Dienstag, 22. Juni 2021

Masha Qrella, Offenbach, 18.06.21

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Konzert: Masha Qrella
Ort: Hafen 2, Offenbach
Datum: 18.06.2021
Dauer: Masha Qrella 80 min, Scotch & Water knapp 55 min
Zuschauer: ca. 120





Vor 468 Tagen habe ich zuletzt jemandem die Hand geschüttelt. Mein letztes Konzert war bis Freitag noch etwas länger her: 478 Tage. Als ich Ende Februar 2020 bei Ash im Gebäude 9 in Köln war, sprachen wir noch sehr abstrakt über den Corona-Ausbruch in China. Damals waren Gürteltiere als mögliche Überträger das Gesprächsthema. Die Epidemie kam erst in den Tagen nach meinem Ash-Konzert richtig in unserem Bewußtsein an. Am nächsten Tag wurde der Hotspot Heinsberg bekannt, zwei Wochen später erklärte die WHO den Pandemiefall. Bei mir begann das, was die meisten von uns vermutlich seit März 2020 erlebt haben: der Ausnahmezustand im Kopf. Wie schützt man sich und sein Umfeld vor dieser Krankheit, was passiert mit dem Job, wie schlimm wird die Wirtschaftskrise, die zwangsläufig kommen würde? 

Konzerte ließ dieser Kopf keine zu. Ein Konzert macht mir nur dann Spaß - Achtung, Plattitüde! - wenn ich mich fallen lassen kann, mich auf die Musik einlassen kann und währenddessen nicht dumm rumgrübele.* Ash blieb daher mein sechstes und letztes Konzert 2020. Jedenfalls mein letztes ohne Computer zwischen mir und der Musik. Vermisst habe ich Konzerte in den vergangenen anderthalb Jahren nicht. Erstaunlich, daß ich einmal sowas schreibe. Mein Vorsatz war aber immer, fünf Konzerte in der ersten Woche zu sehen, "wenn es wieder geht."

"Wenn es wieder geht" ist komplizierter als gedacht. Indoor-Konzerte, Touren von Bands aus Übersee (und - verstärkt durch den Brexit-Irrsinn - aus Großbritannien) sind noch nicht vorstellbar, meine Lust auf Strandkorb-Konzerte auch nicht. Aber als die Frage eines Freunds kam, ob ich mit zu Masha Qrella zum Hafen 2 nach Offenbach kommen wolle, wolte ich unbedingt, es fühlte sich ok an.

Wir kamen gerade pünktlich zum geplanten Beginn der Vorgruppe an. Corona-Tests, die Luca-App oder Impfnachweise waren nicht verlangt. Da im Anschluß an das Konzert ein (ausverkaufter) Film gezeigt werden sollte und die Kino-Leute zum großen Teil schon da waren, wunderte ich mich darüber sehr. 

Wir Konzert-Menschen verteilten uns unten vor der Sommerbühne und oben am Hang. Es waren bei Masha Qrella sicher 120 Leute da (meine Fähigkeit, Mengen zu schätzen, habe ich allerdings leider während Corona nicht verbessert). 


Um kurz nach halb acht begann die Hamburger Band Scotch & Water ein Support-Set. Irgendwo hatte ich vorher etwas von Folk gelesen und meine Scheuklappen vorsorglich hochgefahren. Je schneller die Lieder (und die Gitarren) aber waren, umso dreampopiger war das Programm. Selbst die Mandoline (?) versaute es mir nicht. Und wenn ich einer Vorgruppe 55 Minuten lang interessiert zuhöre, liegt das nicht an meiner in den letzten Monaten gestiegenen Toleranz, die ist unverändert, fürchte ich. Die Band war also wohl unterhaltsam. Am Nachmittag hatte ich kurz Still Corners gehört (die ich auch schon im Hafen 2 gesehen hatte). Ich weiß nicht, ob mir die Assoziation auch ohne gekommen wäre, aber ab und zu erinnerten mich Scotch & Water (oder "Whiskey & Water", wie Masha sie nannte), ganz besonders ihre schnell gespielten Gitarren an die Dreampop-Band.

