Montag, 8. März 2010

Vera Gogh, Paris, 07.03.10


Konzert: Vera Gogh

Ort: Les Disquaires, Paris
Datum: 07.03.2010
Zuschauer: höchstens 20, leider
Konzertdauer: 35-40 Minuten

English translation at the end of the article!


Musikern, die schon einmal eine Oliver Peel Session gespielt haben, stehe ich natürlich besonders nahe. Ich will wissen, wie sich weiterentwickeln, ob sie Auftrittsmöglichkeiten bekommen, CDs herausbringen, etc. Die Kalifornierin Vera Gogh, die unser Wohnzimmer am 14. Juli 2009 beehrt hatte, macht da keine Ausnahme. Auftritte in kleinen Cafés und Bars hatte sie seitdem eine ganze Menge, aber ärgerlicherweise war ich nie dabei. Die meisten fanden allerdings während unseres Sommerurlaubs in Deutschland statt. Vera war zu dieser Zeit immer noch in Paris und kommt auch der Liebe wegen immer wieder in die Stadt der ..., nun, ja, Liebe. Tja, das passt ja auch irgendwie! In dieser wilden, hormonausschüttungsintensiven Phase ist auch ein in Spanien gedrehtes Video entstanden, das einen gewissen Kultstatus erlangt hat. Vera Gogh ist darin splitterfasernackt, bedeckt ihren schönen Körper aber unglaublich geschickt mit ihrer Akustikgitarre. Kein Nippelalarm also, aber man kann ja ein wenig seine Fantasie bemühen und außerdem ist das Lied wundervoll!



Heute also ihr gefühltes 10. Konzert in Paris, aber mein erstes mit ihr außerhalb der eigenen vier Wände. Nur ganz wenige Zuschauer hatten sich eingefunden, aber da darunter viele Freunde und Bekannte von mir waren, enstand auch chez Les Disquaires eine Art Wohnzimmeratmosphäre. Wir hatten Vera sozusagen fast ganz für uns alleine. Und die Kalifornierin war toll! Mit ungemein variabler Stimme durchwanderte sie alle Ton-und Stimmungslagen von lasziv gehaucht bis inbrünstig geschrien und schaffte es, mich innerhalb kürzester Zeit zu fesseln. Ihre Texte sind gerne einmal vulgär, werden aber durch den lieblich-süßen Vortrag oft konterkariert und wenn man nicht aufpasst, denkt man sich hinter einfach nur: ja, war ein schönes Lied, so friedlich und harmonisch. Genau das passierte mir und erst hinterher klärte Uschi mich über einen der Texte auf, in dem es unter anderem um Oralsex ging. Die süße Vera hat es also faustdick hinter ihren kleinen Öhrchen und genau dies macht einen Teil ihrer Faszination aus. Meine Fresse ist das ein Weib! Der Typ Frau, der Männer um den kleinen Finger wickelt und sie vollkommen schwindelig macht. Man (n) kann ihr mit Haut und Haaren verfallen, so faszinierend ist sie. Selbst der kultige Videofilmer Vincent "La blogothèque" Moon ist auf sie aufmerksam geworden und hat sie im letzten Jahr auf Zelluloid gebannt. Den Liveclip kann man sich genau wie etliche andere interessante Filmchen auf Vera's Myspace Seite angucken. Das schöne an der Gogh ist neben ihrem Äußeren die Tatsache, daß man gleich mehrere Sängerinnen auf einmal geboten bekommt. Die kess-freche und vulgäre Art teilt sie mit Regina Spektor, das lasziv-erotische Element mit Marilyn Monroe und das folkig-geerdete Moment (welches bei ihr freilich weniger ausgeprägt ist) mit Alela Diane, die sie im Übrigen auch gut kennt, da beide aus der gleichen Ecke stammen.

Heute spielte Vera so einige neue Lieder, die sehr vielversprechend waren. Aber die Zeit war knapp und rannte unerbitterlich, weil der Laden um 22 Uhr schließen musste. Dunkel war's, aber die warmen Lieder haben Licht in unsere Herzen gebracht. Wie kitischig formuliert, hahaha!

Vera Gogh ist dufte! Kapiert?

Gute Nacht!

Setlist Vera Gogh, Les Disquaires, Paris (thanks to Uschi andVera):

01: Hometown
02: When Somebody IsGone
03: Let's Make Love To The Disconnect
04: Louder Than Words
05: Other Woman/There Is No Time
06: Vessel


For our english speaking readers (translation from Uschi, great work, thanks!):

You may understand that I try to follow closely those artists who have already played an Oliver Peel Session. I want to see how they develop, if they get booked, get CDs out and so on. Vera Gogh from California is no exception; she gave us the honour to play in our living room on July 14th, 2009. Love made Vera stay in Europe over the last summer where she played many gigs in smaller venues and bars, but unfortunately, we were on summer holidays in Germany. A video taken in Spain (by Valerie Heine, Oliver!!!) during that hormone intense period shows Vera’s beautiful body, smartly covered with nothing but her acoustic guitar. You won’t see nipples, but you can use your imagination, and moreover, the song is wonderful! The video has gained cult status on YouTube. And love brought Vera back to the city of love. This must be her 10th show in Paris, but the first time that I see her perform in a public venue. Only few people came, but amongst them were a lot of friends and acquaintances, and Les Disquaires became a kind of living room, too.
It almost felt like Vera was playing just for us. This girl from California was great! She took her versatile voice through all possible keys and atmospheres, from lascivious whispering to shouting out loud, and compelled me immediately. From time to another, her lyrics are vulgar, but the sweet sound of her voice mellows their meaning. If you don’t listen to the words, you might think: oh, what a lovely song ... so peaceful and harmonious. That’s exactly what happpend to me, until Uschi explained me that one of the songs was about oral sex. Sweet Vera is a sly old dog, which is part of her charm. Oh Lord, what a woman! She’s so fascinating, she's the kind of girl who takes men’s hearts by assault. Vera even called cult video artist Vincent "La blogothèque" Moon’s attention – you can see his clip, as well as many other interesting videos, on Vera’s Myspace page. The great thing about Vera, besides her looks, is the fact that you get several singers in one. She can be as vulgar – in a kerky way - as Regina Spektor, has the eroticism of a Marylin Monroe and the earthy, folky ingredient of Alela Diane, who she knows well, by the way, since they are from the same area.





Tonight, Vera performed some very interesting and promising new songs. But we ran out of time because the venue had to close at 10pm. It was dark in there, but the warm songs brought light into our hearts. Ha, that sounds tacky! Vera Gogh is awesome! Got me?

Good night.









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