Donnerstag, 19. September 2019

Amanda Palmer, Stuttgart, 18.09.19

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Konzert: Amanda Palmer (Solo)
Ort: Theaterhaus in Stuttgart
Datum: 18. September 2019
Dauer: 180 min
Zuschauer: etwa 600


Am Morgen nach dem Abend mit Amanda Palmer teile ich Holgers Skepsis: wie soll ich einen Bericht zu schreiben, der dem erlebten gerecht wird? Aber zum Glück hat die inhaltliche Beschreibung schon Christoph erledigt im Konzertbericht aus Offenbach. Im Spannungsbogen und in vielen Details war es in Stuttgart ähnlich. Amanda wollte mit dem Publikum über die richtig wichtigen Sachen sprechen, ihr eigenes Erleben und ihre Erfahrungen als Beispiel dafür zeigen, was uns das Leben als Frau zumutet und wie wir in dem vielen Dunkel trotzdem irgendwie klar kommen und sogar so etwas wie Glück und Freude festhalten.


Ein großes Problem dabei ist: das ist ein weites Feld und schon während der Tour in Amerika hatte sich gezeigt, immer wieder kollidieren äußere Grenzen wie die Schließzeit von Theatern mit dem, was eigentlich an Material da ist und als Puzzlestein nötig. In Stuttgart waren genau 3 Stunden Programm möglich und Amanda ließ deshalb schon die Seeräuber-Jenny am Anfang weg. Später wurde auch die Pause gestrichen und trotzdem passte das Ende nicht optimal in die damit verbleibende Zeit. Ich wusste ohnehin vorher, dass ich meinen eigenen Zeitpunkt für den Weg zum Bahnhof etwas vor 23 Uhr wählen musste.
 

Erstaunlich war, wie schnell die Zeit verging. Und obwohl ich etwa drei Viertel der Geschichten schon kannte, hatte es doch etwas eigenes, alles in einen mäandernden Spannungsbogen verpackt und verdichtet neu zu hören und im Zusammenspiel neu zu bewerten. Natürlich blieb mir als Ohrwurm für den Heimweg "At least the Baby didn't die".


Aus unserem Archiv:
Amanda Palmer, Offenbach, 13.09.19
Amanda Palmer, Somerville, 05.03.15
Amanda Palmer, Eschwege, 08.11.13
Amanda Palmer, Zürich, 30.10.12
Amanda Palmer
, Paris, 06.02.09
Amanda Palmer, Paris, 23.10.08
Amanda Palmer, Heidelberg, 14.10.08 



Mittwoch, 18. September 2019

Der besonder Tipp: New Fall Festival - Düsseldorf 2019

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Konzert: New Fall Festival 2019
Ort: div. Locations - Düsseldorf
Datum: 10.10.-14.10.2019
Dauer: 5 Tage
Zuschauer: div.



Popkultur lebt ja von ständiger Veränderung. Um sich im heutigen, stark umkämpften Festivalmarkt zu behaupten, gilt es Alleinstellungsmerkmale zu kreieren und besondere Reize zu schaffen. 

Beides hat man beim New Fall Festival ja schon vor Jahren erkannt. Vom ersten Jahr an berichten wir euch ja schon von herausragenden Konzerten in besonderen Konzertarenen dieses besonderen Festivals. Veränderungen wird es auch in diesem Jahr wieder geben und sie bereichern das Konzept. 

Auch wenn der Wegfall der Johanneskirche als Auftrittsort schmerzt, die jetzt komprimierte Bündelung der Veranstaltungen in und um den Ehrenhof ermöglicht erstmals Tageskarten und den stressfreien Besuch mehrerer Konzerte an einem Tag.

Neu ist auch ein mehrtägiges Gesprächspanel, die Teilnehmer dazu folgen in den nächsten Tagen:



Im Line-up finden sich, wie eigentlich jedes Jahr, ein Mix aus Konzertttagebuch.de Lieblingsbands und etablierten Acts. Spannend wird sein, wie sich Bands, die bereits in früheren Jahren als Newcomer beim New Fall auftraten, nun in größeren Hallen präsentieren werden. 

Dazu gehört vor allem Nils Frahm, der damals im schönen Kuppelsaal des "Hotel Nikko" vor noch wenigen, auf dem Teppich liegenden Zuschauern auftrat, und nun die Tonhalle ausverkaufen wird.

Alligatoah dagegen hat bereits in der der Vergangenheit einen Auftritt mit Orchester hingelegt, für ihn ist es nun eher ein Clubgig in besonderem Rahmen. Immerhin der einzige, mir bekannte Künstler, für den extra der Front-of-Stage Bereich eines Festivals bestuhlt wurde (Deichbrand 2019). 

Jetzt aber zu den kleinen Feinheiten, denen wir eine größere Zukunft vorhersagen. Da gilt das Augenmerk besonders auf dem weiblichen Teil des Line-up`s. Sowohl Suzan Köcher`s Suprafon als auch Gurr und Charlotte Brandi (bei der neuen fem_pop Night), konnten mit großartigen Platten  und tollen Konzerten bereits überzeugen. Das gleiche gilt natürlich auch für den abendlichen Auftritt von Antje Schomaker im "me & all hotel"). Hier gilt Anwesenheitspflicht. 

Suzan Köcher`s Suprafon
Gurr - Session
Charlotte Brandi

Sam Vance Law überzeugte bereits letztes Jahr als sympathischer Entertainer beim Support von Get Well Soon. Roosevelt spielen einen ihrer seltenen Gigs in NRW, ansonsten sind sie eher auf Europatournee anzutreffen. Als eine der wenigen deutschen Bands, die im Ausland wohlwollend beachtet werden. Ein toller Erfolg für Mastermind Marius Lauber, der ursprünglich aus Viersen stammt. Der clevere und tanzbare 80-Pop ist unwiderstehlich und so gar nicht retro.

Sam Vance Law
Roosevelt

Apparat (Sascha Ring) dagegen verlangt eher nach Kopf-als Bauchgefühlen, tanzbar ist seine elektronische, aber stets handgemachte Musik selten, dafür aber stets visuell und konzeptuell wertvoll. 

Wer aber den besonderen Kick sucht sollte sich folgende Konzerte im Kalender notieren: William Fitzsimmons im Robert-Schumann-Saal. Kammermusik-Indie der Extraklasse mit Gänsehautgarantie. Und der Nerd-Tipp des Wochenendes: L.A. Salami. Lasst euch von seinem Support bei AMK nicht abschrecken. Hier gibt es keine Genregrenzen, nur reine Spielfreude zwischen Folk, Rock und Sprechgesang. Und ja, der Mann heißt wirklich Salami. 

L.A. Salami

Hier nochmal alle Termine und Startzeiten im Block. Wir sehen beim "neuen Herbst" in Düsseldorf. 

Tickets gibt es hier: New Fall Festival 2019 - Ticketshop


Do. 10. Oktober 2019 Mine (Robert-Schumann-Saal, 20:00 Uhr)

Fr. 11. Oktober 2019 Allah-Las + Suzan Köcher (Rheinterrasse/Rheingoldsaal, 20:30 Uhr)

Fr. 11. Oktober 2019 William Fitzsimmons (Robert-Schumann-Saal, 20:00 Uhr)

Fr. 11. Oktober 2019 L.A. Salami (PONG/NRW-Forum, 23:00 Uhr)

Fr. 11. Oktober 2019 Antje Schomaker (me and all hotel Düsseldorf, 23:00 Uhr)

Sa. 12. Oktober 2019 Alligatoah + Orchester (Tonhalle, 15:00 Uhr)

Sa. 12. Oktober 2019 popNRW Show (Rheinterrasse/Rheingoldsaal, 17:00 Uhr)

Sa. 12. Oktober 2019 fem_pop Night (PONG/NRW-Forum, 21:00 Uhr)

Sa. 12. Oktober 2019 Apparat (Robert-Schumann-Saal, 22:00 Uhr)

So. 13. Oktober 2019 D!e Gäng (Rheinterrasse/Rheingoldsaal, 14:00 Uhr)

So. 13. Oktober 2019 Roosevelt + Haelos (Rheinterrasse/Rheingoldsaal, 17:00 Uhr)

So. 13. Oktober 2019 Sam Vance-Law (PONG/NRW-Forum, 20:00 Uhr)

So. 13. Oktober 2019 Gurr (Rheinterrasse/Rheingoldsaal, 21:30 Uhr)

Mo. 14. Oktober 2019 Nils Frahm (Tonhalle, 20:00 Uhr)


Berichte aus dem Konzerttagebuch.de Archiv:

Apparat, Düsseldorf, 29.10.15
Apparat, Frankfurt, 01.11.11
Apparat, Köln, 23.06.11
Apparat feat. Raz Ohara, Köln, 15.08.07


Nils Frahm, Paris, 17.02.12
Nils Frahm
, Haldern, 14.08.10

Nils Frahm, Frankfurt, 06.08.10


Gurr, Köln, 23.01.17

William Fitzsimmons, Karlsruhe, 03.08.14
William Fitzsimmons, Paris, 24.06.11
William Fitzsimmons, Dortmund, 17.06.11
William Fitzsimmons, Paris, 07.02.11


Roosevelt, Biddinghuizen, 19.08.16



Drahla, Paris, 16.09.19

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Konzert: Drahla
Ort: Le Badaboum, Paris
Datum: 16.09.2019
Zuschauer: etwa 250

Post Punk scheint wieder recht angesagt zu sein. Fontaines D.C. laufen gut, The Murder Capital ebenfalls und mit Drahla hat nun eine Band aus Leeds seit etwa 2 Jahren für  Aufhorcher gesorgt. Für das Konzert entschied ich mich sehr kurzfristig, Black Midi die in der Boule Noire spielten, waren ausverkauft und für Drahla hatte jemand einen Gästelistenplatz für mich übrig.

Von dem Konzert zurückkommend kann ich sagen, dass ich dafür auch Geld ausgegeben hätte, denn das Konzert war wirklich stark!

Erst hatte das Trio ein wenig langsam begonnen, aber spätestens ab dem dritten Lied kamen ihre kurzangerissenen Riffs, der knackige Bass und das wuchtige Schlagzeug voll zum Tragen. Es machte sich sicherlich bezahlt, dass Drahla in den letzten Jahren Erfahrungen als Vorgruppe von solchen guten Acts wie Ought, Metz oder The Notwist sammeln durfte.



Die Band besteht aus der Gitarristin und Sängerin Luciel Brown, dem Bassisten Rob Riggs und dem Drummer Michael Ainsley. Luciel sang leider am Seitenrand der Bühne und nicht in der Mitte, was schade war, denn so verlor sie etwas an Bühnenpräsenz. Zudem war sie ziemlich weit von Batist Rob entfernt, der mit seiner Vokuhila-Frisur und seinem dünnen Körper optisch ziemlich auffällig war. Schlagzeuger Michael war gut zu sehen, weil in der Bühnenmitte ein Loch klaffte und er deshalb nicht verdeckt wurde. Der Kerl gefiel mir richtig gut, es spielte so druckvoll, aber auch so abwechslungsreich. Teilweise gab es einen Rhythmus der an Mathrockbands denken liess. Durch sein lautes Spiel wurde allerdings leider die angriffslustige Punkstimme von Luciel  manchmal etwas übertönt.



Stilistisch dachte ich teilweise an Siouxsie and The Banshees,  an Sonic Youth, aber auch an die Gang of Four, denn es gab punkig-funkige Passagen wie bei der Band von Andy Gil und Jon King.

Das Trio performte die Stücke ihres Debütalbums Useless Coordinates, darunter den Kracher Pyramide Estate. Wie etliche andere Titels des Abends auch, war es ein sehr tighter Track, sehr intensiv und roh, mit knapp 2 Minuten aber auch extrem kurz.



Faux Text an fünfter Stelle war schon ein etwas älteres Lied. Sinnlich der Gesang, brummelnd der Bass, brachial das Schlagzeug, melodisch die Gitarre, ein Hit der leider in kommerzieller Hinsicht keiner geworden ist. Stimulus For Living gleich danach hatte auch Hitqualitäten und war vermutlich mein Lieblingsstück im Set.

Anekdoten gab es keine zu erzählen, die Band spielte die meisten Sachen ineinander übergehend und war ansonsten wortkarg. Das allerdings passte zum Sound.

Ein gutes Konzert!

Setlist:

TG
Primitive Rhthm
Pyramid Estate
Form Of Luxury
Faux Text
Stimulus For Living
Invisible Sex
Features Of Reverse
Unwound
Fictional Decision
Circuit
Twelve Divisions Of The Day
React/Revolt


Dienstag, 17. September 2019

Der besondere Tipp: Les Nuits in Hemmersdorf

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Während der Zeit, in der ich meine Erfahrungen schon im Konzerttagebuch teile, wuchsen immer wieder neue Veranstaltungen mit unterschiedlichsten Konzepten aus dem Bedürfnis von Enthusiasten, ihre Musikerinnen und Musiker auf die Bühne zu bringen.  Einige dieser Formate gehören schon wieder der Vergangenheit an, zwei machen nächstes Jahr Pause. Umso schöner ist es, dass es im Oktober wieder etwas Neues gibt: Hemmersdorf Pop präsentiert Les Nuits. Und das im Saarland.


Am schönsten daran ist vielleicht, dass dies nur eine Kostprobe ist für die Zukunft. Gemeinsam mit den Menschen im 2000-Seelen-Dorf Hemmersdorf soll hier nämlich 2020 ein Festival für die Bewohner entstehen, das ebenfalls Besucher von außen willkommen heißt: Das Hemmersdorf Pop. Das Lineup des Testlaufes liest sich in Teilen, als hätte ich mir lang vermisste Namen wünschen dürfen. Zum Lust machen gibt es auch eine Liste auf Soundcloud.

Wem es genauso geht wie mir, den treffen ich gern am Freitag, 11. Oktober bzw. Samstag 12. Oktober (Beginn: Fr 19:00, Sa 18:00) im Saarland kurz vor der Grenze zu Luxemburg und Belgien.

Ein 2-Tages-Ticket kostet nur 30.00 EUR.

(c) Oliver Beige

Aus unsere Archiv: 
Hundreds, Storkow, 21.08.15
Hundreds, Mannheim, 31.05.14
Hundreds, Köln, 20.03.14
Hundreds, Frankfurt, 14.11.11
Hundreds, Mannheim, 21.05.11

Rachael Dadd, Paris, 24.09.11
Rachael Dadd, Karlsruhe, 23.09.11
Rachael Dadd, Paris, 27.03.10
Rachael Dadd, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 06.03.09

Tiny Ruins, Berlin, 10.09.18
Tiny Ruins, Dresden, 02.09.12
Tiny Ruins, Paris, 24.06.12
Tiny Ruins, Paris, 21.06.12
Tiny Ruins, Paris, 20. & 21.06.12
Tiny Ruins, Eindhoven, 16.06.12
Tiny Ruins, Paris, 20.02.12



Montag, 16. September 2019

Les concerts de la semaine à Paris du 16 au 22 septembre 2019

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Enormément de concerts cette semaine en commençant par le lundi 16 qui propose déjà plein de belles choses ! Le mercredi 18 est particulièrement chargé avec mes chouchous The Wedding Présent à Petit Bain qui affrontent plein de concurrence dans d'autres salles de la capitale. Puis il il y'a aussi le superbe Paris Pop Fest vendredi et samedi au Hasard Ludique et les magnifique Wilco de Chicago le dimanche 22 au Trianon !





