon zwei Melodicas gleichzeitig? Oder die Ausflugsfotos der Bandmitglieder? Sarah war zum Beispiel in der Seilbahn unterwegs, irgendwer bei 4711 und Stevie wohl im Bus. 

Leider war nach zwei Zugaben Schluß. Vermutlich, weil jemand im Publikum nach Fox in the snow "one more song" gefordert hatte. 

Das nächste Mal werde es nicht wieder 15 Jahre dauern, bis sie wieder nach Köln kämen (ich habe da so einen Traum). Und mein nächstes B&S-Konzert wird auch nicht in sechs Jahren stattfinden, dafür war der Abend zu euphorisierend. 

Setlist Belle & Sebastian, Gloria, Köln:

01: Expectations
02: What happened to you son? (neu)
03: So in the moment
04: She's losing it
05: Give a little time
06: Century of fakers
07: I want the world to stop
08: Piazza New York catcher
09: Dress up in you
10: To be myself completely
11: Like Dylan in the movies
12: Do you follow?
13: A summer wasting
14: The boy with the arab strap 
15: Another sunny day
16: Get me away from here I'm dying

17: Fox in the snow (Z)
18: Sleep the clock around (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Belle and Sebastian, Esch, 11.02.18
-
Belle and Sebastian, Utrecht, 01.09.17
- Belle and Sebastian, London, 23.06.16
- Belle and Sebastian, London, 22.06.16
- Belle and Sebastian, Ásbrú, 02.07.15
- Belle and Sebastian, Ásbrú, 02.07.15
- Belle and Sebastian, Barcelona, 29.05.15
- Belle and Sebastian, Paris, 31.10.14
- Belle and Sebastian, Larmer Tree Gardens, 01.09.13
- Belle and Sebastian, Barcelona, 27.05.11
- Belle and Sebastian, Minehead, 11.12.10
- Belle and Sebastian, New York, 30.09.10
- Belle and Sebastian, Latitude-Festival, 17.07.10

Freitag, 26. Januar 2018

Kettcar, Köln, 28.11.2017

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Konzert: Kettcar
Ort: Köln, Gloria Theater
Datum: 28.11.2017
Dauer: ca. 100min
Zuschauer: ca.650 ausverkauft


Kettcar sind zurück. Wer hätte schon erwartet, das die Band um Sänger Marcus Wiebusch ihr bestes Album ausgerechnet nach so einer langen Pause veröffentlichen würden. Ein fast perfektes Album, das zurecht viele Bestenlisten des Jahres 2017 anführt.

Ich selber hatte die Band vor Jahren (nach einem für mich enttäuschenden Auftritt im Düsseldorfer zakk) aus den Augen verloren und war daher schon bei der Abschiedstour auf dem Haldern Pop Festival 2013 überrascht, das diese schlechte Konzerterfahrung wohl eher dem damaligen Publikum als der Qualität der Band geschuldet war.

Somit war die Vorfreude auf das kurzfristig anberaumte Clubkonzert im Kölner Gloria groß. Etwas schade für die Fans, die bereits im zuvor angekündigten VVK für das riesige Palladium im Februar zugeschlagen hatten. 


Hier im kleinen Rahmen sollte jedoch das neue Album zur Gänze präsentiert werden. Bleibt die Frage, welche neuen Songs die Band bei ihren zukünftigen Konzerten überhaupt weglassen sollte. Die neuen Songs fügen sich perfekt zu den alten Hits, sind aber im Aufbau und  der Textschärfe allesamt besser als das Frühwerk. 

Band, Publikum und Songwriting sind erwachsen geworden. Die Art von Wiebusch, persönliche Texte (mit der Gefahr von Floskeln und Parolen) zu verfassen, ist mutig und hier fast gänzlich gelungen. 

Nach vier alten Gassenhauern (darunter ein tolles, halb-akustisches "48 Stunden") beginnt der Full-Album teil chronologisch mit "Abflughalle", dem vielleicht schönsten Song des Albums.

"Sommer 89" strahlt weiterhin, bedarf in der Live-Version allerdings höchster Konzentration und wirkt daher etwas steif. Ansonsten aber ist es ein großartiger Abend in Kölns vielleicht schönster Location (das Gloria ist ein altes, renoviertes Kino). 

Die Band glüht vor Spielfreude und am Ende werden dann doch noch fast alle älteren Hits aus der Schublade gekramt. War gar nicht nötig, aber toll. 


Abgerundet wird der Abend  von der besten deutschen Support-Band in 2017: Fortuna Ehrenfeld. Bandleader Martin Bechler schlurft im Bademantel und Bärenpantoffeln incl. Rotweinflasche auf die Bühne und wird von zwei blutjungen Musikern an Schlagzeug und Keyboard begleitet.

Skurrile Song-und Textzeilen, gepaart mit verrückten Anekdoten zwischen den Songs geraten zum Triumph. Kein Gerede, kein Gerenne zur Bar, das muss man als Vorband erstmal schaffen. Klarer Tipp für 2018: Fortuna Ehrenfeld !!. 

Das Konzert im Kölner Palladium am 03.02.2018 ist bereits ausverkauft. Fortuna Ehrenfeld werden die auch diese Tour eröffnen.

Kettcar sind auch bereits für das Haldern Pop Festival im August bestätigt.

Fotos: Michael Graef 


Montag, 29. August 2016

Blood Red Shoes, Köln, 27.08.16

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Konzert: Blood Red Shoes
Ort: Gloria, Köln (c/o pop)
Datum: 27.08.2016
Dauer: gut 80 min
Zuschauer: vielleicht 500 (nicht ausverkauft)



Einer der heißesten Tage des Sommers, eine Band, die ich tausendmal gesehen habe und an der ich in den letzten Jahren unbewußt das Interesse verloren habe, so richtig verlockend war die Idee nicht, zu den Blood Red Shoes ins Gloria zu gehen. 

Warum ich die einstige Lieblingsband aus den Augen verloren habe (und wann), weiß ich nicht mehr. Zuletzt hatte ich das Duo aus Brighton 2012 beim Maifeld Derby gesehen. Mich hatte das Konzert da ein wenig kalt gelassen (musste ich nachlesen). Kaltlassen wäre an diesem Tag gar nicht so verkehrt gewesen, viel riskieren konnte ich also nicht.