Als es dann fast 30 Minuten später als angekündigt mit der Hauptgruppe losging, wurden wir nervös. Nicht wegen der fehlenden Pünktlichkeit. Für 21:45 Uhr war aber vor der Bühne das Kino angekündigt, blieben also 45 Minuten incl. Leinwandumbaus für Masha. "Wann geht die Sonne heute unter? So lange spielt sie auf jeden Fall!" - "Ja, schon... aber 21:43 Uhr..."

Die Berlinerin hat bereits im Februar eines meiner liebsten Alben des Jahres veröffentlicht. Auf Woanders vertont Masha Texte des Berliner Schriftstellers und Lyrikers Thomas Brasch. Dessen Werk hatte Masha - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - durch ein Buch von Braschs Schwester Marion über ihre Künstlerfamilie kennengelernt. Der Vater den beiden war in der DDR stellvertretender Kulturminister. Thomas Brasch stellte nach der Aussiedelung Wolf Biermanns einen Antrag auf Ausreise aus der DDR und zog nach Westberlin.


Die lyrischen Texte, die wundervollen Melodien und Mashas Stimme machen jedes der Lieder zu einem Kunstwerk. "Was ich habe, will ich nicht verlieren, aber wo ich bin will ich nicht bleiben, aber die ich liebe, will ich nicht verlassen, aber die ich kenne, will ich nicht mehr sehen, aber wo ich lebe, da will ich nicht sterben, aber wo ich sterbe, da will ich nicht hin: Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin." Bei einigen der Stücke hat Masha Gastsänger. Mein Liebling ist dabei Meer mit Dirk von Lowtzow, besonders bemerkenswert ist auch Maschinen mit Andreas Spechtl von der Gruppe Ja, Panik. Bei einem einmaligen Konzert 2019 in Berlin waren die Gastsänger gemeinsam mit Masha auf der Bühne. Daß das in Offenbach nicht so wäre, wussten wir. Wie Masha Qrella mit ihren beiden Begleitern Robert Kretschmar (Schlagzeug) und Andreas   Bonkowski** (Percussion und Synthesizer) die Duette vortragen würden, nicht. Sie löste es pragmatisch. Mal sangen die Männer, mal (27. September - eigentlich kein Duett) kam eine leise zweite Stimme vom Band. Meer fehlte leider im Set.

Die drei fingen mit dem wunderschönen Ticket to my heart von Mashas letzten Album vor Woanders (Keys) an. "Aber eigentlich wollen wir euch neue Lieder vorstellen!" Ich glaube, Masha wollte da noch mehr erklären, wurde aber vom Auftrittsort abgelenkt. "Die Fahrgeräte stehlen einem die Show!" Die Fahrgeräte waren allerlei Bötchen, die im Offenbacher Hafen rumschipperten. Mein Liebling war der große Pott, auf dem elegant gekleidete Menschen Geburtstag oder Hochzeit feierten. Es hätte viel zu sehen gegeben, wir wollten aber ja vor allem hören und kamen da noch deutlich mehr auf unsere Kosten. 

Zwischen den Stücken von Woanders streute Masha immer wieder Stücke (vor allem) von Keys ein. Weil ich Woanders so oft gehört habe, sind die deutschsprachigen Lieder schon wie alte Bekannte. Es wechselte also bloß ab und zu die Sprache in einem sehr homogenen, vor allem homogen guten Set. Meine Lieblinge live waren etwa Pale days, Maschinen (mit wahnsinnig gutem Dancebeat) oder Geister

Neben den Fahr- gab es auch Fluggeräte zu sehen. "Mich hat gerade eine Hornisse angegriffen!" sagte Andreas irgendwann. "Unsinn! Das sind Junikäfer!" (Robert). Das sind die, die dich preisen wollen, weil sie glauben, du seist klüger als sie, denn sie sind, glauben sie, Staub und du bist der Wind. 

* außer über Sachen wie Konzertfrisuren
** ?

