Posts mit dem Label Fnac Forum des Halles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fnac Forum des Halles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. Februar 2012

Django Django, Paris, 14.02.12

2 Kommentare

Konzert: Django Django Ort: Forum Fnac, Paris
Datum: 14.02.12, 18 Uhr 45
Zuschauer: etwa 150

Konzertdauer: 15Minuten



Wenn es nach der einflußreichen Pariser Kulturzeitschrift Le Inrockuptibles geht, sind Django Django neben Breton und We Have Band, eine der drei Gruppen, die die britische Musikszene frisch und innovativ halten.

Hatte ich also heute die Retter der englischen Popmusik vor mir? Hmm, schwer zu sagen. Der sehr gut besuchte Showcase, der mit einer Verspätung von über einer halben Stunde über die Bühne ging, dauerte gerade einmal drei Lieder. Lieder, die allerdings Lust auf mehr und neugierig machten. Es wehte ein psychedelischer Wind durch den recht sterilen Konzertraum und die mehrstimmigen Gesänge der vier Burschen aus London klangen wirklich wundervoll. Ich hatte mir Django Django wesentlich elektronischer vorgestellt, aber das hier heute klang eher nach psychedelischem Postfolk als nach Elektro Pop. Das hing sicherlich wesentlich damit zusammen, daß akustisch aufgespielt wurde. Sehr hypnotisch, traumversunken, fast krautrockig das Ganze. Ich fühlte mich ein wenig an Grizzly Bear erinnert, aber auch an Animal Collective, die Beach Boys und die Beta Band. Die genannten Referenzen passten aber nur ungefähr, denn Django Django hatten doch erfreulicherweise viel Eigenständiges zu bieten. Die eher schüchtern wirkenden Typen, die eigentlich aus Schottland stammen, sind veritable Soundtüftler, Nerds, die ihre Tage im Schlafzimmer verbringen, um dort ihre experimentellen Stücke komponieren. Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis sie endlich den ersten Longplayer fertig hatten. Den konnte man natürlich auch heute hinterher käuflich erwerben und sich signieren lassen. Für das am Abend stattfindende "richtige" Konzerte in der Boule Noire war allerdings nichts mehr zu machen, komplett ausverkauft.

Wir werden von Django Django noch hören und lesen, dessen bin ich mir sicher. Hoffnunsgvolle Band!

@ Christoph: Hat der Sänger nicht ein sauhäßliches Hemd? Was sagst du als Experte dazu?



Samstag, 16. Oktober 2010

Pokett & Suzanne The Man, Paris, 14.10.10

0 Kommentare

Konzert: Pokett & Suzanne The Man

Ort: Forum Fnac des Halles, Paris
Datum: 14.10.2010, 18 Uhr

Zuschauer: 30-40
Konzertdauer: insgesamt etwa 50 Minuten



Meine Begeisterung für den französischen Singer/Songwriter Stéphane Garry alias Pokett wird dieser Tage immer größer. Jetzt folge ich ihm sogar schon in einen schnöden Plattenladen, wo er zusammen mit seinem Gitarristen David Lopez (ex-Pollyanna) einen akustischen Showcase spielte. Aber mein Erscheinen hatte sich definitiv gelohnt, denn es gibt in Frankreich kaum jemanden, der ein solches Feingefühl für den melancholischen Folksong im Stile von Elliott Smith hat, wie Pokett. Seine sanfte Stimme legte sich über wunderschöne, herbstlich-sentimentale Gitarrenmelodien und sorgte bei mir für wohlige Gefühle. Performt wurden ausschließlich Lieder des vorzüglichen neuen Albums Three Free Trees, das mit Make It Last ein Kleinod zu bieten hat, daß nur Großmeister Elliott so genial hinbekommen hätte. Mann, wie schön das ist! Der Wahnsinn! Wer das neue Album von Pokett nicht kauft ist selbst Schuld. Er verpasst nämlich eines der herausragenden Werke des Musikjahres 2010!

Auf der Webseite von Pokett kann man in Ruhe in die Stücke reinhören und findet auch Links zu Bandcamp und Deezer.

Setlist Pokett, Showcase Fanc Forum des Halles, Paris:

01: Like A Knife
02: Make It Last
03: Someone You Know
04: A Sinking Island
05: The Way Down

Danach durften auch noch die Mädels ran. Die Sängerin Suzanne Thoma und die Cellistin Sonia Cordier formen gemeinsam das Projekt Suzanne The Man über das ich hier schon mehrfach berichtet hatte. Neue Songs sind nicht zu vermelden, aber es gab eine andere große Neuigkeit: Suzanne ist schwanger. Das Beste aber: ich habe es noch nicht einmal gemerkt! Die Split Ep Titel: Let's Burn) zusammen mit dem Konki Duet ist schon seit einiger Zeit erhältlich, im Moment arbeitet die werdende Mutter an neuem Material. Ich bin gespannt!



Mittwoch, 13. Oktober 2010

Martina Topley Bird, Paris, 12.10.10

0 Kommentare

Konzert: Martina Topley Bird
Ort: Fnac Forum des Halles, Paris
Datum: 12.10.10., 18 Uhr
Zuschauer: 70-80
Konzertdauer: 45 Minuten


Auftritte in CD-Läden mögen vor 15 Jahren eine Angelegenheit für in Vergessenheit geratene Schlagersänger gewesen sein, in Zeiten der Krise der Musikindustrie wie wir sie im Moment erleben, ist sich dafür aber niemand mehr zu schade. Im Fnac Forum nahe des Centre Pompidou in Paris sind in diesem Jahr bereits Größen wie Get Well Soon, Laura Veirs und The XX aufgetreten, was beweist, daß auch Künstler von denen man eigentlich viel spricht, immer noch Bedarf an zusätzlicher Promo haben.

Heute stellte sich die Engländerin Martina Topley Bird dieser Aufgabe und ich war hocherfreut wie nett, mitteilsam und natürlich sich die hübsche Sängerin präsentierte. Keine Spur von Arroganz, Langeweile oder Genervtheit, der Auftritt in dem Kulturkaufhaus Fnac schien für sie wirklich keine lästige Pflichtübung zu sein. Dabei ist sie ja nun wahrlich größere Bühnen gewohnt. Bekannt wurde sie in Trip Hop Kreisen als Sängerin von Alben von Tricky und auch auf dem letzten Massive Attack Opus Heligoland, welches die Band aus Bristol ins riesige Zenith geführt hat, hat sie mitgewirkt. Als Solokünstlerin ist sie bei dritten Album angelangt, es heißt Some Place Simple.

Zu Vorstellung der neuen Songs brauchte sie die Hilfe eines Multiinstrumentalisten, der vermummt erschien. Er gab sich als Ninja-Kämpfer aus und spielte Schlagzeug, Kalimba, Gitarre, Ukulele und allerlei Percussions. Was wohl die Politiker zu seinem Outfit gesagt hätten? Schließlich will man in Frankreich die sogennante Burka, die komplette Vermummung muslimischer Frauen, verbieten lassen. Ob man dann konsequenterweise Künstler zwingen müsste, ihre Vermummung aufzugeben, selbst wenn sie der Show dient? Keine uninteressante Frage, aber um Politik ging es heute nicht und der Ninja-Kämpfer machte seine Sache eh ausgezeichnet. Martina Topley Bird selbst spielte Piano und Akustikgitarre und sang mit soulig/jazziger Stimme. Mit ihren Liedern war ich vorher überhaupt nicht vertraut, aber auf Anhieb stach Baby Blue aus dem Set heraus. Eine stimmunsvolle Nummer mit catchy Refrain und 60ies Pop- Charme à la The Supremes. Allein hierfür hatte sich das Kommen gelohnt. Aber auch das sanfte Sandpaper Kisses oder die karibisch anmutende (diese Kalimba!) Mitsingnummer Da Da Da Da (kein Trio Cover!) waren gar nicht verkehrt.

Insgesamt wurde ein schöner Showcase geboten, der mit 11 Liedern und mindestens 45 Minuten Spielzeit auch großzügig ausfiel. Martina Topley Bird hatte sich von ihrer besten Seite gezeigt, sehr beachtlich auf französisch Konversation betrieben und hinterher auch noch ausgiebig Autogramme gegeben.

Setlist Martina Topley Bird, Fnac Forum des Halles, Paris:

01: Orchids
02: Lying
03: Sandpaper Kisses
04: Intro
05: Da Da Da Da
06: Phoenix
07: Overcome
08: Ilya
09: Baby Blue
10: Poison
11: Too Tough To Die





Freitag, 19. Februar 2010

The XX, Paris, 18.02.10

1 Kommentare

Konzert: The XX
Ort: Fnac, Forum des Halles, Paris
Zuschauer: 300! Für einen Instore Gig!
Konzertdauer: etwa 35 Minuten



The XX ziehen die Massen magisch an. Selbst wenn sie wie heute nur einen Showcase in einem CD-Laden spielen, wollen sie alle Indie-Fans sehen. 300 Leute standen eine halbe Stunde Schlange, bevor sie in den separaten Konzertsaal der Fnac Les Halles durften, um ein Konzert zu genießen, daß nicht viel länger als die Wartezeit dauerte. Ich persönlich freue mich sehr für die junge englische Band, denn es ist doch wunderbar, daß man mit einem reduzierten, minimalistischen Sound Erfolge feiern kann. Fast alle Bands, die in den letzten Jahren auf der Welle des Post Punk- Revivals schwammen, versuchten sich in punkto Bombast zu überbieten und produzierten letztlich nur schwülstige Kacke. Ätzende Bands wie GlasVegas und The White Lies seien hier nur als abschreckende Beispiele genannt. Wohltuend also, Leisetreter wie The XX reüssieren zu sehen, die trotz ihres Runs erfeulicherweise alles andere als arrogant wirkten.

