Samstag, 18. August 2007

Polarkreis 18, Hohenfelden, 17.08.07


Konzert: Polarkreis 18
Ort: Stausee Hohenfelden (Highfield Festival)
Datum: 17.08.2007
Zuschauer: Für die frühe Uhrzeit recht viele


Ich weiß nicht, wie oft ich meinem Leben am Stausee von Hohenfelden in Thüringen vorbeigefahren bin, auf die Idee, daß da ein Festival mit herausragendem Line-Up stattfinden könnte, war ich jedenfalls bisher nicht gekommen. Als ich das Programm für Freitag gesehen habe (Polarkreis 18, The Twang, Tocotronic, The Shins & Interpol) und erfahren habe, daß es Tageskarten gibt, war klar, daß ich da hinfahre.

Staus und andere Widrigkeiten hätten mich fast um einen der Hauptgründe gebracht, nach Erfurt zu fahren, nämlich um Polarkeis 18. Sehr abgehetzt kam ich aber genau im richtigen Moment auf dem Festivalgelände an, als
ich die letzte Kontrolle passierte, hörte ich gerade: "Hallo, wir sind Polarkreis 18". Puh, geschafft.

Für mich war das der mittlerweile vierte Auftritt der Band aus Dresden und meine Begeisterung steigt von Konzert zu Konzert. Auch gestern war die Ansetzung wieder unglücklich: Polarkreis 18 gehört abends auf die Bühne. Ich hoffe, liebe Festivalveranstalter, daß das spätestens bei den ersten Festivals nächstes Jahr so sein wird! Die Lage des Festivalgeländes direkt am Stausee, das Traumwetter und die doch schon zahlreichen Zuschauer, die im Gegensatz zu denen in Haldern die Band auch besser zu kennen schienen, machten das Konzert aber trotz des frühen Beginns um 17.20 Uhr zu einem sehr schönen Auftritt.

Erstes Lied war wieder "Somedays sundays". Dabei erschien mir das Schlagzeug
etwas zu laut zu sein. Das wurde aber schnell besser, denn schon "Dreamdancer", der Riesenhit der Sachsen, klang gewohnt toll. Diese Visions-Leute, die das Album der Band so sehr runtergeschrieben haben, sollten es so machen wie ich. Ich war auch skeptisch, bevor ich Polarkreis 18 zum ersten Mal gesehen habe, mittlerweile zählt die Band zu meinen Lieblingen. Die großen Melodien sind einzigartig, "Dreamdancer" ragt dabei zwar heraus, die anderen Stücke sind aber alle echte Erlebnisse. Das gestrige Set war ähnlich wie das aus Haldern, ergänzt wurde es durch "Under this big moon".

Ich hatte wirklich den Eindruck, daß viele die Lieder kannten. "Dreamdancer"
erkannten irre viele an den ersten Takten. Aber auch der Rest kam sehr gut an. Umso verwunderlicher war die Aussage von Felix irgendwann zwischendurch: "Unser Manager steht links auf der Bühne und guckt recht griesgrämig." Warum bloß? An der Leistung seiner Band kann es nicht gelegen haben, die war wie immer toll, am Publikum eben auch nicht. Der Sound war nach den anfänglichen Schwierigkeiten auch für meine Ohren sehr ok. Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, daß ich auch beim nächsten Mal, dann wieder in einem Club (und in Köln) viel Spaß haben werde. Vielleicht haben die Visions-Typen für den Auftritt ja auch ihr Zelt verlassen und sich von Polarkreis 18 überzeugen lassen... Eigentlich glaube ich das aber nicht, die Visions-Bands wie Sparta und Trail of Dead treten erst heute oder morgen auf...

Setlist Polarkreis 18 Highfield Festival:

01: Someday sundays
02: Dreamdancer
03: Comes around
04: Crystal lake
05: Under this big moon
06: Look



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