Posts mit dem Label Hauskonzert werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hauskonzert werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 11. April 2017

Mauno, München, 10.04.17

0 Kommentare

Konzert im Rahmen der Müncher Hauskonzerte mit Mauno
Datum: 10. April 2017
Dauer: 60 min
Zuschauer: etwa 100


Das hätte ich mir in meinen wildesten Träumen nicht ausgemalt, dass meine Tage in München einen Ausflug auf eine Pirateninsel beinhalten würden. Der geheime Ort des Konzertes mit der Band Mauno aus Halifax war für mich gar nicht so einfach zu finden in einem Container-Niemandsland hinter dem Ostbahnhof. Zu viele Container, um zwischendrin das gesuchte Container collective zu finden... Aber dann passte alles wirklich super um sich für einen Abend 


  Nick Everett (Gitarre und Gesang)
  Eliza Niemi (Bass und Gesang)
  Adam White (Schlagzeug) und
  Scott Boudreau (Gitarre)


zu überlassen.


Auch wenn nur der Drummer in etwa aussah, wie ich mir einen Pirat vorstelle. Die vier fühlten sich heimisch unter dem Münchner Himmel. Sie betraten etwas scheu die Bühne, stimmten die Gitarren durch und dann zündeten sie ein wahres Feuerwerk: Wilde, poetische Melodien (wie merken die sich das oder erfinden die es einfach jedes Konzert neu?) umgarnt von ebenso wilden - manchmal konträren manchmal schmeichelnden Gitarrenlinien. Dabei Taktsprünge und -wechsel was das Zeug hält. 


Das ist erwachsen verwirrt. Das ruft und wispert und winselt und windet sich. Dazu ein Bass, der manchmal tänzelnd hopst und hopst - wie z.B. bei Champs oder Summertime - aber auch eine ordentlich Basis gibt, wenn es Krach auf die Ohren gibt. Das fordert Hingabe. Von der Band aber auch vom Publikum, das sich aber nicht eine Sekunde bitten läßt, sondern sofort mit- und abging.


Am interessantesten waren für mich die zweistimmigen Songs zwischen Eliza und Nick und totale Faszination überkam mich bei den Frauenstimmensongs. Was waren die intensiv - Burn this - Wow! Die hypnotischen OoOoOos wiederholten sich ein ums andere mal, um dann einem Schlagzeugausbruch Platz zum machen. Und diese jähen Überraschungsenden an jedem zweiten Song. Trotz Spielfreude und Extase bleiben die Songs alle knackig kurz und bei der Sache. Immerhin sind es am Ende 18 Songs in 60 min - da bleibt im Schnitt nur 3 min pro Stück.
 

Nick sagte nachdem der Spaß schon halb vorbei war: Wir spielen euch alle Lieder, die wir haben und dann habt ihr sie! Anschließend gab es mit Again fast so etwas wie einen Blues, der aber auch wieder so ein abruptes Ende hatte.


Das Set endete mit einem echten energetischen Rausschmeißer und einer hymnischen Zugabe nach genau einer Stunde. Seitdem lässt mich diese Musik nicht los und wächst und wächst in meinem Herzen. Was für eine Tour de Force - welch tolle Spinner!


Setlist:
01: Bond
02: Didge
03: Champs
04: Benny
05: Summertime
06: Really well
07: Burn this
08: Nothing
09: heuth
10: Sight
11: Seven
12: Hot face
13: How long
14: Waste
15: Five
16: Again
17: Hand

18: Corn (Z) 


Tourdaten:



Mittwoch, 10. Juni 2015

Aldous Harding, München, 07.06.15

0 Kommentare

Konzert: Aldous Harding
 Veranstaltung der Hauskonzerte in München
Datum:  7.  Juni 2015



Ein Bericht von Eike - vielen Dank!

da braute sich was zusammen! über den himmeln der bayerischen hauptstadt, geradwegs auch über dieser ehemaligen schreinerei, an der marsstraße gelegen und zwar im hinterhof versteckt, doch nahe lärmender nachbarschaft, stand der himmel in dunkel gehüllt, zogen die winde auf, als würde ein sommergewitter feinster provenienz ausgebrütet. und doch wagten die fleißigen konzertveranstalter von hauskonzerte.com den abend mit hanna claynails harding, besser bekannt als aldous harding, ins freie zu verlegen. handgeknüpftes teppichwerk bevölkerte den kargen steinboden, darauf alsbald niedergelassen einige dutzend neugierige, höchstpersönlich eingeladene menschen. die künstlerin selbst hatte sich botmäßig unters volk gemischt und zollte dem abend, zollte antò nio applaus für einen wagnis behafteten auftritt, den der junge, münchner sangeskollege absolvierte. 


eine kurze pause später steht uns die neuseeländerin gegenüber. in ein kurzes, mit lustigen pferdchen bedrucktes sommerkleid gewandet, mit frisch gewaschenen, hoch gebundenen haaren, eine junge frau noch, der welt auf eine weise zugetan, wie man sie, wenn man knapp zwanzig jahre voraus ist, nur noch schemenhaft identifizieren kann. da sind diese offenherzigen und gleichzeitig beschlagenen gesten, da ist die vermeintlich schüchterne musikerin, deren ausdruck jedoch prägnant und ausdrucksstark staunen macht. da ist das stibitzen über den saiten ihrer akustischen gitarre, da ist dieser kehlige, selbstvergessene gesang. und da ist man selbst und da sind die eigenen vorstellungen, wie sie zurückgeworfen werden, wie sie zerschellen an der kunst einer charismatischen wie leichtfüssigen frau, die sich und vieles um sich herum nicht ganz so ernst zu nehmen und doch mit vielem im widerstreit zu stehen scheint. alsbald aber hält man nur noch den atem an, zwingt sich den tönen nach, die sich zwischen dem pfeifen der vögel, dem mal wispern und dann wieder rauschen des windes zu verlieren scheinen, die sich messen mit dem partygebrüll der konkurrenzveranstaltung einen hof weiter. druckvoll aber kann es harding auch und sie macht aus ihrem herzen keine mördergrube und verfängt sich in ihren liedern, verläuft sich in ihren phantasiewelten und kehrt erst wieder zurück, wenn die letzte note gefallen ist. 



sie beginnt mit "stop your tears", dem ein leichtes meeresrauschen innewohnen zu scheint, ein wenig mondglanz, eine starre, unverrückbare sehnsucht. das picking ist poiniert, zart, sacht. die stimme breitet sich nur langsam, dafür umso eindringlicher aus. ein schatten von koloratur bereits. rau der zeilenbeginn, weich die enden. wo auf ihrem album ein märchenhafter soundreigen einbettet, tut es an diesem abend die natur nicht weniger gelungen. harding weiß um ihr minenspiel, um ihre eigenart, die gitarre zu umklammern, den kopf über den resonanzkörper legend, als spüre sie den tönen nach, als prüfe sie die qualität des vortrag, noch bevor er an die ohren seiner hörer brandet. 

"beast" zeigt sich belebter, flotter, es spielt mit den worten, auch wie es den klang der worte zu biegen weiß. ein neuer dialekt, der sich unter der liquiden melodie breit macht. wir streifen nachfolgend mit "titus groan" mervyn peakes "gormenghast trilogie", vorgetragen mit diesem weichen flattern in der stimme, gebettet in vollmundige, verheißungsvolle, warme harmonien. dass der track ausgerechnet "party" heißt, in welchem es um die trennung von einem lover geht, findet auch harding komisch, wenngleich bald klar wird, dass es hier um das bedauernswerte warten und bangen geht, ob und wann man sich treffen wird oder nicht mehr treffen mag. 

auch "swell does the skull" ist kein albumtrack des im letzten jahr veröffentlichten debütwerks der aus dem kleinen lyttelton stammenden sängerin. erst mit "hunter" zieht sie wieder bekanntes ins blickfeld und weiß zugleich um ihren "hit", wie sie den wunderbaren titel selbst nennt. er geht ihr so frisch von der hand, wie man es erwartet hatte. die einträgliche melodie breitet sich flink aus und fasst das rund, bewegt es gar ein wenig. der lichte gesang verstaubt unter der noch trockenen erde und wird doch same sein. es ist das drama, es ist nichts, was sich aufdrängt im vortrag von aldous. es ist die seelentreue, das verbindliche moment, das anhebt, anrührt. 

ein letztes lied, dann geht sie. geht mit einem lächeln über den lippen. doch das publikum möchte sie noch einmal wiedersehen. sie stöpselt die gitarre ab und ehrt eine ihrer vorbilder. "non, je ne regrette rien" schallt es durch den hof, energisch trägt sie das piaf-lied vor, ihre aussprache ist ausgezeichnet, das lied passt besser zu ihr, als man zunächst glauben wollte.

dass sich harding später nicht zu einer weiteren zugabe hinreissen ließ, begründet sie damit, dass sie genau wisse, dass man in der folge ein ums andere mehr von ihr hören wolle. außerdem wartete bereits eine zigarette auf sie, die ihre tourmanagerin bereits zwischen den fingern bereit hielt.


so musste wir uns mit einem viel zu kurzen, dafür umso intensiveren vortrag begnügen. ein schöner abend, wie er sich dann über münchen verlor, ohne auch von nur einem tropfen nass benetzt worden zu sein. so kann auch ein sonntagsglück aussehen.

Setlist: 
01 stop your tears
02 beast
03 titus groan
04 party
05 swell does the skull
06 hunter
07 the world is looking for you

08 non, je ne regrette rien (Z)


Montag, 5. November 2012

Caroline Keating, Darmstadt, 3.11.12

2 Kommentare

Konzert: Caroline Keating (& Perry O'Parson)
Ort: ein Wohnzimmer in Darmstadt, Show im Rahmen der Bedroomdisco
Datum: 03.11.2012 
Zuschauer: etwa 70


So, Freunde, ich habe den guten Guido ein wenig dazu genötigt, uns einen Gastbericht zu liefern. Aber Wohnzimmerkonzerte finde ich eben immer sehr spannend und charmant. Na und wenn dann noch Caroline Keating spielt, dann will ich natürlich genau wissen wie das war!

