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Samstag, 18. Juli 2015

Phonopop Festival, Rüsselsheim, 11.07.15

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Konzert: Phonopop Festival
Ort: Rüsselsheim
Datum: 11. Juli 2015
Dauer: 8 h
Zuschauer: ca. 2000


Mein erster Ausflug zum Phonopop-Festival sollte zugleich auch mein letzter sein. Das 10-jährige Jubiläum nehmen die Veranstalter gleichzeitig zum Anlass, ihren Abschied bekannt zu geben und damit auch die Biografie des Phonopop zu beenden. Am Ende des Samstagabends bleibt mir die kleine Hoffnung, dass der Abschied vielleicht in wenigen Jahren rückgängig gemacht wird, wenn die Lust und Freude am Organisieren doch wieder groß genug und der Verlust dieses feinen Festivals zu schmerzhaft wird. 
Dieses Festival war für mich eines der wohltuend kleinen und sehr feinen im großen Chor all der Sommerfeste, die um Zuschauer buhlen. Das beginnt mit einer sehr konsequenten Künstlerauswahl, dem Verweigern gegen Mode- und Radiotrends und dem Vertrauen auf den eigenen Geschmack und damit auf Künstler, die nicht jedem bekannt sind und damit bei den Besuchern immer wieder Entdeckerlust wecken. Das geht weiter bis zur liebevoll ausgestalteten Location im alten Opel-Werk in Rüsselsheim. Da wird für Erfrischung mittels Wassersprühschlauch gesorgt, da hängen große Origami-Vögel in den Bäumen und die Fenster auf dem Weg zwischen den beiden Bühnen sind nachts von innen stimmungsvoll beleuchtet.
Die beiden Bühnen des Festivals liegen 2 Höfe auseinander und werden abwechselnd bespielt, so dass man jede Band sehen und hören kann. Das spart Zeit beim Umbau und gibt jedem die Chance, alle Konzerte mitzunehmen und den Künstlern die Möglichkeit, alle Gäste vor ihrer Bühne zu versammeln. Außerdem bleibt man zwischen den Konzerten in Bewegung und für mich mit Kamera war es perfekt, um für die Fotos immer einen Platz in bester Sichtweite zu bekommen.

Inner Tongue
Als ich das Gelände betrete, spielen Inner Tongue gerade ihre letzten Songs. Die Wiener Band blieb mir daher nicht so recht in Erinnerung.

Caroline Keating
Ihr Album „Silver Heart“ begleitet ich seit geraumer Zeit immer wieder und deshalb freute ich mich auf ihren Auftritt besonders. Caroline Keating begleitete sich selbst an ihrem E-Piano und spannte einen Bogen über bekannte und neue Songs. So sparsam der Auftritt instrumentiert war so spannungsreich wirkte doch ihre Stimme und fesselten ihre Lieder die Zuhörer knappe 45 Minuten.

Still Parade
Die ersten Takte, die ersten Songs verbreiteten Sommergefühle und passten zu den Temperaturen. Irgendwie war es, als ob der Strand gleich um die Ecke lag. Still Parade aus Berlin werden mit ihrer Musik in der Kategorie Dreampop/Dreamfolk verortet, für mich spielten sie ziemlich luftige Popsongs und sorgten so schon für ausgelassene Stimmung und Erfrischung. Auf jeden Fall werde ich diese Band und ihre Entwicklung weiter verfolgen.

John Bramwell
John Bramwell ist der Sänger von I Am Kloot und hier und heute als Solist unterwegs. Gerade so hat er es vom Flughafen nach Rüsselsheim geschafft, dabei seine Gitarre aber am Gepäckband nicht bekommen. Die Organisatoren haben ihm schnell einen Ersatz besorgt und so Stand dem Konzert nichts im Wege. I Am Kloot habe ich vor 2 Jahren im Dresdner Beatpol gesehen und höre nun die Songs der Band in einem akustischen Gewand. Heute leben sie von John Bramwells Stimme und der Art, wie er die Songs ankündigt und dann vorträgt. Lustig ist es schon, wenn er verschiedene Songs mit den selben Worten ankündigt als Lieder, die vom Trinken und Problemen handeln. Dann versenkt er sich in die Akkorde, schließt die Augen und lässt die Songs über den Hof fliegen.

Tiger Lou
facebook.com/TigerLou.official 2008 veröffentlichte die schwedische Band ihr letztes Album „A Partial Print“ und begeisterte mich damit vollkommen. 2 Konzerte ihrer anschließenden Tour habe ich besucht und dann wurde es ruhig um die Band, ihr Frontmann Rasmus Kellerman veröffentlichte noch ein recht katastrophal belangloses Soloalbum und damit hatte ich die Band aufgegeben. Um so erfreuter war ich, als ich las, dass Tiger Lou an neuem Material arbeiten und für 3 Konzerte nach Deutschland kommen, unter anderem zum Phonopop. Tiger Lou waren für mich der Anlass, die Tickets zu holen und hierher zu kommen. Und sie enttäuschten mich nicht. Tiger Lou präsentierten sich in Bestform, wie man bei Sportlern sagen würde. Die typische Bandbesetzung erweiterte diesmal Amanda für 2 Titel an der Trompete. Es gab bekannte Songs der bisherigen Alben und 2 neue als Ausblick auf eine demnächst erscheinende EP. Tiger Lou spielten sehr energiegeladen und mit einer Spielfreude als wären sie nie weg gewesen. Die neuen Songs fügten sich nahtlos in das Gesamtkonzert ein und so war ich mit der Band versöhnt und freue mich auf weitere Konzerte und Veröffentlichungen.

Okta Logue
Wir nähern uns dem Abendprogramm und damit den beim Publikum bereits mehrheitlich bekannten Künstlern. Und Okta Logue gehören als Lokalmatadoren quasi dazu. Hier haben sich Pink-Floyd-Jünger gefunden, die Riffs weitergesponnen und eigene Songs daraus entwickelt. Mittlerweile gibt es 2 Alben, Okta Logue waren schon als Vorband von Portugal.The Man unterwegs, wo ich sie zum ersten Mal wahrgenommen habe. Beim Phonopop haben Sie die Akzente - absichtlich oder nicht - so auf die Musik gelegt, der Gesang war kaum zu verstehen. Für mich ein bisschen schade, für die Fans war das offenbar kein Nachteil, die Band wurde gefeiert.

Two Gallants
Diese Band war für mich wie ein Meteoriteneinschlag. Ich hatte bisher nichts von ihnen gehört und ließ mich an dem Abend einfach überraschen. Und dann begannen Adam Stephens und Tyson Vogel ihr Set mit Gitarre und Schlagzeug und spielten nach dem Motto, hier werden keine Gefangenen gemacht. Es gab von Anfang ordentlich auf die Ohren und mächtig Druck aus den Boxen. Dabei spielen die beiden schon auch die feinen Saiten und streicheln die Becken. Dennoch schien es mir immer wieder, als arbeiten sich Two Gallants an einer inneren Zerrissenheit ab und finden Zuflucht nur im Aufbau von Klangkaskaden und -gewittern. Kurz gab es Erholung für das Publikum, als Adam Stephens sich ans Piano setzte. So gewaltig sich der Auftritt in die Ohren und Augen prägte, so wenig berührte mich die Band innerlich.

TripAdLib
Nicht nur beim Kosmonautfestival gibt es geheime Headliner. Auch beim Phonopop war ein Überraschungsgast angekündigt. Aus Mainz kommt TripAdLib und spielt einen Clubsound den ich nur aus Konserven kenne. Anfangs war ich überrascht, neben 2 Computern auch Schlagzeug und Bass auf der Bühne zu sehen, mit zunehmender Dauer ist diese Art Musik für mich leider zu langweilig.


Inzwischen war es spät in der Nacht und meine Energie auf The Temples zu warten erschöpft. So gibt es von mir leider keinen Bericht zum Finale und der allerletzten Band des Phonopop. Bleibt der Gesamteindruck, dass ich dieses Festival leider viel zu spät entdeckt habe und es bleibt die schwache Hoffnung, dass das Phonopop vielleicht doch irgendwann wieder ersteht.

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Mittwoch, 15. Juli 2015

Phono Pop Festival X, Rüsselsheim, 10. & 11. Juli 2015

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Konzert: Phono Pop Festival X
Ort: Altes Opelwerk, Rüsselsheim
Datum: 10. & 11. Juli 2015
Zuschauer: ein paar hundert, es hätten ruhig noch ein paar mehr sein können


Man könnte schon ein bisschen wehmütig werden, wenn man am späten Freitagnachmittag vom Opel-Bahnhof an den Bahngleisen entlang im angenehmen Sonnenschein zum Klinkerbau des alten Opelwerks in Rüsselsheim läuft, die Statue des Firmengründers vor dem Eingang wie einen alten Bekannten begrüßt und kurz darüber nachdenkt, dass dies aller Voraussicht nach das letzte Phono Pop Festival sein wird. Tatsächlich gilt es aber natürlich zuerst noch einmal dieses traumschöne und liebevoll organisierte Festival in vollen Zügen zu genießen und damit dies ungetrübt der Fall sein kann, wartet die diesjährige Ausgabe mit Kaiserwetter und einer extrem gelungenen Bandauswahl auf. 


Mit den fünf Jungs von Yesterday Shop geht’s gleich mal schön poprockig los, phasenweise sogar mit doppeltem Schlagwerk. Die nachzulesenden Coldplay-Einflüsse der mittlerweile aus dem Raum Reutlingen nach Berlin übergesiedelten Band sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Live haben die Songs allerdings erheblich mehr Druck und Energie als die Studioaufnahmen. Ein bisschen fehlt vielleicht noch der eine, wirklich hängen bleibende Megasong, aber die Chancen hierfür stehen bestimmt nicht schlecht. Ein sehr schöner Auftakt.  


