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Donnerstag, 30. August 2018

Haldern Pop Festival, 2. Festivaltag, Rees-Haldern, 10.08.18

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Freitag kam ich nur ganz schwer aus dem Bett. Ihr müsst wissen, dass ich in Emmerich in einem kleinen Hotel untergebracht war. Emmerich? So weit vom Schuss? Ja! Leider! 3 Monate vor Festivalbeginn war auf booking com schon nichts Näheres zu finden, wirklich jetzt. Nun, ich also in meinem kleinen Hotelzimmer mit beschissen kleinem Bett, hundemüde und mit Blei in den Beinen, aber ich kann nicht einschlafen. Nicht um 2 nicht um 3 und auch nicht um 4 Uhr. Um 5 fiel ich vermutlich zum ersten Mal in einen Tiefschlafphase, ratzte über den auf 11 Uhr eingestellten Wecker hinweg und wachte irgendwann um 13 Uhr auf. 

Das Problem war nun, schnell nach Haldern zu kommen. Allerdings gibt es von Emmerich nach Haldern immer nur einen Zug pro Stunde und den um 13 Uhr 08 konnte ich schon abschreiben. Blieb nur noch der Zug um 14 Uhr 08, den ich dann glücklicherweise erreichte, nachdem ich mir zuvor an der Rheinpromenade 3 (!) doppelte Espressi bei einem italienischen Eiskaffe reingepfiffen hatte ! 





Ich war also wie gedopt als ich in Haldern ankam und stürmte in die Kirche zu den Barr Brothers. Die beiden Amis waren nicht nur dem Namen nach Brüder sondern auch im wahren Leben und wurden vom Stargaze Ensemble über weite Strecken musikalisch begleitet. 



Andrew und Brad Barr kommen aus Rhode Island/USA, leben aber in Montreal, Kanada und sind dort auch am erfolgreichsten. In den Charts aber auch hinsichtlich der gewonnen Awards für ihr Werk welches bisher 3 Alben umfasst.


In der Kirche zu Haldern kam ihre von bildhübschen Harmoniegesängen und warmherzigen Gitarren geprägte Musik besonders gut zur Geltung, der Spielort war tadellos gewählt. Sie versprühten viel Liebe, Hoffnung, Sanftheit und Intimität und obwohl die Kirche sehr voll, war das Publikum vorbildlich still und aufmerksam. Überwiegend gespielt haben sie ihr 2017er Album Queens Of The Breakers (erreichte Platz 29 in Kanada) aber wenn ich mich recht erinnere gab es auch ein Cover von Lhasa, die vor einigen Jahren verstorben ist. Die Barr Brothers hatten einen engen persönlichen und musikalischen Kontakt zu der Sängerin.



Der Auftritt der Barr Brothers in der Kirche war ein Highlight, keine Frage! Und später spielten sie auch noch ein "Geheimkonzert" in einem Zelt auf dem Festivalgelände. Das war ganz anders, viel experimenteller, aber ungemein gut besucht!

Hier ein youtube video eines Mitbürgers namens Wasserturm 68165


Ich blieb dann auch gleich in der Kirche, denn eine ganz besonders Performance stand nun auf dem Programm. Stargaze spielten Instrumentalcover von Fugazi. Das war schon sehr speziell und weit vom Original entfernt, aber dennoch hielt ich es für ein interessantes Experiment und blieb bis zum Schluss.

Auch im Anschluss bewegte ich mich nicht aus der Kirche raus, ich hatte hier richtiges Sitzfleisch entwickelt. Und ich sollte mein Bleiben nicht bereuen, denn nun spielten Wood River zusammen mit dem Cantus Domus.



Woodriver ist ein Jazz Ensemble aus den USA, angeführt von der Saxofonistin Charlotte Greve. Im Internet findet man verdammt wenige Informationen zu ihnen, ich bin weder auf eine Homepage noch eine Facebook Seite gestossen. Im Haldern Magazin "Dat Blatt" gibt es allerdings eine wundervolle Beschreibung des Projekts, der Auto redet von "magischen Klangwelten", "kostbaren Perlen" und einer "sich besonnen entfaltenden Musik, deren Feinheiten sich wie bei der Wahrnehmung einer Landschaft  dem Betrachter erst nach und nach erschliessen."


In der Tat spielte die Band ein sehr erlesenes, sehr subtiles Konzert, bei dem Musiker des Cantus Domus sogar teilweise in den Gängen der Kirche sangen und den Leuten ganz nahe waren. Die Atmossphäre war sehr angenehm und entspannt und am Ende war ich froh, so lange in der Kirche verweilt zu haben.


Später auf der Hautbühne gab es dann ein Wiedersehen mit dem Musikern von Stargaze, sie spielten die sogenannte Hip Hop Challenge mit Rappern der Band The Lytics und das war sehr lebendig und dynamisch. Wirklich mal was ganz Anderes!