Drei in schwarz (und grau) gekleidete Leute ohne Allüren präsentierten sich den Pariser Fans und boten Kostproben ihres ausgezeichneten Debütalbums von 2009. Gleich zu Beginn feuerten sie schon ihren bisher größten Hit Crystalised ab. Ich stand in der ersten Reihe gleich neben einer sehr charmanten Schweizerin, die ich vorher angesprochen hatte und erfeute mich genauso wie sie und viele andere an den schwarzen Klängen und dem famosen Basslauf von Sänger Oliver. Mein Nachmittag hätte nicht besser sein können! Trotz der omnipräsenten Melancholie und Düsterheit des Sounds wirkte das Ganze eher berauschend als deprimierend. Romy, die gleich vor mir agierte, gefiel mir mit ihrer sanften Stimme ganz hervorragend. Träumerischen Blickes zupfte sie tolle Riffs aus ihrer hübschen Gibson Les Paul Gitarre, nahm aber fast nie Blickkontakt zu Oliver auf, der auf der anderen Seite spielte. Keyboarder Jamie war ebenfalls ausschließlich auf seine Aufgabe konzentriert. Mit Kapuze über dem Kopf, steuerte er ein paar prima Beats bei, die der Sache den gewissen Pfiff gaben. Am Ende trommelte er auch auf ein Becken ein.

Das gut 35 minütige Set flutschte wie geschmiert. Crystalised folgte das minimal sonnigere Islands, bevor bei VCR die Rede von Superstars war. Sind The XX das eigentlich wirklich schon? Nun, man sollte mit solchen Klassifizierungen immer etwas vorsichtig sein, aber ihr Weg geht wirklich steil nach oben. Fast schon schwindelerregend wie das Trio (ursprünglich Quartett) in luftige Höhen schießt. Aber wenn man solch hervorragend aufgebaute Stücke wie Basic Space hört, wundert man sich nicht darüber. Herrrlich wie hier auf subtile Weise die Intensität ganz langsam gesteigert wird, bevor gegen Ende ein bildhübsches Gitarrenriff durch den Song schwebt. Und gegen die profunde Schönheit von Night Time (mein Lieblingsstück) ist sowieso nichts auszurichten.

Kurzum: Der Erfolg von The XX ist gerechtfertigt. Ich drücke ihnen die Daumen, daß sie dem Druck und dem Tourstress standhalten und anschließend die Zeit finden, gewissenhaft ihren Sound weiterzuentwicklen.

Setlist The XX, Paris, Forum des Halles:

01: Crystalised
02: Islands
03: VCR
04: Basic Space
05: Night Time
06: Infinity

Aus unserem Archiv:

The XX, Frankfurt, 03.11.2009
The XX, Köln 15.10.2009


- The XX haben am 18.02.2010 auch ein Konzert in der ausverkauften Pariser Cigale gegeben. Es hat wohl kaum eine Stunde gedauert.

Setlist The XX, La Cigale, Paris (merci à Stéphane):

01: Intro
02: Crystalised
03: Islands
04: Heart Skipped A Beat
05: Fantasy
06: Shelter
07: Do You Mind? (Kyla Cover)
08: VCR
09: Teardrops (Womack & Womack Cover)
10: Basic Space
11: Night Time
12: Infinity

13: Stars



Dienstag, 26. Januar 2010

Get Well Soon, Paris, 26.01.10

4 Kommentare

Konzert: Get Well Soon

Ort: Fnac, Forum des Halles, Paris
Datum: 26.01.2010

Zuschauer. 40-45

Konzertdauer: etwa 40 Minuten


Landsleute zu Gast in Paris, klar, daß ich da pünktlich auf der Matte stehe!

