Sonntag, 7. April 2013

Shout out louds, Paris, 03.04.13


Konzert: Shout Out Louds, Support: Ben Ellis
Ort: Café de la Danse in Paris
Datum: 03. 04. 2013 
Zuschauer: circa 450
Dauer: 40 min + 80 min



Bin ich vielleicht ein Snob? Eigentlich hatte ich mich nämlich entschieden, in Paris das Olympia kennen zu lernen, wo am 3. April Razorlight spielten. Es lag so schön in fußläufiger Entfernung zu meinem Quartier. Als ich dann jedoch vor dem Aufbruch noch näher ins Programm sah und vier Supportacts fand, stöhnte ich innerlich auf: So lange stehen nach einem Tag rumlaufen in Paris war einfach zu viel! Und die Umbaupausen! Noch auf dem Weg entschied ich mich, doch mit der Metro ins Café de la Danse zu fahren, wo die Shout out louds mit einem Support auf dem Programm standen. Die hatte ich in Karlsruhe kürzlich verpasst.Warum das also nicht nachholen?



Als ich fast punktgenau noch mit etwas klopfendem Herzen ob der spontanen Entscheidung 19:30 Uhr ankam, stand eine Schlange vor dem Gebäude. Aber ziemlich bald begann der Einlass und die Schlage wurde recht flott abgearbeitet. An der Kasse fand ich dann (zum Glück) Bestätigung für mein Bauchurteil: 20 Uhr schon sollte die Musik beginnen und strikt 22:30 Uhr müsste alles vorbei sein. Genau das richtige für mich an diesem Abend! Vom Venue selbst war ich sofort sehr positiv angetan. Mittelgroß, freundlich, mit Steh- und Sitzplätzen und an diesem Abend recht gut gefüllt, wahrscheinlich fast ausverkauft.



Eigentlich ist mir ja die Musik der Shout out louds etwas zu glatt. Aber live versprach ich mir davon gute Unterhaltung. Und diese wurde schon von der ersten Band aufs beste abgeliefert: Ben Ellis. Irgendwie die jüngeren Geschwister der Schweden mit fast identischer Aufstellung und musikalischer Ausrichtung, aber damit eben auch erfrischend und enthusiastisch.



Sie hinterließen einen rundum guten Eindruck als sympatische und mitreißende Lifeband ohne jedoch Anwartschaft auf ein Top-Konzert des Jahres bei mir anzumelden. Es machte mir besonders große Freude, dem Frontmann zuzusehen.



Der Umbau für die Hauptband wurde von jeder Menge Personen anscheinend professionell und zielgerichtet angepackt, brauchte aber trotzdem ganz schön  lang...



Dafür wurde aber auch die Bühne sofort von den Shout out louds übernommen, nachdem alles umgeräumt war. Der Frontmann zog das Gros der Aufmerksamkeit auf sich und übernahm auch die Interaktion mit dem Publikum. Es musste kein Eis gebrochen werden, denn rings um mich wurde von Anfang an textsicher mitgesungen und die Songs beklatscht. Am Ende saß kaum noch jemand auf den Plätzen. Die Band genoss das sichtlich und spielte entspannt und spielfreudig auf.



Während des letzten Zugabensongs Tonight I have to leave it kam Adam Olenius in die oberen Sitzreihen geklettert und ließ die Herzen aller Zuschauer dahinschmelzen während er das Lied von da schmetterte.



Damit wollte er wohl auch zeigen, dass er kein Snob ist, oder was denkt ihr?


Setlist:

Sugar
Walking in your footsteps
Fall hard
Normandie
Impossible
Where you come in
The comeback
Chasing the sinking sun
Please please please
Blue ice
Hard rain
Illusions
14th July
Very loud

Destroy
Walls
Tonight I have to leave it


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