Ab 20 Uhr 15 konzentrierte ich mich auf das Geschehen im Spiegelzelt. Hope aus Deutschland standen auf dem Programm. Gesignt bei Haldern Pop Recordings und angeführt von der jungen Sängerin Christine Börsch-Supan, spielte die 4-köpfige Band aus Berlin ein dichtes, düsteres Set, gespickt mit sphärischen Synthie-Rockstücken. Eine dunkle Messe im Schimmerlicht, perfekt um sich an geheimnisvolle Orte zu Beamen. Manchmal dachte ich an Anne Clark, manchmal an andere Ikonen der New Wave Ära. Musikalisch ein Hybride aus Post Punk und Elektro, also eher kalt und distanziert, blieb der Sound der Berliner aufgrund der markanten und nahegehenden Stimme von Christine dennoch  organisch und lebendig.




Am Ende baute sich das kurzhaarige Mädel mit hochgereckten Armen vor dem Publikum auf und liess sich zu recht feiern. Guter Auftritt!

Etwas später im Spiegeltent kamen dann die Freunde schrägen Indie Rocks auf ihre Kosten. Die kultigen Deerhoof standen um.. bereit und boten ihre gewohnt unterhaltsame und originelle Show aus Garagenrock, Japanpop und Noise. Ihr neues Album Mountain Moves (bereits das 16 zehnte (!) wird im September erscheinen und davon spielte das Quartett aus Kalifornien auch die meisten Stücke. Wer die japanische Sängerin von Deerhoof, Satomi Matsuzaki, noch nicht kannte, wunderte sich über ihren eigentümlichen, fast kindlichen Gesang, wer den Drummer Greg Saunier noch nie in Aktion gesehen hatte, war verblüfft von seinem harten, wilden Bums. Ein toller Gig, wenngleich etwas kurz .


Zeitlich genau zwischen Hope und Deerhoof hatten Seun Kuti  and Egypt 80 aus Nigeria eine jazzzig-funkige, bunte, lebensfrohe Show geboten, bei der man zudem extravagant gekleidete Tänzerinnen bewundern konnte, die wundervollen Schmuck und  ein ausgefallenes Make-up trugen. Auf der Bühne war jede Menge los, es war ein grosses Fest, bei dem der Sohn von Fela Kuti und seine Musiker bewiesen, dass man auch Musik aus Afrika mal ein Ohr (und ein Auge, nämlich bei Konzerten) schenken sollte.

Um 22Uhr 15 stand mit Haldern Liebling Villagers aus Irland aber wieder eher Schwermut an.



Connor O' Brien der hinter dem Projekt steckt, ist für seine weinerliche Stimme und seine traurigen Texte bekannt und war bestimmt schon zum mindestens 3. Mal am Niederrhein mit dabei. Seine diesjährige Show war erneut erlesen, warmherzig, melancholisch und fein arrangiert, aber irgendwie wollte dieses Mal der Funke nicht so recht auf das Publikum überspringen. Die Show plätscherte angenehm vor sich hin, ohne dass mein Puls deutlich schneller schlug. Vielleicht war es die Müdigkeit, vielleicht auch der Grösse des Spielortes. Villagers damals im Zelt waren irgendwie heimeliger.



Nils Frahm hatte schliesslich die Ehre, den Abend als Headliner auf der grossen Buhen ausklingen zu lassen. Nils ist ja auch ein alter Bekannter, ich erinnere mich an einen packenden, intimen Auftritt im Tonstudio Keusgen vor einigen Jahren, als er noch deutlich unbekannter war als heute. Inzwischen ist er ja wirklich ein etablierter Musiker, der nicht nur in Deutschland, sondern auch beispielsweise in Frankreich grosse Erfolge feiert und riesige Säle bespielt.


Damals fast noch ein rein klassischer Pianist, hat sich seine Musik heutzutage weiterentwickelt in Richtung Elektro, Folktronica, ja fast Techno. Und was da alles an Material auf der Bühne stand war beeindruckend! Man sah den Berliner Musiker teilweise fast gar nicht mehr hinter seinen Türmen an elektrischen Pianos und analogen Synthesizern! Wikipedia erklärt mir dann auch, dass Frahm seit 2014 mit einem Piano namens Una Corda spielt, was immer auch diese Wundermaschine kann.


Die Bühne von Nils war sehr düster, die vielen kleinen Lichter waren alle stark gedimmt und eine richtige Interaktion mit dem Publikum konnte so gar nicht stattfinden. Stattdessen war es ein Konzert zum Innehalten, Kontemplieren, Schwelgen, bei denen die Leute mit der höchsten Aufmerksamkeit am reichsten belohnt wurden. Angesichts der Uhrzeit (gegen Ende war es fast halb 2!) gar nicht so selbstverständlich, da der Tag lang und reich an feinen Eindrücken war.

Ich blieb dennoch bis zum Schluss, stand dann aber vor dem Problem wie ich nach Emmerich kommen sollte. Züge fuhren schon längst keine mehr und ein Fahrrad hatte ich auch nicht. Blieb mir nur die Wahl eines sündhaft teuren Taxis, das nach langer Warterei auf der Strasse vor den Maisfeldern aufkreuzte. Der Fahrer war nett, er wollte wissen wie mir der Festivaltag gefallen hatte. Und obwohl er keine der aufgetretenen Bands kannte, meinte er: " Haldern Pop ist immer 'ne tolle Sache und alle hier in der Gegend finden die Veranstaltung super, ich auch, obwohl ich persönlich lieber Elektro höre" Nils Frahm kannte er dennoch nicht. Ist vielleicht eher Elektro für Hipster...








Samstag, 3. November 2012

Grizzly Bear, Köln, 02.11.2012

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Konzert: Grizzly Bear
Ort: Essigfabrik, Köln
Datum: 02.12.2012
Zuschauer: viel zu voll - aber nicht ausverkauft
Dauer: Grizzly Bear knapp 105 min, Villagers fast 40 min



Draußen vor der Tür der Essigfabrik war es noch ein Witz. "Kirmes oder Grizzly Bear?" Natürlich wäre ich nie auf die Idee gekommen, den Konzertabend gegen Riesenrad, Autoscooter und "junger Mann zum Mitreisen gesucht"-Schilder einzutauschen. Auch wenn der Rummel am Deutzer Ufer mit Blick auf den Dom sicher einer der besseren ist, wollte ich die amerikanischen Folkrocker sehen. Zwei Minuten später auf der anderen Seite der Tür hielt ich die Kirmes-Idee nicht mehr für abwegig. Wir waren um fünf nach acht in der Halle - die Villagers spielten gerade ihr zweites Lied - und kamen schon nicht mehr über die letzte Reihe hinaus. Die seelenlose Halle war bis zum Anschlag vollgestopft, und es strömte in den kommenden vierzig Minuten ordentlich weiter. Als ich im August mit 80.000 anderen sehr weit vorne Blur im Hyde Park erlebt habe, wurde ich seltener angerempelt, rumgeschubst und auf die Füsse getreten als heute.

Der Saal der Essigfabrik gleicht dem der Live Music Hall. Rechts und links befinden sich langgestreckte Bars, dazwischen die Mischpulte. Allerdings ist die Fläche des Raums anders. Die Essigfabrik ist breiter aber kürzer als die Live Music Hall, der Platz, den die Mischpulte einnehmen enorm groß, der Merchbereich auf der gegenüberliegenden Seite der Bühne.


Als wir in den vollen Saal kamen, war die einzig mögliche Entscheidung, nach rechts oder links zu gehen. Wegen der mit Gittern abgesperrten Mischpulte war der Weg durch die Mitte versperrt. Wir stellten uns an den linken Rand und hofften, dort noch etwas näher nach vorne zu kommen, was sich schnell als naiv herausstellte. Wir kamen bis zum hinteren Ende der Bar und fanden einen kleinen Platz. Dummerweise war dieser Platz dann auch die einzige Möglichkeit für andere Wanderer, nach vorne zu kommen. Das es unglaublich eng war, bedeutete jeder Toilettengang von Leuten vorne, jedes gekaufte Bier und jede neu ankommende S-Bahn eine weitere Runde viel zu großer menschlicher Nähe.


Ich weiß nicht, wie viele lecker nach nassem Hund riechende Daunenjacken mit Teddy-Pelz* ich im Gesicht hatte. Mein Liebling waren aber die beiden Pärchen an der Theke, die sich zur Begrüßung umarmten, dabei aber so wenig Platz hatte, daß ich bei einer der Umarmungen noch dazwischen stand. 

Setlist Villagers, Essigfabrik, Köln:

01: Set the tigers free
02: Home
03: The bell
04: Becoming a jackal
05: Nothing arrived
06: My lighthouse
07: Passing a message
08: Earthly pleasure
09: The waves


Nach ein paar Liedern Grizzly Bear (die ich vor zwei, drei Jahren schon einmal wundervoll erlebt hatte) suchte ich mein Glück anderso (leider nicht auf der Kirmes). Langsam kannte ich die meisten Leute schon, die an und durch mich durch zur Bar oder Toilette wollten; Zeit also für einen Tapetenwechsel. Der Platz hinter dem Mischpult - hinter den Mischpulten, sehr eindrucksvoll! - erschien mir geeignet. Da erstaunlich viele Leute auch während des Konzerts raus und rein gingen, änderte sich nichts daran, daß ich, trotz der Enge enorm in Bewegung war, weil Leute durchwollten, wo keine Leute durchpassten. Dabei einer Band konzentriert zuzuhören, gelang mir nicht, machte mir auch keinen Spaß mehr, wurde aber dann spätestens durch die besonders rücksichtsvollen Menschen mit Puff Daddy T-Shirts beendet, die zu dem Schluß kamen, daß Plätze hinten perfekt für angeregte Gespräche sind.

Setlist Grizzly Bear, Essigfabrik, Köln:

01: Speak in rounds
02: Adelma
03: Sleeping Ute
04: Cheerleader
05: Lullaby
06: Yet again
07: Shift
08: Simple answer
09: Gunshy
10: Ready able
11: I live with you
12: Foreground
13: While you wait
14: What's wrong
15: Two weeks
16: Half gate
17: Sun in your eye**

Dies ist einer meiner dämlichsten Konzertberichte der letzten Jahre, aber beim besten Willen, es war nun einmal nicht anders. Immerhin hatte der Abend auch etwas Gutes: er hat mir viel Geld gespart. Ich habe nämlich alles, was ähnlich voll zu versprechen wird, gestrichen. Also kein Schwarzmarkt für Amanda Palmer und kein volles Palladium mit The xx. Vielleicht ist ja irgendwo eine Kirmes.

* passt ja
** noch nicht kontrolliert


Dienstag, 5. Juli 2011

Fleet Foxes, Paris, 04.07.11

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Konzert: Fleet Foxes (Villagers)

Ort: Salle Pleyel, Paris
Datum: 04.07.2011
Zuschauer: ausverkauft, etwa 2000
Konzertdauer: Villagers etwa eine Stunde, Fleet Foxes 2 Stunden


"C'est trop fort". Wenn Franzosen das sagen, kann das zwei verschiedene Dinge bedeuten. Zum einen, daß eine Sache einfach unglaublich toll, ist, sprich zu stark (trop fort), um wahr zu sein. Zum anderen, daß der Ton zu laut ist. "Parle moins fort" ermahnen Pariser Mütter oft ihre Kinder, um ihnen zu sagen, daß sie leiser sprechen und nicht so schreien sollen.

Heute im Salle Pleyel beim Konzert der Fleet Foxes traf leider die zweite Alternative zu. "C'est trop fort", es ist viel zu laut, riefen mindestens 30 Leute nach dem dritten Lied der Amerikaner herein. Und sie hatten so verdammt recht damit. Der Lärm war ohrenbetäubend, die Gitarren wild und brachial und das Schlagzeug von Josh Tillman bollerte plump und schwer aus dem Hintergund. Wie schon beim enttäuschenden Konzert im Bataclan klangen die Fleet Foxes wie eine vulgäre Stadionrockband, die das Publikum mit Wucht, aber ohne Feingefühl und Finesse, beindrucken will. Im Gegensatz zum Bataclan wehrten sich aber heute die Pariser und machten ihrem Unmut über den saturierten Bombastsound Luft. Auch ich beteiligte mich an den Protesten, den ich war bitter enttäuscht darüber, daß eine frühere Lieblingsband so derbe und wenig subtil klang. Zum zweiten Mal in Folge, das konnte kein Zufall sein.

Dabei war ich so optimistisch und frohgemut in dieses Konzert gegangen und überzeugt davon, daß in dem klassischen Konzertsaal Pleyel mit viel Zärtlichkeit und Innigkeit zu Werke gegangen würde. Das neue Album ist doch gut, das Altmaterial eh super, warum sollten dann die Fleet Foxes nicht einen wunderbaren Auftritt aufs Parkett legen können? Den Flop vom Bataclan redete ich mir als einmaligen Fehltritt schön. Heute sollte alles besser werden.

Aber Pustekuchen! Es war noch schlimmer als im Bataclan! Noch plumper, noch feister, noch herzloser. Echte Gefühle kann man nicht mit Lautstärke übertünchen, soviel sollte klar sein. Das Publikum protestierte also. Und wie reagierte die Band? Robin schien zunächst überrascht, nicht richtig zu verstehen, was los war. "What? The sound ist too loud? Too much noise?" "Can you turn it down a bit", gab er nicht wirklich von seiner Schuld überzeugt alibihaft Anweisungen an die Leute vom Ton. Wer aber glaubte, es würde in der Folge dezenter weitergehen, wurde enttäuscht. Es donnerte und krachte genauso wie vorher, jeder gute Song wurde durch den Wummersound nach spätestens 30 Sekunden ruiniert, die Stimme von Pecknold zugekleistert und dies obwohl er rumschrie wie ein Besessener. Ein Trauerspiel, eine Katastrophe. Mehr noch: eine Frechheit. Robin versuchte ein paar Lieder später zu beschwichtigten, erklärte, daß sie kürzlich bei einem Festival neben Iron Maiden angetreten sind und sich durch massive Lautstärke Gehör verschaffen mussten. Nur er schmunzelte darüber...

In der Folge wurde es dann immer weniger komisch, denn nun schaltete sich plötzlich Josh Tillman von hinten ein. Ob es an seinem Schlagzeugspiel liege? Ob das auch zu laut sei? Ein paar Leute trauten sich die Wahrheit zu sagen und die Frage zu bejahen. Das schmeckte Tillman überhaupt nicht. Er reagierte wie ein beleidigter Rotzbengel, wie ein ungezogenes Kind, schmollte rum und spielte beim nächsten Lied bewußt leise und viel zu langsam. Witzig fand ich das nicht, eher provozierend und deplatziert. Wäre ich Schiedsrichter gewesen, hätte ich ihm mindestens die gelbe Karte für unsportliches Verhalten gezeigt. Der Kerl verweigerte allen Ernstes in der zweiten Hälfte des Konzertes die Arbeit, spielte manchmal in den ersten Minuten gar nicht richtig mit und wirkte ansonsten extrem lustlos und angepisst. Er ließ das auch die Leute merken, denn nachdem der Bassist Christian Wargo irgendwann frustiert sagte: "it feels like playing a diet version of Fleet Foxes", reagierte er mit: "I don't feel like being on a diet, I feel fater than ever." War klar, was er damit sagen wollte, er war tierisch genervt.

Dabei war es zu 100 % die Schuld der Band. Einer Band, die mit aller Gewalt ins Stadion, auf die großen Bühnen dieser Welt drängt und ihren einst so feinen Sound entsprechend fett gemacht hat. Da darf man sich nicht wundern, wenn die Altfans murren.

Es war einzig und allein der Souveränität von Robin Pecknold zu verdanken, daß dieser Auftritt nicht ausuferte und zum Eklat führte. Er blieb besonnen und sportlich fair, schaffte es die Leute zu besänftigen und beruhigte die erhitzten Gemüter. Dadurch mobilisierte er sogar einen Teil der Fans, die nun verstärkt: "we love you" und "merci" riefen, was ihm sichtlich gut tat.

Und prompt wurde das Konzert gegen Ende besser. Bei Montezuma hatte Pecknold endlich mal freie Bahn und konnte seinen Gesang richtig schön entfalten. Keine Band, die ihm nach einer Minute die Luft abschnitt und alles zudröhnte. Ein tolles Lied, ein Highlight, keine Frage. Aber die Herrlichkeit hielt zunächst nicht allzulange, denn bei He Doesnt Know Why wurde nach gutem Beginn schon wieder zu stark auf die Tube gedrückt. Dennoch war das Konzert nun in einer stärkeren Phase, mit The Shrine/An Agument und Blue Spotted Tail konnten die Füchse noch einmal punkten, bevor Blue Ridge Mountains erneut zu pompös geschmettert wurde.

Bei den Zugaben sah man dann zu Oliver James Robin solo und merkte noch einmal deutlich, daß hier und heute die Regler einfach zu laut aufgedreht waren.Wenn der Sänger auf das Holz seiner Gitarre klopfte, klang das fast als würde er massive Steine dagegen werfen. Alles andere als harmonisch.

Aber zumindest ganz zum Schluß wurde dann noch einmal auf Harmonie gemacht, Pecknold bedankte sich beim Publikum "for being sweet and respectful" (ein paar Leute hielten das für einen ironischen Kommentar) und "for the constructive criticism."

So etwas hatte ich auch noch nie zum Abschluß gehört. "Danke für die konstruktive Kritik." Hoffentlich nehmen sie sich diese zu Herzen, vor allem Josh Tilmann.

Gerne möchte ich nämlich zukünftig wieder einmal nach einem Fleet Foxes sagen können: "C'était trop fort", das war einfach zu stark.

Setlist Fleet Foxes, Salle Pleyel, Paris:*

01: The Cascades
02: Grown Ocean
03: Drops In The River
04: Battery Kinzie
05: Bedouin Dress
06: Sim Sla Bim
07: Mykonos
08: Your Protector
09: Tiger Mountain Peasant Song
10: White Winter Hymnal
11: Ragged Wood
12: Lorelai
13: Montezuma
14: He Doesn't Know Why
15: The Shrine/An Argument
16: Bue Spotted Tail
17: Blue Ridge Mountains

18: Oliver James (Pecknold solo)
19: Helplessness Blues


* exakt die gleiche Setlist wie im Bataclan. Enttäuschend, daß da nicht zumindest ein wenig variiert wird.

Aus unserem Archiv:

Fleet Foxes, Paris, 30.05.11
Fleet Foxes, Paris, 16.09.09
Fleet Foxes, Luxemburg, 15.09.09
Fleet Foxes, Paris, 25.02.09
Fleet Foxes, Essen, 22.11.08
Fleet Foxes, Paris, 12.11.08
Fleet Foxes, Haldern, 07.08.08
Fleet Foxes, Paris, 02.06.08


Morgen dann übrigens auch noch ein paar Sätze zur Vorgruppe Villagers.