Zumal, wenn es sich um solch illustre musikalische Gäste wie Konstantin und Verena Gropper handelt, die zusammen mit einem dritten Musiker (Xylophon,Harmonium*) im Kulturkaufhaus Fnac Titel ihres neuen Abums Vexations in einer abgespeckten Version darboten. Als ich eintraf, war Verena noch leger in Jeans beim kurzen Soundcheck, 10 Minuten später kam sie aber mit Pumps und Röckchen zurück und spielte gewohnt virtuos auf ihrer Geige. Zudem sang sie wie eine kleine Operdiva und harmonierte bestens mit ihrem Bruder, der wie immer sonor und eher nüchtern intonierte. Konstantin spielte ausschließlich Akustikgitarre, die mit einem lustigen Foto dekoriert war. Fans von Get Well Soon kennen ja bereits die legendären Buttons, z.B. das mit dem Bambi, aber das Teil mit der herzhaft lachenden Frau und dem extrem süßen kleinen Löwen war mir neu. Ebenfalls neu natürlich die allermeisten Lieder des akustischen Sets, obwohl mit Teenage FBI und Christmas in Adventure Parks sogar zwei altbekannte Songs dabei waren. Aber was ist jetzt von dem Material von Vexations zu halten? Wie ist mein erster Eindruck? -Nun, wie nicht anders zu erwarten sehr positiv! Zwar bin ich sicher, daß sich die komplexen Kompositionen des Herrn Gropper erst beim x-ten Hördurchgang so richtig tief in die Ohrmuschel einnisten, aber bereits jetzt wußten sie durch die bewährten Get Well Soonschen Zutaten zu gefallen. Die herzerweichende Melancholie ist geblieben, ebenso die aufwändigen, dramatischen Arrangements (die man heute in der akustischen Dreierformation natürlich nur erahnen konnte) und auch den düsteren Texten ist man treu geblieben.

Werner Herzog Gets Shot ragte auf Anhieb heraus. Allein schon der Titel! Warum bloß soll der Filmemacher Werner Herzog erschossen werden? Von dem jähzornigen Klaus Kinksi, den er besonders schätzte? Wohl kaum, der beißt schließlich schon seit Jahren die Radieschen von unten an. Musikfans, die schon die einschlägigen Rezensionen in Magazinen und Blogs gelesen haben, wissen sicherlich worum es da genau geht, ich als unbeleckt in dieses Konzert gehender Mensch allerdings nicht. Ich möchte mir schließlich mein eigenes Bild machen und pflege für gewöhnlich erst nach den Konzerten andere Quellen hinzuzuziehen. Mein Urteilsvermögen möchte ich mir nicht verwässern, weder durch gute noch durch schlechte Kritiken. Werner Herzog Gets Shot war jedenfalls auch musikalisch gelugen, denn Verena sang hierbei besonders schön und die zarte Melacholie war überaus anziehend.

Auch toll: A Voice in The Louvre, ein Lied über Paris (logisch), wie Konstantin schmunzelnd erklärte und vor allem Angry Young Man, ein Uptempo- Song, bei dem der Mannheimer beherzt in die Saiten griff und Verena mich ganz schwindelig fiedelte. Würde mich nicht wundern, wenn Angry Young Man eines der Kernstücke der aktuellen Vexation Tour werden würde, denn viel schöner kann man das kaum hinkriegen! Ein Seelentröster par excellence, von Konstantin und Verena absolut harmonisch vorgetragen.

Insgesamt ein prima Konzert, auch wenn es spannendere Locations als ein Kulturkaufhaus gibt. Aber egal, im März wird ja in Paris die Cigale bespielt. Eine kleine Sensation für eine deutsche Band!



Setlist Get Well Soon, Fnac Forum des Halles, Paris:

01: Seneca's Silence
02: Christmas In Adventure Parks
03: Werner Herzog Gets Shot
04: Voice In The Louvre
05: Teenage FBI
06: A Burial At Sea
07: Angry Young Man

Pour nos lecteurs français:


Mon compatriote Konstantin Gropper alias Get Well Soon devient de plus en plus connu, même en France. Ce jeune prodige berlinois vient de publier son deuxième album Vexations et se déplace à Paris pour présenter les nouveaux titres de cet opus avec sa soeur violiniste Verena Gropper et un troisième musicien au xylophone et harmonium. Normalement ils sont 7 sur scène explique Konstantin en souriant et précise que la scène de la fnac et bien trop petite pour mettre autant de musiciens. Mais à trois ils se debrouillent merveilleusement bien et rechauffent les coeurs d'environ 40 fans presents ce jour-là par des morceaux pleins de douce mélancolie, d'émotion et de drame. Les chansons de Get Well Soon sont connues pour leurs orchestrations opulentes et complexes, mais aujourd'hui les trois musiciens prouvent que même en version accoustique ces titres ne perdent rien, au contraire! Mis à nu c'est peut-être encore plus touchant et en plus les voix des Gropper harmonisent parfaitement bien ensemble. Elle avec une voix quasiment d'opéra lui sonore et envoûtant rappelant une jeune version de Nick Cave. Parmi les morceaux joués se distinguent Werner Herzog Gets Shot, Voici In The Louvre (une chanson sur Paris, expliqua Konstantin) et surtout Angry Young Man. Ce dernier est le morceau le plus direct, rapide et rock de ce set et va sûrement être l'une des meilleures chansons de l'année!

