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Dienstag, 30. Mai 2023

Heavenly, London, 19. & 20.05.23

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Konzert: Heavenly
Ort: Bush Hall, London
Datum: 19. & 20.05.2023
Dauer: 75 bzw. 80 min
Zuschauer: jeweils 400 (ausverkauft)



"Inasmuch as we need holes in our heads and pins in our clothes and chocolate sauce on our record players, we need Heavenly - forebears of short-haired girl bands stomping around onstage and irritating the shite out of everyone. Interesting fact: if you laid out all the singles that Heavenly have sold in a straight line, you would have way so much f*** spare time. Get a life." Ob der Kritiker des NME, der so über die Heavenly-Single P.U.N.K girl geurteilt hat, eine große Karriere als Musikjournalist hatte, ist mir nicht bekannt, vermutlich aber schon. Denn als die Single erschien, war Britpop das große Ding, Tweepop wurde belacht. DIY Bands und Labels, denen Botschaften wichtiger als Einnahmen waren, passten gar nicht in diese Popwelt. The Battle of Britpop war das Motto. 

Die Heimat vieler Tweepop-Legenden, das Bristoler Label Sarah Records, stellte seinen Betrieb 1995 nach knapp hundert Singles ein. 20 Jahre später war der NME altersweise. In seiner Liste der "greatest indie labels of all time" setzte er Sarah Records auf Platz zwei (nach 4AD), bevor das Blatt drei Jahre später eingestellt wurde. Sarah kamen zwar nie zurück, viele der Bands, die dort veröffentlicht haben, gibt es aber noch oder wieder. Beim Indietracks, bei Konzerten in England (und in Köln) habe ich in den vergangenen Jahren einige der alten Sarah-Heldinnen und Helden sehen können, The Orchids, Even As We Speak, St. Christopher, Secret Shine, Boyracer, The Wake, Action Painting und große Teile von Aberdeen. Und jetzt endlich auch Heavenly! 

Eine Heavenly-Reunion schien immer ausgeschlossen, nachdem Schlagzeuger Mathew Fletcher 1996 kurz vor der Veröffentlichung des vierten Albums Operation Heavenly starb. Der Rest der Band machte als Marine Research weiter, später entstand Tender Trap. Amelia Fletcher (Gitarre und Gesang) und ihr Mann Rob Pursey (Bass in all den Bands) gründeten vor ein paar Jahren die Catenary Wires und ein eigenes Label. Da blieb wenig Luft für die Hoffnung auf eine Heavenly- (oder Talulah Gosh-) Wiederkehr. Aber wie der Mann vom NME habe ich eben keine Ahnung von Musik.

Aus dem einen Reunion-Konzert wurden schnell zwei, die Karten für die 400 Personen fassende Bush Hall waren nämlich blitzschnell ausverkauft. 28 Jahre nach dem letzten Konzert 800 Tickets zu verkaufen, unterstreicht wohl, wie geliebt Bands wie Heavenly auch nach langen Jahren noch werden. Elastica, if you read this: WOULD YOU PLEASE COME BACK! How often do I have to ask?

Unsere Reisegruppe aus dem Rheinland, München und dem Ruhrgebiet war bei weitem nicht die ungewöhnlichst weit angereiste. Das Publikum war zu großen Teilen deckungsgleich mit dem des heißgeliebten Indietracks, Leute aus den USA, Spanien, Frankreich oder Belgien schienen fast in der Mehrheit.


Die Bush Hall ist ein wunderschöner ehemaliger Ballsaal mit Spiegeln und Stuckdecke. Zuletzt hatte ich vor der Seuche dort Adorable gesehen. Nach der sehr unterhaltsamen Vorgruppe Panic Pocket aus London, die vergangene Woche ihr Debütalbum Mad half hour veröffentlicht hat und die ich sicher wiedersehen werde, kamen Heavenly um 21:15 auf die Bühne.


