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Dienstag, 6. März 2012

Wilco, Paris, 05.03.12

1 Kommentare

Konzert: Wilco

Ort: Le Grand Rex, Paris
Datum: 05.03.2012

Zuschauer: mindestens 2300, nicht ganz ausverkauft
Konzertdauer: Hanne Hukkelberg noch nicht einmal 30 Minuten, Wilco 2 Stunden



Duell der Altherrenbands an diesem kühlen 5. März in Paris! Wilco gegen die Tindersticks. Während die Tindersticks* ihre wunderbaren/einschläfernden Songs im Trianon darboten, rockten Wilco das Grand Rex. Obwohl in anderen Konzertsälen auch noch Soko* und Sleigh Bells anstanden, war für mich klar, daß ich zu der Gruppe aus Chicago musste. Meiner guten Freundin Uschi hatte ich versprochen, pünktlich um halb acht da zu sein. Weil Pünktlichkeit aber nicht zu meinen Stärken zählt, trudelte ich erst gegen 19 Uhr 50 ein. Am Empfang wurde mir dann sofort meine Kamera von den Sicherheitsleuten abgenommen und die stiernackigen Typen nervten im Laufe des Abends auch noch zahlreiche anderen Mitbürgerinnen und Mitbürger, Zuschauerinnen und Zuschauer. Niemand außer den wenigen akkreditierten Fotografen durfte auch nur das kleinste Erinnerungsfoto schießen*, sofort kamen die Gorillas angerannt und schnauzten die Leute an.

Das war aber zunächst nicht das größte Ärgernis, denn es galt erst einmal einen guten Sitzplatz zu ergattern, was auf Grund meiner Verspätung gar nicht so leicht war. Überall saßen die fetten alten Böcke und die biederen verblühten Weiber mit ihren ollen Ärschen auf den butterweich gepolsterten Sesseln und es waren nur noch die unbequemen Klappstühle an den Seiten frei. Ich schnappte mir einen solchen, erntete aber von dem Deppen neben mir nur doofe Blicke. Was wollte der Idiot? Es schien so, als dulde er niemanden neben sich. Ich hielt es ungefähr 10 Minuten nebem diesem Mistkäfer aus, dann suchte ich weiter. In der allerersten Reihe sah ich meinen Kumpel Laurent und neben ihm war noch einer dieser verdammt weichen Sessel frei. Da ließ ich mich nicht zweimal bitten und saß plötzlich wunderbar. Sofort fühlte ich mich deutlich besser und ärgter mich auch nicht mehr darüber, daß ich die wunderbare Norwegerin Hanne Hukkelberg verpasst hatte. Ich mag Laurent sehr gerne und auch die Weiber vorne waren viel hübscher. Besonders am Anblick einer langhaarigen Blondine mit 15 Zentimeter hohen Plateauabsätzen, die nicht allzu weit von mir entfernt rumtanzte, geilte ich mich im Laufe des Konzertes ab und zu schön auf. Zwar kam etwa 20 Minuten später noch Jerome angekrochen, für den mein Platz reserviert worden war (er bestand nicht darauf, diesen einzunehmen, sehr höflich die Franzosen!), aber neben ihm hielt ich es auch auf dem Strapotin (= Klappsitz) 2 Stunden problemlos aus.


Um 20 Uhr 30 ging dann das Konzert los. Schon nach dem ersten Lied war mir klar, wie der Abend werden würde. Brillant nämlich! Der Sound war druckvoll und hochvolumig, aber dennoch glasklar und nuancenreich, es war eine Wonne. Die verzerrten Gitarren dröhnten laut aus den riesigen Boxen, Jeff Tweedy (mit Hütchen) sang perfekt und das Schlagzeug trieb von hinten mit einer Wahnsinnspower an. Wir würden es hier in weiten Teilen mit einem Noise-Konzert im Stile von Sonic Youth zu tun haben, so viel war schnell klar. Trotzdem wurden die ruhigen, die besinnlichen Phasen nicht ausgelassen und Tweedy spielte auch immer mal wieder auf der Akustikgitarre. Dominierender Mann war allerdings der baumlange Nels Cline. Was der aus seiner Elektrischen rausholte war einfach unbeschreiblich. Er schrammelte auf seinem Instrument wie ein Irrer und verhielt sich wie ein Reiter in Aufruhr, dem sein wildes Pferd auszubrechen drohte.

Aber zurück zu den gespielten Songs. Schon an dritter Stelle kam der von Yankee Hotel Foxtrott stammende Klassiker I Am Trying To Break you Heart, der in einem experimentellen Finale endete und in das herrlich harmonische One Wing vom Vorgängeralbum einleitete. Ein herzerwärmendes Lied, bei dem die wehklagende Stimme von Tweedy aufs Beste zur Geltung kam. Das erste riesige Highlight kam dann zwei Stücke später mit At Least That's What You Said (von A Ghost Is Born, 2004). Schon immer einer meiner Lieblinge im Set der Amerikaner hatte der Song mit seinem sensationellen Gitarrenriff heute eine solch gewaltige Sogwirkung, daß es mich nicht mehr auf meinem Sitz hielt. Ich sprang vor Begeisterung auf, wollte am liebsten auf die Bühne springen und mitjammen. Aber das wäre nie gegangen, denn die Ordner gingen überpingelig gegen jeden vor, der sich lediglich vorne vor der Bühne aufbauen und friedlich tanzen wollte. Alles wurde verboten. In den Gängen stehen, nach vorne laufen, fotografieren, einfach alles. Dabei waren wir doch verflucht noch einmal bei einem Rockkonzert und nicht in der Philharmonie! Einige Leute begannen deshalb zu murren, ein Amerikaner schrie plötzlich ganz laut: "Jeff, please tell the security guards to chill out". Tweedy ignorierte den Zuruf aber zunächst und konzentierte sich auf das nächste Lied. Ohnehin war er heute nicht zum Plaudern aufgelegt. In einer Szene erklärte er, daß er heute keine langen Reden halten würde, um so so viele Stücke wie möglich spielen zu können. Witzigerweise ging er aber etwa 10 Minuten später doch auf den Zuruf ein und murmelte ganz trocken: "Hey, security guards, please chill out!" Die Typen verstanden natürlich nicht, daß sie gemeint waren und gingen in der Folge mit der gleichen Härte und Pedanterie gegen vermeintliche Störer vor.


Tweedy schien irgendwann auch genug davon zu haben und ließ sich über die weichen Polstersessel aus. Diese seien "ridiculous". So etwas hätte er noch nie gesehen. Bereits beim Soundcheck hätte er sich beim Anblick der Dinger gesagt, daß die einen sofort verleiten würden, tief einzupennen. Nur um abzuschließen mit: "so you know what you have to do." Die Pariser verstanden den Wink mit dem Zaunpfahl und sprangen nun vermehrt von den Sitzen auf. Bei Impossible Germany, das mit einem unfassbaren Zug gespielt wurde, hielt es am Ende keinen mehr auf seinem Sessel. Es brach ein Jubel wie in einem Fußballstadion nach einenm Tor der Heimmannschaft aus. Minutenlang. Genial!

Und nicht allzu viel später kam mit Via Chicago noch so eine Perle aus dem Altwerk. Zwar ging es hier ruhiger zu als bei Impossible Germany, aber sehr schön war es trotzdem. Viele Amis im Publikum sangen jede Strophe mit. Überhaupt das Altwerk: es zog einfach besser als die eigentlich gar nicht schlechten neuen Sachen. So waren dann auch Handshake Drugs und A Shot in The Arm die Titel, die am stärksten abgefeiert wurden.

Danach war erst einmal kurz Pause, aber der Zugabenteil hatte es noch einmal in sich. Ironisch schmunzelnd erklärte Tweedy, daß Jesus, etc. ein Lied sei, daß sich vorher ungefähr lediglich 17 Leute gewünscht hätten. Natürlich wollten alle diesen alten Hit noch einmal hören und auch die erste Zugabe Missunderstood wurde mit Szenenapplaus begrüßt.

Wir näherten uns langsam aber sicher dem Ende, das letztlich mit dem krachigen I Am A Wheel eingeläutet wurde. Nicht mein Lieblingslied im Set. Es gab aber so viele Hochkaräter, daß ich nun wirklich nicht meckern konnte. Hummingbird hätte ich vielleicht gerne noch gehört, Ashes Of American Flags, Either Way, Sky Blue Sky, How To Find Loneliness, oder She's A Jar, aber das hätte definitiv den Zeitrahmen gesprengt.

Alles in allem ein absolut denkwürdiges Konzert. Kaum eines wird am Ende des Jahres 2012 besser gewesen sein. Wilco sind und bleiben eine Klasse für sich. Eine essentielle Band in extrem guter Form!

Setlist Wilco, Grand Rex, Paris

01: Art Of Almost
02: I Might
03: I Am Trying To Break Your Heart
04: One Wing
05: Bull Back Nova
06: At Least That's What You Said
07: Black Moon
08: Spiders (Kidsmoke)
09: Impossible Germany
10: Born Alone
11: Laminated Cat
12: Via Chicago
13: Whole Love
14: Box Full Of Letters
15: Capitol City
16: Handshake Drugs
17: Dawned On Me
18: A Shot In The Arm

19: Misunderstood
20: Jesus, Etc.
21: Theologians
22: Heavy Metal Drummer
23: I Am The Man Who Loves You
24: I'm A Wheel

* Foto von Jeff Tweedy, Archiv.

* Exkurs: Setlist Tindersticks, Le Trianon, Paris:

01: Blood
02: If you’re looking for a way out
03: Dick’s slow song
04: Chocolate
05: Show me everything
06: This fire of autumn
07: Don’t ever get tired
08: I know that loving
09: A night so still
10: Slippin’ shoes
11: Frozen
12: Come Inside

13: 4.48 psychosis
14: Cherry Blossoms

15: Medicine
16: Goodbye Joe

* Exkurs: Setlist Soko, Café de la Danse, Paris:

01: I Cannot Be Bothered To Open My Eyes Again
02: Cry Baby
03: I Thought I Was An Alien
04: People Always Look Better In The Sun
05: Just Whant To Make It New To You
06: Treat Your Woman Right
07: No More Home No More Love
08: Fake It Until You Make It
09: Little Mermaid Man
10: Don't You Touch Me
11: Destruction Of The Disgusting Ugly Hate
12: For Marlon
13: We Might Be Dead By Tomorrow
14: Trapped In Freedom
15: First Love Never Die
16: ?
17: I've Been Alone To Long
18: Paranoia
19: Why Don't You Eat Me Now You Can
20: My Wishful Thinking/You Have A Power On Me
21: My Dreams Dictate My Reality
22: How Are You ?
23: Happy Hippie Birthday

Aus unserem Archiv:

Wilco, Paris, 29.05.07



Montag, 27. Februar 2012

Dry The River & Diego Zavatarelli, Paris, 25.02.12

3 Kommentare

Konzert: Dry The River & Diego Zavatarelli
Ort: L'Espace B, Paris

Datum: 25.02.2012

Zuschauer: volle Hütte, etwa 250

Konzertdauer: Diego: etwa 30 Minuten, Dry The River ungefähr 65 Minuten




Gut ein Jahr nachdem ich die temperamentvollen Burschen von Dry The River in einem Pariser Wohnzimmerkonzert akustisch vor 15 Leuten gesehen habe (Foto), stand ihr erstes Headliner- Konzert in der Seine-Metrople an. Nun galt es zu beweisen, ob die Vorschußlorbeeren (meine eigenen und die der Musikpresse) gerechtfertigt oder übertrieben waren.

In Haldern waren sie mir im August 2011 erneut über den Weg gelaufen und auch im November in Paris war ich noch einmal Zeuge eines ihrer mit Feuer und Leidenschaft vorgetragenen Konzerte. Nun ist endlich das Debütalbum Shallow Bed raus und gute Kritiken ließen nicht lange auf sich warten.



Würden sie mich heute überzeugen können? Mir endgültig klar machen, daß sie jetzt schon in die Champions League der Folkrockbands gehören, wo zur Zeit Größen wie die Fleet Foxes, die Band Of Horses, Midlake und Mumford & Sons die Platzhirsche sind? Oder sind sie bei Licht betrachtet eher eine Mitläuferband, die auf den fahrenden Zug, der durch die genannten Bands und Bon Iver angestoßen wurde, mit draufspringt? Wenn es nach den jungen Mädchen ging, die das Espace B bevölkerten, war die Antwort auf die Fragen einfach: "Dry The River sind die Besten" "und die Jungs ja sooo süß." Aber ich bin nun mal keine sechzehn mehr und außerdem ein alter Bock in der Konzertszene, will heißen schwieriger zufrieden zu stellen. Dennoch: auch ich sah ein in einigen Phasen berauschendes Konzert einer jungen, hochmotivierten Band mit viel Talent. Manchmal störte mich aber schon die musikalische Nähe zu oben zitierten Bands. Hatte man das Ganze nicht so oder so ähnlich schon zwei Jahre vorher gehört?

Aber sei's drum, es ist ein Faktum, daß Dry The River Hits haben und diese auch live mit Schmiss und ungestümer Spielfreude rüberbrachten. Und die brüchige Stimme von Peter Liddle ist nun einmal markant, die Chorgesänge herrlich und die Geige herzerwärmend. Da konnte man ihnen auch verzeihen, daß sie manchmal die Bombastschraube zu weit aufzogen und über das Ziel hinausschoßen. Wer hat schon so tolle Melodien zu bieten wie Dry The River etwa bei der Perle History Book? Wer einen solch unwiderstehlichen Drive wie diese tätowierte Truppe aus London auf New Ceromony? Wer einen solch fulminaten Closer wie das temberaubende, alles Vorherige überbietende Lions Den, bei dem die Mädels im Publikum nahezu ausrasteten? Kaum eine Gruppe aus England im Moment. Dry The River nutzen zur Zeit konsequent die Pause von Mumford & Sons aus und hinterlassen überall wo sie spielen einen glänzenden Eindruck. Die Burschen sind heiß auf den Erfolg, hungrig wie Löwen und unbeschwert wie man nur in diesem Alter sein kann. Sie merken: 2012 kann, nein wird unser Jahr werden, wir spielen bei den Festivals alle an die Wand. Wer kann sie stoppen? In diesem Jahr kaum jemand. Sie werden durchstarten, sie haben die Hits, den Biss die günstigen Sterne. Die werden groß. Egal, ob andere ähnliche Band schon vorher da waren.

Konzertbericht Diego Zavatarelli am Montag.

Aus unserem Archiv:

Dry The River, Paris, 06.11.11
Dry The River, Haldern, 12.08.11
Dry The River, Paris, 11.01.11


Fotos: Archiv

Konzert: Dry The River am 27.02.2012 in der Prinzenbar in Hamburg.





Samstag, 6. März 2010

New Pretoria, Paris, 05.03.10

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Konzert: New Pretoria

Ort: La Java, Paris
Datum: 05.03.2010
Zuschauer: etwa 120-150
Konzertdauer: etwa 45-50 Minuten


Trendige Leute gingen in Paris heute zum Konzert von Girls in die Maroquinerie und diejenigen, die beim Gewinnspiel Losglück hatten, waren beim Gig von Gossip* in der Flèche d'or, wofür es keine Karten im Handel gab.

Mich persönlich zog es aber in den Club La Java, (auf dem Foto die hübsche alte Treppe) der einer der ältesten von Paris sein soll. Hier ist bereits Edith Piaf aufgetreten, belehrte mich Isabelle, die Sängerin von Pollyanna. La Môme, wie die Piaf genannt wurde, stand aber heute nicht auf dem Programm. Stattdessen gab es mit New Pretoria eine Band aus Südafrika. Haha, verarscht! New Pretoria stammen nämlich aus Paris, klingen aber amerikanisch. Verwirrend, wa? Sänger und Songwriter der Band ist der enorm sympathische Labelboss (Frenchtoast) Stephan Lilipansky, der über eine unglaubliche Baritonstimme verfügt, die an Matt "The National" Berninger oder Stuart "Tindersticks" Stables erinnert. Hätte Stéphan nicht den typisch französischen Akzent beim Singen der englischen Texte, könnte man New Pretoria tatsächlich für eine Band aus den Staaten halten. Ihr schwarz gefärbter Indierock/Folk hat Saft und Kraft, aber auch Eleganz und Klasse. Im Moment nehmen die fünf Jungs gerade ihr zweites Studioalbum auf, vertrauter sind mir aber die Stücke des Vorgängers The Backyard's Legacy, das sich in meiner CD Samlung befindet. Das fetzige Silly Place und das stark Tingersticks geprägte New City Boy stammten davon, aber besonders angetan hatte es mir ein Song, der gothisch angehaucht war und statt Geang eher Sprechgesang zu bieten hatte. Ansonsten viel Unbekanntes im flüssig vorgetragenen Set, das Lust auf das Erscheinen des neuen Albums gemacht hat. Unter den zufriedenen Gästen unter anderem auch Jonathan "Syd Matters" Morali, der ein alter Weggefährte von Stéphan ist. Ganz diese Klasse erreicht New Pretoria noch nicht, aber sie sind definitiv eine der Pariser Bands, die mir mit am besten gefallen. Wir haben irgendwie die gleichen Lieblingsgruppen...

Setlist New Pretoria, La Java, Paris:

01: Canyon
02: Jack On The Roof
03: 2 or 3 Things
04: Drum Signal
05: Silly Place
06: White Chapel
07: 2 Woman
08: Sans Titre
09: New City Boy
10: Smoke Signal

* mein Freund Rockerparis ist bei solchen Events immer dabei. Hier geht es zu seinem englischen Review mit Fotos und einem Video und die Setlist sah so aus:

Setlist Gossip, La Flèche d'or: (from Rockerparis)

01: Love Long Distance
02: Listen Up!
03: 2012
04: Four Letter Word
05: 8th Wonder
06: Men In Love
07: Standing in The Way Of Control
08: Pop Goes The World
09: What's Love Got To Do With It (Tina Turner)
10: Heavy Cross

11: You Are Not Alone (Michael Jackson)



Dienstag, 2. Februar 2010

Midlake, Paris, 02.02.10

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Konzert: Midlake

Ort: Le Nouveau Casino,
Paris

Datum: 02.02.2010

Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: 90 Minuten



Ich bin krank. Fieber, Halzschmerzen, Gliederschmerzen, das volle Programm. Nix war es mit dem sehnlich erwarteten Konzert der Texaner von Midlake, die im Pariser Nouveau Casino Songs ihres neuen Albums The Courage Of Others präsentierten. Mein Freund Philippe D. war allerdings vor Ort und berichtete hinterher von einem exzellenten Konzert. Das Vorprogramm bestritt die Folksängerin Sarah Jaffe, zusammen mit dem Pianisten von Midlake und Robert Gomez, bevor Midlake zu siebt die Bühne enterten. 4 (!) Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug und eine Flöte (Piano) gehörten zum Instrumentarium. Logisch, daß sie derart bestückt veritable Gitarrenwände hochgezogen haben, die aber nichts an dem eleganten Stil -Folk Pop im Stile der 1970er er Jahre, änderten.

Hinsichtlich der Setlist wurde das komplette neue Album gespielt, zuzüglich der ersten 6 Lieder von Van Occupanther, die sich in neu arrangiertem Gewande präsentierten. Das erste Album ließ man hingegen komplett aus.

Fulminant das Finale mit einer unfassbaren Version von Head Home und der einzigen Zugabe Branches!

Pour nos lecteurs français (par Philippe D., merci beaucoup!)


Je sors du concert, qui a été excellent!

En première partie, Sarah Jaffe (chanteuse folk de la ville de Denton), accompagnée par le clavier de Midlake et par Robert Gomez (à la guitare, à la basse, aux backing vocals et même à la batterie ! (il avait fait la première partie de Midlake en 2007 au Trabendo).

Ce qui frappe d'abord quand on voit Midlake, c'est qu'ils sont 7 sur scène, dont 4 (!) guitares, 1 basse, 1 batterie et 1 flutiste-clavier. Tim Smith, le leader du groupe, joue également de la flute sur certains morceaux ( en plus de sa guitare).

Tout ça constitue un mur de son à la fois puissant et sophistiqué, avec un esprit très folk- pop anglais du début des années 70 (c'est le style du nouvel album).

En ce qui concerne la setlist (je n'ai pas tout noté), ils ont joué quasi intégralement le nouvel album (au moins 10 titres sur les 11 qu'il comprend)... Et les 6 premiers titres de Van Occupanther ( c'est à dire les meilleurs), dont certains ont été réarrangés pour inclure de la flute. Aucun titre du premier album... Le concert, qui a duré 1 h 30, s'est terminé par une version incroyable de Head Home. Un seul rappel : une longue ( et excellente) version de Branches.

Photos par Philippe D. Merci!

Link:

- Album Rezension Midlake - The Courage Of Others von Blogger-Lichtgestalt Eike vom Klienicum. Klick!

Aus unsererm Archiv:

Midlake, Evreux, 07.07.07
Midlake, Paris, 20.04.07
Midlake, Paris, 11.11.06


Ausgewählte Konzerttermine Midlake (ohne Gewähr)

09.02.2010: Lido, Berlin
10.02.2010: Paradiso, Amsterdam
11.02.2010: AB Box, Brüssel
12.02.2010: Anson Rooms, Bristol
14.02.2010: Vicar, Dublin
15.02.2010: ABC, Glasgow
16.02.2010: Town Hall, Birmingham
17.02.2010: Academy, Manchester
18.02.2010: Shepherds Bush Empire, London





Mittwoch, 9. Dezember 2009

Noah & The Whale, Paris, 08.12.09

0 Kommentare

Konzert: Noah & The Whale

Ort: La Maroquinerie, Paris
Datum: 08.12.2009
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: 65 Minuten


An einem graunen und verregneten Dezembertag, an dem Mädchen mit ausgeprägtem Gruppie- Gen zu Julian "The Strokes" Casablancas ins Bataclan gegangen sind, Leute mit martialischen (sadistischen?, masochistischen?) Neigungen bei den filigranen (lol) Rammstein in Bercy waren und Nerds zu Battles ins Elysée Montmartre getigert sind, zog es die netten Mädchen und die romatischen Jungs zu Noah & The Whale in die Maroquinerie. Obwohl weder nett, noch Mädchen und schon gar nicht Romantiker, fand ich mich bei Letztgenannten wieder.

Die Maroquinerie war schon sehr gut gefüllt, als ich gegen 20 Uhr 10 eintraf. Da wird immer wieder über die Krise der Musikindustrie berichtet und in Paris sind am gleichen Abend mindestens drei Konzerte restlos ausverkauft. Da wundert man sich schon ein wenig über die allgegenwärtige Jammerei...

Bis Noah & The Whale aber an den Start gingen, musste ich mich noch eine Weile gedulden. Zunächst spielten nämlich noch aus Bordeaux stammende Franzosen und die waren gar nicht mal so schlecht mit ihrem britisch klingenden Retro Sound. Sehen konnte ich sie allerdings kaum, denn überall standen Leute rum, die mir die Sicht auf die Bühne versperrten. Und wie hießen sie überhaupt?

Die angespannte Platzsituation änderte sich natürlich auch in der Folge nicht, denn die jungen Girlies in den ersten Reihen dachten gar nich daran, ihre attraktiven Plätze aufzugeben. Schließlich wollten sie Sänger Charlie Fink und die anderen Bandmitglieder von Noah & The Whale aus nächster Nähe anhimmeln. Stellte sich bloß die Frage, ob Charlie überhaupt wieder bereit ist, mit anderen Mädels zu flirten, nachdem seine letzte Beziehung (war das wirklich mit Laura Marling?) in die Brüche gegangen ist und er auf dem aktuellen Album The First Days Of Spring Krisenbewältigung betreibt. Kaum ein Song, in dem es nicht um sein gebrochenes Herz, die daraus resultierende Einsamkeit und die Hoffnung, daß die Auserwählte zu ihm zurückkomt, geht. Aber Herzschmerz und andere schwierige Lebenssituationen waren schon immer ein idealer Nährboden für gute Popsongs und so verhält es sich auch mit dem neuen Material von Noah & The Whale. In den Stücken steckt jede Menge Dramatik, Zerissenheit und Melancholie, aber auch Hoffnung, Schönheit und Romantik. Wesentlich komplexer sind sie geworden, die vier jungen Männer aus London. Statt kurzen knackigen Popsongs wie auf dem ersten Album, servieren sie nun aufwändig gestaltete Liedstrukturen, bei denen es oft am Anfang ruhig und leise zugeht, bevor sich am Ende die ganze Spannung entlädt und laute Gitarren um die Wette heulen. Noah & The Whale goes Potsrock! Die neuen A Silver Mount Zion sind sie natürlich deshalb noch nicht, aber der Wandel ist schon frappierend. Zum Glück vergessen sie aber die kleinen feinen Melodien nicht, die ihren Sound so charmant klingen lässt. Schade insofern, daß heute in der Maroquinerie die Tonqualität nicht sehr gut war. Der Sound war übersteuert, es gab zu viele dumpfe Bässe und die Violine hörte man vor allem zu Beginn kaum. Es ist aber auch gar nicht so leicht, pompös arrangierte Stücke wie Love Of an Orchestra live perfekt umzusetzen. Es fehlte an weiblichen Stimmen, um den Chorgesang der Platte nachzubilden und so war der Song leider nur mittelmäßig gelungen. Es gab aber auch einige sehr postive Momente. Blue Skies ließ es nicht an Dramatik mangeln und Stranger sorgte auch textlich für Erheiterung. Als Charlie die Anfansgzeilen "Last night I slept with a stranger" intonierte, johlten ein paar Mädels laut auf (was sie sich wohl erhofften?) Mit Abstand bestes Stück eines Sets, in dem neben einer elektrischen Zahnbürste auch die Pedal Steel Gitarre zum Einsatz kam und Tom Hobden seine Geige links liegen ließ, um Piano zu spielen, war aber The First Days Of Spring. Ein fulminanter, grandios aufgebauter Postrock Song, bei dem am Ende alle Zügel gelockert wurden und Charlie auf die Knie sank.

Auch die einzige Zugabe wußte zu überzeugen. My Broken Heart glänzte vor allem durch die wundervolle Geigenmelodie, die Tom sehr virtuos aufs Parkett zauberte.

Ein insgesamt guter Auftritt einer jungen Band mit viel Potential, das noch nicht vollends ausgeschöpft wurde. Die werden uns in Zukunft noch viel Freude bereiten, dessen bin ich mir sicher!


Setlist Noah & The Whale, La Maroquinerie, Paris, 8/12/09*:

01: Slow Glass
02: Give A Little Love
03: Blue Skies
04: Jocasta
05: Love Of An Orchestra
06: Rocks And Daggers
07: Our Window
08: My Door Is Always Open
09: Stranger
10: The First Days Of Spring

11: My Broken Heart

* erneut wurde 5 Years Time ausgelassen. Richtig so! Ein Hit, richtig, aber so etwas brauchen nur Mainstreamhörer. Stattdessen haben Noah & The Whale nun richtig gute, komplexe Songs. Ein Tralala- Sommerhit wie 5 Years Time passt nicht mehr zu der erwachsen gewordenen Band...

Aus unserem Archiv:

Noah & The Whale, Paris, 18.09.09
Noah And The Whale, Haldern, 14.08.09
Noah And The Whale, Paris, 20.11.08
Noah And The Whale, Paris, 28.03.08




Mittwoch, 11. November 2009

All Smiles, Fairguson, u.a., Paris, 10.11.09

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Konzert: All Smiles, The Patriotic Sunday, Fairguson, Safeashome (Carte Blanche aux Boutiques Sonores)
Ort: Le Glaz'Art, Paris
Datum: 10.11.2009
Konzertdauer: insgesamt über 3 1/2 Stunden



Wenn man so klingt wie Grandaddy, dann spielt man irgendwann auch zusammen mit Grandaddy.

Halt, gleich zwei Ungenauigkeiten in einem Satz. Wie jeder Musikfreak weiß, gibt es die Band Großvater nicht mehr und außerdem klingen die heute im Glaz'Art aufspielenden Franzosen Fairguson nicht nur nach der ehemaligen Gruppe um Bandleader Jason Lyte, sondern auch nach Midlake, Syd Matters und vor allem sich selbst. Und auch Jason Lyte war heute nicht am Start, sondern Jim Fairchild, ein kalifornischer Singer/Songwriter, der bis zum Split 2006 Giarrist von Grandaddy war und auch schon bei Modest Mouse die Elektrische hielt. Sein Projekt nennt sich All Smiles und ist eigentlich eine Band mit wechselnder Besetzung, in der schon Mitglieder von Indiegrößen wie Sleater Kinney, Modest Mouse, Menomena und Great Northern mitwirkten (und teilweise immer noch wirken).

Entsprechend groß war die Erwartungshaltung, aber leider wurde es nicht so gut wie erhofft. Jim Fairchild kam ganz alleine mit seiner Akustikgitarre und schaffte es nicht, mich zu berühren. Sein Set rauschte weitestgehend an mir vorbei. Woran das lag, ist schwer zu sagen. Seine an Elliott Smith erinnernde Stimme ist eigentlich genau mein Fall, sein Songwriting ist subtil und seine Referenzen einwandfrei. Dennoch: ich langweilte mich. Vielleicht sind die von einer mehrköpfigen Band arrangierten Lieder einfach nicht dazu geeignet, solo und mit Holzklampfe vorgetragen zu werden. Dabei hing er sich eigentlich wirklich ins Zeug, schrammelte auf ziemlich innovative Weise auf seiner Akustischen und war auch happy in Paris zu sein. Erst gegen Ende kam ich besser rein und genoß das letzte Drittel. Schon verrückt, mir gefällt jedes einzelne Lied auf seiner MySpace Seite und ich muß mir deshalb wohl auch die beiden Alben zulegen (Ten Readings Of A Warning 2007, Oh For The Getting And Not Letting Go 2009), sein Konzert war aber nur mittelmäßig prickelnd. Der Ton ließ allerdings auch zu wünschen übrig.

Darunter hatten dann auch die Franzosen Fairguson zu leiden. Davon in Kürze mehr...

Setlist All Smiles, Glaz'Art, Paris

01: Pile of Burning Leaves
02: Brother I Know My Way
03: I Was Never The One
04: It Never Saves Me
05. Our Final Roles As Birds
06: Sprinting Hyphens
07: Tired Jaws
08: The Ones I Want To Live
09: I Know It's Wrong
10. Leave Love
11: The Brightest Beyond

All Smiles bei Wikipedia

Fotos in Kürze!

Konzertdaten von All Smiles:

11.11.09: d:qliq, Luxemburg
12.11.09: Hafen 2, Offenbach
13.11.09: Le 8, Montpellier





Sonntag, 8. November 2009

Mumford & Sons,München, 02.11.09

2 Kommentare
Konzert: Mumford & Sons
Ort: Atomic Café, München
Datum: 02.11.2009
Zuschauer: so einige, aber es fehlten echte Kerle im Auditorium (Zitat Eike)
Konzertdauer: eine gute Stunde




Text und Fotos von Eike. Erstveröffentlichung auf dem Klienicum, klick!




unterhaltsamer abend, fürwahr. mumford & sons standen auf der bühne des atomic café und machten schnell deutlich, dass sich hier eine geschulte, junge band einfand, die noch weder die freude am spiel als auch nicht den kontakt zum publikum verloren hat. erfrischend die ansagen und die kommunikation zwischen den einzelnen titeln des eine gute stunde füllenden sets. im rund allerorten zufriedenheit auf den zumeist unter dreißig jahren beanspruchten gesichtern. eng an eng stand man in den ersten zehn reihen, danach etwas windschiefe lockerheit unter den vielen amazon gewinnern, deren einsatz via mail traf oder jenen, die als freunde mitschlurfen durften. so kungelten denn die vorgeblich eingeschworen mit karohemd und/oder lässig geneigtem mützchen (so hässlich) und die anderen, die zum teil noch nie von der londoner band gehört hatten, ein wenig um die besten plätze. doch nicht einmal unmut kam auf, als sich die band ob des champions league disasters der bayern zu anfang des jahrtausends lächerlich machten. echte kerle fehlten im auditorium. spätestens als die vier briten sich beklagten, dass sie keinerlei kontakte zu deutschen "fraulein" hergestellt bekämen, wäre es an der zeit gewesen, den insulanern einzuheizen. denn vorzeigbare bubis mit backenbartbehaarung und traurigem sitz der hosen haben wir doch allemal. ob es denen allerdings gelänge, auch so enthusiastisch und unverwerflich krawallig musik zu machen, die den folk mit voller wucht trifft und den rock 'n' roll auf knallendem bass und geschredderter gitarr' schraffiert, bezweifeln manche. in welcher tradition man stehen muss, und die briten sind da gut bestückt, überlass ich dem leser, um solcherart scheunenparty zu feiern, aber einen neuzeitlichen zugang gibt es allemal. die fleet foxes, kolportiert man, wären eine referenz. doch ganz so weit möchte der geneigte hörer nicht gehen, da die harmoniegesänge des quartetts keinswegs so gestochen kommen, wie es die amerikanischen kollegen tönen lassen können. grobschlächtiger möchte man meinen, weniger am wetzstein massiert. nur der melodien wegen braucht man sich auf dem eiland jenseits des kanals nicht zu schämen. lauter memorabler stoff. dass sich der vor allem vom aktuellen album rekrutiert, versteht sich von selbst, da im vorhinein, bis auf eps und 7", nichts aktenkundig wurde, was die qualitätskontrolle von marcus mumford, country winston, ben lovett und ted dwane passierte hätte. so goutierte die runde das aufgeregte "winter winds" mit flinker guitar und dem allgegenwärtigen banjo nebst gänsehaut-harmoniegesang, "the cave", das so anmutig beginnt, "sigh no more", das im breitwandgesang an der spitze ins programm geführt wurde und sofort für aufmerksam sorgte, das hüpfende "little lion man" mit dem energischen gesang, "dust bowl dance", dem ich verfalle, noch bevor der dritte, vierte ton im keyboard versinkt. der schweiss ran, die socken brannten, bühnenbilder wären beim vorletzten stomp gestürzt, doch die burschten brachten ihren auftritt sauber inklusive schlagzeugeinsatz (für eingeweihte) nach hause. im abgang der dank, im wiederkehren auch. ein lied und wieder dank und abgang. dass sich die vier für "sister" noch einmal einfanden, verdankten sie einem aufgewiegelten publikum, einer münchner runde, wie man sie doch eher selten vorfindet. der flott/betulich rhythmus, der wechsel von laut auf leise und das charisma manches der bandmitglieder glühten unterkühlte hauptstädter auf. dicht an dicht mit ihren fans brachten mumford & sons ein akustisches ständchen, das, wie sie glaubhaft versicherten, garantiert der letzte akt sein würde. in einer perfekten inszenierung.

Links:

- aus unserem Archiv:
- Mumford And Sons, Scheeßel, 23.06.12
- Mumford And Sons, Paris, 24.09.10
- Mumford And Sons, Haldern, 13.08.10
- Mumford And Sons, Paris, 21.02.10

- Mumford And Sons, Paris, 24.04.08 
 


Freitag, 30. Oktober 2009

Lepold Skin & St. Augustine, Paris, 29.10.09

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Konzert: Leopold Skin & St. Augustine

Ort: L'International, Paris
Datum: 29.10.2009
Zuschauer: so einige
Konzertdauer: jeweils rund 45 Minuten



Meine Güte, der Junge wird mir langsam unheimlich! Unglaublich talentiert dieser Leopold Skin und das sage ich jetzt nicht, weil er vor ein paar Wochen in meinem Wohnzimmer gespielt hat! Was Damien, so heißt der Musiker aus der Auvergne, heute im Pariser International zusammen mit seinem Freund St. Augustine abgeliefert hat, war wirklich absolut erstklassig! Unterstützt durch einen Drummer, zeigten die beiden Franzosen amerikanischen Folkrockbands wie My Morning Jacket, Band Of Horses oder den Fleet Foxes mal was eine Harke ist. Sagenhaft wie sie auf brilliante Weise ihre wüstensandgeschwängerten Songs zelebrierten und bewiesen, daß Clermont-Ferrand zur Zeit die Gegend ist, aus der die besten Musiker Frankreichs kommen. Die Lokalmatadoren Cocoon haben es bereits bis ins legendäre Olympia geschafft und wenn es nach mir ginge, würde Leopold Skin dort morgen auch schon auftreten! Der Kerl ist einfach begnadet und hat das gewssie Etwas, egal ob er sanft und akustisch daherkommt, oder wie heute den Rocker raushängen lässt und seine Gitarre aufheulen lässt.

House In A Tree, Back To Montreal, oder auch das Karen Dalton Cover Katie Cruel, so viele famose Songs, die nicht auf dem Debütalbum Leopold Skin & The Blue House Dandelions drauf sind, das lässt schon auf den Nachfolger hoffen. Wenn die Stücke so gut klingen, wie heute in der Liverversion, dann wird das ein Knüller!

Leopold, tu es fabuleux! Quel talent!

Auch St. Augustine war ausgezeichnet. Bürgerlich hört er auf den Namen François-Régis und ist in französischen Folkkreisen schon recht bekannt. Genau wie Leopold Skin gehört er zum Kollektif Kütufolk, welches inzwischen auch außerhalb der Auvergne für jede Menge Aufmerksamkeit sorgt. Die vier Acts: Leopold Skin, St. Agustine, Pastry Case und The Delano Orchestra touren fast immer gemeinsam und sorgen reglmäßig für eine tolle Stimmung. Allerdings sind nicht immer alle Mitglieder dabei, so daß die jeweiligen Sets eigentlich immer anders klingen. Ich persönlich hatte St. Augustine schon einmal im Nouveau Casino gesehen, als er zusammen mit der Cellistin Edwige auflief. Die Süße war heute aber nicht dabei, stattdessen spielte man im Vergleich zum ersten Konzert des Abends unverändert zu dritt, bloß, daß Leopld Skin nun seinen Gesangespart an St. Agustine weiterreichte und dessen Songs performt wurden. Songs, die auch von einem Amerikaner hätten stammen können, dermaßen gut beherrscht St. Augustine die Grundregeln des klassischen nordamerikanischen Folks. Seine Stimme ist außergewöhnlich, sie erinnert je nach Tonlage an andere hervorragende Songer/Songwriter wie zum Beispiel Ron Sexsmith, Patrick Watson, oder gar Elliott Smith. Und grififige Lieder hat er auch zu bieten. Polar Bears zum Beispiel, eine schöne Ballade, die wunderbar in die herbstliche Jahreszeit passt und viel wärmer klingt als er der frostige Titel vermuten lässt. Ebenfalls betörend: Sad Moment, ein Seelentröster par excellence.

Hit des Abends war allerdings Rainy Country, zu dem sämtliche Musiker des Kollektivs auf die Bühne kletterten und mit Inbrunst das Stück schmetterten. Ganz zum Ende noch ein kurzer Abstecher ins Publikum, um Broken Lens zu intonieren und die Messer war gelesen. Wiederkommen ist angesagt! In genau einem Monat spielt an gleicher Stelle nämlich die andere Hälfte des Kollektivs, also The Delano Orchetra und Pastry Case...

Setlist St. Augustine, International, Paris:

01: Let It Go
02: Polar Bears
03: 14th of July
04: Icelandic
05: The Floor
06: A Cedar
07: Remains & Souvenirs
08: Sad Moment
09: Collide
10: Rainy Country
11: Broken Lens

Aus unserem Archiv:

Leopold Skin in einer Oliver Peel Session. Hier!

- Ein Livevideo aus dem Nouveau Casino. Winter Is Coming. Schön!
- St. Augustine- Rainy Country live mit der gesamten Truppe von Kütu Folk. Großartig!

Pour nos lecteurs français:

Leopold Skin est vraiment un petit prodige! Quelques semaines après sa superbe session dans notre salon (Oliver Peel Session # 11) il a prouvé à l'International qu'il maîtrise aussi bien l'électrique que l'accoustique. Avec son pote St. Augustine et un batteur, il joua un set envoûtant et euphorisant, montrant qu'en Auvergne on n'est pas moins doué pour jouer du rock-folk qu'aux Etats-Unis. La prestation était à la hauteur des groupes comme My Morning Jacket (dont la voix du chanteur Jim James est comparable à celle de Leopold Skin), Band Of Horses ou même les Fleet Foxes. Avec ces derniers, Damien (Léopold au civil) a en commun de reprendre le très beau chant traditionnel Katie Cruel, jadis interprété par la magnifique Karen Dalton. Mais ses propres compositions sont tout aussi bonnes et des titres superbes comme House In A Tree et Back To Montreal me donnent déjà envie du deuxième album (ils ne sont pas sur son premier). St. Augustine, tout comme Leopold Skin doté d'une voix marquante et très belle, nous a proposé des titres sublimes comme Polar Bear ou Remains & Souvenirs et mettait toute la salle parisienne dans sa poche quand il entonna le tube Rainy Country avec les collègues de Delano Orchestra et de Pastry Case. A la fin, il alla au milieu du public pour son dernier morceau et prouva à la capitale que la province n'a pas à se cacher!! Une superbe soirée! Il faut revenir dans un mois pour aller voir The Delano Orchestra et Pastry Case!





Freitag, 27. Februar 2009

Fleet Foxes, Paris, 25.02.09

3 Kommentare

Konzert: Fleet Foxes (The Acorn)

Ort: La Cigale, Paris
Datum: 25.02.2009
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: ca. 65-70 Minuten (The Acorn ca. 35-40 Minuten)



Das erste was auffällt ist das Publikum. Es ist überwiegend jung und weiblich. Zumindest da wo ich stehe, also vorne am Bühnenrand. Die Mädchen, die um mich rum stehen und auf die Fleet Foxes warten, dürften alle noch unter 25 sein. Hippiebräute mit Jutetaschen und Sandalen, so wie man sich das bei Folkkonzerten klischeehaft vorstellt? - Fehlanzeige! Stattdessen sieht man junge, adrett gekleidete Mädels mit (vermuteter) hoher Bildung und Ambitionen. Die zwei kleinen Amerikanerinnen gleich vor mir unterhalten sich über irgend ein Master Programm einer Business School. Eine von den beiden erwähnt, daß sie morgen ins "Office" müsse und zwar um 8 Uhr 30. Sie müsse dann um 7 Uhr 30 aufstehen, aber das sei o.k., man will ja schließlich vorankommen im Leben und träumt heutzutage nicht mehr davon, mit einem bemalten VW-Bus durch die Welt zu reisen.

Ich bin geradezu umzingelt von Girlies diesen Schlages, darunter viele Amerikanerinnen, die in Paris leben. Das Publikum sieht aus wie bei den Shins Ende 2007 an gleicher Stelle. Junge, ordentliche Mädchen (und Jungen), die in Schule und Uni immer fleißig und gewissenhaft waren und auf dem Nachttisch ein gerahmtes Bild von Omi haben. Ihre Lieblingsgruppen sind bestimmt die Shins, Death Cab For Cutie, Bright Eyes und ähnliche Künstler, die nette Musik für nette Leute machen. Und die Fleet Foxes natürlich! Weil die so schön im Chor singen und so viele tolle Lieder haben.

Auch ich selbst bin wegen den Fleet Foxes hier, aus den gleichen Gründen. Allerdings hätte ich mir dieses Konzert an genau diesem Ort ein paar Monate früher gewünscht. Im Herbst 2008 wäre es ideal gewesen, da liefen moderne Evergreens wie Your Protector, Mykonos oder Blue Ridge Mountains auf meinem i- pod rauf und runter. Dabei war es ja nicht so, daß ich die Fleet Foxes gar nicht live erlebt hatte. Nein, nein, dreimal sogar wurde mir die Band aus Seattle präsentiert, allerdings waren die Auftritte in der Pariser Flèche d'or, beim Haldern Pop Festival und beim Pariser Festival des Inrocks mit 30-40 Minuten Spielzeit doch arg kurz, um so richtig ins Schwärmen zu geraten. Es fehlte jeweils noch etwas zum perfekten Konzert, auch ein wenig mehr Einsatz hätte ich mir gewünscht.

Aber heute nun war alles angerichtet: Eine ausverkaufte Cigale, ein Publikum, das ausschließlich und allein für die Fleet Foxes gekommen war und der letzte Konzerttermin für die Amerikaner vor einer mehrwöchigen Pause, bis es dann im April in den USA wieder weitergeht. Und eine erlesene Vorgruppe gab es auch. The Acorn aus Ottawa, Kanada, hatten die Ehre, den Ball zu eröffnen und machten ihre Sache gut. Deren vollbärtiger Sänger Rolf Klausener sprach sogar recht passabel französisch, was den Parisern natürlich enorm gut gefiel. Manchmal fehlten dem Mann, der auch Ukulele spielte, aber die Vokabeln, um sich verständlich zu machen. In einer Szene war seinem Gitarristen eine Saite gerissen und Klausener erkundigte sich daraufhin beim Publikum, was denn "string" bedeute. Die Antwort war "une chorde", aber das war eigentlich nicht mehr so wichtig, denn bereits sein Bemühen, auf französisch zu parlieren, wurde honoriert.

Aber auch musikalisch konnten die Kanadier Akzente setzen, vor allem mit Stücken vom letzten Album Glory, Hope Mountain wie Crooked Legs und Glory. In der Fachpresse werden The Acorn ob solcher Perlen bereits mit den Fleet Foxes verglichen, aber ich denke mit solchen Vergleichen sollte man vorsichtig sein. Die Songs von The Acorn sind weniger direkt und eingängig und auch anders instrumentiert. Vor allem aber ist die Stimme von Rolf Klausener derjenigen von Robin Pecknold nicht im Geringsten ähnlich. Sie erinnert eher an Elvis Perkins oder Andrew Bird und selbst dieser Vergleich hinkt. Folk-und Indiemusik - Fans sollten nicht krampfhaft nach Referenzen suchen und stattdessen lieber das neue Album in Ruhe hören. Es lohnt sich, die Songs sind komplex und vielschichtig und entfalten ihre volle Pracht erst beim wiederholten Hören!

A propos Hören, oder besser gesagt Zuhören: Robin Pecknold hat wohl genau aufgepasst wie das Konzert von The Acorn gelaufen ist, denn einer seiner ersten Kommentare, nachdem er und seine Band unter lautem Applaus endlich auf die Bühne geschlichen kam, war: "The Acorn talked french, so they lead the match against us, because we don't speak a word in french. But let's see how it ends" (Wörtlich hat er das nicht so gesagt, aber inhaltlich ging es ihm darum, drauf hinzuweisen, daß The Acorn ihnen gegenüber vorgelegt hätten...). Daraufhin Drummer Josh Tillman: But my english is better than their french! - Robin Pecknold: "Totally, totally!"

Am Anfang ließen sich die Fleet Foxes alle Zeit der Welt. Selbst als sie schon alle auf der Bühne standen, lief noch eine andere Musik vom Band weiter. Die Jungs brauchen anscheinend immer eine Weile, bis sie sich "ready to go" fühlen und loslegen können. Trotz der immensen Erfolge der letzten Monate scheint es ihnen immer noch ein wenig peinlich zu sein, im Mittelpunkt des Interesses zu stehen. Robin Pecknold wirkt regelmäßig ganz überrascht, wenn der Applaus aufbrandet, bedankt sich dann immer kurz mit einem energischen Kopfnicken, winkt dann aber mit der Hand ab und guckt ein wenig verlegen zur Seite. Das macht ihn enorm sympathisch und spricht dafür, daß er auf dem Teppich geblieben ist. Die teilweise geäußerte Kritik, die Konzerte der Fleet Foxes seien immer etwas lahm, schien er sich aber zu Herzen genommen zu haben. Von Beginn an wirkte er angriffslustig und bis in die deutlich kürzer gewordenen Haarspitzen motiviert! Ich merkte sofort: Dieses Konzert würde wesentlich intensiver werden, als die zuvor erlebten! Und so war es dann auch, obwohl der standardisierte Beginn mit Songs von der fabelhaften Sun Giant EP ja immer etwas verhalten ist. Aber nicht alle Zuschauer schienen diesen Ablauf zu kennen, etliche Besucher wunderten sich sehr darüber, daß der extrem hübsche, aber enorm schüchterne blonde Gitarrist Skyler Skjelset bei Drops In The River sein Arbeitsgerät mit einem Geigenstab behandelte.

Ich kannte das schon alles, aber als eifriger Konzertgänger wird man ja schnell ziemlich blasiert und deshalb ermahnte ich mich selbst, nicht zu borniert zu reagieren. Allerdings fehlten mir doch ein wenig die Überraschungen und insgeheim hofte ich sogar auf nagelneue Lieder. Songs, die die Fleet Foxes nie zuvor gespielt hatten, zumindest nicht in meiner Anwesenheit. Aber Pustekuchen, erst einmal gab es mit White Winter Hymnal und Your Protector Lieder, die innerhalb kürzester Zeit zu modernen Klassikern geworden sind. Aber eine Sache war doch anders, zumindest empfand ich das so: Alles war wuchtiger, pompöser und stärker instrumentiert. Am deutlichsten fiel mir das bei Your Protector auf, wo noch eine zusätzliche kleine Orgelmelodie draufgepackt wurde, die dem sensationell guten Lied ein wenig die Luft zum Atmen nahm. Aber gerade in dem Moment, wo ich mich ein wenig an der Oppulenz des - nichtsdestotrotz brillanten - Vortrages störte, verschwand die Band und zurück blieben ganz allein Robin Pecknold und seine Akustikklampfe. Er kündigte an, daß er nun ein Cover von Duncan Browne spielen werde. Das Publikum zeigte keine Reaktion. "Mögt ihr Duncan Browne nicht?" Immer noch kein Feedback, anscheinend war den Leuten dieser Musiker kein Begriff, ganz im Gegensatz zu einer britischen Musiklegende: David Bowie. Dessen Name rief ein vorlauter Besucher irgendwann einmal und Pecknold wunderte sich: "What was that? David Bowie?" - Nicht nur der Betroffene selbst, auch ich hielt den Vergleich (?) nicht für passend, aber egal es trug zur Unterhaltung bei...

Pecknold intonierte nun My Only Son und sein Vortrag war atemberaubend schön! Seine unglaublichen stimmlichen Qualitäten konnte er nun so richtig ausspielen. Es war beeindruckend wie er die ganze Cigale mit seinem Gesangesorgan beschallte, als würde er von einem Berg ins Tal rufen. Mir stellten sich die Nackenhaare auf. Wow, wow, wow, ein Jahrhunderttalent!, dachte ich mir und war mir sicher, daß Pecknold bald in allen Musiklexika für alle Zeiten seinen sicheren Platz haben würde. Ich fühlte mich von der Natur begünstigt und hätte ihn geradezu umarmen können, denn er sang nicht nur wundervoll, sondern spielte auch ganz exquisit Gitarre. Mit Oliver James hatte er dann den ganzen Saal in die Tasche gesteckt und das Publikum spendete Szenenapplaus während (!) des Liedes. "Oliver James washed in the rain - Noooo longer! Oliver James washed in the rain - Noooo longer! Niemals werde ich diese unfassbar kraftvoll gesungenen Zeilen nun mehr vergessen!

Ich war hingerissen, hätte am liebsten Pecknold bis zum Ende akustisch und alleine zugehört. Die Band war mir in dem Moment egal, ich wollte nur Robin! Aber die anderen Jungs stießen natürlich wieder hinzu und ihre wundervollen Chorgesänge sind natürlich auch etwas ganz Feines. Mit He Doesn't Know Why und Mykonos kamen gegen Ende dann noch zwei meiner Favoriten, bevor sich die Band erst einmal vorläufig verabschiedete. Vorangegangen waren ein paar wirklich witzige Dialoge mit dem Publikum. Es ging darum, wo man die besten Donuts in Paris essen könne, um veganisches Essen (das laut Drummer Josh Tillman in Frankreich immer nach Fisch schmecke), Baguette und ähnliche kulinarische Dinge. In Paris lebende Amerikaner (Expatriats wie sie Pecknold nannte) erwähnten das jüdische Viertel "Le Marais" und sagten, daß man da toll Falafel essen könne. Robin fand das spannend, ließ sich den Namen des Quartiers buchstabieren und entgegnete ziemlich frech einen Zuruf einer blonden Amerikanerin mit den Worten: "You sound to well feed to be vegan!" Aber er machte nur Spaß und das kam auch so an...

Auch als er alleine zum Zugabenteil zurückkam, musste er sich einen Zuruf gefallen lassen: "A poil", zieh dich aus!, schrie ein Franzose durch die ganze Cigale. "What was that? Bacon?" ,wunderte sich der Sänger, bevor ihm erklärt wurde, daß es um das "Sich- Nackt- machen" ginge. Darauf ging er aber natürlich nicht ein, schließlich war man hier nicht bei Iggy Pop oder Johnny "Razorlight" Borrell und außerdem erwähnte er, daß seine Underwear sehr "silly" und gar nicht sexy sei. Köstlich!

Mit dem gleich vor der Bühne ohne Mikro vorgetragenen Traditional Katie Cruel und dem Tiger Mountain Peasant Song wurde es dann aber wieder ernster und melancholischer und erneut hätte ich dem begnadeten Bartträger stundenlang zuhören können.

Die gesamte Band schmetterte schließlich noch Blue Ridge Mountains und zum ersten Mal gingen alle in der Gruppe so richtig aus sich raus. Josh Tillmann bollerte wie wild, der Pianist Casey Westcott headbangte an seinem Instrument und selbst Skyler Skjelset lächelte endlich einmal, als er den wunderschönen Mandolinenpart spielte.

Der abschließende donnernde Applaus wollte gar nicht mehr abreißen, aber eine weitere Zugabe gab es trotzdem nicht mehr.

Unter dem Strich hatte ich mein bisher bestes Fleet Foxes Konzert mit einem überragenden Robin Pecknold erlebt!




Setlist Fleet Foxes
, La Cigale, Paris (aus dem Gedächntnis reproduziert. Es gab keine getippte Setlist und mitgeschrieben habe ich auch nicht. Deshalb etwas mit Vorsicht zu genießen, aber sie dürfte eigentlich so stimmen. Bitte melden, falls Fehler drin sein sollten. Danke!)


01: Sun Giant
02: Sun It Rises
03: Drops In The River
04: English House
05: White Winter Hymnal
06: Ragged Wood
07: Your Protector
08: My Only Son (Duncan Browne Cover) - Pecknold solo
09: Oliver James - Pecknold solo
10: Quiet Houses
11: He Doesn't Know Why
12: Mykonos

13: Katie Cruel (Traditional) - Pecknold solo
14: Tiger Mountain Peasant Song - Pecknold solo
15: Blue Ridge Mountains

Pour nos lecteurs français:

Quelle voix! Robin Pecknold, chanteur barbu des Fleet Foxex n'a jamais chanté d'une manière plus intense que ce soir! C'était tout simplement impressionnant! Le concert a connu ses meilleurs moments quand le leader du groupe de Seattle a joué des morceaux seul avec sa guitarre acoustique. "Oliver James", sur l'excellent album un des titres qui me plaît un peu moins, a éte le plus beau du concert et le plus intense aussi ("nooo longer"). Egalement sublime: la reprise de "My Only Son" de Duncan Browne. Par contre ils ont eu la main un poil lourde sur l'orchestration. L'orgue hammond a été trop à mon gout et cela a rendu les morceaux tels que Your Protector et Mykonos un peu trop pompeux.

Conclusion: Robin Pecknold est un des meilleurs chanteurs de cette décennie et s'est beaucoup impliqué tout au contraire de son groupe, léthargique et timide comme d'habitude, à l'exception du batteur Josh Tillman, qui profite de l'occasion pour présenter les très beaux morceaux de son album solo vendredi à la Flèche d'Or.

- Videos von den Fleet Foxes live aus der Pariser Cigale!!! :

- Sun Giant/Sun Rises
- He Doesn't Know Why (hier gibt es die ganzen tollen Dialoge über das verganische Essen , good Donuts und das Viertel Marais, köstlich!)
- My Only Son,
- English House
- Blue Ridge Mountains
- Your Protector
- Katie Cruel
- Tiger Mountain Peasant Song (wunderschön!)

- Mehr Photos von den Fleet Foxes, klick!
- Fleet Foxes beim Haldern Pop Festival 2008 klick
- " " in der Pariser Flèche d'or klick
- " " in der Essener Grugahalle klick
- " " beim Festival des Inrocks 2008 im Olympia, Paris klick




 

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