Konzert: Reeperbahn Festival Ort: div. Orte/Hamburg Datum: 18.-21.09.2024 Dauer: 4 Tage Zuschauer: div.
Die Veranstaltung sei eine "bewusste Überforderung" las ich in einem Vorbericht zum Reeperbahn Festival. Selten traf es eine Formulierung besser.
Dabei waren die Rahmenbedingungen dieses Jahr fantastisch. Strahlender Sonnenschein an fast allen vier Tagen im September. Dazu selbst in der Nacht noch fast T-Shirt artige Temperaturen. Ansonsten waren jedoch wieder alle Arten von Kompromissen erforderlich.
Auch wenn sich der begeisterte Indie-Gitarrenfan natürlich komplett im Molotow einschließen könnte. Hier gibt es von ca. 12.00 Uhr mittags bis 06.00 Uhr am Morgen schon genug zu erleben ohne das abbruchreife Gebäude verlassen zu müssen. Im Dezember ist an dieser Stelle der Reeperbahn ja dann auch endgültig Schluss und das Molotow zieht wenige Meter nach rechts.
Bis dahin gab es Thementage einzelner Länder (Australien, Niederlande), Showcases einzelner Bands und Künstler/innen sowie eine Disco im kultigen Hinterhof zu bestaunen. Highlights boten in diesem Jahr besonders die Bands aus den Niederlanden, die zum Teil mehrfach die Bühnen stürmten.
Marathon und Personal Trainer waren bei kleineren Festivals dieses Jahr ja schon positiv aufgefallen. Hier eroberten sie alle Herzen im Sturm und werden in der nächsten Festivalsaison sicher noch größere Ausrufezeichen setzen können.
Australien punktete mit den energetischen Girl and Girl, dem dunklen und intensiven Auftreten von RVG und dem klassischen Pop der noch jungen Asha Jefferies.
Die deutschsprachige Fraktion wurde von International Music (hier als Secret Act The Hi Hats in der Skybar), den Österreichern von Endless Wellness und Easy Easy aus Köln bestens vertreten. Publikumslieblinge waren außerdem die tanzbaren Kapa Tult und die sperrigeren Klänge von Zahn. Dazu noch To Athena aus der Schweiz mit ihrem orchestralen Kammerpop, der schon beim Maifeld Derby begeistern konnte.
Besonders herausragend waren aber die Auftritte von Jule, die auf einer kleinen Acoustikbühne für Aufsehen sorgte (merkt euch diesen Namen) und die großartig aufspielenden Voodoo Beach aus Berlin, bei denen schwerer, "mystisch durchhauchter Post-Punk" ganz leicht klingt.
Von der Insel überzeugten Antony Szmierek (wer mag The Streets ?) aus Manchester und der catchy Hiphop von Master Peace, der sogar schon um 14.00 Uhr alle umstehenden in einen tanzenden Flashmob verwandelte.
Vor dem Aufbruch in die Nacht dann noch ein köstliches koreanisches Chicken an einer neuen Bude am Beatles-Platz. Manchmal reicht es eben, nur ein Gericht auf der Karte zu haben.
Danach lohnte sich ein Abstecher in die wunderschöne St. Pauli Kirche. Hier gab es ein besonderes Highlight: Bess Atwell. Schon als Support von The National konnte sie ihr Album präsentieren, aber hier passte der Rahmen noch besser zu ihrem träumerischen, fast nach Americana klingenden Songs.
Da traf es sich gut, das Emily Kokal (Warpaint) nicht nur in der Jury des Festivals aktiv war, sondern am Folgetag ebenfalls in der Kirche auftrat. Neue und ältere Solosongs und ein Joni Mitchell Cover bot sie wechselweise an E-Gitarre und weißem Flügel. Ein Genuss.
Zu erwähnen bleiben noch Efterklang, die mit neuem Album ihre erste Live-Show seit Jahren im wunderschönen Mojo-Club spielten, und natürlich Geordie Greep. Der Mastermind der gerade implodierten Black Midi präsentierte etwas abseits im Knust eine Lehrstunde in komplexem und intelligentem Rock. Trotzdem sicher nicht jedermanns Sache.
Am Ende gingen die eigentlich vier langen Tage dann doch wieder viel zu schnell vorbei. Einige Kritikpunkte gab es sicher auch, doch insgesamt präsentiert sich das Festival trotz seiner unübersichtlichen Struktur wesentlich aufgeräumter und besser organisiert als noch vor wenigen Jahren.
Und dann gibt es ja immer noch diesen einen Moment, den man einfach nicht auf der Rechnung hatte: Beharie, ein junger, schlacksiger Wuschelkopf aus Norwegen spielt im wunderschönen Krimi-Theater (Imperial) modernen Soul mit wahnsinnigem Charisma und einer Perfektion, die einen einfach nur staunend zurücklässt. Ein beeindruckender Auftritt.
