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Mittwoch, 1. Januar 2020

2019 - Die besten Konzerte: von Dirk aus Mönchengladbach

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Die besten Konzerte 2019: (Dirk Langen)

10. The Murder Capital - Misty Fields Festival

Wahrscheinlich das nächste, große Indie-Ding 2020. Das Songwriting ist noch ausbaufähig, die Live-Qualitäten stimmen bereits. 

The Murder Capital - Live NL


9. Sports Team - Misty Fields Festival 

Wer Pavement und klassischen Indie-Pop mag ist hier goldrichtig. Mitreißende Songs und Spielfreude lassen einen staunend zurück. 



Sports Team - Kutcher Video

Jetzt gleich drei Konzerte vom diesjährigen, wirklich tollen Haldern Pop Festival, in beliebiger Reihenfolge:

8. Black Midi - 45 Minuten ohne Atempause. Ein wilder Ritt durch Genres und Tempowechsel, dem nicht leicht zu folgen ist. Aber nie zu verkopft oder anstrengend dargeboten.

Black Midi - KEXP Live

7. Fontaines D.C. - Ein tolle Platte haben sie ja abgeliefert, live wirken sie dagegen oft etwas fahrig und abwesend. Trotzdem nahmen sie das Zelt im Sturm. 

Fontaines D.C. - Boys in the better Land - Jimmy Fallon

6. Junius Meyvant - Ein bärtiger Schwede der den Soul neu kultiviert. Mit Bläsern und gesegnetem Songwriting. Ein echter Geheimtipp.

Junius Meyvant - Live KEXP

5. The National - Lowlands Festival

Viele kritische Stimmen in diesem Jahr können dieses Konzert nicht schmälern. Wenn die Band einen guten Tag erwischt, brechen immer noch alle Dämme. 



The National - Live Lowlands - Full Show

4. The Screenshots - Köln - MTC

Meine Lieblingsband aus Deutschland in diesem Jahr. Witz, Ironie und politisches Statement vermischen sich mit kurzen, knackigen Songs zu einem emotionalen Kellerkonzert in Köln. 

The Screenshots - Wir lieben uns....

3. Moonlight Benjamin - Lowlands Festival 

Düsterer Bluesrock aus Haiti mit einer schamanenhaften Sängerin. Eine Kombination aus Grace Jones und Nina Simone. Treibend und aufregend. 

Moonlight Benjamin - Live Toulouse - Pasay


2. L.A. Salami - New Fall Festival 

In einen weiß gestrichenen Museumsraum passt der L.A. Salami, der nicht nur Musiker sondern auch Künstler zu sein scheint. Immer wieder verändert er seine Sets und Songs und bringt selbst diesen tristen Ort zum Strahlen. 



L.A. Salami - Tiny Desk Concert - Live

1. Kate Tempest - Maifeld Derby 

Nach dem "Konzert" bleiben die meisten Menschen vor der Bühne einfach stehen oder verlassen das Zelt weinend. Der letzte Song "People`s Faces" ist ein Fanal. Was für eine Künstlerin, was für ein Konzert. 



Kate Tempest - People`s faces - Live Studio

Alle Fotos: Michael Graef

Montag, 22. Juli 2019

Asphalt Festival 2019, Düsseldorf

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Konzert: Asphalt Festival Düsseldorf 2019
Ort: div. Orte
Datum: 11.07.-21.07.2019
Dauer: 11 Tage
Zuschauer: div.

Das "Asphalt Festival" in Düsseldorf mausert sich immer mehr zu einem wirklichen Highlight der Festivalszene. Nicht als klassisches Zelt und Wiesenfest, sondern als kulturelles Bonbon, verteilt über 11 Tage und diverse Spielstätten der ganzen Stadt. 



Der Schwerpunkt liegt ganz klar im Bereich Theater und Tanz, Konzerte sind aber auch fester Bestandteil des Konzeptes. Als Konzerttagebuch beschränke ich mich daher auch auf unser Kerngebiet, obwohl ich völlig begeistert von der belgischen Theatergruppe Ontroerend Goed den Saal verließ. Eine Art Börsenweltuntergang wurde mit dem kompletten Publikum an Pokertischen durchgespielt. Eine Erfahrung von Gier und Zockerei, die noch lange nachhallt. 



Am Samstag zuvor bespielte der selbsternannte "letzte Diskopunk" Erobique den verträumten Park des "Malkasten", mitten in der Düsseldorfer Innenstadt. Fast 2.000 Menschen aller Alters-und Kulturgruppen kamen zusammen und feierten bei dem fast 2-stündigen Set mit viel Wein und köstlichem Catering (-die Maultaschen !!!). 

Erobique ist Vollprofi, Dauerredner und Selfieorgien ignoriert er charmant. In seiner Position als "Alleinunterhalter" ist er eben Dienstleister, besteht aber in seinen Ansagen schon darauf, vieles hier live zu improvisieren: "..wenn ich DJ wäre, würde ich hier oben Rauchen und Saufen". 



Seinen Hit "Urlaub in Italien" gibt es daher auch gleich in zwei Versionen. Zunächst im Easy-Listening Gewand und im Zugabenblock nochmal als Houseversion mit kräftigem Beat. Dazwischen weitere launige Ansagen, viele witzige Reime über Düsseldorf und ein taktisch immer mehr in die Tanzbeine gehendes, pulsierendes Set. 

Ein großes Lob an die Veranstalter, diesen wunderschönen Ort zu bespielen und gleichzeitig noch eine perfekte Organisation hinzulegen. 



Als zweites, großes Konzert gastierte dann die Get Well Soon Bigband im D`Haus Central um ihre "Grand Horror Show" zu präsentieren. Die Wandlungen der Band sind zahlreich. Get Well Soon sind seit Jahren eine der wenigen Bands, die auch im Ausland große Beachtung finden. 



Diesmal handelt es sich um ein fiktives Soundtrackalbum (oder auch nur um ein Album über die Albträume des Sängers Konstantin Gropper). Da bieten sich Streicher und Bläser natürlich an, und es ist das vielleicht stärkste Album der Band bisher. 

Ich durfte die Show im letzten Jahr bereits in der Kölner Philharmonie genießen. Und obwohl das Konzept der Show durch die große Band in der Setlist unverändert war, kann man sich einfach nicht satt sehen und -hören. 

Jeder Song erhält ein eigenes Licht- und Soundgewand. Ein Highlight jagt das Nächste. Auch die älteren Songs gewinnen viel durch den druckvollen Big Band Sound. Einzelne Songs mag man gar nicht hervorheben. Das Orchester erhält  ein kurzes "Brass Interlude", bevor sich der Strudel der Instrumente bis zu den Zugaben immer weiter steigert. 



"Marienbad", "It`s a mess" und das gefeierte "A Convenient Truth" beenden den ersten Teil. Im Zugabenblock dann vier weitere Songs. Das Publikum steht längst, als das große Finale zu "I sold my Hands for Food so please feed me" ansetzt. 



Wer auch nur annähernd die Chance haben sollte, die Band bei den noch ausstehenden Terminen im Spätsommer zu besuchen, lasst es euch nicht entgehen. 



Und so endet man dann an einem lauen Sommerabend vor der Tür am Busbahnhof des Düsseldorfer Hauptbahnhof und ahnt, woher das Festival seinen Namen haben könnte.

Oder es ist einfach ein weiter Kunstgriff der Veranstalter, uns Kunst und Kultur in allen seinen Facetten genießen zu lassen. Der Asphalt dagegen liegt wie ein bleierner Mantel über der Natur, die ihn zu durchbrechen versucht.