Der Einlaß war mit 19 Uhr erstaunlich früh angesetzt. Und um Punkt acht begann wie angekündigt der Support. Woher Bombay kommen, hatte ich gelesen, in der tropischen Hitze oder dem Hagelschauer aber wieder vergessen. Das Trio (Bassist, Gitarrist, Schlagzeugerin) hätte aus Nordengland stammen können - und von 2006. Die Stücke klangen gut, manchmal wie verschollene B-Seiten von Bloc Party, der Funke sprang bei mir aber nicht über. Irgendwann klärten Bombay auf, daß sie aus Amsterdam stammten. Ganz interessant war, daß Bombay die zigste Band mit einer singenden Schlagzeugerin sind, die ich dieses Jahr sehe. Ich glaube fast, in den letzten Monaten mehr Drummerinnen als Drummer gesehen zu haben.

Um neun war alles für Laura-Mary Carter und Steven Ansell fertig. Naja, fast alles. Irgendwann ging der Roadie an Stevens Schlagzeug und nahm die beiden Bierflaschen weg. Nur Cocos- und Wasserwasser blieben stehen. Man ist als regelmäßiger Konzertgänger ja einiges gewoht. Wenn kurz nach dem geplanten Beginn Alkohol weggenommen wird, ist das eher kein gutes Zeichen. Der Roadie ging aber in sein kleines Kämmerchen links neben der Bühne und kam mit einem großen Glas Jägermeister (oder Spezi - wir standen zu weit weg, um es zu erriechen). Puh!

Kurz danach kamen die beiden auf die Bühne und begannen mit den schönen Instrumentalstück Welcome home. Und das passte, willkommen zurück in meiner kleinen Konzertwelt, Blood Red Shoes, schön, daß ihr noch da seid!

Meine Geschichte mit den Blood Red Shoes ist bald zehn Jahre alt. Im März 2007 hatte ich auf Tipp aus Paris ein Ticket für das Konzert im Gebäude 9 gekauft. Wir waren damals 24 (incl. Band). Im Gloria war es auch nicht komplett ausverkauft, der Laden sah aber recht voll aus. 

Eigentlich wollte ich jetzt viel darüber schreiben, daß ich die meisten Lieder gar nicht kannte, da ich nur die ersten drei oder vier Platten der Band besitze. Allerdings erschien seit 2014 auch nichts Neues mehr, theoretisch hätte ich also alles kennen können. Das Album Blood Red Shoes (von 2014) habe ich zwar auch, ich habe es aber wohl (noch) nie gehört, kannte also einige der Stücke nicht. Normalerweise ist das dann ja so, daß man die bei Konzerten auch zwangsläufig doofer findet als die alten, vertrauten Lieblinge. Das ging mir hier ganz anders. Eines der stärksten Stücke war eines, das ich nicht kannte (also viertes Album). Leider war Mitschreiben im pogenden Mob nicht ganz einfach, ich bin nicht mehr sicher, welches es war.

Geändert hat sich an den Shows der Band nichts. Warum auch? Laura-Mary steht links, wandert ab und zu nach rechts zu Steven, der seitlich zum Publikum sitzt und seine Kollegin ansingt. Die Lieder beginnt er meist mit nach oben gestrecktem und um den Drumstick verlängerten Arm. Überraschend war deshalb nicht unbedingt etwas am Auftritt selbst sondern an der Wirkung: ich fand das Konzert richtig gut, ganz erstaunlich, wenn man eine Band vorher schon 12 oder 13 mal gesehen hat und irgendwann das Interesse verloren hat.

Auch wenn die neuen Stücke sehr gut waren (neu, haha!), war es schön, so alte Knüller wie Light it up oder It is happening again oder I wish I was someone better wieder einmal zu hören. Oder Colours fade, die zweite Zugabe, die das Konzert beendete, nachdem Speech coma davor von Laura ordentlich versaut worden war.

Neulich habe ich eine Diskussion bei Facebook verfolgt, in der es um die Relevanz nach längerer Pause zurückkehrende Bands ging. Nicht daß mir (der vor allem Sachen wie Lush, die Pale Saints aber auch die Darling Buds hört) Relevanz irgendwie wichtig wäre. Aber wenn ich es definieren müsste, wäre ein ältere Band relevant, wenn sie noch Spaß macht. Und nach der sehr cleveren Definition sind die Blood Red Shoes relevant wie 2007.


Eins hat sich seit meinem ersten BRS-Konzert verändert: es gibt mittlerweile klimatisierte Clubs, im Gloria war es angenehm kühl.

Setlist Blood Red Shoes, c/o pop, Gloria, Köln:

01: Welcome home
02: Light it up
03: The perfect mess
04: Don't ask
05: Everything all at once
06: This is not for you
07: Lost kids
08: It is happening again
09: Red River
10: Cigarettes in the dark
11: When we wake
12: Black distractions
13: An animal
14: Je me perds
15: Cold
16: I wish I was someone better

17: Speech coma
18: Colours fade

Links:

- aus unserem Archiv:
- Blood Red Shoes, Paris, 24.08.14
- Blood Red Shoes, Mannheim, 19.05.12
- Blood Red Shoes, Haldern, 14.08.10
- Blood Red Shoes, Köln, 23.03.10
- Blood Red Shoes, Paris, 09.12.09
- Blood Red Shoes, Frankfurt, 28.10.09
- Blood Red Shoes, Düsseldorf, 22.10.09
- Blood Red Shoes, Nijmegen, 19.07.09
- Blood Red Shoes, Köln, 04.11.08
- Blood Red Shoes, Highfield, 17.08.08
- Blood Red Shoes, Melt!, 18.07.08
- Blood Red Shoes, Montreux, 15.07.08
- Blood Red Shoes, Evreux, 28.06.08
- Blood Red Shoes, Berlin, 06.05.08
- Blood Red Shoes, Köln, 28.04.08
- Blood Red Shoes, Paris, 09.11.07
- Blood Red Shoes, Köln, 16.10.07
- Blood Red Shoes, Paris, 08.06.07
- Blood Red Shoes, Paris, 08. und 09.06.07
- Blood Red Shoes, Paris, 06.03.07
- Blood Red Shoes, Köln, 11.03.07

Foto: Michael Graef
 


Donnerstag, 5. November 2015

Beach House, Köln, 04.11.15

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Konzert: Beach House
Ort: Gloria Theater, Köln
Datum: 04.11.2015
Dauer: Beach House knapp 90 min, Dustin Wong gut 30 min
Zuschauer: 400 - 500 (nicht ausverkauft)



Wie sage ich es am besten?
Beach House, das franko-amerikanische Duo aus Baltimore, hat sich in den letzten Jahren immer mehr in mein Herz gespielt. Wundervolle Platten, vor allem aber atemberaubend schöne Konzerte hatten da keine große Mühe. Als für 2015 ein neues Album angekündigt wurde, nahm ich also sehr vorfreudig auf. Bei den meisten Neuveröffentlichungen bin ich lahm. Ich höre keine Streams vorab, lasse mich nicht "bemustern" (schreibe ja auch nicht über Platten - das kann ich nämlich noch weniger) und brauche auch, wenn ich die Platte schließlich in der Hand halte, oft noch ewig bevor ich sie höre. Neue Musik auf Konzerten kennenzulernen, ist ja eh viel spannender (und spart Zeit), da sind wir Konzertjunkies uns wohl einig. Das Ende August erschienene Album Depression cherry habe ich daher zunächst einmal über viele Kritiken kennengelernt. Die meisten dieser Urteile waren wenig euphorisch, was meine Motivation hemmte, die Platte endlich zu hören. Bei Herzensangelegenheiten, bei denen man ahnt, daß es nicht mehr so passt, verdrängt man ja gerne mal alles weg. Bevor ich mich dann wirklich mit dem Album mit dem Samt-Cover beschäftigen konnte, erschien plötzlich im Oktober schon wieder eines (mit schönerem Cover und dem Titel Thank your lucky stars). 


Thank your lucky stars erhielt in meinem Umfeld bessere Noten, selbst habe ich die Platte bisher nur ins Regal geräumt. Ich muß auch beim Hören die Reihenfolge beachten.

Mein Konzertabend war also weniger von beachhousetypischer Vorfreude als von Skepsis geprägt. Daß noch dazu meine Konzertverabredungen nach und nach absagten ("wissen die mehr als ich?"), verkleinerte meine Unsicherheit nicht. 

Als ich um kurz vor acht im Gloria ankam, war der Saal noch sehr leer. Auf der Bühne stand ein Stuhl, auf dem ein einzelner Musiker mit Gitarre Platz nahm und etwas später anfing, ein Lied mit immer wieder aufgenommenen Gitarrenloops aufzubauen. Ich mochte das am Anfang (R.E.M.-Phase des Auftritts), irgendwann glitt der eine Song, den Dustin Wong spielte, aber immer mehr in die Gitarrenversion eines Mike Oldfield Megamixes ab. Ich war mit 13 (oder so) riesiger Mike Oldfield Fan, bin es aber nicht mehr, wie ich beim Vorprogramm feststellen musste. Gegen Ende des halbstündigen Sets sang Dustin noch (wortlos und sehr laut).

Der Umbau zu Beach House bestand vor allem darin, Beamer auf der Bühne aufzubauen bzw. auf den Hintergrund auszurichten. Als die Band um neun auftrat, bleib es auf der Bühne aber zunächst stockdunkel. Victoria Legrand und Alex Scally wurden von zwei weiteren Musikern begleitet, einem Keyboarder und Bassisten und einem Schlagzeuger (Skyler Skjelset und Graham Hill?).

Viele der ersten Lieder stammten von den beiden neuen Alben. Am Anfang war mit Walk in the park nur ein alter Liebling dabei. Es klang an diesem Abend alles restlos großartig, der Sound im Gloria war brillant. Und die (mir) neuen Stücke hatten sehr viel Beach House in sich, es war ein harmonisch-schönes Konzert, das ich sehr geliebt hätte, hätte ich die Band nicht vorher schon gesehen. Der Fluch der frühen Platten ist nämlich, daß Beach House Konzerte bisher eine Aneinanderreihung von Riesenhits war. Natürlich ist es unfair und vermutlich auch unseriös, wenn ich über Lieder urteile, die ich vorher noch nie gehört hatte. Aber von den vielen mir unbekannten Stücken bleib keines hängen, wie das Myth, Lazuli, Norway, Zebra, New year, Irene, Wishes, 10 mile stereo und die vielen anderen taten. Es war nicht etwa so, daß die Beach House Ästhetik  bei den Stücken der beiden 15er Platten fehlte, sie klangen alle sehr schön, keines hatte aber den besonderen Pfiff, um es irgendwann in die Reihe oben einzuordnen.

Victoria und Alex verzichteten offenbar ganz bewußt auf viele ihrer Standards. Ein Beach House Konzert ohne Zebra oder Lazuli erschien mir bisher unmöglich zu sein.  Ob es daran lag, daß die Tour keine bloß zu einem Album ist oder an bewußtem Verzicht auf die immer gleichen ollen Kamellen, kann ich natürlich nicht beurteilen. Daß aber gerade die in meiner Wahrnehmung größten Hits fehlten, fand ich komisch.

Den jüngeren Lieder gegenüber war es ungerecht, ans Ende des Abends - als zweite Zugabe - Irene zu setzen. Der Song von Bloom (2012) war herrlich lang, wurde immer lauter und machte deutlich, was für große Songschreiber Victoria und Alex sind. 

Noch etwas war komplett anders als bei meinen ersten Beach House Konzerten... Sängerin Victoria sprach. Bisher hatte ich die lockige Frau wortkarg in Erinnerung, in Köln sprach die Frau dauernd. Sie war blendend gelaunt, antwortete auf Zurufe, fragte, ob das Gloria wirklich früher ein Pornokino gewesen sei und welche Filme da gelaufen seien (auf die Antwort eines Zuschauers reagierte sie mit "you teach me dirty stuff") und überbrückte technische Probleme mit Geplauder über Sprachen in anderen Ländern.

Nein, das war nicht mein bestes Beach House Konzert. Objektiv (bin ich nicht) war es sicher ein gutes, mir fehlte all der verhutschelte Zauber (puh...) früherer Auftritte.

Setlist Beach House, Gloria, Köln:

01: Levitation 
02: Beyond love 
03: Walk in the park 
04: PPP 
05: All your yeahs 
06: Silver soul 
07: Space song 
08: Gila 
09: 10 mile stereo 
10: The traveller 
11: Master of none 
12: Sparks 
13: One thing 
14: Myth 

15: 10:37 (Z) 
16: Irene (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Beach House, Esch-sur-Alzette, 21.03.13
- Beach House, Köln, 16.11.12
- Beach House, Frankfurt, 29.08.12
- Beach House, Duisburg, 28.08.12
- Beach House, Paris, 26.08.12
- Beach House, Barcelona, 03.06.12
- Beach House, Paris, 29.05.12
- Beach House, Köln, 14.11.10
- Beach House, Paris, 04.11.10
- Beach House, Frankfurt, 16.08.10
- Beach House, Paris, 03.06.10
- Beach House, Paris, 20.02.10
- Beach House, Paris, 24.05.08



Sonntag, 3. August 2014

Konzertankündigung Neutral Milk Hotel in Berlin und Köln

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Während das Berliner Konzert von Neutral Milk Hotel hoffnungslos ausverkauft ist, sollten sich alle unentschlossenen Kölner unbedingt am Montag, dem 4.8. ins Gloria Theater begeben.
Keine Geringeren als die Originalbesetzung ist nach 15 Jahren endlich wieder zusammen.
Gerade mal zwei Alben reichten aus, um zu Legenden zu werden. Dabei beeinflussten Neutral Milk Hotel keine geringeren Bands als Arcade Fire und The Decembrists. 
Also - alle Berliner die noch ohne Ticket sind müssen darauf hoffen noch eins irgendwo zu ergattern - und alle Kölner sollten sich unbedingt am Montag ins Gloria begeben. Wer weiß wann wieder Gelegenheit dazu besteht diese Band live zu erleben.

Daten:
Köln: 4.8.2014 im Gloria
Berlin: 5.8.2014 im Postbahnhof



Samstag, 1. März 2014

Nina Persson, Köln, 25.02.14

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Konzert: Nina Persson
Ort: Gloria Köln
Datum: 25.02.2014
Dauer: Worry Doll ca. 25 Minuten, Nina Persson ca. 90 Minuten
Zuschauer: ca. 500


Nina, Mond und Sterne: Nina Persson im Kölner Gloria


Der Name Nina Persson sagt mäßig musikinteressierten Menschen bestimmt eher wenig. An The Cardigans können sich die meisten aber sicherlich erinnern, diese Band hatte ja einige internationale Hits. Seit neun Jahren hat sie allerdings nichts mehr von sich hören lassen. Perssons Nachfolgeprojekt A Camp war schon deutlich weniger bekannt und hat seit 2009 auch nichts mehr veröffentlicht. Dafür hat Nina nach längerer Pause vor Kurzem ein Album unter ihrem eigenen Namen aufgenommen und ist nun auf Tournee. So richtig herumgesprochen hat sich die neue Karriere aber wohl noch nicht, denn die Zuschauerzahl im Kölner Gloria war bei unserem Eintreffen durchaus überschaubar.




Die etwas seltsam mit folienbezogenen Stellwänden dekorierte Bühne wurde dann zunächst von Worry Doll, Ninas Ein-Mann-Supportact erklommen. Der junge Mann sang zu Musik vom Macbook, was manchmal ein wenig nach James Blake klingen sollte, aber immer dann, wenn er ins Falsett verfiel, schwer zu ertragen war. Das Publikum konnte er damit nicht so richtig erobern, er erntete höflichen Applaus, alle seine Kommunikationsversuche wurden jedoch mit Schweigen bedacht. Dabei erkundigte sich der Künstler sogar, ob er über Karneval noch in Köln bleiben solle - nicht einmal auf diese Vorlage gingen die doch sonst so missionarischen Kölner ein. Auch die Ankündigung, dass es einen Song als Download gäbe, löste nicht gerade Begeisterungswellen aus.




Seinen Laptoptisch hatte Worry Doll übrigens mit einer seltsamen, sehr folkloristisch wirkenden Tischdecke dekoriert, die uns zunächst darüber spekulieren ließ, ob sich nicht frühere Bandmitglieder aufgrund dieser aus ästhetischen Gründen von Worry Doll verabschiedet hatten. Bei seinem Abgang kam es aber noch schlimmer, denn die vermeintliche Tischdecke warf er sich als Poncho über. Sehr vielseitig einsetzbar, dieses Teil. Aber auch sehr hässlich.





Dann war es auch schon Zeit für den Hauptact, der Saal hatte sich mittlerweile glücklicherweise noch etwas gefüllt. Nina Persson erklomm die Bühne gemeinsam mit ihrer vierköpfigen Band, bestehend aus einer Dame am Keyboard und drei Herren an Gitarre, Schlagzeug und Synthesizer, wobei sie besonderen Wert darauf legte, dass sie die Band Nina Persson seien. Nina trug ein recht seltsames Outfit: Neben einem schwarzen "Fascinator" im Haar fiel insbesondere ihr schwarzer Seidenkimono ins Auge. Dieser hatte auf dem Rücken Mond und mit Glitzersteinchen besetzte Sterne, den unteren Saum zierten nach oben reichende Hände. Der Mondanhänger an ihrer Kette harmonierte thematisch mit dem Mantel. Am Merchandisestand hätten wir übrigens neben den üblichen Waren wie Platten und T-Shirts auch eine Halskette zum Preis von 40 Euro kaufen können.




Die Sängerin selbst wirkte ein wenig verhärmt. Gut, wir werden alle älter, und die Cardigans-Tage liegen nun schon länger zurück, aber ich las auch in einem Interview, dass Nina Persson vor Kurzem unter Krebs litt, der sich glücklicherweise operativ entfernen ließ. So war es wohl eher die noch nicht lang zurück liegende Krankheit als das Alter, das der (zweifellos immer noch sehr hübschen) Künstlerin ins Gesicht geschrieben zu sein schien.


Kommen wir endlich zur Musik: Ich mag Ninas Stimme und finde sie auch sympathisch, aber ich hatte ihr Soloalbum bereits vorab gehört und war nicht sonderlich beeindruckt gewesen. Die Single "Animal Heart" stellt im Vergleich den stärksten Song dar und kam beim Publikum auch mit am besten an, aber insgesamt muss man bei Nina Persson, wie schon vor einigen Tagen zu Beady Eye, sagen: Es fehlt halt einfach an gutem Songmaterial. Frau Persson, die ihr Album komplett spielte, versuchte diesen Missstand zu beheben, indem sie insgesamt 6 Songs von A Camp und eine Coverversion in die Setliste einbaute.




An Charme mangelte es der Sängerin dagegen nicht, so bat sie um weniger helles Licht, weil sie der Meinung war, es könne die Zuschauer in den vorderen Reihen zu sehr blenden. Später, vor "Catch Me Cryin'", bat sie um noch weniger Bühnenbeleuchtung mit den Worten "I was hoping for porn light!". Ob ihr der frühere Verwendungszweck des Kölner Glorias bekannt war?

Nina sang auch nicht nur, sondern betätigte sich manchmal (beispielsweise bei "Charlie Charlie") an einem Mini-Keyboard, bei "I can buy you", das besonders gut ankam, spielte sie auch Mundharmonika.




Das Publikum blieb, von zwei auffällig begeistert abrockenden Ausnahmen abgesehen, auch beim Hauptact sehr ruhig, hörte aber aufmerksam und wohlwollend zu. So wurden dann nach dem regulären Set noch zwei Zugaben erklatscht. Die erste enthielt neben zwei eigenen Songs auch eine mir unbekannte Coverversion von David Bowie ("Boys Keep Swinging"). Für die zweite Zugabe kehrte Nina allein mit der Keyboarderin und den Worten "We're back and it's just me and Johanna, fuck boys!" zurück, die beiden spielten dann noch "This is heavy metal".

Wie gesagt, musikalisch beeindruckend war das alles nicht, obwohl ich Ninas Stimme mag und fand, dass sie gut sang. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann eine Cardigans-Reunion gibt und man dann auch Knaller wie "My Favourite Game" oder "For What It's Worth" wieder live hören kann.


01: Clip Your Wings
02: Burning Bridges For Fuel
03: Animal Heart
04: Frequent Flyer (A Camp)
05: Forget To Tell You
06: Love Has Left The Room (A Camp)
07: Catch Me Cryin'
08: Bear On The Beach (A Camp)
09: Charlie Charlie (A Camp)
10: Jungle
11: Dreaming Of Houses
12: Silver Like The Moon
13: I Can Buy You (A Camp)
14: Food For The Beast

15: Walking The Cow (A Camp) (Z)
16: The Grand Destruction Game (Z)
17: Boys Keep Swinging (David Bowie) (Z)

18: This Is Heavy Metal (Z)


Fotos: Dirk von Platten vor Gericht


Links:

- Aus unserem Archiv:
- A Camp, 13.04.09, Köln
- A Camp, 26.04.09, Paris

Bilder: Dirk von Platten vor Gericht

Dienstag, 24. September 2013

CocoRosie, Köln, 21.09.13

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Konzert: CocoRosie
Ort: Gloria, Köln
Datum: 21.09.2013
Dauer: ca. 100 min
Zuschauer: ca. 600 



von Ursula von neulich als ich dachte

Letzte Woche hatten Menschen im Raum Hessen/NRW die möglicherweise einmalige Chance auf einen CocoRosie-Hattrick: Nachdem die Schwestern Bianca und Sierra Casady zunächst an zwei Abenden im Frankfurter Mousonturm aufgespielt hatten, gastierten sie Tags drauf im Kölner Gloria. Ich allerdings bin mit einem einzigen CocoRosie-Konzert skurrilitätsmäßig bereits völlig ausgelastet und hatte das Duo auch erst im Mai auf der Bühne erlebt, und so begab ich mich nur auf Konzert Nummer 3 - in Köln hatte ich die beiden (nach Frankfurt, Wien und Mannheim) immerhin noch nicht gesehen. 

Im Gloria war bei unsere Ankunft die Bühne bereits sichtbar auf CocoRosie vorbereitet: Neben Harfe, Keyboards und Flügel hatte man mitten auf der Bühne auch eine Schminkkommode mit Spiegel platziert, auf der einige seltsame Utensilien und ausgestopfte Vögel zu sehen waren. Außerdem lief quer durch den Bühnenraum eine Wäscheleine, an der einige Kleidungsstücke hingen. Keine Frage, wir waren beim richtigen Konzert. 

Für die Betrachtung der Bühnendekoration blieb uns auch noch einiges an Zeit, denn CocoRosie ließen auf sich warten. Erst gegen viertel vor 9 (statt des auf den Tickets angegebenen Beginns um 20 Uhr) erklommen zunächst der asiatische Pianist/Keyboarder/Posaunist Tak(uya Nakamura) und der stets im Liveprogramm vorhandene Beatboxer Tez die Bühne. Es folgte zunächst nur Sierra, die wie gewohnt überschwänglich über die Bühne hopste und dann sogleich ihren Gesangspart zu Child Bride aufnahm. Erst als sie bereits sang, kam auch Bianca auf die Bühne, nahm traditionsgemäß keine Notiz vom Publikum und hing noch etwas mitgebrachte Wäsche auf. Dann begab auch sie sich ans Mikrophon. 

Alle vier Musiker trugen zu diesem Zeitpunkt identische schwarzweiß gestreifte Kittel im Sträflingsstil und dazu irgendeine Form von Leucht-Makeup. Die Kittel fielen jedoch schon bald, und während uns Bianca im Laufe des Abends so gut wie jedes Kleidungsstück von der Wäscheleine vorführte (Korsage mit Rock und Zylinder, lange Männerunterhose mit Hosenträgern, Latzhose, Slogan-T-Shirts, Burka, Nachthemd), durchlief auch Sierra etliche Kostümwechsel (unter anderem sah man sie im Hochzeitskleid und Bauchfrei mit bunten Leggings und einem Unterrock, am beeindruckendsten war eine Art Gesichtsdiadem), aber das kennt man von den beiden ja bereits. 

Neu war für uns dagegen, dass sich die Casady-Schwestern zwischendurch auch immer wieder an die Schminkkommode begaben, die also keine reine Bühnendekoration darstellte. Zuerst malten sie einander übertrieben große Lippen, dann wurden mit Zahnlack Gebisslücken kreiert und schließlich die Leuchtschminke immer großflächiger aufgetragen. 


Nach sechs Songs vom aktuellen Album Tales of a Grass Widow folgte mit Ana Lama ein neues Lied, für dessen Vortrag Bianca zur Burka griff. Danach folgte der traditionelle Soloauftritt von Tez, dessen Leucht-Makeup in einem grünen Wimpernkranz bestand. Dass er um den Hals einen riesigen goldenen Zahn trug, wäre in einem anderen Kontext sicher ungewöhnlich, im Rahmen eines CocoRosie-Konzertes scheint es aber kaum erwähnenswert. 

Nach diesem Intermezzo bauten CocoRosie auch ältere Songs ins Set ein (Undertaker, Grey Oceans, K-Hole), griff Bianca zur Pungi (bei God has a Voice, She speaks to me), trug Sierra einen Titel (R.I.P. Burn Face) mit dem Rücken zum Publikum an der Schminkkommode vor und legten beide beim letzten Lied des Hauptteils seltsame, furchterregende Federmasken an (We are on Fire). 

Sierra wirkte wie immer fröhlich und aufgedreht und sparte nicht an theatralischen Gesten, sie sprach auch immerhin zweimal zum Publikum ("Dankeschön" und "Auf Wiedersehen"). Bianca vermittelte durch ihre Teilnahmslosigkeit ebenfalls wie immer den Eindruck, als gebe es für sie Schöneres als Liveauftritte, sie stellte aber mehrmals die Mitmusiker vor. 

Um eine Zugabe musste das Publikum recht lange bitten, die beiden kehrten aber für Werewolf schließlich nochmals auf die Bühne zurück. Anschließend wurde wieder lange geklatscht und gejubelt, aber schließlich ging dann doch das Licht an, ohne dass man die Band noch einmal zu sehen bekommen hätte. Vielleicht war ja wegen des sehr späten Konzertbeginns eine weitere Zugabe nicht möglich. Auf der Setliste wäre mit Turn Me On noch eine weitere Zugabe vorgesehen gewesen, was möglicherweise dazu führte, dass man uns so lange klatschen ließ, ohne das internationale Signal für "Da kommt nichts mehr" (Licht und Konservenmusik an) einzusetzen. 

Nach diesem etwas unbefriedigenden Ende erwähnte mein Freund auch noch, dass seine beiden Wünsche an den Abend - eine Live-Performance von Terrible Angels und eine Kostümvariante mit Geweih - leider nicht erfüllt worden seien. Er wird also wohl in absehbarer Zeit wieder ein CocoRosie-Konzert sehen wollen ... 



Setlist CocoRosie, Gloria, Köln:

01: Child Bride 
02: End Of Time 
03: Harmless Monster 
04: Tears For Animals 
05: After The Afterlife 
06: Gravediggers 
07: Ana Lama 
- TEZ solo - 
08: Villain 
09: Far Away 
10: Undertaker 
11: Grey Oceans 
12: God Has A Voice, She Speaks Through Me 
13: Poison 
14: R.I.P. Burn Face 
15: Smokey Taboo 
16: K-Hole 
17: We Are On Fire 

18: Werewolf (Z) 

Links:

- aus unserem Archiv:
- CocoRosie, Stuttgart, 13.09.13
- CocoRosie, Berlin, 24.05.13
- CocoRosie, Paris, 12.07.12
- CocoRosie, Wien, 27.07.10
- CocoRosie, Paris, 27.09.07
- CocoRosie, Paris, 10.04.07

- Fotos: Dirk von Platten vor Gericht




Mittwoch, 24. April 2013

Coeur de Pirate, Köln, 23.04.13

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Konzert: Coeur de Pirate (Solo Piano Show)
Ort: Gloria-Theater, Köln
Datum: 23.04.2013
Zuschauer: vielleicht 600 (teilbestuhlt und ausverkauft)
Dauer: 65 min



Wenn man viele gute Konzerte sieht, und das tue ich, wenn ich mir mein Programm der vergangenen und kommenden Monate betrachte, kommt irgendwann der Appetit auf Abwechslung, nett formuliert auf ein Quatschkonzert. Seit Jahren nehme ich mir vor, mal Scooter, La Fee oder Sido zu sehen. Musikalisch wären das hochanstrengende Abende (bis auf Scooter), wahrscheinlich wären sie aber irre unterhaltsam. So wie Gourmets manchmal nach einem Burger ist oder Bastian Schweinsteiger mit Kumpels im Englischen Garten kickt. Dummerweise kosten die Späße in meinem Fall mehr als der Standard. La Fee wird sicher teuer sein, und so weit geht die Lust dann doch nicht.



Bei Coeur de Pirate liegt der Fall anders. Das hatte ich zumindest gehofft, ganz sicher war ich aber nicht. Ob die Musik der kanadischen Sängerin Béatrice Martin nicht doch viel mehr Schlager als Indiepop ist, frage ich mich immer, wenn ich eine ihrer Platten höre. Denn auch die bunt tätowierten Arme, die, wenn man Béatrice nicht kennte, nahelegen könnten, die junge Frau spiele zum Beispiel bei Fucked Up, können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Musik der Frau aus Montréal nichts anderes als Chanson ist. Chanson hört sich natürlich eine Ecke angenehmer als Schlager an, der Unterschied ist in der Regel aber nur die gesungene Sprache. Ich höre die beiden Coeur de Pirate Platten selten - vermutlich, weil sie mir zu chansonesque sind, möchte die Künsterin aber seit Jahren live sehen! 

Müsste ich mein Verhältnis zu Béatrice bei Facebook beschreiben, wäre das wohl ein Fall für den "es ist kompliziert" Knopf.

Letztes Jahr hätte es endlich die Chance gegeben, ein Coeur de Pirate Konzert zu sehen. Beátrice war da aber schon "zu schwanger", wie sie heute erklärte, daß ein Konzert nicht mehr möglich war. Der heutige Nachholtermin war lange schon ausverkauft. Der Veranstalter hatte offenbar ein gesetzteres Publikum erwartet, und das erfordert (tata!) einen teilbestuhlten Saal. Ich stehe gerne bei Konzerten, auch wenn ich das schon oft verflucht habe. Komplett bestuhlte Shows sind mir auch recht, das Zwischending, eine Art Reise nach Jerusalem im großen Stil ist dagegen großer Mist. Kann man sich - wie wir - nicht schon anderthalb Stunden vorher anstellen, bekommt man keinen Stuhl mehr und muß in einen der wenigen Zwischenräume, den dann grundsätzlich nach Konzertbeginn jeder nutzt, um Getränke zu holen oder zu entsorgen. In Läden mit einer Bar im Konzertsaal scheint mir außerdem bei teilbestuhlten Konzerten der Hang zu Thekengesprächen noch eine Ecke größer zu sein als sonst. Und als wäre das nicht nervig genug, aß die Frauengruppe hinter uns am Rand Chips während der ruhigen Momente und knippste irgendwer hinter uns im Dauerfeuer mit einer Handykamera mit diesem grausamen nachgemachten Polaroid-Geräusch (man kann das ausschalten, habe ich mir sagen lassen - dann merkt aber niemand, daß man ein Smartphone verwendet - auch wenn dies vermutlich nur bis vor zehn Jahren ein Grund zum Angeben war).

Aber der Abend war trotzdem gut! 

Auf der Bühne war ein Flügel aufgebaut, mehr nicht. Es war schließlich eine "Solo Piano Show" angekündigt worden. Nach einem angenehm dezenten DJ-Vorprogramm (sehr oft sind DJs vor Konzerten grausam-überflüssig) kam die zierliche Franko-Kanadierin um halb neun auf die Bühne.

Béatrice nahm Platz und spielte ein kurzes Instrumental-Stück, das in Cap Diamant überging. Sängerinnen mit Chansons und Klavier sind nicht neu und auch nicht furchtbar spannend, wenn es nicht ein besonderes Element gibt. Bei Coeur de Pirate ist dies zweifelsfrei Béatrices Stimme, die durch die Kombination kanadischer Akzent und Piepsigkeit enorm charmant ist. Mir ging es beim ersten Song eigentlich wie bei fast allen folgenden. Eigentlich - Fans bitte weghören - war es mir egal, was sie singt. Mir gefiel das Wie ganz ausgezeichnet. Auf Platte halte ich nie lange durch. Als die Musikerin ihr letztes Lied nach knapp 50 Minuten ankündigte, war ich überrascht, umso mehr, als ich dann sah, daß nicht erst eine halbe Stunde vorbei war. Wer es schafft, so kurzweilig aufzuspielen, macht eine ganze Menge richtig! 

Noch besser wurde es, als Béatrice anfing, mit dem Publikum zu sprechen. Sie entschuldigte sich für ihre fehlenden Deutschkenntnisse und wechselte dann fließend zwischen kanadischem Französisch und kanadischem Englisch. Ich hatte oft den Eindruck, dieses Hin- und Herwechseln sei ihr gar nicht mehr richtig bewußt.

Am besten gefiel mir C'était salement romantique gegen Ende des Hauptteils. Das vom Saal besonders gefeierte Golden baby dagegen empfanden wir als größten Langweiler. Als einzigen übrigens.

Die Grenzen einer Piano Show wurden nur einmal erkennbar. Béatrice kündigte ein Gitarrenstück an, ich weiß nicht genau, was es sein sollte. "Ich spiele nicht gut Gitarre, habe auch keine dabei." Sie wollte es am Klavier versuchen. Nach ein paar Takten änderte sie ihre Meinung. "Ich spiele ein anderes Lied" (Hôtel l'amour).

Nein, der Abend machte Spaß. Der französische bzw. französischsprachige Chanson wird mich zwar nie begeistern, Béatrice hätte ich trotzdem nicht verpassen wollen. Und nicht nur, weil sie schon einen hinreißenden Gastauftritt bei einem Konzert meiner alten Helden Indochine hatte.



Setlist Coeur de Pirate, Gloria, Köln:

01: Intro
02: Cap Diamant
03: Adieu
04: Fondu au noir
05: Ensemble
06: Pour un infidèle
07: Le long du large
08: St. Laurent
09: Your belong to me (Carly Simon Cover)
10: Hôtel amour
11: La petite mort
12: C'était salement romantique
13: Ava
14: Golden baby
15: Francis

16: Le vent et la riviere (Z)
17: Place de la République (Z)
18: Comme des enfants (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Coeur de Pirate, Paris, 14.05.09



Samstag, 17. November 2012

Beach House, Köln, 16.11.12

2 Kommentare

Konzert: Beach House
Ort: Gloria, Köln
Datum: 16.11.2012
Zuschauer: 700 (wild geraten - nicht ausverkauft, eher angenehm voll)
Dauer: 80 min 



Als ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren von Beach House gehört habe und über ein paar ihrer geleierten Lieder gestolpert bin, hätte ich nie vermutet, mir die Band irgendwann ganz regelmäßig freiwillig anzusehen, ich fremdelte extrem. Heute habe ich mein viertes Beach House Konzert in knapp sechs Monaten gesehen und würde vermutlich nächste Woche auch wieder hingehen, wenn sich die Gelegenheit böte! Keine Liebe auf den ersten Blick (wie so oft), aber dafür mitterweile eine sehr intensive.


Das heutige Konzert gehört noch zur Bloom-Tour, also zum im Mai erschienenen vierten Beach House Album. Darin steckte auch mein Risiko, schließlich hatte ich das bereits dreimal gesehen, der Start mit Crockett's Theme von Miami Vice, die Setlisten mit den immer gleichen (und bei aller berechtigter Euphorie ja nicht wahnsinng unterschiedlichen) Liedern; das hätte sehr langweilig werden können, weil ja auch nicht schrecklich viel auf der Bühne passiert. War es aber nicht, auch wenn nicht so viel anders als im August war.


Langweilig war nur die Wartezeit vorher. Ich hatte mir nicht die Zeit genommen, in Holy Other (Manchester) reinzuhören, wusste also nicht, was mich erwartete. Als ich im Gloria ankam, spielte der Musiker schon. Spielte trifft es aber nicht richtig, er drückte Knöpfchen an seinem Synthie und erzeugte wenig aufregende elektronische Instrumental-Musik. Ich hatte den Fehler gemacht, auf der Hinfahrt Kraftwerk zu hören, aber auch ohne diesen gemeinen Vergleich wäre Holy Other nichts gewesen. Öde und unpassend.

Und dann Beach House...


Beim zweiten Stück Walk in the park wurde des Trio in ein grün-gelbes Licht getaucht. Durch die aufrecht aufgestellten Lattenroste im Hintergrund der Bühne, die von hinten beleuchtet wurden, und hinter denen Ventilatoren stehen, enstand die Original-Optik von 80er Jahre Hitparade-Auftritten! Denen ist Sängerin Victoria Legrand ja auch entsprungen, die Bühne war also passend zum Outfit der Frontfrau dekoriert. Das machte schon ohne die Musik Sinn, zu den Liedern, die so viel Anregungen in der Musik der 80er gefunden hat, umso mehr! Sehr toll dabei war diesmal das Licht und der vollkommene Verzicht auf doofen Bühnennebel. Soviel wie heute habe ich bei keinem meiner bisherigen Beach House Konzerte gesehen.

Das Programm bestand zu etwa gleichen Teilen aus Songs der beiden letzten Alben (Bloom, Teen Dream) und Heart of chambers von Devotion (2008). Weil sich viele der Lieder sehr ähneln, und es selten Pausen zwischen ihnen gab, hatte das Konzert einen herrlichen Fluß. Nur die Phase in der Mitte mit Heart of chambers und Silver soul war etwas lahmer, der Rest des Konzerts bestand ausschließlich aus großen Hits!


Natürlich ist Victorias tiefe, leicht gelangweilte Stimme das prägende Stilelement der Amerikaner. Mir fiel aber heute besonders auf, wie grandios die Gitarre ihres Partners Alex Scally ist; eigentlich ist das das mit Abstand beste an Beach House! Wenn die Instrumente der drei Musiker dann noch so exzellent abgemischt sind, ist ein Konzert zwangsläufig hervorragend! Der Schlagzeuger der Band (Daniel Franz?) schüttelte zwar mittendrin einmal energisch den Kopf, mir war aber nichts aufgefallen, was nicht geklappt haben könnte. Lediglich bei zwei Liedern möchte ich nörgeln: Norway (das ich früher gehasst habe, über das ich dann aber auch den Einstieg in meine Liebe zu Beach House gefunden habe), klang schon wieder lustlos. Den Eindruck hatte ich auch in Duisburg. Es wirkte nach einem lästigen Lied, das man halt spielen muß. Norway war immer noch toll, aber mit angezogener Handbremse.

Bei Other people hatte ich das Gefühl, der Gasang werde immer langsamer und würde irgendwann wie ein Auto ausrollen und stehenbleiben. Das war eher komisch als schlecht, aber schon auffällig.


Eigentlich hatte ich das Konzert nicht mehr eingeplant. Den immergleichen Kram anzugucken, ist weder spannend noch gut fürs Hirn. Und gerade im November ist so viel, daß ich mir fest vorgenommen hatte, etwas kreativer bei der Konzertauswahl zu sein. In den letzten Tagen, beschleunigt durch Zebra, das als letztes Lied vor Daughter in Luxemburg lief, hat mich die Beach House Lust aber wieder so richtig gepackt. Vollkommen berechtigt, denn das Konzert war wundervoll!

Setlist Beach House, Gloria, Köln:

01: Wild
02: Walk in the park
03: Other people
04: Lazuli
05: Norway
06: Heart of chambers
07: Silver soul
08: The hours
09: Zebra
10: New year
11: Wishes
12: Take care
13: Myth

14: Real love (Z)
15: 10 mile stereo (Z)
16: Irene (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Beach House, Frankfurt, 29.08.12
- Beach House, Duisburg, 28.08.12
- Beach House, Barcelona, 03.06.12
- Beach House, Paris, 29.05.12
- Beach House, Köln, 14.11.10
- Beach House, Paris, 04.11.10
- Beach House, Frankfurt, 16.08.10
- Beach House, Paris, 03.06.10
- Beach House, Paris, 20.02.10
- Beach House, Paris, 24.05.08


Donnerstag, 10. Februar 2011

Iron & Wine, Köln, 09.02.11

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Konzert: Iron & Wine (Tim Kasher, Mexican Elvis)

Ort: Gloria, Köln
Datum: 09.02.11

Zuschauer: gut beuscht, aber nicht asuverkauft
Konzertdauer: 1 Stunde 40 Minuten


Iron & Wine, der Mann, der mit Kiss Each Other Clean ein absolut sensationelles neues Album vorgelegt hat im Kölner Gloria und unser rasender Reporter Christoph ist leider verhindert! Aber das ist eure Chance. Wolltet ihr nicht schon immer mal einen Konzertbericht verfassen? Wer von unseren Lesern war im Gloria vor Ort? Wer kann uns berichten, wie es war?

Wir vom Konzerttagebuch suchen Verstärkung für unser Team, gerne auch in Hamburg und Berlin. Also seid keine Frösche, sondern seid dabei!

Aber wie war er denn nun der Sam Beam? Sicherlich großartig, oder etwa nicht??

So, Freunde, mein Aufruf hat erfreulicherweise gefruchtet und wir sind froh und dankbar, daß uns der gute Michael aus Düsseldorf seinen schönen Bericht zugesendet hat. Hier ist er:

Ich kann mir vorstellen mit welcher Liebe Sam Beam seine Live Band zusammenstellt, da wird nichts dem Zufall überlassen. Es befinden sich während des Konzerts mitunter 7 Musiker auf der Bühne, alle sind flexibel mit ihren Instrumenten. Das Highlight dabei die wunderbare zweite Stimme der einzigen Frau in der Band, für mich eine perfekte Ergänzung.

Aber fangen wir von vorne an: im letzten Jahr spielte Sam Beam solo ein fulminantes bestuhltes Konzert im Düsseldorfer Zakk. Er war bestens aufgelegt, flirtete viel mit dem Publikum und man merkte ihm an, das er wieder Spaß daran hatte, nach einer kreativen Pause auf der Bühne zu stehen. Konzert des Jahres - ganz klar.

Ein paar Monate später sind die Vorzeichen ein wenig anders, die neue Platte ist erschienen und die Kritiken sind zum Teil durchwachsen, auch mir hat der alte Stil besser gefallen, zu krampfhaft wird hier versucht, etwas Neues entstehen zu lassen. Nein, schlecht ist das neue Album mitunter nicht, nur kann ich nicht nachvollziehen, das die Stimme nicht mehr so prägnant im Vordergrund steht, das hat Iron & Wine doch immer so ausgezeichnet.

Das Gloria in Köln war gut besucht, wenn auch noch nicht lange ausverkauft, man könnte überall schön entspannt und ohne Gedränge stehen. gut so. Die Vorband Tim Kasher mit der Begleitband "The Mexican Elvis" habe ich 1/2 verpasst, das was ich hörte, kam bei mir und beim Publikum aber gut an, es machte Lust auf mehr.

"We play a lot of old songs new songs", so begann der Abend mit Iron & Wine. Oh ja, was freute ich mich auf die Konversationen mit dem Publikum, warum das allerdings nur am Anfang funktionierte, das bleibt mir ein Rätsel. Die Konzertdauer war mit fast einer Stunde und 40 Minuten überdurchschnittlich und kann in zwei Teile unterschieden werden. In der ersten Halbzeit war die Band auf Melodien bedacht, spielte viele fröhliche Songs, kaum einer dauerte länger wie gewohnt. In der zweiten Halbzeit drehte die Gruppe dann mächtig auf, kein Lied wurde mehr heruntergespielt, hier konnte man erkennen, wie gut diese Band funktioniert, mit einem tollen Sam Beam als Leader. Das Publikum war begeistert, aber nicht euphorisch, so lässt sich dieser Abend auch gut zusammenfassen. Was fehlte? Vielleicht ein paar Hits, vielleicht ein euphorisches Publikum, vielleicht ein ausgeschlafener Sam Beam, der irgendwie müde wirkte. Ich hätte mir als Zugabe noch ein paar "solo" Songs ohne Band gewünscht, wie in Düsseldorf, das wurde mir leider verwehrt.

Zum Abschied wurde dann als Zugabe "Boy With A Coin" gespielt, das ließ dann wirklich jeden Besucher zufrieden nach Hause gehen.

Eine 8/10 - ich habe trotzdem mehr erwartet.

Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Archiv.

Iron & Wine, Paris, 31.01.11
Iron & Wine, Haldern, 09.08.08
Iron & Wine, Paris, 19.01.08



 

Konzerttagebuch © 2010

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