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Dienstag, 19. Juni 2012

Terror Bird, Paris, 16.06.12

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Konzert: Terror Bird (Showcase)
Ort: Gals Rock, Paris
Datum: 16.06.2012
Zuschauer: etwa 30
Konzertdauer: ungefähr 50 Minuten


So lob ich mir das! Der für 20 Uhr angesetzte Showcase der Kanadierinnen Terror Bird fand letztlich erst um 21 Uhr statt. Nichts hasse ich nämlich mehr als Konzerte die pünktlich beginnen. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Ich komme fast immer zu spät und verpasse dann regelmäßig einen Teil. Kurioserweise war ich aber heute eigentlich pünktlich da und durch die Konzertverspätung sogar zu früh. Die beiden Musikerinnen aus Vancouver wollten erst noch einen Happen essen gehen und sich in Ruhe fertig machen. Nach einem kurzen Soundcheck sah ich sie dann den Laden Gals Rock verlassen und auch ich hatte nun Zeit, bei überraschend gutem Wetter noch eine Runde durch das schöne Viertel zu gehen.


Ich mag das 9. Pariser Arrondissement, vor allem die "Nouvelle Athène" genannte Gegend, wo der Showcase heute stattfand. Hier gibt es viele interessante Häuser, ein Museum mit dem hübschen Namen "Musée de la vie romantique" und unzählige Gitarren-und Musikläden. Wenn man die ganzen Shops für Musikinstrumente so sieht, könnte man fast glauben, jeder Pariser sei Musiker. Aber das täuscht, die Seine-Metropole ist nicht Stadt der Künstler sondern der Beamten. Statistisch alles nachweisbar. Hat sicherlich auch damit zu tun, daß es hier so teuer ist und Leute lieber ein gesichertes Einkommen haben, als von einer unwahrscheinlichen Karriere im Musikbusiness zu träumen.


Nikki Never aka Terror Bird aus Vancouver in Kanada gehört zu jenen lobeswert mutigen Zeitgenossen, die dennoch versuchen, als Künstler über die Runden zu kommen. Das verheißt oft ein spannendes, abenteuerreiches Leben, aber auch viele Probleme, Sorgen und Nöte. So hatten sie und ihre Bandkollegin Bianka bis mittags noch nicht einmal ein Bett zum Schlafen für die Nacht! Erst durch die Mithilfe der Labenbetreiberin von Galsrock konnte mittels Facebook kurzfristig eine Übernachtungsmöglichkeit arrangiert werden.

Mit vollem Magen und befreit von der Sorge über den Schlafplatz lgten Nikki und ihre Freundin Bianka Karre los. Beide klimperten sie hinter dem Keyboard, aber lediglich Nikki sang und dies mit tiefer-gothisch angehauchter Stimme. Klarer Fall, hier wurde das elektronische 80 er Jahre New Wave Revival gepriesen und in vollen Zügen ausgelebt! Assoziationen zu Yazoo, Propaganda, Lene Lovich, Toyah, Anne Clark oder The Human League wurden wach. Am ähnlichsten ist Terro Bird aber der jungen Schwedin Molly Nillson, die ich erst vor ein paar Monaten gesehen und für toll befunden hatte. Und genau wie Molly ist Nikki eher introvertiert und mstteriös, bleibt live ziemlich unnahbar und wortkarg. Insofern passte auch wieder die Schublade Dream Pop ganz gut, laut wurde es selten bis gar nicht, träumen war bestens möglich und nicht unangebracht.


Aber es gab auch schnelle Songs wie das wirklich tolle Thrill Killer von der Waiting For Nothing EP, die komplett durchgespielt wurde. Da flogen die kleinen Finger der beiden Mädels so richtig über die Tasten und auch die Hüften wurden etwas geschwungen. "Normalerweise bewegen wir uns noch mehr, aber wir hatten eben ein deftiges Mahl", sagte Nikki diesbezüglich schmunzelnd.



Das düstere Ambiente der Lieder (allein schon die Titel: Cemetries oder Hurting Me Feels Good) gefiel mir richtig klasse und am liebsten hätte ich so getanzt wie in den 80 er Jahren als sich schwarz gekleidete Menschen mit spitzen Waverschuhen mit schlenkernden Armen ständig nach unten bückten als hätten sie ihre Kontaktlinse verloren. Aber Spaß bei Seite, das hier war schon ziemlich geil! She Kissed Me (And I Fell Ill) - eine Antwort auf Kate Perry? und vor allem das treibende Waiting For Nothing kamen richtig gut rüber und ich war hinterher so angefixt, daß ich mir das neue Album namens Secret Rituals auf Vinyl zulegte.


Wieder einmal ein schöner Showcase in angenehmen Ambiente, hat Spaß gemacht!