Photos und Text von Guido, vielen Dank!


Glücklicherweise durfte ich auch mal wieder Gast bei einem Wohnzimmerkonzert sein, veranstaltet von den eifrigen Machern der "bedroomdisco". Für die Bestätigungsmail habe ich doch gern auf die gerade vor meiner Haustür spielenden The Gaslight Anthem verzichtet (wäre sowieso nur wegen dem Support hingegangen, Blood Red Shoes). Da vergaß ich sogar mal meine Antipathie für längere Autofahrten bei Regen.


Vor dem Auftritt von Caroline gab es quasi noch einen Support, Perry O´Parson, der mit seiner Mischung aus Folk/Americana nicht unbedingt der Gegend Mannheim/Karlsruhe zuzurechnen wäre.
Mehr als die Musik wird mir aber die Tatsache im Gedächnis bleiben, das Caroline die ganze Zeit zu meinen Füßen saß. 


:-)
Die Zuschaueranzahl ist schwer zu schätzen, da der Raum nach zwei Seiten offen war, wo sich dann auch noch eine Menge Leute aufhielten, die man aber nicht sehen konnte, es könnten aber doch so ca. 70 gewesen sein.

Es gab auch keinerlei technische Hilfsmittel um die Stimme oder Instrumente zu verstärken, was auch eine gewisse Disziplin von den Zuschauern voraussetzte, die diese aber erfüllten, selbst geklatscht wurde erst nach dem Verklingen des letzten Tones. Caroline trat dieses Mal ohne ihren Bassspieler auf, was aber keine Änderung im Set zur Folge hatte, dafür schlug Sebastian ab und an mal dezent auf eine Pauke, wenn er nicht gerade Violine spielte. Das Set, die Titel hatte ich mir jetzt nicht gemerkt, schien aber gleich/ähnlich dem meines letzten Zusammentreffens zu sein, neben den Songs der CD gab es wohl auch einen" neuen" Song, immerhin reichte es für einen ca. 60minütigen Set, der mit Ghosts endete, der auch wieder im Stehen, ohne Klavier vorgetragen wurde, wobei Sebastian seine Violine eher wie eine Gitarre spielte. Danach gab es am Eingang zur Küche, die quasi zu einem Verkaufsstand umfunktioniert worden war, auch noch CD/Vinyl zu kaufen. Auch gab es im Ausgangsbereich noch eine Spendenbox, in die man nach Lust und Laune etwas Geld werfen durfte. Was natürlich auch getan wurde. Bei dem einen oder anderen Getränk konnte man dann noch etwas Small Talk machen, wobei dies im Gespräch mit Caroline dann doch nicht um Musik, sondern Religion ging. Das kann aber auch an dem Iren gelegen haben. Gern wäre ich noch etwas länger geblieben, aber der Gedanke an die doch nicht so kurze Heimfahrt bei weiterhin strömendem Regen ließ dann doch die Vernunft siegen und so machte ich mich gegen 23:15 Uhr glücklich und zufrieden auf die Heimfahrt. Aber in 2013 kommt sie ja wieder nach Deutschland, wo sie ja beim Orange Blossom spielen wird, was natürlich gleich auch mit einer kleinen Tour ausgebaut werden wird, wie ich es mir schon gedacht hatte und es mir auch bestätigt wurde.




Dienstag, 5. Juni 2012

The Blank Tapes, Paris, 02.06.12

2 Kommentare

Konzert: The Blank Tapes

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, aber nicht mein eigenes; soirée Homespun Booking
Datum: 02.06.2012
Zuschauer: mindestens 35, vielleicht sogar 40
Konzertdauer: eine gute Stunde



In den letzten Jahren gab es bereits etliche Versuche, mit den Blank Tapes aus Kalifornien mal eine Oliver Peel Session zu machen. Aus welchen Gründen auch immer (höchstwahrscheinlich terminliche Probleme) haben wir das aber nie hinbekommen. Insofern recht kurios, aber vielleicht auch konsequent, sie in einem anderen Wohnzimmer als dem meinen, live zu sehen. Wenn man zu lange fackelt, schlagen eben andere zu. In diesem Falle die flinken Mädels und Jungs von Homespun Booking, die ihre Hauskonzerte in immer anderen Wohnungen organisieren und sich die Blank Tapes gekrallt haben.


Dieses Mal waren wir bei einer Pariserin namens Sandrine zu Gast, die über 35 Gäste in ihrer ziemlich kleinen 1 Zimmer Wohnung empfing. Die Bude platzte wirklich aus allen Nähten, es gab Leute wohin man nur schaute. Keine Ecke war mehr frei und auch der kleine Balkon war bevölkert.


Weil das Wetter noch so schön war und ich mir die Aussicht ansehen wollte, gesellte ich mich zu den Balkonfreaks und stieß dabei auch auf die Band des heutigen Abends. Die Blank Tapes sind das Baby des langmähnigen Kaliforniers Matt Adams, der schon etliche Jahre aktiv ist, sieben tolle Lo-fi Alben produziert und veröffentlicht hat und zumindest im heimischen Amerika etliche Begleitmusiker um sich schart. Bei dieser Europatour 2012 ist er aber nur mit seiner Geliebten Pearl Charles unterwegs, die ein wenig Schlagzeug und Percussion spielte. Matt und Pearl erzählten mir, daß sie am Vorabend in Nantes aufgetreten seien und daß ihr für Donnerstag angesetztes Konzert in einem Pariser Jazzclub in letzter Minute gecancelt worden war. Sehr schade für das sympathische, ungekünstelte Duo, aber um so glücklicher konnte ich mich schätzen, ihr einziges Konzert in der Stadt der Liebe mit ansehen zu dürfen.







Gegen 21 Uhr 15 wurden plötzlich alle auf dem Balkon stehenden Leute gebeten, sich ins Wohnzimmer zu begeben, weil die Blank Tapes draußen vom Leder ziehen würden, während das Publikum sich das Ganze sitzenderweise von drinnen aus ansehen sollte. Eine lustige Idee, die allerdings weniger Konzept (also kein neues Balcony TV), sondern aus der Not heraus geboren war. Ohnehin wird bei Wohnzimmerkonzerten immer viel improvisiert, das macht den Charme der Geschichten aus. So bestand dann auch heute das "Schlagzeug" von Pearl amüsanterweise aus einem Postkarton eines Eil-Dienstes. Aber die Blank Tapes wussten sich eben zu helfen, spielten ganz ohne Netz und doppelten Boden (vor allem auch ohne Mikro) und Matt nutzte lediglich einen kleinen Gitarrenverstärker. Sein Gitarrenspiel war sowieso das coolste. Sehr lässig, fuzzig und melodieseelig und ganz lässig aus dem Ärmel geschüttelt kam das rüber. Ziemlich schnell wurde klar, welcher Stil hier gespielt wurde: eine Mischung aus 60ies Pop, Californian Pop, Garagenrock und psychedelischem Folkrock in der Tradition der Beach Boys, der Mamas & Papas und Creedence Clearwater Revival. Klassische Referenzen ja, aber ein reiner Retro- Sound nein. Stattdessen kredenzten Matt und Pearl ihre ganz eigene Mischung modernen Pops aus Los Angeles. Da fühlte man förmlich die Sonne in den Songs, das relaxte Beach Feeling, die entspannte Haltung dem Leben gegenüber. Diese Nonchalance und Unaufgeregtheit übertrug sich auch auf die Zuschauer, die viel Spaß hatten und sich an der tollen Musik (und ein paar Bierchen oder Roséwein) gütlich taten.


Ingesamt eine Stunde wurde auf diese Weise froh und munter musiziert, ältere aber auch neuere Stücke von dem brandneuen Werk Sun's Too Bright performt*, bis irgendwann die Dunkelheit hereinbrach.


Kein Grund abzubrechen natürlich, aber nun brauchte ich für meine Fotos einen Blitz. Die Stimmung war inzwischen so gelockert, daß die Leute nun alle vom Boden aufstanden und breit grinsend mittanzten. Ein Bursche gesellte sich sogar tanzenderweise zu den beiden Musikern. Die Distanz zwischen Künstlern und Publikum war nun endgültig gebrochen. Jetzt hätte nur noch gefehlt, daß wir zusammen mit den Blank Tapes eine Polonaise durch das Wohzimmer machen. Haha, der letzte Satz ist natürlich Blödsinn, einen solchen Schwachsinn hätten wir sicherlich erst nach 15-35 weiteren Flaschen Bier gemacht und so viel zu saufen gab es nicht.


Die Party ging aber auf jeden Fall noch weiter, denn jetzt legte die Gastgeberin auf und zeigte uns, was sie als Djette so draufhat.


Ich selbst hatte genug gehört und gesehen, auch ein paar CDs abgestaubt und insgesamt einen richtig guten Abend verlebt. Ein großes Lob an die Veranstalter und die Musiker!

* Matt hat mir auf meine Anfrage hin das Foto einer anderen Setlist zugesendet, die der heutigen ähnlich war, hier ist sie:

01: Holy Roller
02: Beach Party
03: L.A. Baby
04: In The Light
05: Way To Stoned
06: Driving Out
07: Sombody Somewhere
8: One Way Road
09: We Can Do What We Want To
10: Sexy Skype
11: This Is What's Inside
12: Listen To The One
13: Silverado
14: Hard To Let Go
15: Do I Have To Come Right Out And Say It (Buffalo Springfield Cover)
16: F88729415a
17: Don't Ever Get Old

+ bei der Homeshow zwei neue Songs irgendwo dazwischen namens: Don't Take It From Me & Sh-bop Sh-bop yeah



