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Mittwoch, 16. März 2011

Interpol, Paris, 15.03.11 (chronique en français)

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Concert: Interpol Lieu: Le Zénith, Paris
Date: 15/03/11
Spectateurs: pas complèt
Durée du concert: environ 80 minutes



On me demande souvent: "Oliver, pourqoui tu n'écris pas en français?" La reponse est simple: c'est difficile pour moi et ça me prend un temps fou. Mais bon, j'essaie de faire un effort pour une fois:


Reflexions, idées, faits, remarques sur le concert d'Interpol au Zénith de Paris:

- Tout d'abord: c'était un concert somptueux. Difficile de faire mieux dans une grande salle froide et stérile comme le Zénith.

- Que dire de la première partie? Matthew Dear, c'était affreux , non? Le type a essayé en vain d'imiter les New Order sans le moindre bon morceau et n'a jamais fait bouger les gens. On mourrait d'ennui.

- Resultat: je n'étais pas chaud quand Interpol ont commencé (avec pas mal de retard, une demi-heure, quand même)

- Il m'a fallu un moment avant d'entrer à fond dans ce concert. Faute à cette grande salle impersonnelle, un public assez mou et lent et un groupe qui a mis un moment pour tout mettre en place

- Côté son, rien à dire. C'était clair, bien equilibré et pur. Par contre j'aurais bien aimé encore plus de décibels. Plus c'est fort, mieux c'est!

- Malheureusement je n'ai pas trop entendu la basse. Parce que j'étais trop loin du bassiste ou parce qu'il a joué d'une manière un peu hésitante?

- Vocalement Paul Banks était parfait. Pas de fausse note pendant toute la durée du concert. De toute façon, il a la meilleure voix du monde, elle me transcende à chaque fois.

- Mais c'est quoi cette coiffure de footballeur allemand de Paul? J'ose espérer que c'est avec un clin d'oeil qu'il la porte...

- Et Sam n'a pas mis de gel dans ces cheveux cette fois-ci. Résultat: il a moins le look mafioso.

- Daniel Kessler ne vieillit jamais. Toujours aussi affuté et bien sur ses jambes. Drôle ces gestes complètement exagérés, non?

- "Merci! C'est la première fois que je parle en français" (Paul Banks) - Il devrait parler plus et plus souvent en français son accent est bien!

Côté lumière pas beaucoup de chichi. C'est plutot sobre et épuré. Bien.

- Meilleurs morceaux du concert? Ben, cette fois-ci pas forcément le favori du public Narc. Je citerais plutôt Rest My Chemistry (beaucoup plus puissant et passionnant que sur l'abum), NYC (sphérique, mélancolique, sombre, beau à pleurer) et Slow Hands (ultra rapide, dynamique et renversant)

- Et les nouveau titres? Lights est une tuerie, Baricade un bon morceau uptempo, mais les nombreuses pépites des deux premiers albums restent inégalées. D'ailleurs, pourquoi n'ont-ils pas joué Roland ou Leif Erikson au lieu d'un Length Of Love un peu médiocre et Untitled en rappel?!

- Le groupe a donc confirmé son statut d'un des plus grands groupes rock indé actuel et fait taire les gens qui disent que c'est bientôt fini. Par contre les billets ont été bradés au marché noir. 20 euro c'était le maximum. Bizarre pour un concert qui a couté 35 Euro, non??

- Vivement Rock en Seine avec Interpol en tête d'affiche! Ça promet une belle rentrée musicale!



Interpol, Paris, 15.03.11

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Konzert: Interpol
Ort: Le Zénith, Paris
Datum: 15.03.2011
Zuschauer: nicht ausverkauft
Konzertdauer: gut 80 Minuten


Das Vorspiel soll ja eigentlich dazu dienen, die Lust anzuregen. Matthew Dear mit seinem öden 1980er Jahre Elektropop bewirkte aber genau das Gegenteil. Es war, als wäre einem ein Eimer kaltes Wasser über den Schwanz geschüttet worden. Anstatt für den Hauptakt gewappnet und heiß zu sein, war man abgetörnt und kühl.

Zäh und eher mechanisch steril deshalb auch der Beginn des Sets von Interpol. Drummer Sam Fogarino trommelte wie eine Marionette und der Opener Success verpuffte wirkungslos. Auch Say Hello To The Angels, eigentlich ein postpunkiger Abräumer par excellence, stach nicht und sorgte kaum für Bewegung im Rund. Kein Vergleich zum Highfield- Festival vor ein paar Jahren, als genau dieses Lied tausende Leute zum wilden Abtanzen trieb. Woran es lag konnte ich eigentlich gar nicht genau sagen. Der Sound war präzise, klar und nicht zu breig, die Stimme von Paul Banks bestens geölt und die Gitarrenriffs von Daniel Kessler gewohnt melodisch und technisch perfekt dargeboten. Den Bass, für den ein neuer, mir unbekannter Musiker verantwortlich war, hörte man allerdings kaum. David Pajo hatte den Gründungsbasser Carlos D im Trabendo noch gut ersetzt, aber heute merkte man, daß ein Spitzenmusiker von Carlos Schlage auf dieser Position fehlte.

Irgendwie überkam mich das ungute Gefühl, das heute eine Enttäuschung möglich war. Wohlgemerkt: ich bin Hardcore Fan, mag Interpol über alles, kenne jedes Album in und auswendig.

Mit Hands Away wurde aber allmählich die Wende eingeläutet. Gerade zu Beginn des Songs hatte die famose Stimme von Paul Banks genügend Luft, sich zu entfalten. Sein durch Mark und Bein gehender Nörgel-Bariton erfüllte die Halle und versetzte mir erste emotionale Wallungen. Diese Mischung aus Stolz und Verletzheit in seiner Stimme ist einzigartig, Banks ist der David Bowie der 00er Jahre, elegant, mysteriös, unnahbar, charismatisch. Auch die Instrumentierung bei Hands Away wusste zu gefallen. Die Gitarren bauten sich schleifenförmig auf und endlich hatte das Ganze genügend Volumen, um eine große Location wie das Zenith zu beschallen. Sam Fogarino trommelte unterdessen weiterhin wie ein Aufziehmännchen und sein Punch wurde härter und härter. "Peng, peng, peng", er peitschte unerbitterlich und war dabei präzise wie ein Schweizer Uhrwerk.

Bei Rest My Chemistry wurden heroische Gitarrenmelodien hochgezogen, wie man sie auf der Konserve nicht findet. Aus dem passablen, aber nicht überragenden Albumtitel von Our Love To Admire haben Interpol live einen packenden Song hinbekommen, denn sie vielschichtig und wuchtig umsetzen und zum Highlight werden ließen. Drei Stücke später kam mit Lights auch der wohl beste Songs des vierten Longplayers. Unscheinbar startend wurde die Nummer im weiteren Verlaufe immer aggressiver, angrifflsustiger und spannungsgeladener. Plötzlich wurde ein unsichtbarer Schalter umgelegt. Interpol hatten mich nun gepackt, sich wie eine dicke Würgeschlange um meinen Hals geschlungen und ließen mich aus diesem Klammergriff bis zum Ende nicht mehr entkommen. Der Sound der postpunkigen Gitarren und die Grabesstimme von Paul Banks berauschten mich von nun an über alle Maßen. Ich fühlte mich wie ein gelangweilter und missverstandener Jugendlicher auf der Suche nach einem Kick, der nun reichlich Stoff und Adrenalinstöße frei Haus geliefert bekam. Cool, daß mit dem treibenden C'mere dann das Tempo angezogen wurde und die Band mir weitere Dosen Hochprozentiges infiltrierte. Da war er, der ersehnte Rausch, der Endorphinausstoß, die Extase! Aber - und das ist das packende bei Interpol, immer mit dieser tiefen Melancholie versetzt, die bewirkt, daß man in seinem bekifften Zustand losheulen will. Ein Wechselbad der Gefühle, ein Psychococktail, an dem sich wahrscheinlich nur Leute besaufen können, die wie ich die Platten bis zum Abwinken gehört haben und trotzdem immer wieder von diesem seltsamen, suiziden Gefühl angezogen werden, der die Alben durchzieht.

NYC schürte die Emotionen immer weiter. Eine ruhige Nummer, die aber trotz der Größe der Location nicht verpuffte, sondern durch ihren sphärischen Charakter einen Breitwandsound an die Decke malte, der gut ins Zenith passte. Idealerweise wurde mit dem schmissigen Heinreich Manouver dann ein Uptempo-Song hinterhergeschickt, der aufrüttelte.

Dramaturgisch passend auch, daß mit der Granate Not Even Jail der offizielle Teil abgeschlossen wurde.


Für den Zugabenblock erhoffte ich mir Leif Erikson und Roland, wusste aber durch Internet- Recherche nur allzu genau, daß es eher die mittelmäßig spektakulären Untitled und The New werden würden und so war es dann auch. Zu verschmerzen, denn mit Slowhands und Obstacle 1 hauten sie zum großen Finale dann noch mal zwei ihrer größten Hits raus, bei den auch das insgesamt recht lahme Publikum endlich mal besser mitging, hüpfte, klastchte und gröhlte.

Unter dem Strich stand nach gut 80 Minuten dann das bisher beste von drei Interpol Konzerten, die ich im Zenith gesehen hatte. An die Dichte des Auftritts im kleinen Club Trabendo (Kapazität 600 Leute) oder im nicht größeren Cabaret Sauvage kam der Gig feilich nicht ganz heran, was ich allerdings auch nicht erwartet hatte.

Interpol bleiben im Bereich Indierock eine Bank. Kein Wunder, sie haben ja auch Paul Bank (s).

Die Reime von Reimer werden schlecht, Zeit ins Bett zu gehen.

Setlist Interpol. Le Zénith, Paris, 2011:

01: Success
02: Say Hello To The Angles
03: Narc
04: Hands Away
05: Barricade
06: Rest My Chemistry
07: Evil
08: Lenghth Of Love
09: Lights
10: C'mere
11: Summer Well
12: NYC
13: The Heinrich Maneuver
14: Memory Serves
15: Not Even Jail

16: Untitled
17: The New
18: Slow Hands
19: Obstacle 1

Aus unserem Archiv:

Interpol, München, 12.03.11
Interpol, Dortmund, 22.10.10
Interpol, Paris, 17.09.10
Interpol, Montreux, 16.07.08
Interpol, Brüssel, 23.11.07
Interpol, Paris, 21.11.07
Interpol, Köln, 19.11.07
Interpol, Hohenfelden, 17.08.07
Interpol, Köln, 11.05.07
Interpol, Paris, 10.05.07




Donnerstag, 20. Mai 2010

Pavement & The National, Paris, 07.05.10

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Konzert: Pavement & The National

Ort: Le Zénith
Datum: 07.05.2010
Zuschauer: nicht ausverkauft, aber auch nicht leer, 5000 also?
Konzertdauer: The National 60 (!) Minuten, Pavement 105 Minuten

Résumé en français en bas du texte!

Achtung: Wie war das Pavement Konzert im Berliner Astra? Feedback, please!


Sehnlichst herbeigewünschte Konzerte bergen ein großes Enttäuschungspotential. Von einem Pavement Gig habe ich in den letzten Jahren immer mal wieder geträumt, zumal ich die schräge Truppe um Stephen Malkmus und Scott "Spiral Stairs" Kannberg in ihrer Glanzzeit in den 90 ern nie live gesehen hatte. Die schwachsinnige Idee, mich ganz meinem Jura Studium zu widmen und mich nicht ablenken zu lassen, hatte damals verhindert, daß ich die Helden der Lofi-Bewegung auf einer Bühne sah. Mich mit der Musik von Pavement näher beschäftigt, habe ich mich aber ohnehin erst, als schon alles vorbei war (mein Studium und die Karriere von Pavement). Erst Anfang der 00er Jahre kaufte ich mir quasi das Gesamtwerk in den feinen Deluxe Editionen zusammen, Wowee Zowee, Crooked Rain Crooked Rain, Slanted And Enchanted, Brighten The Corners ... irgendwann hatte ich sie fast alle. Glühender Fan bin ich trotzdem nie geworden, obwohl ich die Attitüde der Typen saucool fand. Slacker, wie sie genannt werden, sind mir ohnehin sympathisch, seitdem ich mich von Karriereplänen und schwachsinnigen Vorstellungen wie z. B "Ein Ziel im Leben zu haben", konsequent verabschiedet habe. Lebe dein Leben planlos und denk' bloß nicht über die Zukunft nach, genauso sehe ich das Ganze heute und diese Einstellung kommt irgendwo bei jedem Song von Pavement zum Vorschein. Dazu die schrammeligen Gitarren und der windschiefe Gesang, es gibt schon genügend Gründe, Pavement toll zu finden! Warum aber nun bloß dieses Comeback nach jahrelangen Verweigerungen, sich wieder zusammenzuraufen? Stephen Malkmus hatte doch mit den Jicks zwei sehr ordentliche CDs auf den Markt gebracht und dabei auch die Pariser Maroquinerie bespielt und Spiral Stairs mit Preston School Of Industry ebenfalls ein gutes Projekt am Laufen. Hauptmotivation war also wahrscheinlich die Kohle, möglichweise hatten sie aber einfach auch noch einmal Bock, ihre alten Hits zu spielen. Der Veranstalter traute den alten Fans jedoch nicht so recht, oder hielt sie nicht für zahlreich genug, um das riesige Zénith zu füllen und buchte deshalb noch die zur Zeit enorm angesagten The National mit hinzu. Und in der Tat: es gab wirklich viele Freunde und Bekannte, die als Hauptbeweggrund für ihr Erscheinen den Auftritt von The National angaben. Ich zeigte ihn einen Vogel, obwohl ich Fan der düsteren Wahl- New Yorker bin. "Für eine Vorgruppe geht man nicht zu einem Konzert!", schnauzte ich sie regelrecht an. "Die spielen höchstens eine halbe Stunde und außer uns Musiknarren wird sich kein Arsch für The National interessieren. Untergehen werden die in der riesigen Halle!" Zunächst schien ich mit dieser Vorhersage recht zu behalten. Pünktlich um 20 Uhr startend ("Hello Paris, How are you doing?"), war ich von Ignoranten umzingelt. Vor mir tippte eine Italienerin auf ihrem doofen I-phone rum (eine Unsitte, die bei Konzerten immer mehr um sich greift) und neben mir unterhielt sich ein hochnäsiger Ami permanent mit seiner Freundin und einer anderen Tussi. Ich hätte dem blöden Yuppie-Arsch ein paar in die Fresse hauen können! Ehrlich! Wie er da stand mit seinem grauen Jacket und dem himmelblauen Hemd, mit der einen Hand immer sein Blackberry fest im Griff, mit der anderen seine Geliebte betatschend. Als sei er mit seinem streberhaften Seitenscheitel der neue JF Kennedy. Ein Wixer vor dem Herrn! Hätte er wenigstens die Schnauze gehalten, aber unentwegt musste er reden und den tollen Vortrag von The National stören! Ich war kurz davor, mich auf ihn zu stürzen, riss mich aber zusammen und konzentrierte mich auf die Band um den sonoren Matt Berninger. Zu acht waren sie erschienen, aber meine Augen waren meistens auf den autistisch wirkenden Sänger gerichtet. Obwohl im Gegensatz zu früher inzwischen dreitagebärtig, war seine Körpersprache immer noch wie gewohnt. In sich gekehrt, auf den Boden starrend, oder mit der flachen Hand auf seinen Oberschenkel schlagend. Meistens hielt er die Augen ganz geschlossen und brummelte mit tiefer Baritonstimme in sein Mikro. Manchmal packte es ihn aber auch und er rannte wie ein kleines Kind auf der Flucht zu seinem Drummer und stachelte diesen an. Dem Publikum drehte er auf diese Weise unglaublich oft den Rücken zu, aber das kannte ich schon von ihm. Schon ein kauziger Kerl, dieser Matt, der es sich nicht abgewöhnt hat, im Stile einer Angela Merkel mit flachen Handflächen zu klatschen, als sei er 7 Jahre alt. Aber ich mag ihn sehr. Seine Stimme ist ganz wunderbar, ich liebe ihr dunkles Timbre und die triste Klangfarbe. Und die Band um ihn rum wird immer besser. Feine Instrumente wie eine Geige, eine Trompete und sogar ein Harmonium kamen zum Einsatz, um dem Sound die erlesene Note zu geben. Dieser war zwar etwas dumpf, sehr laut und auch übersteuert, aber im Zénith muss man es einfach etwas mehr krachen lassen, um die Halle zu beschallen. The National klangen deshalb auch wesentlich rockiger als sonst und die Gitarren (brillant die Zwillingsbrüder Dessner) domierten das Geschehen. Gespielt wurden so einige Leckerbissen vom neuen Album High Violet. Anyone's Gost, performt an zweiter Stelle gleich nach dem Klassiker Mistaken For Strangers , gefiel mir auf Anhieb. Melancholische Dingel-Dengel Gitarren, ein trockenes, sattes Schlagzeug und der sonore Gesang von Matt setzten mich schon nach dem ersten Hören schachmatt. "I told my friends not to worry", keifte Berninger in einer Szene und ein kalter Schauer lief meinen Rücken runter. Genial, so würden Joy Divison wohl im Jahre 2010 klingen! Nobler Post Punk, den ansonsten nur Interpol (wer lästert hier? ; das sind Helden, basta!) so geschmackvoll hinkriegen. Völlig egal auch, daß The National mit zunehmendem Erfolg immer mehr Neider bekommen, die über die fehlende Originalität und die angebliche Monotonie herziehen. Geschenkt bekommen haben die Jungs aus Ohio ihren Erfolg jedenfalls nicht. Mit jedem Album sind sie stärker und tighter geworden und haben einen ungemein ausgewogenen Sound geschaffen, der sie in die Champions-League der Indie Bands katapultiert. Nun spielen sie auf einer Ebene mit den 20 besten Indie Gruppen der USA. Als da wären: Yo La Tengo, Interpol, Spoon, The Walkmen, The Strokes, Midlake, The Flaming Lips, Band Of Horses, Okkervil River, Shearwater, Sonic Youth, Built To Spill, Dinosaur Jr., Fleet Foxes, TV On The Radio, The Shins, My Morning Jacket, Vampire Weekend, Wilco und... Pavement! Aber bei Pavement waren wir noch nicht, denn der Auftritt als Vorgruppe sollte für The National eine ganze Stunde dauern. Eine faustdicke Überraschung, denn viel mehr als eine halbe Stunde werden den meisten Support Acts nicht gewährt. Aber The National waren nun einmal nicht irgendein Support , selbst wenn Berninger ganz ehrfürchtig erklärte: "To play with Pavement on the same stage that's a lot of totally awesome dreams come true!" Totally awesome war das Stichwort, denn genau dies beschrieb die Vorstellung der Melancholiker perfekt. Ein starkes Lied jagte das nächste, sei es nun bekannt wie der Killersong Squalor Victoria (einer der rockigsten Titel vom brillanten Vorgänger Boxer) oder neu wie das Kleinod Little Faith. Ein Instant Hit, der mir und vielen anderen sicher noch das Musikjahr 2010 verschönern wird. Trompete und Posaunen und ein sich heranpirschendes Schlagzeug leiteten ein zu dieser stakkatischen Nummer, die dramatisch und wuchtig voranschritt, ohne von zu viel Bombast beschwert zu sein. Der Ami in meiner Nähe redete zwar immer noch auf nervtötende Weise weiter, aber inzwischen war ein beachtlicher Teil des Publikums warmgeworden und ging immer besser mit. Nach zwei anderen neuen vielversprechende Liedern, Conversation 16 und England wurde die Schlußglocke mit Altbewährtem eingeläutet. Fake Empire kam super rüber, wurde aber noch locker von Mr. November (Album Alligator) getoppt, das nicht nur durch seinem post-punkigen Rhythmus bestach, sondern auch Matt Berninger dazu veranlasste, eine Runde durch das überraschte Publikum zu drehen. Ausnahmsweise stoppte der nervige amerikanische Nachbar sein Gelaber, packte sein doofes Blackberry aus und schoss ein Erinnerungsfoto von Matt. Ich hätte ihn ohrfeigen können! Aber ich ließ mich nun nicht weiter nerven und fieberte voll und ganz mit. Berninger keifte wie ein Schwein, das gerade abgeschlachtet wird. "I won't fuck us over, I'm Mr. Nobember, Im Mr November, I won't fuck us over" , schrie er aus voller Kehle und schien besessen wie dereinst Heißsporn Klaus Kinski. Geil! Aber er hatte noch nicht ganz fertig, den mit dem neue Terrible Love wurde ein glänzender Schlußpunkt unter den besten Auftritt einer Vorgruppe, den ich je gesehen habe, gesetzt. Ganz großes Tennis war das!

In der Pause drehte ich eine kleine Runde, weil es mich dürstete. Vor dem Getränkestand war aber eine frustrierend lange Schlange und so nutzte ich die Zeit, um mit der zuckersüßen Pariser Folksängerin Mina Tindle zu flirten und sie abzuknipsen. Nicht nur sie, sondern etliche andere lokale Indie- und Folkmusiker hatten sich heute ins Zénith begeben, um die Rückkehr der Blödi-Ritter, ähem nein, der Jungs von Pavement natürlich, mitzuerleben. Sogar Bandmitglieder von Air und Herman Dune wurden gesichtet. Schau an, schau an! Irgendwie aber auch seltsam: Leute, die sich als indie definieren, treten sich in einer riesigen Halle auf die Füße. Wie schaffen Pavement das? Gleichzeitig indie und massenkompatibel zu sein? Normalerweise trifft man bei Konzerten im Zenith die letzten mainstreamigen Vollhorste, die zu gequirlter Kacke wie der Rapperin Diam's oder den scheußlichen Dionysos abgehen, aber heute sah man an jeder Ecke Leute, die normalerweise in kleinen Clubs der Kapitale anzutreffen sind.

Gegen 21 Uhr 30 war es dann endlich soweit: Bühne frei für Pavement! Wenn ich sage, daß ich die Amis noch nie live gesehen hatte, muss ich dass hinsichtlich einer Person revidieren. Dem leicht dicklichen Bassisten Mark Ibold bin ich vor ein paar Monaten schon einmal begegnet, als er mit Sonic Youth das Palais de Congrès in Grund und Boden gespielt hatte. Wie sagt man immer so schön (Christoph, dein Lieblingssprichwort): man trifft sich immer zweimal im Leben...

Die Bühnendeko war angenehm schlicht gehalten. Kein Firlefanz,
keine Lasershow oder anderer Käse dieser Art, ja noch nicht einmal ein Bandlogo waren zu sehen. Nur ein paar kleine Lampions erhellten ab und zu von oben zusätzlich die Stage. Auch ansonsten gab es kein Entertainment Programm, auf Videos im Stile von Portishead, My Bloody Valentine, Get Well Soon ode Radiohead verzichteten die Slacker völlig. Gut so, so konnte man sich ganz allein auf die Musik konzentrieren!

Nach recht verhaltenem Beginn kam zum ersten Mal bei Stereo richtig Stimmung auf, das als drittes Lied gebracht wurde. Vor allem die Amis im Publikum sangen lauthals mit und die Franzosen taten zumindest so, als würden sie die Texte kennen. Man hatte ein wenig das Gefühl, daß jeder der hier war, den Kenner raushängen ließ, der sich mit dem Gesamtwerk von Pavement auskennt und einem im Detail erklären kann, warum die experimentelle Scheibe Wowee Zowee eigentlich die beste Platte von Pavement und der poppigeren Crooked Rain Crooked Rain vorzuziehen sei. Oder umgekehrt. Wer Pavement bis 2010 nur dem Namen nach kannte und keine CD besaß, hatte immerhin die Möglichkeit, die in diesem Jahr erschienene Best Of Kollektion Quarantine The Past zu erwerben und sich in den Stoff einzuarbeiten. Vieles was man auf dieser Zusamenstellung findet, wurde heute auch gespielt. Kurzum: von jeder Schaffensphase etwas. Man konnte herrlich die 90 er Jahre Revue passieren lassen und bekam einen Eindruck davon, wie jenes Jahrzehnt musikalisch klang: cool natürlich! Zumindest wenn man die Band aus Stockton, Kalifornien, zum Maßstab macht. Und die Mucke der Berufsjugendlichen ist sehr gut gealtert. Wenn man mich fragt, ob ich lieber MGMT (die Helden der Neuzeit) oder Pavement mag, muss ich nicht lange überlegen. Schön zu sehen, daß nicht nur alte, bierbäuchige Säcke wie ich bei Knüllern wie Shady Lane vergnügt mitsummten, sondern auch junges Gemüse gefallen an den Klassikern fand. Highlights unter vielen spizenmäßigen Liedern rauszupicken erscheint mir schwierig, aber im Moment sind meine Favoriten Gold Soundz und das herrlich entspannte Range Life ("I want a range life, if I could settle down, If I could settle down, then I would settle down"). Andere Fans nannten hinterher oft Summer Babe, welches in eine fulminante Schlußphase einleitete. Spätestens bei ihrem einzigen Chart Hit Cut Your Hair (super der Text: " A special new band... I don't remember a word, but I don't care, I care, I really don't care, did you see the drummer's hair?" ) hielt es niemanden mehr und die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt. Zumindest wenn man unten in der Menge stand, auf den Sitzrängen herrscht im Zénith sowieso immer gepflegte Langeweile, da könnte unten Ian Curtis Shadowplay spielen, oder ein blauer Elefant Purzelbäume schlagen! Ehrlich!

Klar, daß es eine Zugabenteil gab, selbst wenn dieser deutlich kürzer ausfiel, als auf der ursprünglich vorgesehenen Setlist, um die sich später die Fans prügelten. Meine Freundin Uschi hat das Ganze mit ihrer kleinen Videokamera für die Nachwelt festgehalten, interessierte Leser können sich also bei ihr in Ruhe Date With Ikea, Elevate Me Later, oder Conduit For Sale anhören-und sehen. Viel Spaß dabei. Ich persönlich habe fertig!


Pour nos lecteurs français:

Toute la scène indé parisienne était présente pour voir le grand retour des slackers Pavement, héros des années 1990. On y aperçut entre autres des membres de Mina Tindle, Toyfight, Air, Pokett, Pierre & Marie, Herman Dune, Yeti Lane, Pollyanna, Go Go Charlton, Saibu, St. Petersburg, Jesse D. Vernon aka Morningstar, This Is The Kit, Ira (ex-bassiste CSS) et pleins d'autres. Tout le monde était curieux de voir si le groupe phare du mouvement lo-fi avait encore la pêche. Et la troupe autour de Stephen Malkmus alias S.M. et de Scott Kannenberg alias Spiral Stairs ne deçut pas. Dans un Zénith pas complet, mais bien rempli, ils ont fait hurler leurs guitares chaotiques dans tous les sens, accompagnés de deux batteries et s`époumonèrent sur leurs tubes Stereo ou Cut Your Hair comme auparavant. Le son était brutalement fort mais pas forcement de bonne qualité, ce qui avait déjà gêné le concert des magnifiques The National, qui ont donné la meilleure première partie que je n'aie jamais vu dans ma vie, truffé de nouvelles chansons formidables, sombres et melancoliques comme d'habitude, mais en un peu plus rock avec un chanteur Matt Berninger qui a vaincu sa enorme timidité (il est limite autiste) en descendant dans le public pour un Mr. November dévastateur.

