Donnerstag, 29. August 2013

Pele Caster und Ben Schadow, Karlsruhe, 28.08.13


Konzert mit Pele Caster und Ben Schadow
Ort: Karlsruhe
Datum: 28. August 2013
Dauer:110 min
Zuschauer: knapp 30




Was macht ein gelungenes Konzerterlebnis aus? Das ist eine der Fragen, auf die wir - zumindest zwischen den Zeilen - hier in fröhlicher Vielstimmigkeit des Konzerttagebuches Antworten suchen, an uns und den Lesern ausprobieren um anschließend weiterzusuchen. 



Aus den Berichten zu vergangenen Konzerten sieht man sicher sehr gut, dass ich alle meine Wohnzimmerkonzerte sehr genossen habe. Aber es gibt immer noch etwas Raum nach oben zu den wunderbaren und ganz besonders kostbaren Abenden. Und als ich nach dem Konzert mit Ben und Pele ins Bett gefallen bin, wußte ich, dass dies so einer der ganz besonderen Abende gewesen war. So ein warmes Gefühl im Kopf und im Bauch, das nicht mit Worten beschrieben werden muss, sondern das ich einfach genießen konnte und von dem ich sicher war, dass es auch den anderen Konzertbesuchern in die Nacht hinaus gefolgt war.


Wieder einmal kann ich das nicht dadurch erläutern, dass ich in Gedanken hier noch einmal musikalisches nacherzähle. Ohne mein Notizbuch, das ich für "normale" Konzerte immer dabei habe, aber zu Hause im Regal liegen lasse, verschwimmt der Abend für mich zu einem einzigen Moment der zeitlosen Seligkeit. Es gab wieder viele ganz neue Gesichter bei uns. Es gab einige Besucher, die sich angekündigt hatten und von denen ich wußte, dass sie sich schon unglaublich auf diesen Abend freuten.


Es gab zwei Künstler, die sich schon so gut aufeinander und auf die Situation der Wohnzimmer- und Gartenkonzerte eingeübt haben, dass ich es im Vorfeld als sichere Bank angesehen habe, dass das super funktionieren wird. Was ich nicht erwarten konnte war, dass es noch viel erfrischender und lustiger wurde als ich dachte und dass wir als Publikum die ganze Zeit wie ein dritter Künstler im Konzert eingebunden waren. Die Konzerte mit Ben und Pele leben natürlich von den tollen Liedern, die die beiden im Gepäck haben. Das sind gestandene Leute, die aus ordentlich Material genau das picken können, was sich im Test der Zeit als für dieses Format passend erwiesen hat und können daraus noch wählen, was genau auf die abendliche Situation zugeschnitten ist. Zusammen mit einem gesunden Maß an Routine, die auch dem Publikum die Ruhe gibt, dass die schon wissen was sie tun.



Aber was man nur im konkreten Konzert erleben kann ist, wie sie zwischen den Songs Sinn und Unsinn miteinander und den Zuhörern teilen und uns damit einladen, sie auch ein Stück weit kennen zu lernen. Oder leicht staunend den Funken nachträumen, die da auf der Bühne versprüht werden. Ohne dass man je den Gedanken hätte, die halten sich für etwas besonderes. Eher haben sie ganz besonders die Antennen aufgestellt, die die unausgesprochenen und Wünsche des Publikums empfangen und nach Möglichkeit erfüllen bzw. zum Aussprechen der Wünsche einladen. In einer sehr unprätentiösen und freundlichen Weise, der ich ganz schutzlos verfallen bin. 


Außerdem war es wieder einmal eine ganz besondere Freude mit meinen Gästen - so viele freundliche Gesichter, so viel lächeln und lautes lachen, so viele herzliche Umarmungen beim Abschied. So viel schwingen auf der gleichen Wellenlänge. Das füllte mir das Herz.

Berichte Ben Schadow Band
14. 4. 2013 in Stuttgart
25. 4. 2013 in Mannheim


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