Dienstag, 15. Mai 2012

Orion Rigel Dommisse, Paris, 14.05.12

0 Kommentare

Konzert: Orion Rigel Dommisse

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Montreuil bei Paris, aber nicht mein eigenes
Datum: 14.05.2012
Zuschauer: etwa 30
Konzertdauer: etwa 50 Minuten


Homeshows laufen traditionellen Konzertlocations immer mehr den Rang an. Gut so, vor allem wenn ich selbst immer schön brav eingeladen werde! Auch für das wundervolle Konzert von Orion Rigel Domisse hatte man mir ein Plätzchen reserviert. Eine einfache Mail genügte. Aber ein ganz Unbekannter bin ich in der Wohnzimmerkonzert-Szene wohl auch nicht mehr. Die Mädels von Homespun Booking, die den heutigen Abend organisierten, hatten sogar unumwunden zugegeben, sich von meinen Oliver Peel Sessions inspiert haben zu lassen.


Die Fete sollte bei Fanny und Elsa in Montreuil steigen. Ein Ort, der offiziell nicht mehr in Paris liegt, aber recht einfach mit der Metrolinie 9 erreichbar ist. Zusammen mit der Musikerin Rachael aka Kinrisu machte ich mich auf den Weg dorthin, ließ mir vom Obsthändler sagen, wie ich die konkrete Straße finden würde und traf gegen 20 Uhr 15 am Ort des Geschehens ein. Das Wohnzimmer war nicht sehr groß, aber stark bevölkert. Am Ende waren wir ungefähr 30 Leutchen und vielmehr hätten sicherlich auch nicht mehr reingepasst.


Das Wetter an diesem Abend war herrlich und so guckte ich noch eine Weile romantischen Blickes aus dem Fenster, wartete auf den Sonnenuntergang und erfreute mich am Anblick eine Baumes im Abendrot.

Erst als es schon merklich dämmerte, legten Orion und ihr Partner (in der Musiker und im Leben) Christopher los. Vielleicht brauchten sie eine nächtliche Stimmung, um ihren düsteren, mitunter fast gothischen Folk zu zelebrieren. Instrumententechnisch ist ihr Werk dominiert von ihrem elektrischen Cello und seinem gewaltigen Kontrabass, ansonsten lebt vieles von ihrer unfassbar tollen Stimme. Eine Mischung aus Sandy Denny (Fairport Convention), Marissa Nadler und Kate Bush, so meine spontane Assoziation. Das rothaarige Mädel kann sehr lieblich und sanft, dann aber auch aufmüpfig und kapriziös und manchmal durchdringend hoch singen und vermag ihren schwarzen Stimmung perfekt Ausdruck zu verleihen. Ihr Gesangesstil hat etwas stark Narratives und was sie erzählt, ist nichts für zart besaitete Naturen:

"Fake yer death if you need to, to afford distractions from the living, oh, you can make a body out of plaster soaked in your own blood, then leave the body in your bed, covered with the sheet like you were murdered in your sleep" sang sie beispielsweise mit lieblichster Stimme in Fake Yer Death und ließ mich (wohlig) erschaudern. Zum Glück kein authentischer Stoff, sondern Texte, die stark von Horrofilmen inspiriert sind. Auch die anderen Lieder hatten ähnlich krasse Lyrics zu bieten ("just drink yourself to death so I never have to see you again I know my love it sounds cruel but I'm the one killing you"- Drink Yourself To Death; Leavin' dishes of poison around sleeping on carcasses after the curtains I've got three squirrels in my hands chewing my fingers bloody pulp and I've got three squirrels in my hands"- Squirrels) waren aber ungemein faszinierend.


Ihr elektrisches Cello und sein tief grummelnder Kontrabass passten wirklich zusammen wie das Schwert zur Scheide und ihr wieselfinkes Fingerpicking und seine virtuose Streichtechnik waren absolut verblüffend. Orions Instrument klang nicht wie ein normales Cello, sondern eher wie eine Harfe, allerdings scharfkantiger, weniger lieblich und mittelalterlich. Ein großer Hörgenuß!

Einzelne Stücke als besondere Highlights rauszupicken fällt mir nicht leicht, aber Squirrels und Swamp klangen auf Anhieb so verführerisch, mysteriös und betörend schön, daß man da unbedingt mal reinhören sollte.


Ich glaube dem Publikum hat es auch ungemein gut gefallen, zumindest der Beifall war verdammt stürmisch und wollte gar nicht mehr abreißen. Zwei Zugaben gab es deshalb noch, dann war leider Schluß und die meisten Mitbügerinnen und Mitbürger stürzten sich auf das Bier und die Chips. Ich hingegen orderte die Vinylversion des neuen Album Chickens, die mir bald zugesendet wird. Ich freue mich riesig drauf, das wird sicherlich ein wundervolles Machwerk sein, daß sowohl Augen und Ohren verzücken wird.

Eine vorzügliche Homeshow. Nette Gastgeber, viele Mädchen im Publikum (jaja, sehr gute Quote!) und Musiker, die eigentlich ihren Platz auf den großen Bühnen dieser Welt hätten, was will man eigentlich mehr? Ich bin mächtig angetan von Orion Rigel Dommisse und übertreibe nicht, wenn ich von einer der besten Neuentdeckungen diese Jahres spreche. Wow!

Setlist Orion Rigel Dommisse,Homeshow, Paris:

01: Simon Sent For Me

02: Missing
03: Fake Yer Death
04: Skinwalkers
05: Bristol
06: Cord
07: Cave
08: Drink Yourself To Death
09: Moon Over Kentucky
10: Squirrels
11: Swamp




Das Klienicum zu Orion Rigel Dommisse, klick!



Mittwoch, 9. Mai 2012

Will Stratton & Paleo, Paris, 07.05.12

1 Kommentare

Konzert: Will Stratton & Paleo passent au salon

Ort: ein Wohnzimmer von GoodMorninCaptn, irgendwo in Paris,
Datum: 07.05.12
Zuschauer: etwa 25


Erster großer Pluspunkt: es gab Katzen. Zwei sogar. Die lümmelten sich ganz gemütlich im Wohnzimmer rum und eine von ihnen war bei den Konzerten ganz nah dran an dem Musikern.

Zweiter großer Pluspunkt: ich hatte einen Platz auf dem enorm bequemen Sofa ergattert und konnte so ganz gemütlich die Auftritte von Paleo und Will Stratton verfolgen.

Sehr langes Haar in der Suppe, das die Pluspunkte wieder ausradierte: ich war brutal müde und ein grippaler Infekt steckte in meinen alten Knochen.


Folge war, daß ich dieses Wohnzimmerkonzert, das ein netter Pariser Mitbürger unter dem Pseudonym GoodMorninCaptn organisiert hatte, nicht so genießen konnte, wie ich wollte. Meine Beine waren schwer wie blei, die Augenlieder müde und die Birne matschig. Dabei waren die Rahmenbedingungen eigentlich ausgezeichnet. Die Gastgeber waren herzlich, die gute Stube klein, aber fein, das Buffet verlockend und die musikalischen Gäste erlesen.

David Strackany aka Paleo machte den Beginn. Ein schlacksiger Zeitgenosse aus Illinois mit sehr ungewöhnlicher, aber gleichzeitig auch toller Krächzstimme. Er erinnerte mich diesbezüglich sofort an Deertick, Neutral Milk Hotel, Sam Amidon (wenn er seine spinnerte Phase hat), Clap Your Hands Say Yeah oder O'Death. Der Bursche gab sich viel Mühe, performte oft auf Zehenspizen und hatte auch gute Songs zu bieten, aber meine Müdigkeit war so immens, daß ich immer wieder fast einnickte. Nach seinen dreißig Minuten war ich dermaßen benebelt, daß ich mich am liebsten auf den Nachhauseweg gemacht hätte. Ich fühlte mich wirklich mies.




Aber ich blieb und tat gut daran. Denn nun übernahm der talentierte Will Stratton aus New York die Akustikgitarre und spielte mit verblüffendem, wahnsinnig rasanten Fingerpicking seine melancholischen Folksongs im Stile von Nick Drake. Er ist gerade auf Tour und promotet sein aktuelles viertes Album Post Empire*, das in Frankreich auf Talitres erschienen ist. Ein Werk, auf dem auch Geigen und weibliche Backgroundvocals zu hören sind, die es aber hier und heute im Wohnzimmer nicht gab. Stattdessen war der Vortrag komplett auf den Gesang und das Gitarrenspiel reduziert. Ich liebe diese abgespeckten Versionen grundsätzlich, hätte mir aber dennoch manchmal etwas mehr Variation gewünscht. Die Lieder klangen mir so etwas zu gleichförmig und erneut hatte ich Probleme, wach und konzentriert zu bleiben. Die 30-40 Minuten Konzert gerieten somit zur Geduldsprobe und ich dachte irgendwann nur noch an eine warme Decke, Tee und Grippemittel.




Es war einfach nicht mein Tag gestern und nachts im Bett wurde ich von Fieberattacken gequält, die ich aber recht erfolgreich mit Paracetamol bekämpfte.

Leider ist dieser Bericht jetzt nicht besonders spannend und aussagekräftig geworden, aber Christoph und ich haben uns immer zum Grundsatz gemacht, genau so zu berichten, wie wir die jeweiligen Konzerte empfinden. Und auf Grund meiner Schwächung waren eben die Empfindungen gedämpft.

Schaut euch Will Stratton und Paleo auf Tour trotzdem an! Zu empfehlen für Leute, die ruhigen Folk im Stile von William Fitzsimmons mögen, weniger für Fans von Dan Mangan oder Mumford & Sons.

Konzerttermine Will Stratton & Paleo:

15.05.2012: Bar Rossi, Zürich,
17.05.2012: Fluc, Wien
23.05.2012: Kunsthof Gohlis, Dresden
24.05.2012: Kaffe Schwarz, Leipzig
25.05.2012: Franz Mehlhose, Erfurt
26.05.2012: IVI, Frankfurt
29.05.2012: Schlosskeller, Darmstadt
30.05.2012: Café Galeo, Stuttgart
31.05.2012: Hempels, Augsburg



* davon spielte er When You Let Your Hair Down To Your Shoulder, At The Table Of The Styx, If You Wait Long Enugh, The Relatively Fair, Mercury Id Blues




Freitag, 4. Mai 2012

Amy Schmidt, Freiburg, 30.04.12

0 Kommentare

Konzert: Amy Schmidt (Nebraska)

Ort: Wohnzimmerkonzert Freiburg
Datum: 30.04.2012
Zuschauer: zwischen 40 und 50 Dauer: 90 min


Bericht und Foto von Gudrun aus Karlsruhe


Wer kann schon einer freundlichen Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert widerstehen - auch wenn dafür einige Kilometer zurückzulegen sind?! Hinzu kam, dass eine spontane Kettenreaktion einsetzte und wir schließlich zu sechst im Auto unterwegs waren (Altersspanne von 25 bis 75 Jahren). Es wurde also auch noch ein nettes Gruppenerlebnis. In Freiburg hatte sich Amy Schmidt mit dem wackeren Christoph als Führer durch deutschsprachige Lande über Couchsurfing nach einem geeigneten Wohnzimmer umgesehen und es gefunden. Ich war doch etwas überrascht, wie viele am Ende hineinpassten und auch fast alle bequem saßen, was insgesamt eine freundliche und entspannte Atmosphäre schuf. Überdies war es ein auffällig internationales Publikum.

Kurz nach 20 Uhr begann das Set und mit einer kleinen Pause von etwa 20 min gab es bis 22 Uhr eher getragene Gitarrenmusik auf eine fünfsaitigen Gitarre (hab ich noch nie gesehen).

Ich hatte mich im Vorfeld nicht sehr kundig gemacht, da ich einfach dem Geschmack der Gastgeber vertraute und auch sonst alles so gut passte. Trotzdem fühlte es sich schon irgendwie bemerkenswert an, dass eine junge Frau aus Nebraska in Deutschland und der Schweiz durch die Wohnzimmer tingelt (anschließend geht es noch weiter durch kleine Clubs - die Termine folgen unten) und uns so der Zufall (oder das Schicksal) zusammengeführt hat.

Sehr schön war, dass sie zu jedem Lied auch etwas zu erzählen hatte, was die Musik in einen Zusammenhang stellte und mir als Hörer auch das Gefühl gab, sie besser kennen zu lernen. Viele Geschichten waren nicht so fröhlich, aber so ist das Leben halt. Und besonders, wenn man in einem eng geknüpften Gemeinwesen nicht so lebt, wie "alle", sich andere Ziele setzt und in der großen Welt da draußen seinen eigenen Weg finden muss. Wenn die Erfahrungen im Lied verarbeitet sind, ist das ja häufig genug ein Beispiel für die Hörer: Ist auch für die Sängerin alles nicht so einfach, aber schön ist das Leben ja doch irgendwie. Eine junge Dame war so ergriffen, dass sie über lange Teile des Sets zum Taschentuch greifen musste. Da wurde wohl sehr direkt eigenes Erleben angerührt.

Alles in allem also ein rundum gelungener Abend der uns noch länger Gesprächsstoff liefern wird.

Nach dem Konzert wurde noch in Gruppen geschwatzt und in der Küche abgehangen und Amy genoss es, in der Gruppe einzutauchen und einfach da zu sein. Ihr Bericht (siehe http://amyschmidtmusic.com/ auch für Videos) liest sich so:


``Freiburg was a treat. I played in a lively flat with several residents and lots of personality. Nearly 50 people packed into the living room, sitting on sofas, tables, and a spiral staircase. It was a little overwhelming, but in a good way. During the break and after the show, I hunkered down in the kitchen and met a good variety of people. I met someone from nearly every continent. As the big party wound down, I climbed into my sleeping bag and crashed on the couch. I felt someone cover my sleeping bag cocoon with a blanket and tuck me in. Sweet way to end the night.

I woke up to a beautiful breakfast laid out on the table. I was up a bit earlier than usual because today was laundry day! We hung out with our hosts while my really dirty clothes swirled around in the laundromat. Even though I really dislike games, I played some games in a cafe. And I did not hate it. After arranging a carpool ride to Stuttgart, we packed up the clean clothes and took off through the black forest.''

Die weiteren Tourdaten sind im Mai
5: Röhrsdorf/Blütenfest
8: Hannover/ Saiku
10: Tübingen/ Cafe Haag
11: Heidelberg/actionhouse
12: Leipzig
13: Braunschweig/ Die Scheune
15: Stuttgart/speakeasy
16: Kirchheim/Wunderbar
17: Borgentreich
18: Dresden/ Katys Garage
20: Berlin/Berlinprojekt



Donnerstag, 3. Mai 2012

Kinrisu, Paris, 15.04.12

0 Kommentare

Konzert: Kinrisu, Feather Feather, My Jazzy Child
Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, aber nicht mein eigenes

Datum: 15.04.2012

Zuschauer: geschätzte 70




An einem Sonntag im April habe ich ein Fabelwesen gesehen. Eine rothaarige Fee mit seltsam infantilem Gesang, eigenartiger Gitarrentechnik (klopfen war oft angesagt) und wundersamen Texten namens Kinrisu hatte mich völlig verzaubert.

Woher stammte sie? Wer war sie? Warum hatte ich nie vorher von ihr gehört oder gelesen?


Nun, Rachael, so heißt die junge Dame bürgerlich, stammt aus Kalifornien, wohnt seit ein paar Jahren in Paris und ist hier eher sporadisch aufgetreten. Theoretisch hätte ich sie aber schon einmal live sehen können, sie war unter anderem im International oder Petit Bain zu bewundern. Aber Konzerte von ihr waren insgeamt doch eher rar gesät. Dabei hat sie in den letzten sechs Jahren fleißig Songs geschrieben und stattliche 4 Alben in Eigenregie aufgenommen. Sie heißen Make Love & Cake (2007), Monster Wisp (2008), Early Pastries (Feb 20120) und Lucent Animal Chimes (Nov 20120). Alle verfügen sie über ein außerordentlich charmantes Artwork, das die Künstlerin selbst gefertigt hat. Rachael zeichnet auf kindliche und pointilistische Weise Menschen und Tiere in bunten Farben.

Sie selbst beschreibt sich so: "Kinrisu reveals a dreamlike and personal universe favored by experimental and instinctive folk music & pointilist drawings made of intricate characters and enigmas and colorful stains."

Diese Beschreibung passte perfekt! In der Tat war ihre auf einer Akustikgitarre vorgetragene Folk-Musik experimentell, eigen und kam aus dem Bauch (oder aber dem Herzen?) raus. Vor einer Leinwand mit einer ihrer Zeichnungen spielte sie vor einer vorbildlich leisen Gruppe von Musikfans ihre verhuschten Songs und verblüffte die Leute vor allem mit ihrer an die frühe Joanna Newsom oder Coco Rosie erinnernde Kleindmädchenstimme. Sie benutzte im Gegensatz zu den Tonaufnahmen aber keinerlei Effekte oder Loops, sondern spielte rein akustisch und althergebracht auf. Ich war hin und weg, begeisterte mich neben der Stimme auch an der Klopftechnik auf der Gitarre und verbrachte traumhafte 35 bis 40 Minuten, die auschließlich mit ganz neuen, unveröffentlichten Songs bestückt waren. Textlich ging es um die Verarbeitung eigener Erlebnisse, teilweise sehr düsterer Art. Immer aber blieb die kindliche Sichtweise (Kinrisu ist bereits Mutter vielleicht liegt es daran) und man hörte von Astronauten, Panda Babies oder auch Space Frogs (Weltraum Frösche?). Abgedreht, was?


Wie ich schon sagte, ein Fabelwesen. Ich bin heute, fast drei Wochen später noch völlig geplättet von der jungen Dame. Sie hat ein immenses Talent, ist absolut außergewöhnlich. Nach den entzückenden Däninnen Nór mache ich also zum zweiten Mal in diesem Jahr bei einer Homeshow eine ganz prima Entdeckung.







Die heutige Show hat übrigens ein netter Mitbürger namens Serge organisiert. Er ist Novize in dem "Geschäft", fragt mich hinterher, was ein "Profi" wie ich (so nannte er mich, ich wies das zurück) ihm als Verbesserungsvorschlag unterbreiten würde. Da fiel mir nicht viel ein, denn ich fand die Atmospähre sehr angenehm und entspannt, die Künstler gut gewählt und die Location geräumig und gemütlich. Eine Sache gab ich ihm dann doch noch auf den Weg, weil mir das grunsätzlich wichtig erscheint. Serge hätte die jeweiligen Bands kurz ansagen und vorstellen müssen, das schafft eine gute Verbingdung zwischen Künstler und Publikum und wird leider bei Wohnzimmerkonzerten relativ oft vergessen.

Achso, neben Kinrisu traten noch zwei andere Acts bei dieser Veranstaltung auf. In den Nachmittag eingeleitet hatte der Franzose My Jazzy Child, der traurige Lieder im Stile von Nick Drake auf der Akustischen vortrug, bevor dann Feather Feather den Staffelstab übernahmen. Von dem Projekt des Franzosen Philippe, der auf einer traditionellen finnischen Kantele spielt und sich zwei amerikanische Gastsängerinnen dazu geholt hat, hatte ich ja schon vor nicht allzu langer Zeit ausführlich geschwärmt. Heute hatte er übrigens zwei andere Vokalistinnen als beim vorigen Mal dabei (ihre Namen: Austin (Foto) und Melody) und der umtriebige Kerl wird am 19. Mai dann auch ins Aufnahmestudio gehen, um die bildschönen Kompositionen für die Ewigkeit auf Tonträger zu bannen.



 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates