Freitag, 21. August 2015

Hymn for her, Stuttgart, 17.08.15


Wohnzimmerkonzert bei Claudia und Chrissie mit 
   Hymn for Her & Miriama
in Stuttgart-Feuerbach 
Datum:  17. August 2015
Dauer: 100 min + 20 min
Zuschauer: 40-50


Am Anfang waren Hymn for Her. So beginnt die Geschichtsschreibung der Wohnzimmerkonzerte in Stuttgart-Feuerbach.  Und so beginnt auch meine Geschichte mit Claudia. Vor vielen (zehn?) Jahren waren die US-Amerikaner schon in Claudias Wohnzimmer zu Gast gewesen, als diese Art von Musikevent in Deutschland noch unerhört war. Und dann vor knapp drei Jahren hatte ich die Einladung zum zweiten Wohnzimmer-Konzert mit Hymn for Her bekommen von einer mir bis dahin fremden Person. Ich hatte große Lust, aber hatte es an diesem Abend damals nicht nach Feuerbach geschafft. Insofern war das schon ein besonders besonderer Abend.


Die Musik von Wayne Waxing und Lucy Tight ist eine ganz eigene Mixtur. Ein bisschen schnoddrig, oft treibend und ab und zu auch ganz melancholisch, jedenfalls voller Spielfreude. Die ging sogar so weit, dass Wayne auch noch die ganze Pause durchspielte und im Anschluss an den Gig mit seiner eigenen Interpretation von Lounge-Musik weitermachte. Ein besessener. Mit Gitarre, selbst gebauten Bass, Basedrum und Becken kann man anscheinend schon so allerhand Klang (und herrlichen Krach!) erzeugen.


Der Einladung nach Feuerbach waren trotz Montagstermin in den Ferien wieder erfreulich viele Leute gefolgt. Viele neugierige Gesichter - ein paar Insider (immerhin war das ja schon ein drittes Mal!) und damit ein volles Wohnzimmer. Es ging dann auch erstaunlich pünktlich los mit 20 Minuten Songs von Miriama, die mit Wayne und Lucy und deren Tochter unterwegs ist. Sie scheint so eine Art Mädchen für alles zu sein - Freundin, Kindertante, Merchfrau, Fotografin und Musikerin. Ein Multitalent!


Dieser Teil war eher Liedermachermäßig, fand aber ein aufmerksames Publikum. Mit ganz wenig Umbau ging es 21 Uhr dann in die vollen und das Programm nahm sofort ordentlich stampfend Fahrt auf. Die Zuhörer wurden zu Tänzern und Mitwippern und es wurde enthusiastisch Applaus gespendet. Eins fix drei war ein  Stündchen um und Zeit für Innehalten. In der Pause fanden CDs neue Besitzer und es wurde ein Schwätzchen gewagt. 


Nach der Pause ging es - inklusive der Zugaben - fast noch einmal eine Stunde weiter und im Finish des regulären Sets durfte auch das Töchterchen zeigen, wie wunderbar es schon in die Fußstapfen der Eltern tritt. Wieder ein wunderbar erfrischender Abend mit frischer Musik und einer Attitüde, die mir sehr gut gefiel. Und wer sagt, dass Coolness von den ganz jungen gepachtet ist?




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