Sehr haarig schließen sich auf der etwas größeren zweiten Bühne im nächsten Hof einmal um die Ecke die aus Oklahoma stammenden Other Lives an. Ganz gelingt es mir um diese Tageszeit noch nicht mich auf die träumerisch mehrschichtigen durchaus sehr spannenden Klänge der Amerikaner einzulassen. Zusätzlicher Trompeteneinsatz, Orgelklänge, Violinen, ein bisschen Glockenspiel und die etwas klagend klingende Tonlage von Sänger Jesse Tabish haben auf jeden Fall großes Potenzial, einen in ganz andere Welten zu entführen und ich hoffe auch, dass ihnen das bei unserer nächsten Begegnung gelingen wird. 


Erlend Øye sieht ein bisschen aus wie ein zu groß geratenes Bandenmitglied der Kleinen Strolche, auch wenn er dieses Jahr noch 40 wird. Und seine Fröhlichkeit ist unglaublich ansteckend. Er war mir mit seinen musikalischen Projekten stets irgendwie präsent. Die Kings Of Convenience liefern einen nahezu immer geeigneten Soundtrack für einen gemütlichen Abend mit Freunden und The Whitest Boy Alive habe ich leider zweimal live knapp verpasst. Um so schöner, dass es jetzt endlich klappen sollte und das neue leicht reggaeangehauchte Album Legao ist wie geschaffen für diesen angenehm lauen Sommerabend auf dem Fabrikgelände. 
Eine nette Auffrischung des kürzlichen Islandaufenthalts gab’s auch noch. Kaum war mir zu Ohren gekommen, dass der groß gewachsene Mulitinstrumentalist hinterm Keyboard ja übrigens Isländer sei, durfte Siggi auch schon die gesamte Bühne übernehmen und ein Lied in seiner lustig klingenden Muttersprache zum Besten geben. Und weil der Norweger Erlend überwiegend im viel sonnigeren Italien lebt und zwei Bandmitglieder seiner Rainbows Italiener sind, gibt’s auch noch ein bisschen gesungenen Italienischunterricht. Vielen Dank liebe Phono Pop Macher für diesen perfekten Headliner des ersten Abends. 


Meine jährliche Dosis Hip-Hop hatte ich gewissermaßen schon die Woche zuvor auf dem ATP Iceland mit einem packenden Auftritt der Altrapper Public Enemy gedeckt. Was Käptn Peng & die Tentakel von Delphi in Sachen deutschem Hip-Hop gekonnt zusammenreimen, macht ebenfalls Spaß und fehlender Einsatz von Audiosamples, also sozusagen handgemachter Live-Rap, kriegt mich dann auch durchaus ein zweites Mal. Um den Wortwitz nachzuvollziehen, muss ich dennoch bei Gelegenheit, vermutlich unter Zuhilfenahme von Google & Co, noch ordentlich nachlesen & -hören. Das sehr leckere Festival-Sponsoren-Bier zeigte auch schon Wirkung. 


Pünktlich und wieder nüchtern geht’s am nächsten Tag für uns weiter. 


Caroline Keating erzählt uns erstmal wie besonders stolz sie auf ihre tolle orangefarbene Hose heute sei, als sie sich am frühen Mittag an ihr E-Piano setzt. Die Hose schmeichelt ihrem sommersprossigen Teint tatsächlich ausgesprochen und die Kanadierin versteht es außerdem hervorragend ihren entzückenden Charme mit ihrer zarten Musik zu verbinden. Singer/Songwriterin am Klavier klingt ja mal zunächst nicht sonderlich aufregend. Ist es aber. Es war absolut zauberhaft und mir fehlten auch keine Begleitmusiker. Nach eigenem Bekunden arbeitet sie derzeit fleißig an neuem Material auf das man sich bereits freuen kann.


Am Samstag parkt ein Eistruck auf dem Weg zwischen den beiden Bühnen und eigentlich kommt man da nicht ohne ein Eis zu kaufen dran vorbei. Im Adamshof spielt sich John Bramwell , wahrscheinlich etwas besser bekannt als Sänger von I Am Kloot, ganz alleine warm. Der Hof war leer. Ein spannender Anblick beim Eisschlecken. 
Als es dann wirklich losgehen soll, ist der Gitarre zunächst kein verstärkter Ton zu entlocken. Der gute Herr Bramwell war nämlich ohne seine Gitarre in Rüsselsheim gelandet und tat sich mit dem fremden Ding etwas schwer. Und auch seine Setlist und sein Handy waren wohl abhanden gekommen wie er im Lauf des Auftritts erzählt. Weil er daher nicht selbst in der Lage ist ein Erinnerungsselfie zu machen, wurde kurzerhand der am Bühnenrand stehende Fotograf nach oben gezerrt, um einen winkenden Engländer und ein jubelndes Publikum von hinten zu fotografieren.


Nach einem weiteren Lied – die Gitarre funktionierte inzwischen - hüpft er von der Bühne und nimmt einem rauchenden Mädchen die Kippe aus der Hand, um mal kurz einen Zug zu nehmen. Er rauche ja schon länger nicht mehr, aber bei so einem Konzert …! Einmal sei er mit dem neu aufgenommenen Demotape im Autoradio durch die Gegend gefahren und wäre so entzückt von seinem eigenen neuen Song gewesen, dass er vor Rührung kurz habe anhalten müssen. Er lacht. „The sad thing about it, it’s a true story.” 


Ein bisschen selbstverliebt, herrlich britisch, leicht verschroben, einen Zahnarzt könnte er vielleicht auch bei Gelegenheit mal wieder aufsuchen. Aber er ist auch grundsympathisch und ich persönlich mag solche Geschichtenerzähler ausgesprochen gern, vor allem dann, wenn sie auch musikalisch noch zu überzeugen wissen und das tut John Bramwell mit seinem Können an der Leihgitarre und seiner ganz leicht knarzigen, sehr angenehmen Stimme zwischen Blues und Singer/Songwriter-Rock. 



In jedem guten Festival-Lineup sollte eigentlich eine schwedische Band enthalten sein. Am Samstag wird dieser Slot mit der Rückkehr von Rasmus Kellermans Bandprojekt Tiger Lou gefüllt, das mal wieder alles hat, was schwedische Musik häufig ausmacht: poppig, tanzbar, ein bisschen folkig und trotzdem melancholisch, sehnsuchtsvoll und traurig.

 
Schnipo Schranke muss man vermutlich lieben oder hassen. Mir ist das Soundkonstrukt etwas zu eintönig und die Texte treffen ganz und gar nicht meinen Wohlfühlbereich. Zu viel Kopfkino für mich, aber ich kann auch verstehen, dass viele Zuhörer von den rotzigen Ansagen und schamgrenzwertigen Zeilen fasziniert sind. Es ist auf jeden Fall anders und alles andere als gewöhnlich.


Die vier Herren von Okta Logue sind badeseetauglich gekleidet als sie kurz vor 8 die große Bühne betreten. Vielleicht kommen sie ja direkt da her. Sie haben es schließlich nicht weit nach Rüsselsheim, obwohl sie so ganz und gar undeutsch und auch ein bisschen aus der Zeit gefallen klingen mit ihren breiten psychedelischen Soundwänden mit viel Orgeleinsatz. Großartig und schön zu beobachten. Einzige kleine Einschränkung: Im dunklen Club mit einem Hauch Alkohol im Spiel gefallen sie mir noch ein ganz kleines bisschen besser. Da würde ich mich dann auch nicht so sehr an den Äußerlichkeiten aufhalten.


Nach den vielen wunderschönen ruhigen Momenten freuen wir uns nach der Okta Logue Einstimmung sehr auf eine Runde laut und krachig. Eigentlich dürfte ich das als Stuttgarterin ja noch nicht mal laut sagen, aber ich hatte es bis dahin tatsächlich nicht geschafft, die spätestens seit Anfang des letzten Jahres schwer gehypten Die Nerven live zu sehen. Man nimmt ja immer an, dass sich die Gelegenheit in der Heimatstadt einer Band dauernd und immer wieder ergeben wird.


 
Auch war ich noch etwas skeptisch, nachdem ein Freund gemeint hatte, dass er tatsächlich drei Anläufe benötigt hätte, um die drei Jungs richtig gut zu finden. Die wird es für mich tatsächlich nicht brauchen, auch weil die Band zwischenzeitlich vermutlich genug Erfahrung gesammelt hat, um sich nochmal zu verbessern und live schon mit dem ersten Song zu überzeugen. Ich hatte irgendwie mehr Schrammel- Drei-Akkord-Punk erwartet, weil reingehört hatte ich auch noch nicht in der gebotenen Ausführlichkeit. Das allerdings sehr bewusst, denn Die Nerven machen Musik, die mich primär erstmal live kriegen muss.


Bassist Julian Knoth und Gitarrist Max Rieger wechseln sich beim Gesang ab oder singen auch schon mal gemeinsam und das so gut und harmonisch, dass man den dunklen, häufig zornigen Texten durchaus folgen kann. Tausendsassa Kevin Kuhn am Schlagzeug trommelt wie irre und hat eine Mimik, die The Animal aus der Muppet Show alt aussehen lassen. Der Punk klingt durch, aber es ist viel mehr. Schön postrockig düster, laut und tanzbar. 


Leider hatten es Two Gallants nach dem packenden Nerven-Erlebnis ziemlich schwer bei mir. Obwohl die beiden Amerikaner durchaus in der Lage sind, wie eine mindestens 6-köpfige Band zu klingen. Sänger/Gitarrist/Keyboarder Adam Stephens verfügt über eine wahnsinnige Rockröhre und Tyson Vogel versteht sein Handwerk an den Drums ebenfalls bestens . Nach den ersten zwei Liedern kommt die vor bald drei Jahren schon mal erlebte Energie der beiden schließlich doch noch an und auch wenn die neuen Lieder nicht ganz an das ältere Material heranreichen, bleiben die Kalifornier für mich die vielleicht beste Rock-Blues-Folk-Umsetzung im minimalistischen Zweierteam.


Vor den Temples verabschieden sich die drei Macher des Phono Pops tatsächlich unter auffordernd gemeinten Pfiffen und traurigen Buh-Rufen von ihrem letzten Publikum. Es war grandios. Wie erwartet und auch wenn ich nach 8 Stunden Musik und fast so viel Sonne langsam etwas erschöpft bin, sind die Temples mit ihrer retropsychedelischen Musik, deren moderne Anleihen an 60er-Jahre Beatles und Co von den jungen Engländern hervorragend umgesetzt werden, ein gelungener Ausklang dieses ganz und gar gelungenen Festivals.


Weitere Bilder:


Donnerstag, 6. Juni 2013

Maifeld Derby Tag 2, Mannheim, 01.06.13

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Meine Konzerte:  
  Dagobert (35min), 
  Kevin Devine (45min), 
  Caroline Keating (60min), 
  Efterklang (70min)

Ort: Mannheim Reitstadiumgelände/Maimarkt
Datum: 1. Juni 2013 (Samstag, zweiter Festivaltag)

Nach dem ersten Tag des Festivals hatte ich doch anschließend das Gefühl, mich etwas übernommen zu haben. Insofern hatte ich für den Samstag (wenngleich mit etwas schlechtem Gewissen) avisiert, das Programm ab Caroline Keating bis Efterklang mitzunehmen und das dann richtig zu genießen. Es ließ mir zwar das Herz bluten, dass ich damit ausgerechnet Mine aussortiert hatte, aber die würde ich bald wieder sehen und es hatte sich ja als sehr schwierig erwiesen, zwischen den Konzertern etwas zu verschnaufen.


So richtig durchgehalten habe ich diesen Plan dann aber doch nicht und war schon eine Stunde früher auf dem Gelände. Das war aber zunächst ein ziemlicher Reinfall und ich war auf mich selbst total ärgerlich. Auf der Freilichtbühne tobte Marla Blumenblatt in einer Lautstärke, dass Bleiben dort überhaupt nicht in Betracht kam und am Parcours d'amour stand eine riesige Schlange. Das ging ja gut los. Wäre ich doch nur noch ein Stündchen zu Hause geblieben und hätte Berichte vom ersten Tag zu Ende gebracht... Aber nachdem ich dann in das Reitstadium einrücken durfte und einen Platz gefunden hatte, wurde meine Laune schon etwas besser. Wenngleich die Musik dort auch etwas gewöhnungsbedürftig war. Dagobert schmetterte Schlager. Darauf war ich vorbereitet, wenngleich trotzdem nicht spontan begeistert. Aber Stück für Stück merkte ich, wie ich meine miese Laune verlor und mich einfach in den albernen Quatsch fallen lassen konnte. Er spielte ja wohl ziemlich bewußt mit allen möglichen Schubladen und so ein Wiener Dialekt kann da echt nur als hilfreich bezeichnet werden. Und das Publikum war mehr und mehr auf seiner Seite und als die Wunderkerzen brannten merkte ich, dass meine Miesepetrigkeit komplett wie weggeblasen war. Muss doch irgendwas dran gewesen sein.


Ich blieb nach Dagobert sitzen um mir als Übergang zu Caroline Keating Kevin Devine anzusehen. Es würde sicher solide Singer Songwriter Kost geben, aber ich erwartet mir nichts besonderes. Schön, dass Christoph für das Konzert zu mir rückte. Was wir dann zusammen erlebten, war eine wunderbare Dreiviertelstunde, die für mich der Überraschungshit des Tages wurde. Seine eigenen Lieder, aber auch die Interaktion mit dem Publikum waren phänomenal. Dabei hatte er doch nur sich, das Mikro und die Gitarre. Christoph hat das sehr schön aufgezeichnet und ich muss hier nur hinzufügen, dass der Tribünenchor zu ABBAs Dancing Queen einsame Spitze und einfach nur ein wunderschöner Maifeld-Moment war! Wobei ich mir nicht sicher bin, was schöner war, das eigene Mitgrölen oder zu sehen, wie geflasht Kevin Devine war, was da gerade für ihn völling unerwartet passierte.


Und Fans waren auch da. Die brauchten auch keinen ABBA-Hit um mitzusingen. Ich war sehr beeindruckt von einem textsicheren und inbrünstigen Sänger direkt links vor mir.  


Dann kam der ersehnte Auftritt von Caroline - sie war mir schon mehrfach durch die Lappen gegangen, z.B. im Cafe Nun in Karlsruhe (just wo ich es mir einfach nicht einrichten konnte). Nun endlich würde es klappen und ich war wirklich sehr gespannt.

Sie zauberte mit ihrer freundlichen und bodenständigen Art einen Lichtschein auf die Bühne und war in der Kommunikation mit uns allererste Klasse. Zwischendurch ging eine Flasche Wein und eine Flasche Pfeffi auf den Weg durchs Publikum, damit das Widerstehen gegen das widrige Wetter leichter fiel. Ganz die treu sorgende Gastgeberin. Im Gegenzug wurde ihr aus dem Publikum eine Packung Taschentücher angeboten und die Sympathien flogen ihr und dem geigenden Partner nur so zu Ach jetzt habe ich ja wohl aus Versehen verraten dass wir ein Paar sind - ja Mädels keine Chance - und ihr Jungs auch nicht...


Nun war ich ja wirklich gespannt, wie der Auftritt von Efterklang werden würde. Auch sie wollte ich schon längst live erlebt haben. Für Basel hatte ich schon einmal alles organisiert, aber dann hat es doch nicht geklappt. Im Zelt wäre es vielleicht nicht ganz optimal (vor meinem inneren Auge hatte ich noch das etwas unbefriedigende Tagesende mit The Notwist), aber doch hoffentlich ein besonderes Erlebnis.


Und das war es dann tatsächlich. Eine runde und schöne Sache und wer immer den seligen Blick von Casper auf sich ruhen gefühlt hat, ist hernach ein anderer Mensch. Davon muss ich noch extra ausführlich berichten. 

Im Anschluß fanden wir uns noch mit den Wohnzimmerkonzertmitstreiterinnen aus Stuttgart, die ähnlich große und feuchte Augen hatten wie ich. Was hatten wir da gerade erlebt?! 

Damit war der zweite Tag rund und schön und mit mehreren dicken Überraschungen gespickt gewesen. Der dritte Tag durfte gern kommen!

Mehr Maifeld Derby 2013 aus unserem Archiv:
Gudruns Bericht Tag 1
Gudruns Bericht Tag 2
Gudruns Bericht Tag 3
Thees Uhlmann (Tanita)
Útidúr 
Kevin Devine (Christoph) 
Enno Bunger
Daughter (Christoph)
Scout Niblett (Christoph)

es folgen noch Berichte zu The Notwist, Efterklang und Sea & Air
 
Caroline Keating, Berlin, 2. Dezember 2012 (weitere Konzertlinks dort)




Montag, 3. Dezember 2012

Caroline Keating, Berlin, 02.12.12

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Konzert: Caroline Keating
Ort: Grüner Salon, Berlin
Datum: 02.12.2012
Dauer: 70 min.
Zuschauer: ca. 40




Berlin am 2. Advent. Am Nachmittag hat es angefangen zu schneien. Mir war richtig kitschig zumute. Bevor ich aber zu Caroline Keating kam, gab es noch einem Abstecher auf den Weihnachtsmarkt des Michelberger Hotels. Dort sollte am Nachmittag ebenfalls Live-Musik erklingen. Es war dort proppenvoll - draußen als auch drinnen. Mit dem Dröhnen der Disco-Musik machte ich mich rechtzeitig zum Grünen Salon der Volksbühne auf. Viel zu selten wird heutzutage noch ein Raum Salon genannt. Das Wort alleine schon lädt förmlich zum Verweilen und die Seele baumeln lassen ein. Es hat etwas von Gemütlichkeit.

Von der Kanadierin Caroline Keating habe ich mir im Vorfeld optisch noch kein Bild gemacht. Ich kannte nur ihren aktuellen (und wohl einzigen) Tonträger, den ich die vergangenen Tagen dutzendfach hörte. Sie erinnerte mich stark an Regina Spektor, wenn sie auch nicht ganz so poppig klingt, worüber ich nicht wirklich traurig bin. Vielleicht habe ich mich deswegen kurzfristig gegen das Konzert von Regina Spektor entschieden. Mit ihrem neusten Machwerk konnte ich nur sehr wenig anfangen.

Der Grüne Salon ist an dem Abend mit bequemen Sesseln "bestuhlt". Zwischendrin stehen kleine Tischchen mit Kerzen. Hätte ich an diesem Abend eine romantische Verabredung gehabt, es hätte nicht besser kommen können. Auf der Bühne steht ein alter Bechstein Flügel, eine große Trommel sowie eine noch hängende Geige. Das Publikum würde ich zwischen 30-50 Jahren einschätzen.

Als Caroline Keating zur Bühne kommt, muss sie, wie alle Künstler im Grünen und Roten Salon, vorher durchs Publikum. Das sitzt ja gesittet im gediegenen Ambiente. Sie trägt an diesem Abend ein hochgeschlossenes kurzes schwarzes Samtkleid. Dazu noch ein paar silbern glitzernde Schühchen - sehr kleidsam. Sie setzt sich direkt an den Flügel und witzelt noch über ihre starke Konkurrenz an diesem Abend, die "very popular crime show" und beginnt dann noch alleine mit Silver Heart, dem Namensgeber ihres Tonträgers. Sie hat eine unheimlich ausdrucksstarke Stimme, die mir live sofort gefällt.

Zu Riots kommt Sebastian Chow auf die Bühne, mit dem sie einen kurzen Plausch auf französisch hält. Das Lied soll wohl von einem wunderbaren Studentenstreik handeln. Die hallende Geige fügt sich in das gekonnte Klavierspiel von Caroline Keating blendend ein. Es kommt immer wieder zu kurzen Blicken der Verständigung, die Stimmung zwischen den beiden Musikern scheint gelöst, aber sehr konzentriert. Zwischendurch erinnert mich das Aufbrausen der Geige an die Vier Jahreszeiten von Vivaldi. Richtig stimmungsvoll wird es dann mit dem mir bislang unbekannten Old Faithful - zum dahinfließen. Mit fließendem Übergang geht es dann über zu So Long. Es wird wohl an diesem Abend keinen dritten Musiker mehr geben, denn die Trommel wird von Sebastian Chow stimmungsvoll geschlagen und das im Wechsel zu seinem Geigenspiel, zupfend und streichend und immer mal wieder auf die große Trommel hauend, die den Raum mit einem tollen dumpfen Bass erfüllt. Caroline Keating weiß sehr zu schätzen, was sie an ihrem "Octopus" hat, wie sie ihn lieb nennt. Ein Abend voller Magie. Das Publikum ist gebannt und fasziniert. Niemand unterhält sich nebenher und die Telefone bleiben in den Taschen. Vielleicht blende ich das auch alles nur aus, denn ihre Musik verzaubert. Ihr Album ist deutlich poppiger produziert, nicht überproduziert, aber live gefallen mir ihre Musik und ihre Stimme noch besser. Mit Sebastian Chow hat sie wirklich einen Glücksgriff getan, wie uneitel und gefühlvoll er den Liedern sein Können schenkt.


Bei ihrem letzten Berlin Konzert waren es gerade mal vier Zuhörer. Kaum zu glauben, dass es an diesem Abend nicht weitaus mehr den Weg in den Grünen Salon gefunden haben. Ich gebe nur selten Prognosen über den Verlauf einer Karriere ab, zu unwägbar ist es. Aber bei Caroline Keating bin ich mir sicher, dass sie noch ein deutlich größeres Publikum erreichen wird. Ich erinnere mich dabei gerne an das schöne Konzert von Marketa Irglova im Babylon Mitte.

Zu Nightlife wippe ich mit dem Kopf mit... und es geht gleich über zu Grow Old, baby we all grow old. Zuletzt lebte sie für einen Monat in Leipzig und das sie nun wieder Abschied nehmen muss, fällt ihr sehr schwer. Sie fühlte sich dort "natural high". Wie schön! Ich habe keine wirkliche Vorstellung vom Leben in Kanada, aber es ist schön zu hören, dass es umgekehrt den Durchreisenden in Deutschland besser und besser gefällt. Die stechende Geige bei One gefällt mir - auch das dramatisch, chaotische Klavierspiel, welches dann doch wieder seine Ordnung findet, erinnern mich an das Tanzen der Schneeflocken, die mit ein wenig Wind mächtig durcheinander gewirbelt werden, um sich dann bei Gatsby wieder zu finden. Eine so berührende und kurzweilige Musik! So viel natürlicher und mädchenhafter Charme! Sie hat immer so ein natürliches und freundliches Lächeln. Bei Montreal komme ich dann völlig ins Träumen. Zu Ghost stellt sie sich scherzend neben Sebastian Chow, der sie nur zupfend begleitet. Ihre Aufregung kann man nun nicht nur erahnen, sondern auch sehen. Mit der einen Hand klammert sie sich ans Mikrofon, während die andere Hand das Kabel knetet. Niemand mag es ihr verdenken, dass sie noch unsicher ihres Könnens ist. Die die ihr Zuhören konnten, sind sich da aber ganz sicher. Also Zugaben folgen dann noch das zuckersüße Pit Stop und das vielleicht durch youtube bekannteste Lied von ihr: Billy Joel.

Ich hatte nach dem Konzert so ein wohliges Gefühl. Ich wollte noch gar nicht wirklich gehen. Im Gegenteil - irgendwie hätte ich Lust gehabt noch mit den anderen Gästen zusammenzusitzen und bei einem Getränk und angenehmer Musik weiter zu plauschen. Es war in mir eine schöne Salonatmosphäre, die ich versuchte bis in meinem Salon daheim mitzunehmen. Vielen Dank, dass ich Dich auf Deiner Reise durch Deinen musikalischen Zauberwald begleiten durfte, Caroline Keating.



 
Setlist Caroline Keating, Grüner Salon, Berlin:

01: Siver Heart

02: Riots
03: Old Faithful
04: So Long
05: The Pier
06: Holiday
07: Lusty Dusty
08: Nightlife
09: Grow Old
10: One
11: Gatsby
12: Montreal
13: Ghosts

14: Pit-Stop (Z)
15: Billy Joel (Z)

Links:


- aus unserem Archiv:
- Caroline Keating, Darmstadt, 03.11.12
- Caroline Keating, Frankfurt, 25.09.12
- Caroline Keating, Paris, 16.03.10
- Caroline Keating, Köln, 30.01.09




Montag, 5. November 2012

Caroline Keating, Darmstadt, 3.11.12

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Konzert: Caroline Keating (& Perry O'Parson)
Ort: ein Wohnzimmer in Darmstadt, Show im Rahmen der Bedroomdisco
Datum: 03.11.2012 
Zuschauer: etwa 70


So, Freunde, ich habe den guten Guido ein wenig dazu genötigt, uns einen Gastbericht zu liefern. Aber Wohnzimmerkonzerte finde ich eben immer sehr spannend und charmant. Na und wenn dann noch Caroline Keating spielt, dann will ich natürlich genau wissen wie das war!

Photos und Text von Guido, vielen Dank!


Glücklicherweise durfte ich auch mal wieder Gast bei einem Wohnzimmerkonzert sein, veranstaltet von den eifrigen Machern der "bedroomdisco". Für die Bestätigungsmail habe ich doch gern auf die gerade vor meiner Haustür spielenden The Gaslight Anthem verzichtet (wäre sowieso nur wegen dem Support hingegangen, Blood Red Shoes). Da vergaß ich sogar mal meine Antipathie für längere Autofahrten bei Regen.


Vor dem Auftritt von Caroline gab es quasi noch einen Support, Perry O´Parson, der mit seiner Mischung aus Folk/Americana nicht unbedingt der Gegend Mannheim/Karlsruhe zuzurechnen wäre.
Mehr als die Musik wird mir aber die Tatsache im Gedächnis bleiben, das Caroline die ganze Zeit zu meinen Füßen saß. 


:-)
Die Zuschaueranzahl ist schwer zu schätzen, da der Raum nach zwei Seiten offen war, wo sich dann auch noch eine Menge Leute aufhielten, die man aber nicht sehen konnte, es könnten aber doch so ca. 70 gewesen sein.

Es gab auch keinerlei technische Hilfsmittel um die Stimme oder Instrumente zu verstärken, was auch eine gewisse Disziplin von den Zuschauern voraussetzte, die diese aber erfüllten, selbst geklatscht wurde erst nach dem Verklingen des letzten Tones. Caroline trat dieses Mal ohne ihren Bassspieler auf, was aber keine Änderung im Set zur Folge hatte, dafür schlug Sebastian ab und an mal dezent auf eine Pauke, wenn er nicht gerade Violine spielte. Das Set, die Titel hatte ich mir jetzt nicht gemerkt, schien aber gleich/ähnlich dem meines letzten Zusammentreffens zu sein, neben den Songs der CD gab es wohl auch einen" neuen" Song, immerhin reichte es für einen ca. 60minütigen Set, der mit Ghosts endete, der auch wieder im Stehen, ohne Klavier vorgetragen wurde, wobei Sebastian seine Violine eher wie eine Gitarre spielte. Danach gab es am Eingang zur Küche, die quasi zu einem Verkaufsstand umfunktioniert worden war, auch noch CD/Vinyl zu kaufen. Auch gab es im Ausgangsbereich noch eine Spendenbox, in die man nach Lust und Laune etwas Geld werfen durfte. Was natürlich auch getan wurde. Bei dem einen oder anderen Getränk konnte man dann noch etwas Small Talk machen, wobei dies im Gespräch mit Caroline dann doch nicht um Musik, sondern Religion ging. Das kann aber auch an dem Iren gelegen haben. Gern wäre ich noch etwas länger geblieben, aber der Gedanke an die doch nicht so kurze Heimfahrt bei weiterhin strömendem Regen ließ dann doch die Vernunft siegen und so machte ich mich gegen 23:15 Uhr glücklich und zufrieden auf die Heimfahrt. Aber in 2013 kommt sie ja wieder nach Deutschland, wo sie ja beim Orange Blossom spielen wird, was natürlich gleich auch mit einer kleinen Tour ausgebaut werden wird, wie ich es mir schon gedacht hatte und es mir auch bestätigt wurde.




 

Konzerttagebuch © 2010

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