Setlist Masha Qrella, Hafen 2, Offenbach:

01: Ticket to my heart
02: Bleiben
03: Blaudunkel
04: Geister
05: Maschinen
06: 27. September
07: Girl
08: Keys
09: Wind
10: Haut
11: Hure
12: Woanders
13: Pale days

14: Sicily (Z)
15: Don't stop the dance (Z)



Mittwoch, 6. Januar 2021

My Year in lists: tout ce que j'ai écouté en 2020 par Oliver Peel

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My Year in lists: tout ce que j'ai écouté en 2020 par Oliver Peel (et puis une très longue liste d'albums pas encore écouté)


Hier ja présenté mes Top 25 albums de 2020, aujourd'hui je complète la liste, en énumérant tous les albums que j'ai écouté cette année là. Si j'ai bien compté c'étaient 62 albums en tout. Faut savoir que je streame toujours pas, sauf sur Bandcamp. J'achète tout ce qui m'intéresse sur CD en général.



En plus j'ai fait une liste avec les albums que je n'ai pas encore écouté. Que des trucs qui pourraient m'intéresser, mais par manque de temps ces albums ont été (certainement souvent injustement) négligés par moi.

TOP 25

1 Sufjan Stevens- The Ascension
2 Taylor Swift- Folklore
3 Fleet Foxes- Shore
4 En Attendant Ana- Juillet
5 Adrianne Lenker- Songs
6 This Is The Kit- Off Off On
7 The Innocence Mission- See You Tomorrow
8 Courtney Marie Andrews- Old Flowers 
9 Bright Eyes- Down In The Weeds Where The World Once Was
10 Other Lives- For Their Love

11 Cabane- Grande Est La Maison
12 Mocke - Parle Grand Canard
13 Kacey Johansing - No Better Time
14 Lanterns On The Lake- Spook The Herd
15 Sophie Hunger- Halluzinationen
16 Aoife Nessa Frances- Land Of No Junction
17 Sarah Rebecca- self-titled
18 Thousand- Au Paradis
19 The Apartments In And Out Of The Light
20 Zachary Cale - False Spring

21 Phoebe Bridgers- Punisher
22 Nadia Reid- Out Of My Province
23 Matt Berninger- Serpentine Prison
24 Ricky Hollywood- Le Sens du Sens
25 Honey Harper- Starmaker

Et après: (sans classement, seulement trié alphabétiquement, Que des Albums que j'ai vraiment écouté et dans la plupart des cas aimés, ils auraient pu figurer dans mes TOP 25, mais il fallait faire un choix...)

A Certain Ratio- ACR Loco
Fiona Apple- Fetch The Bolt Cutters
Julianna Barwick- Healing Is A Miracle
Bill Callahan-Gold Record
Benjamin Biolay- Grand Prix
Alice Boman- Dream On
Built To Spill- Plays The Songs Of Daniel Johnston
Catastrophe- Gong!
Barbara Carlotti- Corse, ile d'amour
Shirley Collins, Heart's Ease
Future Islands- As Long As You Are
Bill Fay- Countless Branches
Fenne Lily- Breach
Fontaines D.C.- A Hero's Death
Josephine Foster- No Harm Done
Julien Gasc- L'Appel de la Forêt
Dana Gavanski- Yesterday Is Gone
Mary Lattimore- Silver Ladders
Brigid Mae Power- Head Above The Water
Ela Minus- Acts Of Rebellion
Agnes Obel- Myopia
Angel Olsen- Whole New Mess
Protomartyr- Ultimate Success Today
Andy Shauf- The Neon Skyline
Soccer Mommy- Color Theory
Tennis- Swimmer
Ultraista-Sister
Laura Veirs- My Echo
Katie von Schleicher- Consummation

(Un)guilty Pleasures:


Ava Max- Heaven And Hell
Dua Lipa- Future Nostalgia
The Weeknd- After Hours

Pas encore écouté: (la liste est extrêmement longue, mon dieu !)

A

Ascendant Vierge- Vierge
Arbouretum- Let It All In

B

The Bats- Foothills
Best Coast- Everything Has Changed
Basia Bulat- Are You In Love?
BC Camplight- Shortly After Takeoff
Anna Burch- If You're Dreaming

C

Isobel Campbell- The Is No Other
Coriky- st
Cabaret Voltaire- Shadow Of Fear
Crack Cloud- Pain Olympics

D

Dawes- Good Luck With Whatever
Doves- The Universal Want
Deradoorian- Find The Sun
The Dream Syndicate- The Universe Inside
Bob Dylan- Rough And Rowdy Ways
Helena Deland- Someone New

E

Evening Hymns- Heavy Leights
Eels- Earth To Dora
Hazel English- Off My Mind
Emmy The Great- April

F

Field Music- Making A New World
Flaming Lips- American Head
Frazey Ford- U kin B the Sun

G

Margaret Glaspy- Devotion
Gordi- Our Two Skins

H

Ren Harvieu- Revel In The Drama
Hen Ogledd- Free Humans
Haiku Hands- st
Hinds- The Prettiest Curse

I

Iliketrains- Kompromat
Idles- Ultra Mono

J

Jarv Is- Beyond The Pale
Damien Jurado- What's New, Tomboy?
Juniore- Un, deux, trois

L

Land Of Talk- Indistinct Conversations
Lido Pimienta- Miss Colombia
Hamilton Leithauser- The Loves Of Your Lives
Loma- Don't Shy Away
Lous And The Yakuza- Gore
Kelly Lee Owens- Inner Song

M

My Morning Jacket- The Waterfall II
The Magnetic Fields- Quickies
H.C. Mcentire- Eno Axis
Kevin Morby- Sundowner

N

Noveller- Arrow

O

Oklou- Galore
The Orielles-Disco Volador

P

Pottery- Welcome To Bobby's Motel
Porridge Radio- Every Bad

R

RVG- Feral
Caroline Rose- Superstar
Rolling Blackouts Coastal Fever- Sideways To New Italy

S

Samia- The Baby
Sad 13- Haunted Painting
Sophia- Holding On, Letting Go
Star Feminine Band- st
Six Organs Of Admittance- Companion Rises
Sam Amidon- st
Smoke Fairies- Darkness Brings the Wonders Home

T

Tunng- Tunng Presents...Dead Club
Throwing Muses- Sun Racket
Tina- Postive Mental Health Music
Jeff Tweedy- Love Is The King
Molly Tuttle...but I would rather be with you

U

U.S. Girls- Heavy Light



Wire- Mind Hive
Waxahatchee- Saint Cloud
Working Men's Club- st
Widowspeak- Plum
Lucinda Williams- Good Souls Better Angels
Jonathan Wilson- Dixie Blur
Woods- Strange To Explain


Mes notes dans mon cahier pour ce classement


My Year in Lists- Gehörte und nicht gehörte Alben 2020 von Oliver Peel

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Gestern habe ich euch hier meine Top 25 Alben aus 2020 präsentiert, heute komplette ich die Liste, indem ich auch andere Alben erwähne, die ich gehört habe. 



Zudem habe ich eine lange Liste erstellt mit Alben die ich noch nicht gehört habe. Alles Sachen, die mich interessieren könnten, die aber aus Zeitgründen (ja ja, alles Ausreden, Oliver!) unter den Tisch fielen.

TOP 25

1 Sufjan Stevens- The Ascension
2 Taylor Swift- Folklore
3 Fleet Foxes- Shore
4 En Attendant Ana- Juillet
5 Adrianne Lenker- Songs
6 This Is The Kit- Off Off On
7 The Innocence Mission- See You Tomorrow
8 Courtney Marie Andrews- Old Flowers
9 Bright Eyes- Down In The Weeds Where The World Once Was
10 Other Lives- For Their Love

11 Cabane- Grande Est La Maison
12 Mocke - Parle Grand Canard
13 Kacey Johansing - No Better Time
14 Lanterns On The Lake- Spook The Herd
15 Sophie Hunger- Halluzinationen
16 Aoife Nessa Frances- Land Of No Junction
17 Sarah Rebecca- self-titled
18 Thousand- Au Paradis
19 The Apartments In And Out Of The Light
20 Zachary Cale - False Spring

21 Phoebe Bridgers- Punisher
22 Nadia Reid- Out Of My Province
23 Matt Berninger- Serpentine Prison
24 Ricky Hollywood- Le Sens du Sens
25 Honey Harper- Starmaker

Und dahinter: (ohne Reihenfolge, lediglich halbwegs alphabetisch geordnet, Alles Alben, die ich gehört und in den meisten Fällen gemocht habe und die es in die TOP 25 hätten schaffen können)

