Sonntag, 7. März 2010

dd/mm/yyyy, Paris, 06.03.10


Konzert: dd/mm/yyy

Ort: La Flèche d'or, Paris
Datum: 06.03.2010
Zuschauer: etwa 300
Konzertdauer: ungefähr 50 Minuten



Ist schon sehr speziell, was die Kanadier von dd/mm/yyyy (sprich day, month, year), da fabrizieren. Kann man das unter Math Rock fassen? Aber in diese Schublade wurden ja auch Foals gesteckt und vom eingängigen, chartskompatiblen Sound der Engländer sind dd/mm/yyyy wirklich meilenweit entfernt. Also wen dann als Vergleich heranziehen? Battles? Könnte man, aber irgendwie klingt das doch ganz anders bei der fünfköpfigen Band aus Toronto.

Mußte heute feststellen, daß mein Geschmack doch sehr normal ist und mir bei experimentellen Bands wirklich die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.
!!! (chk chk chk) hatte ich vor ein paar Jahren mal gesehen und da gab es auch schon den Gimmick mit den zwei Schlagzeugern, der uns auch heute präsentiert wurde und den man ansonsten von Bands wie Caribou, Go! Team und Dananananaykroyd kennt. Also gibt es gar nix Neues bei dd/mm/yyyy? Hmm. Sie schreien ziemlich viel und ziemlich wild durcheinander. Aber das hatte ich so ähnlich auch schon bei den Blood Brothers, The Automatic und Dananananaykroyd gehört. Ausnahmsweise fehlen mir die Worte und ich zitiere eine Quelle, die ich bei Wikipedia gefunden habe. The nature of dd/mm/yyyy music is explained as: "A mess of spastic, specially challenged art rock with jagged, diamondback guitars, 80s video game synthesizers, and drums that roll with all the punches of the dicordant dreamy vocals." Aha? Habt ihr's kapiert? Nö? Egal! Kurz gesagt: es ist ein einziges Geschreie, Gehaue und Gesteche, aber trendige Menschen (und Blogger) finden's trotzdem geil.* Scheint mir zumindest so. Also hier und heute in Paris zuckte es vielen Hipstern bei den stakkatischen Rhythmen ganz schön im Fuß. Vor allem die anwesenden Amis und Kanadier kamen voll auf ihre Kosten.

Was sagt eigentlich die Visions zu dem Quintett aus Toronto? Würde mich jetzt mal interessieren, schließlich fanden die ja auch gänzlich unerträgliche Bands wie The Blood Brothers und Mars Volta grandios
. So fies sind dd/mm/yyyy übrigens nicht. Es gab immer mal wieder einzelne Passagen, überraschende Wendungen, Ideen und Tricks, die mich kurzfristig packten, aber letztendlich war es doch zu harter Tobak für mich und ich verließ vor dem Ende die Flèche d'or...

Videoclip: dd/mm/yyyy- Infinity Skull Cube



* man kann sich ganz genau die Formulierungen ausdenken, mit denen nordamerikanische Fans ihre Shows beschreiben: "these guys are totally amazing live, they are fucking awesome etc."




0 Kommentare :

 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates