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Mittwoch, 17. Juli 2013

Muse, Berlin, 14.07.2013

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Konzert: Muse mit Support Biffy Clyro
Ort: Waldbühne in Berlin
Zuschauer: um die 20.000
Datum: 14. 07. 2013
Dauer: über zwei Stunden



Bericht von Philipp B. (Vielen Dank!)


Nachdem ich in den letzten drei Jahren auf über 200 Konzerten und fünf Festivals gewesen bin, war ich sehr auf das Muse Konzert gespannt.

Die ohnehin eindrucksvolle Bühne der Berliner Waldbühne war für den Abend durch einen Steg erweitert. 18 Uhr sollte es eigentlich los gehen, aber erst gegen 18:45 Uhr begann die tolle Vorband  Biffy Clyro aus Schottland ihr Set.


In Großbritannien füllen Biffy Clyro Stadien und auf vielen Festivals sind sie dort Headliner oder Co-Headliner. Doch in Deutschland sind sie immer noch so eine Art Geheimtipp - warum auch immer - da ihre Musik einfach genial ist. Das Berliner Publikum stand teilweise ein bisschen erschrocken da, weil sie nichts mit ihnen anfangen konnten (bis auf die Biffy Clyro Fans natürlich!) Für mich war es wirklich ein Genuss den Jungs zu zu hören und zu sehen. Sie wissen einfach, wie man gute Musik macht und wie man eine Bühne rockt.


Nach einer kleinen Umbaupause kam dann Muse auf die Bühne und - was soll man sagen - man hatte vom ersten Augenblick an Gänshaut! Als die ersten Töne von Supermassive Black Hole angespielt wurden, war auch der letzte Besucher in der fast ausverkauften Waldbühne zum tanzen, springen und singen bereit und die Show nahm ihren Lauf .



Es war eine sehr gute Setlist mit insgesamt 26 Songs. Von Resistance über Madness bis hin zu dem genialen Cover von Feeling Good war alles dabei und an der richtigen Stelle. Hervorragend unterstützt wurde die Show durch riesige LED-Leinwände, Scheinwerfer, Feuer und Nebel. Und obendrauf gab es noch einen riesigen Roboter namens Charles, der ebenfalls die Waldbühne mit Licht und Nebel flutete.


Nach der zweiten Zugabe und einem grandiosen letzten Song war eines der besten Konzerte, das die Welt meiner Meinung nach gesehen hat, vorbei und die Waldbühne stand klatschend und verblüfft mit offenen Mündern da.


Was bleibt im Kopf nach so einem Konzert? Ich persönlich sage: Es geht kaum besser - nicht umsonst werden Muse überall mit Preisen überschüttet - nicht zuletzt als beste Live Band. Und das haben sie in Berlin bestätigt. Für knapp 75€ habe ich zwei der besten Live Bands unserer Zeit auf einer Bühne gesehen, mit einer atemberaubenden Show und vielen Gänsehautmomenten.


Setlist Muse, Waldbühne, Berlin:
 
01: The 2nd Law: Unsustainable
02: Supremacy
03: Panic Station
04: Supermassive Black Hole
05: Bliss
06: Resistance
07: Interlude
08: Hysteria
09: Animals (mit Scheine werfendem Banker)
10: Knights of Cydonia
11: Monty Jam
12: Feeling Good
13:  Follow Me
14: Liquid State
15: Madness
16: Time Is Running Out (mit "House of the Rising Sun" Intro)
17: Stockholm Syndrome (mit Rage Against the Machines "Freedom" Outro) 18: Unintended
19: Guiding Light
20: Undisclosed Desires

21: The 2nd Law: Unsustainable (mit Charles the robot) (Z)
22: Plug In Baby (Z)

23: Survival (Z)

24: The 2nd Law: Isolated System (Z2)
25: Uprising (Z2)
26: Starlight (Z2)


Aus unserem Archiv:

Muse, Loreley, 12.07.13
Muse, Köln, 20.09.12
Biffy Clyro, Wiesbaden, 05.03.13
Biffy Clyro, Paris, 29.02.08
Biffy Clyro, Paris, 08.10.07

Fotos: Dirk von Platten vor Gericht






Montag, 18. März 2013

Biffy Clyro, Wiesbaden, 05.03.13

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Konzert: Biffy Clyro 
Ort: Schlachthof Wiesbaden 
Datum: 05/03/2013 
Support: The Xcerts 
Besucher: ca. 2500 – ausverkauft. 

