Mittwoch, 4. Juni 2014

Dum Dum Girls, Barcelona, 31.05. & 01.06.14


Konzert: Dum Dum Girls
Ort: Primavera Sound Festival, Barcelona
Datum: 31.05. & 01.06.2014
Dauer: gut 50 min & 40 min



Bei meinem ersten Primavera Festival 2010 waren die Dum Dum Girls eine der besten Bands. Ich mochte den Auftritt der Amerikanerinnen auf der Bühne unter dem Betondach, unter dem seit ein paar Jahren die Ess- und Trinkstände sund, sehr. Der nie zu liebliche 60s-Pop der Band wird auch auf der dritten Platte nicht langweilig (etwas, was die anfangs tollen Long Blondes nicht vollbracht haben - weder spannende Songs nach dem ersten Album noch eine dritte Platte - und im Gegensatz zu den Long Blondes sind die Dum Dum Girls eine sehr gute Liveband).

2012 hatte ich die Band um Frontfrau Dee Dee Penny in Frankfurt wiedergesehen und ein großartiges Konzert erlebt, bei dem sie mit Sight of you noch ein Lied meiner Lieblinge Pale Saints coverten. Natürlich wollte ich sie auch in Barcelona sehen.

Wie La Sera (folgt) und Speedy Ortiz (hier) traten die Dum Dum Girls auch mehrfach auf. Ihr erstes (das reguläre) Konzert fand auf der Pitchfork Bühne statt und litt auch unter dem mäßigen Sound, den es hier öfter gab. Dee Dees Stimme war viel zu leise. So etwas kann ja Sinn machen, wenn ein Stimmchen live nicht viel hergibt, das gilt für die Amerikanerin aber nicht. Offenbar hatten die Soundleute dieser Bühne einfach Lust auf mehr Gitarren.


Das fünfzigminütige Set am Nachmittag (20 Uhr) bestand überwiegend aus Stücken vom letzten sehr guten Album Too true und der kurz vorher erschienenen EP End of daze. Die ersten beiden Alben und (drei) EPs füllten das Programm mit Evergreens wie Coming down oder Bedroom eyes.


A propos füllen... Dum Dum Girls war diesmal nicht ganz richtig, die Band hatte einen Mann an einer der Gitarren. Immerhin hielt er sich an die aktuelle Kleidervorschrift und trug ein wenigstens ansatzweise netziges Oberteil.


Wäre der Sound professioneller gemischt gewesen, das Konzert hätte sehr viel mehr Spaß gemacht. Aber wie schon bei Speedy Ortiz gab es dafür ja das Parkkonzert am kommenden Nachmittag.

Setlist Dum Dum Girls, Primavera Sound Festival, Barcelona:


01: Cult of love
02: I got nothing
03: In the wake of you
04: Too true to be good
05: He get's me high
06: Bedroom eyes
07: Are you ok?
08: Rest of our lives
09: It only takes one night
10: Under these hands
11: Rimbaud eyes
12: Lord knows
13: Lost boys & girls club
14: Coming down


Am Sonntag, also dem Tag nach dem Ende des eigentlichen Festivals, traten einige Bands tagsüber im Park oder abends in den Theatern Apolo und Barts auf. 


Für den Park hatte ich mir nur dei Dum Dum Girls rausgesucht, der Rest des Sonntagprogramms reizte mich dort nicht. Die Band spielte vor bzw. unter dem eindrucksvollen Glasdach eines (vermutlich) ehemaligen Gewächshauses vor vollem ähm Park. Einige hundert Zuschauer hatten die Gelegenheit ergriffen, die Gratis-Konzerte am Nachmittag anzusehen. 


Die Amerikanerinnen (und der Mann) spielten eine um zehn Minuten abgespeckte Version des Vorabends, drei Lieder fielen weg, der Rest blieb unverändert. Die kürzere Spielzeit wurde durch Sonne und deutlich besseren Sound kompensiert. Auf einmal war alles so, wie ich es mir vorstelle. Dee Dee war gut zu verstehen, das Konzert das deutlich bessere der beiden. 


Wer noch nie beim Primavera war, sollte ganz dringend die Rückreise an die Konzerte nach dem eigentlich Festival-Ende anpassen. Nicht nur Künstler, die nicht Donnerstag bis Samstag auftreten, auch die, die ein zweites Konzert in der Sonne im Grünen spielen, rechtfertigen dies auf alle Fälle!

Setlist Dum Dum Girls, Park Ciutadella, Barcelona:

01: Cult of love
02: I got nothing
03: In the wake of you
04: He get's me high
05: Bedroom eyes
06: Are you okay?
07: It only takes one night
08: Rimbaud eyes
09: Lord knows
10: Lost boys & girls club
11: Coming down


Links: 


- aus unserem Archiv:
- Dum Dum Girls, Frankfurt, 07.09.12
- Dum Dum Girls, Paris, 27.03.12
- Dum Dum Girls, Paris, 23.07.10
- Dum Dum Girls, Barcelona, 28.05.10
- Dum Dum Girls, Paris, 20.05.10



1 Kommentare :

Stephen Artz hat gesagt…

I totally agree on DDs voice not being loud enough. It is such a let down after hearing the CD which is over produced. God, this band has it. If they produce her voice adequately live, layer and give it re verb, lengthen the set list to an hour and half, keep coming back the next 5 or so years, and, most importantly, keep writing great songs - which they can do. DD is a method writer. There are lot more great songs where the ones on Too True came from - they will move up the festival ranks.

 

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