Und so überwiegen die positiven Eindrücke und es bleibt zu hoffen, das sich die Branche auch am unteren Ende der Nahrungskette im nächsten Jahr wieder etwas erholen kann. Die Probleme sind vielfältig und nicht einfach zu lösen. Unterstützt eure lokalen Clubs und Veranstalter und besucht junge, aufstrebende Künstler. Es lohnt sich.
Konzert: Maifeld Derby 2021 Ort: Mannheim Reitstadion Datum: 03.-05.09.2021 Dauer: 3 Tage Zuschauer: täglich ca. 1.500 „Der nächste Song handelt von Spaghetti, denn Spaghetti sind ziemlich toll“...Mit dieser
liebenswerten Einleitung zu ihrer neuen Single bringt die luxemburgische Künstlerin C`est
Karma, das positives Lebensgefühl des Wochenendes auf den Punkt.
„Toll“ sind nämlich
auch Festivals und so langsam nimmt die Branche wieder Fahrt auf.
Der Weg zur Jubiläumsausgabe des „Maifeld Derby“ (wenn auch unter Corona-
Bedingungen) glich eher einem 3-fachen Ochser als einer flüssigen Dressur (um mal bei den
beliebten Pferdevergleichen zu bleiben). Verschiebungen, Absagen, Crowdfunding und
andere Hilfen führten aber am Ende doch zum Ziel.
Das Festival konnte also, wenn auch mit extrem kurzer Vorlaufzeit, stattfinden.
Not macht erfinderisch; großes Palastzelt raus, Stühle und neue Bühne am Reitplatz rein.
Viel war von den notwendigen Corona-Maßnahmen durch das straffe Programm und die
clevere Umsetzung zum Glück nicht mehr zu spüren. Lediglich außerhalb des Sitzplatzes
war noch eine Maske notwendig. Ansonsten galten die üblichen 3G-Regeln und das
Einloggen mit Luca und Sogar Camping war möglich.
Musikalisch gab es viel zu erleben.
Das Maifeld Derby steht seit Jahren für musikalische
Breite. Stilgrenzen werden gedehnt, „Scheuklappen“ gibt es nicht.
Auffällig waren in diesem
Jahr Bands und Künstler: innen, die nah am deutschen Schlager musizieren. Edwin Rosen
und Dagobert wagen den Spagat, bringen aber dafür auch schon am Nachmittag das jeweils
zahlreiche Publikum zum Tanzen (natürlich nur am eigenen Platz).
Der Sound von Sofia Portanet ist da variabler. Zwischen 80er Pop, französischem Chanson
und rockigeren Tönen zeigt sie, ebenfalls am Freitag, einen starken Auftritt. Genau wie Alex
Mayr auf der zweiten, kleineren Biergarten-Bühne. Ihre im Studio mit tollem Wall-of Sound
eingespielten Songs führt sie hier in intimeren, etwas schrofferen Tönen auf. Lediglich mit
Bass und Schlagzeug als Begleitung verlieren die Stücke aber fast nichts von ihrer
traumhaften Leichtigkeit. Besonders „Geisterbahn“ gewinnt live nochmal an Intensität.
Weitere Gewinner des Freitags sind Schubsen aus Nürnberg mit ihrem charismatischen
Frontmann Robert Krupar und punkigen Klänge sowie natürlich Cari Cari aus Österreich. Die
beiden überraschen die Zuschauer mit einem elektrischen Didgeridoo und staubigen
Wüstensounds (a la Tarantino) und machen den Reitplatz bei praller Sonne zur
Westernstadt.
Lewsberg aus den Niederlanden dagegen haben ihren Sound etwas verändert. Geige statt
Schlagzeug macht die Songs etwas ruhiger und der brachiale Sound der Hauptbühne, auf
der Drangsal seine rote Latexmaske zur Schau stellt, macht es nicht leichter ihnen zu folgen.
Am Samstag überzeugt die Hauptbühne dann mit vier starken Auftritten: Zunächst Anika , die
betont unterkühlt, mit bewusst unverständlichen Ansagen, der Sonne trotzt. Am Bass brilliert
Jil März von der Band Gurr .
Danach Sophia Kennedy mit Songs ihres starken, neuen Albums „Monsters“ und einer
fantastischen Ausstrahlung, gefolgt von den gefeierten Efterklang , die Hit an Hit reihen.
Sänger Caspar Clausen bekommt das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht, soviel Lust
hat die Band, wieder auf der Bühne zu stehen. Ein bewegender Auftritt, der beide Seiten
strahlend zurücklässt.
Headliner am Samstag ist dann noch Sophie Hunger , der man in diesem Jahr als
Konzertgänger wohl nur schwer entkommen kann. Sie verwandelt ihre Songs von Tour zu
Tour mit wechselnder Besetzung ihrer Musiker: innen immer wieder neu. Dieses Mal sind
gleich 5 weitere Sänger: innen dabei und schaffen ein wohlige Atmosphäre zwischen Musical
und Gospel. Echte Emotionalität soll hier in jeder Phase kreiert werden, mich packt es an
diesem Abend leider nicht.
Am Sonntag wird es dann noch heißer. Zur Mittagszeit bleiben viele Zuschauer auf den
Rängen der überdachten Tribüne, was ein großes Loch zwischen Bühne und Rängen
erzeugt. Die oben bereits erwähnte C’est Karma bleibt trotzdem cool, auch wenn ihr Laptop
mit Sonnenstich aufgibt und sich alles gegen Sie zu verschwören scheint. Ihre Songs sind
großartig und hoffentlich hat Sie in naher Zukunft mehr Glück, sich bei großen Festivals zu
beweisen.
Erste Jubelrufe und wilde Tanzeinlagen folgen dann bei Dagobert , der hat netterweise
seinen Freund Kai Shanghai dabei, dessen einsamer Hit „Ananas“ zum Running Gag des
Tages wird. Im Biergarten schwitzen drei junge Bands aus Österreich hintereinander: Culk ,
Dives und Oehl .
Danach senkt sich die Sonne über dem Reitplatz und das große Finale steht an. Besser
hätte der Booking-Gott es nicht planen können. De Wolff aus den Niederlanden lassen
endlich auch mal die Gitarren krachen. Ähnlich wie bei den Hives stehen hier nicht die
Songs, sondern die Performance im Vordergrund. Und die ist, vom roten Cord-Anzug des
Sängers bis zum Gitarrensolo, das hinter dem Rücken gespielt wird, perfekt.
Und dann sind da noch The Notwist , die dem Ganzen die musikalische Absolution erteilen.
In einem wilden Ritt durch die Bandgeschichte, erzeugen sie einen Sog aus Sounds, Licht
und Melodien, denen sonst wirklich nur Radiohead oder LCD-Soundsystem so auf die Bühne
bringen.
Ein wirklich würdiger Abschluss eines tollen Wochenendes, das mit dem ruhigen
und bezaubernden „Consequence“ ein Ende findet.
Für das nächste Jahr wird laut Veranstalter schon fleißig am Line-Up gebastelt. Bald soll es
bereits Infos zum Ticketverkauf für 2022 geben. Die Vorfreude steigt bereits.
Konzert: Efterklang Ort: Maifeld Derby, Mannheim Datum: 1. Juni 2013 Zuschauer: volles Palastzelt (etwa 3000) Dauer: 70 min
Wie ich auf Efterklang gekommen bin? Auf irgendwelchen verschlungenen Wegen war ich über das Filmprojekt An Islandgestolpert. Das hatte mich zunächst vom Konzept her interessiert. Dass privat Filmvorstellungen organisiert wurden und man in einer Liste im Netz Orte finden konnte, wo man so einer Vorstellung beiwohnen können würde. Auf der ganzen Welt fanden sich so Leute für einen Abend zusammen - ganz ohne die Vermittlung durch Verleiher oder Kinobetreiber. Gesammelte Fotos von fast allen diesen Gruppen sind ein ganz eigener Kosmos in dem ich mich für Stunden verlieren kann.
Als ich schließlich im Nuncafe selbst den Film endlich auch sah, war als nächstes bei mir die Faszination für die Männer geweckt: Casper Clausen, Rasmus Stolberg und Mads Brauer - Dänen, die von einer kleinen Insel stammen, zu der sie im Film zurückkehren um überall Musik zu entdecken und zu erwecken. Es gibt viele berührende Szenen, die mir auch jetzt Jahre später noch ganz gewärtig sind. Und dann war da dieser eine Song, der mich auf einmal auch ganz und gar für die Musik von Efterklang gewann.
Danach war das Piramida-Projekt der Band von mir sehr aufmerksam verfolgt worden. Diesmal war ich selbst auch Veranstalterin eines privaten Kinoabends und von dem Film über die verlassene Siedlung im hohen Norden ganz und gar eingenommen. Ebenso auch vom ersten Moment an von der zugehörigen Platte. Trotzdem hatten wir uns live noch immer nicht gesehen, obwohl man den Dänen nicht vorwerfen kann, sie würden nicht fleißig touren. Für Piramida hatten sie sogar mehrere Abende auf der ganzen Welt verteilt mit Sinfonieorchestern gespielt.
Nun würde also das Maifeld unser erstes Date organisieren. Die Truppe war wie für die Liveaufführung des Piramida-Projektes üblich auf sechs Leute aufgestockt. Schon das Erlebnis des Soundchecks war extrem nett und unterhaltsam... Das Konzert selbst war allerdings nicht wirklich optimal für mich. Ich war müde und das Publikum war auch nicht so aufmerksam, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem gab es viele Gänsehaut-Momente. Schon der Anfang mit lärmendem Geräusch, in die die Frauenstimme von Katinka Fogh Vindelev trat bei Hollow Mountain. Und auch am Schluss mit Rain coats und Alike (etwas sehr laut für mich, aber doch auch sehr mitreißend).
Immer ins Gedächtnis gebrannt bleiben wird mir jedoch ganz besonders das Lächeln von Casper. Als wäre er in eine andere Sphäre eingetaucht - wahrhaft wie ein Wesen aus einer anderen Dimension.
Spaß hatte er auch daran ins Publikum zu steigen. Zum singen und auch zum Souvenirs tauschen. Die Band hatte am Vorabend in Leipzig beim Immergut Festival eine Kiste herumgehen lassen, wo Leute Sachen für uns hineingelegt hatten. Am Abend in Mannheim ging diese Kiste ebenso rund. Man konnte Dinge hineintun und herausholen. Eine witzige und irgendwie rührende Sache.
Setlist: 1: Hollow Mountain 2: Apples 3: I was playing drums 4: The ghost 5: I follow blind 6: Black summer 7: The one 8: Sedna 9: Morning drift 10: Rain coats 11: Alike
Festival: Best Kept Secret Festival Datum: 22. und 23.06.2013 (Tag 2 & 3) Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)
von Dirk aus Mönchengladbach
Samstag
Auch der 2.Tag des Festivals konnte die ohnehin schon hohen Erwartungen erfüllen. Da mir leider keine "echte" Tastatur zur Verfügung steht, heute eine etwas kürzere Zusammenfassung. Beginnen wir den Bericht von hinten nach vorne, da die Eindrücke der Nacht noch frisch und besonders überzeugend waren.
Obwohl ich mich bewusst gegen die grossen Acts wie ALT J und Damien Rice entschieden hatte, endete der Abend mit einer Bombe. Savages, die ich vor kurzem schon in Köln im Club erleben durfte, gingen im kleinen Zelt einfach nur durch die Decke. Pünktlich und passend gingen die Damen um 0:00 auf die Bühne und lieferten einen derart intensiven, druckvollen und harten Postpunkgig ab, dass vielen beim Tanzen die Bierbecher um die Ohren flogen. Meiner Meinung nach eine der besten Livebands zur Zeit und definitiv in 2 Jahren auf jeder Hauptbühne des Planeten...zu Recht.
Fast genauso toll auch Melody's Echo Chamber deren verträumter Pop live ganz gross klingt und deren Band das ganze ebenfalls in einem Feedbackfinale ausklingen lässt. Auch hier ganz klar Potential für die Hauptbühne, gerade auch wegen der sympatischen und charismatischen Frontfrau.
Seine Band The History of Apple Pie zu nennen, mag man als gewagt bezeichnen können, aber eigentlich ist es egal. Berühmt wird dieses Multikulti-Shoegazerorchester wohl leider sowieso nicht, ich mag die grossartige Platte und den gestrigen Auftritt trotzdem sehr.
Doch kommen wir nun auch zu den Flops des Tages: Die Allah-Las durften auf der grossen Hauptbühne auftreten, konnten in mir aber keinen Zauber entfachen. Zu belanglos finde ich diese Retromasche bei der ich weder tanzen noch zuhören möchte. Dann lieber ein paar echte Retroscheiben auflegen oder Nick Waterhouse zuhören.
Zuhören war auch bei den Swans schwierig, erstens weil Sänger Michael Gira so über die Bühne stolpert, dass man ihm sofort Hilfe anbieten möchte, andererseits diese dröhnenden oft halbstündigen Titel auf einem Festival einfach überfordern. Nichts gegen komplexe Arrangements, aber Mogwai haben dazu wenigstens Melodien und Spass auf der Bühne.
Im stabilen, guten Mittelfeld wie immer Two Door Cinema Club und Efterklang, die beide vor riesigem Publikum auf der Hauptbühne antraten... da kann man nichts falsch machen, aber es gibt halt auch keine Überraschungen.
Als einer der ersten durfte gestern dann noch Indians eröffnen, und erspielte sich alleine mit Keyboard einen Achtungserfolg.
Sonntag
Das Pendeln mit dem Fahrrad (man ist ja schließlich in Holland) zwischen Hotel und Festival mit „Verpflegungsauto“ vor dem Gelände sollte sich auch am dritten Tag auszahlen, da das Wetter leider nicht besser wurde. Waren die Temperaturen für ein Festival eigentlich gut (nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt), kam am Sonntag leider doch noch vereinzelt der große Regen dazu..
Da mein Hauptaugenmerk aber sowieso den Zeltbühnen TWO und THREE lag, keine wirkliche Einschränkung. Und so erlebte ich zur Mittagszeit auf der THREE eines der skurrilsten Konzerte seit Jahren. Autre Ne Veut, hinter dem sich, wie ich jetzt ergoogelte, eigentlich das Pseudonym von Arthur Ashin aus Brooklyn verbirgt und keine echte Band, waren mir durch ihre tolle Platte Anxiety aufgefallen. Und das, obwohl ich sonst weder etwas mit Autotune, Nu-Soul oder ähnlichem anfangen kann. Daher wollte ich der Live-Umsetzung eine Chance geben. Und dann stehen auf der Bühne ein mit bösem Blick die Zuschauer musternder Sänger mit umgedrehter Baseballkappe, eine blondierte Lady die aus einem David Lynch Filmset zu stammen scheint und ein Drummer in vollem White-Trash Gedächtnisanzug (Käppi, Shirt, abgeschnittene Jeans, Vollbart). Das Publikum staunt, aber dann knallen einem auch schon die Töne des besten Songs (Play by Play) entgegen. Mutig als Start denkt man noch doch dann merkt man erst wie gut das alles ist... ich will gar nicht auf alle Einzelheiten eingehen (der Pathos, das teilweise Gelächter im Publikum, das Winden auf dem Bühnenboden), es war super... aber wirklich empfehlen kann ich es auch keinem, sehr eigenartig... aber dafür geht man ja auf Festivals...
Kommen wir nun wieder zu normalen Menschen, und nachdem die Local Natives auf der Hauptbühne etwas unter dem Starkregen zu leiden hatten, war es Zeit für die Palma Violets. Normal ist hier auch relativ, aber zumindest auf der Insel würden diese Jungs nicht weiter auffallen. Schlecht gekleidet und reichlich betrunken gab es hier genau das, was man erwartete. Die jährliche British Sensation mit Songs wie Chicken Dipper und Rattlesnake Highway. Hier waren keine Molltöne am Start und Zeit einfach mal das Bier auf die Bühne zu werfen, um willenlos zu tanzen.
Zur Musik: Exakt wie die Libertines, bitte nur Heroin durch Bier ersetzen.
Danach war ein persönlicher Kleidungswechsel erforderlich, daher verpasste ich leider den DJ, den ich eigentlich unbedingt sehen wollte: Cashmere Cat. Aber es wurde Zeit für den großen Headliner Sigur Ros. Da will man ja nicht aussehen wie ein durchschnittlicher Festivalbesucher, wenn Jonsi sein bestes Jacket aus dem Schrank holt.
Sigur Ros begleiten mich seit vielen Jahren, seit dem ersten Konzert auf Bierbänken im Gebäude 9 bin ich Ihnen verfallen. Allerdings immer eher wegen der Konzerte, die mich noch nie enttäuscht haben. Es ist einfach ein Wunder, dass diese Band mittlerweile vor einem Festivalpublikum bestehen kann, ohne auch nur einen Schritt von der Vision ihrer Musik abzuweichen. Vieles wurde schon geschrieben, meistens hat es mit Engeln, Elfen und anderem Quatsch zu tun, meiner Meinung nach ist aber die pure Musikalität und die völlige Hingabe zur eigenen Kunst/Musik die alle in Ihren Bann zieht. Leider können hier Beschreibungen gar nichts von dem ausdrücken, was man bei Sigur Ros Konzerten erlebt. Meistens schießen einem bereits im ersten Song Tränen in die Augen, in der Mitte des Sets liegt ein Rocker einem Gothicmädel weinend im Arm und zum Schluss sitzt man noch mindestens 30min vor der Bühne ohne zu wissen warum...
Sigur Ros spielen heute ein paar neue Stücke, die wieder vor Melodien strotzen und haben natürlich Streicher, Bläser, einen Chor, tolle Visuals und zwei Schlagzeuger dabei. Jonsi bügelt die Gitarre und obwohl wieder keinerlei verbale Interaktion mit den Zuschauern erfolgt, fühlt man sich persönlich eingeladen, dieser Musik beiwohnen zu dürfen. Ein Traum von einer Band.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Keiner schafft es in Deutschland, so ein schönes Festival für 15.000 Menschen auszurichten. Und das bei der ersten Ausgabe, wo Probleme auch gerne verziehen werden. Ich habe keinmal an einem Getränkestand oder einer Toilette gewartet, es gab KEINE Dixieklos, keine Werbestände von Sponsoren, nicht mal Werbebanner. Ein 0,3 Bier kostete 3 EUR und man konnte an mindestens 50 PRIVATEN Essensständen kulinarisch einmal um die Welt reisen... ich bin nächstes Jahr wieder da.
Meine Konzerte: Dagobert (35min), Kevin Devine (45min), Caroline Keating (60min), Efterklang (70min)
Ort: Mannheim Reitstadiumgelände/Maimarkt Datum: 1. Juni 2013 (Samstag, zweiter Festivaltag)
Nach dem ersten Tag des Festivals hatte ich doch anschließend das Gefühl, mich etwas übernommen zu haben. Insofern hatte ich für den Samstag (wenngleich mit etwas schlechtem Gewissen) avisiert, das Programm ab Caroline Keating bis Efterklang mitzunehmen und das dann richtig zu genießen. Es ließ mir zwar das Herz bluten, dass ich damit ausgerechnet Mine aussortiert hatte, aber die würde ich bald wieder sehen und es hatte sich ja als sehr schwierig erwiesen, zwischen den Konzertern etwas zu verschnaufen.
So richtig durchgehalten habe ich diesen Plan dann aber doch nicht und war schon eine Stunde früher auf dem Gelände. Das war aber zunächst ein ziemlicher Reinfall und ich war auf mich selbst total ärgerlich. Auf der Freilichtbühne tobte Marla Blumenblatt in einer Lautstärke, dass Bleiben dort überhaupt nicht in Betracht kam und am Parcours d'amour stand eine riesige Schlange. Das ging ja gut los. Wäre ich doch nur noch ein Stündchen zu Hause geblieben und hätte Berichte vom ersten Tag zu Ende gebracht... Aber nachdem ich dann in das Reitstadium einrücken durfte und einen Platz gefunden hatte, wurde meine Laune schon etwas besser. Wenngleich die Musik dort auch etwas gewöhnungsbedürftig war. Dagobert schmetterte Schlager. Darauf war ich vorbereitet, wenngleich trotzdem nicht spontan begeistert. Aber Stück für Stück merkte ich, wie ich meine miese Laune verlor und mich einfach in den albernen Quatsch fallen lassen konnte. Er spielte ja wohl ziemlich bewußt mit allen möglichen Schubladen und so ein Wiener Dialekt kann da echt nur als hilfreich bezeichnet werden. Und das Publikum war mehr und mehr auf seiner Seite und als die Wunderkerzen brannten merkte ich, dass meine Miesepetrigkeit komplett wie weggeblasen war. Muss doch irgendwas dran gewesen sein.
Ich blieb nach Dagobert sitzen um mir als Übergang zu Caroline Keating Kevin Devine anzusehen. Es würde sicher solide Singer Songwriter Kost geben, aber ich erwartet mir nichts besonderes. Schön, dass Christoph für das Konzert zu mir rückte. Was wir dann zusammen erlebten, war eine wunderbare Dreiviertelstunde, die für mich der Überraschungshit des Tages wurde. Seine eigenen Lieder, aber auch die Interaktion mit dem Publikum waren phänomenal. Dabei hatte er doch nur sich, das Mikro und die Gitarre. Christoph hat das sehr schön aufgezeichnet und ich muss hier nur hinzufügen, dass der Tribünenchor zu ABBAs Dancing Queen einsame Spitze und einfach nur ein wunderschöner Maifeld-Moment war! Wobei ich mir nicht sicher bin, was schöner war, das eigene Mitgrölen oder zu sehen, wie geflasht Kevin Devine war, was da gerade für ihn völling unerwartet passierte.
Und Fans waren auch da. Die brauchten auch keinen ABBA-Hit um mitzusingen. Ich war sehr beeindruckt von einem textsicheren und inbrünstigen Sänger direkt links vor mir.
Dann kam der ersehnte Auftritt von Caroline - sie war mir schon mehrfach durch die Lappen gegangen, z.B. im Cafe Nun in Karlsruhe (just wo ich es mir einfach nicht einrichten konnte). Nun endlich würde es klappen und ich war wirklich sehr gespannt.
Sie zauberte mit ihrer freundlichen und bodenständigen Art einen Lichtschein auf die Bühne und war in der Kommunikation mit uns allererste Klasse. Zwischendurch ging eine Flasche Wein und eine Flasche Pfeffi auf den Weg durchs Publikum, damit das Widerstehen gegen das widrige Wetter leichter fiel. Ganz die treu sorgende Gastgeberin. Im Gegenzug wurde ihr aus dem Publikum eine Packung Taschentücher angeboten und die Sympathien flogen ihr und dem geigenden Partner nur so zu Ach jetzt habe ich ja wohl aus Versehen verraten dass wir ein Paar sind - ja Mädels keine Chance - und ihr Jungs auch nicht...
Nun war ich ja wirklich gespannt, wie der Auftritt von Efterklang werden würde. Auch sie wollte ich schon längst live erlebt haben. Für Basel hatte ich schon einmal alles organisiert, aber dann hat es doch nicht geklappt. Im Zelt wäre es vielleicht nicht ganz optimal (vor meinem inneren Auge hatte ich noch das etwas unbefriedigende Tagesende mit The Notwist), aber doch hoffentlich ein besonderes Erlebnis.
Und das war es dann tatsächlich. Eine runde und schöne Sache und wer immer den seligen Blick von Casper auf sich ruhen gefühlt hat, ist hernach ein anderer Mensch. Davon muss ich noch extra ausführlich berichten.
Im Anschluß fanden wir uns noch mit den Wohnzimmerkonzertmitstreiterinnen aus Stuttgart, die ähnlich große und feuchte Augen hatten wie ich. Was hatten wir da gerade erlebt?!
Damit war der zweite Tag rund und schön und mit mehreren dicken Überraschungen gespickt gewesen. Der dritte Tag durfte gern kommen!
Konzert: Efterklang (& Dokumentarfilm: An Island & Neeskens)
Ort: Le Café de la Danse
Datum: 13.12.2012
Zuschauer: ausverkauft
Ein interessantes Phänomen. Wer die Dänen Efterklang zum ersten Mal in seinem Leben live gesehen hat, äußert in der Regel hinterher sofort euphorisch: "tollstes Konzert meines Lebens, absolut grandiose Band!"
Erging mir ganz genauso, als ich die Formation um Sänger Casper Clausen im April 2008 zum ersten Mal live im Point Ephémère erleben durfte (Archivfoto davon oben). Ich schwärmte in den höchsten Tönen und lag meinem Bloggerfreund Christoph ständig mit Efterklang in den Ohren. Ich brauchte einfach Leute, mit denen ich meine Euphorie teilen konnte. In dieser Zeit habe ich mir dann nicht nur das Album Parades, sondern auch alte, ziemlich elektronisch gelagerte Werke wie Tripper und Springer gekauft und immer wieder auf meinem i-pod gehört. Später legte ich mir dann auch noch die spezielle Parades DVD zu, mit der Performance des Werkes durch The Danish National Chamber Orchestra live in der Concert Hall zu Kopenhagen.
Seltsamerweise verflachte mit dem Album Magic Chairs mein Interesse ein wenig, obwohl vor allem mit der Single The Modern Drift deutlich mehr Leute auf Efterklang aufmerksam wurden. Nörgler und kritische Altfans empfanden Magic Chairs als den ersten großen Schritt Richtung Mainstream und in der Tat war das Werk eingängiger, konventioneller und weniger facettenreich als die alten Sachen. Von einem flachen Popalbum für die Charts würde ich aber denoch auf keinen Fall sprechen wollen.
Seit 2012 gibt es nun das neue Machwerk Piramida, das ich vor dem heutigen Konzert noch nicht gehört hatte. Ich wollte mich überraschen lassen, sehen wie die neuen Songs auf mich wirken. Lieder, die die Livefeuertaufe bestehen, können schließlich nicht schlecht sein.
Ich war aber wieder einmal spät dran. Erst als schon zwei Lieder gespielt waren, erschien ich abgehetzt im ausverkauften und knackig vollen Café de la Danse. Ich war zuvor noch bei einem Showcase der Französin Marie-Flore gewesen, daher konnte ich auch weder an Island, den Dokumentarfilm von Vincent "La Blogothèque" Moon, noch Neeskens sehen, den man zuvor auf das Publikum gehetzt hatte.
Die Pariser Zuschauer hatten sich unterdessen schon gut warm gelaufen. Zwar herrschte während der Lieder Stille und es wurde sich auch nicht viel bewegt, der Applaus hinterher war aber über alle Maßen euphorisch. Teilweise wurde so lange geklatscht, daß die Band selbst darüber schmunzeln musste. Ich hingegen brauchte noch eine Weile, um stimmungsmäßig reinzukommen. Hatte mir Marie-Flore zuvor noch karge, aber bildschöne Folksongs vorgesetzt, bekam ich es hier fast mit orchestraler Opulenz zu tun.
Ich sichtete zunächst die Akteure des heutigen Abends. Bandleader Casper und Bassist Rasmus kannte ich natürlich schon, die waren schon bei meinem vorigen vier Efterklang-Konzerten dabei und gehören zur Stammtruppe. Peter Broderick wiederum hatte im Point Ephémère und in der Maroquinere 2009 performt, nicht aber im Nouveau Casino 2010 und beim Haldern Pop 2010. Außerdem spielte er nicht wie früher Geige, sondern E-Gitarre, was das Soundbild der gesamten Band merklich änderte. Der Drummer war neu und hat den altgedienten Thomas Husmer abgelöst. Ich sah ihn kaum, er war meistens verdeckt. Auch der lockenköpfige Keyboarder Mads Brauer agierte in meinem "toten Winkel".
Immer gut sichtbar und omnipräsent allerdings die sehr hübsche Sängerin Katinka Fogh Vindelev, die ich vorher noch nicht kannte. Auf der Position der Sängerin gibt es seit Jahren ein Bäumchen-wechsel-dich-Spiel, beim ersten Mal erlebte ich Anna Brönsted Archivfoto oben), die inzwischen mit dem Projekt Our Broken Garden eine Solokarriere betreibt, später dann eine Blondine, deren Namen mir entfallen ist, 2010 die bezaubernde Heather Woods Broderick, die aber 2012 meistens mit Sharon van Etten unterwegs war und nun die brünette Katinka.
Ihr hübsches Lächeln versüßte mir den Abend und später sah ich auch, daß sie eine ziemlich heiße Strumpfhose trug. Sehr auffällig ihre Stimme. Waren vorher eher elfenhafte Sirenstimmchen bei Efterklang angesagt, hatte man es hier mit einer klassisch ausgebildeten Opern- Sängerin zu tun, die mit einer imposanten Sopran Stimme auftrumpfen konnte. Das mochten viele, wurde aber auch von ein paar Zuschauern hinter als unpassend kritisiert.
Mir selbst blieb vor allem ihre Spielfreude, ihre wunderbare Bühnenpräsenz und ihre starke Ausstrahlung im Gedächtnis haften, vor allem mit Peter Broderick schien sie ab und zu regelrecht zu flirten. (Läuft das was, Peter, läuft da was?).
Hinsichtlich der Tracklist ging es recht munter quer durch die Diskografie. Natürlich überwogen die Tracks von Piramida, aber es gab auch Stücke von Magic Chairs, Parades und Tripper. Auffällig, wenngleich ein häufig anzutreffendes Phänomen, daß die alten Sachen neu arrangiert und auf das neue Werk zugeschnitten wurden. Von Bläsern und Streichern wie damals gab es keine Spur, vor allem bei Frida Found A Friend in der Mitte wurde das überdeutlich.
Vieleicht fehlte mir das ein wenig, denn irgendwie bin ich immer wieder bei Parades und seinen Hörnern und Trompeten hängengeblieben.
Aber was ist jetzt von einem neuen Stück wie z. B. Black Summer, das an sechster Stelle kam, zu halten? War das nicht etwas zahnlos bei aller verträumten Schönheit? Schwer zu sagen, ich brauche sicherlich noch Zeit, um mich in das aktuelle Album einzuarbeiten. Gerade ein Stück wie das recht elektronische Between The Walls schien mir ein ziemlicher Kracher zu sein, der mit vielen überraschenden Wendungen und etlichen kleinen Details aufwartete. Auch Monument hat bestimmt Potential.
An Platz zehn und elf der Setlist kamen dann aber zwei Nummern, die vom Publikum noch deutlich enthusiastischer aufgenommen wurden. Raincoats mit seinen kurzen abgehackten Gitarrenriffs, seinen Trommeln und den mehrstimmigen Chören räumte schon ziemlich gut ab, Modern Drift allerdings toppte mit seinem eingängigen Refrain das Ganze noch einmal deutlich.
Das Publikum johlte jetzt, war so richtig schön in Fahrt gekommen. Logisch also, daß sich Efterklang mit Modern Drift sich nicht einfach so für immer davonstehlen konnten. Sie kamen also noch einmal wieder, performten The Ghost und meinen alten Parades Liebling Cutting Ice To Snow, bevor es wirklich zu Ende zu sein schien. Die Band hatte sich bereits mehrfach verneigt, gewunken und Kusshände verteilt, die geschriebene Setlist wies kein einziges Lieder mehr aus. Aber dennoch ging es noch einmal weiter! Mit Alike, das die Band am Bühnenrand und mit Tuchfühlung zum Publikum spielte, wurde der Triumpfzug dann vollendet. Alle Hände gingen in die Luft, jeder war von seinen Sitzen aufgesprungen und minutenlanger Applaus ging hernieder. Bekannte und Freunde von mir kamen mit breitem Lächeln auf mich zugelaufen, riefen voller Übermut aus: "Mann, war das großartig sensationell, orgasmisch" und sahen mich fast etwas schief an, als ich recht nüchtern und ohne große Regung konstatierte: "ja, sie waren toll wie immer."
In der Tat hatte auch ich ein ausgezeichnetes Konzert erlebt, hatte aber trotzdem nicht dieses absolut euphorische Gefühl wie damals. Die Messlatte wurde seit 2008 einfach so hoch gesetzt, daß Efterklang da nicht mehr drüberspringen können. Hervorragende Konzerte von ihnen sind da nur noch normal und werden von mir ohne Jubelschrei quittiert.
Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, muss ich allerdings doch den Euphorikern recht geben. Das war schon etwas ganz Besonderes! Das empfand auch die Band so, bei Twitter ließen sie das wissen:
"Best Night In Paris Ever Ever Ever Ever-much love!! merci!!"
Mein Zuhause. Mein Blog. ist als kleines privates Konzert- Tagebuch entstanden. Und weil es zur Zeit musikalisch so spannend ist, wächst unsere Sammlung schnell. Wir schreiben die Berichte spontan, unüberarbeitet und so zeitnah wie möglich. Die Reviews stehen meist noch in der gleichen Nacht online, spätestens jedoch am nächsten Tag. Musik ist für uns vor allem Spaß und keine Wissenschaft.
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