16: Patience (ex Veronica Falls), Espace B
16: Trash Kit, François Virot, Music for alternative babies, Mains d'Oeuvres
16: Drahla, Badaboum
16: Black Midi, La Boule Noire, complet
17: Apérobage: Marie Klock/Néant TV, Joseph Carter, Petit Bain, 18h
17: Jacuzzi Boys, Supersonic
17: Mystic Braves, La Maroquinerie
18: Julia Michaels, Le Trianon
18: Lust for Youth, La Boule Noire
18: Jonathan Bree et Charles Howl, Café de la Danse
18: Violet Arnold, Sofar Sounds
18: Mum, La Maroquinerie
18: Linda Guilala, La Pointe Lafayette
18: Chicos de Nazca et El Gran Chufle, Espace B
18: Wedding Present, Petit Bain
18: JC Satan, Safari Boat
18: Teen et Bleue Reine, Pop-up du Label
18: Louise Thiolon, Showcase Walrus
19: Le Flegmatic, Le Walrus
19: Louise Thiolon, Showcase La Fabrique Balades Sonores
19: Khôle, Reaches, Le Zorba
20: Joseph Fisher 3 Baudets
20: Ryskinder, Gli Insetti Nell' Ambra, Stony Sugarskull, Le Zorba
20: Michel Cloup Duo et Troy von Balthazar, Petit Bain
20 et 21, Paris Popfest, Hasard Ludique
20: Stephen Malkmus, Point Ephémère
20: River Into Lake et Kate Stables et Manolo Redondo, International
21: Spiral Stairs (de Pavement) et The Wonder, Espace B
21: Babe Rainbow, Point Ephémère
21: Raoul Vignal-Partie de Campagne, Santeuil
22: Life is a Minestrone présente: Ourouni, Fontenay-aux-Roses
22: Wilco, Trianon



Amanda Palmer, Offenbach, 13.09.19

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Konzert: Amanda Palmer
Ort: Capitol, Offenbach
Datum: 13.09.2019
Dauer: 110 min & gut 60 min
Zuschauer: nicht ganz ausverkauft - vielleicht 700



"Das war das heiterste Lied des Abends," warnte uns Amanda Palmer nach dem ersten Stück ihres Konzerts vor. Es war die Seeräuber-Jenny aus der Dreigroschenoper. "Und wenn dann der Kopf fällt, sag' ich 'hoppla!'" Sie wolle einen Deal mit uns eingehen. Sie werde viel erzählen, oft auch sehr Trauriges. Wenn es zu heftig werde, sollten wir sie unterbrechen und "Amanda, I'm too sad" unterbrechen, sie werde dann umgehend die ersten Takte von Coin-operated boy spielen. Es sei ihr Job als Künstlerin, ins Dunkel zu gehen und Licht zu machen, betonte sie einige Male. Es war sehr dunkel, es war aber auch viel Licht. Wir mussten sie nur dreimal unterbrechen.

Amanda Palmers neues Album There will be no intermission erschien im März. Die Abende mit der Amerikanerin waren aber ausdrücklich nicht als reine Musikveranstaltungen angekündigt worden. Inspiration für diese Art Auftritt hatten ihr wohl Veranstaltungen von Nick Cave in Australien und Bruce Springsteen ("don't judge me!") auf dem Broadway. Gerade Springsteen, zu dem sie früher eine sehr ablehnende Haltung gehabt habe, bis sie mit viel Nachdruck dazu gebracht worden sei, Nebraska zu hören, habe sie sehr beeindruckt.
Nach Die Seeräuber-Jenny erzählte Amanda von ihrer Kindheit und Jugend, vom Bruder, der der erste musikalische Einfluß war, und ihren musikalischen Horizont erweiterte. "Amanda, Madonna is ok. But you have to listen to The Cure!" Als sie während des Studiums in Köln gelebt habe, erweiterte das ein deutscher Freund: "Amanda, The Cure is ok. But you have to listen to Einstürzende Neubauten!" - "And Nick Cave."

Amanda erzählte von ihren ersten musikalischen Gehversuchen, davon, daß sie die Tasten am Klavier ihrer Mutter zerstört habe. Ganz aktuell fragten besorgte Veranstalter sie noch, daß sie doch eine Punk-Pianistin sei. Um das zu untermalen, spielte sie Runs in the family, bei dem sie auf die Tasten des Flügels eindrosch.

Und dann immer wieder Geschichten, die an die nächsten Lieder heranführten. Oder richtiger: Lieder, die ihre Lebensereignisse verarbeiteten. Darauf, die komplett wiederzugeben, verzichte ich, die Show sollten sich alle, die sich für Amandas Musik interessieren ohnehin selbst ansehen! Sie erzählte vom Anschlag auf den Bostoner Marathon, zehn Blocks von ihrer Wohnung entfernt. Sie hatte danach ein Gedicht über den jüngeren der beiden Attentäter geschrieben und war danach Reaktionen ausgesetzt, die sie nicht erwartet hatte. Danach spielte sie Bigger on the inside auf der Ukulele am Bühnenrand. Sie erzählte von einem mehrtägigen Besuchsprogramm in einem riesigen Gefängnis in Massachusetts, bei der sie einer Gruppe von Mördern zugeordnet war. Am zweiten Tag war sie spät dran und überfuhr auf dem Weg ins Gefängnis ein Eichhörnchen, konnte es wegen der Zeitnot nicht mit einer Eichhörnchen-Beerdigung bestatten und erzählte im Gesprächskreis mit den Gefangenen davon. Die nannten sie danach "Amanda, the squirell killer."


Die Dresden Dolls Sängerin erzählte von Abtreibungen, von den Kliniken, in denen sie dafür war, vom Tod. Und dann "Coin operated boy, sitting on the shelf, he is just a toy but I turn him on and he comes to life." Bei der dritten Notbremse dieser Art rief sie "fuck you! You should be sad!" 

Als Amanda über ein Kind nachdachte, hatte sie nur in Transitbereichen von Flughäfen Konzakt zu Kindern. Und die guckten alle immer Frozen. Sie traf sich "zu Feldstudien" damals mit ihrer Freundin Melissa Auf der Maur und fragte die, wie sie die Erziehung ihrer Tochter organisiere, vor allem diese Frozen-Sache. "Wir haben nur einen VHS-Rekorder an unserem Fernseher und nur Fellini-Filme." Das passende Lied wolle sie aus drei Perspektiven mit uns singen, u.a. aus Sicht einer Mutter und deren Fötus'. "Trust me! I'm a professional!" Das Lied kannten alle außer mir, es war Part of your world aus dem Disney-Film Arielle. Dazu drehte sich die Disko-Kugel hoch über Amanda.


Der erste Teil endete mit einem der skurril-schönsten Konzertmomente. Die Sängerin erzählte, sie sei nach der Geburt ihres Sohns Anthony (genannt Ash) zu Freunden gefahren, damit Ash alle wichtigen Menschen in seinem Leben kennenlernen sollte, all die komischen Onkels. Bei ihrem Freund Jason Webley, machten die beiden - na klar! - einen Songwriting-Wettbewerb. Er scheiterte und schrieb nur einen halben Song (über einen Donut-Laden), ihrer wurde elf Minuten lang und heißt und ist A mother's confession. Am Ende sangen wir alle minutenlang "at least the baby didn't die" und das war wunderschön!

In der Pause liefen The Cure, es wurde also wieder kurz heiter.

Nachdem Amanda umgezogen zurückkam, spielte sie Coin-operated boy komplett und ohne Grund. Danach folgten zwei weitere Lieder der neuen Platte, zunächst das mich ein wenig an There is a light (was schön passte) erinnernde Drowning in sound, bei dem sie sich am Ende weit vor aufs Klavier beugte und von da beleuchtet wurde. And it never goes out. Danach Voicemail for Jill. Als sie das nächste Stück anstimmte, lachte der ganze Saal außer mir. Lass jetzt los musste ich googeln, es ist eines der Lieder aus Frozen, der wie ich gestern erfahren habe, als ich die Geschichte erzählt habe, ein ziemlich emanzipierter und queerer Film ist.

Obwohl der Frozen-Song schon ein schöner Abschluß gewesen wäre, kam Amanda zurück und spielte als Zugabe The ride. Ein noch schönerer Abschluß!

Wer einen lala-Mitsing-Abend erwartet hatte, fühlte sich vermutlich nicht wohl. Wenn wir unter guter Unterhaltung immer nur leichte Kost verstünden, würden wir nicht The Smiths, The Cure und The Organ so lieben. Wenn nur immer in traurigen Momenten jemand Coin-operated boy spielte. Aber damit muß man eh vorsichtig sein. "Das nutzt sich irgendwann ab, ruft nicht zu oft rein!" 