Fotos: Peter Stumpf/Ralf Puder



Donnerstag, 20. Juni 2019

OBS - Orange Blossom Special Festival 2019 - Beverungen

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Konzert: Orange Blossom Festival 2019
Ort: Beverungen
Datum: 07.-09.06.2019
Dauer: 3 Tage
Zuschauer: ausverkauft



Bericht von unserem Gastautor Denis. Seine komplette, einmalige Fotogalerie findet ihr im Link unter dem Artikel. 

Liebes Konzerttagebuch  - Alles neu macht der Juni! 

Klima hat Meer abgelöst. Grün ist das neue Vorne und Sea-Watch sieht sich immer noch juristischen Angriffen ausgesetzt. Und doch startet auch der Festivalsommer. 

Nicht als Ablenkung vom politischen, sondern als politische Verstärkung. Und wir dürfen froh sein, dass Rembert, seine Freunde und Helfer den eigentlichen Auftakt starten. Klar, es gibt auch andere gute, aber nicht viele bessere, kleine, feine Festivals, mit politischen Statements überall.

Und wer schafft es wohl sonst, ein Line-Up zu stricken, dass erstmal wieder verblüfft und später Grübelgrübchen schafft. Die wie üblich veröffentlichte Doppel-CD läuft auch erstmal vorab etwas öfter. Und wie schon  allen bekannt, wird es wieder einmal darum gehen, wie das Ganze zusammengepuzzelt wird. Dazu noch neuer Web Auftritt und neues Bier!

Denn wer mit Nestle kollaboriert, gehört raus. Tschüss Krombacher! I Love it! Und dann - gefühlter Frühsommer, Sonne und zunächst noch kaum kein Wölkchen an Tag 1. 

Jan Röttger grüßt beim Check in, das Gelände ist abermals gewachsen und bietet weiteren 400 Ticketbeseelten Platz und wenn Rembert und Simon rufen, dann ist auch meistens gutes Wetter. 

Eröffnungsjingle, kurzes Statement und dann DAS! The Yawpers - Was für eine Eröffnung! Das Trio aus den USA brillieren mit geilstem Bluesrockpunk mit einer ganz gehörigen Portion Billy Idol. Great and Thx. für die kleine Zeitreise.


Angie McMahon - die junge Australierin überzeugt mit Charme und Stimme. Sie ist sich ihrer Wirkung auf das Publikum durchaus bewusst und lässt sich dabei in keinster Weise von ihrem Kurs abbringen. Sie brilliert mit dunkler, leicht brüchiger Stimme und kurzen, fast zarten Riffs. Und ihr gefühlvolles Set spannt den Bogen vom Klangbild eines Neil Young, American Folk Road Music und einfach nur schönen Balladen. 

Kent Coda - die türkisch stämmige Combo aus Köln verbindet geschickt Folkpop mit westeuropäischen Beats. Sie begeisterten schon beim Crossroads Festival die Bonner Harmonie und rocken nun zweimal die Publikumsbühne, die seit Jahren schon den Ruf eines Hauptbühnensprungbretts besitzt, und die Menge tobt. 

Linn Koch-Emmery - in Hamburg geboren, aufgewachsen und musikalisch geprägt in Schweden, scheppert über die Bühne. Sofort gab es Druck und dazu leicht schnoddrige Vokals. Totaler Genuss bei angezogener Handbremse. Da hätte noch was kommen können... 

Sinkane - nachdem die Band sich aus dem Stau befreien konnte und dann doch noch fast pünktlich das Gelände betrat, verzögerte der umfangreiche Soundcheck den Auftritt. Die Band lies es sich nicht nehmen einen einen Soundmann mitzubringen. Und wie so oft in diesen Fälle heißt es dann warten bis dieser musikalische Hybrid sich endlich voll in seine Afrobeat-Rythmen, gepaart mit luftigen Sudan-Pop Gitarren und musikalischen Elementen aus aller Herren Länder entfalten kann. Muss man mögen und nach vier Songs war dann auch schon wieder Schluss, denn nicht ganz unbemerkt rollte dann das heran, was einer Nahtoderfahrung eines jeden geschmackvollen musikalischen Tages gleichkommt. 

Die Schleusen öffneten sich und Wasser über Wasser ergoß sich über das Mekka des herausragend guten Musikgeschmacks. Wer die letzten Jahre schon mal im Regen stand, wunderte sich nun schon etwas über den Aufwand, den die OBS Crew nun anlaufen lassen muss. Umfängliche Sicherheitsauflagen machen dies nun nötig und leere Hallen in direkter Nachbarschaft möglich. 



Für den reibungslosen, entspannt nassen Ablauf, Chapeau an Crew, Security und dem nassen Hörer! Nachdem Abbruch des Konzertes von Sinkane, einfach kein guter Tag für die Band, startet nun noch das Feuerwerk von Adam Angst.

Nichts geht über diesen grandiosen Deutsch Punkrock. Niclas von "Sparta Booking" auf die Frage „Wer oder was ist eigentlich dieser ADAM ANGST? Ich sag dir, wer er ist. ADAM ANGST ist ein arroganter Drecksack! Er ist scheinheilig, er ist überheblich und tut auch noch so als wäre er dein bester Freund! Such dir was aus: Er ist deine Ex-Freundin, der Call Center-Agent, der dir das Abo berechnet, obwohl du nie zugestimmt hast, er ist der Rentner, der die Bullen ruft, wenn die Musik zu laut ist. Eigentlich ist er ne richtig arme Sau. Auf der Suche nach Aufmerksamkeit und auf der Suche nach sich selbst". Eigentlich… ist er genau so wie wir. 

Mitglieder der Bands Blackmail, FJØRT und Monopeople schlossen sich Felix an und die Band ADAM ANGST war komplett. Das gleichnamige Debüt ist im Februar 2015 über das Hamburger Indie-Label “Grand Hotel van Cleef” – Heimat von Künstlern wie Thees Uhlmann oder Marcus Wiebusch – erschienen.“ Familie eben. 

Tag 2. Noch etwas desolat geht es zum ersten Konzert der wunderbaren Suzanne Köcher mit ihrem sehr feinen Gespür für feine Melodien. Sie ist für die verhinderte Laurel eingesprungen und macht die Absage fast vergessen.

Dann passiert etwa grandioses und bislang einzigartiges. Rund 50 kleine Lieblingsmenschen und Kristof Beutener (Musiklehrer aus Celle und bekannt für wunderbare Kolumnen und Schreibereien zum OBS) machen sich auf, die Herzen der Anwesenden im Sturm zu nehmen, die bis in die letzten Reihe das Gelände vor der Hauptbühne füllten. 



Als Rembert dann noch ankündigt, dass die Tiny Wolves in Kürze ihre erste Single via Glitterhouse Records veröffentlichen werden - „Sie haben einen Vertrag unterschrieben - jetzt hab ich euch!“ - folgt der nächste Sturm. Die Tiny Wolves spielen zwei Songs, Tom Pettys „Free Fallin‘“ und „Denkmal“ von Wir sind Helden, dem ein vielstimmiges lautes „Jaaaaaa“ nach Zugabe  vorausging. Was für eine berührende Sequenz inmitten des ganzen Punk, Blues, Folk and Countryturbos. 

Lewsberg - da gab es fotografisch gesehen nix zu holen. Nach zwei Songs bin ich raus und stehe dann in hinterster Reihe und dann packt mich dieser nahezu hypnotische Sound einer von mir völlig unterschätzten Band, bei der die Protagonisten auf der Bühne fast unsichtbar bleiben. 

Blind Butcher - totales Spektakel, nicht nur an den Sticks. Ein fast unglaubliches Tempo und wer die beiden schon im vergangenen Jahr auf der viel zu kleinen Publikumsbühne erlebt hat, der freut sich hier besonders. Lysistrata- eine Band wie ein Tornado. Düstere laute Jungs! Die Menge tobt und ich bin hin und weg. Was für ein wildes Getöse. 



Auf der kleinen Bühne: Trixi - der Jöörk macht an diesem Wochenende das Triple voll und unterschreibt live mal eben einen Plattenvertrag mit Glitterhouse.  Auch wenn ich Jöörk etwas besorgt betrachte, er wirkt alles andere als fit an diesem Wochenende, so zolle ich erneut Respekt vor der Musik. Sie ist klar, aufbauend und auch Mut machend. Dabei trennt uns mehr, als uns vereint. 

Ein weiblicher Mops wurde gefunden... Ok. Kann passieren und später geht es wieder allen gut. 

Black Sea Dahu - dass lass mal alle genießen. Da steht eine Combo (früher mal Josh) mit fantastischen Leuten auf der Bühne und haben besten IndieFolk im Gepäck. Money for Rope - taffes Kollektiv aus Melburne. Bereits beim OBS 2015 haben sie die Richtung aufgezeigt. Und nun? Doppelbrett! Aus zwei Drums ergießen sich vollendete energetische Ströme. Was ihr auch immer bis dahin gehört habt. Lasst euch nun hinwegfegen.

Christian Kjellvander - das sollte man sich im Ohr zergehen lassen. Der schwedische Singer-Songwriter fügt sich, trotz bester und langjähriger Referenzen, unauffällig ist das diesjährige OBS Line-Up und bereitet den Boden für die herausragenden The Holy. 



The Holy schliessen des zweiten Abend ab, sphärisch und genussvoll. Sie spannen den Bogen des musikalischen Tages perfekt und schicken alle in die Arme des Sandmännels, der am Ausgang wartet um bier- und glückselige Menschen nach Hause zu schicken.

Tag 3 - alles endet - aber nie die Musik! Suprise Act - ok, dass hätte wir ahnen können. Der Jöörk macht das Triple voll. Mit Schreng Schreng LALA auf dem Campingplatz, mit Trixi auf der Minibühne - es fehlt: Love A auf der Hauptbühne. 


Gunner & Smith - schönster Dark Country aus dem Hause Devil Duck. Das Label hat ein Händchen für derartige Bands und untereinander besteht ja eine langjährige Labelfreundschaft, so dass mit Gunner & Smith erneut ein herausragender Gig für die Freunde des gepflegten düsteren Sounds beim OBS herausspringt. 

Coogans Bluff - ein bizarrer Mixt aus allem was rockt. Schick mit Bläsern untermalt, spektakelt das Ganze zur besten Kaffee- und Kuchenzeit und rettet über den ein oder anderen Schwächeanfall hinweg.

Steiner & Madlaina - es wurde schon so viel geschrieben seit dem vergangenen Jahr. Nichts könnte es besser beschreiben und nichts könnte es besser treffen als - "Ja, dann trink ich auf das schöne Leben - welches wir vor der Bühne immer haben werden".

The Sheepdogs - mit eingängigem Southern Rock und Country Folk dann doch ein recht ungefährliches Konzert bei dem nix falsch läuft und die gesamte Gemeinde in Sicherheit gewogen wird für das, was dann kam: Cash Savage and the last Drinks - bester Commonwealth-Indie-Punk, nicht Manchester oder London, nein schon wieder Melbourne. 



Der Sound hatte mich schon auf dem Sampler erreicht. Live aber unschlagbar. Was für ein Biest. Gehören auf jeden Fall in die persönlichen Top 3 dieses Wochenendes. So richtig Fahrt nimmt der Abend auf als Die Nerven das Podium betreten und vom ersten Akkord an voll da sind. Sofortiger Moshpit und der ein oder die andere versinken fast lustvoll im Getümmel. 



Die Stuttgarter sind nach diversen Veröffentlichungen unter verschiedenen Labels nun auch bei Glitterhouse angekommen und es scheint, als würde diese Zusammenarbeit äußerst trefflich in FAKE einen ersten Höhepunkt finden. Wir freuen uns auf mehr. 

Garda - ein grandioses Finale eines tollen Wochenendes und durchaus vergleichbar mit den herausragenden Sophia oder dem phantastischem Sivert Høyem. Das Dresdner Kollektiv schickt das versammelte Publikum tiefen entspannt und beseelt mit feinster Indienote in das Leben zurück.



OBS aus - Welt an. Deine Sorgen jr. - Wie groß sind unsere Sorgen denn überhaupt? Danke OBS und kommt gut durch das Jahr. 

Die komplette Galerie findet ihr unter www.desc-photography.com 


Mittwoch, 8. Mai 2019

Festivaltipp: Best Kept Secret Festival 2019

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Konzert: Best Kept Secret Festival 2019
Ort: Hilvarenbeek/Tilburg
Datum: 31.05.-02.06.2019
Dauer: 3 Tage



Das Best Kept Secret Festival bei Tilburg hat seit Jahren einen festen Platz in unserem Kalender. Der See, der Wald, das Essen, fast könnte man die Musik vergessen, so schön ist ein Kurztrip zu Hollands vielleicht bestem Festival nahe der Grenze. 

Mittlerweile gibt es beim BKS auch schon 7 Bühnen. Von Mittags bis spät in die Nacht bieten die Veranstalter ein handgebuchtes Line-Up jenseits aller Genregrenzen, das immer wieder begeistert. 



So variantenreiche Headliner wie Bon Iver (Freitag), Kraftwerk (Samstag) und Christine and the Queens (Sonntag) sind selten geworden. 

Wer da klare Favoriten hat, oder trotz der Möglichkeit in Bungalows des Ferienparks oder auf Glam-Campingplätzen zu übernachten lieber im eigenen Bett schläft, für den gibt es sogar Tagestickets (s.u.)

 

Diese Option ist aber eigentlich nicht zu empfehlen, jeder wird sich über die verpassten, kleineren Bands der anderen Tage ärgern, die er dann verpassen wird. 

Ein "Best.of" toller Live-Bands und Künstler geben sich das Mikro in die Hand:



Sehr selten zu erleben, und zur Zeit wieder in Topform: Spiritualized, Charlotte Gainsbourg und The Raconteurs. Dazu altbekannte Helden wie Interpol, Liz Phair, Kurt Vile und DJ Koze. 

Besonderes, mit dem Comeback von Stereolab, der betörenden Aldous Harding, rauhe Töne von Fat White Family, Kate Tempest und Primal Scream. 



Ein Knaller wird sicher der seltene Auftritt des Shootingstars Lizzo, die in den USA ja schon sämtliche Talkshowformate mit ihrer Livepower gesprengt hat. 

Weitere starke Frauen im Programm bildet der Block mit Cate le Bon, Julia Holter und Julien Baker. Klassischen Indierock bieten Stephan Malkmus, Lucy Dacus (TIPP) und die holl. Lewsberg (TIPP), sowie unser Tagebuchliebling des letzten Jahres: Snail Mail.



DJ St. Paul bekommt wieder seine eigen Spielwiese (Bühne), auf der er, wie jedes Jahr gelangweilte Musiker aus dem Backstage zu spontanen DJ-Sets fordert, eine geniale Idee. 



Für das diesjährige Festival gibt es noch Tickets und einige, wenige Bungalows sowie diverse Campingangebote. Habt Spaß bei unseren freundlichen Nachbarn und perfekten Gastgebern, den Niederländern.

Ticketlink Best Kept Secret

-komplettes Line-Up mit Timetable

Übernachten beim BKS

Fotos: BKS und Nathan Reinds


 

Konzerttagebuch © 2010

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