Dommage que les musiciens n'aient pas eu le courage de chanter en français La Chanson d'Hélène, un morceau jadis interprété par Romy Schneider (elle aussi avait un petit accent!). Mais bon, jusqu'a leur concert à la Cigale ils ont encore le temps d'aprendre les paroles par coeur et de bosser l'accent.

Bien sûr je répondrai present à la Cigale, ce sera un concert à ne manquer sous aucun prétexte et la belle trompette sera également de retour!



- Wer wissen möchte, wie sich die neuen Stücke in dieser akustischen Version anhören (toll natürlich!), sollte sich die Videos ansehen, die im Dussmann Kulturkaufhaus in Berlin aufgenommen wurden:

- A Burial At Sea
- Seneca's Silence
- La Chanson d'Hélène

* Harmonium? Was is'n das? Nun, ich bin alles andere als Experte für Musikinstrumente, aber ich habe ein solches Teil schon einmal bei Farewell Poetry und auch bei Chris Garneau gesehen. Es gibt da verschiedene Modelle in sehr unterschiedlichen Größen. Das heute hatte wie bei Chris Garneau Tasten und eine Seite, die wie ein Blasebalg beschaffen war. Es ist einem Akordeon in vielerlei Hinsicht ähnlich. Am besten mal bei Wikipedia nachlesen. Klick!


Aus unserem Archiv:

Get Well Soon, Wiesbaden, 22.08.09
Get Well Soon, Bonn, 04.07.09
Get Well Soon, Paris, 06.05.09
Get Well Soon, Nijmegen, 25.04.09
Get Well Soon, Paris, 14.10.08
Get Well Soon, Wiesbaden, 30.08.08
Get Well Soon, Melt!, 20.07.08
Get Well Soon, Evreux, 28.06.08
Get Well Soon, Frankfurt, 15.04.08
Get Well Soon, Köln, 09.04.08
Get Well Soon, Berlin, 21.09.07
Get Well Soon, Haldern, 02.08.07



Mittwoch, 13. Januar 2010

Laura Veirs, Paris, 13.01.10

4 Kommentare

Konzert: Laura Veirs
Ort: Forum Fnac Les Halles, Paris
Datum: 13.01.2010
Zuschauer: hmm. vielleicht 40?
Konzertdauer: leider nur etwa 25-30 Minuten



Laura Veirs ist nicht nur ein bißchen schwanger. Ihr runder Bauch verrät, daß das freudige Ereigenis nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte. Im wievielten Moment sie wohl ist? Hmm, leider bin ich auf dem Gebiet kein Experte, aber ich könnte mir sogar vorstellen, daß es bereits während der bis zum 10. Februar laufenden Europa Tournee so weit sein könnte. Praktischer wäre es natürlich, wenn sie erst nach dem 13. März, also nach dem letzten Gig in den USA, entbinden würde. Ich sagte es bereits, ich bin auf dem Gebiet kein Experte und außerdem sieht man es ja bei einigen Frauen deutlicher und früher, wenn sie in anderen Umständen sind.

Aber wie kommt es eigentlich, daß mir eine meiner allerliebsten Folksängerinnen schon so früh im Jahr präsentiert wird? Ihr "richtiges" Konzert mit Band ist doch erst am 29. Januar? Promotermine wahrnehmen dürfte das Stichwort sein und da das neue Album in Europa am 11. Januar erschienen ist, muss sie trotz Schwangerschaft ihre Frau stehen. Auf Twitter hatte sie zwar über Jetlag geklagt und daß sie bereits jetzt ihre Heimat vermisst ("Fighting jet lag in Paris. Off to find lunch...Missing home already!"), allerdings sich auch über den Schneefall an der Seine -Metropole gefreut ("Snowing in Paris"). Im CD-und Buchladen Fnac schneit es natürlich nicht, das Dach ist dicht (im Gegensatz zu ...äh, nein, ich sag's nicht, wir reden nicht über Politik) und der Store stickig und warm. Etwa 40 bis 50 Leute dürften sich eingefunden haben, um zu erfahren, wie die neuen Songs live klingen. Bei Lied Nummer 1, When You Give Your Heart fühle ich mich noch ziemlich abgehetzt, da ich wieder auf den letzten Drücker gekommen war, aber schon mit Life Is Good Blues geht mir mein Herzelein auf. Die natürlich-sympathische Ausstrahlung der Zöpfchen - und Cowboystiefel tragenden Frau ist nach wie vor entzückend und ihr narrativer, kontemplativer Gesangsstil einfach traumhaft. Ich merke, wie sie mich durch ihre Brille hindurch ansieht und erröte fast ein wenig. Schon toll, daß man ihr in einem eigentlich ansonsten so schnöden CD Laden so nahe sein kann, das schafft Intimität und sorgt auch dafür, daß alle mucksmäuschenstill sind. Vielleicht glotzt mich Laura an, weil sie mich von früheren Konzerten wiedererkannt hat? - Nein, ich träume, das ist abwegig, dafür hat sie in den letzten Jahren zuviele Gesichter gesehen. Warscheinlich bemerkt die inzwischen in Portland, Oregan lebende Musikerin lediglich, daß ich einer von zwei Typen bin, die rumknipsen. Bei Song drei setzte ich ab, weil ich ungestört das feine, neue Lied genießen will. Wide-Eyed, Legless heißt es und es gefällt mir auf Anhieb. Es ist durchzogen von einer hübschen, optimistisch stimmenden Melodie und einem energischen Fingerpicking. Volltreffer! Dieser Song mit dem chatchy Refrain wird mich noch das ganze Jahr begleiten, so viel ist jetzt schon sicher! Als die letzte Note des Stücks verklungen ist, kündigt Laura schon die letzten beiden Lieder an ( "I have a couple of more", was immer heißt, daß noch genau zwei kommen). Ich bin enttäuscht, etwas mehr als 5 Tracks hätte ich mir schon gewünscht! Aber Nummer vier und fünf sind wahrlich gute Trostpflaster. Bei July Flame schnallt sich Laura sogar zum ersten Mal die Elektrische um und trägt mit viel Gefühl den Titeltrack ihres aktuellen Albums vor. Noch so ein Ohrwurm, der sofort hängenbleibt, melancholisch, warmherzig und wunderschön. Der Refrain "Can I call you mine" hat sich jetzt schon in die Gehörgänge gefressen. Von Fireworks war bei July Flame die Rede und die 5 geboteten Stücke waren wirklich so etwas wie ein kleines Feuerwerk. Da sieht auch das Publikum so und lässt die Veirs nicht so einfach ziehen. Energisch wird eine Zugabe eingefordert und zu jedermans Freude performt sie mit Sleeper In The Valley noch ein Stück, das auf einem Gedicht von Arthur Rimbaud basiert. Und nun scheint sie gar nicht mehr aufhören zu wollen, denn es gibt als Sähnehäubchen noch den Opener des Albums, I Can See Your Tracks, den sie wieder mit ihrer Akustikgitarre bestreitet. Viel Zärtlichkeit und Weltklugheit geht von ihrem Gesang und den Texten aus, man merkt, daß sie eine empfindsame, blitzgescheite, hellwache Person ist, die sich gern zurückzieht und ganz in Ruhe an ihren Kompositionen arbeitet, ohne sich von der Hektik des Alltags stressen zu lassen. Schön wie wie ein Vogel singt sie Zeilen wie: "Oh, I can smell the smoke from your fire, babe, but I'll leave you alone". Schade, daß Jim "My Morning Jacket" James nicht dabei ist, der auf dem Album durch seinen echohaften und irgendwie nach den Fleet Foxes klingenden Backgroundgesang Glanzpunkte setzt, aber auch ohne ihn ist das Lied ein Gedicht (wenn auch keins von Rimbaud).

Hach, Laura, ich habe jede Minute dieses kurzen Konzertes genoßen, hätte Dir gerne mehr erzählt von meiner Begeisterung für Deine wundervolle Musik und wo ich Dich überall schon live gesehen habe, aber es gab natürlich auch andere Leute, die mit Dir plauschen wollten!

Ich glaube an July Flame werde ich 2010 noch meine helle Freude haben! Thanks, Laura!

Setlist Laura Veirs, Forum Fnac des Halles, Paris

01: When You Give Your Heart
02: Life Is Good Blues
03: Wide-Eyed, Legless
04: Carol Kaye
05: July Flame

06: Sleeper In the Valley (Rimbaud)
07: I Can See Your Tracks

- Blogger-Großmeister Eike hat auf seinem preisgekrönten Klienicum schon wieder unverschämt früh über das neue Album von Laura Veirs berichtet. Seinen wie immer sehr lesenwerten Artikel gibt es hier. Nur in einem Punkt liegt er falsch: Die Brille ist geblieben. Das "oben ohne"- Foto für das Promoposter war also gestellt.

- Hier ein paar Livevideos der neuen Songs von Laura Veirs in sehr ordentlicher Qualität:

- I Can See Your Tracks
- When You Give Your Heart
- July Flame
- Life Is Good Blues

Ausgewählte Konzerttermine von Laura Veirs:

29.01.2010: Café de la danse, Paris
30.01.2010: L'Aeronef, Lille
31.01.2010: Paradiso, Amsterdam
01.02.2010: AB Club, Brüssel
02.02.2010: Studio 672, Köln*
03.02.2010: Gleis 22, Münster
05.02.2010: Lido, Berlin
06.02.2010: Übel & Gefährlich, Hamburg


* einen schönen Konzertbericht über das Kölner Konzert von Laura Veirs im Studio 672 hat Pretty- Paracetamol. Klick!

Aus unserem Archiv:

Laura Veirs, Paris, 24.04.07




Dienstag, 3. März 2009

Loney Dear, Paris, 03.03.09

0 Kommentare

Konzert: Loney, Dear

Ort: Showcase Fnac, Forum Des Halles, Paris
Datum: 03.03.2009
Zuschauer: Hmm, vielleicht 60?
Konzertdauer: ca. 40 Minuten



"Wann ist denn dieses Foto (die linke Aufnahme) entstanden?", fragte ich völlig überrascht meine Flickr- Freundin Kirstie (aka kirstiecat, eine famose Fotografin!), als ich ich in ihrem Stream Bilder von Emil "Loney Dear" Svanängen sah, auf denen der blonde schwedische Sänger seine hübsche Akustikgitarre auf einer Konzertbühne in Chicago schwang.

Ich ging davon aus, daß Kirstie ältere Fotos von Loney, Dear hochgeladen hatte, die sie zuvor aus Zeitmangel noch nicht bearbeiten konnte. Aber ich irrte, die Pics waren nagelneu, enstanden am 01. März in der Schubas Tavern für eine Session des Radio Free Chicago! Ich konnte das kaum fassen, denn ich wußte ja, daß Emil heute und morgen in Paris aufreten sollte. Ein hartes Geschäft, diese Musikindustrie, auch und gerade für Indiekünstler auf dem aufsteigenden Ast, wie Loney Dear. Ohne weltweite Promo läuft gar nichts, schon gar nicht in Zeiten der Krise der Musikindustrie im Speziellen und der Wirtschaftskrise im Allgemeinen.

"Wir sind heute morgen noch in Chicago gewesen und jetzt stehen wir hier in Paris in einem CD Laden. Ich glaube ich habe seit ca. 30 Stunden nicht mehr geschlafen und so fühle ich mich auch. Aber es ist trotzdem großartig hier zu sein und für euch zu spielen!"

Die Freude war ganz auf der Seite des Publikums, denn man merkte Emil, der mit einer vierköpfigen Band (ohne ihn mitzurechnen) gekommen war, die ihn an Bass, Keyboard, elektrischer Gitarre und Schlagzeug tatkräftig unterstützte, trotz der Strapazen an, daß er mit Freude und Leidenschaft bei der Sache war. Sobald er sich seinen melancholischen und wundervollen Liedern hingibt, ist er sowieso wie in Trance. Dann strahlen seine blauen Augen und er sieht aus wie ein kleiner Junge, der von seiner Mutter einen Marmorkuchen gebacken bekommen hat. Er steigert sich quasi in einen Rausch aus nanana - Singalongs und greint dazu, daß es einem durch Mark und Bein geht! Seine CDs sind toll, keine Frage, aber live bekommt die ganze Sache noch einmal eine ganz andere Dimension. Man spürt fast körperlich, wie er in seinen Liedern alle Emotionen, die der Mensch so kennt, durchmacht. Er greint, flüstert, wimmert, weint, lacht, wird nostalgisch oder heiter, je nachdem, welches Stück gerade gespielt wird. Der Jetlag ist dann auch schnell vergessen, zumindest wenn man Emil heißt. Sein Schlagzeuger hatte es hingegen schon deutlich schwerer seine Äuglein offen zu halten, bei einem ruhigeren Lied sind ihm sogar glatt die Lider runtergefallen. Sekundenschlaf nennt man so etwas, aber für einen Musiker ist das zum Glück weniger gefährlich als für Autofahrer...

"Irgendwie fühle ich mich hier gar nicht wie bei einem normalen Konzert," sagte Emil plötzlich. "Ihr sitzt alle auf dem Boden, das kommt mir hier alles wie auf einem Pfadfinderlager vor. Nun, ja, ist auch schön! Und danke, daß ihr nach einem sicherlich harten Tag gekommen seit, um einem Mann aus einem kleinen und unbedeutenden nordeuropäischen Land zuzuhören.

Wenig später reichte ihm das Zuhören aber nicht mehr aus, der schwedische Singer/Songwriter wollte, daß das Publikum zu dem alten Klassiker The Meter Marks OK mitsingt, oder zumindest ein wenig mitsummt, auch wenn er verstehen könne, "daß man dafür nachmittags in einem Laden der Fnac nicht unbedingt in Stimmung sei"...

Diesem älteren Stück von Loney, Noir waren etliche neue Songs vom Neuling Dear John vorangegangen, die deutlich stärker instrumentiert und wuchtiger waren, als Sachen aus dem Backkatalog. Hervorzuheben natürlich die aktuelle Single Airport Surroundings, die temporeich, aber trotzdem ähnlich melancholisch ist, wie die Sachen die wir bisher kennen und lieben. An Seele oder Charme eingebüßt hat die Musik von Loney, Dear deshalb trotzdem nicht, denn im Mittelpunkt bleibt nach wie vor seine markante Falsett-Stimme und die allgegenwärtigen nanana - Passagen. Aber es gibt auch auffällige Neuerungen. So spielte Emil heute zum ersten Mal in meiner Gegenwart live Keyboard und zwar beim Stück Under A Silent Sea, das genauso wie der Opener I Was Only Going Out, Everything Turns To You und das abschließende und sehr gelungene Violent auf dem im März erscheinenden Opus Dear John zu finden sein wird. Darauf darf man sich als Fan sehr freuen, die heutigen Hörproben waren jedenfalls sehr vielversprechend!

Und Loney Dear wird sowieso immer einen Platz in der ersten Reihe auf dem Konzerttagebuch einnehmen! Wir verfolgen seinen Werdegang schon seit einer Weile sehr interessiert und spätestens wenn er wieder beim Haldern Pop Festival auftritt, kleben wir wieder an seinen Fersen. Ach, was sage ich da! Solange können wir natürlich nicht warten! Nächstes Date mit Emil: 22. April im Pariser Point Ephémère.

Ausgewählte Konzerttermine von Loney, Dear:

08.04.2009: Uebel & Gefährlich, Hamburg
09.04.2009: Knaack, Berlin
21.04. 2009: Botanique, Brüssel

Setlist Loney, Dear, :

01: I Was Only Going Out
02: Everything Turns To You
03: Airport Suuroundings
04: Under A Silent Sea
05: The Meter Marks OK
06: I Love You (In With The Arms)
07: Violent

Pour nos lecteurs français:

Le talentueux suédois Emil Svanängen alias Loney, Dear venait à Paris tout droit de Chicago. Accompagné d'un vrai groupe, il avait vraiment une dure journée derrière lui:

"We (the band) started our day in Chicago and I haven't slept for about 30 (!) hours or something, but it's nice to play for you here in Paris" le singer/sonwriter attachant expliquait entre deux morceaux. Des morceaux sublimes qui venaient d'ailleurs dans la majorité de son nouvel album Dear John, dans les bac le 9 mars. Le son y est un peu plus musclé qu'auparavant, mais sans perdre l'âme et cette douce mélancholie si charactéristique pour les gens qui viennent du nord et qui ont besoin de composer des belles chansons pour se chauffer le coeur pendant les longs nuits d'hiver...

Emil s'impliquait vraiment beaucoup, malgré la fatigue évidente. Il mettait du coeur dans ses titres comme p.ex. le nouveau single Airport Surroundings (un tube!) ou le tout dernier morceau Violent, (son titre favori comme il disait lui même) qui va également figurer sur l'album Dear John.

Mais il y avait aussi 2 classiques, dont la chanson The Meter Marks OK (tiré de l'album Loney, Noire) ou Emil demandait même au public de participer et de chanter avec lui (sans grand succès d'ailleurs).

Un très bon Showcase donc et l'album à venir promet des belles choses!

Aus unserem Archiv:

- Loney Dear im Pariser Motel
- in Haldern 2008
- Loney Dear in Frankfurt, Mai 2008
- Loney Dear Im Olympia beim Pariser Festival des Inrocks
- in Haldern 2007
- In der Pariser Boule Noire 2007

- Videoclip der neuen Single Airport Surroundings
- Thanks for the brilliant first photo to Kirstiecat. Your are simply the best, Kirstie!

Nachtrag:

Loney, Dear stand einen Tag später erneut auf einer Pariser Konzertbühne, leider in meiner Abwesenheit (schluchz!). Beim Radiosender France Inter spielte er eine sog. Black Session und mein französischer Freund Philippe war dabei. Es muss toll gewesen sein (Stammgäste reden von einer der besten Sessions überhaupt!) und am Ende gab es sogar Standing Ovations und Zugaben, was bei France Inter nicht selbstverständlich ist.

Setlist Loney, Dear, Blacksession France Inter, Paris (Merci mille fois à Philippe!):


01: I was only going out
02: Everything turns to you
03: Airport surroundings
04: Under a silent sea
05: Saturday waits
06: The meter marks ok
07: Harsh words
08: I am John
09: Carrying a stone
10: In with the arms (I love you)
11: Violent
12: Won't you do

Nach der offiziellen Sendezeit:

13: Your time is to come
14: Sinister in a state of hope

15: Shivering Green (Z)

- English Review and a video on Rockerparis, click!

Das Ende der Session im Video klick!, merci à Rockerparis, bon boulot!






 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates