Montag, 12. März 2007

Blood Red Shoes, Köln, 11.03.07

Konzert: Blood Red Shoes
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 11.03.2007
Zuschauer: 24

Auf Olivers Tip hin war ich kurz entschlossen auch bei Blood Red Shoes. Die Band aus Brighton war am Ende einer Mini-Tour durch Deutschland im Gebäude 9 in Köln. Das Konzert sollte um 21 Uhr beginnen. Ich war relativ pünktlich um neun da, merkte aber auf dem Parkplatz schon, daß wohl nicht furchtbar viel los sein sollte. In der kleinen Kneipe vor dem Konzertraum saßen dann ein paar Gestalten und warteten darauf, daß der Saal geöffnet würde. Als das um halb zehn noch nicht der Fall war, war klar, daß es wohl keine Vorgruppe geben würde.

Ich war furchtbar schlecht auf das Konzert vorbereitet. Ich hatte zwar die Lieder der Band auf deren myspace-Seite gehört, hatte aber vollkommen falsche Schuhe an. Mindestens zwei Frauen, die mit mir auf das Konzert warteten, trugen nämlich knallrote Schuhe.

Vor der Bühne sammelten sich dann zehn einsame Personen. Ohne sich davon abschrecken zu lassen, traten kurz danach Blood Red Shoes auf. Das Duo - Gitarristin Laura-Mary Carter und Schlagzeuger Steven Ansell - wirkte zwar sehr verwundert, daß kaum Zuschauer da waren, schien aber trotzdem gut gelaunt zu sein. Die beiden legten dann auch ordentlich los und waren sehr laut aber sehr gut. Die Referenzen Subways, Yeah Yeah Yeahs oder Be your own pet treffen den Stil der jungen Engländer sehr gut. Schade war, daß das Mikro der Gitarristin viel zu leise eingestellt war, so daß ihr Gesang kaum zu hören war. Musikalisch wäre das Konzert noch besser gewesen, wäre der Ton besser abgestimmt gewesen. Dabei kamen auf jeden siebten Besucher ein Tontechniker (nämlich drei), da hätte man schon mehr Qualität erwarten können.

Zwischenzeitlich hatten sich dann auch mehr Zuhörer eingefunden. In der Spitze waren 24 Zuschauer da. Eine Schande, denn die Band hätte ein volles Haus verdient gehabt. Das Publikum kam aber schnell in Stimmung und tanzte, was die Band sehr freute.

Nach dem regulären Set kamen die Blood Red Shoes (Laura-Mary trug übrigens
schwarze Schuhe, die offenbar eine Nummer zu groß waren) noch einmal auf die Bühne, um eine Instrumental-Zugabe zu spielen, die an Cecila Ann von den Pixies erinnerte. Dafür hatten Laura-Mary und Steven die Plätze getauscht, er spielte Gitarre, sie saß am Schlagzeug. Das Schlagzeug stand übrigens nicht frontal zum Publikum sondern um 90° gedreht, so daß sich beide ansehen konnten. Das wirkte sehr romantisch.

Ein schönes Konzert, das mich auf Studiomusik der Blood Red Shoes neugierig gemacht hat. Sehr traurig, daß eine solch gute Band nicht mehr Leute angelockt hatte.


5 Kommentare :

oliver r. hat gesagt…

In Köln und Umgebung lesen wohl wenige Leute den NME, in dem die Bllod Red Shoes bereits mehrfach sehr lobend erwähnt wurden!

Sehr schöner Artikel und diesmal-der tollen, neuen Kamera sei Dank- auch extrem gute Photos, Christoph!

Wenn uns sonst schon niemand lobt, übernehm' ich das mal selbst: wir werden immer besser ;-)

Christina hat gesagt…

Verdammt, so wenig Leute nur? Ich bereue mein Zuhausebleiben....

NME les ich nur noch manchmal am Bahnhof, aber die Blood Red Shoes sind mir auch in diversen anderen Klatschmedien begegnet :-)

Und: ja, ihr werdet immer besser ;)

Christoph hat gesagt…

Vielen Dank! :-)
Und ja, Du hast etwas verpaßt.

Kristina hat gesagt…

ich komme aus der umgebung von köln, ich lese den nme und ich war auch auf dem konzert und ich hatte sogar knallrote schuhe an. :)

keine ahnung, warum das nur so wenige leute gelockt hat. ich hätte auch mit musikpresse gerechnet, die sind doch sonst auch hinter dem neusten scheiß aus england her..

Christoph hat gesagt…

Großartig! :-)

 

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