Mittwoch, 30. Juni 2010

Villagers, Paris, 29.06.10

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Konzert: Villagers, akustisch und solo

Ort: Boutique Fargo Records, Paris

Datum: 29.06.2010
Zuschauer: etwa 40
Konzertdauer: 30 Minuten


Ist Conor J. O'Brien aka Villagers der neue Conor Oberst? Oder der kleine Bruder des Mannes aus Omaha? Auf mich wirkt er zumindest so. Aber um diese Vergleiche anzustellen, muss man natürlich erst einmal Conor Oberst /Bright Eyes kennen. Ich war vollkommen verblüfft, als ein paar Franzosen hinterher äußerten, noch nie von Bright Eyes gehört zu haben. Franzosen wohlgemerkt, die ich schon öfter auf Konzerten gesehen habe. Wie kann es zu dieser Bildungslücke kommen? In Deutschland ist der zum regen Alkoholgenuß neigende Herr Oberst doch bekannt wie ein bunter Hund und in Paris spielte er immerhin schon in der Maroquinerie, dem Café de la Danse und im Nouveau Casino. Konzertpausen führen aber offensichtlich dazu, daß Musiker schnell vergessen werden, oder aber die Ahnungslosen gehen erst seit 2009 auf Konzerte, alles ist möglich.

Wie auch immer, hier soll ja jetzt die Rede von dem anderen Conor, dem kleingewachsenen Iren Conor O'Brien sein. Habe immer noch nicht ganz kapiert, ob Villagers eine Band oder ein Soloprojekt ist (es deutet alles auf die erste Variante hin), aber auch alleine mit Akustikklampfe ist der Kerl hörenswert. Ungemein bewegend, wie er die Silben wimmernd langzieht, als hätte man ihm seinen Schnuller geklaut. Diese Stimme, toll! Neben Bright Eyes erinnert sie auch an Elliott Smith, was natürlich auch keine schlechte Referenz ist! Aber Mister O'Brien hat seine persönlichen Geschichten zu erzählen. Traurige Geschichten natürlich, die vermutlich an tristen Wintertagen mit ordentlich Liebeskummer und Lebensfrust geschrieben wurden. Becoming A Jackal ist eine dieser Stories, die uns Villagers berichtete. Ein super Lied, das die dicht gedrängten Zuschauer im hübschen Fargo Store in Paris mit ordentlich Beifall bedachten. Conor nahm sogar Wünsche ("any requests?") an und trug auf Wunsch Twenty-Seven Strangers vor. Als sein eigenes persönliches Lieblingslied bezeichnete er aber To Be Counted Among Men, das für mich aber nicht ganz an die Qualität des finalen Home rankam.

Hinterher zeigte sich Conor nett und aufgeschlossen, signierte CDs und verschwand kurze Zeit später in einem Taxi, das ihn zur Maroquinerie brachte, wo er am Abend ein "richtiges Konzert" geben würde. Von diesem Gig wird von Leuten, die da waren, viel Gutes berichtet und ich bin sicher, daß Villagers auch in Deutschland sehr bald ziemlich bekannt werden. So bekannt wie Bright Eyes?


Aus unserem Archiv:
Villagers, Paris, 07.06.2010




Dienstag, 8. Juni 2010

Scout Niblett & Villagers & Small Black, Paris, 07.06.10

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Konzert: Scout Niblett & Villagers & Small Black

Ort: Le Point Ephémère, Paris
Datum: 07.06.10
Zuschauer: nicht ganz ausverkauft, aber gut gefüllt
Konzertdauer: 65 bis 70 Minuten Scout Niblett, die anderen beiden Acts 35 bis 40 Minuten


Was für ein kultiger Konzertabend! Eine unglaublich nette und natürliche Scout Niblett, die nach ihrer famosen Show draußen vor der Türe des Point FMR ihren Tourmanager (ich glaube zumindest, daß er das war) von der Seite anblökt und breit grinsend sagt: Look, I'm with Oliver Peel! He is the best photographer on the internet!" Mir dann kurze Zeit später von sich aus ihre E-mail Adresse gibt und mir fast befiehlt sich sofort bei ihr zu melden. Anscheinend wirklich daran interessiert ist, in diesem Jahr noch eine Oliver Peel Session zu spielen, vor allem nachdem sie gehört hat, daß meine französische Frau köstliche Quiches (Scout: "Oh I love quiches, it's my favorite food, and no, I'm not a vegetarian") bereitstellt. Kann das alles wahr sein? Sorry, daß ich hier so prahle, aber wenn man eine viertel Stunde mit Scout Niblett abgehangen hat, wird man wieder zu einem kleinen Kind. Ihre infantile und quitschfiedele Art ist einfach hochansteckend. "Hey, can you please take a picture with me and Oliver Peel?" fleht sie meinen Freund Mika an und nachdem er schon drei Fotos geschossen hat, will sie die Ergebisse sehen und grinst über beide Backen: "We look great together", befindet sie. Zwischendurch kommen immer mal wieder andere Fans angeschlichen und sagen auf holprigem Englisch: "Scout you were really really great tonight. This show was so amazing." Und sie haben recht, das Konzert von Scout war wirklich allererste Sahne! Kultfilmer Vincent Moon , der auch da war, würde wohl kaum widersprechen. Während des Konzertes stand er gleich neben mir und ging tierisch ab, wenn Scout und ihr famoser Drummer scheinbar aus dem Nichts heraus das Tempo und die Lautstärke massiv erhöhten und einem wilde, rohe Gitarrenriffs und Trommelsalven nur so um die Ohren knallten. Hochkonzentriert und bestens aufgelegt war sie, die fast 37 Jährige (kaum zu glauben, sie sieht so jung aus!), aus England stammende Emma Louise Niblett. So gut hatte ich sie in den drei vorangegangenen Konzerten noch nie gesehen. Früher gab es immer etwas was störte, sei es der Sound mit dem Scout nicht zufrieden war (Nouveau Casino), die Location, die ihr nicht passte (Scopitone) oder was auch immer. Heute war alles anders. Das Set war duchgehend spannungsgeladen, auf den Punkt gespielt und absolut mitreißend. Endlich schöpfte die Niblett mal ihr immenses Talent komplett aus und war voll und ganz auf ihre Songs und die Performance konzentriert. Kein Hänger, kein Wackler, kein abgebrochenes Lied, keine langen Wartepausen dazwischen. Lediglich in einer Szene betrieb sie ihr beliebtes Fragespiel: "Do you have any questions? Any remarks?" Die witzigste Frage eines Zuschauers war wohl, wann sie denn mal mit Steve Albini auftreten werde. "Nächsten Winter" antwortete sie trocken und schickte schlagfertig hinterher: "But he doesn'nt know about it yet." Aber Scout brauchte gar keinen Albini (der ja bekanntermaßen Produzent ist, oder spielt er auch ein Instrument wie der legendäre Stephen Street?), sondern konnte sich voll auf ihren Drummer verlassen. Der vermöbelte sein Fell phasenweise auf brachiale Art und Weise. Wie Peitschenschläge auf einen nackten Hintern (Ex- Bischof Mixa weiß wie das geht), so teilte der Heißsporn aus. Manchmal tippelte er sich aber auch nur ganz sanft ran. Die Musik von Scout Niblett lebt von diesem Wechselspiel zwischen laut und leise, gehaucht oder geschrien, Zuckerbrot und Peitsche. Regelmäßig macht sich bei ihren Konzerten eine düster-schwüle Atmosphäre breit, die einen an Road Movies in Mexico denken lässt. Als hinge ständig eine Bedrohung über den Songs, die regelmäßig zur echten Gefahr werden kann. Manchmal verfliegen aber auch die dunklen Wolken und die Lieder bleiben von Anfang bis Ende in ruhigem Fahrwasser ohne zu explodieren, obwohl man das erwartet, ja fast herbeisehnt. Und wenn sie dann wirklich mal die Zügel komplett los ließ und ihrer Elektrischen die Sporen gab, dann rastete das Publikum förmlich aus. Es liegt immer ein Hauch "Smells Like Teen Spirit" in der Luft, aber aus dem Schatten von Nirvana und der Gattung Grungerock ist Scout längst herausgetreten. Über 6 Alben hat sie ihr eigenes Universum geschaffen, ihre ganz eigene Nische zwischen rohem Indierock und minimalistischem Folk gefunden und immer mehr Anhänger um sich geschart. Massenkompatibel wird sie aber wohl nie. Dafür sind ihre Songs viel zu roh, trocken, depressiv und unmelodisch. Der durchschnittliche Musikfan wünscht mehr Zucker, mehr Melodie, mehr Sanftheit. Scout dürfte wohl nichst egaler sein. Im Stile eines Klaus Augenthaler wird sie sich sicherlich sagen: "I spui mei spui." Recht hat sie! In Indiekreisen ist sie mit dieser Dickköpfigkeit ohnehin schon jetzt zur Kultfigur geworden und hat auch schon ein beträchtliches Repertoire an klasse Songs. Kiss, Wolfie, Nevada (besonders grandios heute!) Let Thine Heart Be Warmed, oder das von ihr am Schlagzeug vorgetragene Your Beat Kicks Back Like Death ("we all gonna die"), diese und noch einige andere Klassiker aus dem Backkatalog spielte sie zur Freude ihrer Anhänger und ging auch auf Wünsche ein. Ansonsten stand aber natürlich das aktuelle Album The Calcination Of Scout Niblett im Vordergrund. Von dem neuen Meisterwerk performte sie den Titeltrack, außerdem I.B.D., Cherry Cheek Bomb, Kings und Duke Of Anxiety und machte deutlich, daß sie immer besser wird, auch wenn mir die alten Sachen zur Zeit noch vertrauter sind.

Nach einer guten Stunde war den unter der Hitze stöhnenden Zuschauern klar, daß Scout Niblett wirklich etwas ganz Besonderes ist. Als Künstlerin und, wie ich später erfahren durfte, als Mensch. Toll, wenn man sich mit fast 37 Jahren noch seine ungestüme Jugend erhält und schnörkellos und mutig seinen Weg weitergeht. Scout hat Paris im Sturm erobert und zeigte sich auch selbst sehr angetan von dem Gig: " I had so much fun, it was awesome!

Come back soon, liebe Scout!!

Und wie waren die Vorgruppen?

Villagers: Haben wir es hier etwa mit einem neuen Conor "Bright Eyes" Oberst zu tun? Die Parallelen sind in der Tat verblüffend, denn hinter dem Pseudonym Villagers verbirgt sich ein junger Mann, der aussieht wie der kleine Bruder von Conor Oberst, so singt wie Conor Oberst und zudem auch noch den gleichen Vornahmen wie der Mann aus Omaha, Nebraska trägt: Conor. Conor J. O 'Brien wird die Vergleiche mit seinem berühmten Namensvetter bestimmt schon leid sein, aber sie stechen nun einmal sofort ins Auge (und ins Ohr). Nicht schlimm, denn es kann nie genug traurige Singer/Songwriter auf der Welt geben. Villagers aus Dublin erreichte heute im Point Ephémère mit seinen melancholischen Folksongs so manchen Zuschauer: feierlich guckten die Leute auf die Bühne und sahen wie sich der Ire ganz alleine mit seiner Klampfe abmühte, wimmernd sang und zwischen den Songs immer mal wieder bewies, daß er auch Humor hat. In einer Szene wollte er gerne einen Whiskey von der Bar haben, weil er sich gerade danach fühlte. "Oh, could I get a whiskey from the bar? Mixed with Ginger Ale, but without ice please? Sein Wunsch wurde prompt erfüllt. Danach fluschte mit geölter Stimme alles noch besser. Ob er sich ein wenig Mut antrinken musste? Zu seinem schüchternen Wesen hätte das zumindest gepasst und in dem famosen Titeltrack seines Albums Becoming A Jackal heißt es auch:" I'm selling you my fears" oder auch "Im a dreamer starring at windows". Den ängstlichen Dreamer nahm man ihm ohne Weiteres ab. Seine feinen Songs hatten etwas Nahegehendes, das einen sofort in den Bann zog. In den letzten Jahren habe ich schon so manchen Singer/Songwriter mit Akustikgitarre kommen und gehen gesehen, aber Conor O'Brien traue ich zu, daß er sich etabliert. Er hat das gewisse Etwas. Atemberaubend intim und authentisch wirkte sein Vortrag, der ihm viel Applaus einbrachte. Schade, daß es am Merch kein Album von ihm gab, ich hätte es gekauft. Von Villagers , die anscheinend eine Band und kein reines Soloprojekt von Conor sind, wird man noch eine Menge hören, dessen bin ich mir sicher!

Small Black: "Jagjaguwar kommt uns Ende April mit einer EP namens Small Black einer gleichnamigen und hochinteressanten Kapelle aus Brooklyn", so schrieb Bloggerfreund Das Klienicum in einem Eintrag vom 14. Februar 2010. Die markigen Worte schürten natürlich meine Vorfreude auf den Auftritt des Vierers aus Amiland, aber die Erwartungen wurden enntäuscht. Netter, aber recht belangloser Dreampop ohne Reibung (es gab keine Gitarre, nur einen Bass, zwei Keyboards und eine Drum) wurde den Zuschauern im Point FMR vorgesetzt und bereits ab dem zweiten Lied fing ich an mich zu langweilen. Ein weiterer Beleg dafür, daß Elektropop live meistens nicht gut umgesetzt werden kann. Ihre EP ist sicherlich spannender als das heutige Konzert, aber Fan dieser Stilrichtung werde ich wahrscheinlich nie.

Setlist Scout Niblett: Sie hatte keine, dafür ist sie zu spontan. Aber ich habe ja schon im Text einige gespielte Titel erwähnt und kann auch noch ein paar andere hinzufügen: (nicht in chronologischer Reihenfolge)

- Do You Want To Be Buried With My People
- Kidnapped By Neptune
- Hot To Death
- Your Last Chariot
- Nevada
- Let Thine Heart Be Warmed
- Your Beat Kicks Back Like Death
- Kiss
- Wolfie
- The Calcination Of Scout Niblett
- I.B.D.
- Cherry Cheek Bombs
- Kings
- Duke Of Anxiety

Dinosaur Egg wurde nicht gespielt

Setlist Villagers, Point Ephémère, Paris:

01: To Be Counted Among Men
02: Ship Of Promises
03: Set The Tigers Free
04: Becoming A Jackal
05: The Meaning Of The Ritual
06: Pieces
07: Home

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- Das Klienicum gewohnt fachkundig und detailliert zum neuen Album von Scout Niblett, klick!
- Konzertfotografenzar Robert Gil war auch sehr von Scout angetan und verteilt vier Herzen. Hier seine super Fotos.

Aus unserem Archiv:

Scout Niblett, Paris, 30.11.2009 (Review français/deutsch)
Scout Niblett, Paris, 24.05.08
Scout Niblett, Paris, 17.12.07



 

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