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Montag, 28. Mai 2018

OBS - Orange Blossom Festival 2018, Beverungen,

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Konzert: OBS22
Ort: Beverungen
Datum: 18.05.-20.05.2018
Dauer: 3 Tage
Zuschauer: ausverkauft


46 Minuten.



46 Minuten dauerte es. Dann kam „Sold Out“. Nix, kein Vor, kein Zurück. Wer nicht zum Zuge kam, frage bereits nach wenigen Minuten nach irgendeiner Möglichkeit um noch an Karten zu kommen. Bei dem eher knapp gehaltenen Kartenkontingent blieb erfahrungsgemäß kaum Bewegung.

Seit dem großartigen OBS 15 gab es meines Empfindens kein so grandioses LineUp wie in diesem Jahr. Natürlich war jedes Jahr für sich ein Herausragendes und stets war das OBS mit das Beste was der Festivalsommer überhaupt bieten konnte. Rembert und Crew sei‘s gedankt! 

Aber dieses Mal fügten sich anscheinend wieder einmal des Bookers glückliches Händchen mit des Künstler kongenialer Lust am Auftritt zu einem kaum zu überbietenden Klanggemälde. Anders ist dieses LineUp nicht zu erklären. Und dann startet ein Festival bei dem auch sagenhaft viele erwartungsfröhliche und freundlichen Fahrgemeinschaften zwischen Eltern und ihren Kindern gebildet werden. Hier kommen die Generationen wieder zusammen. 

Und in diesem Jahr gelang der Altersklassenbogen so exakt zwischen Casper, Giant Rooks und Sophia und Mitnight Choir verbindend, dass kein Auge trocken blieb. Und es lief und lief... 

Die erwähnten 46 Minuten reichten allerdings auch aus um eine gewisse Grundpanik auszulösen. Also wurde direkt mal die Anreise stracks um drei Tage vorverlegt, aus Sorge es würde keinen Stellplatz für das rollende Bett mehr geben. Und so wurde zwischen Kornlastern "Am Weseranger" die Base eingerichtet und sollte erst am Pfingstmontag wieder geräumt werden. 

Die Anrainer namens gelassen. Tim Vantol - Der junge sympathische Holländer eröffnet mit besten Singer-Songwriter Gaben und einer fantastisch reibenden Stimme das OBS22 und gleichsam einen Festivalfreitag der keine, aber auch wirklich keine kleine Pause zulassen wird. Erst gegen 24:00 Uhr werden die Regler aus nachbarschaftlicher Rücksicht heruntergefahren.

Ein Gefühl vom Zuhausigkeit (Danke Nillson!) stellt sich ein. Love! Dawn Brothers - Wundervoll, Wundervoll, Wundervoll! Die aus Rotterdam angereisten Brüder im Geiste spielen besten besten Retrorock im Stile der 60iger und 70iger. 



Fortuna Ehrenfeld - Martin Bechler wird seit geraumer Zeit als einer der derzeit wichtigsten deutschen Songwriter gehandelt und damit fast geadelt. Ein bisschen schade, das „nur“ die kleine, aber wundervoll hergerichtete Minibühne für die Kölner Band, dafür aber für zwei Sets, geöffnet wurde. Da geht noch mehr! Darüber täuscht auch das wie immer etwas schräge Outfit Bechlers im karierten Schlafanzug mit Federboa und Bärentatzenfellpüschel an den Füßen nicht hinweg.

Wer sich nicht davon ablenken lässt, bekommt feinstes Textgeschmeide auf die Ohren und darf wegen der Minibühne ganz dicht dran sein. Alles richtig gemacht! 

D/Troit - Seit Jake and Elwood kam mir nur noch mit St.Paul and the Broken Bones auf einem der zurückliegenden hpf ein derartig souliger Funk um die Ecke gefegt. Herrlich analog diese Dänen! EF - Ich war schon ein wenig enttäuscht, diese Band schon am Freitag hören zu dürfen. Sie war eigentlich eine Band für den sonntäglichen sphärischen Abschluss mit dem alle übersprudelnd glückselig nach Hause geschickt werden. 

Aber der Sonntag Abend war mehr als würdig belegt und so bereitete EF den Boden für den Freitagabend-Abschluss, wiegte den geneigten Zuhörer in Sicherheit und fesselte ihn wie ein Rudel Sirenen das Seefahrer anlockt. Hut ab vor der Platzierung im LineUp.



Casper - Welch eine Grenzgängernummer! Es zollt von Mut, diesen Auftritt, der nun wirklich zu groß wirkt für diese wunderbare Bühne, zu ermöglichen. Casper, dieser rauhstimmige Indie Rapper, bemühte sich dabei redlich um die Gunst aller Anwesenden. Und irgendwie gab es davon auch auch mehr als sonst und dass obwohl es erstmals wieder keine Freitagabendtickets gab. Eine bewusste OBS Entscheidung.

Die Bühne in dicksten Nebel gehüllt, wurden die Akkorde aus vollem Lauf über den Platz gefegt. Die OBS Massen waren bis auf wenige Ausnahmen gebannt und doch breitete sich eine merkwürdige Grundaggression aus, die ich so noch erlebt habe und eigentlich auch nicht brauche. Wie gesagt - ein Grenzgang!

Irgendwie war die folgende Nacht kurz und alles andere als trocken geblieben. Aber die Erwartung an einen herausragenden Samstag mit ansteigender musikalischer Kurve lässt keinen lange zurück. Ida Mae - was für ein geiler Auftakt für einen ansonsten kühlen Samstag. 

Wer Kill it Kid mochte, der kann an dieser Formation nicht vorbeikommen, auch wenn sich Stephanie Jaen und Chris Turpin eher an die Ursprünge zurückarbeiten. Folkig, warmherzig und umgarnend kommt ein einprägsamer Sound daher. Und dabei sind sie auch noch ausgesprochen attraktiv. Wer nun ins Träumen gerät, der wird durch den deutlichen Hinweis auf die kürzlich zurückliegende Hochzeit der Beiden schnell wieder geerdet. Egal, was bleibt ist die Musik! 

Me + Marie schienen mir anfänglich ein wenig zurückhaltend und kontrolliert. So sind sie halt, die Schweizer. Doch dann arbeitet das Duo+ ihre Songs hervor und wirkte dann so gar nicht mehr so Schweiz, eher München (hier leben Sie mittlerweile) oder Berlin (Studio Alex Prave). Indie-Folk geprägt vom Wollen und Können. Zudem auch mal in Rätoromanisch. Es wird nicht mein letztes Konzert sein.

C.Heiland - Mit frechem staubtrockenem Humor eroberter dieser Typ am Samstag die Minibühne und das dortige Umland. Psychiatrie, Sambazug nach Kiel, Lehrer- und Tierpflegerinnenwitze ließen die Umbaupausen zweimalig zwerchfellbelastend überstehen. Herausragend! 

Schreng Schreng & La La - der Anwalt und sein Esel, Lasse Paulus und Jörkk Mechenbier rütteln mit Ihrem Akustik-Post-Pank seit 2007 an den geneigten Ohren. Während Lasse für die Gitarren zuständig ist, kann Jörkks Gesang sanfter als bei seinem eher wütenden Vocals bei Love A überzeugen. Es macht schon Spass den beiden zuzuhören, die zwischendurch auch immer mal wieder Zeit haben, sich von einjährigen Pampifutts das Plec ins Schallloch werfen zu lassen. 

Und dann Afterpartees - was passiert sonst wohl auf Afterpartees? Richtig! Es ist laut, feucht-fröhlich und endlos andauernd! Wer hier nix verkippt, hatte es schon an den Ohren! Blind Butcher - Ein völlig durchgeknalltes, diskokugelsprengendes und bestmögliche Minibühnenpräsens zeigende GarageGlitterRockCombo. Druckvoll, laut und buntschrill! Selbst das schicke Grauzonen-Cover passte herausragend und überraschte.



Intergalactic Lovers - Meine persönliche Freude, diese wunderbare Band auf der OBS Bühne wiederzuhören. Die charismatische Lara Chedraoui und ihre Band aus Belgien schafft besten Indie-Rock in einprägsamen Lines und einer Stimme. Wow! 



Scott Mattews - Wer es schafft mittels Ukulele akustisch Culture Clubs 82‘ Jahre Song "Do You Really Want to Hurt Me" so in einen Slow Flow zu schießen, dass man gefühlt jeden Moment rechts oder links sitzend von der Festzeltgarnitur kippen könnte, dem gebührt allergrößter Respekt. Natürlich kann der musikalisch Tiefenentspannte nicht nur Cover ummünzen, aber eben auch. Dance With Somebody! 



Giant Rooks - Was soll hier noch geschrieben über die vlt. wichtigste deutsche Band ihres Genres. Alles ist in den letzten Monaten geschrieben und gesagt worden. Die Hallen sind ausverkauft, egal ob auf dem Festland oder der Insel. Und auch große Festivals machen den sympathischen Jungs aus Hamm in Westfalen nur noch kurzzeitig weiche Knie. Ein sauber gespieltes Set, gewachsene Stimme und Spaß, Spaß, Spaß am OBS, welches schon so oft zuvor besucht wurde. Man ist quasi hier aufgewachsen. 



Sophia - Wer hier nicht wollte, selber schuld. Robin Proper Shepert zog an und nahm die Wiese mit Sturm und Drang. Und obwohl Sophia das erste Mal live und in düster das OBS beehrten, so gibt es scheinbar eine ewig währende Verbindung.

Der täglich eingespielte OBS Trailer aus „Absolute Giganten“ in dem Frank Giering, alias "Floyd" vor dem Sound von Sophia‘s „Reprise“ über die nie enden dürfende Musik philosophiert, schuf eine nicht mehr enden wollende Liebe, die in dem heroisch andauernden Extro ihren ultimativen Höhepunkt fand. Wer das erleben durfte, geht gestählt in das kommende Jahr.

Der alljährliche pfingstsonntägliche Suprice Act blieb bis kurz vor Beginn in frühmorgendlicher Stunde das bestgehütete Geheimnis des OBS. Eine Handvoll Eingeweihte gaben nichts Preis, sondern im Gegenteil, sie legten falsche Fährten, beschrieben u.a. eine notwendige Visabeschaffung in der internen ToDo Liste und am Set wurden nur abgeklebte Transportboxen angeliefert. 

Die vorabendlichen Spekulationen umfassten auch diese Band. Aber gefühlt war der Wunsch der Vater des Gedanken. Doch dann passierte es. Mit Kettcar betrat eine der wichtigsten deutschsprachigen Bands die Bühne und feierte die morgendliche Gemeinde! 

Mit Donovan Woods betrat ein tiefenentspannt wirkender Kanadier die Bühne, der zu keiner Zeit den Anschein machte, das eben Dargebotene toppen zu müssen. Ruhig und gelassen bespielte Woods ein unaufdringlich eindringliches Americana Set. Vergleiche mit den großartigen Bear’s Den drängen sich auf. Ein Genuss! 

Mit Daily Thompson stürmte ein Trio aus Dortmund die Bühne und wollte sie eigentlich so gar nicht mehr hergeben. Die Grunge-Garage-Indierock Formation setzt Zeichen und haute raus was es mitgebracht hat. Krachend!

Steiner & Madlaina - Und damit bekamen wir etwas herausragend feines und liebevolle arrangiertes auf die Ohren. Nora Steiner und Madlaina Pollina fanden sich auf einem Züricher Pausenhof. Langjährig vertraut als Duo, dem eine komplette Band aber auch sehr gut steht. Das Duo überzeugt auf der ganzen Länge. Und ja, wir verweisen kurz auf die familiäre frühkindliche Erziehung im Hause Pollina und den beiden musikalisch wohlgeraten Kindern, schon der Bruder gastierte im vergangenen Jahr auf der OBS Bühne. Dies aber nur fürs Nebenbei. 

Denn die beiden bislang erschienen EP’s sollten in keiner Liste fehlen und September 2018 erscheint dann bei Glitterhouse die erste CD. 

Eine Lesung nach 10 Bechern Industriebier? Kann man machen wenn, ja wenn es Linus Volkman ist, früherer Werktätiger bei Intro, heute nur Lesender „...im Dorf, dass niemals aufwacht...“ (Beverungen) über Festival und natürlich über kleine und größere Probleme bei selbigen. 

Und eigentlich hat er ja gar keinen Bock auf Festivals zu lesen. Danke dafür und für den Spaß auf allen Seiten! Was dann kam, kam als vorweg genommener Abriss. White Wine! Wer auf sommerlaue Stimmung mit einem Gläschen Traminer aus war, tja der hatte Pech! Dreck und Schwefel! Aber was der US-Musiker und Wahl-Leipziger Joe Heager mit seinen Mannen Fritz Brückner und Christian „Kirmes“ Kuhr darbot, firmiert unter Noise Pop vom Feinsten und eröffnet die Apokalypse im Glitterhouse Garten.

Da werden Fotografen im Graben nieder gerungen (Wolfgang hat es aber wieder auf die Beine geschafft) und das Mikro im Rasen verbuddelt. Ein Gerenne und Gepoge und dazwischen immer wieder Einspielungen mittels Fagott. Grandioses Kino und man selbst sollte stets auf etwas Abstand bleiben. 



Olli Schulz - Gewohnt flachsig mit leicht arrogantem Einschlag aber gefühlvollem Textinterieur welches sich in divers verkündeten (Lebens)weisheiten äußerte. Der aus Funk und Fernsehen bekannte liedermachende Entertainer weiß zu überzeugen. Bis zum ersten Akkord an der Fluppe saugend, sitzend und lächelnd, während um ihn herum in den Vorbereitungen gewühlt wurde. 

„Du bist eben so lange einsam bis du es lernst allein zu sein.“ Mit Kat Frankie in der Combo verstärkt, liefert Olli ein famoses Set ab, der vielfache Confettiregen lieferte den Glamour. 

Boy Division - die best gekleidete Coverband ever, waren mit ihrem Walking Acoustic Set dreimal am Sonntag unterwegs. Während im Publikum und am MeetAndGreet der großartigen Roadtracks noch alles passte, kippte Olli beim letzten Set fast vornüber von der Ministage und auch die Textsicherheit war dahin. Kurz zuvor hatte ihn eine ungefähr 5jährige mit MickyMäusen gut behütet auf den Ohren, derart aus dem Konzept geworfen, dass auch mit einer größeren Tröte nix mehr zu reißen war. Ein elend geiler Spaß!



Midnight Choir - das letzte Konzert vor ihrer damaligen Auflösung spielte die Band außerhalb Norwegens auf dem OBS. Und das erste Konzert nach ihrer Reunion spielen sie? Richtig! Auf dem OBS22. Und das noch als absolutes Finale, als Höhepunkt und als Abschluss eines grandiosen Festivals. So schließen sich Kreise. 

Und genau das war es was alle wollten und bekommen haben. Das beste kleine Festival, ein Riesenspass. Ihr OBS Macher, ihr seid schon sehr geil!

Auf die kommenden 46 Minuten.

Foto und Text: Denis Schinner by desc-photography Noch mehr Foto: bald auf www.desc-photography.com


Montag, 10. Oktober 2016

New Fall Festival - Vorbericht - Alle Infos

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Neben dem hervorragenden Lineup sind die besonderen Säle die Hauptargumente für diese Festivals, welches dieses Jahr am gleichen Wochenende auch erstmals in Stuttgart stattfindet.

Für Düsseldorf sind sowohl  die Johanneskirche, als auch der auf der anderen Seite des Ehrenhofs gelegene Robert-Schumann-Saal,  Glücksgriffe für Konzerte. In Stuttgart werden sogar das Schloss sowie alle drei Säle der Liederhalle bespielt.

Das New Fall Festival ist kein klassisches Indie-Musikfestival. Es ist eher mit Veranstaltungen wie dem Montreux Jazz Festival vergleichbar. Ein bis drei Konzerte pro Tag mit jeweils ein bis zwei Künstlern, kein Ganztagsprogramm. Wem Gummistiefel und Bier in Bollerwagen wichtiger sind als Konzerte, wird keinen großen Gefallen am New Fall Festival finden, für Musikliebhaber ist es perfekt. 

Zusätzlich gab es am Sonntag in Düsseldorf für einige, frühzeitige Kartenkäufer (hier: "Believer" genannt) wieder mal ein besonderes Extra: "Olli Schulz" spielte ein kleines, geheimes Gratiskonzert vor circa 150 Gästen. Auch das ist das New Fall Festival.   

Über das Konzert einen separaten Bericht zu schreiben wäre schwierig. Es klang wirklich wie ein Wohnzimmerkonzert unter Freunden. Viel kauziger Witz, verstimmte Gitarren und Freibier waren aber viel schöner als ein weiteres Konzert von der Stange. Olli Schulz ist immer dann am besten wenn die Umstände widrig sind, der Abend war da keine Ausnahme. 

Der offizielle Teil der diesjährigen Bestätigungen für beide Städte wirkt da weitaus seriöser: "Wilco", "Regina Spektor" und "Agnes Obel" dürften mit ihren Instrumenten keinerlei Probleme haben und versprechen durchweg grandiose Live-Abende.

"Kate Tempest" und "Explosions in the Sky" (beide nur Düsseldorf) haben wir bereits mehrfach als Pflichttermine empfohlen. Diesmal, in bestuhlten Hallen, dürfte es keine Ausreden mehr geben.

Beim NRW-Abend im Capitol-Club spielen dieses Jahr gleich fünf aufstrebende Bands, wobei die "Giant Rooks" bereits Haldern erprobt sind.

"Roosevelt" ist ja in aller Munde, sein Kölner Konzert ist bereits ausverkauft, 
für Düsseldorf sind noch Tickets zu haben.

Besonders, und eine der letzten Bestätigungen ist der Support der "Silversun Pickups" am Sonntag: "Lucy Dacus" ist noch ein echter Geheimtipp. 

Als weitere Neuerung gibt es dieses Jahr noch zwei Aftershow-Konzerte in einem neuen Düsseldorfer Hotel: "Sarah & Julian" sowie "Wyoming" spielen ab 23:00 Uhr im "Me and All Hotel".

Das Line-Up im Überblick mit Zeitplan und Orte

In Düsseldorf

26.10. Eröffnungskonzert: Jain | New Fall Düsseldorf 2016
27.10. Grandbrothers | New Fall Düsseldorf 2016
27.10. James Vincent McMorrow | New Fall Düsseldorf 2016
27.10. Explosions in the Sky – Support: Shipwrecks | New Fall DUS 2016
27.10. Brandt Brauer Frick | New Fall Düsseldorf 2016
28.10. NRW-Abend | New Fall Düsseldorf 2016 

        /w Blackberries, Goldroger, Moglebaum, The Day, Giant Rooks
28.10. Sarah & Julian | New Fall Festival 2016
28.10. Dillon & Chor | New Fall Düsseldorf 2016
28.10. Regina Spektor | New Fall Düsseldorf 2016
28.10. James Rhodes | New Fall Düsseldorf 2016
28.10. All The Luck In The World | New Fall Düsseldorf 2016
28.10. Agnes Obel l New Fall Düsseldorf 2016 l Zusatztermin
29.10. Agnes Obel | New Fall Düsseldorf 2016
29.10. Kate Tempest | New Fall Düsseldorf 2016
29.10. Roosevelt | New Fall Düsseldorf 2016 
29.10. John Grant – Support: Frances | New Fall Düsseldorf 2016
29.10. Adam Green | New Fall Düsseldorf 2016
29.10. Wilco | New Fall Düsseldorf 2016
30.10. Silversun Pickups – Support: Lucy Dacus | New Fall Düsseldorf
30.10. Deine Freunde & RheinBrass | New Fall Düsseldorf 2016




In Stuttgart

27.10. Dillon | New Fall Stuttgart 2016
28.10. Wanda | New Fall Stuttgart 2016
28.10. BOY | New Fall Stuttgart 2016
28.10. Grandbrothers | New Fall Stuttgart 2016
29.10. Brandt Brauer Frick | New Fall Stuttgart 2016
29.10. Regina Spektor | New Fall Stuttgart 2016
30.10. Wilco | New Fall Stuttgart 2016
30.10. Agnes Obel – Support: Frances | New Fall Stuttgart 2016
30.10. James Rhodes | New Fall Stuttgart 2016 


Unser Service vom Konzerttagebuch
(36 Berichte im Archiv)


Wilco, Haldern, 11.08.12
Wilco, Paris, 05.03.12
Wilco, Paris, 29.05.07

Agnes Obel, Stuttgart, 07.11.13
Agnes Obel, Paris, 09.07.12
Agnes Obel, Eindhoven, 16.06.12 
Agnes Obel, Freiburg, 14.11.11
Agnes Obel, Paris, 02.11.11
Agnes Obel, Paris, 09.11.10
Agnes Obel, Paris, 06.11.10
Agnes Obel, Paris, 28.10.10


Adam Green & Binki Shapiro, Frankfurt, 04.04.13
Adam Green, Melt!, 18.07.08


Dillon, Paris, 21.11.12
Dillon, Wien, 04.10.12 
Dillon, Dortmund, 28.07.12
Dillon, Paris, 24.03.12
Dillon, Paris, 19.11.11
Dillon, Wien, 29.03.10
Dillon, Köln, 04.03.10
Dillon, Köln, 17.05.08


Explosions In The Sky, Barcelona, 01.06.16
Explosions In The Sky, Paris, 30.01.12
Explosions In The Sky, Haldern, 13.08.11
Explosions In The Sky, Barcelona, 27.05.11
Explosions In The Sky, Paris, 20.05.11


James Vincent McMorrow, Haldern, 12.08.11
James Vincent McMorrow, Paris, 02.04.11


John Grant, Berlin, 26.11.15
John Grant, London, 07.09.11
John Grant, Paris, 14.06.10


Kate Tempest, Mannheim, 03.06.16
Kate Tempest, Köln, 28.11.14 


Regina Spektor, Paris, 01.07.09

Silversun Pickups, Köln, 05.11.07
Silversun Pickups, Offenbach, 02.11.07






Samstag, 29. März 2014

Konzertankündigung: Olli Schulz

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Tourankündigung: Olli Schulz

Termine: s.u. 


  

„Neulich hat mir einer bei MySpace geschrieben, dass er mich früher besser fand als jetzt und dann hab ich geschrieben 'Schade, ich find' dich jetzt besser, als früher.'“


Eine Aussage, die dem 2012er Album „SOS - Save Olli Schulz“ entstammt, aber bei Olli Schulz, seines Zeichens Hamburger Singer-/Songwriter und mittlerweile Privatfernseh-Entertainment-Allzweckwaffe, stärker denn je zum alltäglichen Diskurs gehören dürfte. Zwar ist MySpace immer noch Schnee von Vorgestern und Olli hat nach eigenen Aussagen seine Social-Media-Präsenz in die Hände seines Managements übergeben, da er sich mit eben solchen Aussagen – verständlicherweise – nicht mehr auseinandersetzen will, aber als halbwegs informierter Mensch kann auch ich nicht umhin die Nase leicht zu rümpfen, wenn man auf Facebook Kommentare des ultimativen Unwissens lesen darf, wie „Olli Schulz und der Hund Marie?! :D“ - es blutet still, das Indie-Herz.

Wir schauen uns in Darmstadt mal an, was der Herr Schulz mit voller Bandbesetzung im Rücken so auf die Bühne bringen wird und hoffen sehr, dass es auch dieses Mal die liebevoll zusammengestellte Ipad-Diashow mit Eichhörnchen und Baby-Eulen geben wird.

Tourdaten:

29.03. Bremen - Nordlicht-Festival
30.03. Dresden – Beatpol
31.03. Darmstadt – Centralstation
02.04. Würzburg – Posthalle
03.04. Augsburg – Kantine
04.04. Kaiserslautern – Kammgarn
05.04. Schaffhausen (CH) – Kammgarn
06.04. Düsseldorf – Zakk 




 


Dienstag, 20. November 2012

Olli Schulz, Karlsruhe, 19.11.12

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Konzert: Olli Schulz
Ort: Tollhaus in Karlsruhe
Datum: 19.11.2012
Zuschauer: 500 
Konzertdauer:  135 min





Gestern Abend wurde ich angeregt, ernsthaft darüber nachzudenken, vielleicht Backvocals für Olli Schulz zu singen...
Klingt sicher etwas schräg so ohne Kontext. 

Also fange ich mal am Anfang an. Ich lese seit etwa 20 Jahren die Zeitschrift VISIONS. Lange Zeit war sie meine einzige Informationsquelle über Konzerte von interessanten Bands (*). Es gab und gibt dort die Kategorie "Von der Redaktion empfohlen", was im Kontext der dort betriebenen Musik aus Leidenschaft so viel heißt wie "ganz besonders ans Herz gelegt". Meine Treue zu dieser Musikzeitschrift rührt sicher vor allem daher, dass die Leidenschaft tatsächlich überall zu spüren ist, und dass ich Vertrauen in den Geschmack der Redakteure habe: Mehr als einmal habe ich z.B. CD-Rezensionen geglaubt und die Silberlinge gekauft ohne vorher ausprobieren zu können. Und dadurch einige meiner nach wie vor liebsten Bands gefunden. 


Vor zehn Jahren trat dort erstmals ein für mich seltsames Phänomen auf: Olli Schulz und der Hund Marie eroberten das Herz der VISIONS. Immer und ewig wurden mir diese Konzerte wieder neu ans Herz gelegt.

Ich konnte das ehrlich gesagt nicht verstehen. Um nicht zu sagen - ich hielt das für so Jungskram, wo ich manchmal einfach keinen Zugang finde. Außerdem ist ja Humor sowieso immer so eine persönliche Sache - und mit Humor hat das Phänomen Olli Schulz halt auch viel zu tun.

10 Jahre sind eine lange Zeit.
 
Und so wollte ich nun doch der Einladung des Tollhauses folgen und mir das endlich mal aus der Nähe ansehen, nachdem ich die freundlichen Ratschläge der VISIONS so lange in den Wind geschlagen hatte. 

Mit mir hatten das noch einige hundert andere getan, die schon im Vorfeld eine erwartungsfrohe Stimmung verbreiteten. Hier waren wohl die meisten als Fans gekommen.

Was soll ich sagen: die über zwei Stunden mit Olli Schulz gehören sicher zu den kurzweiligsten Abenden im Jahr 2012. Ich habe sehr viel gelacht und fand einige Lieder richtig gut. Die Mischung von präsentiertem Ich, Musik, Geschichten und Nachahmung von Kollegen bzw. typischen Musizierhaltungen stimmte, war sehr sympathisch und wirkte für mich authentisch. Nachdem in einem Vorab-Einspieler Bezug genommen wurde auf die Vergangenheit von Olli Schulz als Stagehand und Roady saß er in Jeans und hochgekrempeltem Hemd fast den ganzen Abend auf einem Barhocker. Von dort sang er zur akustischen Gitarre oder erzählte Dönekes, die zum Teil Bezug auf die an die Bühnenwand hinter ihm projizierten Fotos hatten. In einem der für mich besonders guten Lieder lud er ein, noch einmal darüber nachzudenken, was man aus seinem Leben so machen möchte (z.B. Backvocals für Olli Schulz singen...).


Für etwa die Hälfte des Abends hatte er Unterstützung durch Ben Lauber am Schlagzeug, was den druckvolleren Liedern auch gut tat (aber vielleicht auch nicht gefehlt hätte?).

Von meiner Seite bleibt nach diesem Liveerlebnis nur zu sagen: Ich muss mich der VISIONS Redaktion anschließen und eine nachdrückliche Empfehlung aussprechen, sich einen Abend lang mal von Olli Schulz abholen zu lassen. In Nürnberg waren die Karten schon alle, aber die Tour dauert ja noch bis kurz vor Weihnachten.



(*) In Paderborn, wo ich da noch wohnte. hieß das aber leider meist nur, diese Bands in der Ferne vorbeiziehen zu wissen...

Konzerttermine:
20.11. Nürnberg – Hirsch
21.11. Essen – Zeche Carl
22.11. Krefeld – Kufa
23.11. Köln – Stollwerck
24.11. Mannheim – Alte Seilerei
10.12. Düsseldorf – Zakk
11.12. Bielefeld – Ringlokschuppen
12.12. Bremen – Modernes
13.12. Braunschweig – Meier Music Hall
14.12. Potsdam – Lindenpark
15.12. Hannover – Faust
16.12. Dresden – Schauburg
17.12. Darmstadt – Centralstation
18.12. Zürich (CH) – Moods
19.12. Luzern (CH) – Schüür
20.12. Konstanz – Kulturladenetwa eine Stunde



Samstag, 18. August 2012

Kettcar & Olli Schulz, Köln, 17.08.12

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Konzert: Kettcar & Olli Schulz
Ort: Friesenplatz, Köln (gamescom Festival)
Datum: 17.08.2012
Zuschauer: sehr viele
Dauer: Kettcar knapp 70 min, Olli Schulz 40 min



Bis Sonntag findet in der Kölner Messe die weltgrößte Computerspiele-Messe statt. Eigentlich eine mir vollkommen fremde Welt, wäre da nicht das gamescom Festival, auf dem Freitag bis Sonntag je vier bis fünf (2012 ausschließlich deutsche) Künstler auf einer Openair-Bühne am Friesenplatz auftreten. Am Sonntag spielt Thees Uhlmann auf dem Ring, am ersten Tag waren es dessen Labelmates Kettcar als Headliner und Olli Schulz (dessen Debüt bei Grand Hotel van Cleef erschienen war).

Olli Schulz erschien zehn Minuten zu früh, musste aber noch Soundcheck machen und verteilte dabei Süßigkeiten. "Vor drei Jahren habe ich schon mal hier gespielt, da war ich so betrunken, daß ich vor dem Konzert sicher war, daß ich schon gespielt hatte." Heute sei er aber nüchtern. Am Unterhaltungswert des Auftritts änderte dies nichts, der in Berlin lebende Hamburger war wie immer in Erzählstimmung. Ich hatte ihn zuletzt im Mai in Mannheim gesehen, bin also auf dem neuesten Stand und kannte alle Geschichten schon. Egal, urkomisch war es trotzdem!

Leider fehlten einige Lieblinge im Set, Koks & Nutten, Mixtape oder Dann schlägt dein Herz. Olli Schulz hatte das aber angedroht. Weil es nichts kostet, würde er sich auch nicht so viel Mühe geben. Trotzdem - und trotz der Ansagen - konnte der Sänger nicht verbergen, was für große Songs er schreibt! Es war wieder ein großes Vergnügen, nicht zuletzt eben musikalisch.

Einen großen Auftritt hatte Mareike, die sich gemeldet hatte, mit Olli Wonderwall anzustimmen. Kompliment für ihren Mut! Patricia in Mannheim konnte zwar eine Spur besser singen, Mareike hatte sich die CD als Lohn "die backstage liegt, kannste ja schon mal hingehen" trotzdem sehr verdient.

Setlist Olli Schulz, gamescom Festival, Köln:

01: Schrecklich schöne Welt
02: Spielerfrau
03: H.D.F.K.K.
04: Unten mit dem King
05: Die Ankunft der Marsianer
06: Wenn es gut ist
07: Wonderwall (Oasis Cover mit Mareike)
08: Song ohne Grund
09: Bettmensch
10: I was made for loving you (Kiss Cover)

Der anschließende Auftritt von Kettcar (ohne den von Olli Schulz versprochenen Kampf zwischen Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff verkleidet als Beast und Drachentöter) litt zunächst unter miesem Sound. Alles klang schrecklich dumpf, wie unter einer Abdeckfolie. Ein Festivalproblem, nach Olli Schulz blieben nur 30 min, die offenbar nicht ausreichten, alles auf Anhieb glasklar hinzubekommen. Mit der Zeit wurde der Klang aber deutlich besser, kein Grund am Gratisprogramm weiter rumzumäkeln.

Das Publikum schien zum großen Teil wegen der Bands da zu sein (was doof klingt, bei einem Gratiskonzert mitten in der Stadt aber nicht selbstverständlich ist), um uns rum sang alles mit (die Leute hinter uns zwar nur in den Pausen ihrer gegenseitigen Geschichten über ihren coolen Studien - aber immerhin). Das gamescom Festival scheint also keine klassische Rahmenveranstaltung der Messe zu sein, zu der die Gamer abends als Ausgleich gehen. Es ist eine schöne Musikveranstaltung, die die Messe-Macher bieten, wird aber offenbar vor allem von Musikfreunden genutzt. Die Messebesucher haben dafür ohnehin keine Zeit, weil sie drei Stunden auf Campingstühlen warten, um irgendein Spiel zehn Minuten zu spielen, erklärte der Kettcar-Sänger, der vorher auf der Messe gewesen war. Was er über die zwischenmenschlichen Erfahrungen von "399.000 der 400.000 Besucher" verriet, sollten wir überhören. Erledigt. Die Veranstaltung sei schließlich top organisiert von den Leuten "die uns gleich bezahlen."

Das Festival war es jedenfalls. Am Samstag spielt Der König tanzt, Sonntag neben Thees Uhlmann noch die gehypten Vierkanttretlager, es wird also wirklich viel geboten! Wobei das sympathische Understatement von Marcus Wiebusch, Kettcar spielten gerne am ersten Tag, "dann habt ihr die besten Bands noch vor euch" natürlich Unsinn ist.

Kettcar spielten eine Sammlung von Hits aller Studioalben. Wie während der Clubtour im Februar ist Balu nicht mehr letzte Zugabe. "Da gehen die Machomänner immer raus. Ihr könnt jetzt Bier holen gehen!" Es verließen drei davon - die Bühne - die beiden Wiebuschs spielen Balu alleine, und vier Machofrauen in meiner Nähe den Innenraum. Das Konzept scheint nicht zu klappen, Landungsbrücken als letzte Zugabe ist aber sicher auch unabhängig von Macho-Reaktionen die bessere Wahl.

Knapp 70 min spielten die Hamburger. Um zehn muß in der Heimat der Rechtschutzversicherten schließlich Schluß sein. Der Abend hat Spaß gemacht, auch wenn ich mich dadurch nicht mehr für Computerspiele interessiere. Aber ich hätte nichts dagegen, wenn auch andere Messen solche Festivals veranstalteten. Anuga, IAA, Eisenwarenmesse oder Venus, wäre das nichts?

Setlist Kettcar, gamescom Festival, Köln:

01: Rettung
02: Deiche
03: Kein Außen mehr
04: Graceland
05: Balkon gegenüber
06: Der apokalyptische Reiter und das besorgte Pferd
07: Balu
08: Money left to burn
09: Im Club
10: 48 Stunden
11: R.I.P.
12: Stockhausen, Bill Gates und ich
13: Im Taxi weinen
14: Ich danke der Academy

15: Ausgetrunken (Z)
16: Landungsbrücken raus (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Olli Schulz, Mannheim, 18.05.12
- Olli Schulz, Bad Homburg, 20.01.12
- Olli Schulz, Köln, 22.08.10
- Olli Schulz, Köln, 22.01.10
- Olli Schulz, Köln, 29.04.09
- Olli Schulz, Köln, 19.02.08
- Kettcar, Hurricane-Festival, 24.06.12
- Kettcar, Neu-Isenburg, 25.02.12
- Kettcar, Bielefeld, 12.12.10
- Kettcar, Highfield, 16.08.08
- Kettcar, Köln, 09.05.08

Fotos folgen!





Sonntag, 20. Mai 2012

Olli Schulz, Mannheim, 18.05.12

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Konzert: Olli Schulz
Ort: Maifeld Derby, Mannheim
Datum: 18.05.2012
Dauer: wohl eine Stunde


Weil der Zeitplan des ersten Tages ein wenig aus den Fugen geraten war, überschnitten sich die Konzerte von Erland and the Carnival und Olli Schulz. Die Openair Bühne (Erland) und das Zirkuszelt (Olli Schulz - haha!) liegen zwar in Spuckreichweite, aber was nutzt das, wenn ein Konzert schon begonnen hat. Vermutlich hatte ich ein oder zwei Lieder verpasst, als ich reinkam, erzählte der Sänger eine Geschichte. Bei Olli Schulz ist das ja nicht ungewöhnlich. Lied-Ansagen werden schnell einmal sehr lange Einleitungen. Da gerät das Stück selbst schon einmal in den Hintergrund. Dabei wäre das schade, denn die meisten Lieder des Berliners sind intelligente, extrem hörenswerte Stücke. Mein Liebling ist gerade Koks & Nutten vom aktuellen Album SOS - Save Olli Schulz, das die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines Musikers erzählt (so eine Art gesungene Buddenbrooks). Das kam allerdings nicht, solange ich da war.

Spielerfrau ist ein anderes gutes Beispiel für seine tollen Geschichten. Leider gehen diese Qualitäten unter, weil da natürlich auch der Sprücheklopfer ist,
der Erotikexperte bei ZDF Neo, die Ansagen und Spaßliedchen auf den CDs, der Bibo und all das, was Indie-Sittenwächter verabscheuen.

Ich habe Olli Schulz neulich in einer Englischen Kirche in Bad Homburg gesehen (es war so absurd, wie es klingt). Daher war ich auch schon bei dem Sprüchen auf dem letzten Stand. Aber die Geschichten sind ja gut, also schadet es auch nicht, die Entstehungsstories von Der Rumäne oder Halt die Fresse, krieg ein Kind wieder mal zu hören. Oder die vom geheimen Chipsregal im Supermarkt, von dem Ollis Kumpel 1.000-Mark-André überzeugt war.

Daß Olli Schulz ein großer Entertainer (und kein singender Clown) ist, der auch eine
riesige Bühne wie die des Maifeld Derbys beherrscht, zeigte er jederzeit. Die Stimmung im Zelt war ausgezeichnet, was mich schon ein wenig überraschte, weil es sehr gut gefüllt war und nicht nur aus textfesten Fans bestand.

Viel Show gab es natürlich nicht, wie auch, solo mit akustischer Gitarre? Also rief Olli Schulz eine Zuschauerin auf die Bühne, die mit ihm gegen Bezahlung (eine CD) Wonderwall singen sollte. Das war toll! Patricia konnte singen, kannte den Text und hatte keine Hemmungen, vor vielleicht 1.000 Leuten zu singen.

Bestes Lied war aber Dann schlägt dein Herz vom Beigen Album. Aber ich habe ja auch nicht alles gesehen.

Mit Olli Schulz kann man nichts falsch machen, weder als Zuschauer noch als Veranstalter!

Setlist Olli Schulz, Maifeld Derby, Mannheim:

[...]
- Schrecklich schöne Welt
- Spielerfrau
- Halt die Fresse, krieg ein Kind
- Song ohne Grund
- Bettmensch
- Du bist so lange einsam
- Wonderwall (Oasis Cover mit Patricia)
- Die Ankunft der Marsianer
- Bloss Freunde
- Dann schlägt dein Herz
- Der Rumäne
- Nimm mein Mixtape, Babe
- Safe tonight (Eagle Eye Cherry Cover)
- Der Moment

Links:

- aus unserem Archiv:
- Olli Schulz, Bad Homburg, 20.01.12
- Olli Schulz, Köln, 22.08.10
- Olli Schulz, Köln, 22.01.10
- Olli Schulz, Köln, 29.04.09
- Olli Schulz, Köln, 19.02.08




 

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