Posts mit dem Label Düsseldorf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Düsseldorf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. Juli 2019

Asphalt Festival 2019, Düsseldorf

0 Kommentare

Konzert: Asphalt Festival Düsseldorf 2019
Ort: div. Orte
Datum: 11.07.-21.07.2019
Dauer: 11 Tage
Zuschauer: div.

Das "Asphalt Festival" in Düsseldorf mausert sich immer mehr zu einem wirklichen Highlight der Festivalszene. Nicht als klassisches Zelt und Wiesenfest, sondern als kulturelles Bonbon, verteilt über 11 Tage und diverse Spielstätten der ganzen Stadt. 



Der Schwerpunkt liegt ganz klar im Bereich Theater und Tanz, Konzerte sind aber auch fester Bestandteil des Konzeptes. Als Konzerttagebuch beschränke ich mich daher auch auf unser Kerngebiet, obwohl ich völlig begeistert von der belgischen Theatergruppe Ontroerend Goed den Saal verließ. Eine Art Börsenweltuntergang wurde mit dem kompletten Publikum an Pokertischen durchgespielt. Eine Erfahrung von Gier und Zockerei, die noch lange nachhallt. 



Am Samstag zuvor bespielte der selbsternannte "letzte Diskopunk" Erobique den verträumten Park des "Malkasten", mitten in der Düsseldorfer Innenstadt. Fast 2.000 Menschen aller Alters-und Kulturgruppen kamen zusammen und feierten bei dem fast 2-stündigen Set mit viel Wein und köstlichem Catering (-die Maultaschen !!!). 

Erobique ist Vollprofi, Dauerredner und Selfieorgien ignoriert er charmant. In seiner Position als "Alleinunterhalter" ist er eben Dienstleister, besteht aber in seinen Ansagen schon darauf, vieles hier live zu improvisieren: "..wenn ich DJ wäre, würde ich hier oben Rauchen und Saufen". 



Seinen Hit "Urlaub in Italien" gibt es daher auch gleich in zwei Versionen. Zunächst im Easy-Listening Gewand und im Zugabenblock nochmal als Houseversion mit kräftigem Beat. Dazwischen weitere launige Ansagen, viele witzige Reime über Düsseldorf und ein taktisch immer mehr in die Tanzbeine gehendes, pulsierendes Set. 

Ein großes Lob an die Veranstalter, diesen wunderschönen Ort zu bespielen und gleichzeitig noch eine perfekte Organisation hinzulegen. 



Als zweites, großes Konzert gastierte dann die Get Well Soon Bigband im D`Haus Central um ihre "Grand Horror Show" zu präsentieren. Die Wandlungen der Band sind zahlreich. Get Well Soon sind seit Jahren eine der wenigen Bands, die auch im Ausland große Beachtung finden. 



Diesmal handelt es sich um ein fiktives Soundtrackalbum (oder auch nur um ein Album über die Albträume des Sängers Konstantin Gropper). Da bieten sich Streicher und Bläser natürlich an, und es ist das vielleicht stärkste Album der Band bisher. 

Ich durfte die Show im letzten Jahr bereits in der Kölner Philharmonie genießen. Und obwohl das Konzept der Show durch die große Band in der Setlist unverändert war, kann man sich einfach nicht satt sehen und -hören. 

Jeder Song erhält ein eigenes Licht- und Soundgewand. Ein Highlight jagt das Nächste. Auch die älteren Songs gewinnen viel durch den druckvollen Big Band Sound. Einzelne Songs mag man gar nicht hervorheben. Das Orchester erhält  ein kurzes "Brass Interlude", bevor sich der Strudel der Instrumente bis zu den Zugaben immer weiter steigert. 



"Marienbad", "It`s a mess" und das gefeierte "A Convenient Truth" beenden den ersten Teil. Im Zugabenblock dann vier weitere Songs. Das Publikum steht längst, als das große Finale zu "I sold my Hands for Food so please feed me" ansetzt. 



Wer auch nur annähernd die Chance haben sollte, die Band bei den noch ausstehenden Terminen im Spätsommer zu besuchen, lasst es euch nicht entgehen. 



Und so endet man dann an einem lauen Sommerabend vor der Tür am Busbahnhof des Düsseldorfer Hauptbahnhof und ahnt, woher das Festival seinen Namen haben könnte.

Oder es ist einfach ein weiter Kunstgriff der Veranstalter, uns Kunst und Kultur in allen seinen Facetten genießen zu lassen. Der Asphalt dagegen liegt wie ein bleierner Mantel über der Natur, die ihn zu durchbrechen versucht.

Fotos: Peter Stumpf/Ralf Puder



Sonntag, 7. Juli 2019

Eddie Vedder, Düsseldorf, 30.06.19

0 Kommentare

Konzert: Eddie Vedder
Ort: Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf
Datum: 30.06.19
Dauer: ca. 150 Minunten
Zuschauer: 6.500 (ausverkauft)



Freunde sind sie schon lange, Eddie Vedder und Glen Hansard. Schon 2016 traten die Beiden gemeinsam in Berlin auf. Dieses Jahr gibt es eine erneute Kurztour, die neue Pearl Jam Platte ist anscheinend immer noch nicht fertig, und Vedder scheint seine Soloausflüge zu genießen. Musikalisch hat sich bei beiden in den letzten beiden Jahren wenig verändert. 

Beginnen wir mit Glen Hansard, der zunächst solo das Vorprogramm in der noch immer wenig ansehnlichen Mehrzweckhalle bestreitet. Viel sieht man nicht, gerade einmal zwei Scheinwerfer sind in Aktion und Glen beginnt mit einer schönen Version von "Bird of Sorrow" am Piano. Der Rest ist leider Standard und hat wenig von den sonst so abwechslungsreichen Setlists des Iren. 