Setlist Terror Bird, Galsrock, Paris

01: Outside
02: Cemeteries
03: Grade Me
04: Hurting Me Feels Good
05: She Kisse Me And I Fell Ill
06: Turn To Stone
07: Thrill Killer
08: Secret Rituals
09: Shadows In The Halls
10: Twin Helmets
11. Waiting For Nothing
12: Dream For You Bathwater

Aus unserem Archiv:

Terror Bird, Paris, 07.03.11



Samstag, 9. Januar 2010

Kim Novak, Paris, 08.01.10

1 Kommentare

Konzert: Kim Novak

Ort: La Flèche d'or, Paris

Datum: 08.01.2010
Zuschauer: etwa 150
Konzertdauer: ungefähr 45 Minuten


Chronique en français en fin d'article!


Ein weißbärtiger Grantler aus Trier hat einst (1848) das kommunistische Manifest geschrieben. Mehr als 160 Jahre später sind die Auswirkungen seiner und Engels Thesen auch in westlichen Industrienationen noch omnipräsent. Ganz am Ende der 1970 er Jahre legten vier lichtscheue Jungs aus Manchester mit dem Album Unknown Pleasures nach und schufen das inoffizielle depressive Manifest. Die unbekannten Freuden die man beim Hören dieses sinistren Werkes erfahren durfte, bestanden hauptsächlich darin, daß man saumäßig niedergeschlagen und deprimiert war und sich dennoch am morbiden Sound berauschte. 30 Jahre später sind die Auswirkungen der depressiven Weltsicht von Ian Curtis und Co. immer noch omnipräsent. Unzählige Bands in der ganzen Welt kopieren den Stil von Joy Division (auf dem oberen Foto) und die Sänger dieser Kapellen haben immer einen dermaßen traurigen Gesichtsausdruck drauf, als hätte man ihnen den Lolli geklaut. Auch die aus der Normandie stammenden Franzosen Kim Novak klangen auf ihrem ersten Album Luck & Accident (Talitres, 2007) mehr oder weniger stark nach Joy Division. Damit soll nun Schluß sein und deshalb findet man auch auf der offiziellen Webseite der Band folgendes Statement: "Ce second opus marquera la volonté du groupe de s'affranchir des codes qui l'ont lié aux fantômes new wave". - Mit dem zweiten Album möchte sich die Band von dem zu eng gewordenen Korsett des New Wave befreien.

Ein Aufbruch also, eine Neuausrichtung nach dem Abgang des Gitarristen Hairday, der aus dem Quartett ein Trio machte. Am 6. Januar konnte ich im Pariser International schon einmal hören, wie der neue Stil klingt, allerdings auf Anhieb nicht wirklich beurteilen, wie gut die Songs des in diesem Jahr erscheinenden zweiten Albums sind.

Nach dem heutigen Sensationskonzert in der Pariser Flèche d'or sehe ich wesentlich klarer. Die neuen Lieder sind allesamt Granaten mit enormen Hitpotential und ziehen live auf Anhieb unfassbar gut! Früher schauten die Zuschauer bei Konzerten der spindeldürren Franzosen immer nur andächtig auf die Bühne, heute aber tanzten vor allem die Mädels ausgelassen zu den zackigen Rhytmen von Instant Hits wie Not So Sure oder Step In Free. Der Sound ist direkter geworden, tighter, alles ist mehr auf den Punkt gespielt. Statt nach Joy Division klingen Kim Novak nun eher nach The Velvet Underground. Zeitlich ein Schritt zurück, aber für die Band ein klarer Schritt nach vorne!

Hervorzuheben auch das perfekt geölte Zusammenspiel des Powertrios aus Caen. Sie spielen inzwischen wie aus einem Guß, machen kaum noch Fehler und haben ein technisches Niveau erreicht, mit dem sie sich mit internationalen Größen wie Franz Ferdinand oder den Strokes messen können. Seit Jahren gehe ich nun auf Konzerte aller Art und habe sowohl etablierte Gruppen in großen Hallen, aber auch Newcomer in kleinen Schuppen gesehen und da merkt man irgendwann auch als Nichtmusiker wer es drauf hat. Kim Novak haben es drauf und wie! Rasierklingenscharf die Bassläufe von Ugo, wuchtig und explosiv die Schlagzeugsalven des jungen Heißsporns Nicolas und greinend und nahegehend wie nie zuvor die Klagegesänge des Leaders Jérémie.

