Donnerstag, 27. September 2012

Admiral Fallow, Köln, 24.09.12


Konzert: Admiral Fallow
Ort: Blue Shell, Köln
Datum: 24.09.2012
Zuschauer: ca. 80
Dauer: ca. 80 Minuten


von Karina aus Bonn


Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich sollte mir vermutlich mehr Zeit nehmen, um diesen Bericht zu schreiben, die Formulierungen überdenken, ein bisschen recherchieren. Aber ich kann nicht warten. Ich muss loswerden, wie absolut toll die Musik dieser Band ist. Dass es ein guter Abend werden würde, hatte ich gehofft, aber nicht erwartet. Klar, ich habe die Alben gehört und wusste, dass die Musik klasse ist. Aber wieviele vielversprechende Bands habe ich schon gesehen, die die Songs von der Platte nicht auf die Bühne übertragen bekamen?

Das Blue Shell war leer. Ich bin noch nie vorher dort zu einem Konzert gewesen, keine Ahnung wie es ist, wenn es voll ist. Gestern waren nur so knapp 80 Leute da. Admiral Fallow hatten Slow Down Molasses aus Kanada als Support dabei. Die waren auch super. Habe mir notiert demnächst näher reinzuhören. Kann mich aber jetzt nicht mit denen aufhalten. Muss weiter von Admiral Fallow schwärmen.

Admiral Fallow aus Schottland, die jeder gehört und gesehen haben muss.  Punkt.


Sie starteten mit “Tree Bursts” in ihr Konzert und schon war ich begeistert. Toll, manchmal ist es echt so einfach. Sechs Musiker standen auf der Bühne, bepackt mit allerhand Instrumenten: Klarinette, Akkordeon, Flöte und natürlich die üblichen Gitarre, Bass, Schlagzeug. Was auf CD ein bisschen kitschig daher kommt, funktionierte live ziemlich gut. Wer eine Schublade zum Denken braucht, der öffne die auf der Elbow und die auf der Frightened Rabbit steht, entnehme den Inhalt und werfe sie in die Schublade auf der Mumford and Sons notiert ist. Heraus kommt diese tolle Musik. Songs wie “Subboteo” oder “Squeling Pigs” die automatisch in die Füße gehen, am liebsten würde man sofort wie doof durch die Gegend hüpfen.  Musik die laut ist, zum Tanzen animiert, die aber auch leise (“Four Bulbs”) sein kann und die Leute zum Mitsingen bringt (“Isn’t This World Enough”). Und über allem die Stimme von Louis Abbot. Gern unterstützt von der zuckersüßen Stimme Sarah Hayes, aber auch solo eine Wucht. Und  – wenn mir ein kleiner fangirly Moment erlaubt ist – Mann, der Typ hat echt tolle blaue Augen.

Kurz gesagt: diese Band gehört auf eine große Bühne. Ich hänge mich hoffentlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass es vermutlich nicht allzu lange dauern wird, bis wir ihre aktuelle Single “Guest Of The Goverment” in den diversen Indie-Diskos hören werden. Vielleicht tut sie das ja schon, keine Ahnung, ich gehe zu selten in Indie-Diskos. Aber  speziell diesen Song kann ich mir super auf der Tanzfläche vorstellen oder auf einer großen Bühne oder auch auf einer kleinen, aber dann hoffentlich wenigstens vor ausverkauftem Haus!

Setlist Admiral Fallow, Blue Shell, Köln:

01: Tree Bursts

02: Subbuteo
03: Squeling Pigs
04: Beetle In The Box
05: The Paper Trench
06: Isn’t This World Enough
07: Dead Against Smoking
08: Guest Of The Government
09: Brother
10: The Way You Were Raised
11: Four Bulbs (akkustisch)
12: Oh Oscar

13: You And I Are A Gang Of Losers (The Dears Cover) (Z)
14: Old Balloons (Z)



1 Kommentare :

nummerneun hat gesagt…

Mag schon das aktuelle Album sehr und dein Bericht klingt ja auch sehr gut. Leider machen sie aber wohl um München einen Bogen :/

 

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