Grace à un public composé en partie d'expatriés américains il y avait pas mal de gens connaissant les paroles de Pavement, mais mis à part quelques petits slams l'ambiance restait relativement calme, ce n'était pas l'extase attendue. La déco de scène était sobre comme on pouvait s'y attendre. Seuls quelques petits lampions étaient accrochés ça et là et c'était tout. Pas de projections videos, pas de bannière, rien! Juste les guitares folles et le chant adolescent de Malkmus et de Spiral Stairs. Le public a eu droit a quasiment toutes les tubes et singles (Summer Babe, Trigger Cut, Gold Soundz , Rage Life etc.) mais il manquait mon morceau préféré. Quelle déception! Pourquoi n'ont-ils pas joué Embassy Row? J'aurais tant voulu hurler les paroles "I'm gonna take the crown, I'm gonna take the crown". Je me suis même entrainé à la maison devant le miroir pour cela! Mais bon brailler "I'm tryin I'm tryin' I'm tryin' "pour le morceau final Conduit For Sale n'était pas mal non plus! A noter que Pavement ont joué moins de morceaux qu'initialement prévu.

En gros un concert solide, mais pas ultra spectaculaire, qui nous a fait replonger dans les années 90. Comme disait Stephen Malkmus à un moment: "Let's pretend that it's still 1992."


Setlist The National, Le Zénith, Paris:

01: Mistaken For Strangers
02: Anyone's Ghost
03: Bloodbuzz Ohio
04: Afraid Of Everyone
05: Slow Show
06: Squalor Victoria
07: Little Faith
08: Conversation 16
09: Apartment Story
10: England
11: Fake Empire
12: Mr. November
13: Terrible Love

Setlist Pavement, Le Zénith, Paris

01: Silence Kit
02: In The Mouth A Desert
03: Stereo
04: Frontwards
05: Father To A Sister Of Thought
06: Two States
07: Shady Lane
08: No Life Singed Her
09: Gold Soundz
10: Grounded
11: Perfume - V
12: Kennel District
13: Fight This Generation
14: Range Life
15: Spit On A Stranger
16: Trigger Cut
17: Starlings Of The Slipstream
18: Unfair
19: Summer Babe
20: Stop Breathin'
21: Cut Your Hair

22: Box Elder
23: Date With Ikea
24: Elevate Me Later
25: Here

26: Conduit For Sale

Links:

- Much more pictures of Pavement, click!
- Much more pictures of The National, click!

- schöne CD- Besprechung High Violet von The National bei unseren Freunden von Plattenvorgericht. Klick!

Aus unserem Archiv:

The National, Haldern, 09.08.08
The National, Montreux, 16.07.08
The National, Köln, 27.11.07
The National, Paris, 14.11.07


Achtung: Werdet Reporter! : Wir würden uns unglaublich freuen, wenn uns ihr uns einen kurzen (oder langen) Konzertbericht über den Pavement Gig im Berliner Astra schicken würdet. Wie hat Euch das Konzert gefallen? Hat es Eure Erwartungen erfüllt? Feedback erwünscht!

Ausgewählte Konzerttermine Pavement (ohne Gewähr):

20.05.2010: Palàc Akropolis, Prag
21.05.2010: Arena, Wien
22.05.2010: Muffathalle, München
24.05.2010: Atlantico, Rom
25.05.2010: Estragon, Bologna
27.05.2010: Primavera Sound Festival, Barcelona



Dienstag, 10. November 2009

Arctic Monkeys, Paris, 06.11.09

2 Kommentare

Konzert: Arctic Monkeys

Ort: Le Zénith, Paris
Datum: 06.11.2009
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: 80 Minuten


par Marguerite [merci beaucoup!!]

21h00, on entend encore le soundcheck derrière un lourd rideau. Le mix tape pré-set consiste en une playlist de titres très mélodiques des 60ies/70ies, même sans les avoir jamais vus encore auparavant, on devine déjà que le groupe qui est sur le point de monter sur scène n’est pas un énième groupe sériegraphié indie rock et dont le nom commencerait notamment par "The..". Dans le public, nombreux garçons un peu maigrichons avec cheveux mi-longs, en skinny jeans et style mi-indie rock, mi-grunge - mais qui cherchent-ils donc à imiter?

21h12 un mouvement d'impatience passe parmi le zénith, chauffé par le rock assez show-off des Eagles of Death Metal qui ont assuré le support act ce soir.

21h15, les rideaux s’ouvrent enfin et révèlent sur une nappe audio quelque peu psychédélique la bande des 4 de Sheffield - ceux qui ignoraient ce changement esthétique découvrent un Alex Turner avec une masse de cheveux mi-longs soigneusement coiffés, le tout s’inscrivant dans un look faussement négligé mais toujours aussi élégant ; il porte sur son t-shirt une belle veste rayée qui ne durera bien évidemment que quelques titres. L’éclairage est éblouissant, on ne voit presque rien de ce qui se passe sur scène mais on hurle tout de même, gagné par l’hystérie collective, on saute d’impatience ou se dresse sur la pointe des pieds pour les moins grands, les yeux écarquillés à la recherche du visage d'Alex Turner, 23 ans et déjà une idole du rock indie incontestée.

Pour le 3ème titre, This House is a Circus, 2 rangées d’écrans se révèlent en partie haute de chaque côté de la scène, filmant en direct (un peu moins près que lors des concerts de Radiohead mais approche tout de même semblable) les 4 garçons à travers des filtres en tons bleus, jaunes, blanc & rouges. Un gros show luminaire accompagnera tout le concert, pas de back drop particulier mais quelques projecteurs robotisés suspendus telles des araignées en fond de scène et qui sont réarrangés pour chaque titre, produisant un effet assez minimaliste tout en créant une luminosité impressionnante.

"Paris est magique!" sont les premiers mots adressés au public parisien ce soir par Alex Turner avant d'entamer Still take you Home. "Paris, ça va?" demande-t-il ensuite, "Where are you single ladies?" avant d'enchaîner sur I Bet You Look Good On The Dancefloor ponctué par des cris féminins hurlant "Aleeeeeeexxxx, I love youuuu!". Le jeu de lumière est hyperactif sur ce titre, le public est déchaîné, on aimerait tous partager le même dancefloor en formant un seul moshpit géant mélangeant groupe et public.

Crying Lightning hypnotise la foule, le titre est délivré avec une puissance nouvellement caractéristique des Arctic Monkeys version 2009.

Décidément, Alex Turner semble vouloir communiquer en Français, il réitère ainsi son "Paris est magique, I'll say it again!" en souriant au public - il s'amuse visiblement bien ce soir! The View from the Afternoon est un peu moins nerveux que lors de leurs tournées précédentes, c'est dommage, mais peut être calculé car ainsi s'enchaîne parfaitement la superbe ballade romantique à la mélodie rétro, Cornerstone, qu'il introduit par un marmonné "I saw your sister in a cornerstone..". "(..) Tell me where's your hiding place (..)" il demande alors - on est vite tentée de répondre sans réfléchir "I'm here, Alex – here !!".

Pretty Visitors de l'album Humbug prend en version live des accents assez frappants de Muse sur scène, c'est nouveau, en tout cas le public chante en choeur le refrain "All the pretty visitors came and waved their arms and cast, the shadow of a snake pit on the wall". Le prochain titre, aussi tiré de Humbug, Jeweller's Hands, rappelle étrangement aussi le monde musical de Muse.

Dès les premiers accords de When the Sun Goes Down, le Zénith se prépare à la montée d'adrénaline qui va s'ensuivre, on a du mal à ne pas déjà sauter en anticipation de ce qui va arriver car tout le monde reconnaît l’introduction, certains laissent échapper déjà des cris tellement ils sont impatients –on attend patiemment que soit chanté "..I said he's a scumbag, don't you know?.." et c'est parti, fini l'attente - le Zénith entier danse et remue et hurle les paroles en souriant de bonheur, en communion totale avec le groupe sur scène; aucune jambe, aucun pied ne reste immobile, impossible de rester impassible devant cette prestation.

Le set principal se termine par un grandiose Secret Door, tellement imposant et magistral qu’il pourrait être le dernier titre jamais joué par un groupe se séparant après de multiples albums et tirant sa révérence scénique; c’est alors que tout à coup, une pluie de confetti dorés et argentés explose au-dessus de nos têtes, quelle surprise ! Il est vrai que j'avais vu à mon arrivée dans le Zénith des confettis par terre et dès lors anticipé un canon à confetti mais ils ont réussi la surprise, le public boit chaque parole, chaque riff de guitare, chaque frappe de batterie et note de basse comme s’il s’agissait de la première gorgée d’eau avant la traversée d’un désert, en oublie presque de respirer et de cligner des yeux, par crainte de louper ne serait-ce qu'une nanoseconde de ce moment magique. Et pourtant, on sait déjà qu’ils seront de retour en France pour quelques dates en Province début 2010.


Les Arctic Monkeys reviennent pour un rappel de 2 titres. La foule n'en finit de les applaudir avant même qu'ils entament le 1er des deux titres, Fluorescent Adolescent - encore un triomphe, le Zénith est sous le charme, amoureux fanatique de la musique de la bande de Sheffield. Ca chante et ça danse, les jeunes en oublient même qu'il est maintenant interdit de fumer dans une salle e concert, et les appareils photos ne cessent de faire leur apparition dans le champ de vision, mais ce n’est guère gênant car tout le monde sautille, en fosse, personne ne reste à sa place. Le set de cette seconde date parisienne s'achève sur un titre relativement calme mais au rythme soutenu, 505 - titre parfait pour figurer sur une bande-son d'un long voyage en voiture sur une voie déserte en chaleur estivale.. Une bonne idée en somme de terminer ainsi leur set, cela ramène à la réalité mais en laissant s'installer cet agréable après-goût de concert qu'on connaît tous et qu’on aime savourer - histoire qu'on ne se prenne pas pour un superhéro à la sortie du Zénith dans cet élan d’euphorie du moment partagé ce soir entre public&artistes. Pendant quelques minutes, Alex Turner chante sans jouer de sa guitare, il monopolise l'attention du public, tous ont les yeux rivés sur l'entertainer et génie musical qu'il est aux yeux des fans des Arctic Monkeys.

Autour de 80 minutes de concert en tout, dont on ressort les yeux brillants et le sourire aux lèvres, tel après un moment passé avec des amis de longue date de passage en ville pour une soirée. J'ignore ce qu'on vécu les nouveaux fans du groupe qui les découvrent ce soir pour la première fois en live, mais les ayant vus nombreuses fois et suivi leur évolution, je ne peux que confirmer de nouveau – je suis fan!


Setlist Arctic Monkey, Le Zénith Paris:

01: Dance Little Liar
02: Brianstorm
03: This House Is A Circus
04: Still Take You Home
05: I Bet You Look Good On The Dancefloor
06: Sketchead
07: My Propeller
08: Crying Lghtning
09: Dangerous Animals
10: The View From The Afternoon
11: Cornerstore
12: If You Were There, Beware
13: Pretty Visitors
14: The Jeweller's Hands
15: Do Me A Favour
16: When The Sun Goes Down
17: Secret Door


18: Fluorescent Adolescent (Z)
19: 505 (Z)

Deutsche Übersetzung folgt!

Links:

- Arctic Monkeys live...
- in Köln (03.12.07)
- in Nîmes (24.07.07)
- in Paris (03.07.07)
- und noch einmal in Paris (14.03.07)



Dienstag, 6. Oktober 2009

Peter Doherty, Paris, 05.10.09

2 Kommentare

Konzert: Peter Doherty (Roses Kings Castles, Dot Allison, Graham Coxon)

Ort: Le Zénith, Paris
Datum: 05.10.2009
Zuschauer: bei weitem nicht ausverkauft. Die oberen Ränge waren mangels Füllung abgedeckt
Konzertdauer: fast 100 Minuten nur Peter Doherty.



Line Up:

Peter Doherty: Akustikgitarre, E-Gitarre, Gesang

Graham Coxon: Leadgitarre
Adam Ficek: Drums
Drew McConnell: Bass, Kontrabass
Stephen Street: Gitarre
zusätzlich 2 Violinisten, 1 Cellist, 1 Keyboarder und Melodicaspieler
2 Ballerinas
Gastauftritt Dot Allison

Ein gutes Konzert! Zwar kam der heutige Gig nicht ganz an die sensationelle 2. Show im Bataclan ran, aber Peter war in Spiellaune (über seinen allgemeinen Zustand möchte ich nicht mutmaßen, er lallte bei den Ansagen ein wenig) und zog das Programm routiniert und wenig chaotisch durch. Graham Coxon an der Leadgitarre war mit seinen noisigen und präzisen Riffs eine echte Bereicherung und auch den Streichern zuzuhören war ein Genuß! Meine Frau will gehört haben, daß Stephen Street als zusätzlicher Gitarrist am äußeren Bühnenrand erwähnt wurde. Von meiner Position aus schwer zu erkennen, ob er das war. Aber ich glaube meinem Frauchen, sie hat sowieso immer Recht!*

Beste Songs? Back From The Dead, The 32 nd of December, Broken Love Song, Albion, Time For Heroes und natürlich ein episches und finales Fuck Forever. Manche der neuen Sololieder bleiben allerdings etwas blass. Mein Favorit Palace Of Bones wurde glatt ausgelassen, genau wie Killamangiro. Größte Überraschungen in der Setlist waren Ballad of Grimaldi und A' rebours, beide von den Babyshambles.

Anekdoten: Gab es nicht viele. Peter saß in den Pausen zwischen den Stücken immer mal wieder auf der Stufe vor dem Schlagzeug, lieferte sich ab und zu "Gitarrenduelle" mit Graham und forderte in einer Szene vehement Zigaretten von den Fans ein, die dann auch prompt auf die Bühne prasselten. Den Song Back From The Dead widmete er den Gesündesten ("this song is dedicated to the healthiest"), im Hinblick auf Time For Heroes murmelte er irgendwas von John Lennon und bei Albion zählte er in der Liste der normalerweise auschließlich englischen Städte irgendwann auch zusätzlich Paris auf. Ein Track schien ganz frei improvisiert gewesen zu sein. Textlich ging es da um "Bubbles" (Titel wohl I'm Forever Blowing Bubbles). Ob damit der Affe von Michael Jackson gemeint war?? - Wohl kaum! Es handelte sich um einen alten Klassiker, den auch Doris Day mal gesungen hat.

Ungewöhnlich lange war die Pause vor den Zugaben. Die Jungs blieben so lange der Bühne fern, daß man sich am Ende wirklich fragte, ob sie noch einmal zurückkommen. Nach einer gefühlten halben Stunde (in Wirklichkeit vielleicht 10 Minuten, höchstens) ließen sie sich aber dann doch noch einmal blicken und bescherten den Fans ein absolut fulminantes Finale. Time For Heroes dürfte auch die letzten Schnarchnasen noch aus den Sitzen gerissen haben und Fuck Forever räumte in gewohnter Manier ab. Die Halle tobte! Endlich einmal! Witziger Zwischenfall: Peter stieg auf Adams Schlagzeug, verhedderte sich mit den Füßen und hatte Problem wieder runterzuspringen. Dann schüttelte er sich kurz, rannte nach vorne und spielte noch einmal das markante Gitarrenriff dieses Killersongs.

Und wie war das Vorprogramm? Adam Ficek und Dot Allison performten jeweils nur 15 Minuten auf der Akustikgitarre, bevor Grahm Coxon mit eigener Band in den Ring stieg. Allerdings konnte der Brillenträger nicht durchweg überzeugen. Manche Passagen war recht fad und seinen größten Hit Freakin' Out enthielt er uns vor. Das Set bestand zum Großteil aus (zum Teil sehr düsteren, fast depressiven) Tracks vom Neuling The Spinning Top und an dieses Material muss man sich wohl erst einmal gewöhnen...

Setlist Peter Doherty, Le Zenith, Paris (vorerst ohne Durchnummerierung, da ich die Reihenfolge der Songs an der ein oder anderen Stelle noch einmal überprüfen muss) :

- The Last Of The English Roses
- A Little Death Around The Eyes
- Salome
- For Lovers
- Back From The Dead (Babyshambles)
- Lady Don't Fall Backwards
- Ballad Of Grimaldi
- Music When The Lights Go Out (The Libertines)
- Don't Look Back Into The Sun (The Libertines)
- I'm Forever Blowing Bubbles (Doris Day Cover)
- Arcady
- 1939 returning
- Sheepskin Tearaway (mit Dot Allison)
- 32 nd Of December (Babyshambles)
- A'rebours (Babyshambles)
- Sweet By And By
- Broken Love Song
- Albion (Babyshambles)

Zugaben:

- Bollywood To Battersea (Babyshambles)
- Time For Heroes (The Libertines)
- Fuck Forever (Babyshambles)

* Hat sie auch. Habe mir die Fotos noch einmal näher angeschaut und stelle fest: ja, Stephen Street der Kultproduzent (The Smiths, Blur, Kaiser Chiefs, etc.) spielte wirklich Gitarre!



 

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