Bericht und Fotos von Tanita



Bei „Opposites“ und mir war es einfach Liebe aufs allererste Hören. Seit Anfang Januar komme ich nicht mehr von dem gewaltigen Doppelalbum von Biffy Clyro weg und will das auch gar nicht. Per Definition hätte ich das Album schon längst mehrfach totgehört und genauso wie dies häufig geschieht, hätte ich auch kurz vor dem sehnlich erwarteten Konzert im Schlachthof mal wie so oft wieder keine Lust mehr auf die Band haben müssen – aber ich hatte sowas von unfassbar Bock auf das Konzert, dass ich es gar nicht anders formulieren möchte! Zur Veranschaulichung soll vielleicht nur die Tatsache dienen, dass ich mich bereits „Pocket“ singend und summenderweise der neuen großen Halle des Schlachthofs näherte und die circa 1,5 Stunden vor Einlass mit begeisterter Unterhaltung mit ein paar Die-Hard-Mon-the-Biff-Anhängern gefüllt habe. 


Biffy Clyro und ich hatten bereits schon einmal auf dem Area 4 Festival (R.I.P.) 2010 das Vergnügen und an diesem glorreichen Tag teilten sie sich eine Bühne mit zwei meiner Lieblingsbands, Editors und Placebo, und den wahnsinnigen Queens of the Stone Age – harte Konkurrenz, aber ich bin mir sicher, dass die Performance der drei halbnackten Schotten damals großen Anklang fand – nur bei mir leider gar nicht. Ich erinnere mich noch genau daran, wie verstörend ich den zierlichen, oberkörperfreien, tätowierten und damals ganz gruselig blondierten Sänger und Leadgitarristen Simon Neil fand. Insgesamt vielleicht einfach zu viel geballtes Testosteron und dann noch bunte Hosen...mein Herz konnten sie leider nicht erobern. Anscheinend hat sich jedoch mein Musikgeschmack in den letzten Jahren so verändert/verbessert, dass es nun heißt: Biffy Clyro all the way! Nachdem ich „Opposites“ und vor allem zunächst das großartige „Black Chandelier“ in mein Herz geschlossen hatte, habe ich mir, weil ich gar nicht anders konnte, das ebenso großartige „Only Revolutions“ von 2009 gekauft und u.a. bestimmt 150 Mal „Bubbles“ angehört – und mich dann nochmal ganz kurz selbst gequält, indem ich mir die Performance beim Area 4 angesehen habe, die ich aus heutiger Perspektive unverständlicherweise so furchtbar fand. 

Lange Rede, kurzer Sinn: bei mir hat sich eine extreme und umfassende Faszination mit dieser tollen schottischen Band ausgebildet und ich war umso gespannter das ganze nun endlich noch einmal wirklich live erleben zu dürfen. Die neue große Halle des Wiesbadener Schlachthofs ist wie ich finde wirklich toll gelungen – super Ausstattung und von der Größe her genau richtig für eine imposante Show, aber klein genug, als dass man auch ganz hinten stehen könnte und alles sehen würde – alles in allem eine wirklich empfehlenswerte Location, deren Programm mich dieses Jahr immer und immer wieder nach Wiesbaden lockt. Wenn man bedenkt, dass Biffy Clyro in England und Schottland Stadien beeindruckender Größe füllen, darf man sich wirklich glücklich schätzen, sie (noch) in einer relativ kleinen Halle sehen zu dürfen. 

Zur gewohnten Zeit ging es dann mit der ebenfalls schottischen Supportband „The Xcerts“ los, die für mich persönlich musikalisch ganz gut zu Biffy Clyro gepasst haben und auch einen wirklich netten Eindruck machten, bei mir aber kein weiteres Interesse wecken konnten. 



