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Mittwoch, 17. Juli 2013

Muse, Berlin, 14.07.2013

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Konzert: Muse mit Support Biffy Clyro
Ort: Waldbühne in Berlin
Zuschauer: um die 20.000
Datum: 14. 07. 2013
Dauer: über zwei Stunden



Bericht von Philipp B. (Vielen Dank!)


Nachdem ich in den letzten drei Jahren auf über 200 Konzerten und fünf Festivals gewesen bin, war ich sehr auf das Muse Konzert gespannt.

Die ohnehin eindrucksvolle Bühne der Berliner Waldbühne war für den Abend durch einen Steg erweitert. 18 Uhr sollte es eigentlich los gehen, aber erst gegen 18:45 Uhr begann die tolle Vorband  Biffy Clyro aus Schottland ihr Set.


In Großbritannien füllen Biffy Clyro Stadien und auf vielen Festivals sind sie dort Headliner oder Co-Headliner. Doch in Deutschland sind sie immer noch so eine Art Geheimtipp - warum auch immer - da ihre Musik einfach genial ist. Das Berliner Publikum stand teilweise ein bisschen erschrocken da, weil sie nichts mit ihnen anfangen konnten (bis auf die Biffy Clyro Fans natürlich!) Für mich war es wirklich ein Genuss den Jungs zu zu hören und zu sehen. Sie wissen einfach, wie man gute Musik macht und wie man eine Bühne rockt.


Nach einer kleinen Umbaupause kam dann Muse auf die Bühne und - was soll man sagen - man hatte vom ersten Augenblick an Gänshaut! Als die ersten Töne von Supermassive Black Hole angespielt wurden, war auch der letzte Besucher in der fast ausverkauften Waldbühne zum tanzen, springen und singen bereit und die Show nahm ihren Lauf .



Es war eine sehr gute Setlist mit insgesamt 26 Songs. Von Resistance über Madness bis hin zu dem genialen Cover von Feeling Good war alles dabei und an der richtigen Stelle. Hervorragend unterstützt wurde die Show durch riesige LED-Leinwände, Scheinwerfer, Feuer und Nebel. Und obendrauf gab es noch einen riesigen Roboter namens Charles, der ebenfalls die Waldbühne mit Licht und Nebel flutete.


Nach der zweiten Zugabe und einem grandiosen letzten Song war eines der besten Konzerte, das die Welt meiner Meinung nach gesehen hat, vorbei und die Waldbühne stand klatschend und verblüfft mit offenen Mündern da.


Was bleibt im Kopf nach so einem Konzert? Ich persönlich sage: Es geht kaum besser - nicht umsonst werden Muse überall mit Preisen überschüttet - nicht zuletzt als beste Live Band. Und das haben sie in Berlin bestätigt. Für knapp 75€ habe ich zwei der besten Live Bands unserer Zeit auf einer Bühne gesehen, mit einer atemberaubenden Show und vielen Gänsehautmomenten.


Setlist Muse, Waldbühne, Berlin:
 
01: The 2nd Law: Unsustainable
02: Supremacy
03: Panic Station
04: Supermassive Black Hole
05: Bliss
06: Resistance
07: Interlude
08: Hysteria
09: Animals (mit Scheine werfendem Banker)
10: Knights of Cydonia
11: Monty Jam
12: Feeling Good
13:  Follow Me
14: Liquid State
15: Madness
16: Time Is Running Out (mit "House of the Rising Sun" Intro)
17: Stockholm Syndrome (mit Rage Against the Machines "Freedom" Outro) 18: Unintended
19: Guiding Light
20: Undisclosed Desires

21: The 2nd Law: Unsustainable (mit Charles the robot) (Z)
22: Plug In Baby (Z)

23: Survival (Z)

24: The 2nd Law: Isolated System (Z2)
25: Uprising (Z2)
26: Starlight (Z2)


Aus unserem Archiv:

Muse, Loreley, 12.07.13
Muse, Köln, 20.09.12
Biffy Clyro, Wiesbaden, 05.03.13
Biffy Clyro, Paris, 29.02.08
Biffy Clyro, Paris, 08.10.07

Fotos: Dirk von Platten vor Gericht






Sonntag, 14. Juli 2013

Muse, Loreley, 12.07.13

2 Kommentare

Konzert: Muse
Ort: Freilichtbühne Loreley
Datum: 12.07.2013
Dauer: 100 min
Zuschauer: ca. 10.000


von Dirk von Platten vor Gericht


„Menschen, Tiere, Sensationen!“ so hätte beinahe das Motto für den Auftritt sein können, den Muse an diesem Abend auf die zeltüberdachte Bühne brachten. Statt des stärksten Mannes der Welt und der bärtigen Frau gab es jedoch Charles den Roboter, eine schwebende Akrobatin und einiges weitere – doch dazu später mehr. 


Ich habe lange überlegt, ob ich mir das Ticket für dieses Konzert kaufen sollte. Dafür sprachen, dass ich Muse bereits viele Jahre nicht mehr live gesehen hatte und noch viel länger nicht mehr auf der Loreley gewesen war. Dagegen sprachen, dass alternativ das Phono Pop Festival stattfand und der stolze Preis von über 70,- €. Als dann wenige Tage vor dem Konzert über die Internetplattform vent-privee die Muse-Karten für 45,- € angeboten wurden, der Vorverkauf war wohl doch nicht so erfolgreich wie erwartet verlaufen, schlug ich dann doch zu. 

Die ansteigenden Zuschauerränge der Freilichtbühne bieten, eine rechtzeitige Anreise vorausgesetzt, einen idealen Blick auf die Bühne, die zunächst einmal von der britischen Band Deaf Havana betreten wurden. Wenn ich sagen würde, dass ich mir in der nächsten halben Stunde wünschte taub zu sein, dann ist das ein wenig übertrieben, aber soliden Rock zwischen Bryan Adams und den Foo Fighters kann ich persönlich auch in der schönste Location wenig abgewinnen.


Um 20 Uhr betraten Muse zum instrumentalen The 2nd Law: Unsustainable die Bühne, doch die meisten Blicke zog zunächst Charles, ein sicherlich 3 Meter großer Roboter, der sich durch die Zuschauerränge bewegte, auf sich. Im Verlauf der folgenden 100 Minuten ließen Muse im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuerwerk an Special Effects abbrennen: Sechs riesige Feuersäulen stiegen während der Refrains einzelner Lieder am Bühnenrand empor und wurden im späteren Verlauf von zahlreichen Dampffontänen abgelöst – als wären die Songs an sich nicht bereits bombastisch genug! Entsprechend eröffneten Supremacy und Supermassive Black Hole ein Best of-Set, das nur das Debütalbum Showbiz aussparte. 


Links und rechts von der Bühne befanden sich zwei große LED-Wände, so dass auch die Zuschauer in den hintersten Reihen das gefilmte Bühnengeschehen mitverfolgen konnten. Weitere Videoprojektionsflächen befanden sich auf der Bühne und zeigten zu den Songs passende Clips oder Animationen, etwa animierte Staatsoberhäupter wie Merkel, Obama oder Putin, die alberne Tänze aufführten oder in Bikinis gesteckt wurden, oder Börsenkurse bei Animals. Während dieses Songs lief zudem ein „Banker“ durch die Reihen und warf „Geldscheine“ ins Publikum. 

Welche weiteren Show-Effekte gab es noch? Während die Band Feeling Good, bei dem Matthew Bellamy erstmals am Piano Platz nahm, spielte, ging eine „Business-Woman“ durchs Publikum, um abschließend „Benzin“ aus einer Zapfsäule zu trinken und daran zu „sterben“. Bei Madness trug Bellamy eine schwarze Sonnenbrille, auf der einzelne Wörter des Textes erschienen, was gut zu sehen war, da er sich die übertragende Kamera direkt vors Gesicht hielt. Bei Guiding Light schwebte eine riesige Glühbirne, an deren unteren Ende eine Akrobatin Übungen vollführte, übers Publikum. 

Musikalisch streuten Muse immer wieder kleine Querverweise auf andere Titel ein: So eröffnete Christopher Wolstholme Knights Of Cydonia mit der auf der Mundharmonika gespielten Melodie von Once Upon A Time In The West oder schlossen Muse Stockholm Syndome (und damit das Hauptset) mit einem Zitat aus Rage Against The Machines Freedom ab. 

Matt Bellamy war, obwohl er für seine Verhältnisse nur relativ wenig Rockstar-Posen (er spielte jeweils nur einmal hinter dem Kopf bzw. auf den Knien Gitarre und animierte recht selten das Publikum zum Mitsingen und Armeschwenken) darbot (vielleicht kommt mir dies auch nur so vor, da ich zuletzt Dave Gahan als Frontmann gesehen hatte), zumeist das Zentrum der Bühnenaktivitäten. Christopher Wolstholme stand bei dem von ihm vorgetragenen Liquid State im Mittelpunkt und Dominic Howard durfte zumindest bei Guiding Light und Undisclosed Desires mit Hilfe eines zweiten Drumsets, das im vorderen Teil der Bühne aufgebaut wurde, etwas aus dem Hintergrund treten. 

Morgan Nicholls, der Muse auf dieser Tour an den Keyboards begleitete, hatte seinen „großen Auftritt“, denn als die Band die Bühne nach Stockholm Syndome verlassen hatte, stimmte er The 2nd Law: Isolated System an. 

Matt Bellamy stellte (in einem der seltenen Momente der Kommunikation mit dem Publikum) im Zugabenteil fest, dass der Auftritt ihr bisher größter in Deutschland sei – um so erstaunlicher, dass sie die Setliste im Vergleich zu vorherigen Auftritten ihrer Tour um zahlreiche Titel kürzten. So wurden u.a. Map Of Problematique, Hysteria, Unintended oder Blackout ersatzlos gestrichen, was all die, die sich im Vorfeld mit einer möglichen Titelreihung auseinander gesetzt hatten, vermutlich ein wenig enttäuscht zurückließ. Alle anderen Zuschauer waren über die Zugaben, die Muse, nun alle in Rot gewandet, präsentierten (Uprising, Starlight und Survival), genau so begeistert wie über den übrigen Konzertverlauf.

Fazit: Ein schöner, leider etwas zu kurzer Konzertabend auf der tollen Freilichtbühne Loreley, der mit 45,- € nicht überbezahlt war.

Setlist, Muse, Loreley:

01: The 2nd Law: Unsustainable 
02: Supremacy 
03: Supermassive Black Hole 
04: Panic Station 
05: Resistance 
06: Plug In Baby 
07: Animals 
08: Knights Of Cydonia 
09: Monty Jam 
10: Feeling Good 
11: Follow Me 
12: Liquid State 
13: Madness 
14: Time Is Running Out 
15: Guiding Light 
16: Undisclosed Desires 
17: Stockholm Syndrome 

18: The 2nd Law: Isolated System
19: Uprising 
20: Starlight 
21: Survival 


Freitag, 21. September 2012

Muse, Köln, 20.09.12

7 Kommentare


Konzert: Muse
Ort: E-Werk, Köln
Datum: 20.09.2012
Zuschauer: ausverkauft
Dauer: 85 min


Dieser Tage muß man höllisch aufpassen, was man sagt und tut, um nicht in einem Hassgewitter zu enden. Wer barbusige Prinzessinnen fotografiert, Propheten zeichnet oder seine Prinzipien für 100.000 € Schecks über den Haufen wirft, bekommt schneller neue Feinde als er knipsen, zeichnen oder twittern kann. Die nackte Prinzessinnenbrust der Konzertwelt ist ein Verriss einer allseits beliebten Band. Das war mir schon beim Kauf meines Muse-Tickets bewußt, genauso wie mir klar war, daß es durchaus wahrscheinlich wäre, daß ich das Konzert scheußlich fände.

Jaja, ich weiß was jetzt kommt: "warum bist du denn dann hingegangen und hast mir den Platz weggenommen? Wegen solcher Leute wie dir habe ich kein Ticket gewonnen!" Hatten wir alles schon. Warum ich zu Muse gegangen bin, obwohl mir die Band egal ist? Na, weil ich neugierig war. Weil ich neben den vielen kleinen, oft vorzüglichen Clubkonzerten von Bands, die niemand kennt, auch mal wieder ein Stadionkonzert sehen wollte. Auch, um danach zu merken, wie toll doch die kleinen Sachen sind. Man sollte immer mal wieder seinen üblichen Trott aufbrechen. Fußballer genießen ja auch die erste Runde im DFB Pokal in Oberneuland oder wo auch immer. Und ich habe auch keinem Gewinnertypen mit Pech das Ticket weggeschnappt, ich habe es gekauft (sogar nicht mal in den ersten vier Minuten, nach denen das Konzert angeblich ausverkauft war - doofe Rekordnachhetzerei, es gab auch um 10.15 Uhr noch Karten).

Ich mag es auch nicht, wenn jemand meine Lieblingsband beleidigt - oder meinen Lieblingsverein verspottet. Montags, seit August auch wieder dienstags, verdränge ich grundsätzlich Sportnachrichten oder die Online-Ausgabe der Kölner Zeitungen. Ich will nichts Schlechtes über meinen FC lesen, was seit Ende der 80er Jahre zugegebenermaßen leider sehr schwer ist. Genauso wenig würde ich miese Kritik an meinen Musikhelden mitbekommen wollen. Aber ich würde deshalb keine Botschaften abfackeln - virtuell.

So weit meine Überlegungen vor dem intimen Radiokonzert der Stadionband Muse im kleinen Kölner E-Werk, das normalerweise zu den größten Läden zählt, in denen ich Bands sehe.

Wir kamen zeitig in der Schanzenstraße an, das heißt rechtzeitig vor dem Konzert, aber nach allen anderen. Uns war es nicht wichtig, weit vorne zu stehen, die Pyroeffekte und die unter dem Hallendach schwebenden Instrumente würde man auch von der Seite gut sehen.

Der erste riesige Jubel kam auf, als die Abdecktücher vom Schlagzeug entfernt wurden. Als um kurz nach halb neun, die drei Musiker auftraten, wurde es sehr laut, fast stadionlaut. Blöderweise war nur die Musik des ersten Stücks das genaue Gegenteil. Supremacy fing verflucht leise an. Ich musste meine hektisch reingestopften Ohrhörer schnell wieder entfernen. Allerdings gehört das wohl so, denn im weiteren Verlauf wurde das Lied lauter und hatte dann Konzertlautstärke. Wie einige Lieder des Abends, kannte ich Supremacy nicht, es stammt vom kommenden Freitag erscheinenden neuen Album The 2nd Law. Sehr intensiv beschäftigt mit Muse habe ich mich bisher nicht (siehste!). Am nächsten war ich der Band bisher gekommen, als ein britischer Tourveranstalter mich beauftragt hatte, LEGO Bühnenequipment für ihn zu erstellen, das dann in England je nach Banderfordernissen zusammengestellt, fotografiert und den Clubs anstelle der üblichen Zeichnungen des Bühnenaufbaus zugeschickt werden sollte. Muse waren im Katalog der Agentur, also machte ich auch eine "Livestudie" der Band. Hätte ich damals schon geahnt, wie ihre Instrumente wirklich aussehen, wäre das viel hübscher geworden, denn mein Muse Bass erscheint mir heute lächerlich., denn Chris Wolstenholme kam mit einem Instrument mit blauen Lämpchen am Hals auf die Bühne. Der Traum eines jeden Autotuners!

Ein paar Lieder später (bei Madness) spielte der Mann einen Doppelhalsbass, an dessen Körper ein Display zu sehen war. Ob darauf Facebook oder Guitar Hero lief, war von unseren Plätzen nicht auszumachen, das Instrument war jedenfalls eindrucksvoll!

Ich kannte nicht schrecklich viel, nur die "Hits" der Band, die man beim Autofahren oder im Supermarkt mitbekommt und die erste Platte, aber auch die habe ich seit Jahren nicht mehr gehört. Ich musste mich also vor allem auf meine Eindrücke und Vorurteile verlassen.

Die neuen Sachen sind (wie ich hinterher erfahren habe) durch die Bank die, bei denen ich wenig Schmeichelhaftes notiert habe. Egal, wie man zu Muse steht, The 2nd Law scheint eine Ecke gegenüber den Vorgängern abzufallen. Herauszuheben sind dabei aus meiner Sicht das scheußliche Survival als letzte Zugabe und das langsame Save me mit seinem fiesen, elektronischen Stampf-Beat, das Bassist Chris sang. Auf der frühen Heimfahrt habe ich bei 1live erfahren, daß Chris erstmals ein Muse Lied live als Hauptstimme gesungen habe und vorher arg nervös gewesen sei. Umso mehr tut es mir leid, daß das Ergebnis so in die Hose ging - allerdings lag das natürlich nicht am handwerklichen guten Gesang sondern am Songwriting. Auch wenn man mir vermutlich anmerkt, daß ich kein Fan geworden bin, bilde ich mir ein, das sehr objektiv beurteilen zu können, die neuen Lieder, allen voran diese beiden, waren merklich schlechter als der Rest.

Daß der Abend kurzweiliger (nackte Prinzessinnen-Version: erträglicher) wurde als gedacht lag an einigen mehr oder weniger überraschenden Umständen. Überraschend war für mich die Instrumentierung. Gitarre, Bass, Schlagzeug, nur einmal am Ende ein Piano. Natürlich kann man aus Glitzerbässen auch eine Menge Bombast rausholen, der ganz große Pathos blieb aber auf der Strecke. Damit hatte ich nicht gerechnet. Sicherlich liegt viel am Stadionklang der Stücke an Matthew Belamys Stimme, aber es fehlten eben auch alle Streicherarrangements oder viele andere Schwülstelemente, die den Abend anstrengend hätten machen können. Unterhaltsam aber vorhersehbar war die ausgezeichnete Stimmung im schunkelnden E-Werk. Auch das ist (mal) ein schöner Kontrast zum üblichen zurückhaltenden Kopfnicken bei normalen (haha!) Konzerten. Auch wenn ich begeistert zugesehen habe, möchte ich in dem Moment, in dem ich rhythmisch mitklatsche oder meinen Arm vor- und zurückbewege, sofort für unzurechnungsfähig erklärt werden! Daß das Mitklatschen bei dem U2-haften Follow me viel zu schnell war und sich auch nicht davon stören ließ, daß die Band sich dem Tempo nicht anpasste, geschenkt! Klatscher und Zuschauer hatten Spaß. Bei Madness wurden Schildchen in die Höhe gehalten, es gab so einiges zu sehen.

Am besten zog Uprising, mir gefiel Time is runnig out am meisten. Die plumpe Effekthascherei des Spiel mir das Lied vom Tod Mundharmonika-Intros von Knights of Cydonia war einer der schlechtesten Momente des Abends, auch wenn das anschließende Verschenken des Instruments eine der wenigen Interaktionen mit dem Publikum war. Sonst wurde es immer dann fies, wenn es zu sehr nach Queen klang. Und nein, das ist keines meiner Vorurteile! Panic station vom neuen Album fängt exakt so an wie Another one bites the dust. Das kann man doch nicht gutfinden! Hysteria ist ein weiteres Beispiel, denn es klingt nicht nur wegen der Zeile I want it now nach Queen. Auch das Gitarrensolo bei Madness war ein Fußnagelaufroller! Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie diese von mir als typische Muse-Momente erwarteten Elemente in einem Stadion geklungen hätten!

Im Gegensatz zu vorher kann ich jetzt mitreden. Der Rahmen meines einzigen Muse-Konzerts war perfekt gewählt, kleiner werde ich sie natürlich nie sehen, auch in zehn Jahren nicht. Muse haben schon genau das Gespür für die richtige Mischung aus Ballade, krachenden Heavywänden und Glamrock, die du und ich (also ich nicht, ihr wisst, was ich meine) im Radio lieben.

Wenn ich wegen eines Verrisses zum Konzert gefahren wäre, wäre ich nicht voll auf meine Kosten gekommen. Der Abend war kurzweilig und um 21.57 Uhr vorbei.


Setlist Muse, E-Werk, Köln:

01: Supremacy
02: Hysteria
03: Panic station
04: Resistance
05: Supermassive black hole
06: Animals
07: Time is running out
08: Save me
09: Madness
10: Uprising
11: Follow me
12: Plug in baby
13: Knights of Cydonia

14: Stockholm Syndrome (Z)
15: Starlight (Z)
16: Survival (Z)




 

Konzerttagebuch © 2010

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