Was soll ich noch sagen? Konzert des Jahres ganz klar! Ha, es ist der 8. Januar, was? Na und? Würde mich nicht wundern, wenn dieser schaurig-schöne Auftritt auch am 31. Dezember noch ganz oben stehen würde. Kim Novak haben mich ungespitzt in den Boden gerammt und mich berauscht zurückgelassen. Wenn sie dieses Jahr nicht den Durchbruch schaffen, fress ich 'nen Besen! Spitze!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Setlist Kim Novak, La Flèche d'or, Paris, 2010:

01: Falling Apart
02: Lost At Play
03: Not So Sure
04: Severine
05: Love Affair
06: In The Land Of
07: Step In Free
08: New York
09: Cold Laws
10: Crystal
11: Somebody New

Pour nos lecteurs français:

Kim Novak sont de retour! Enfin! Le groupe caennais à l'âme sombre est désormais un trio et de passage à Paris pour trois dates afin de tester les nouveaux morceaux du deuxième album, à paraître dans le courant de l'année 2010. Aujourd'hui ils envahissent la Flèche d'or, salle qu'ils connaissent très bien puisqu'ils ont joué ici à plusieurs reprises. Mais la Flèche d'or a changé et fait peau neuve depuis sa réouverture récente. Pareil pour Kim Novak, un son neuf pour ne pas refaire deux fois de suite le même album. Logiquement ils déclarent sur leur blog officiel: "Ce second opus marquera la volonté du groupe de s'affranchir des codes qui l'ont lié aux fantômes new wave." Et ils tiennent parole. Sans changer radicalement leur identité et leur univers toujours sombre et melancolique, ils ont écrit des morceaux plus directs, plus bruts, plus rentre-dedans et plus dansants. Je les écoute en live aujourd'hui pour la deuxième fois (après leur prestation du 6 janvier à l'International) et je peux d'ores et déjà confirmer qu'il y aura de veritables tueries sur ce deuxième album produit par Frans Hagenaars (Alamo Race Track)! Not So Sure sonne comme le meilleur des Velvet Undergound revisité par trois types super sympathiques de Normandie, Severine (encore un clin d'oeil au Velvet?) brille par une douce melancolie, dont ils ont toujours la recette et Step In Free a un groove tout simplement irrésistible qui fait danser les belles filles dans le public. Preuve que la nouvelle formule est plus efficace et remuante en live qu'auparavant. Tout en restant authentiques ils savent désormais mieux comment chauffer une salle et connecter avec leur public. Quelques petits gestes du formidable bassiste Ugo suffisent pour que les gens tapent dans les mains et participent. C'est aussi Ugo qui clame plusieurs fois New York City avant que ce tube que je connaissais déjà dans une autre version depuis fin 2008, soit entonné et ramasse tout! Cold Laws ensuite pourrait facilement sortir en single avec son riff cinglant et son accélération de folie et un Jérémie qui devient quasiment extatique vers la fin. Un morceau splendide, peut-être le meilleur que le groupe ait jamais écrit.

Que du bon donc, dans un set truffé des pepites et éxécuté avec une maîtrise technique parfaite. Rares sont les groupes français tellement bien rodés, carrés et puissants, pouvant facilement rivaliser dans ce domaine avec des groupes internationaux tels que les Strokes, Franz Ferdinand ou Interpol.

Kim Novak finissent par un de mes morceaux préferés. Ce que j'adore chez Somebody New c'est le changement d'ambiance. Commençant d'une manière assez gaie et lumineuse (enfin on se comprend, pour un groupe noir comme Kim Novak!) le style change à mi-morceau pour devenir toujours plus ombrageux et menaçant avant de s'achever dans un final des plus noisy!

Un concert époustoufflant! Mortel !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Aus unserem Archiv:

Kim Novak, Paris, 06.01.10
Kim Novak, Paris, 19.09.08
Kim Novak, Paris, 18.06.08
Kim Novak, Paris, 02.11.07
Kim Novak, Paris, 22.09.07
Kim Novak, Paris, 17.07.07
Kim Novak, Paris, 02.05.07
Kim Novak, Paris, 12.10.06

Links:

- Der Blog von Kim Novak, klick!

- Der Videokanal von Kim Novak bei YouTube, klick!
- Video live:Kim Novak Cold Laws @ La Flèche d'or, Paris, klick!





Sonntag, 13. Dezember 2009

Julian Plenti, Paris, 13.12.09

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Konzert: Julian Plenti
Ort: Theatre de l'Alhambra, Paris
Datum: 13.12.2009
Zuschauer: bei weitem nicht ausverkauft
Konzertdauer: etwa 60 Minuten



Stell Dir vor, der Interpol Sänger Paul Banks gibt unter dem Pseudonym Julian Plenti ein Konzert und keine Sau geht hin! Oder noch schlimmer: Stell Dir vor, Paul, der wohlgemerkt einer deiner Lieblingssänger ist, rauscht mit seinen Songs mindestens 30 Minuten komplett an Dir vorbei, ohne Dich in irgendeiner Weise emotional zu berühren!

Aber nun gut, wollen wir es nicht zu dramatisch darstellen. Gähnend leer war es im Pariser Alhambra nicht, wenngleich die Platzkapazität von 600 Plätzen nur zu ungefähr 2/3 ausgeschöpft wurde. Und wirklich mies war auch die erste Hälfte des Konzertes nicht. Dennoch, wenn ein bekannter Sänger einer erfolgreichen Rockband wie Interpol vor so wenigen Zuschauern spielt, ist das schon ein wenig befremdend. Wenn dann noch hinzukommt, daß die anwesenden Zuschauer durch die Bank weg durch Passivität, Ausdruckslosigkeit und Hüftsteifheit auffallen, wird es schon ein wenig gespenstisch. Ein solch maues Publikum habe ich seit langem nicht erlebt! Ob die Leute vorher Valium eingeworfen hatten? Oder steif vor Kälte waren, weil draußen frostige Temperaturen herrschten? Oder lag es doch an Julian Plenti und seiner Band? - Schwer zu sagen. Ich denke den Ami mit der Grabesstimme trift auch eine gewisse Mitschuld, denn er war gewohnt wortkarg und reserviert. Keine Frage, der Typ ist kalt wie eine Hundeschnauze, da beißt die Maus keinen Faden ab! Bloß, daß er bei Konzerten von Interpol die Chance hat, seinen Mangel an Strahlkraft und Kommunikationsvermögen durch etliche Killersongs zu kompensieren. Hier und heute aber blieben zumindest in den ersten dreißig Minuten die Stücke blass und ohne Biss. Julian Plenti, der zahnlose Tiger. Oder so. Abgesehen von einem kleinen Aufhorcher bei Fun That We Have rauschte das Programm an mir und höchstwahrscheinlich auch den meisten anderen Zuschauern vorbei. Sein Gitarrist, optisch eine Kreuzung aus dem jungen Willy Millowitsch und Charlie Chaplin, hampelte zwar unfassbar affig und theatralisch über die Bühne und sein Celllist fiedelte ebenfalls mit viel Engagement, aber Emotionen konnten sie dennoch nicht schüren. Es war enttäuschend! Da half es auch nichts, daß Julian stimmlich voll auf der Höhe war und sich kaum einen Patzer leistete. Die Sachen zogen nicht, das Konzert war lau und recht farblos.

Erst in der zweiten Hälfte schaffte es die Band, mehr zu überzeugen und den Funken wenistens ein bißchen überspringen zu lassen. Unwind hatte endlich mal mehr Bums und Only If You Run war mit seinem ausgeprägtem Streicherpart und der aggressiveren Darbietung definitiv stärker als auf dem Album. Die Ballade On The Esplanade nahm dann zwar wieder das Tempo raus, aber das Stück traf mit seiner zarten Melancholie voll in mein Herz. Gänsehaut. Endlich! So hatte ich mir das vorher eigentlich durchgängig erhofft, aber besser spät als nie. "I should have safed my energie", vielleicht hatte Julian den Text zu wörtlich genommen. Im ersten Teil Energie sparen, um dann am Ende Gas zu geben. Ganz nach dem Motto: Hinter wird die Ente fett! Und wie fett sie wurde! Fast so mastig wie die Wampe von Franck Black, dessen Pixies Song Into The White wirklich gelungen gecovert wurde. Skyscraper hielt dann den Spannungsbogen, was wenig verwunderte, da der Song auch einer der besten auf dem Album ist und das mir unbekannte Goodbye Toronto beendete äußert gelungen den offiziellen Teil.

Der Zugabenblock war schließlich absolut versöhnlich. Der psychdelische Sixties Klassiker A Horse With No Name folgte auf das instrumentale H und war deutlich besser als das Original von America. Wunderbar, wie harmonisch die Band zusammenspielte und den Oldie so richtig aufmöbelte. Nichts, aber auch gar nichts kam gegen das finale Games For Days an. Rasierklingenscharfe Gittarenriffs, ein gepeitschtes Schlagzeug und eine Stimme, die durch Mark und Bein ging, so wollte man Julian Plenti sehen! Ein veritabler Hammer zum Abschluß, der die maue erste Hälfte fast in Vergessenheit geraten ließ.

Dennoch eine Bitte an Paul: Begrab den Julian Plenti umgehend und geh' mit einem neuen, hoffentlich brillanten Interpol Album 2010 auf Tour!

Setlist Julian Plenti, Alhambra, Paris:

01: Mythsizer (J Dilla Cover)
02: Fly As You Might
03: No Chance Survival
04: Fun That We Have
05: Madrid Song
06: Girl On The Sporting News
07: Unwind
08: Only If You Run
09: On The Esplanade
10: Into The White (Pixies Cover)
11: Skyscraper
12: Goodbye Toronto

13: H
14: A horse with no name (America Cover)
15: Games for days

Fotos folgen!

Aus unserem Archiv:

Julian Plenti, Köln, 08.12.09
Interpol, Montreux, 16.07.08
Interpol, Brüssel, 23.11.07
Interpol, Paris, 21.11.07
Interpol, Köln, 19.11.07
Interpol, Hohenfelden, 17.08.07
Interpol, Köln, 11.05.07
Interpol, Paris, 10.05.07

- Die wie immer granatenhaft tollen Fotos von Julian Plenti findet man bei Konzertfotografenzar Robert Gil. Klick!




Samstag, 31. Oktober 2009

And Also The Trees, Paris, 30.10.09

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Konzert: And Also The Trees

Ort: Le Café de la danse, Paris
Datum: 30.10.2009
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: 92 Minuten. Es gab keine Vorgruppe.


Petite chronique en français en-bas...



"I have a question: "Does the people who aren't taking pictures feel bothered by the people who are taking pictures?" Die Frage stellte Simon Huw Jones, charismatischer Sänger der gotisch angehauchten Coldwave Band And Also The Trees nach ungefähr sechs gespielten Liedern. Ihm war wohl aufgefallen, daß unwahrscheinlich viele Leute, gerade in den ersten Reihen, ohne Unterlass knipsten und dadurch eine gewisse Hektik verbreiteten. Die Reaktion des Publikums fiel zwar relativ verhalten aus, weil aber doch einige murrten, bat der Frontmann in der Folge auf die Fotografiererei zu verzichten. Er und seine Band fühlten sich zwar sehr geehrt , permanent abgelichtet zu werden, aber irgendwann müsse auch einmal genug sein. Die Mehrheit der Knipser respektierte diesen Wunsch und von nun an konnte jeder das Konzert enstpannter genießen.

Aber es gab ja auch Gründe für die Fotografen draufzuhalten! Simon und sein Bruder Justin sind nun einmal für ihr Alter (die Band wurde bereits 1979 gegründet) noch enorm fotogen, verfügen (vor allem Simon) über eine unglaublich theatralische Gestik und Mimik und haben Stil und Klasse. Wie ein Graf (Dracula?) wirkte Simon mit seinem langen Mantel, der Anzugsweste und dem noblen weißen Hemd mit den schönen Manschettenknöpfen. Logisch, daß man den Burschen abfotografieren will! Außerdem gab es da noch die süße Blondine Emer Brizzolara, die immer so entwaffenend lächelte und so niedlich in die Melodica blies oder auf der Dulcimer zupfte, daß einem das Herzelein aufging. Und beim Kontrabassisten Ian Jenkins war es die beeeindruckende Bearbeitung seines mächtigen Instrumentes, die bestach und für die Nachwelt festgehalten werden wollte. Wie er da mit seinen kräftigen Fingern die schweren Saiten zum Schwingen brachte, das war schon eine Augenweide!

Noch aufregender als die szenische Darbietung ist aber die Musik. So melancholisch, mystisch, poetisch und intensiv, man wird innerhalb kürzester Zeit in ihren Bann gezogen, schließt die Augen, schwelgt, läßt sich davon tragen. Dialogue ist eines der besten Lieder aller Zeiten, egal ob elektrisch oder wie heute akustisch! Eiskalt lief es mir mal wieder über den Rücken, als Simon die Zeilen " I thought of you and all the things I'd say, all the things I'd say to you" intonierte, da konnte ich einfach nicht anders als sentimental werden! Auch von den Klassikern Mermen Of The Lea und Jacob Fleet von Green Is The Sea wurde ich gepackt, in der Akustikversion sind sie keineswegs schlechter als in der elektrischen. Gerade Jacob Fleet ist mit der spanisch angehauchten Gitarre (fast so etwas wie Flamenco?) und der lieblichen Dulcimer ein Zungenschnalzer erster Kategorie!

Dabei muß man im Backkatalog der Kultband eigentlich gar nicht unbedingt immer sehr weit zurückgehen, um Perlen zu finden. Stay Away From The Accordion Girl ,daß recht früh gebracht wurde, ist für mich eines der besten Lieder von AATT überhaupt. Es übt auf mich eine starke Anziehungskraft aus, hat fast Suchtcharakter. Emer Brizzolara kann aber mit der Aussage des Titels nicht gemeint sein, schließlich spielt ja nicht sie, sondern Justin bei einem (allerdings nicht dem erwähnten) Stück Akkordeon. Zu gerne häten das die Fotografen abgelichtet , aber sie sollten sich ja zurückhalten! Simon ahnte schon, daß das einigen nicht schmecken würde und bemerkte deshalb hinterher schmunzelnd: "Ihr könnt ja Justin nach der Show mit dem Akkordeon ihm Arm fotografieren, dann habt ihr Euer Foto!"

Dazu kam es aber nicht, obwohl sich Justin genau wie Ian hinterher in der Nähe des Merchs blicken ließen. Die Burschen waren gelöst und äußerten sich sehr zufrieden zur Location und der Reaktion des Pariser Publikums. Sie hatten ja auch schließlich gleich mehrere Zugaben geben müssen, weil man sie nicht so schnell ziehen lassen wollte. Highlights davon waren Vincent Craine im ersten Block und natürlich das alles abschließende Virus Meadow. "Rattled Chime, slow ringing echo roll around in virus meadow", sang Simon völlig in den Text und die Atmosphäre des Stückes vertieft. Mit seinen großen Händen machte er seine typischen Gesten, verknotete die Arme vor seinem Oberkörper und hinter seinem Kopf, vergrub sein Gesicht unter den Händen und sank schließlich in die Knie. "And the rooks, they seemed to follow him wherever he goes- flapping in the flat sky, shrieking in the spire", schrie er jetzt fast und Justin spielte dazu auf herrliche Weise die wundervolle Melodie. Ein Knüller zum Abschluß und der Schlußstrich unter ein brilliantes Konzert! Daß bereits gut 90 Minuten absolviert worden waren, hatte man nicht gemerkt. Ein sehr gutes Zeichen!

Pour nos lecteurs francais:

Une petite chronique est à venir. Mais quoi dire? Les And Also The Trees étaient brillants comme d'hab! Ils ont tellement d'élégance, de classe et ne vielilissent apparement jamais! Justin à la guitare (il jouait merveilleusement bien) a toujours l'air d'un adoslescent, c'est incroyable! Et personne est aussi charismatique et hypnotisant que Simon Jones! Mais le plus grand plaisir me faisait le jeu de dulcimer d'Emer Brizzolara. L'instrument a un son magique, c'est dommage qu'on ne l'utilise pas plus souvent. Meilleurs morceaux d'un set harmonieux, parfaitement maitrisé et truffé des belles chansons sombres étaient Jacob Fleet, Accordion Girl, Dialogue et bien sûr le classique Virus Meadow en rappel. Bon, en gros tout est dit. And Also The Trees, c'est la classse absolu!

Bonne nouvelle: un nouveau "Four track vinyl EP" va bientôt sortir, avec une version acoustique de Shantell. Ultra limité et seulement disponible chez les disques du 7 ème Ciel!

info@7ciel.net
www.7ciel.net



Setlist And Also The Trees, Café de la danse, Paris:

01: Shantell
02: Candace
03: The Suffering Of The Stream
04: Stay Away From The Accordion Girl
05: There Was am Man Of Double Deed
06: Fighting In A Lighthouse
07: Dialogue
08: The Street Organ
09: Jacob Fleet
10: Mary of the Woods
11: The Cyclone
11: Berief In The Rose
12: Mermen Of The Lea
13: A Room Lives In Lucy
14: The Untangled Man

15: Vincent Craine
16: The Secret Sea
17: Feeling Fine
18: Wallpaper Dying

19: ?
20: Virus Meadow


Aus unserem Archiv:

And Also The Trees, Paris, 10.06.09
And Also The Trees, Paris, 21.09.08


More photos of And Also The Trees here



Samstag, 24. Oktober 2009

Modern Folks, Paris, 23.10.09

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Konzert: Modern Folks

Ort: Le Truskel, Paris
Datum: 23.10.2009
Zuschauer: 40-50
Konzertdauer: etwa 35-40 Minuten



Im kleinen Pariser Pub Le Truskel lassen sich nicht nur Stars wie Kele "Bloc Party" Okereke und Paul "Interpol" Banks zur Aftershow blicken, sondern auch zahlreiche Nachwuchsmusiker aus Frankreich, England und dem Rest der Welt, um ihre Songs einem interessierten Publikum vorzustellen. Die Shows sind gratis, das Bier für Pariser Verhältnisse nicht teuer und die Mädchen hübsch (die Jungs auch, aber das ist mir egal), es gibt also etliche Gründe hier mal vorbeizuschauen. Auf die Idee gebracht hatte mich die hochcharmante Münchnerin (oder genauer Weilheimerin) Kathi, die für einen Blog namens Huskmagazine. de schreibt und zur Zeit in Paris weilt (die Weilheimerin weilt, was für ein Wortspiel!). Ohne ihren Hinweis wäre ich heute wahrscheinlich nicht im Truskel gelandet. Und das wäre schade gewesen! Die aus Grenoble stammenden Franzosen Modern Folks gefielen mir nämlich ganz ausgezeichnet! Ihre Topfreunde bei MySpace heißen Yeasayer, Grizzly Bear und TV On The Radio, aber wie diese Brooklyner Bands klingen sie eigentlich nicht. Eher nach alten New Wave Gruppen wie Echo and The Bunnymen und The Chameleons oder modernen Vertetern dieser Gattung wie Interpol, Wintersleep oder Crystal Stilts. Dennoch haftet ihrem hochmelodischen Darkrock keineswegs der fade Beigeschmack des x-ten Aufgusses bei. Die Jungs klingen äußerst frisch, inspiriert, spielfreudig und mitreißend. Schon nach ein paar Minuten hatten sie mich mit ihren sphärischen Gitarren auf ihre Seite gezogen und ich wunderte mich, daß sie nicht schon bekannter sind. Möglicherweise liegt es an ihrer Herkunft. Französische Bands, die nicht aus Paris stammen, haben es schwerer als ihre hauptstädtischen Kollegen. Das mussten auch die Modern Folks zwei Tage vorher schmerzlich erfahren. Ihr Konzert auf dem Pariser Hausboot La Dame De Canton war äußerst spärlich besucht, die Rede war von lediglich sechs (!) Zuschauern. Um so schöner für die Band, daß sich heute im Truskel circa. 50 vergnügungssüchtige Menschen einfanden, die den Modern Folks zuhörten. Gespielt wurden 11 Songs, von denen eine Handvoll auf einer EP namens All The Neighbours, They Will Follow drauf sind. Leider fehlt auf dieser Veröffentlichung einer der Kracher des Abends, Out For A Day. Ein dynamisches, berauschendes Stück Musik, das die legendären The Chameleons nicht besser hinbekommen hätten. Schon sensationell, daß ausgerechnet eine Band aus Grenoble so etwas wesentlich geschmackssicherer als englische Heulbojen wie Glasvegas oder die White Lies präsentiert. Da fragt man sich, wozu man eigentlich diese ganzen gecasteten Newcomer aus England braucht, die im NME erst hochgejubelt und dann niedergeprügelt werden, wenn man in Frankreich wesentlich bessere Alternativen hat. Unsere geneigten Leser sollten einfach in solch starke Lieder wie White Sheets oder High Expectations reinhören, um zu verstehen, wovon ich rede. Atemberaubend, oder nicht? Und live natürlich noch wesentlich druckvoller und intensiver!

Kurzum: Die Modern Folks sind eine der Entdeckungen der letzten Monate. Ein brandheißer Tip!

Setlist: Modern Folks, Le Truskel, Paris:

01: State Of Nature
02: Out for a day
03: Now..
04: Slowly...
05: High Expectations
06: Very Last Time
07: White Sheets
08: All The Neigbours, They Will Follow
09: N-S Animal
10: Common Reflection
11: Socially Useless




Dienstag, 1. September 2009

Metric, Paris, 31.08.09

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Konzert: Metric

Ort: Radiostudio von France Inter, Black Session: C'est Lenoir
Datum: 31.08.2009
Zuschauer: circa 250, vollbesetzte Ränge
Konzertdauer: eine Stunde



Fängt jetzt der Sommer erst richtig an? Angesichts der hohen Temperaturen und der trockenen Hitze in Paris könnte man das fast glauben. Die bereits gelb gefärbten Blätter an den Bäumen lassen aber erahnen, daß mit den lauschigen Nächten bald Schluß sein wird.

Ohnehin: die Sommerferien sind vorbei! Auch bei den Black Sessions, die in den Studios des Maison de Radio France stattfinden und das ist auch gut so, denn nun gibt es endlich wieder interessante musikalische Gäste für lau. Lediglich eine Eintragung in die Gästeliste muß man im Internet vornehmen und schon ist man gratis dabei. Theoretisch. Praktisch habe ich mich noch nie auf diese Liste setzen lassen, sondern immer darauf gehofft, daß meine in dieser Hinsicht gewissenhafteren Freunde mir ihr zweites Plätzchen spendieren. Ging auch bisher immer gut. Heute wurde es aber richtig eng, denn jeder Indiefan wollte bei Metric gerne dabei sein. Dennoch gelang es mir letztendlich, mich wieder reinzumogeln, indem ich den netten Damen am Empfang den Namen eines Freundes nannte, der sich um eine Reservierung bemüht hatte.

Sprichwörtlich in letzter Sekunde komme ich dann auch in dem Studio an, in dem Moderator Bernard Lenoir schon die musikalischen Gäste des heutigen Abends ansagt. "Ihre Ohren werden bluten ("vos oreilles aller seigner"), wenn sie die Ohrenstöpsel nicht tief in den Gehörgang bohren", warnt Bernard vor. Aber sind Metric wirklich so noisig?...

Die kanadische Band marschiert ein und von nun an glotze ich eine Stunde lang gebannt auf die attraktive Frontlady Emily Haines. Die drei Männer an Bass, Gitarre und Schlagzeug sind mir schnuppe, von mir aus hätten da auch Marionetten oder Roboter stehen können. Emily trägt ein enges schwarzes Glitzerkleid, das am Rücken unglaublich weit ausgeschnitten ist und dazu silber glitzernde Pumps. Meine Frau würde neidisch werden, hätte sie den Fummel gesehen. Misses Haines Figur ist ganz wunderbar und die Beine sind so makellos und schön, wie man sie seit Steffi Graf nicht mehr gesehen hat. Eine Augenweide! Aber ich bin ja wegen der Musik hier...

Das vierte Album Fantasies sei ein großer Wurf und ganz ausgezeichnet, hatte Bernard Lenoir noch zu Beginn erwähnt und ich frage mich, ob das wirklich stimmt. Ist es nicht einen Tick schlechter als die alten Platten? Aber in einer Hinsicht hat Lenoir auf jeden Fall recht: Metric können ganz schön laut sein, das merkt man vor allem gegen Ende des ersten Titels Twilight Galaxy, als saturierte Gitarren einem kräftig die Ohren durchpusten. Musikalisch stärker wird es mit Help I'm Alive, das mit seinem einprägsamen Refrain: "My heart keeps beating like a hammer" zum ersten Mal richtig packt. Das Konzert ist lanciert und trotz der immer etwas sterilen Radiostudio-Atmosphäre wippen ein paar Leute wild mit ihren Köpfchen im Takt. Was die Position auf der Bühne anbelangt, wechselt Emily zwischen der Mitte (wo sie nur singt) und dem rechten Bühnenrand (vom Zuschauer aus gesehen), um dort Keyboard zu spielen. Bei einem Song schnappt sie sich aber auch einmal die E-Gitarre und das sieht dann wirklich sehr sexy und stylish aus, mein lieber Scholli! Richtig gut wird es dann aber vor allem im letzten Teil, als nacheinander die alten Hits Dead Disco und Monster Hospital abgefackelt werden. An die Intensität und die Catchyness dieser beiden Stücke kommt heute wirklich nichts ran! Aufgrund dieser Knüller kann man das Konzert dann auch insgesamt als richtig gut bewerten, selbst wenn Stadium Love irgendwie an die scheußlichen Queen erinnert (wer hört hier noch Anklänge von We Will Rock You heraus?) und ich die abschließende Ballade Live It Out auch nicht unbedingt gebraucht hätte.

Und wie war es für die Band? - "It was like playing in a church, so quiet" gibt einer der männlichen Bandmitglieder am Ende zu, als er zusammen mit den anderen- also auch Emily- die heiligen Hallen der Radiostation verlässt. Emily lässt sich dann auch noch bereitwillig abknipsen (was eine Freundin von mir unglaublich glücklich macht), bevor sie in die lauschige Pariser Nacht entschwindet.

Es ist ja schließlich noch Sommer...

Setlist Metric, Black Session, France Inter:

01: Twilight Galaxy
02: Help I'm Alive
03: Satellite Mind
04: Handshakes
05: Gold Gun Girls
06: Gimme Sympathy
07: Sick Muse
08: Dead Disco
09: Monster Hospital
10: Stadium Love
11: Live It Out


Pour nos lecteurs français:

"Vos oreilles vont saigner" prédisait l'animateur Bernard Lenoir pour la première Black Session après les vacances estivales et il n'avait pas tort. Le groupe canadien Metric mené par de la jolie blonde Emily Haines (des jambes impeccables, une belle robe dos-nu) faisait en effet pas mal de bruit avec ses guitares saturées et un son parfois noisy. En revanche, je me demande si Bernard avait tout à fait raison quand il disait que l'abum actuel baptisé Fantasies est vraiment complètement réussi. Certes, on y trouve des morceaux efficaces comme Help I'm Alive ou Gimme Sympathy, mais les meilleures chansons restaient quand même les tubes ancien comme Dead Disco et Monster Hospital. À la fin, l'énergique Emily qui posséde une voix à la fois sensuelle et naive, montrait son côté doux en jouant la ballade Live it Out tout près de son guitariste.

Une très belle Black Session de rentrée!



Aus unserem Archiv:

- Metric bei Rock en Seine, Paris, 31.08.2009
- Metric am 05.05.2009 im Kölner Luxor





 

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