Bald darauf war es endlich Zeit für Biffy Clyro: optisch reduziert inszeniert, als klassische Rockband mit großem Banner, das das aktuelle Albumcover zeigte und sich auch auf der Bassdrum wiederfinden ließ. Durch die Art und Weise, wie Biffy Clyro die Bühne betraten – ohne großes Rockstargehabe und unter tosendem, fordernden Applaus des ausverkauften Hauses – war sofort klar, dass der Abend „gut“ werden würde. Ebenso angenehm unaufgeregt begannen Biffy Clyro mit dem Opener von „Opposites“, genauer gesagt dem ersten Song des ersten Teils des Doppelalbums namens „The sand at the core of our bones“, der den perfekten Start in das 23-Song-starke Set lieferte. „Different People“ beginnt lediglich mit der gefühlvollen, starken Stimme des Sängers Simon Neil, der von Anfang an so viel Emotion in den Song legt, dass die Stimmung im Publikum förmlich zusammen mit dem Song explodiert und den ganzen Abend auf einem hohen Niveau gehalten werden sollte. Simons Stimme allein füllt den Raum und in dem Moment, in dem die beiden Zwillinge Ben Johnston respektive am Schlagzeug und James Johnston am Bass loslegen und Simon zusammen mit dem Supportgitarristen alles Menschenmögliche aus ihren Gitarren herausholen, ist bewiesen, dass das neue Album live mehr als funktioniert. Ich persönlich fühlte mich geradezu hinweggefegt von einem perfekten, kraftvollen Soundgewitter, wie ich es bisher selten erlebt habe. Sowie der erste Song des neuen Albums wieder verstummt, wird mit „That Golden Rule“ ein bekanntes und beliebtes Stück nachgelegt, das genauso explodiert, wie der Opener und ebenso makellos intoniert wird, wie es mir von Anfang an positiv aufgefallen ist. Perfekter Klang und das scheinbar mühelos und mit einer Begeisterung, die sich immer wieder in einer kraftvollen Bühnenshow widerspiegelt. Das Schönste daran wiederum, dass ich es jedem einzelnen Bandmitglied abkaufe bzw. viel mehr noch vollkommen authentisch und glaubwürdig finde – keine übertriebene Pose, keine Allüren, sondern einfach nur wahnsinnig gute Songs, die mit der nötigen Wucht präsentiert werden. Auf eine weitere starke Nummer des neuen Albums, namens „Sounds like Balloons“ folgt einer meiner persönlichen Lieblingstracks des Albums, der bereits Ende letzten Jahres als erste Singleauskopplung vorausgeschickt worden war: „Black Chandelier“. Von Simon in Interviews als typischer Biffy Song bezeichnet, schaffen Biffy Clyro es mit „Black Chandelier“ ihr gesamtes Spektrum an Können in einem einzigen Song zu bündeln: der ruhige, nachdenkliche und sehr gefühlvolle Beginn, der sich im Laufe des Songs mit einer Vehemenz in eine Gitarrenrock-Hymne verwandelt, ohne auf textlicher Ebene abzuflachen oder sich stumpf zu wiederholen. Stattdessen dynamische Rhythmuswechsel und ein Text, der nicht nur die ausweglose und ausgebrannte Situation aufgreift, in der sich Biffy Clyro nach 2 Jahren Tour mit „Only Revolutions“ befanden, sondern eine ganz und gar unkitschige Hymne über Schmerz, Betrug und Verlust ist - Themen, die allgemein die erste Hälfte des Doppelalbums durchziehen. Das gesamte Set enthält im Prinzip nur tolle Songs, bestehend aus einer gekonnten Mischung aus alt und neu, die von ganz wenigen, aber umso sympathischeren Ansagen unterbrochen wird und die Songs relativ schnell aufeinander folgen, was auch die überdurchschnittliche Anzahl an Songs erklärt, aber trotzdem nicht unangenehm ins Gewicht fällt. 



Besondere Highlights vom neuen Album waren unter anderem „Biblical“, „Victory over the Sun“ und „Pocket“, wobei die anderen neuen Stücke den genannten Liedern eigentlich in Nichts nachstanden. Natürlich durften „God & Satan“ und das unfassbare „Bubbles“ von „Only Revolutions nicht fehlen. Bis zu „Bubbles“ hat mich die Wucht der Songs teils fast etwas überfordert, aber spätestens dann waren die Mehrheit des Publikums und ich damit beschäftigt in perfektem Gleichklang mitzusingen und vor allem mitzuspringen. Ältere Stücke von „Puzzle“, wie „Who's got a match?“ und „Living is a problem because everything dies“, das live alleine schon durch das perfekte Timing von Simons Gitarrenspiel beeindruckt, wurden vom Publikum geradezu frenetisch gefeiert – genauso wie eine der zahlreichen, herausragenden Biffy-Hymnen: „Machines“. Simon nur mit Akustikgitarre und geschlossenen Augen, der sichtlich von den Publikumsgesängen getragen wird und den Chorus komplett dem Publikum überlässt und am Ende nur in ganz und gar entzückendem Deutsch kommentiert, dass das „wirklich sehr schön“ war. Ebenso wie „Machines“ nicht fehlen durfte, durfte auch „Many of Horror“ nicht fehlen – für meine Begriffe eines der schönsten Liebeslieder aller Zeiten. Gekonnter Stilbruch mit dem direkt folgenden „The Captain“, das den Abschluss des ersten Teils bilden sollte, um das Publikum noch einmal richtig zu fordern („Woo!“) und dann mit der ersten Zugabe „Skylight“ abermals die Stimmung vollkommen zu verändern. 


„Skylight“ für mich persönlich ein weiteres herausragendes Stück auf einem großartigen Doppelalbum. Das fantastische Konzert endet so energetisch, ungekünstelt und auch abrupt, wie es begonnen hatte, mit „Mountains, einem ihrer verdienterweise bekanntesten und erfolgreichsten Lieder. 

Zurück bleibt eine verschwitzte Menschenmenge, strahlende Gesichter und für mich persönlich der Vorsatz, mich so bald wie nur möglich wieder dieser Naturgewalt namens Biffy Clyro auszusetzen. 

Fazit: Zutiefst beeindruckend. Genau das, was ich erwartet hatte und noch mehr. Ein unvorstellbar satter Sound, der einen umfegt und gegen die sprichwörtliche Wand (oder auch Absperrung) gedrückt hält und den Druck nur dann kurz verringert, wenn eines der vielen unprätentiösen und gerade deshalb so wunderschönen ruhigeren Lieder den Raum füllt. Biffy Clyro sind kraftvoller und besser denn je und der Festivalsommer 2013 gehört absolut verdienterweise ihnen. 

Setlist: 

Different People 
That Golden Rule 
Sounds like Ballons 
Black Chandelier 
Living is a problem because everything dies 
God & Satan 
Modern Magic Formula Booooom, 
Blast & Ruin 
Biblical 
Victory over the Sun 
Bubbles 
Spanish Radio 
Pocket 
There's No Such Thing as a Jaggy Snake 
Machines 
Opposite 
Who's Got a Match? 
The Joke's On Us 
Many of Horror 
The Captain 

Skylight 
Stingin' Belle 
Mountains 

Festivaltermine in Deutschland: 07-09/06 – Rock im Park/ Rock am Ring 08-11/08 – Open Flair Festival 09-11/08 – Taubertal Festival 16-18/08 - Rock'n'Heim 18/08 - Rock im Pott 


Samstag, 27. August 2011

Festival Rock en Seine bei Paris, 1. Festivaltag, 26.08.11

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Konzert: Festival Rock en Seine, erster Tag mit: Foo Fighters, The Kills, Grouplove, CSS, Herman Dune, Funeral Party, Wolf Gang, Biffy Clyro, Smith Westerns, u.v.a.

Ort: Domaine National de Saint Cloud bei Paris
Datum: 26.08.2011
Zuschauer: ausverkauft


"Frühstück" (um viertel nach vier) mit Biffy Clyro, Nachthupferl mit den Foo Fighters. Am ersten Festivaltag bei Rock en Seine wurde mir mein verpoppter Arsch gewaltig versohlt. Nichts für Pussies also das heutige Line-Up, aber auch Softies kamen zumindest teilweise auf ihre Kosten. Warme Brüder erfreuten sich sicherlich am kitschigen Achtziger Jahre-Synthiesound von Wolf Gang (eine abscheuliche Band), während Party Animals bei den Brasilanern CSS abtanzten, Freunde sonniger Melodien bei Herman Dune mitschunkelten, gothische Teenager bei den ziemlich beschissenen Funeral Party voll abgingen, stylische Trendsetter sich am aufgesexten Blues-Rock der Kills ergötzen und Indie Popper ihren Spaß mit Grouplove hatten.

Postkarte von Rock en Seine:

Wetter: bescheiden
Frauen: scharf
Essen: passabel

Klatsch von Rock en Seine:

Alison Mosshart von den Kills süffelt Backstage beim Konzert der Foo Fighters Champagner und amüsiert sich mit einer Freundin wie Bolle, während Jamie Hince (mit Designertuch um den Hals) weit von Alison entfernt in die Luft starrt und sich offensichtlich tierisch langweilt (wo ist Kate Moss??). Dave Grohl spuckt unterdessen rum wie ein Lama und säuft gutes deutsches Becks Bier. Richtig so, die französische Affenpisse, die hier als "bière" verkauft wird, kann man ja auch niemandem anbieten!

Ob Iracema Trevisan, kurz Ira, die ehemalige Bassistin von CSS auch bei Rock en Seine war? Sie läuft uns in unserer U-Bahnstation mit hochhackigen Schuhen über den Weg. Sie wohnt in unserem Viertel, ich weiß es. Ist sie eigentlich noch mit dem Kerl von Air zusammen?



Freitag, 29. Februar 2008

Queens Of The Stone Age, Paris, 29.02.08

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Konzert: Queens Of The Stone Age

Ort: Le Zénith, Paris
Datum: 29.02.2008
Zuschauer: gut gefüllt


"This security guard is fired!" - "Yes, this one, can you put the lights on him?"


Wer schon desöfteren Josh Homme und seine Queens Of The Stone Age gesehen hat, kennt solche Sprüche bereits. Irgendwann im Laufe seiner Shows geht irgendjemand Josh auf die Nerven, er zeigt auf ihn, oder bittet die Lichttechniker Spots auf ihn zu richten. Dann beleidigt er die entsprechende Person und überzieht sie mit üblen Schimpfwörtern und schon hat er die Lacher auf seiner Seite. Man muß sich nur die Live-CD "Over The Years And Through The Woods" von 2005 anhören. Bei diesem Mitschnitt aus London wird ein armes Geschöpf gar als "Cock-Smoker" bezeichnet. "This guy with the white shirt is an asshole; yes this one, and now everybody here knows that you are a fucking Cock-Smoker". Und beim Furia Sound Festival 2007 in Cergy bei Paris wurde ein Kerl, der in einem Tigerkostüm rumlief, von Josh auf die Bühne zitiert und anschließend verunglimpft.

Heute also nun ein Typ von der Security, der den Homme'schen Sprüchen ausgeliefert war. Angeblich war er viel zu grob mit Leuten in den ersten Reihen umgesprungen. Konnte ich von meiner Position aus nicht sehen, insofern schwer zu beurteilen, ob Josh Recht hatte. Erfahren habe ich allerdings von meiner besser platzierten Frau, daß der Security-Gorilla tatsächlich ausgetauscht wurde. Wie ein schlechter Linienrichter beim Tennis, großartig!

Dies alles ereignete sich gegen Ende des Konzertes. Vorangegangen war folgendes:

Die drei Schotten von Biffy Clyro schmetterten ihre Hits vom letzten Album "Puzzle", allen voran "Living Is A Problem Because Everything Dies" und kaum eine Sau interessierte sich dafür. Das Publikum im Zénith schien kollektiv Valium-Tabletten eingeworfen zu haben, anders ist nicht zu erklären, daß eine Vorgruppe, die hundert Prozent zum Hauptact des Abends passt, komplett an den bereits recht zahlreich anwesenden Besuchern vorbeiging. Sänger Simon Neil wirbelte zwar wie gewohnt mit nacktem und tätowiertem Oberkörper umher und die Johnston Brüder an Schlagzeug und Bass gaben auch ihr Bestes, aber der Funke wollte einfach nicht überspringen. Da halfen auch hohe Dezibel-Zahlen und ein hochdynamischmer und explosiver Sound nichts, die Stimmung blieb mau. Kaum jemand war also auch für die Vorgruppe gekommen, was mich wieder in meiner These bestätigt, daß man in der Regel erst zur Hauptgruppe erscheinen sollte. Denn entweder ist die Vorband schlecht und man verliert wertvolle Lebenszeit, oder aber man mag sie sehr, aber kaum jemand interessiert sich dafür und man ärgert sich, daß der ihr gebührende Respekt und Applaus nicht gezollt wurde. Nun gut, Applaus bekamen Biffy Clyro am Ende schon, aber dafür, daß hier eine der besten Rockbands Englands auftrat, war das doch eher ernüchternd. Zu den gespielten Stücken gehörten übrigens neben "Living Is A Problem Because Everything Dies", "Now I'm Everyone", "Love Has A Diameter", "Get Fucked Stud" und "Glitter And Trauma".

Schon in der darauffolgenden Umbaupause wurde das Publikum lebhafter. Vom Band liefen da gerade kurios zusammengewürfelte Lieder wie "I Feel Love" von Jimmy Somerville (bzw. Bronski Beat), ein Ramones-Schunkler und "Born To Be Wild" von Steppenwolf. Auf den Harley-Davidson Klassiker fuhren die Leute mehr ab als zuvor auf Biffy. Dann wurde am Bühnenbild gewerkelt und zum Vorschein kamen Objekte, die zunächst aussahen, als handele es sich um in schwarze Tücher gewickelte Sandsäcke zum Boxen. Als die "Hüllen" entfernt wurden, erkannte man aber schnell die bereits von der letztjährigen Tournee bekannten Gothik- Ketten-Lüster, die darufhin in die Höhe gefahren wurden.

Eine gute Viertelstunde später konnte es dann losgehen. Als erster kam Gitarrist Troy Van Leeuwen aus der Kabine gekrochen und bezog vorne links Stellung. Dann tröpfelten auch die anderen Queens ein, darunter selbstverständlich auch Josh, der sich als letzter die Gitarre umschnallte.

Der Auftakt des Sets gestaltete sich überraschenderweise recht zahm und auch etwas zäh. Weder "Turning On The Screw", noch "Hanging Tree" (hier fehlte die rauchige Stimme von Marl Lanegan) konnten das Konzert so richtig in Fahrt bringen. Auch "River In The Road" nicht. Nachdem aber Josh die ersten Sätze an das Pariser Publikum gerichtet hatte und die üblichen Allgemeinplätze bezüglich der Schönheit der Stadt und der Frauen fallen ließ, kam bei "Misfit Love" zum ersten Mal Stimmung auf. Vorne, wo ich stand, wurde es ziemlich wild, allerdings nicht aggressiv und bösartig. Mit "Do It Again" konnte die Intensität sehr gut gehalten werden und es war klar, daß die Aufwärmphase längst vorbei war. Nun ging es zur Sache! Die Gitarren bretterten erbarmungslos, der Bass polterte, daß der Boden bebte und das Schlagzeug knallte satt und trocken. Eine der besten Phasen des Konzertes wurde eingeläutet, wo hintereinander der "Feel Good Hit Of The Summer", "Go With The Flow" und eines der besten Lieder vom letzten Album "Era Vulgaris", nämlich "3's & 7's" (genial das quitschende Gitarrenriff, das sich durch das ganze Lied zieht) abgefeuert wurden. Ab dem Titelstück des letzten Werkes wurde es dann jedoch etwas mäßiger, ein kleiner Hänger war zu verzeichnen. Allerdings muß lobend hervorgehoben werden, das Lieder wie "Suture Up Your Future", oder "In The Fade" auf den Festivals 2007 nicht gespielt wurden, was wiederum beweist, daß Queens Of The Stone Age ständig ihre Setlisten abwandeln und neugestalten. Leider keine Selbstverständlichkeit im Musik-Business!

Ab "Burn The Witch" ging es aber wieder zur Sache, die Gitarren heulten, Josh wechselte munter von der tiefen Stimmlage zum Falsett und Troy Von Leeuwen bot einige typische Rockstarposen. "Make It With Chu" wurde als Lied bezeichnet, daß in keiner anderen Stadt der Welt besser passen würde ("you can figure out why"), plätscherte aber ein wenig dahin, bevor "Little Sister" einschlug wie eine Bombe. Kein Wunder, denn kaum ein Titel im Repertoire der Band ist so kompakt und auf den Punkt gespielt wie dieser Smasher vom "Lullabies-Album" und auch das geile Gitarrensolo wirkte keinesfalls deplatziert. Das abschließende "Sick Sick Sick" kam auch gut rüber, macht aber auf mich immer ein wenig en Eindruck, als ginge man mit der Brechstange vor. QOTSA haben schon filigranere und komplexere Lieder geschrieben.

Zu jenem Zeitpunkt war circa eine gute Stunde brachialer Rock geboten worden, aber es fehlten noch ein paar Hits. Trotzdem ließen sich die Machos schon einmal feiern und klatschten ihrerseits dem Publikum Beifall.

"This song is for you", oder sowas in der Art, raunzte Monsieur Homme, nachdem er auf die Bühne zurückkommend ein paar französische Brocken wie z.B. "magnifique" vom Stapel gelassen hatte. Der dem Publikum gewidmete Titel war der heißersehnte Klassiker "No One Knows", für den allein es sich schon gelohnt hätte, zum Konzert zu gehen. Zwar kommen die Tempowechsel immer ein wenig mit Ansage und sind für mich nach dem 5. Queens Of The Stone Age - Gig nicht wirklich überraschend, die pure Wucht, die regelmäßig dahintersteckt, ist jedoch auch für einen abgestumpften Typen wie mich nach wie vor atemberaubend.

Den finalen Adrenalin-Kick hatten sich die harten Kerle dann selbstverständlich für den Schluß aufgehoben. Bei "A SongFor The Dead" wurde alles mobilisiert was Krach macht, es wurde gebrettert was das Zeug hält und mit den Tempowechseln erwischten sie diejenigen, die zum ersten Mal bei QOSTA dabei waren, auf dem falschen Fuß. Ich kannte das Zuckerbrot und Peitsche-Spiel aber schon vom Rock- A- Field - Festival in Luxemburg, wo ebenfalls "A Song For The Dead" ein beinhartes Konzert bendete.

Fazit: Ein grundsoliger und gut geölter Gig. Die meisten Gimmicks - sowohl in musikalischer als auch in sprüchetechnischer Hinsicht - waren aber nicht wirklich neu. Und der Typ von der Security ist beim nächsten Mal bestimmt wieder dabei. Josh Homme ist Amerikaner, der kennt die französischen Gewerkschaften nicht. So leicht kann mir hier niemanden feuern...

Setlist Queens Of The Stone Age, le Zénith, Paris:

01: Turning On The Screw
02: Hanging Tree
03: River In The Road
04: Misfit Love
05: Do It Again
06: Feel Good Hit Of The Summer
07: Go With The Flow
08: 3's & 7's
09: Era Vulgaris
10: In The Fade
11: Suture Up The Future
12: Burn The Witch
13: Make It With Chu
14: Little Sister
15: Tangled Up In Plaid
16: Sick, Sick, Sick

17: No One Knows
18: Avon *
19: Song For The Dead

Konzertdauer: ca. 85 Minuten

* Vielen Dank an unseren Leser!



Noch viel mehr Fotos von den Queens Of The Stone Age hier



Dienstag, 9. Oktober 2007

Biffy Clyro, Paris, 08.10.07

1 Kommentare

Konzert: Biffy Clyro

Ort: La Maroquinerie, Paris
Datum: 08.10.2007
Zuschauer: ca. 450, nicht ganz ausverkauft


So, jetzt werden auf diesem Blog auch mal andere, sprich härtere Saiten aufgezogen als sonst! Biffy Clyro hatten sich nämlich angekündigt und die belieben nun mal nicht zu spaßen. Von diesem ganzen Schweden-Pop und dem anderen Süßwarenkram kann man ja auch irgendwann Diabetes bekommen, zumindest wenn man zuviel davon über die Ohren aufnimmt! Mich dürstete es nach härterer Kost, da kamen mir die wild rockenden Schotten wie gerufen...

Beim Highfield Festival im August hatte ich das Trio zwar auch schon erlebt, das Konzert war aber irgendwie an mir vorbeigegangen. Ich hatte ganz einfach zu diesem Zeitpunkt ein Konzentrationsloch, bei Festivals, die über drei Tage gehen nur zu verständlich. Hinzu kam, daß ich das neue Album "Puzzle" noch nicht hatte. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte! Der neue Longplayer strotzt nämlich nur so vor melodischen Rockmonstern und ist keine Sekunde langweilig. Gute Voraussetzungne für den heutigen Abend also und -ich kann es vorwegnehmen - meine hohen Erwartungen wurden letzlich auch erfüllt.

Bevor die drei Herren, neben dem Sänger und Gitarristen Simon Neil gehören auch die Brüder Ben (Drums) und James Johnston zur Band, die Bühne eroberten, ließen sie aber erst einmal rockstarmäßig auf sich warten.

Dann konnte es aber losgehen: mit nacktem Oberkörper kamen Simon und Ben aus ihrer Kabine und schwangen sich an Gitarre respektive Schlagzeug; nur James hatte obenrum noch was an. Erster witziger Zwischenfall: die Franzosen skandierten den Namen ihres Rugby- Helden Sebastien Chabal, als sie den ähnlich aussehenden Sänger von Biffy Clyro erblickten! Ein alter Song wurde gespielt, "Bodies In Flight" mit Namen. Der sagte mir nicht viel, da sich in meiner CD-Sammlung nur "Puzzle" und "Infinity Land" befinden.

Egal, gut war er trotzdem, jedoch nicht so stark und kompakt wie die Knüller auf dem aktuellen Werk. Mit "Who's Got A Match" und "Saturday Superhouse" landeten die drei Burschen dann aber einen Puzzle-Doppelschlag! Peng, peng, Volltreffer! Mit voller Wucht hatten sie mich an der Murmel getroffen, ich mußte früh angezählt werden, stand aber noch auf den Beinen...

Das Tempo war höllisch und die tätowierten Kerle ließen auch in der Folge nicht locker, mit "My Recovery Injection" spielten sie schon wieder einen meiner Favoriten, diesmal von "Infinity Land". Genial aufgebaut dieser Titel, fängt erst mal ziemlich belanglos an, wird aber spätestens im zweiten Teil zu einem wahren Ohrwurm, wenn nämlich der Refrain losdonnert und mehrfach die Songzeile "And nothing matters anymore" geschmettert wird. Eigentlich wurde erst mit der Ballade "Machines" zum ersten Mal der Fuß vom Gaspedal genommen, vorher dominierten krachende Rock-Songs das Set. Und was für zum Teil sensationelle Songs das waren! "Questions & Answers", "Get Fucked Stud" und vor allem natürlich gegen Mitte des Konzerts der Wahnsinnshammer "Living Is A Problem Because Everything Dies", der das Album "Puzzles" eröffnet. Verblüffend, wie die Musiker die Chorpassage des Liedes live hinbekamen und auch sonst war das Ganze nah an der CD-Version dran, nur noch schneller, härter, überwätigender! Wow, ein Kandidat für den Track des Jahres, gar keine Frage! Aber auch sonst hatten die Schotten einiges zu bieten, allein schon die Tattoos auf Simon's Bauch und Rücken waren sehenswert und wenn Ben seine Drums malträtierte, blieb auch kein Auge trocken. "Glitter & Trauma" beschloß leider aber dann auch schon wieder das Set, zumindest den offiziellen Teil. Als Nachschlag gab es schließlich noch eine Ballade "Joy.Discovery.Invention" gefolgt von dem mit Sicherheit härtesten Stück des Abends, "There's Such Thing As A Jaggy Snake", entnommen widerum von "Infinity Land". Hier zeigten die Kerle noch einmal was in ihnen steckt, bevor sie sich artig auf französisch ("merci beaucoup") vom zufriedenen Publikum verabschiedeten. Biffy Clyro hatten mir gewaltig in meinen verpoppten Arsch getreten und das hat mir mal so richtig gut getan!

Setlist Biffy Clyro, Paris:

01: Bodies In Flight
02: Who's Got A Match
03: Saturday Superhouse
04: My Recovery Injection
05: A Whole Child Ago
06: The Kids From Kibble...
07: Questions And Answers
08: Love Has A Diameter
09: Living Is A Problem Because Everything Dies
10: Justboy
11: Get Fucked Stud
12: Machines
13: Now I'm Everyone
14: Glitter & Trauma

15: Joy.Discovery. Invention (Z)
16: There's Such Thing As A Jaggy Snake (Z)



Dienstag, 8. Mai 2007

Bloc Party, Köln, 08.05.07

18 Kommentare

Konzert: Bloc Party

Ort: Palladium Köln
Datum: 08.05.2007
Zuschauer: ausverkauft


Selten lag ich so komplett daneben. Ich hatte unglaubliche Vorfreude auf die zweite Platte der Londoner Band Bloc Party, die Anfang des Jahres erschien, und hatte dann nach ein zwei Hören das Gefühl, daß sie vermutlich so komplex ist, daß sie sich mir noch nicht erschließt. In den letzten Tagen habe ich die CD noch einige Male gehört und kam zu dem Schluß, daß es vielleicht doch nicht an mir, sondern an der im Vergleich zu Debüt schwächeren zweiten Platte liegt, daß ich enttäuscht war. Entsprechend gering war meine Vorfreude auf das heutige Konzert. Die Karte hatte ich im Dezember oder frühen Januar gekauft, zu einem Zeitpunkt, als ich nur die Single "Prayer" kannte. Heute hatte ich ernsthaft überlegt, daß Ticket vor dem Palladium noch zu verkaufen. Da da aber niemand eine Karte suchte, bin ich doch in den Saal gegangen.

Punkt acht Uhr trat die Wunschband eines Bloc Party-Mitglieds als Vorgruppe auf: Biffy Clyro aus Glasgow. Bisher war ich der Meinung, daß Bands aus Glasgow prinzipiell toll sind. Ein Trugschluß. Trotzdem war die Stimmung im vollen Saal ausgezeichnet, das änderte sich allerdings auch nicht, als nach Biffy Clyro die Musik wieder besser wurde und ein Sampler mit "Pump up the jam" und ähnlichen "Hits" lief. Die Leute haben stilistisch einfach von Emo-Krach auf Disco-Zeugs umgeschaltet und weitergetanzt.

Kurz nach zehn war dann Bloc Party-Zeit. Ich habe die Band vorher einmal gesehen, vor zwei Jahren auf dem fabelhaften Einslive Königstreffen in Herzogenrath. Da hatte Kele Okereke schreckliche Stimmprobleme und traf kaum einen Ton. Bei aller Liebe und aller Toleranz: das war kein echter Hörgenuß. Heute war das komplett anders. Kele hatte einen Top-Tag und traf alle, vor allem auch alle hohen Töne. Das Konzert begann (das scheint überall so zu sein) mit "Song for clay" und "Positive tension". Danach war es mir in der zweiten Reihe zu anstrengend und ich ging rechts von der Bühne weiter in den Hintergrund. Ich denke, das hat mir viele blaue Flecken erspart.

Nach dem eher schwachen "Waiting for the 7:18" räumte die Band mit "Banquet" erstmals richtig ab. Wobei eigentlich kaum Unterschiede auszumachen waren, auch bei den langsameren Liedern war die Stimmung phänomenal gut. Ganz anders als ich dachte, waren die neuen Lieder überhaupt keine Stimmungskiller. Den größten Langweiler "On" haben sie zwar nicht gespielt, der Rest war live aber absolut toll. Ich weiß zwar nicht, ob das die Platte für mich aufregender macht, eine Live-Version kaufte ich aber sofort.

"Like eating glass" war der Abschluß des regulären Programms. Das war herrlich wild. Nach sehr kurzer Pause kamen Kele & Kollegen zu den Zugaben zurück. Bei der zweiten Zugabe "She's hearing voices" kletterte Kele von der Bühne und stieg auf das Absperrgitter mittig vor der Bühne. Als er da fertig war, lief er mit Kabelträger und singend in Richtung der rechten Saalwand. Da stand ich an einem Gitter. Und genau da wollte Kele durch. Ich mußte noch auf Seite gehen, um ihn durchzulassen, denn er wollte in unserer Mitte weitersingen. Und das konnte keiner der Leute, die mit mir am Rand standen, so richtig glauben. Wow!

Die vierte Zugabe "Helicopter" (unglaublich laut) beendete die erste Zugabenrunde. Bloc Party kamen aber noch für "Pioneers" zurück und beendeten nach anderthalb Stunden ein großartiges Konzert. Meine Skepsis ist weg und ich heilfroh, daß niemand meine Karte wollte.

Setlist Bloc Party:

01: Song for clay (disappear here)
02: Positive tension
03: Hunting for witches
04: Waiting for the 7:18
05: Banquet
06: Where is home?
07: This modern love
08: The prayer
09: Two more years
10: Uniform
11: So here we are
12: Like eating glass

13: I still remember (Z)
14: She's hearing voices (Z)
15: Sunday (Z)
16: Helicopter (Z)

17: Pioneers (Z)

Links:
- mehr Fotos vom Konzert
- Bloc Party in Paris 2007



 

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