Daß meine Angst, daß hohe Erwartungen auch große Enttäuschungen bedeuten können, Quatsch war, war sofort klar. Die kommenden 75 Minuten waren der erhoffte Tweepop-Himmel! Und wie! Shallow, Our love is heavenly, Cool guitar boy, das Gainsbourg-Lied Nous ne sommes pas des anges vom letzten Heavenly Album, Atta girl und der Tictok-Hit P.U.N.K. girl (click!)... oh, war das gut!

Zwischen Band und Publikum schien ein Wettbewerb zu bestehen, wer besser gelaunt ist - Unentschieden, denke ich.

Die zweite spannende Frage vorher war, wer Calvin Johnsons Part in C is the heavenly option übernehmen würde. Der Gründer von K Records und Beat Happening Mann hätte eigentlich kommen können, er hätte nicht die weiteste Anreise gehabt. An seiner Stelle trat aber ein anderer Indiestar mit markanter Stimme, Darren Hayman von Hefner. Die fehlende besondere Chemie der beiden Stimmen von Amelia und Calvin machte Darrens Bühnenperformance wett!

Am Tag danach - wir waren natürlich wieder da - sang der britische Comedian Stewart Lee Calvins Part. Das Konzert war ansonsten bis auf kleine Änderungen der Reihenfolge und eine Improvisation während einer Gitarrenstimmpause sehr ähnlich - also großartig!

Bis vor der Pandemie fanden solche grandiosen Abende regelmäßig im Juli in Derbyshire statt. Seit es das Indietracks Festival nicht mehr gibt, sind sie leider unberechenbarer. Ich würde mich irre ärgern, hätte ich den verpasst.

Setlist Heavenly, London, Nacht eins: 

01: Starshy 
02: Our love is heavenly 
03: And the birds aren't singing 
04: Sperm meets egg, so what? 
05: Three star compartment 
06: Cool guitar boy 
07: Shallow 
08: Hearts and crosses 
09: She and me 
10: Space manatee 
11: I fell in love lost night 
12: Cut off 
13: Nous ne sommes pas des anges (France Gall Cover) 
14: Trophy girlfriend 
15: C is the heavenly option (mit Darren Hayman von Hefner) 
16: Atta girl 

17: Dig your own grave (Z)
18: P.U.N.K. girl (Z)

19: Art school (The Jam Cover) (Z) 



Setlist Heavenly, London, Nacht zwei: 

01: Our love is heavenly 
02: Starshy 
03: And the birds aren't singing 
04: Sperm meets egg, so what? 
05: Three star compartment 
06: So 
07: Cool guitar boy 
08: Shallow 
09: Hearts and crosses 
10: She and me 
11: Space manatee 
12: I fell in love last night 
13: Cut off 
14: Nous ne sommes pas des anges (France Gall Cover) 
15: Trophy girlfriend 
16: C is the heavenly option (mit Stewart Lee) 
17: P.U.N.K. girl 

18: Dig your own grave (Z)
19: Atta girl (Z)

20: Art school (The Jam Cover) (Z)




Montag, 11. November 2019

Adorable, London, 02.11.19

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Konzert: Adorable
Ort: Bush Hall, London
Datum: 02.11.2019
Dauer:
Zuschauer: 425 (ausverkauft)



Heute vor 25 Jahren spielten Adorable ein Konzert in Brüssel und verkündeten auf der Bühne ihre Auflösung. Creation Records hatte die Band kurz vorher rausgeworfen, nachdem das zweite Album Fake hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zurückgeblieben war. Mitte der 90er Jahre war eben keine gute Zeit mehr für Shoegaze-Bands, Slowdive und Ride hörten ein bzw. zwei Jahre später auf. Hauptgrund für das Adorable-Ende war allerdings das Verhältnis der Bandmitglieder untereinander. Auf der einen Seite stand Sänger Pete Fijalkowski, auf der anderen die anderen drei. In Interviews heute sagen vor allem Bassist Wil und Schlagzeuger Kevin, daß sie die Band als großen Spaß und Pete als überehrgeizigen Schleifer empfanden. Es gab keine Vermittlung zwischen diesen Lagern, die Band löste sich auf und verschwand. 