Die sich ins wahnwitzige steigernde Version von "When my minds made up" kennt man bereits von diversen anderen seiner Tourneen. "Revelate" von seiner alten Band The Frames klingt dagegen wieder frisch und neu interpretiert. Mit "The Gift" ist aber dann auch schon nach acht Songs wieder Schluss. 

Das grelle Saallicht holt einen wieder zurück in die Gegenwart und die Schlange vor dem Merch und den wieder mal zu wenigen Getränkeständen, bei 35 Grad Außentemperatur, wird wieder länger.

Zu den Streicherklängen von "Even Flow" betritt Vedder dann die Bühne. "Long Road", "About the Bend" und "Eldery Woman" sind ein starkes Trio innerhalb der ersten Songs. Ebenso das Tom Petty Cover "I won`t back down", zur Zeit einer der wenigen festen Bestandteile des Sets. Petty lacht dabei auf der großen Leinwand im Hintergrund. 



Der Mittelteil wirkt heute etwas uninspiriert, irgendwas scheint nicht so richtig zu zünden. Vielleicht hat Eddie auch einfach heute mal ein schwächeren Tag, allerdings immer noch auf hohem Niveau. Er wirkt etwas weniger offen und redselig, auch der Weinkonsum scheint merklich geringer als sonst. 

Erst mit "Black", zusammen mit Glen und den Streichern, folgt der erste echte Gänsehautmoment. Vor den Zugaben dann noch das rockige "Porch", die Lieder von Ten zünden beim Publikum natürlich immer noch am besten. Als  Zugabe heute "Alive", allerdings singen nur die Zuschauer zur Streichermusik, Eddie schüttelt derweil Hände und verteilt den Wein unter seinen Jüngern, wenn man das so interpretieren will. 



Der restliche Zugabenteil besteht fast nur noch aus Coverversionen, sogar "Imagine" von Lennon ist dabei. Dies würde man wohl kaum jemand durchgehen lassen, zeigt aber wieder einmal, dass Vedders Stimme eigentlich nie langweilt. "Hard Sun" ist traditionell der Rausschmeißer bei vollem Saallicht, selbst die Roadies in ihren weißen Kitteln dürfen jetzt mit auf die Bühne. 

Eigentlich wäre jetzt ein langer Abend zu Ende, aber dann gibt es noch eine faustdicke Überraschung. "Seasons", ein Chris Cornell Cover, das Eddie der Tochter von Chris, sowie den Opfern des damaligen Roskilde-Unfalls widmet. 

Es sind diese Momente, die seine große Empathie und Klasse zeigen. Die Freundschaft zu Glen beschreibt er in einer der wenigen Ansagen wie folgt: "Ich rief ihn an und er sagte: Wenn du jemand umgebracht hast, komme ich morgen mit der Schaufel vorbei". Mehr muss man nicht wissen. 

Zwei Stars, von denen man glauben will, dass sie in echt genauso tolle Menschen sind, wie auf der Bühne. 


Montag, 24. Juni 2019

Nick Cave, Düsseldorf, 16.05.2019

0 Kommentare

Konzert: Nick Cave
Ort: Tonhalle
Datum: 16.05.2019
Dauer: ca. 150min
Zuschauer: 1.800 ausverkauft



Nick Cave in der Tonhalle. Es gibt Abende die weniger versprechen. 

Im Rahmen seiner Converations-Tour tritt der Australier diesmal in kleineren Hallen ohne Band auf, um seinem Publikum noch näher zu sein. Ein mehr als puristisches Konzept, lediglich ein Flügel und ein Mikrofon stehen bereit. Dafür dürfen einige ausgewählte Fans an Bistrotischen sogar auf der Bühne sitzen.

Das Konzept lautet wie folgt: Cave spielt Solostücke am Piano und beantwortet Fragen aus dem Publikum ohne Vorauswahl oder thematische Beschränkungen. Leider ging dieses Konzept für mich nicht auf. 



Nach fast jedem Song wurde das Saallicht eingeschaltet und Helfer (mit Neonwesten und blinkenden Schwertern) verteilten die Mikros an die Fragenden. 


Hätte dies in zwei Blöcken (Fragen/Musik) stattgefunden, wäre der musikalische Teil mit Sicherheit beeindruckender gewesen. So führten die dauernden Unterbrechungen zu abrupten Stimmungs- und Themenwechsel.

Dazu gesellte sich ein gewisser Fremdschämfaktor. Leute, die einfach nur nach einem Autogramm fragten oder selbst gemalte Bilder überreichten wechselten sich mit Selbstdarstellern und Fragen in sehr schlechtem Englisch ab.


Erst als Cave das Ganze später als ein, auch für ihn schmerzhaftes aber wichtiges Kunstevent deklarierte, bekam der Abend einen gewissen Sinn. Versteht mich nicht falsch, nichts war verwerflich oder objektiv schlecht an diesem Abend. 



Die Webseite von Nick Cave Red Hand Files (auf der das Bühnenkonzept beruht) macht in seinem Format da mehr Sinn. Zumal Cave an diesem Abend auch auf viele Fragen und Songwünsche nur ausweichend antwortete. 

Musikalisch gab es bis auf die vielen Pausen rein gar nichts zu beklagen. "The Ship Song" gleich zu Beginn, ein T.Rex Cover (Cosmic Dancer). Überragende Versionen von "Into my Arms" und "Jubilee Street" und sogar "Avalanche" von Leonard Cohen. 

Was bleibt, nachdem mit "Watching Alice" der letzte Ton verklungen war ? Die Liebe von Nick Cave zu seinen Fans und deren Treue sind etwas ganz Besonderes. Beide Seiten fühlen sich verstanden und möchten über ihre Emotionen reden und sich austauschen. Mit welchem Weltstar ist das sonst schon möglich.       


Montag, 29. Oktober 2018

Lea Porcelain, New Fall Festival 2018, Düsseldorf, 28.10.2018

0 Kommentare

Konzert: Lea Porcelain
Ort: Capitol Theater/Club, Düsseldorf, New Fall Festival 2018 
Datum: 28.10.2018
Dauer: 40min
Zuschauer: ca. 600



Der letzte Abend beim New Fall Festival Wochenende endet für mich im wunderschönen Club des Capitol-Theaters. Leider finden hier im Rest des Jahres nie Pop/Rock-Konzerte statt, dabei bietet der Saal mit seinen riesigen Kronleuchtern und Spiegeln, sowie variabler Bestuhlung mit kleinen Logen und zentraler Lage am Bahnhof alles, was man von einer tollen Location erwarten kann. 

Aber der Schwerpunkt liegt hier leider auf Musical-Veranstaltungen und so ist es umso schöner, wenigstens ein Mal im Jahr hier zu Gast sein zu dürfen.

Geboten wird nicht weniger als der, vielleicht zur Zeit interessanteste Act aus dem Berliner Moloch, der auch deshalb so in seinen Bann zieht, weil die Musik eigentlich von vorgestern zu sein scheint.



Lea Porcelain spielen düstersten Indierock, der in den 80er Jahren ja noch gar nicht so hieß, und verzichten dabei auf jede ironische oder neue Interpretation. 

Besonders macht diese Band das gute Songwriting, Songs wie "Warsaw" oder "Bones" würden auch mit anderer Instrumentierung hervorragend funktionieren. 

Die Outfits der Bandkollegen weichen da noch am ehesten vom strikten musikalischen Gerüst ab. Hier regieren Schlabber-Shirts und Jeans statt schwarzem Einheitsdress. 



Das schließen der Augen beim gepflegten Vorwärts-Rückwärtstanz im Publikum ist allerdings unnötig. Licht gibt es auf Wunsch der Band sowie nicht, nur über den Zuschauern kreisen gleißende Variospots.

Der Sound ist extrem druckvoll und fordernd, besonders das Schlagzeug, oftmals gedoppelt mit einer weiteren Trommel des Keyboarders, katapultieren den Sound in die Jetztzeit.



Zu meiner großen Freude dürfen Lea Porcelain heute nicht die standardisierten 30 Minuten eines Supports, sondern wesentlich länger aufspielen. Und so kommt man in den Genuss einzutauchen, in diese schwarze, von Trockennebel verschluckte Bühnenshow, deren Sog sich erst nach 30 Minuten so richtig entfaltet.

Jetzt werden die Songstrukturen aufgelöst und starre Wege verlassen. Als nach circa 50 Minuten etwas abrupt wieder Licht in den Saal fällt, erwacht man aus einem dunklen Traum, der sich aber gar nicht düster angefühlt hat.

Die Band spielt dieses Jahr noch am 30.11.2018 im Ice Palace in St. Petersburg. Ich denke, Lea Porcelain werden noch viele, weite Reisen vor sich haben.

Lea Porcelain - Warsaw Street  

Fotos: Michael Graef


Sonntag, 28. Oktober 2018

Tamikrest, New Fall Festival 2018, Düsseldorf 27.10.2018

0 Kommentare

Konzert: Tamikrest
Ort: Sipgate Gelände, Düsseldorf, New Fall Festival 2018
Datum: 27.10.2018
Dauer: 90min.
Zuschauer: ca. 300


Besonders gefreut hat mich das Booking von Tamikrest für das diesjährige New Fall Festival. Kein Selbstläufer diese Wahl, aber eine wirklich lohnende.

Ich sah die Band vor Jahren auf einem holländischen Festival und war schwer beeindruckt. Eine wilde Truppe, die in traditionellen Gewändern äußert melodische und hypnotische westliche Rockmusik spielte. 

Damals wie heute ist aber die Kombination der westlichen Einflüsse mit dem Rhythmus der Tuareg einzigartig. Auch hier, im vollen Konzertraum der Sipgate-Zentrale, reicht ein Mann an einer Bongo um dem Konzert seinen eigenen Zauber zu verschaffen. 

Zunächst mag der Sound eintönig und die Songs beliebig wirken. Je länger das Konzert jedoch dauert, desto weniger ist es möglich, sich nicht zu dieser Musik zu bewegen und verzaubern zu lassen. 


Neil Young`s damaliger, ironischer Ausspruch bei den krachigen Tourneen mit Crazy Horse: "It`s all one song, they all sound the same", trifft es hier auch.

Der Sound ist gleich, aber es ist nur die Schwingung, die hier den Takt vorgibt. Dazu der ebenfalls passende, weil auch meditativ, hypnotisch klingende Gesang und das ausufernde, treibende, das jeden einzelnen Song wie einen Bulldozer nach vorne schiebt. 

Nie zu laut und zu schnell, immer auf den Punkt und doch improvisiert.

Tamikrest auf CD zu genießen, ist zwecklos. Nur auf der Bühne entsteht die Magie.


Seit 12 Jahren gibt es die Band nun schon, die ganze Welt wurde bereist, und so folgen die Tuareg weiter ihrem Schicksal als wanderndes Volk. Viele Opfer hat der Kampf um Unabhängigkeit und Freiheit die Tuareg in der Heimat gekostet. Ich kann (aus sprachlicher Unkenntnis) nur vermuten, dass es dabei in der einzigen, langen Ansprache des Sängers auf Französisch während der Zugaben ging. 

Und so beschließen sie dieses makellose Konzert mit der einzigen Ballade des Abends. Das wirkt stark und selbstbewusst. Zurecht. 

Die Band ist weiter auf Tour durch Deutschland und spielt unter anderem am 01.11.2018 in der Elbphilharmonie in Hamburg. 

28/10 Brotfabrik, Frankfurt (GER)
29/10 Naumanns, Leipzig (GER)
30/10 Lux, Hannover (GER)
31/10 LIDO, Berlin (GER)
01/11 Elbphilharmonie, Hamburg (GER)


Dienstag, 16. Oktober 2018

New Fall Festival - Verlosung

0 Kommentare

Konzert: New Fall Festival
Ort: Düsseldorf
Datum: 25.-28.10.2018
Dauer: 4 Tage
Zuschauer: div.


Wir verlosen mit freundlicher Unterstützung des New Fall Festivals jeweils 1X2 Tickets für die folgenden Konzerte: 



Scott Matthew / Hundreds / Tamikrest / Honig & Friends / 

Schreibt einfach bis Sonntag 21.10.2018 eine Mail mit Konzertwunsch und dem Betreff: "New Fall" an dirk@konzerttagebuch.de 



Die Daten und Anfangszeiten, sowie weitere Tickets findet ihr hier: https://new-fall-festival.wlec.ag/new-fall-festival-2018


Freitag, 5. Oktober 2018

New Fall Festival 2018, Düsseldorf

0 Kommentare

Konzert: New Fall Festival 2018
Ort: div. Düsseldorf
Datum: 25.10.-28.10.2018
Dauer: 4 Tage
Zuschauer: div.



Im Oktober lockt das New Fall wieder mit den schönsten Sälen der Stadt und einem breitem Musikspektrum die Freunde von Indoor-Festivals nach Düsseldorf. 

Neben den bereits bekannten Locations wie dem "Robert-Schumann-Saal" oder der beeindruckenden "Johanneskirche" gibt es in diesem Jahr auch erstmals ein Konzert im "Weltkunstzimmer" mit Der Plan, und zwar exclusiv.



“Mehr Kunst in die Musik, mehr Musik in die Kunst”, dürfte auch beim Konzert im "Pong/NRW Forum" zutreffen, das ja passenderweise direkt ein Museum ist. Dort betritt Yuno am Freitag gegen 22:00 Uhr die Bühne. Die wenigen, bisher veröffentlichten Songs, lassen einen zukünftigen Headliner vermuten. 

Der ist Mac DeMarco schon lange. Sehenswert ist er aber immer noch, auch wenn am Donnerstag mit Die Nerven und Scott Matthew große Konkurrenz  droht. Die Nerven spielen dabei im vielleicht schönsten Saal des Festivals. 

Der "Bachsaal" liegt über dem Kirchenschiff der Johanneskirche und bietet fantastische Konzertatmosphäre. Als Support für Die Nerven konnten Lysistrata aus Frankreich verpflichtet werden. Eine irre Truppe, deren Konzerte wie ein Rausch dahinfliegen. Unbedingt ansehen. 



Das gleiche gilt für den Support von Drangsal am Sonntag im "Club Capitol". Dort werden Lea Porcelain ihren unfassbar guten, düsteren `80 Sound vorstellen. 

Für die Familie gibt es traditionell wieder ein Konzert mit Unter meinem Bett, ebenfalls am Sonntag (15:00). Dazu noch zwei Gratiskonzerte mit Bernd Begemann !! und Twit One im Partnerhotel "me and all", mitten in der Stadt. 



Besonderes Highlight am Freitag (19:00), ein akustisches Konzert von Hundreds in der Kirche. 

Es sieht also nach einem rosigen Herbst aus, und wer glaubt schon alles gesehen zu haben geht zu Tamikrest (Samstag 20:00). Die Band aus der Sahara-Wüste in Mali verzaubert mit Rock und Rhythmus jeden, sogar die Bürobühne der Sipgate-Zentrale, versprochen.  


Do. 25.10. Mac DeMarco | New Fall Festival 2018
Do. 25.10. Die Nerven | New Fall Festival 2018
Do. 25.10. Scott Matthew | New Fall Festival 2018
Do. 25.10. Der Plan | New Fall Festival 2018
Fr. 26.10. L'aupaire | New Fall Festival 2018
Fr. 26.10. Hundreds | New Fall Festival 2018
Fr. 26.10. Goldroger, International Music, Moglii | New Fall Festival 2018
Fr. 26.10. Yuno | New Fall Festival 2018
Fr. 26.10. Twit One | New Fall Festival 2018
Sa. 27.10. Tamikrest | New Fall Festival 2018
Sa. 27.10. Ibeyi | New Fall Festival 2018
Sa. 27.10. Bernd Begemann | New Fall Festival 2018
Sa. 27.10. Honig | New Fall Festival 2018
So. 28.10. Unter meinem Bett | New Fall Festival 2018
So. 28.10. Drangsal | New Fall Festival 2018 

Der Ticket-Vorverkauf läuft: https://new-fall-festival.soulticket.de/new-fall-festival-2018

Foto: Thomas Quack / New Fall Festival

Die Nerven, Reykjavik, 03.11.16
Die Nerven, Reykjavik, 03.11.16
Die Nerven, Bonn, 22.10.15 
Die Nerven, Stuttgart, 06.02.14
Die Nerven, Stuttgart, 17.01.14
Die Nerven, Karlsruhe, 07.12.13
Die Nerven, Stuttgart, 06.09.13
Die Nerven, Stuttgart, 01.08.13



Samstag, 27. Januar 2018

Blumfeld, Düsseldorf, 16.12.2017

0 Kommentare

Konzert: Blumfeld
Ort: Düsseldorf, zakk
Datum: 16.12.2017
Dauer: ca.100min
Zuschauer: ca.800 ausverkauft


Das ehrwürdige zakk in Düsseldorf veranstaltete bereits zum zweiten Mal das Lieblingsplatte-Festival. Zur Aufführung kommen wichtige, deutsche Alben in voller Länge.

In diesem Jahr waren Blumfeld eingeladen worden ihr Frühwerk "Ich-Maschine" zu präsentieren. Die Band, eigentlich ja aufgelöst, hatte vor Jahren ja eine kurze Reuniontour vollzogen, seitdem gab es leider, außer Distelmeyers Solo-Aktivitäten keine weiteren Lebenszeichen mehr.

Jetzt also der Monolith der Hamburger Schule in Düsseldorf. Blumfeld haben im Laufe ihrer Tourneen oft das zakk besucht, das "Ausverkauft" Schild war daher Formsache und der Altersdurchschnitt im Publikum lag auch deutlich über 35 Jahre.

Distelmeyer kommt auf die Bühne und beginnt, wie eigentlich immer, mit einem mehr minütigen Stimmen seiner Gitarre. (Seit jeher ein fester, aber nahezu unergründlicher Bestandteil jeder Blumfeld-Show). 

Ich-Maschine wird sofort nonstop präsentiert. Jede der auf dem Festival spielenden  Band gestaltet den Ablauf anders. Leider ist der Sound an diesem Abend etwas sehr rau, die so wichtige Stimme wirkt laut und hart und scheint sich gegen die anderen Instrument behaupten zu müssen. 


Das ist schade, denn die große Stärke der Blumfeld Songs liegt ja gerade darin, dass sie auch nach x-maligem Hören nicht langweilig werden, was mir  bei deutschen Texten ja sehr selten passiert. Jochen ist jedenfalls bester Laune, preist sich "Ich bin der geilste" (ironisch) und das kleine Festival, erzählt wie immer Herrenwitze und bedankt sich überschwänglich bei seinen Mitmusikern.

Diese, so betont er, haben sich seit Jahren "nicht mal mehr zum Kaffee" getroffen. Vielleicht wirkt auch deshalb dieser erste Teil der Show etwas hölzern. Nur ganz selten weichen die Versionen von denen der Platte ab, alles wirkt sehr konzentriert. 

Das ist der Preis, den man für die Exklusivität der Lieblingsplatten manchmal in Kauf nehmen muss. Es ist eben nicht die übliche Standardshow. Das kann toll sein, aber auch anstrengend. 


Blumfeld bekommen aber anschließend noch spielend die Kurve. Sobald die Pflicht erfüllt ist startet ein Best-of Programm, welches die alten Stärken sofort markant aufblitzen lässt. "Ich, wie es wirklich war" und "Diktatur der Angepassten"  lassen selbst die letzten Zurufe aus dem Publikum verstummen. Selbst das tot gespielte "Verstärker" strahlt hier nochmal mit seinem pumpenden Bass und vertracktem Arrangement.

Als Rausschmeißer dient heute "Kommst du mit in den Alltag", eine von Distelmeyers schönsten Liebeserklärungen an die Zeit nach der großen Verliebtheit, hier mit einem Snippet von Dylans "You`re a big girl now" veredelt.

"Quo vadis ?" Blumfeld, bleibt die letzte offene Frage nach dem Konzert....die Rückbesinnung auf alte Stärken ist erfolgt, warum dann nicht auch wieder zusammen in die Zukunft blicken ? 


Freitag, 8. Dezember 2017

New Fall Festival Tag 3, Glen Hansard, Düsseldorf, 18.11.2017

0 Kommentare

Konzert: New Fall Festival / Glen Hansard 
Ort: Tonhalle
Datum: 18.11.2017
Dauer: 140 min
Zuschauer: ca. 2.000 (ausverkauft)



Die Tonhalle ist und bleibt das Herzstück des New Fall Festivals. Nachdem im letzten Jahr wegen diverser Probleme eine Messehalle für die größten Konzerte herhalten musste, gab es in diesem Jahr zumindest drei Konzerte in Düsseldorfs Prachtbau, direkt am Rhein.

Tom Odell sorgte am Abend zuvor für den poppigen Teil, bevor am Samstag dann mit Glen Hansard und Michael Kiwanuka zwei Großmeister in den Kategorien Folk und Soulrock gastierten. 

Das Konzert von Glen begann daher bereits um 17:00 Uhr mit einem 30-minütigen, fast andächtigen Vortrag des jungen Dänen Lasse Matthiessen, der seine Ansagen in perfektem Deutsch absolvierte. Präsentiert wurden sehr getragene Balladen an der akustischen Gitarre. Nett anzuhören war das, aber in Erwartung des Orkans den alle erwarteten aber doch etwas zu introvertiert um wirklich zu fesseln. 

Glen Hansard hat wohl die Tour mit Eddie Vedder im Sommer (bei der er den Support bestritt) sehr gut gefallen. Der Bühnenaufbau war fast identisch  mit Vedders in der Zitadelle, sogar die alte Bandmaschine als Schlagzeugersatz hatte er abgeschaut. "Lernen von den Besten" war also das Motto des Abends. 

Ansonsten fehlten eine Band oder Streicher völlig. Nur zu den Zugaben sollte es mit seinem alten Kumpel Rob Bobnik von den Frames eine weitere Gitarre auf der Bühne geben.



Hansard beginnt zunächst ruhig mit "High Hope" und "My little ruin", aber danach bricht mit "When your mind`s made up" schon ein irres Schrei-und Gitarrengewitter los. Eine Version die jetzt schon die meisten von den Sitzen reißt. 

Andere nutzen so etwas wohl für die letzte Zugabe, hier sind noch mehr als zwei Stunden offen. Obwohl Hansard sich auf dieser Tour weniger auf die Hits seiner früheren Bands und diverse Cover-Versionen verlässt, schafft er den großen Wurf bis zum Ende. 

Einzig die Stimme wirkt heute oft zu kreischend, mit seiner großen Band im Rücken klang das im letzten Jahr noch etwas besser. Ansonsten wird wild improvisiert, wie immer. Piano, Mundharmonika, Bandmaschine, alles kommt zum Einsatz. 



Und er hat den einen Song, der Oscarsong, der nur in Gedanken schon Gänsehaut verbreitet. Die ersten Worte genügen, auch ohne weibliche Stimme verliert er nichts von seinem magischen Zauber. Eine Ballade, wie sie schöner nicht sein könnte: "Take this sinking boat and point it home / We've still got time / Raise your hopeful voice you have a choice / You'll make it now."

Die Songs danach sind erstmal weniger wichtig, wie kann man so etwas tolles auch mitten im Set spielen. Es ist ein Mix seiner Soloalben, erst bei den Zugaben wird wieder mehr variiert. 

"Song of Good Hope" singt er, wie früher, unverstärkt in die große Halle. Der einfache Blues "Way back in the way back when" wird durch die einleitende Geschichte erst richtig interessant, und der zu frühe Tod von Malcom Young  beschert uns eine spontane Version von "Gimme a bullet." Da darf der Roadie mitjammen und wird unter Applaus auf die Bühne gebeten.

Ein Künstler mit großer Ausstrahlung und breitem Repertoire verlässt danach die Bühne und wird zurecht gefeiert. Hansard hat sich seit dem Beginn seiner Karriere, als Gitarrist der Band im  Kinofilms "The Commitments", einen Traum erfüllt, aus dem er bisher nicht mehr aufwachen musste. Jeder spürt seine Dankbarkeit, und erhält dafür einen unvergesslichen Abend als Geschenk. 

Fotos: Jill Watson


Dienstag, 5. Dezember 2017

New Fall Festival Tag 2, Sophia, Düsseldorf, 17.11.2017

0 Kommentare

Konzert: Sophia / New Fall Festival
Ort: Düsseldorf
Datum: 17.11.2017
Dauer: 95min
Zuschauer: ca.400



Der zweite Abend des New Fall Festivals hielt einen besonderen Leckerbissen bereit. Sophia spielten, ebenfalls im kleinen Bachsaal über der Johanneskirche, und es wurde ein magischer Abend. 

Robin Proper-Sheppard und sein Projekt Sophia ist so etwas wie die Schnittmenge fast aller Konzerttagebuch-Autoren, und dies schon lange bevor viele von uns sich überhaupt kannten. Die melancholischen, manchmal poppigen und selten auch sehr lauten Kompositionen sind einfach ein Genuss.

Ich sah ihn zum ersten Mal ebenfalls in einer Kirche, am 16.04.2001 in Krefeld, und wurde seitdem nie enttäuscht. Nach einer längeren Pause gab es letztes Jahr bereits eine längere Tour zum neuen Album "As we make our way", das alle Facetten seines bisherigen Werkes perfekt abdeckt, und für Neulinge von Sophia durchaus als Einstiegswerk zu empfehlen wäre. 



Bei diesen Gigs spielte Robin dann auch das Album komplett, begleitet von seiner ausgesprochen jungen Band, und präsentierte nur wenige ältere Songs. Um so aufgeregter wurde ich, als Robin in Düsseldorf gleich zu Beginn bemerkte dieser, letzte Leg der Tour, wäre reserviert für alte Songs, die er schon lange nicht mehr live gespielt hätte. 

Was folgte war ein traumhafter Abend an dem wirklich nichts auszusetzen war. Fast alle Lieblingssongs folgten im Minutentakt, teils in neuen Versionen. "I left you" gleich zu Beginn, "So slow" direkt danach, wie schön dies alles noch einmal zu hören.



"Desert Song", "It`s easy to be lonely", was hätte mit diesen Songs alles passieren können. Leider hielt das musikalische Leben für Robin nur einen, kleinen Radiohit bereit. "Oh my love" ist auch heute noch ein zeitloser, grandioser Song. 

Am Ende, Robin ist zu allem Überfluss auch noch bester Laune (früher war das eher eine Seltenheit), eine fast 15minütige Version des "River Songs", danach war alles gesagt. 



Ohne missionarischem Eifer kann ich nur jedem Tagebuch-Leser, der noch nicht mit dem Werk von Sophia vertraut ist, eine Hörprobe ans Herz legen. Es könnte ihre winterliche Playlist entscheidend verändern, versprochen.

Allen anderen sei das umfassende Konzert-Dokument  auf 3 CD`s empfohlen. Mehr Infos dazu auf der Website unter http://www.sophiamusic.net/

Fotos: Michael Graef]


Sonntag, 3. Dezember 2017

New Fall Festival Tag 1, Die Höchste Eisenbahn, Julien Baker, Düsseldorf, 16.11.2017

0 Kommentare

Konzert: New Fall Festival 2017
Ort: div.
Datum: 16.11.2017
Dauer: div.
Zuschauer: div.



Für alle auswärtigen Leser nochmal vorab zu Erklärung: Das New Fall Festival findet zeitgleich in Düsseldorf und Stuttgart mit ähnlichem Programm, am gleichen Wochenende statt. Der Begriff Festival ist insofern etwas verwirrend, da für jedes Konzert einzeln Tickets erworben werden müssen und auf Grund der lästigen Überschneidungen meist nicht mehr als zwei Konzerte pro Tag besucht werden können.

Ansonsten gab es aber auch in diesem Jahr wieder gar nichts zu meckern. Die außergewöhnlichen Säle, eine perfekte Organisation und kurze Wege zeichnen das Festival aus. 



Tradition hat auch, dass die Festivalmacher ihre Gäste fast immer persönlich (von der Bühne aus) begrüssen. Und so lässt es sich "Direktor" Hamed Shahi Moghanni auch diesmal nicht nehmen, vor dem Konzert der Höchsten Eisenbahn im Robert-Schumann Saal zu sprechen. 

Diesmal hat er prominente Begleitung mitgebracht. Witzelt die Band im Anschluss noch darüber, Campino sei doch wohl der "echte" Bürgermeister von Düsseldorf, ist Thomas Geisel gekommen um die Verbundenheit zu dem, für Düsseldorf im Pop/Rockbereich auch nach außen strahlenden Festival, zu bekunden. 



Danach betreten dann Die Höchste Eisenbahn die Bühne und starten mit ihrem Mix aus Songs deutscher Texte und vieler launiger Ansagen, die wohl der Länge des geplanten Konzertes geschuldet sind. Musikalisch wirkt das Konzert überraschend frisch und persönlich, erinnert mit seiner poetischen Wortwahl und Instrumentierung an die Flowerpornoes oder die Sterne (allerdings ohne den politischen Ansatz). 



Verträumte Geschichten von Liebe, Entlieben und dem Chaos des Alltags, hier klingt es viel optimistischer und unverkrampfter als bei anderen deutschen Band der Stunde. (AMK, vwL). 

Lange spielen Sie, ("Timmy" und "Woher denn" packen mich am meisten) und es stellt sich das übliche, ungute New Fall Gefühl ein..."werden wir es rechtzeitig in die Johanneskirche zu Julien Baker schaffen ?"



Schließlich klappt aber wieder alles (incl. Blitzbesuch in der Altstadt) und wir betreten den Bachsaal der Kirche, malerisch gelegen am Martin Luther Platz und stilvoll illuminiert. Der Saal befindet sich praktisch hinter und über dem eigentliche Kirchenschiff und bietet trotzdem noch eine Empore mit Sitzplätzen sowie einen schnuckeligen, kleinen Stehplatzbereich. 

Investigativ erfahre ich: der Küster wohnt noch über dem Saal, ein Grund mehr warum hier wohl selten Konzerte stattfinden, sehr schade.



Zu Julien Baker haben wir bereits oft und viel geschrieben. Das Publikum war anscheinend auch gut vorbereitet und quittiert den minimalistischen und ruhigen Auftritt mit fast beängstigender Stille, (zumindest während der Songs) was sehr angenehm ist. 

Gerne hätte ich nach den diversen Touren diesmal ein Band auf der Bühne gesehen, das ist aber nicht der Fall. Julien spielt ein genau einstündiges Set und verschwindet dann ohne echte Zugabe nach "Something" von Bühne. 



Schade, elf Songs (darunter neue Songs am Piano) sind doch etwas arg kurz. Ihre Klasse blitzt immer wieder auf (Turn out the lights, Funeral Pyre) aber ein neuer Impuls fehlte leider.

Am Ende geht es wieder die steile Wendeltreppe hinab vor die Kirche und man freut sich schon auf den nächsten New Fall Tag in Düsseldorf mit Sophia

Fotos: Michael Graef






Mittwoch, 1. November 2017

Tipp: New Fall Festival 2017, Düsseldorf und Stuttgart

0 Kommentare

Gefühlt ist der Sommer gerade vorüber, da locken schon die Herbstfestivals in die Hallen der Stadt. Besonders das seit letztem Jahr auch in Stuttgart stattfindende New Fall Festival begeistert uns seit Jahren mit vielen Konzerttagebuch-Lieblingen als Künstlern und besonderen Spielorten als Besucher.


Jedes Jahr gibt es neue Spielstätten zu entdecken, gerade in Düsseldorf kehrt mit der Tonhalle, nach einem Jahr Abstinenz, der wohl schönste Ort für Konzerte zurück. 



Wie für diese Halle gemacht erscheinen Michael Kiwanuka`s elegischer Soulrock und Glen Hansard`s überbordende Spielfreude (in Düsseldorf leider schon ausverkauft), sowie die Pianoklänge von Tom Odell.

Nicht weniger beeindruckend wird das Ganze in der Stuttgarter "Liederhalle" oder der "Carl-Benz Arena". Anna Ternheim besucht dort mit ihrem Gastspiel das "Stuttgarter Schloss", ebenso wie die aufstrebende, junge Alice Phoebe Lou, die in Düsseldorf gleich in der "Johanneskirche" auftritt.

Schon beim Open Source Festival 2017 waren Austra in Düsseldorf zu Gast, dort aber leider vor zu wenigen Zuschauern am frühen Nachmittag.  Konzerttagebuch-Urgestein Sophia präsentiert auf seiner laufenden Tour einen fantastischen Querschnitt seines fast 20-jährigen Schaffens. Von berührenden, akustischen Einlagen bis zu Mogwai-artigen Gitarrenwänden wird alles geboten. Ein Pflichtbesuch. 

Wie immer, wird es auch in jeder Stadt wieder einen lokalen "Bundesland"-Abend geben (Düsseldorf: Woman !!, Love Machine u.a. / Stuttgart: Rikas, Fibel, u.a.). Hier werden regelmäßig die Headliner der nächsten Jahre verhandelt. 



Anspruchsvollen Pop gibt es bei Tune-Yards aus Kalifornien und den Damon Albarn Lieblingen und Grammy Gewinnern von Amadou and Mariam

Musikalisch etwas entspannter geht es dann bei Olli Schulz (nur Stuttgart) und Megaloh zu, der hier mit kompletter Big-Band antritt. Das Düsseldorfer Programm hält mit Thurston Moore, Julian Baker und Destroyer noch weitere Indie-Hochkaräter bereit.

Genre-Ausreden verbieten sich also, die Qual der Wahl scheint das einzige Problem. 

Um die Entscheidung etwas zu erleichtern verlosen wir, mit freundlicher Unterstützung des Festivals, jeweils (1x2 Tickets) für die Konzerte von Austra und TuneYards in beiden Städten. (15.11.-Düsseldorf/16.11.-Stuttgart). Einfach eine e-mail mit Wunschstadt  an: gewinnen@konzerttagebuch.de. Die Gewinner werden dann ab 14.11.2017 benachrichtigt.

Ticketlink Düsseldorf und Stuttgart: Tickets New Fall



Düsseldorf:
Donnerstag, 16.11. 
Little Dragon | New Fall Düsseldorf 2017
Die Höchste Eisenbahn | New Fall Düsseldorf 2017
Mogli | New Fall Düsseldorf 2017
Julien Baker | New Fall Düsseldorf 2017
Austra + Tune-yards | New Fall Düsseldorf 2017

Freitag, 17.11.
Alice Merton | New Fall Düsseldorf 2017
Megaloh & Rhein Brass | New Fall Düsseldorf 2017
Sophia | New Fall Düsseldorf 2017
Tom Odell | New Fall Düsseldorf 2017
Fil Bo Riva | New Fall Düsseldorf 2017
Sudan Archives | New Fall Festival Düsseldorf 2017

Samstag, 18.11.
Glen Hansard | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Kensington | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Love A, Isolation Berlin, Gurr | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Michael Kiwanuka | New Fall Düsseldorf 2017
Thurston Moore | New Fall Düsseldorf 2017
PopNRW Abend | New Fall Düsseldorf 2017
Lasse Matthiessen | New Fall Düsseldorf 2017

Sonntag, 19.11.
Anna Ternheim | New Fall Düsseldorf 2017
Destroyer | New Fall Düsseldorf 2017
Amadou & Mariam | New Fall Düsseldorf 2017


Stuttgart:
Mi, 15.11. Beethoven-Saal (Liederhalle)
Glen Hansard | New Fall Stuttgart 2017

Do, 16.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Megaloh & RheinBrass | New Fall Stuttgart 2017

Do, 16.11. Weißer Saal im Neuen Schloss
Alice Phoebe Lou | New Fall Stuttgart 2017

Fr, 17.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Die Höchste Eisenbahn | New Fall Stuttgart 2017

Fr, 17.11. Carl Benz Arena
Olli Schulz | New Fall Stuttgart 2017

Fr, 17.11. Straßenbahnwelt
Austra + Tune-Yards | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Carl Benz Arena
Tom Odell | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Straßenbahnwelt
BaWü Abend | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Little Dragon | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Weißer Saal im Neuen Schloss
Anna Ternheim | New Fall Stuttgart 2017 (ausverkauft)

So, 19.11. Carl Benz Arena
Michael Kiwanuka | New Fall Stuttgart 2017


Aus unserem Archiv (Auszug):
Sophia, Maastricht, 23.04.16
Sophia, Heusweiler, 05.05.12
Sophia, Köln, 28.12.11
Sophia, Frankfurt, 15.05.10
Sophia, Wien, 29.09.09
Sophia, Köln, 12.02.09

Austra, Luxemburg, 07.08.13
Austra, Esch-sur-Alzette, 23.11.12
Austra, Köln, 24.05.12
Austra, Saint Cloud, 28.08.11
Austra, Köln, 25.06.11
Austra, Paris, 01.04.11
Austra, Paris, 20.01.11

Anna Ternheim, Frankfurt, 10.04.16
Anna Ternheim, Freiburg, 21.02.12
Anna Ternheim, Frankfurt, 19.02.12
Anna Ternheim, Köln, 11.02.12
Anna Ternheim, Berlin, 03.11.11
Anna Ternheim, Nyköping, 24.11.09
Anna Ternheim, Paris, 23.09.09
Anna Ternheim, Fribourg, 20.09.09
Anna Ternheim, Köln, 13.09.09
Anna Ternheim, Haldern, 14.08.09
Anna Ternheim, Paris, 29.04.09
Anna Ternheim, Frankfurt, 28.04.09
Anna Ternheim, Nijmegen, 24.04.09
Anna Ternheim, Stockholm, 08.12.08
Anna Ternheim, Paris, 01.10.07
Anna Ternheim, Köln, 26.09.07
Anna Ternheim, Heidelberg, 25.09.07
Anna Ternheim, Paris, 31.05.07
Anna Ternheim, Köln, 12.03.07
Anna Ternheim, Paris, 12.12.06

Olli Schulz, Karlsruhe, 19.11.12
Olli Schulz, Köln, 17.08.12
Olli Schulz, Mannheim, 18.05.12
Olli Schulz, Bad Homburg, 20.01.12
Olli Schulz, Köln, 22.08.10
Olli Schulz, Köln, 22.01.10
Olli Schulz, Köln, 29.04.09
Olli Schulz, Köln, 19.02.08

Thurston Moore, Paris, 23.08.14
Thurston Moore, Hyères, 28.07.12
Thurston Moore, Paris, 11.12.07

Spotify-Playlist des Festivals





 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates