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um
18:38
Konzert: New Fall Festival / Glen Hansard
Ort: Tonhalle
Datum: 18.11.2017
Dauer: 140 min
Zuschauer: ca. 2.000 (ausverkauft)
Die Tonhalle ist und bleibt das Herzstück des New Fall Festivals. Nachdem im letzten Jahr wegen diverser Probleme eine Messehalle für die größten Konzerte herhalten musste, gab es in diesem Jahr zumindest drei Konzerte in Düsseldorfs Prachtbau, direkt am Rhein.
Tom Odell sorgte am Abend zuvor für den poppigen Teil, bevor am Samstag dann mit Glen Hansard und Michael Kiwanuka zwei Großmeister in den Kategorien Folk und Soulrock gastierten.
Das Konzert von Glen begann daher bereits um 17:00 Uhr mit einem 30-minütigen, fast andächtigen Vortrag des jungen Dänen Lasse Matthiessen, der seine Ansagen in perfektem Deutsch absolvierte. Präsentiert wurden sehr getragene Balladen an der akustischen Gitarre. Nett anzuhören war das, aber in Erwartung des Orkans den alle erwarteten aber doch etwas zu introvertiert um wirklich zu fesseln.
Glen Hansard hat wohl die Tour mit Eddie Vedder im Sommer (bei der er den Support bestritt) sehr gut gefallen. Der Bühnenaufbau war fast identisch mit Vedders in der Zitadelle, sogar die alte Bandmaschine als Schlagzeugersatz hatte er abgeschaut. "Lernen von den Besten" war also das Motto des Abends.
Ansonsten fehlten eine Band oder Streicher völlig. Nur zu den Zugaben sollte es mit seinem alten Kumpel Rob Bobnik von den Frames eine weitere Gitarre auf der Bühne geben.
Hansard beginnt zunächst ruhig mit "High Hope" und "My little ruin", aber danach bricht mit "When your mind`s made up" schon ein irres Schrei-und Gitarrengewitter los. Eine Version die jetzt schon die meisten von den Sitzen reißt.
Andere nutzen so etwas wohl für die letzte Zugabe, hier sind noch mehr als zwei Stunden offen. Obwohl Hansard sich auf dieser Tour weniger auf die Hits seiner früheren Bands und diverse Cover-Versionen verlässt, schafft er den großen Wurf bis zum Ende.
Einzig die Stimme wirkt heute oft zu kreischend, mit seiner großen Band im Rücken klang das im letzten Jahr noch etwas besser. Ansonsten wird wild improvisiert, wie immer. Piano, Mundharmonika, Bandmaschine, alles kommt zum Einsatz.
Und er hat den einen Song, der Oscarsong, der nur in Gedanken schon Gänsehaut verbreitet. Die ersten Worte genügen, auch ohne weibliche Stimme verliert er nichts von seinem magischen Zauber. Eine Ballade, wie sie schöner nicht sein könnte: "Take this sinking boat and point it home / We've still got time / Raise your hopeful voice you have a choice / You'll make it now."
Die Songs danach sind erstmal weniger wichtig, wie kann man so etwas tolles auch mitten im Set spielen. Es ist ein Mix seiner Soloalben, erst bei den Zugaben wird wieder mehr variiert.
"Song of Good Hope" singt er, wie früher, unverstärkt in die große Halle. Der einfache Blues "Way back in the way back when" wird durch die einleitende Geschichte erst richtig interessant, und der zu frühe Tod von Malcom Young beschert uns eine spontane Version von "Gimme a bullet." Da darf der Roadie mitjammen und wird unter Applaus auf die Bühne gebeten.
Ein Künstler mit großer Ausstrahlung und breitem Repertoire verlässt danach die Bühne und wird zurecht gefeiert. Hansard hat sich seit dem Beginn seiner Karriere, als Gitarrist der Band im Kinofilms "The Commitments", einen Traum erfüllt, aus dem er bisher nicht mehr aufwachen musste. Jeder spürt seine Dankbarkeit, und erhält dafür einen unvergesslichen Abend als Geschenk.
Fotos: Jill Watson
um
19:12
Konzert: Sophia / New Fall Festival
Ort: Düsseldorf
Datum: 17.11.2017
Dauer: 95min
Zuschauer: ca.400
Der zweite Abend des New Fall Festivals hielt einen besonderen Leckerbissen bereit. Sophia spielten, ebenfalls im kleinen Bachsaal über der Johanneskirche, und es wurde ein magischer Abend.
Robin Proper-Sheppard und sein Projekt Sophia ist so etwas wie die Schnittmenge fast aller Konzerttagebuch-Autoren, und dies schon lange bevor viele von uns sich überhaupt kannten. Die melancholischen, manchmal poppigen und selten auch sehr lauten Kompositionen sind einfach ein Genuss.
Ich sah ihn zum ersten Mal ebenfalls in einer Kirche, am 16.04.2001 in Krefeld, und wurde seitdem nie enttäuscht. Nach einer längeren Pause gab es letztes Jahr bereits eine längere Tour zum neuen Album "As we make our way", das alle Facetten seines bisherigen Werkes perfekt abdeckt, und für Neulinge von Sophia durchaus als Einstiegswerk zu empfehlen wäre.
Bei diesen Gigs spielte Robin dann auch das Album komplett, begleitet von seiner ausgesprochen jungen Band, und präsentierte nur wenige ältere Songs. Um so aufgeregter wurde ich, als Robin in Düsseldorf gleich zu Beginn bemerkte dieser, letzte Leg der Tour, wäre reserviert für alte Songs, die er schon lange nicht mehr live gespielt hätte.
Was folgte war ein traumhafter Abend an dem wirklich nichts auszusetzen war. Fast alle Lieblingssongs folgten im Minutentakt, teils in neuen Versionen. "I left you" gleich zu Beginn, "So slow" direkt danach, wie schön dies alles noch einmal zu hören.
"Desert Song", "It`s easy to be lonely", was hätte mit diesen Songs alles passieren können. Leider hielt das musikalische Leben für Robin nur einen, kleinen Radiohit bereit. "Oh my love" ist auch heute noch ein zeitloser, grandioser Song.
Am Ende, Robin ist zu allem Überfluss auch noch bester Laune (früher war das eher eine Seltenheit), eine fast 15minütige Version des "River Songs", danach war alles gesagt.
Ohne missionarischem Eifer kann ich nur jedem Tagebuch-Leser, der noch nicht mit dem Werk von Sophia vertraut ist, eine Hörprobe ans Herz legen. Es könnte ihre winterliche Playlist entscheidend verändern, versprochen.
Allen anderen sei das umfassende Konzert-Dokument auf 3 CD`s empfohlen. Mehr Infos dazu auf der Website unter http://www.sophiamusic.net/
Fotos: Michael Graef]
um
16:00
Konzert: New Fall Festival 2017
Ort: div.
Datum: 16.11.2017
Dauer: div.
Zuschauer: div.
Für alle auswärtigen Leser nochmal vorab zu Erklärung: Das New Fall Festival findet zeitgleich in Düsseldorf und Stuttgart mit ähnlichem Programm, am gleichen Wochenende statt. Der Begriff Festival ist insofern etwas verwirrend, da für jedes Konzert einzeln Tickets erworben werden müssen und auf Grund der lästigen Überschneidungen meist nicht mehr als zwei Konzerte pro Tag besucht werden können.
Ansonsten gab es aber auch in diesem Jahr wieder gar nichts zu meckern. Die außergewöhnlichen Säle, eine perfekte Organisation und kurze Wege zeichnen das Festival aus.
Tradition hat auch, dass die Festivalmacher ihre Gäste fast immer persönlich (von der Bühne aus) begrüssen. Und so lässt es sich "Direktor" Hamed Shahi Moghanni auch diesmal nicht nehmen, vor dem Konzert der Höchsten Eisenbahn im Robert-Schumann Saal zu sprechen.
Diesmal hat er prominente Begleitung mitgebracht. Witzelt die Band im Anschluss noch darüber, Campino sei doch wohl der "echte" Bürgermeister von Düsseldorf, ist Thomas Geisel gekommen um die Verbundenheit zu dem, für Düsseldorf im Pop/Rockbereich auch nach außen strahlenden Festival, zu bekunden.
Danach betreten dann Die Höchste Eisenbahn die Bühne und starten mit ihrem Mix aus Songs deutscher Texte und vieler launiger Ansagen, die wohl der Länge des geplanten Konzertes geschuldet sind. Musikalisch wirkt das Konzert überraschend frisch und persönlich, erinnert mit seiner poetischen Wortwahl und Instrumentierung an die Flowerpornoes oder die Sterne (allerdings ohne den politischen Ansatz).
Verträumte Geschichten von Liebe, Entlieben und dem Chaos des Alltags, hier klingt es viel optimistischer und unverkrampfter als bei anderen deutschen Band der Stunde. (AMK, vwL).
Lange spielen Sie, ("Timmy" und "Woher denn" packen mich am meisten) und es stellt sich das übliche, ungute New Fall Gefühl ein..."werden wir es rechtzeitig in die Johanneskirche zu Julien Baker schaffen ?"
Schließlich klappt aber wieder alles (incl. Blitzbesuch in der Altstadt) und wir betreten den Bachsaal der Kirche, malerisch gelegen am Martin Luther Platz und stilvoll illuminiert. Der Saal befindet sich praktisch hinter und über dem eigentliche Kirchenschiff und bietet trotzdem noch eine Empore mit Sitzplätzen sowie einen schnuckeligen, kleinen Stehplatzbereich.
Investigativ erfahre ich: der Küster wohnt noch über dem Saal, ein Grund mehr warum hier wohl selten Konzerte stattfinden, sehr schade.
Zu Julien Baker haben wir bereits oft und viel geschrieben. Das Publikum war anscheinend auch gut vorbereitet und quittiert den minimalistischen und ruhigen Auftritt mit fast beängstigender Stille, (zumindest während der Songs) was sehr angenehm ist.
Gerne hätte ich nach den diversen Touren diesmal ein Band auf der Bühne gesehen, das ist aber nicht der Fall. Julien spielt ein genau einstündiges Set und verschwindet dann ohne echte Zugabe nach "Something" von Bühne.
Schade, elf Songs (darunter neue Songs am Piano) sind doch etwas arg kurz. Ihre Klasse blitzt immer wieder auf (Turn out the lights, Funeral Pyre) aber ein neuer Impuls fehlte leider.
Am Ende geht es wieder die steile Wendeltreppe hinab vor die Kirche und man freut sich schon auf den nächsten New Fall Tag in Düsseldorf mit Sophia.
Fotos: Michael Graef
um
13:01
Konzert: Anna Ternheim
Ort: Neues Schloss, Stuttgart (New Fall Festival)
Datum: 18.11.2017
Dauer: knapp 95 min
Zuschauer: knapp 350 (ausverkauft)
"Have you been to Rio, Martin? I went there on my own four and a half years ago. I thought this record was so easy to make, so fast. How wrong was I! Four and a half years for eight songs!" All the way to Rio ist das sechste Studioalbum der schwedischen Sängerin Anna Ternheim. In Deutschland erscheint es erst am Freitag, in ihrer Heimat eine Woche vorher. Kurz vor meinem Aufbruch nach Stuttgart klingelte der Postbote und brachte mir mein Exemplar. Da schwedisches Vinyl häufig ohne Download-Code kommt, fiel meine Vorbereitung dürftig aus. Etwas Angst machte mir ein Satz im wunderschönen Begleitheft zum Album: "This record is a collaboration between me and a bunch of tough dudes." Zuletzt waren mir die Konzerte der Sängerin zu rockig, nachdem vorher die Gospel-Phase auch nicht meine liebste war. Tough guys klang nach Vollbärten und Rock.

Als ich in den wundervollen Saal des Neuen Schlosses kam, galt mein erster Blick deshalb der Bühne. Da standen zwar eine Menge Instrumente, Keyboards an beiden Seiten, ein Flügel, viel Platz für viele Rocker war aber nicht. Um fünf nach acht kam erst ein Violinist auf die Bühne, kurz darauf Anna Ternheim. Die beiden begannen mit Off the road von Annas drittem Album Leaving on a mayday. Das Lied gehört nicht zu meinen Lieblingen, das abgespeckte Arrangement aber schon. Ich habe Anna Ternheim nicht nur in erschütternd vielen Städten, ich habe sie auch in sehr vielen verschiedenen Konstellationen erlebt. Am besten (auch auf Platte) ist sie, wenn die Produktion im Hinter- und ihre Stimme im Vordergrund stehen. Von den ersten beiden Platten gibt es "naked versions", das sind die mit Abstand besten Veröffentlichungen der Schwedin.

Nach Off the road bleib es dabei, daß nur Anna und ihr Begleiter auf der Bühne standen. Anna Ternheim stellte ihn als Martin Hederos von The Soundtrack of Our Lives vor. Als nach Nennung seiner alten Band nur eine Handvoll Leute klatschten, bedankte sich Martin bei "den drei Menschen, die sie noch kennen." Danach spielten die beiden das erste neue Lied, Maya, eine Stück über eine unglückliche Liebe (das sind die besten. Also Lieder, nicht Lieben). Maya war live nur Martin am Klavier und Annas Stimme - und sehr schön. Puh!
Nach dem neuesten kam das älteste Stück des Abends - und eines der wenigen (wenn überhaupt) der ersten Platte, das ich noch nie live gesehen habe. Sie habe Somebody outside mit 16 geschrieben und nur auf ihrer ersten Tour gespielt. Anna Ternheim war redselig, sie erzählte viel über die Lieder, die sie spielte, sie spielte aber glücklicherweise auch viele. Zwar war kaum einer meiner Lieblingssongs im Programm, das machte aber gar nichts, das Konzert war auch mit einer B-Setlist (auf dem Papier)* fantastisch und mein bestes der Schwedin seit vielen Jahren.
Annas Erklärungen machten sehr viel Spaß. Sie erzählte zum Beispiel vor Lovers dream (das Fyfe Dangerfield von den Guillemots auf Platte mitsingt), daß sie damals in einer Phase gewesen sei, in der sie "deep into a band called The Doves and horror movies" gewesen sei. Und ja, Lovers dream erinnert jetzt mit diesem Wissen an klassische Horrorfilm-Soundtracks von John Carpenter.
Man merkte den beiden nicht an, daß sie noch nicht oft miteinander gespielt haben. Einmal brach Anna ein Lied ab - beim "Sailor- and lovesong" The longer the waiting (the sweeter the kiss). Dave Ferguson, mit dem Anna das Lied auf Platte singt, habe ihr mal gesagt "don't stop the train when the train is running!" Schön, daß sie gerade bei Daves Lied seinen Rat mißachtete und es neu starten musste. Es war die falsche Gitarre.
Der Titeltrack der neuen Platte kam irgendwann in der Mitte als zweites neues Lied. All the way to Rio hatte einen Beat vom Band, der an einen schnellen Herzschlag erinnerte (oder an Eurobeat), ich mochte das sehr. Aber weder Maya noch All the way to Rio waren die besten der neuen Stücke. Holding on - Martin an der Geige, Anna an der Gitarre - war das Highlight unter den neuen. Holding on wurde immer lauter, wundervoll!
Als viertes neues Lied spielten die beiden 4 in the morning, ein Stück über den Heimweg aus einer fremden Wohnung mitten in der Nacht.
Nach 14 Anna-Liedern und einem von Martin am Flügel war der Hauptteil vorbei. Wir standen zum ersten Mal von unseren Stühlen auf - die Bestuhlung passte zum tollen Saal, Sitzkonzerte sind mir aber trotzdem ein Graus.
Die Sängerin kam zunächst alleine zurück - und das höfliche Publikum setzte sich wieder. Anna Ternheim spielte ohne Instrument Leaving on a mayday. Die beiden anderen Zugaben waren ein echter und ein heimlicher Liebling, wieder gemeinsam mit Martin. Der echte ist natürlich To be gone, Lied eins von Platte eins, der heimliche Annas großartiges Backstreet Boys Cover Show me the meaning of being lonely. Wir hatten nicht genug - und Anna noch Lust. Sie kam zurück, wir setzten uns wieder und hörten I'll follow you tonight zu.

Es war bei weitem nicht die beste Setlist, die ich bisher bei ihren Konzerten erlebt habe, ich saß sehr weit von der Bühne weg (ich hatte das buchstäblich letzte Ticket gekauft, danach schaltete die Website auf "ausverkauft"), es war trotzdem ein nahezu perfektes Anna Ternheim Konzert. Denn nach ausführlichen Studien** scheint klar, daß die Singer/Songwriterin am besten ist, wenn sie wenig mehr als ihre Stimme und eine akustische Gitarre einsetzt.
Wie das alles mit einer Menge tougher dudes klingt, werde ich sicher auch irgendwann herausfinden. Das kann aber ruhig noch warten.
Setlist Anna Ternheim, Neues Schloss, Stuttgart:
01: Off the road
02: Maya (neu)
03: Somebody outside
04: The longer the waiting (the sweeter the kiss)
05: Better be
06: Lovers dream
07: Solitary move
08: Still a beautiful day
09: All the way to Rio (neu)
10: For the young
11: Martin Hederos am Klavier
12: 4 in the morning (neu)
13: Holding on (neu)
14: What have I done?
15: My heart still beats for you
16: Leaving on a mayday (Z)
17: To be gone (Z)
18: Show me the meaning of being lonely (Backstreet Boys Cover) (Z)
19: I'll follow you tonight (Z)
Links:
- aus unserem Archiv:
- Anna Ternheim, Frankfurt, 10.04.16
- Anna Ternheim, Freiburg, 21.02.12
- Anna Ternheim, Frankfurt, 19.02.12
- Anna Ternheim, Köln, 11.02.12
- Anna Ternheim, Berlin, 03.11.11
- Anna Ternheim, Nyköping, 24.11.09
- Anna Ternheim, Paris, 23.09.09
- Anna Ternheim, Fribourg, 20.09.09
- Anna Ternheim, Köln, 13.09.09
- Anna Ternheim, Haldern, 14.08.09
- Anna Ternheim, Paris, 29.04.09
- Anna Ternheim, Frankfurt, 28.04.09
- Anna Ternheim, Nijmegen, 24.04.09
- Anna Ternheim, Stockholm, 08.12.08
- Anna Ternheim, Paris, 01.10.07
- Anna Ternheim, Köln, 26.09.07
- Anna Ternheim, Heidelberg, 25.09.07
- Anna Ternheim, Paris, 31.05.07
- Anna Ternheim, Köln, 12.03.07
- Anna Ternheim, Paris, 12.12.06
* weil so wenige Stücke der ersten beiden Platten dabei waren
** durch mich
um
19:45
Gefühlt ist der Sommer gerade vorüber, da locken schon die Herbstfestivals in die Hallen der Stadt. Besonders das seit letztem Jahr auch in Stuttgart stattfindende New Fall Festival begeistert uns seit Jahren mit vielen Konzerttagebuch-Lieblingen als Künstlern und besonderen Spielorten als Besucher.
Jedes Jahr gibt es neue Spielstätten zu entdecken, gerade in Düsseldorf kehrt mit der Tonhalle, nach einem Jahr Abstinenz, der wohl schönste Ort für Konzerte zurück.
Wie für diese Halle gemacht erscheinen Michael Kiwanuka`s elegischer Soulrock und Glen Hansard`s überbordende Spielfreude (in Düsseldorf leider schon ausverkauft), sowie die Pianoklänge von Tom Odell.
Nicht weniger beeindruckend wird das Ganze in der Stuttgarter "Liederhalle" oder der "Carl-Benz Arena". Anna Ternheim besucht dort mit ihrem Gastspiel das "Stuttgarter Schloss", ebenso wie die aufstrebende, junge Alice Phoebe Lou, die in Düsseldorf gleich in der "Johanneskirche" auftritt.
Schon beim Open Source Festival 2017 waren Austra in Düsseldorf zu Gast, dort aber leider vor zu wenigen Zuschauern am frühen Nachmittag. Konzerttagebuch-Urgestein Sophia präsentiert auf seiner laufenden Tour einen fantastischen Querschnitt seines fast 20-jährigen Schaffens. Von berührenden, akustischen Einlagen bis zu Mogwai-artigen Gitarrenwänden wird alles geboten. Ein Pflichtbesuch.
Wie immer, wird es auch in jeder Stadt wieder einen lokalen "Bundesland"-Abend geben (Düsseldorf: Woman !!, Love Machine u.a. / Stuttgart: Rikas, Fibel, u.a.). Hier werden regelmäßig die Headliner der nächsten Jahre verhandelt.
Anspruchsvollen Pop gibt es bei Tune-Yards aus Kalifornien und den Damon Albarn Lieblingen und Grammy Gewinnern von Amadou and Mariam.
Musikalisch etwas entspannter geht es dann bei Olli Schulz (nur Stuttgart) und Megaloh zu, der hier mit kompletter Big-Band antritt. Das Düsseldorfer Programm hält mit Thurston Moore, Julian Baker und Destroyer noch weitere Indie-Hochkaräter bereit.
Genre-Ausreden verbieten sich also, die Qual der Wahl scheint das einzige Problem.
Um die Entscheidung etwas zu erleichtern verlosen wir, mit freundlicher Unterstützung des Festivals, jeweils (1x2 Tickets) für die Konzerte von Austra und TuneYards in beiden Städten. (15.11.-Düsseldorf/16.11.-Stuttgart). Einfach eine e-mail mit Wunschstadt an: gewinnen@konzerttagebuch.de. Die Gewinner werden dann ab 14.11.2017 benachrichtigt.
Ticketlink Düsseldorf und Stuttgart: Tickets New Fall
Düsseldorf:
Donnerstag, 16.11.
Little Dragon | New Fall Düsseldorf 2017
Die Höchste Eisenbahn | New Fall Düsseldorf 2017
Mogli | New Fall Düsseldorf 2017
Julien Baker | New Fall Düsseldorf 2017
Austra + Tune-yards | New Fall Düsseldorf 2017
Freitag, 17.11.
Alice Merton | New Fall Düsseldorf 2017
Megaloh & Rhein Brass | New Fall Düsseldorf 2017
Sophia | New Fall Düsseldorf 2017
Tom Odell | New Fall Düsseldorf 2017
Fil Bo Riva | New Fall Düsseldorf 2017
Sudan Archives | New Fall Festival Düsseldorf 2017
Samstag, 18.11.
Glen Hansard | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Kensington | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Love A, Isolation Berlin, Gurr | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Michael Kiwanuka | New Fall Düsseldorf 2017
Thurston Moore | New Fall Düsseldorf 2017
PopNRW Abend | New Fall Düsseldorf 2017
Lasse Matthiessen | New Fall Düsseldorf 2017
Sonntag, 19.11.
Anna Ternheim | New Fall Düsseldorf 2017
Destroyer | New Fall Düsseldorf 2017
Amadou & Mariam | New Fall Düsseldorf 2017
Stuttgart:
Mi, 15.11. Beethoven-Saal (Liederhalle)
Glen Hansard | New Fall Stuttgart 2017
Do, 16.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Megaloh & RheinBrass | New Fall Stuttgart 2017
Do, 16.11. Weißer Saal im Neuen Schloss
Alice Phoebe Lou | New Fall Stuttgart 2017
Fr, 17.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Die Höchste Eisenbahn | New Fall Stuttgart 2017
Fr, 17.11. Carl Benz Arena
Olli Schulz | New Fall Stuttgart 2017
Fr, 17.11. Straßenbahnwelt
Austra + Tune-Yards | New Fall Stuttgart 2017
Sa, 18.11. Carl Benz Arena
Tom Odell | New Fall Stuttgart 2017
Sa, 18.11. Straßenbahnwelt
BaWü Abend | New Fall Stuttgart 2017
Sa, 18.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Little Dragon | New Fall Stuttgart 2017
Sa, 18.11. Weißer Saal im Neuen Schloss
Anna Ternheim | New Fall Stuttgart 2017 (ausverkauft)
So, 19.11. Carl Benz Arena
Michael Kiwanuka | New Fall Stuttgart 2017
Aus unserem Archiv (Auszug):
Sophia, Maastricht, 23.04.16
Sophia, Heusweiler, 05.05.12
Sophia, Köln, 28.12.11
Sophia, Frankfurt, 15.05.10
Sophia, Wien, 29.09.09
Sophia, Köln, 12.02.09
Austra, Luxemburg, 07.08.13
Austra, Esch-sur-Alzette, 23.11.12
Austra, Köln, 24.05.12
Austra, Saint Cloud, 28.08.11
Austra, Köln, 25.06.11
Austra, Paris, 01.04.11
Austra, Paris, 20.01.11
Anna Ternheim, Frankfurt, 10.04.16
Anna Ternheim, Freiburg, 21.02.12
Anna Ternheim, Frankfurt, 19.02.12
Anna Ternheim, Köln, 11.02.12
Anna Ternheim, Berlin, 03.11.11
Anna Ternheim, Nyköping, 24.11.09
Anna Ternheim, Paris, 23.09.09
Anna Ternheim, Fribourg, 20.09.09
Anna Ternheim, Köln, 13.09.09
Anna Ternheim, Haldern, 14.08.09
Anna Ternheim, Paris, 29.04.09
Anna Ternheim, Frankfurt, 28.04.09
Anna Ternheim, Nijmegen, 24.04.09
Anna Ternheim, Stockholm, 08.12.08
Anna Ternheim, Paris, 01.10.07
Anna Ternheim, Köln, 26.09.07
Anna Ternheim, Heidelberg, 25.09.07
Anna Ternheim, Paris, 31.05.07
Anna Ternheim, Köln, 12.03.07
Anna Ternheim, Paris, 12.12.06
Olli Schulz, Karlsruhe, 19.11.12
Olli Schulz, Köln, 17.08.12
Olli Schulz, Mannheim, 18.05.12
Olli Schulz, Bad Homburg, 20.01.12
Olli Schulz, Köln, 22.08.10
Olli Schulz, Köln, 22.01.10
Olli Schulz, Köln, 29.04.09
Olli Schulz, Köln, 19.02.08
Thurston Moore, Paris, 23.08.14
Thurston Moore, Hyères, 28.07.12
Thurston Moore, Paris, 11.12.07
Spotify-Playlist des Festivals