Daß solch ein Ende letztlich das ist, was in den Köpfen der beteiligten übrigbleibt, muß frustrierend sein. Egal, wie gut der Anfang war, der letzte Eindruck bleibt. Und der letzte Eindruck war dauernder Streit und dann der Schock, daß alles vorbei war. Als er eine der wenigen Ansagen an diesem Abend fast 25 Jahre später machte, drückte Pete Fij genau das aus. "Wenn wir an Adorable denken, kommt uns nur das verkorkste Ende in den Sinn, das wollten wir korrigieren."
 


Diese Korrektur sollte ein neues letztes Konzert sein, ein neugeschriebenes Ende von Adorable. Im März war Pete alleine mit akustischer Gitarre durch Deutschland getourt und hatte Lieder aus allen Phasen seiner Karriere gespielt und dazu Episoden aus seinem Leben berichtet. Der Sänger arbeitet heute in einem Pflegeheim und erzählte von seinen Erlebnissen dort. Wenn er über Adorable-Songs sprach, klangen die Anekdoten viel weiter weg und distanziert. Bei meinen beiden akustischen Konzerten in Köln und Montabaur wäre ich nie auf die Idee gekommen, ein gutes halbes Jahr später Adorable einmal sehen zu können. Der Plan war aber bereits im März fix, die Ankündigung erfolgte etwas später. Und wie so viele alte Helden schätzen auch Pete, Robert, Wil und Kevin ihre heutige Größe komplett falsch ein. Zwei Konzerte wurden angekündigt, eines zum Warmwerden in Yorkshire und eines in der wunderschönen Bush Hall in London - Kapazität 425. Die Tickets für beide Konzerte waren innerhalb von Minuten ausverkauft, es folgten eine Weile später ganz offensichtlich aus der Not heraus geplante Zusatzshows in Yorkshire (eine) und in London (zwei, eine vor und eine nach der Samstags-Show).


Wir waren beim offiziell letzten, inoffiziell vorletzten Konzert der Band, die ihr Ende zurechtrücken wollte. "Dies ist kein Neubeginn, das ist ein neues Ende", betonte Pete auch noch.

Die Bush Hall ist ein ehemaliger Tanz-Saal mit Spiegeln und Kronleuchtern, einer der schönsten Konzertsäle, die ich kenne. Wir waren von der Freitags-Show vorgewarnt worden, daß der Sound nicht perfekt gewesen sei, was nichts von der Vorfreude nahm. Wir waren auch vorgewarnt, daß es einen Film vorher geben solle, waren aber überzeugt, daß beim offiziellen Schlußkonzert der angekündigte "special guest" vorher auftreten würde und hatten spekuliert, wer das wohl sein könne (Favorit: Piroshka). 

Der Special guest war der Film, ein Kurzfilm über ein Paris nach dem dritten Weltkrieg, eine Aneinanderreihung von Bildern, die in Trümmern und am Flughafen Orly spielten, in zu leisem Französisch mit kaum lesbaren englischen Untertiteln.


Danach wurde es am Rand der Bühne hektisch. In dem kleinen Bereich zwischen Backstage-Tür und Bühnentreppe versammelten sich Freunde der Band. Creation-Gründer Alan McGee entdeckte ich nicht, den hatte ich irgendwie hier erwartet. Der Prophet im eigenen Land...: Zu meinem Erstaunen waren wohl weit mehr Gäste aus dem Ausland als aus Großbritannien da. Pete fragte dies irgendwann ab, sehr viel mehr als die Hälfte schien eine weitere Reise gehabt zu haben. In meiner Nähe standen größere Gruppen aus Italien aber auch ein guter Teil der deutschen Shoegaze-Szene war da.

Das Konzert begann mit der Single I'll be your saint und war das Best-Of, das zu erwarten war bzw. das wir erhofft hatten. Keine überraschende Erkenntnis, denn der Katalog der Band ist nach zwei Alben und ein paar Singles nicht sehr groß. Und auch wenn es ein Traum gewesen wäre, wenn Adorable einfach alles gespielt hätten, funktionieren Musiker-Hirne leider anders als Musiknerd-Träume. Wir bekamen 14 Lieder und drei Zugaben, also 17 Hits, ein Konzert das vermutlich doppelt so lang wie alle während ihrer aktiven Karriere war und wir bekamen das Gefühl, gemeinsam mit 424 Leuten in einem Raum zu sein, denen die Musik und diese Gelegenheit auch so viel bedeutete, dafür am erst Tage vorher verschobenen Brexit-Datum nach London zu reisen.


Es war durchweg brillant, kurzweilig, laut, pannenfrei (der Vorteil des vierten Konzerts nach 25 Jahren).  Wie viel Freude die Musiker daran hatten, sah man vor allem Gitarrist Robert Dillam an. Er feuerte uns immer wieder an und wirkte extrem euphorisch, es war herrlich! So weit ich weiß, hat neben Pete nur Robert auch nach Adorable Musik gemacht, für Stephen Williams (Wil - stellvertretender Institutsleiter an der Uni in Coventry) und Kevin Gritton (Direktor eine Schule in Derby) war der Ausflug in die Vergangenheit eine Spur ungewöhnlicher. 

In den letzten Tagen kam zum fantastillionensten Mal das Gerücht eine Smiths-Reunion auf. Gottseidank wird die nie stattfinden. Die wichtigen Wiedervereinigungen sind für jemanden wie mich, der die meisten seiner Lieblingsbands in den 90ern verpasst hat, die von Bands wie Lush, Slowdive, Ride, My Bloody Valentine und jetzt Adorable. Alle stilvoll, die Erwartungen übererfüllend und musikalisch relevant wie damals. Oder vermutlich viel relevanter.

Setlist Adorable, Bush Hall, London:

01: I'll be your saint
02: Vendetta
03: Favourite fallen idol
04: Glorious
05: Road movie
06: Sunburnt
07: Kangaroo court
08: Radio days
09: Sunshine smile
10: Summerside
11: Submarine
12: Sistine Chapel ceiling
13: Cut #2
14: Breathless

15: Crash sight (Z)
16: Homeboy (Z)
17: A to fade in (Z)




Donnerstag, 6. April 2017

The Ballet, London, 23.03.17

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Konzert: The Ballet
Ort: Bush Hall, London (20 Years Of Trouble)
Datum: 23.03.2017
Dauer: 40 min
Zuschauer: 250 bis 300



28 Konzerte an fünf Tagen in sechs verschiedenen Konzertsälen... FortunaPOP!-Gründer Sean Price weiß, wie man Parties feiert, auch einen Leichenschmaus. Der erste offizielle Tag des Abschieds-Festivals (der Mittwoch war nur für Dauerkarten-Inhaber) fand in der fantastisch-schönen Bush Hall statt.

Mein Highlight am Donnerstag waren The Ballet aus New York - solange, bis sie ihr Konzert nach Pete Astor begannen. Was hatte ich mich auf die Amerikaner mit den schönen Popsongs gefreut!

40 Minuten später wäre ein Abendessen die bessere Entscheidung gewesen. Das Konzert der New Yorker war lieblos, klang flach und war selbst für eine Szene, in der DIY zu den Grundwerten gehört, in Phasen erschreckend stümperhaft. 

Das Keyboard der Band war am Vormittag kaputtgegangen. Sean Price hatte bei Facebook nach einem Ersatzgerät gefahndet und war offenbar dort erfolgreich. Vermutlich gibt es bei Leih-Keyboards dann durchaus Probleme, die richtigen Einstellungen zu finden, die vielen, oft sehr schief klingenden Verspieler erklärt das nicht. Dazu hörte sich alles so lahm und lustlos an, so wie mein Bericht gerade, schlimm!

The Ballet - Greg und Craig - spielten am Anfang Lieder ihrer ersten beiden Platten, bis sie zur dritten, die bei FortunaPOP! erschienen ist, umschwenkten. Dazwischen packten sie drei neue Stücke eines kommenden Albums, die sicher auf Platte toll klingen. Ich bin nur gerade nicht sicher, ob ich große Lust habe, mir das anzuhören.

Setlist The Ballet, Bush Hall, London:

01: Personal

02: Love letter (neu)
03: Chinatown
04: Dangerous
05: Looking (neu)
06: Feelings
07: Is anybody out there?
08: Turn you
09: Ghosts (?) (neu)



Montag, 3. April 2017

Would-Be-Goods, London, 23.03.17

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Konzert: Wood-Be-Goods
Ort: Bush Hall, London (20 Years Of Trouble)
Datum: 23.03.2017
Dauer: ca. 40 min
Zuschauer: 250 - 300



"The camera loves me", ist einer der großen Hits der Would-Be-Goods aus London (und der Name des ersten Albums). Autobiographisch schien uns dieses Lied aber nicht zu sein, als die Band den zweiten Abend der FortunaPOP!-Beerdigung eröffneten, Sängerin Jessica Griffin guckt auf jedem meiner Fotos mürrisch, als machte ihr das Konzert keinerlei Spaß. Erst nach Ende des Auftritts lächelte die Bandgründerin zum ersten Mal. Das war beruhigend.


Die Would-Be-Goods spielten vor Pete Astor, The Ballet und Withered Hand in der wunderschönen Bush Hall in Shepherd's Bush im westlichen London. Der Saal von 1904 ist einer der schönsten Konzerträume, die ich kenne. Ganz voll war es nicht, als die Would-Be-Goods begannen, es waren wohl gut 250 Leute da, das Konzert begann bereits um 19 Uhr, offenbar zu früh für viele Zuschauer.

Jessica Griffin gründete die Band 1987, naja, damals veröffentlichte sie eine Single mit zwei Liedern. 1988 erschien Jessicas Debüt-Platte mit The Monochrome Set als Begleitband. Ihre Musikkarriere schien danach wieder beendet, bis 1993 die zweite Platte veröffentlicht wurde. Danach dauerte es fast ein Jahrzehnt bis zum nächsten Lebenszeichen. Als die Wood-Be-Goods mit Single, EP und Platte 2001 und 2002 zurückkamen, gab es eine wirkliche Band. Seitdem gehört Peter Momtchiloff (u.a. von Heavenly und Talulah Gosh) zur Gruppe. Diese Veröffentlichungen erschienen auch zum ersten Mal auf FortunaPOP!



Mittlerweile sind die Abstände kürzer geworden, 2004 und 2008 erschienen weitere Platten.


Ich hatte die Would-Be-Goods noch nie gesehen und war gespannt. Stars des zweiten Tages würden aber die danach auftretenden The Ballet sein, da war ich mir vollkommen sicher. 


Das Set der einheitlich in gestreifte Shirts gekleideten Band war im Gegensatz zu den Outfits sehr heterogen. Manche der Lieder sind folkig-langsam, andere melncholische aber schnelle Pop-Songs. Ich mochte besonders die flotteren Stücke. Herausragend waren dabei natürlich der Riesenhit The camera loves me, Pinstriped rebel, Velázquez & I, Le crocodile und Emmanuelle Béart, bis auf das Krokodil alle aus der frühen Phase der Gruppe. 

Als zum Konzertende die wundervolle Single Emmanuelle Béart lief, fragte ich mich, für wie viele Bands die Wood-Be-Goods trotz ihrer überschaubaren Berühmtheit wohl Vorlagen waren. Die Long Blondes haben ganz sicher vor ihren ersten Gehversuchen Wood-Be-Goods-Songs gehört.

Am Anfang hatte mich das Konzert trotz Pinstriped rebel nicht richtig erwischt, je länger es dauerte, desto besser gefiel es mir. Und dann lächelte Jessica ja auch irgendwann.

Setlist Would-Be-Goods, Bush Hall, London:


01: Morning after 
02: Pinstriped rebel 
03: Temporary best friend 
04: Heart of tin 
05: The ghost of Mr Minton 
06: The camera loves me 
07: Baby Romaine 
08: Tears for Leda (neu) 
09: Too old 
10: Pleasure Island
11: Velázquez & I
12: Le crocodile
13: Emmanuelle Béart

 

 

 

Konzerttagebuch © 2010

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