Mittwoch, 4. Januar 2012

My Year in Lists- die 10 besten Alben 2011 (Oliver Peel)


My Year in Lists- die 10 besten Alben 2011

von: Oliver Peel



Zugegeben, wir sind spät dran mit den Bestenlisten. Berücksichtigen muss man aber, daß wir bis fast ganz zum Schluß noch auf Konzerte gegangen sind, siehe Konzertbericht von Christoph zu Sophia vom 28.12.2011. Bei uns ist eben das Jahr noch nicht zum 10. Dezember fertig, da wird erst ganz am Ende abgerechnet.

Nun aber wollen wir endlich die Katzen aus den Säcken lassen und euch mit Listen bombardieren, bis euch der Kram zum Halse raushängt. Spannende Konzerte gibt es nämlich in dieser ersten Januarwoche noch nicht, so daß wir Zeit haben zurückzublicken.

Anfangen will ich persönlich mit meinen Lieblingsalben des Jahres 2011. Wie ihr wisst, sind wir auf das Liveerleben von Musik fixiert und interessieren uns nur in zweiter Linie für die Studioaufnahmen. Dennoch hören aber auch wir tonnenweise Musik aus der Konserve und ich verrate euch gerne, welche Platten mir am besten gefallen haben. Es handelt sich durchgängig um Alben und Künstler, zu denen ich auf Grund meiner Oliver Peel Sessions einen besonderen Bezug habe, das schafft eine große Intimität. Natürlich haben auch PJ Harvey, Bill Callahan, Low und Josh T. Pearson 2011 famose Werke herausgebracht, aber die haben sich eben noch nicht musizierenderweise in meinem Wohnzimmer blicken lassen...

10: Mia Doi Todd- Cosmic Open Ship

Jeder, aber auch jeder hier kennt Mia Doi Todd, Folksängerin aus dem sonnigen Los Angeles, oder? Nein? Cosmic Open Ship ist bereits ihr neuntes (!), erstaunlich heiteres Album. Jetzt aber ran an den Speck!



09: Alexa Woodward-It's A Good Life Honey If You Don't Grow Weary

Alexa Woodward, Banjo spielende Folkeuse aus New York, ist erst bei Album zwei angelangt, dürfte aber mit dem wundervollen Weary auch bei Insidern in Europa den Durchbruch schaffen. Ihr Label Contiental Record Services kümmert sich darum. Kaufen!



08: Rum Tum Tiddles- We Could Be Pirates

Rum Tum Tiddles sind Franzosen aus Nantes, werden aber von der fragilen Engländerin Madeleine Mosse angeführt, die mit niedlichster Kleinmädchenstimme sich durch das überaus gelungene und fein instrumentierte Album We Could Be Pirates trällert.



07: Arborea-Red Planet

Arborea aus Maine, Shanti und Buck Curran, ein Paar in der Musik und im Leben, das mit ihrem mystischen Wüstenshoegaze immer neue Gipfel erklimmt. Schwindelerregend!


06: Jozef van Wissem- The Joy That Never Ends


Der Mann mit der barocken Laute reduziert auch auf seinem neuen Opus alles auf das Wesentliche. Zurück bleibt ein zeitloser, hypnotischer Sound, der trotz des alten Instruments verblüffend modern klingt.

05: Conquering Animal Sound- Kammerspiel

Lo-fi Eletro Pop aus Schottland, angeführt von einer reizenden Sängerin, die an Björk erinnert, aber wesentlich weniger nervt als die egozentrische Isländerin.

04: Snailhouse- Sentimental Gentleman

Mike Feuerstack liefert sein Jahren fabelhaftes Songmaterial ab. Der überaus fleißige Kanadier kennt alle Großen der dortigen Indieszene (Julie Doiron, Arcade Fire, etc.) und musiziert auch mit ihnen. Wann wird er ähnlich bekannt? Das nonchalante und ungemein souveräne Sentimental Gentleman hat das Zeug zum Klassiker.

03: Rachael Dadd- After The Ant Fight

Rachael Dadd aus Bristol hat die purste und klarste Folkstimme in der aktuellen britischen Szene. Und auf After The Ant Fight darf auch ihr japanischer Ehemann Ichi mit der Steeldrum Akzente setzen.

02: Erica Buettner- True Love And Water

Die neue Sibylle Baier. Zeitlos schöne Folksongs mit poetischen und klugen Texten, gesungen von einer jungen, in Portugal lebenden Amerikanerin, der ich alles zutraue. Sie ist etwas ganz Besonderes.








01: Farewell Poetry- Hoping For The Invisible To Ignite



Die Bezeichnung Postrock mögen sie für ihre Musik eigentlich gar nicht so gerne. Ich verstehe das, denn die Franzosen Farewell Poetry spielen experimentelle, in keine vorgefertige Schublade passende Musik, die allerdings nie den roten Faden vermissen lässt, erstaunlich ideenreich und mit Grips daherkommt und beim Hörer eine Woge der Begeisterung auslöst. Ihre filigranen Songs haben epische Wucht. Wer war noch einmal Godspeed You! Black Emperor?






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