A Certain Ratio- ACR Loco
Fiona Apple- Fetch The Bolt Cutters
Julianna Barwick- Healing Is A Miracle
Bill Callahan-Gold Record
Benjamin Biolay- Grand Prix
Alice Boman- Dream On
Built To Spill- Plays The Songs Of Daniel Johnston
Catastrophe- Gong!
Barbara Carlotti- Corse, ile d'amour
Shirley Collins, Heart's Ease
Future Islands- As Long As You Are
Bill Fay- Countless Branches
Fenne Lily- Breach
Fontaines D.C.- A Hero's Death
Josephine Foster- No Harm Done
Julien Gasc- L'Appel de la Forêt
Dana Gavanski- Yesterday Is Gone
Mary Lattimore- Silver Ladders
Brigid Mae Power- Head Above The Water
Ela Minus- Acts Of Rebellion
Agnes Obel- Myopia
Angel Olsen- Whole New Mess
Protomartyr- Ultimate Success Today
Andy Shauf- The Neon Skyline
Soccer Mommy- Color Theory
Tennis- Swimmer
Ultraista-Sister
Laura Veirs- My Echo
Katie von Schleicher- Consummation

(Un)guilty Pleasures:


Ava Max- Heaven And Hell
Dua Lipa- Future Nostalgia
The Weeknd- After Hours

Nicht gehört: (alles Alben, die mich interessiert hätten, aber die Zeit fehlte wie so oft...)

A

Ascendant Vierge- Vierge
Arbouretum- Let It All In

B

The Bats- Foothills
Best Coast- Everything Has Changed
Basia Bulat- Are You In Love?
BC Camplight- Shortly After Takeoff
Anna Burch- If You're Dreaming

C

Isobel Campbell- The Is No Other
Coriky- st
Cabaret Voltaire- Shadow Of Fear
Crack Cloud- Pain Olympics

D

Dawes- Good Luck With Whatever
Doves- The Universal Want
Deradoorian- Find The Sun
The Dream Syndicate- The Universe Inside
Bob Dylan- Rough And Rowdy Ways
Helena Deland- Someone New

E

Evening Hymns- Heavy Leights
Eels- Earth To Dora
Hazel English- Off My Mind
Emmy The Great- April

F

Field Music- Making A New World
Flaming Lips- American Head
Frazey Ford- U kin B the Sun

G

Margaret Glaspy- Devotion
Gordi- Our Two Skins

H

Ren Harvieu- Revel In The Drama
Hen Ogledd- Free Humans
Haiku Hands- st
Hinds- The Prettiest Curse

I

Iliketrains- Kompromat
Idles- Ultra Mono

J

Jarv Is- Beyond The Pale
Damien Jurado- What's New, Tomboy?
Juniore- Un, deux, trois

L

Land Of Talk- Weight Of That Weekend
Lido Pimienta- Miss Colombia
Hamilton Leithauser- The Loves Of Your Lives
Loma- Don't Shy Away
Lous And The Yakuza- Gore
Kelly Lee Owens- Inner Song

M

My Morning Jacket- The Waterfall II
The Magnetic Fields- Quickies
H.C. Mcentire- Eno Axis
Kevin Morby- Sundowner

N

Noveller- Arrow

O

Oklou- Galore
The Orielles-Disco Volador

P

Pottery- Welcome To Bobby's Motel
Porridge Radio- Every Bad

R

RVG- Feral
Caroline Rose- Superstar
Rolling Blackouts Coastal Fever- Sideways To New Italy

S

Samia- The Baby
Sad 13- Haunted Painting
Sophia- Holding On, Letting Go
Star Feminine Band- st
Six Organs Of Admittance- Companion Rises
Sam Amidon- st
Smoke Fairies- Darkness Brings the Wonders Home

T

Tunng- Tunng Presents...Dead Club
Throwing Muses- Sun Racket
Tina- Postive Mental Health Music
Jeff Tweedy- Love Is The King
Molly Tuttle...but I would rather be with you

U

U.S. Girls- Heavy Light



Wire- Mind Hive
Waxahatchee- Saint Cloud
Working Men's Club- st
Widowspeak- Plum
Lucinda Williams- Good Souls Better Angels
Jonathan Wilson- Dixie Blur
Woods- Strange To Explain


Alles zunächst handnotiert



Dienstag, 5. Januar 2021

Platten des Jahres 2020 von Oliver Peel

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In den vergangen Jahren will ich einen Trend hin zur kurzen Platte festgestellt haben. 

Hinsichtlich der Verkürzung einzelner Songs hatte ich bereits Artikel in der Presse gelesen, was Alben anbetrifft gibt es sicherlich einschlägige Untersuchungen hierzu, obwohl ich spontan jetzt keine Quelle nennen kann, die meine Vermutungen bestätigt. Vielen gefällt das, weil Zeit und Geduld oft fehlen, mir hingegen behagt dieser Trend zur LP, die nur zwischen 30 und 35 Minuten dauert, nicht sonderlich. Natürlich kommt es in erster Linie auf die Qualität und nicht die Quantität an, aber ist es zu viel verlangt, mindestens 40-45 Minuten hochwertiger Musik auf einem Album zu erwarten ?


Erfreulicherweise gab es Künstlerinnen und Künstler, die lange und zugleich durchweg gute Alben veröffentlicht haben. An erster Stelle ist da der Amerikaner Sufjan Stevens zu nennen, der mit The Ascension den Vogel abschoss: 80 Minuten mit konstant packender und bewegender Musik, das machte ihm 2020 keiner nach. Ein experimentelles Meisterwerk, das dennoch zugänglich blieb und einen irren Spannungsbogen aufbaute.


Taylor Swift überschritt mit ihrem sehr gelungenen Album Folklore ebenfalls die 1 Stundenmarke und lieferte 63 Minuten und 29 Sekunden herzzerreißender Musik ab, zu der Aaron Dessner von The National und Bon Iver einiges beigetragen haben. Ihr erstes richtiges Folkalbum mit reduzierten und intimen Songs.


Die wundervollen Fleet Foxes packten 15 Titel auf ihr 54 Minuten langes neues Meisterwerk namens Shore. Bisher ist das Album nur digital erschienen, erst Anfang Februar sollen Vinyl und CDs endlich in den Läden stehen. Die betörenden Harmoniegesänge werden auf Vinyl sicherlich besonders gut klingen.


Der Rest meiner Bestenliste wird, wie schon die Top 3, von Amerikanern dominiert, insgesamt stammen 15 von 25 Alben aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 

Aber es gibt auch Franzosen bei mir. En Attendant Ana klingen zwar sehr britisch, ihr flotter Indiepop, glänzend und sehr charmant intoniert von Sängerin Margaux, kommt aber aus dem Land des Käses. Auch Mocke ist Franzose, macht allerdings (fabelhafte) Instrumentalmusik. Cabane stammt aus Belgien und hat sich auf seinem feinen Folkalbum Grande Est La Maison von Kate Stables von This Is The Kit und Bonnie Prince Billy begleiten lassen. 

Mit Sophie Hunger habe ich eine Schweizerin ausgewählt, die auch ein paar deutsche Lieder auf ihrem neuen Werk Halluzinationen zu bieten hat. Ihr Stil ist deutlich weniger bluesig/jazzy als früher, vielmehr Pop, Rock, Elektro. Eine interessante Entwicklung.


Das Vereinigte Königreich ist auch in meiner Top 25 betreten und zwar durch This Is The Kit (Off Off On) und die wundervollen Lanterns on The Lake mit ihrem epischen Post Pop auf Spook The Herd.


Auch Musiker aus Down Under habe ich nicht verschmäht, die Neuseeländerin Nadia Reid hat es in die Liste geschafft und ebenso der Australier Peter Milton Walsh, der Mann hinter The Apartments.


Insgesamt ein schönes Musikjahr was die Plattenveröffentlichungen betrifft, aber es gab sehr wenige Konzerte und da war wir nunmal Konzertfans sind und uns auf Berichte über Liveauftritte spezialisiert haben, muss man das Jahr leider als miserabel bezeichnen. Es kann nur besser werden? Hoffen wir es!

TOP 25


1  Sufjan Stevens- The Ascension
2 Taylor Swift- Folklore
3  Fleet Foxes- Shore
4  En Attendant Ana- Juillet
5 Adrianne Lenker- Songs
6 This Is The Kit- Off Off On
7  The Innocence Mission- See You Tomorrow
8  Courtney Marie Andrews- Old Flowers 
9 Bright Eyes- Down In The Weeds Where The World Once Was
10  Other Lives- For Their Love


11  Cabane- Grande Est La Maison
12  Mocke - Parle Grand Canard
13  Kacey Johansing - No Better Time
14  Lanterns On The Lake- Spook The Herd
15  Sophie Hunger- Halluzinationen
16  Aoife Nessa Frances- Land Of No Junction
17  Sarah Rebecca- self-titled
18  Thousand- Au Paradis
19  The Apartments In And Out Of The Light
20  Zachary Cale - False Spring



21  Phoebe Bridgers- Punisher
22  Nadia Reid- Out Of My Province
23  Matt Berninger- Serpentine Prison
24  Ricky Hollywood- Le Sens du Sens
25  Honey Harper- Starmaker


Montag, 4. Januar 2021

Platten des Jahres 2020 von Gudrun

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Konzerte waren ja 2020 nicht sehr angesagt, aber ich habe wieder sehr viel schöne Musik für mich entdecken können. Hier die Auswahl der Platten, die ich zum Zeitpunkt des Schreibens als die schönsten des Jahres für mich einschätze:
 









 
Daniel Benyamin: Solitarity 
Dota: Mascha Kaléko
Agnes Obel: Myopia
Olafur Arnalds: Some kind of peace
Martin Kohlstedt: Flur

Eine Liste voller Frauenstimmen - aber das überrascht ja nicht...


Konzerte des Jahres 2020 von Gudrun

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Meine Konzerte im Jahr 2020 waren alle im Februar - mit einem sich schon verwegen anfühlenden Ausflug nach Mannheim am 1. März. Die geplanten Konzerte im kleinen Rahmen hatten wir seit Mitte Februar fast alle abgesagt. Lange habe ich auch Streaming Angebote ignoriert, weil ich dafür in meinem neuen Alltag keinen Platz fand und auch keine Kapazität in meinem Kopf, es mir lang genug zu merken. Waren meine Jahresbilanzen sonst auch eine Aufzählung von Orten, so zeigt sich hier nur aufs Neue, wie wenig ich 2020 aus Karlsruhe hinausgegangen bin.


Meine Live-Konzerte waren:
 
Kliffs 02.02. im Tollhaus Karlsruhe
Kliffs bei Gabriele am 03.02. 
Erica Russo am 07.02. in meinem Wohnzimmer
Moddi am 05.02. in Mainz
Afenginn am 21.02. in der Brotfabrik Frankfurt (Main)
Rufus Coats and Jess Smith bei Sven am 22.02.
Agnes Obel und Marléne am 01.03. im Capitol Mannheim
 

Konzerterlebnisse, die in Erinnerung geblieben sind, obwohl ich sie nur über meinen Computer erlebte:
 
Nadia Reid 24.07. The Grainstore Oamaru (NZ)
Lisa Morgenstern 27.07. United we stream @Neues Museum Berlin
Anthonie Tonnon 29.08. The Opera House Whanganui (NZ) 
Roxanne de Bastion 06.09. Moth Club London
Suzanne Vega 08.10. Blue Note New York
Svavar Knutur 24.10. sein Wohnzimmer Reykjavík (Island)
Ólafur Arnalds 13.11. Airwaves Festival Reykjavík 
Amanda Palmer 14.11. Toitoi Opera House Hawkes Bay (NZ)
Between The Lines x Erased Tapes: Anne Müller 16.11. 
David Allred 17.11. Bandcamp streaming Konzert
Zoe Keating 04.12. UVM Recital Hall, Vermont
Samantha Whates 11.12. St. Katherines London 
Árstíðir 27.12. Fríkirkjan Reykjavík 
 
Die Konzerte von Björk in Reykjavík, die für den Spätsommer geplant waren, sind inzwischen auch mehrfach verschoben und so kann ich vielleicht später in diesem Jahr berichten, wie das war. Ich muss zugeben, dass es mir wirklich glücklich gemacht hat, endlich mal "Mäuschen spielen" zu können bei Konzerten am anderen Ende der Welt. Und dass die oben aufgezählten streams zum Teil wirklich wunderbar gefilmt und in toller Qualität wett gemacht haben, dass ich nicht vor Ort sein kann. Einzig das Nick Cave Konzert war irgendwie langweilig.

Aus unserem Archiv:
Gudruns Listen

 

Konzerttagebuch © 2010

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