Setlist Amanda Palmer, Capitol, Offenbach:

01: Die Seeräuber-Jenny (Kurt Weil / Bertolt Brecht Cover)
02: Runs in the family
03: Bigger on the inside
04: Oasis
05: Part of your world (Jodi Benson Cover)
06: Machete
07: A mother's confession

08: Coin-operated boy (Dresden Dolls)
09: Drowning in the sound
10: Voicemail for Jill
11: Lass jetzt los (Willemijn Verkaik Cover)

12: The ride (Z)

Links:

-
Amanda Palmer, Somerville, 05.03.15
- Amanda Palmer, Eschwege, 08.11.13
- Amanda Palmer, Zürich, 30.10.12
- Amanda Palmer, Paris, 06.02.09
- Amanda Palmer, Paris, 23.10.08
- Amanda Palmer, Heidelberg, 14.10.08 
- The Dresden Dolls, Highfield, 15.08.08




Freitag, 13. September 2019

Misty Fields Festival - Asten/NL - 06.-08.09.2019

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Konzert: Misty Fields Festival
Ort: bei Asten/NL
Datum: 06.-08.09.2019
Dauer: 3 Tage
Zuschauer: ca.1.000



Das "Misty Fields Festival" ist in vieler Hinsicht anders. Während es bei anderen, kleineren Festivals meistens nur lokale Bands oder alte Herren zu sehen gibt, hat sich Festivalchef Marco Verbenne in einem kleinen Wäldchen bei Eindhoven ein echtes Kleinod geschaffen. 

Unabhängig, und fast nur seinem guten Geschmack, einem tollen Booker und einem Näschen für neue, aufstrebende Band verpflichtet, bucht er hier Jahr für Jahr ein hervorragendes Newcomer Festival zusammen. Auf zwei Bühnen, die nur durch einen Bierstand getrennt sind, und immer abwechselnd bespielt werden, kann so ein unfassbar kurzweiliges und intensives Festival entstehen, das komplett ohne alle negativen Begleiterscheinungen anderer Veranstaltungen auskommt. 



In der Nacht liebevoll illuminiert und mit vielen freiwilligen Helfern scheinen sich hier fast alle persönlich zu kennen. Es lohnt also der Blick über den Tellerrand (Grenze). In ein paar Jahren werden wieder einige der Bands aus dem Line-Up auf viel größeren Bühnen zu sehen sein. 

Einer der bekannteren Namen startet direkt am Samstag: Steve Gunn, Gitarrist bei Kurt Vile und nun solo unterwegs, zählt für mich aber nicht zu den Siegern des Wochenendes. Er wirkt etwas gelangweilt und uninspiriert. Das Set löst sich auch nicht aus seinem eintönigen Sound und wirkt so etwas belanglos. Da auf der Bühne alle rumstehen, bleibt auch das Publikum verhalten. Das sollte sich noch ändern. 

Denn direkt danach treten Penelope Isles aus Brighton auf die Bühne des kleinen Zirkuszeltes. Die Band war vor kurzem Support für die Flaming Lips und spielt wunderschönen, krachigen Indie-Rock der 90er. Ob die zwei poppigeren Songs zu Beginn die neue Richtung vorgeben bleibt unklar. Die Band hat nach einer schlaflosen Nacht jedenfalls richtig Spaß, nutzt die Spielzeit bis zum Anschlag und wird später noch in Feierlaune vor der Hauptbühne den Abend verbringen. 



Danach folgt der Auftritt der beiden größten Erwartungen für eine große Zukunft. Zunächst The Murder Capital, die gerade ihr Debüt veröffentlicht haben und das Zelt in "Idles"-Manier auseinander nehmen. Bandmitglieder auf der PA und im Publikum, wilde Tänze und Schreie auf der Bühne. Die Show hat schon Headliner -Qualitäten, die Songs sind allerdings noch sehr ausbaufähig. Viel bleibt da nicht hängen, aber live scheint die Band alles richtig zu machen. 

Als Höhepunkt folgt dann für mich direkt im Anschluss Sports Team, ebenfalls aus Brighton, die wir hier ja schon des Öfteren empfohlen haben, besonders nach ihrem kraftvollen Auftritt beim Best "Kept Secret Festival". 



Heute gefällt mir der Auftritt fast noch besser, die Atmosphäre im Wald bei Sonnenuntergang mit so netten, feierwütigen und durchweg musikinteressierten Zuschauern erzeugt eine ganz besondere Stimmung. Vor allem, als sich Sänger Alex Rice am Ende vom Gitarristen der Penelope Isles auf den Schultern durchs Publikum tragen lässt. Ein toller Moment.



Sonntags geht es dann beim "Misty Fields" noch entspannter zu. Die Tageskarten gibt es dann für 5 !! EUR und es finden sich traditionell mehr Familien mit Kindern ein, denen auch ein spezielles Spaßprogramm geboten wird. 



Wir reisen pünktlich zu Charlie Parr an, einem kauzigen Folk/Bluessänger aus Minnesota. Hier im Wald fühlt man sich plötzlich wie in den USA, so originell authentisch kommt der Sound um die Ecke. Charlie hatte Glück, seine Musik war schon häufiger in Werbung und Kinofilmen vertreten, daher kann er seinen Traum nun wohl etwas enspannter genießen



Direkt im Anschluss dann eine neue Entdeckung der holländischen Musikszene: Yin Yin spielen meist instrumentalen, runden Psypop, wie er gerade durch Khruangbin groß in Mode gekommen ist. Sehr schöne und tanzbare Songs, die auch ohne Gesang nie langweilen. 



The Mystery Lights präsentieren ihren Garagenrock dann wieder auf der Freiluftbühne. Hier bleibt für mich wieder weniger hängen. Die Band gehört eher in einen dunklen Kellerclub und kann ihren New Yorker Sound hier nicht entfalten. Dazu haben sie dann noch in Mainz und Berlin im September Gelegenheit.

Wesentlich intensiver spielen dagegen The Graveltones als Power-Duo auf. Die beiden sind nach jahrelangem Touren perfekt eingespielt und bringen den selben Sound wie z.B. Royal Blood, ohne dabei beliebig zu wirken. 



Das "Misty Fields" hat es wieder einmal geschafft, ein fast durchgängig tolles Programm zu präsentieren, und das ohne großes Budget. Wo anderswo Kompromisse und Hänger vorprogrammiert sind, kann man hier alle Künstler ohne jegliche Überschneidung genießen

Misty Fields 2019 - kurzes Video

Markiert euch schon mal den 04.-06.09.2020 im Kalender. Wir werden euch über den VVK-Start und das Line-Up informieren.

Fotos: Michael Graef


The Cure u.a., Rock en Seine, 1. Festivaltag, 23.09.19

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Konzert: The Cure (u.a.), Festival Rock en Seine
Ort: Domaine de Saint Cloud bei Paris
Datum: 23.09.2019
Fotos von Cedric Oberlin*




The Cure bei Rock en Seine! Da hatten sich die Veranstalter des Pariser Festivals wahrlich einen dicken Fisch an Land gezogen! Nach einem Zuschauerrückgang im letzten Jahr musste den Fans auch etwas geboten werden, um sie wieder zu versöhnen. Im letzten Jahr hatten viele bemängelt, es gäbe inzwischen immer weniger Rock, aber immer mehr Hip Hop bei Rock en Seine und die Nörgler hatten recht, in der Tat war das Line up ungewöhnlich wenig gitarrenlastig. Aber dies ist ja nun ein allgemeiner Trend an dem Rock en Seine nicht vorbeikommt, man sehe sich nur das Line Up beim Coachella Festival oder beim diesjährigen Pitchfork Paris Festival an. R'nB, Rap, Hip Hop, Soul, dies sind die Genres die wachsen, Rock und Pop sind hingegen ziemlich out.



Rock en Seine hat sich 2019 für einen Kompromiss entschieden. R'n B und Hip Hop haben sie mehrheitlich auf den Samstag gelegt, die anderen beiden Tage waren dann mehr oder weniger Rock.



Ich selbst war Freitag da, aber leider nicht in bester Verfassung. Gegen 15 Uhr war ich eigentlich startklar, rannte zur Haustür hinaus und Richtung Metro, als ich entsetzt feststellte, dass ich mein Ticket zu Hause vergessen hatte. Ich hetzte zurück, holte es und hatte bei dieser Aktion schon etwa 30 Minuten verloren. Nun aber hatte ich plötzlichen riesigen Hunger und musste erst einmal etwas essen. Und danach war mir so schwindelig, dass ich zurück in meine Wohnung gehen musste, um mich etwas auszuruhen.


Foto Johnny Marr: Sylvie T. Mai ©


Erst gegen 20 Uhr traf ich schliesslich auf dem Festivalgekände vor den Toren bei Paris ein und kam damit ziemlich genau zum Beginn des Sets von Johnny Marr, der zeitgleich zu Eels spielte. Eels hatte ich lange nicht mehr gesehen, so dass ich mich entschloss, mir das Konzert des sich hinter dem Pseudonym versteckenden Mark Everett anzusehen. Nach 3 Liedern reichte mir das aber schon wieder, weil es mir zu bluesrockig war. Ich lief nun wieder zu Johnny Marr und der spielte allen Ernstes Bigmouth ! Ein erstes Aufhorchen! Mit Liedern von The Smiths hätte ich eigentlich gar nicht gerechnet. Aber in der Folge kamen sogar noch mehr, 3 weitere Hits der Bands aus Manchester folgten und Johnny Marr mimte so gekonnt die Stimmte von Morrissey, dass man glaubte den Mozzer himself zu hören! Fantastisch, wie er selbst die hohen Passagen bei How Soon is Now hinbekam! Sein Gitarrenspiel war ohnehin extrem gut, sehr melodiös, sehr präzise und einfach unverkennbar.



Er verwöhnte das Publikum dann auch mit zwei Songs von Electronic, die Band, in der er neben Barney Sumner von New Order und Neil Tennant von den Pet Shop Boys spielte. Zum einen mit dem allseits bekannten Hit Getting Away With It und dann auch noch mit Get The Message.



Die Besucher staunten nicht schlecht, als er gegen Ende sogar noch I Feel You von Depeche Mode zum Besten gab. Leute die in den 80ern und 90ern musiksozialisiert wurden, bekamen ein winziges Stück von allen Kultbands dieser Zeit: The Smiths, New Order, Pet Shop Boys und Depeche Mode. Wahnsinn! Und alles wirklich extrem gut gespielt, nie wurde dieses Set lachhaft oder karaokehaft.



Zum krönenden Abschluss gab es noch There Is A light That Never Goes Out und das war so exzellent, dass ich mir das noch bis zum Ende anhören wollte. Andere Festivalbesucher waren unterdessen schon auf dem Weg Richtung Hauptbühne, um dort einen guten Platz weit vorne für The Cure zu ergattern. Meinen Rückstand gegenüber diesen Frühstartern konnte ich schließlich nicht mehr aufholen und musste mich mit einem Platz fernab der Bühne begnügen.






Ich sah mir das Konzert folglich auf dem Bildschirm an, das war nicht wirklich nach dem Motto "Mittendrin statt nur dabei", eher das genaue Gegenteil. Der Sound, der ab 21 Uhr aus den Boxen drang, war allerdings durchweg gut, zumindest dort wo ich stand. The Cure begannen wie so oft mit dem langsamen und atmosphärischen Plainsong und von dort an wussten Fans, die schon die Setlisten der vergangen Konzerte der Band studiert hatten, wie es in der Folge weitergehen würde. The Cure haben 2019 nämlich 2 verschiedene Setlisten entwickelt. Eine, die mit dem Plainsong beginnt und eine andere, die mit Shake Dog Shake beginnt. Ich hatte extra vorher keine Setlisten studiert, wollte mich einfach treiben lassen und genussvoll der Musik lauschen. Was mir allerdings enorm schwer fiel, weil mir meine gesundheitlichen Beschwerden wieder einen Strich durch die Rechnung machten. Ich hatte massive Schulterschmerzen, die mich über das gesamte Set treu begleiteten. Aber reden wir am besten gar nicht drüber und konzentrieren uns auf das Konzert. Denn das war wirklich in vielerlei Hinsicht hervorragend. Robert Smith war extrem gut bei Stimme, die Band spielte die Stücke mit viel Schmiss und Hingabe und in leicht veränderten Versionen, so dass man nie das Gefühl hatte lediglich die Alben laut zu hören. Ein Album wurde ganz besonders privilegiert, ..., na klar!... Disintegration! Ein Longplayer den viele Fans als ihren Favoriten bezeichnen und von dem im Laufe des Abends 7 Stücke stammen sollten. Ich selbst bevorzugte immer noch die ganz alten Scheiben, wie den Zweitling Seventeen Seconds von dem aber nur Play For Today und A Forest stammten. Bei Play For Today stimmte auch das Publikum mit ein und plötzlich war die Atmosphäre eher festlich-heiter als düster und depressiv. Und auch Robert Smith selbst schien gut gelaunt, lächelte häufig und machte sich auch über seine nur sehr mässigen Französischkentnisse lustig.






So ging es etwa 1h45 Minuten lang, bevor mit Disintegration (dem Titelsong des Albums) vorläufig abgeschlossen wurde, die Band bestehend aus Simon Gallup (Bass), Reeves Gables (Gitarre), Jason Cooper (Schlagzeug) und Roger O'Donnell, verliess die Bühne. 




Keine 5 Minuten später kamen die Helden dann aber wieder zurück und nun gab es ein "Best Of" ihrer kommerziellsten und bekanntesten Hits. Lullaby, Friday I'm In Love, Close To Me, Why Cant' I Be You, alles eigentlich fast totgenudelte Stücke, aber in frischen Versionen zelebriert trotzdem toll.  Dazwischen gab es mit The Caterpillar und The Walk auch zwei nicht ganz so bekannte Sachen (alles relativ, The Walk ("i kissed you in the water") ist mit seiner prägnanten Keyboardmelodie eigentlich auch ein Klassiker.






Nach 2 Stunden 15 war die gothische Messe gelesen. Eigentlich hatte man von Veranstalterseite aus 2h30 versprochen und die 15 Minuten fehlten, um zum Beispiel A Strange Day oder One Hundred Years zu spielen. Aber letztendlich waren dies Marginalien, denn das Konzert war auch so hervorragend, Robert Smith bekundete dass er "fucking fun" hatte und dies der perfekte Abschluss ihrer Europatournee gewesen sei.




Setlist The Cure

Plainsong
Pictures of You
High
A Night Like This
Just One Kiss
Lovesong
Last Dance
Burn
Fascination Street
Never Enough
Push
In Between Days
Just Like Heaven
From the Edge of the Deep Green Sea
Play for Today
A Forest
Primary
Shake Dog Shake
39
Disintegration


Lullaby
The Caterpillar
The Walk
Friday I'm in Love
Close to Me
Why Can't I Be You?
Boys Don't Cry



Setlist Johnny Marr:



The Tracers

Bigmouth Strikes Again (The Smiths)
Armatopia
Hi Hello
How Soon Is Now? (The Smiths)
Getting Away With It (Electronic)
Get The Message (Electronic)
Walk Into The Sea
I Feel You (Depeche Mode Cover)
This Charming Man (The Smiths)
Easy Money 
There is a light that never goes out (The Smiths)

*Hier kann man das Konzert noch mal komplett sehen.



 

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