skip to main
|
skip to sidebar
um
01:02
Konzert: Get Well SoonOrt: Westfalenpark, Dortmund (Juicy Beats Festival)Datum: 28.07.2012Dauer: 45 minGet Well Soon waren als letzte Band auf der FZW Stage angesetzt und sollten von neun bis zehn spielen. Als ich um kurz nach halb auf der Wiese am Sonnensegel ankam, spielten Two Gallants gerade ihr letztes Lied. Warum der anschließende Umbau von Get Well Soon gegenüber der Ansetzung deutlich länger dauerte, weiß ich nicht, als das wundervolle The end of the world von Skeeter Davis als Intromusik erklang, war es aber bereits 21.15 Uhr. Wer klagewütige deutsche Anwohner kennt (die alle eine Rechtschutzversicherung haben), ahnte bereits, daß die Viertelstunde nicht verschoben sondern weg sein würde. So kam es dann auch, Get Well Soon, die beide Gropper-Geschwister, Maxxi Schenkel, Timo Kumpf, Paul Kenny und Marcus Wuest spielten ein Kurzset, das die fehlende Quantität aber durch große Klasse ausglich. Ein Stück vom Debüt, fünf von der zweiten Platte, eines von einer der EPs, Good friday vom Palermo Shooting Soundtrack und das neue Roland, I feel you, das ich heute zum zweiten Mal live hören konnte, und das mich restlos überzeugte und begeisterte. Es war ein schrecklich kurzer aber auch ein sehr guter Auftritt, über den ich morgen etwas ausführlicher schreibe.Setlist Get Well Soon, Juicy Beats Festival, Dortmund:01: I sold my hands for food so please feed me02: Seneca's silence03: 5 steps / 7 swords04: A voice in the Louvre05: We are ghosts06: Roland, I feel you (neu)07: Listen! Those lost at sea sing a song on christmas day08: Good friday09: Angry young menLinks:- aus unserem Gropper-Verzeichnis:- Get Well Soon, Frankfurt, 22.06.12- Get Well Soon, Mannheim, 21.05.11- Get Well Soon, Mannheim, 21.05.11- Get Well Soon, Wien, 23.11.10- Get Well Soon, Rüsselsheim, 09.07.10- Get Well Soon, Dortmund, 05.05.10- Get Well Soon, Paris, 16.03.10- Get Well Soon, Heerlen, 07.03.10- Get Well Soon, Frankfurt, 02.03.10- Get Well Soon, Paris, 26.01.10- Get Well Soon, Wiesbaden, 22.08.09- Get Well Soon, Bonn, 04.07.09- Get Well Soon, Paris, 06.05.09- Get Well Soon, Nijmegen, 25.04.09- Get Well Soon, Paris, 14.10.08- Get Well Soon, Wiesbaden, 30.08.08- Get Well Soon, Melt!, 20.07.08- Get Well Soon, Evreux, 28.06.08- Get Well Soon, Frankfurt, 15.04.08- Get Well Soon, Köln, 09.04.08- Get Well Soon, Berlin, 21.09.07- Get Well Soon, Haldern, 02.08.07- Fotos folgen!
um
00:02
Konzert: Dillon
Ort: Westfalenpark Dortmund (Juicy Beats Festival)
Datum: 28.07.2012
Dauer: gut 45 min
Als Dillon sich zwei Stunden vor ihrem Auftritt die "Konzerthaus-Stage" im äußersten südwestlichen Zipfel des Westfalenparks anguckte, schien sie nicht begeistert zu sein. "Das ist es?" klang ernüchtert. Als die Künstlerin um kurz nach halb acht auftrat, schien ihre Laune zunächst auch nicht dolle zu sein, obwohl der kleine Vorplatz der Bühne knallvoll war. Die Sängerin mit der Paillettendeko um die Augen guckte reichlich motzig.
Entweder änderte sich ihre Laune im Laufe des Konzerts, oder ich habe zuviel in ihren Gesichtsausdruck interpretiert, nach einer Weile lachte die gebürtige Brasilianerin und hatte (plötzlich) blendende Laune. Vielleicht lag dies aber auch an der sehr positiven Aufnahme ihres Konzerts.Es war heute mein drittes Dillon-Konzert, ich habe die Elektrokünstlerin im Zweijahresrhythmus gesehen, zuletzt 2010 als Tocotronic Support. Ihr letztjähriges Album This silence kills habe ich zu selten gehört, dabei mag ich es. Alle Lieder heute stammten von This silence kills, dazu kam Contact us mit dem schönen Refrain If you don't dance I don't sing.
Dillon hat einen zweiten Musiker (Thomas?) mit auf der Bühne, der wie sie ausschließlich elektronische Instrumente bedient. Im Fokus steht aber die Sängerin - nicht nur wegen der umbastelten Augen. Beats und wummernde Rhythmen hin oder her, die brüchige Stimme macht Dillon so leicht erkennbar. Mir geht das manchmal auf die Nerven, die guten Momente waren aber deutlich häufiger als die nervigen. Beste Stücke des Konzerts waren Tip Tapping und Your flesh against mine. Setlist Dillon, Juicy Beats, Dortmund:01: _________________02: Thirteen thirtyfive03: Frome one to six hundred kilometers04: You are my winter05: This silence kills06: Contact us07: Your flesh against mine08: Tip tapping09: Gumache10: Abrupt clarity11: Undying need to screamLinks:- aus unserem Archiv:- Dillon, Paris, 24.03.12- Dillon, Paris, 19.11.11- Dillon, Wien, 29.03.10- Dillon, Köln, 04.03.10- Dillon, Köln, 17.05.08
um
17:07
Konzert: The Notwist (Juicy Beats Festival) Ort: Westfalenpark, Dortmund Datum: 30.07.2011 Dauer: gut 50 min Nach den
wundervollen Thermals spielten auf der FZW Bühne der Juicy Beats Bonaparte. Auch ohne zu wissen, woher die Gruppe stammt, war sofort klar, daß eine solche Band nur aus Berlin kommen kann. Sonst stellt sich niemand Badewannen auf die Bühne. Der Kopf hinter Bonaparte ist zwar Schweizer (Tobias Jundt), das Konzept war aber "Hauptstadt". In ihrer knappen Stunde überzeugten mich Bonaparte musikalisch nicht, sie waren aber auch nicht langweilig, es war also erträglich. Die Show allerdings konnte viel und unterhielt mich gut, auch wenn ich solches Gedöns eigentlich nicht brauche. Die beteiligten Künstler trugen mal Computermonitore auf dem Kopf, mal lief ein Pferd über die Bühne, jemand verkleidete sich als Mumie, eine Nackte kletterte am Bühnenpfosten rum, es wurde Kram ins Publikum geschmissen; das Konzert war so, wie ich mir die Flaming Lips vorstelle, nur ohne die Plastikkugel.
Nach diesem Spektakel machte das hippe U20
Publikum Platz für die doppelt so alten Leute, die wegen Notwist da waren und bei Bonaparte noch Respektabstand gehalten hatten.
Natürlich reichte eine halbe Stunde Umbaupause nicht aus, die Weilheimer Soundfrickler zufrieden zu stimmen, das Konzert begann mit einer Viertelstunde Verspätung.
Auffällig neu war der feuerrote Räuberbart des Elektronik-Manns Martin Gretschmann (Console). Damit hatte es sich aber auch schon mit den Veränderungen, die Musik der Bayern ist schließlich experimentell genug, um auf neue Arrangements oder Gimmicks verzichten zu können. Daß die Weilheimer keine neuen Stücke dabei haben würden, war ohnehin klar, hält man sich vor Augen, daß die letzte Platte The Devil, You + Me sechs Jahre nach dem Vorgänger Neon Golden veröffentlich worden ist.
Von diesen beiden Platten stammten auch fast alle Songs des frühen Sommerabends. Nur Puzzle, der Abschlußsong, war ein Ausflug in die tiefe Bandgeschichte (von 12, von 1995).
Natürlich waren Notwist herausragend, wie eh und je. Würde man bei einem Buchmacher auf ein mittelmäßiges Konzert der Band wetten, gäbe das sicher wundervolle Quoten - aber kein Geld.
Es gab aber bei aller Perfektion eine schöne kleine Panne (es menschelte also quasi): Gloomy planets funktionierte nämlich so gar nicht. Markus Acher brach das Lied ab. "Das Stück heißt 'Gloomy planets' und geht eigentlich so."
Musikalisch am schönsten war ein hoffentlich bald neuer Trend: ein Postrock-Vibraphon bei Pilot. Großartiger Höhepunkt eines tollen Konzerts! Eigentlich müssen The Notwist keine neuen Platten machen, die alten Songs bieten genug für jahrzehntelanges Touren!
Setlist The Notwist, Juicy Beats, Dortmund: 01: Boneless02: Pick up the phone03: Where in this world04: One with the freaks05: Gloomy planets06: Neon golden07: Different cars and trains08: Pilot09: This room10: PuzzleLinks:- aus unserem Archiv:- The Notwist, Köln, 14.04.09- The Notwist, Hamburg, 23.08.08- The Notwist, Melt!, 19.07.08
um
23:25
Konzert: The Thermals (Juicy Beats Festival)Ort: Westfalenpark, DortmundDatum: 30.07.2011Dauer: gut 50 minFestivalveranstalter, die die Thermals verpflichten, können damit grundsätzlich nichts falsch machen. Das Trio aus Portland spielt keine moderne Musik, nichts
Hippes, keine originellen Instrumente, keine acht-Minuten-Lieder, es zählt trotzdem immer zu den Highlights eines Festivals. So auch heute bei den Juicy Beats im Westfalenpark in Dortmund.
Ich war zum ersten Mal bei diesem Festival und war überrascht, wie groß es ist. Im Westfalenpark waren sechs Bühnen und 14 Floors (das sind Bühnen für Musik, die ich nicht mag), die nach Früchtchen benannt waren, aufgebaut. Mein Programm sollte ausschließlich auf der Himbeer (bzw. FZW) Stage stattfinden und mit den Thermals
beginnen. Nachdem die drei wie üblich ihren Soundcheck selbst gemacht hatten (der trotz der deutschen Anweisungen des Soundmanns - wir sind schließlich in Deutschland, also haben die Bands das auch zu verstehen! "Und jetzt der Bass. Der Bass!" - funktioniert hatte), begannen sie um 16.30 Uhr bei für Spätherbst angenehmen Temperaturen.
Thermals Konzerte sind im Prinzip immer gleich. Und nie langweilig. Das Repertoire des Trios kennt keine Hänger, dafür gibt es auf ihren fünf Studioalben einfach viel zu viele großartige Lieder. Obwohl jede Setlist anders aussieht, habe ich noch keine schlechte erlebt. Es fehlten zwar heute auch ein paar Lieblinge,
es war trotzdem perfekt (das geht).
Auch sonst war alles wie immer: Gitarrist Hutch Harris singt meist mit geschlossenen Augen und herrlichen Grimassen. Bassistin Kathy Foster wirkte zwar etwas müde (und hüpfte weniger als sonst), spielte aber durchgängig lächelnd und ist die coolste Musikerin, die ich kenne.
Also eigentlich einfache Mittel (die Songs sind ja wie erwähnt auch nicht wegen ihrer komplizierten Strukturen so gut), damit aber maximaler Spaß! Ein Traum also für jeden Veranstalter - und auch für mich.
Setlist The Thermals, Juicy Beats, Dortmund:01: No culture icons02: We were sick03: I don't believe you04: Returning to the fold05: Our trip06: Never listen to me07: Here's your future08: I might need for you to kill09: A stare like yours10: It's trivia11: A passing feeling12: Not like any other feeling13: Your love is so strong14: Back to Gray15: How we know16: Overgrown, overblown!17: St. Rosa and the swallows18: Now we can see19: A pillar of saltLinks:- aus unserem Archiv:- The Thermals, Frankfurt, 15.04.11- The Thermals, Köln, 03.04.11- The Thermals, Bochum, 23.10.09- The Thermals, Haldern, 15.08.09- The Thermals, Berlin, 08.08.09- The Thermals, Rüsselsheim, 21.07.07- The Thermals, Köln, 19.12.06- The Thermals, Paris, 02.12.06