Posts mit dem Label Stuttgart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stuttgart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 19. September 2019

Amanda Palmer, Stuttgart, 18.09.19

0 Kommentare

Konzert: Amanda Palmer (Solo)
Ort: Theaterhaus in Stuttgart
Datum: 18. September 2019
Dauer: 180 min
Zuschauer: etwa 600


Am Morgen nach dem Abend mit Amanda Palmer teile ich Holgers Skepsis: wie soll ich einen Bericht schreiben, der dem erlebten gerecht wird? Aber zum Glück hat die inhaltliche Beschreibung schon Christoph erledigt im Konzertbericht aus Offenbach. Im Spannungsbogen und in vielen Details war es in Stuttgart ähnlich. Amanda wollte mit dem Publikum über die richtig wichtigen Sachen sprechen, ihr eigenes Erleben und ihre Erfahrungen als Beispiel dafür zeigen, was uns das Leben als Frau zumutet und wie wir in dem vielen Dunkel trotzdem irgendwie klar kommen und sogar so etwas wie Glück und Freude festhalten.


Ein großes Problem dabei ist: das ist ein weites Feld und schon während der Tour in Amerika hatte sich gezeigt, immer wieder kollidieren äußere Grenzen wie die Schließzeit von Theatern mit dem, was eigentlich an Material da ist und als Puzzlestein nötig. In Stuttgart waren genau 3 Stunden Programm möglich und Amanda ließ deshalb schon die Seeräuber-Jenny am Anfang weg. Später wurde auch die Pause gestrichen und trotzdem passte das Ende nicht optimal in die damit verbleibende Zeit. Ich wusste ohnehin vorher, dass ich meinen eigenen Zeitpunkt für den Weg zum Bahnhof etwas vor 23 Uhr wählen musste.
 

Erstaunlich war, wie schnell die Zeit verging. Und obwohl ich etwa drei Viertel der Geschichten schon kannte, hatte es doch etwas eigenes, alles in einen mäandernden Spannungsbogen verpackt und verdichtet neu zu hören und im Zusammenspiel neu zu bewerten. Natürlich blieb mir als Ohrwurm für den Heimweg "At least the Baby didn't die".


Aus unserem Archiv:
Amanda Palmer, Offenbach, 13.09.19
Amanda Palmer, Somerville, 05.03.15
Amanda Palmer, Eschwege, 08.11.13
Amanda Palmer, Zürich, 30.10.12
Amanda Palmer
, Paris, 06.02.09
Amanda Palmer, Paris, 23.10.08
Amanda Palmer, Heidelberg, 14.10.08 



Sonntag, 11. Februar 2018

Max & Laura Braun, Stuttgart, 04.02.18

0 Kommentare

Konzert: Max und Laura Braun
Ort: Leonardikirche Stuttgart
Datum:  4. Februar 2018
Dauer: 60 min
Zuschauer: 250


Große Freude empfand ich, als ich folgende Information fand: After a long break we are slowly starting to play some shows again. Next up 04. 02. 2018 Vesperkirche, Leonhardskirche, Stuttgart, Germany. 4pm. More shows  and the release of our next EP are in the pipeline. We’ll keep you posted. Anscheinend müssen immer drei Jahr vergehen, bis ich wieder einmal die Gelegenheit habe, Max und Laura Braun live zu erleben: 2012 lernte ich sie im Karlsruher Cafe nun kennen und 2015 waren sie in der Waldstadt zu Gast. Nun also mal in Stuttgart in einem ganz anderen Rahmen (und "nur" als Trio).



Wie schon 2015 war Joachim Ambros an vielen Saiten dabei (beide Bilder zeigen seine Instrumente): Banjo, Mandoline, Gitarre, E-Gitarre... Neben mir saßen seine stolzen Eltern in der Bank. Es wirkte schon wie ein Heimspiel, aber auch wie ein herantasten an Neues vor Publikum. Auf der Setliste war erst später ein wenig von dem dabei, das ich schon kannte: Time is taking all my time zum Beispiel - so ein ewiges Lieblingslied von mir, bei dem gleich alles in mir mitsummen muss.
 

Aber vom Gestus her passte Neues wie Altgewohntes sowieso toll zusammen. Die Musik gespeist von einem ruhigen Sommer- oder Herbsttag mit Erinnerungen und innigen Emotionen, die ruhig und abgeklärt geteilt werden. Das passt tatsächlich auch gut in eine Kirche und vor ein Publikum, das einfach neugierig schnuppern gekommen ist. Wenngleich es den Schneesturm, der draußen niedergeht vor die Tür und aus dem Kopf verbannt - so dramatisch geht es in der Musik der drei nicht zu.


Ich war sehr froh, dass ich mich auch nicht vom Wetter hatte abbringen lassen und den Weg nach Stuttgart auf mich genommen hatte. Ich freu mich nun umso mehr auf die angekündigte EP und vielleicht ja doch noch ein Konzert etwas eher als 2021...

Setlist:
01: Good enough
02: Autumn
03: Beyond the houses
04: Green summer
05: Skin
06: Whisper of words
07: Time is taking all my time
08: Long ago
09: Memories (Hugh Hopper, cover)
10: While I'm asleep
11: Sweetest lullaby

12: Withered and died (Z)


Aus unserem Archiv:
Max & Laura Braun, Karlsruhe, 10.04.15
Max & Laura Braun, Karlsruhe, 21.12.12



Montag, 20. November 2017

Anna Ternheim, Stuttgart, 18.11.17

0 Kommentare

Konzert: Anna Ternheim
Ort: Neues Schloss, Stuttgart (New Fall Festival)
Datum: 18.11.2017
Dauer: knapp 95 min
Zuschauer: knapp 350 (ausverkauft)




"Have you been to Rio, Martin? I went there on my own four and a half years ago. I thought this record was so easy to make, so fast. How wrong was I! Four and a half years for eight songs!" All the way to Rio ist das sechste Studioalbum der schwedischen Sängerin Anna Ternheim. In Deutschland erscheint es erst am Freitag, in ihrer Heimat eine Woche vorher. Kurz vor meinem Aufbruch nach Stuttgart klingelte der Postbote und brachte mir mein Exemplar. Da schwedisches Vinyl häufig ohne Download-Code kommt, fiel meine Vorbereitung dürftig aus. Etwas Angst machte mir ein Satz im wunderschönen Begleitheft zum Album: "This record is a collaboration between me and a bunch of tough dudes." Zuletzt waren mir die Konzerte der Sängerin zu rockig, nachdem vorher die Gospel-Phase auch nicht meine liebste war. Tough guys klang nach Vollbärten und Rock.


Als ich in den wundervollen Saal des Neuen Schlosses kam, galt mein erster Blick deshalb der Bühne. Da standen zwar eine Menge Instrumente, Keyboards an beiden Seiten, ein Flügel, viel Platz für viele Rocker war aber nicht. Um fünf nach acht kam erst ein Violinist auf die Bühne, kurz darauf Anna Ternheim. Die beiden begannen mit Off the road von Annas drittem Album Leaving on a mayday. Das Lied gehört nicht zu meinen Lieblingen, das abgespeckte Arrangement aber schon. Ich habe Anna Ternheim nicht nur in erschütternd vielen Städten, ich habe sie auch in sehr vielen verschiedenen Konstellationen erlebt. Am besten (auch auf Platte) ist sie, wenn die Produktion im Hinter- und ihre Stimme im Vordergrund stehen. Von den ersten beiden Platten gibt es "naked versions", das sind die mit Abstand besten Veröffentlichungen der Schwedin.

Nach Off the road bleib es dabei, daß nur Anna und ihr Begleiter auf der Bühne standen. Anna Ternheim stellte ihn als Martin Hederos von The Soundtrack of Our Lives vor. Als nach Nennung seiner alten Band nur eine Handvoll Leute klatschten, bedankte sich Martin bei "den drei Menschen, die sie noch kennen." Danach spielten die beiden das erste neue Lied, Maya, eine Stück über eine unglückliche Liebe (das sind die besten. Also Lieder, nicht Lieben). Maya war live nur Martin am Klavier und Annas Stimme - und sehr schön. Puh!

Nach dem neuesten kam das älteste Stück des Abends - und eines der wenigen (wenn überhaupt) der ersten Platte, das ich noch nie live gesehen habe. Sie habe Somebody outside mit 16 geschrieben und nur auf ihrer ersten Tour gespielt. Anna Ternheim war redselig, sie erzählte viel über die Lieder, die sie spielte, sie spielte aber glücklicherweise auch viele. Zwar war kaum einer meiner Lieblingssongs im Programm, das machte aber gar nichts, das Konzert war auch mit einer B-Setlist (auf dem Papier)* fantastisch und mein bestes der Schwedin seit vielen Jahren. 


Annas Erklärungen machten sehr viel Spaß. Sie erzählte zum Beispiel vor Lovers dream (das Fyfe Dangerfield von den Guillemots auf Platte mitsingt), daß sie damals in einer Phase gewesen sei, in der sie "deep into a band called The Doves and horror movies" gewesen sei. Und ja, Lovers dream erinnert jetzt mit diesem Wissen an klassische Horrorfilm-Soundtracks von John Carpenter.


Man merkte den beiden nicht an, daß sie noch nicht oft miteinander gespielt haben. Einmal brach Anna ein Lied ab - beim "Sailor- and lovesong" The longer the waiting (the sweeter the kiss). Dave Ferguson, mit dem Anna das Lied auf Platte singt, habe ihr mal gesagt "don't stop the train when the train is running!" Schön, daß sie gerade bei Daves Lied seinen Rat mißachtete und es neu starten musste. Es war die falsche Gitarre.

Der Titeltrack der neuen Platte kam irgendwann in der Mitte als zweites neues Lied. All the way to Rio hatte einen Beat vom Band, der an einen schnellen Herzschlag erinnerte (oder an Eurobeat), ich mochte das sehr. Aber weder Maya noch All the way to Rio waren die besten der neuen Stücke. Holding on - Martin an der Geige, Anna an der Gitarre - war das Highlight unter den neuen. Holding on wurde immer lauter, wundervoll!

Als viertes neues Lied spielten die beiden 4 in the morning, ein Stück über den Heimweg aus einer fremden Wohnung mitten in der Nacht. 




Nach 14 Anna-Liedern und einem von Martin am Flügel war der Hauptteil vorbei. Wir standen zum ersten Mal von unseren Stühlen auf - die Bestuhlung passte zum tollen Saal, Sitzkonzerte sind mir aber trotzdem ein Graus.


Die Sängerin kam zunächst alleine zurück - und das höfliche Publikum setzte sich wieder. Anna Ternheim spielte ohne Instrument Leaving on a mayday. Die beiden anderen Zugaben waren ein echter und ein heimlicher Liebling, wieder gemeinsam mit Martin. Der echte ist natürlich To be gone, Lied eins von Platte eins, der heimliche Annas großartiges Backstreet Boys Cover Show me the meaning of being lonely. Wir hatten nicht genug - und Anna noch Lust. Sie kam zurück, wir setzten uns wieder und hörten I'll follow you tonight zu.


Es war bei weitem nicht die beste Setlist, die ich bisher bei ihren Konzerten erlebt habe, ich saß sehr weit von der Bühne weg (ich hatte das buchstäblich letzte Ticket gekauft, danach schaltete die Website auf "ausverkauft"), es war trotzdem ein nahezu perfektes Anna Ternheim Konzert. Denn nach ausführlichen Studien** scheint klar, daß die Singer/Songwriterin am besten ist, wenn sie wenig mehr als ihre Stimme und eine akustische Gitarre einsetzt.

Wie das alles mit einer Menge tougher dudes klingt, werde ich sicher auch irgendwann herausfinden. Das kann aber ruhig noch warten.


Setlist Anna Ternheim, Neues Schloss, Stuttgart:

01: Off the road

02: Maya (neu)
03: Somebody outside
04: The longer the waiting (the sweeter the kiss)
05: Better be
06: Lovers dream
07: Solitary move
08: Still a beautiful day
09: All the way to Rio (neu)
10: For the young
11: Martin Hederos am Klavier
12: 4 in the morning (neu)
13: Holding on (neu)
14: What have I done?
15: My heart still beats for you

16: Leaving on a mayday (Z)
17: To be gone (Z)
18: Show me the meaning of being lonely (Backstreet Boys Cover) (Z)

19: I'll follow you tonight (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Anna Ternheim, Frankfurt, 10.04.16
- Anna Ternheim, Freiburg, 21.02.12
- Anna Ternheim, Frankfurt, 19.02.12
- Anna Ternheim, Köln, 11.02.12
- Anna Ternheim, Berlin, 03.11.11
- Anna Ternheim, Nyköping, 24.11.09
- Anna Ternheim, Paris, 23.09.09
- Anna Ternheim, Fribourg, 20.09.09
- Anna Ternheim, Köln, 13.09.09
- Anna Ternheim, Haldern, 14.08.09
- Anna Ternheim, Paris, 29.04.09
- Anna Ternheim, Frankfurt, 28.04.09
- Anna Ternheim, Nijmegen, 24.04.09
- Anna Ternheim, Stockholm, 08.12.08
- Anna Ternheim, Paris, 01.10.07
- Anna Ternheim, Köln, 26.09.07
- Anna Ternheim, Heidelberg, 25.09.07
- Anna Ternheim, Paris, 31.05.07
- Anna Ternheim, Köln, 12.03.07
- Anna Ternheim, Paris, 12.12.06


* weil so wenige Stücke der ersten beiden Platten dabei waren 
** durch mich



Mittwoch, 1. November 2017

Tipp: New Fall Festival 2017, Düsseldorf und Stuttgart

0 Kommentare

Gefühlt ist der Sommer gerade vorüber, da locken schon die Herbstfestivals in die Hallen der Stadt. Besonders das seit letztem Jahr auch in Stuttgart stattfindende New Fall Festival begeistert uns seit Jahren mit vielen Konzerttagebuch-Lieblingen als Künstlern und besonderen Spielorten als Besucher.


Jedes Jahr gibt es neue Spielstätten zu entdecken, gerade in Düsseldorf kehrt mit der Tonhalle, nach einem Jahr Abstinenz, der wohl schönste Ort für Konzerte zurück. 



Wie für diese Halle gemacht erscheinen Michael Kiwanuka`s elegischer Soulrock und Glen Hansard`s überbordende Spielfreude (in Düsseldorf leider schon ausverkauft), sowie die Pianoklänge von Tom Odell.

Nicht weniger beeindruckend wird das Ganze in der Stuttgarter "Liederhalle" oder der "Carl-Benz Arena". Anna Ternheim besucht dort mit ihrem Gastspiel das "Stuttgarter Schloss", ebenso wie die aufstrebende, junge Alice Phoebe Lou, die in Düsseldorf gleich in der "Johanneskirche" auftritt.

Schon beim Open Source Festival 2017 waren Austra in Düsseldorf zu Gast, dort aber leider vor zu wenigen Zuschauern am frühen Nachmittag.  Konzerttagebuch-Urgestein Sophia präsentiert auf seiner laufenden Tour einen fantastischen Querschnitt seines fast 20-jährigen Schaffens. Von berührenden, akustischen Einlagen bis zu Mogwai-artigen Gitarrenwänden wird alles geboten. Ein Pflichtbesuch. 

Wie immer, wird es auch in jeder Stadt wieder einen lokalen "Bundesland"-Abend geben (Düsseldorf: Woman !!, Love Machine u.a. / Stuttgart: Rikas, Fibel, u.a.). Hier werden regelmäßig die Headliner der nächsten Jahre verhandelt. 



Anspruchsvollen Pop gibt es bei Tune-Yards aus Kalifornien und den Damon Albarn Lieblingen und Grammy Gewinnern von Amadou and Mariam. 

Musikalisch etwas entspannter geht es dann bei Olli Schulz (nur Stuttgart) und Megaloh zu, der hier mit kompletter Big-Band antritt. Das Düsseldorfer Programm hält mit Thurston Moore, Julian Baker und Destroyer noch weitere Indie-Hochkaräter bereit.

Genre-Ausreden verbieten sich also, die Qual der Wahl scheint das einzige Problem. 

Um die Entscheidung etwas zu erleichtern verlosen wir, mit freundlicher Unterstützung des Festivals, jeweils (1x2 Tickets) für die Konzerte von Austra und TuneYards in beiden Städten. (15.11.-Düsseldorf/16.11.-Stuttgart). Einfach eine e-mail mit Wunschstadt  an: gewinnen@konzerttagebuch.de. Die Gewinner werden dann ab 14.11.2017 benachrichtigt.

Ticketlink Düsseldorf und Stuttgart: Tickets New Fall



Düsseldorf:
Donnerstag, 16.11. 
Little Dragon | New Fall Düsseldorf 2017
Die Höchste Eisenbahn | New Fall Düsseldorf 2017
Mogli | New Fall Düsseldorf 2017
Julien Baker | New Fall Düsseldorf 2017
Austra + Tune-yards | New Fall Düsseldorf 2017

Freitag, 17.11.
Alice Merton | New Fall Düsseldorf 2017
Megaloh & Rhein Brass | New Fall Düsseldorf 2017
Sophia | New Fall Düsseldorf 2017
Tom Odell | New Fall Düsseldorf 2017
Fil Bo Riva | New Fall Düsseldorf 2017
Sudan Archives | New Fall Festival Düsseldorf 2017

Samstag, 18.11.
Glen Hansard | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Kensington | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Love A, Isolation Berlin, Gurr | New Fall Düsseldorf 2017 (ausverkauft)
Michael Kiwanuka | New Fall Düsseldorf 2017
Thurston Moore | New Fall Düsseldorf 2017
PopNRW Abend | New Fall Düsseldorf 2017
Lasse Matthiessen | New Fall Düsseldorf 2017

Sonntag, 19.11.
Anna Ternheim | New Fall Düsseldorf 2017
Destroyer | New Fall Düsseldorf 2017
Amadou & Mariam | New Fall Düsseldorf 2017


Stuttgart:
Mi, 15.11. Beethoven-Saal (Liederhalle)
Glen Hansard | New Fall Stuttgart 2017

Do, 16.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Megaloh & RheinBrass | New Fall Stuttgart 2017

Do, 16.11. Weißer Saal im Neuen Schloss
Alice Phoebe Lou | New Fall Stuttgart 2017

Fr, 17.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Die Höchste Eisenbahn | New Fall Stuttgart 2017

Fr, 17.11. Carl Benz Arena
Olli Schulz | New Fall Stuttgart 2017

Fr, 17.11. Straßenbahnwelt
Austra + Tune-Yards | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Carl Benz Arena
Tom Odell | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Straßenbahnwelt
BaWü Abend | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Mozart-Saal (Liederhalle)
Little Dragon | New Fall Stuttgart 2017

Sa, 18.11. Weißer Saal im Neuen Schloss
Anna Ternheim | New Fall Stuttgart 2017 (ausverkauft)

So, 19.11. Carl Benz Arena
Michael Kiwanuka | New Fall Stuttgart 2017


Aus unserem Archiv (Auszug):
Sophia, Maastricht, 23.04.16
Sophia, Heusweiler, 05.05.12
Sophia, Köln, 28.12.11
Sophia, Frankfurt, 15.05.10
Sophia, Wien, 29.09.09
Sophia, Köln, 12.02.09

Austra, Luxemburg, 07.08.13
Austra, Esch-sur-Alzette, 23.11.12
Austra, Köln, 24.05.12
Austra, Saint Cloud, 28.08.11
Austra, Köln, 25.06.11
Austra, Paris, 01.04.11
Austra, Paris, 20.01.11

Anna Ternheim, Frankfurt, 10.04.16
Anna Ternheim, Freiburg, 21.02.12
Anna Ternheim, Frankfurt, 19.02.12
Anna Ternheim, Köln, 11.02.12
Anna Ternheim, Berlin, 03.11.11
Anna Ternheim, Nyköping, 24.11.09
Anna Ternheim, Paris, 23.09.09
Anna Ternheim, Fribourg, 20.09.09
Anna Ternheim, Köln, 13.09.09
Anna Ternheim, Haldern, 14.08.09
Anna Ternheim, Paris, 29.04.09
Anna Ternheim, Frankfurt, 28.04.09
Anna Ternheim, Nijmegen, 24.04.09
Anna Ternheim, Stockholm, 08.12.08
Anna Ternheim, Paris, 01.10.07
Anna Ternheim, Köln, 26.09.07
Anna Ternheim, Heidelberg, 25.09.07
Anna Ternheim, Paris, 31.05.07
Anna Ternheim, Köln, 12.03.07
Anna Ternheim, Paris, 12.12.06

Olli Schulz, Karlsruhe, 19.11.12
Olli Schulz, Köln, 17.08.12
Olli Schulz, Mannheim, 18.05.12
Olli Schulz, Bad Homburg, 20.01.12
Olli Schulz, Köln, 22.08.10
Olli Schulz, Köln, 22.01.10
Olli Schulz, Köln, 29.04.09
Olli Schulz, Köln, 19.02.08

Thurston Moore, Paris, 23.08.14
Thurston Moore, Hyères, 28.07.12
Thurston Moore, Paris, 11.12.07

Spotify-Playlist des Festivals





Sonntag, 17. September 2017

She makes war, Stuttgart, 16.09.17

0 Kommentare

Konzert: She makes war
Ort: Secondhandshop Øbscür in Stuttgart
Datum: 16. September 2017
Dauer: etwa eine Stunde
Zuschauer: etwa 100


An English version is published on Even the stars.

Sie ist wieder da. Nachdem ihr neustes Album Direction of Travel nun schon fast 1,5 Jahre alt ist und musikalische Reiseabenteuer in Indonesien bestanden wurden, ist Laura Kidd als She makes war endlich wieder in Deutschland unterwegs. Die Konzertlücke war für mich spürbar zu lang gewesen, weshalb ich nicht lang darüber nachdenken musste, ob sich der Weg nach Stuttgart lohnen würde. Dort sollte die Musik in für mich praktischer Nähe zur S-Bahn in einem Laden zelebriert werden - wieder einmal ein neuer Konzertort im Konzerttagebuch.


Als ich ankam, war der Soundcheck und das umräumen noch voll im Gang. Stuttgart präsentierte sich draußem im Regen, aber drin wurde viel gelacht. Es ist so schön, dass sich Vertrauen und Freundschaft zu einer ganzen Anzahl von Menschen in Deutschland entwickelt haben, die im Angesicht von Brexit und dem alltäglichen Wahnsinn in der Politik in unseren Ländern und anderswo tragen. Das hat sich Laura ehrlich erarbeitet und ich bewundere, wie sie als unabhängige Musikerin ihren Weg ganz unbeirrt geht. Besonders schön war deshalb, dass sich schließlich der Laden bis an den Rand füllte. 


Laura begann nur mit ihrer Ukulele "bewaffnet" ihre Magie zu verbreiten: Time to be unkind. Ein im Duktus eher ruhiges Lied testete auch gleich aus, wie groß die Bereitschaft zum zuhören im Publikum war oder ob der eine oder die andere noch lieber die Neuigkeiten austauschen wollten. Zu meiner Überraschung und Freude war die aufmerksame Stille fast sofort hergestellt und die Stuttgarter erwiesen sich als perfekte Zuhörerschaft: Aufmerksam und ganz ruhig während der Musik und nicht geizig mit Applaus sobald ein Lied verklang. 


Laura war zunächst noch nicht so gesprächig, aber für Please don't gab es dann doch eine erste kleine Geschichte für die ich ihre Konzerte so mag. Der trockene Humor und die Bodenständigkeit machen sie für mich so wunderbar sympatisch. Kurz später auch für Delete - dem Evergreen, für den sie wieder mit der Flüstertüte bewaffnet eine Runde durch das dicht gedrängte Publikum drehte. War mir bei Delete schon ganz warm ums Herz geworden vor Nostalgie (dabei ist unsere Bekanntschaft doch erst ganze drei Jahre alt...) waren The Best (für das es auch ein Video aus Karlsruhe gibt von unserem ersten Abend) und Slow puncture zwei Stücke, die mir sehr ans Herz gewachsen sind.


Sehr toll auch I want my country back. Aber spätestens hier wurde mir klar, dass es wirklich höchste Zeit wird, dass ich sie einmal live mit Band erlebe. Das Lied - der Knaller!! - hätte das wirklich verdient gehabt. Ob ich dafür wohl mal auf die Insel fliegen muss?


Setlist:
01: Time to be unkind
02: Olympian
03: Drown me out
04: In cold blood
05: Please don't
06: Delete
07: The best
08: Slow puncture
09: Undone
10: I want my country back
11: Devastate me
12: Paper thin

13: Olympian 2 (Z)
14: Dear heart (Z)
15: Scared to capsize (Z)


Tourdaten:
14.09. House gig, Bern
15.09. Gaskessel, Bern - w/ The Two Romans
16.09. Øbscür, Stuttgart
17.09. AZ, Köln w/ Barrier Reef/The Great
19.09. Cowhide Concerts, Schwalbach
20.09. Zentralcafe im Künstlerhaus, Nürnberg w/ Avery
22.09. KaffeeSatz, Chemnitz
23.09. Scala Adorf, Neukirchen email: info@scala-adorf.de
27.09. Polyester Klub, Oldenburg
28.09. Thav, Hildesheim w/ GR:MM
29.09. Sofa Salon, Berlin email: berlinsofasalon@gmail.com
01.10. Soirees Cerises, Brüssel email: fbulte@gmail.com



Aus unserem Archiv:
She Makes War, Karlsruhe, 09.05.15
She Makes War, Karlsruhe, 23.10.14
She Makes War, Karlsruhe, 11.03.14

 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates