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Samstag, 27. August 2011

Festival Rock en Seine bei Paris, 1. Festivaltag, 26.08.11

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Konzert: Festival Rock en Seine, erster Tag mit: Foo Fighters, The Kills, Grouplove, CSS, Herman Dune, Funeral Party, Wolf Gang, Biffy Clyro, Smith Westerns, u.v.a.

Ort: Domaine National de Saint Cloud bei Paris
Datum: 26.08.2011
Zuschauer: ausverkauft


"Frühstück" (um viertel nach vier) mit Biffy Clyro, Nachthupferl mit den Foo Fighters. Am ersten Festivaltag bei Rock en Seine wurde mir mein verpoppter Arsch gewaltig versohlt. Nichts für Pussies also das heutige Line-Up, aber auch Softies kamen zumindest teilweise auf ihre Kosten. Warme Brüder erfreuten sich sicherlich am kitschigen Achtziger Jahre-Synthiesound von Wolf Gang (eine abscheuliche Band), während Party Animals bei den Brasilanern CSS abtanzten, Freunde sonniger Melodien bei Herman Dune mitschunkelten, gothische Teenager bei den ziemlich beschissenen Funeral Party voll abgingen, stylische Trendsetter sich am aufgesexten Blues-Rock der Kills ergötzen und Indie Popper ihren Spaß mit Grouplove hatten.

Postkarte von Rock en Seine:

Wetter: bescheiden
Frauen: scharf
Essen: passabel

Klatsch von Rock en Seine:

Alison Mosshart von den Kills süffelt Backstage beim Konzert der Foo Fighters Champagner und amüsiert sich mit einer Freundin wie Bolle, während Jamie Hince (mit Designertuch um den Hals) weit von Alison entfernt in die Luft starrt und sich offensichtlich tierisch langweilt (wo ist Kate Moss??). Dave Grohl spuckt unterdessen rum wie ein Lama und säuft gutes deutsches Becks Bier. Richtig so, die französische Affenpisse, die hier als "bière" verkauft wird, kann man ja auch niemandem anbieten!

Ob Iracema Trevisan, kurz Ira, die ehemalige Bassistin von CSS auch bei Rock en Seine war? Sie läuft uns in unserer U-Bahnstation mit hochhackigen Schuhen über den Weg. Sie wohnt in unserem Viertel, ich weiß es. Ist sie eigentlich noch mit dem Kerl von Air zusammen?



Dienstag, 18. November 2008

The Kooks, CSS, u.a., Paris, 17.11.08

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Konzert: The Kooks & CSS (Mystery Jets, White Lies)

Ort: Le Zénith, Paris
Datum: 17.11.2008
Zuschauer: nicht ganz ausverkauft
Konzertdauer: White Lies: 28 Minuten (trotzdem noch zu lange!), Mystery Jets ca. 35 Minuten (viel zu kurz), CSS: 55 Minuten, The Kooks ca. 85 Minuten



Ob sie sich heute nicht alt gefühlt haben, möchte ich von zwei Konzertfreundinnen* nach dem Auftritt der Kooks im Pariser Zénith wissen. Schon Sekundenbruchteile nachdem ich den Satz ausgesprochen habe, ist mir die Frage peinlich, denn so etwas ist ja nicht gerade sehr galant, zumal eine der beiden schon eine 4 vor der Altersangabe hat. Die andere ist 31, also eigentlich noch jung, dennoch aber fast doppelt so alt, wie die anderen Mädels hier. Die sind nämlich größtenteils nicht älter als 16!

Ich selbst fühlte mich mit meinen 37 ja auch schon wie ein Tattergreis, empfand jedoch das jugendliche Publikum als sehr erfrischend.

Los ging das Ganze bereits um 19 Uhr. Vor dem Zénith versuchten noch ein paar Schwarzhändler ein Geschäft zu machen, obwohl die Veranstaltung heute das einzige Event im Rahmen des Festival des Inrocks war, für das es noch bis zum Schluss reguläre Karten gab. Schon witzig diesen Schwarzhändlern zuzusehen! Stellen sie da mit einem Schild mit der Aufschrift "Cherche 2 places", also suche Karten, auf die Straße, obwohl doch eh jeder weiß, daß sie ihre eigenen Tickets verhökern wollen. Aber so kann ihnen die Polizei nichts, obwohl die die Kerle auch bestens kennen müßte, es sind nämlich immer die gleichen, sei es bei Musikveranstaltungen wie heute, oder dem Tennisturnier in Roland Garros im Mai.

Ich begegne auf dem Weg meinem Freund Philippe. Der Bursche hat es eilig und hetzt strammen Schrittes Richtung Eingang, weil er auf keinen Fall etwas von den Engländern White Lies verpassen möchte. Ich versuche ihn zu beruhigen, indem ich ihm sage, daß Hetze hier fehl am Platze sei, White Lies seien nämlich alles anders als gut, ich wisse das vom Haldern Pop Festival. Er reagiert eingeschnappt: "Dich sollte man in die deutsche Provinz zurückschicken, Du hast die White Lies nicht verdient!"

Soll mir Recht sein, denn ich verdiene in der Tat Besseres als junge englische Klone der Killers. In aller Ruhe drinnen angekommen, schallt mir schon diese eklige Brandon Flowers Imitator-Stimme entgegen und der Sound ist auch entsprechend bombastisch und schwülstig. Fehlende musikalische Qualität scheint man hier durch Lautstärke ersetzen zu wollen, denn der Lärm im Zénith ist kaum auszhalten. Die zwei blonden Mädchen neben mir halten sich zu Recht die Ohren zu. Ein schlechter Auftakt, aber zum Glück ist nach gut 25 gräßlichen Minuten schon alles vorüber.

Der Saal füllt sich ganz langsam, längst sind noch nicht alle Girlies angekommen, da die Kooks ja auch schließlich erst um 22 Uhr beginnen.

Vorher gibt es eine andere englische "Boygroup" zu hören und zu sehen. Die Mystery Jets habe ich noch von einem gelungenen Debütalbum in guter Erinnerung und auch ihr damaliger Auftritt in der Maroquinerie - zu der Zeit sogar noch mit dem weißhaarigen Vater des Sängers- war richtig gut. Vor ein paar Monaten haben mich die sehr sympathischen und höflichen Jungs von den Mystery Jets im Vorprogramm von Kate Nash allerdings weniger begeistert. Nicht, daß ihr Kurzauftritt da schelcht gewesen war, aber der Funke wollte irgendwie nicht richtig überspringen. Das ist auch heute leider nicht großartig anders. Die ersten vier Lieder, darunter Young Love, das auf CD mit der famosen Laura Marling eingespielt wurde, plätschern an mir und dem Publikum weitestgehend vorbei. Erst mit Alas Agnes, das Sänger Blaine mit "A dancing song" angekündigt hatte, kommt mehr Bewegung in die Geschichte. Zum ersten Mal spürt man so etwas ähnliches wie Stimmung. Das Konzert ist jetzt besser in Fahrt gekommen, flacht aber immer mal wieder ab, obwohl Flakes ziemlich schön ist. Überhaupt halte ich die Engländer, die auch gut französisch sprechen, für sehr talentiert, aber ihre Musik ist für den riesigen Zenith denkbar ungegeignet. Und dies obwohl sie inzwischen viel mehr Keyboardparts und tanzbare Element einbauen. Richtig gut gefällt mir zum Schluß Behind The Bunhouse, was dazu führt, daß ich den erneut kurzen Auftritt der netten Briten als insgesamt brauchbar einstufe.

Sännger Blaine verlässt als letzter die Bühne. Er ist bekanntermaßen gehandicapt und kann nicht ohne Krücken laufen. Ich bewundere seinen Mut und Optimismus und finde es toll, daß er trotz seiner Behinderung eine solch große körperliche Anstrengung wie das Geben von Konzerten bravourös meistert!

Flink auf den Beinen ist hingegen Stimmungskanone Lovefoxx, die dralle Sängerin der brasilianischen Fast-Girlgroup (der männliche Bassist versaut die Einstufung als 100%ige Mädchenband) CSS. Wie ein Wilde hüpft sie regelmäßig über die Bühne, das war bei den früheren Konzerten die ich von den Südamerikanerinnen geshen habe so und ist auch heute nicht anders. Dennoch hat es Veränderungen gegeben. Die Bassistin von früher ist nicht mehr dabei. Man hat sie aussortiert, angeblich weil sie ihr Instrument nicht richtig beherrschte, nach ihrer eigenen Ausage aber weil sie sich nun um ein Modestudium kümmere. Wie dem auch sei, der bärtige und tätowierte Kerl im Bunde, spielt jetzt halt eben Bass und nicht mehr Schlagzeug, wie das vorher der Fall gewesen war. Dafür sitzt ein anderer Typ hinter dem Schlagzeug, so daß das Verhältnis Männlein zu Weiblein zumindest bei Liveshows 4:2 beträgt. Die extrem dürre Keyboarderin vor mir kenne ich noch von meinen damaligen 3 CSS Konzerten. Sie war immer schon so mager, da ist alles beim Alten geblieben. Neu ist allerdings, daß Lovefoxx selbst wesentlich schlanker erscheint. Ich hatte sie noch als ziemliche Wuchtbrumme in Erinnerung. Sie dürfte mindestens 7 Kilo seit Rock en Seine abgenommen haben, ihr Bauch ist wesentlich flacher. Nach wie vor aber presst sie ihren Körper in hautenge Ganzkörperanzüge, die meistens grellbunt gemustert sind. Heute hat sie allerdings ein schlichtes schwarzes Teil mit imitierter weißer Knopfleiste und einer dazu passenden schwarzen Fliege an. Ein tolles Outfit, das ihr wirklich gut steht, keine Frage! Wenn man genau hinguckt, kann man erkennen, daß ihre Augen sehr stark geschminkt sind und auch ihre Lippen schimmern bläulich-schwarz. Sie läuft diesbezüglich im Partnerlook zusammen mit dem Bassisten, der mit seinem geschminkten Gesicht fast wie ein Clown aussieht.

Clownereien lesiten sich CSS sowieso am laufenden Band. Die Texte sind hochgradig vulgär und dürften Klosterschülerinnen die Sprache verschlagen, aber viele junge Leute im Zénith stehen auf solche derben Lyrics. "The bitch said yeah, the bitch said yeah, the bitch said yeah yeah yeah yeah yeah", viele singen den Text des Liedes Paris Hilton lauthals mit. Die Stimmung ist gut, das kann man nicht anders sagen, auch wenn der Sound fürchterlich übersteuert aus den Boxen kommt. Verantwortlich für die Bewegung bei den Zuschauern ist eindeutig Lovefoxx, die wie für die Bühne geschaffen ist. Hyperaktiv, manchmal vulgär, rotzfrech und quirlig wie ein Flügelflitzer. Man hat große Probleme sie mit der Kamera einzufangen, sie entgleitet einem wie ein Aal in der bloßen Hand. Die neuen Songs von zweiten Album Donkey ziehen gar nicht mal so übel und dies obwohl Musikkritiker das Werk weitestgehend verissen hatten. Beim Debüt hatten sie noch fast alle geschwärmt und jetzt lassen sie die Band fallen, wie eine heiße Kartoffel, seltsam! Schon klar, daß CSS möglicherweise maximal drei Alben machen werden, bevor Schluss mit lustig und vulgär ist, aber die Energie von Lovefoxx kann keiner leugnen. Und Left Behind und Rat Is Dead sind eigentlich ziemlich cool und keinesfalls schlechter als das Material vom Erstling. Dennoch zieht natürlich das sehnlich erwartete Lets Make Love And Listen To Death From Above am besten. Überraschenderweise kommt dann mit Alala noch ein weiteres Stück von Cansei de Ser Sexy und die Sache ist gelaufen. Zwischenzeitlich hatte sich Lovefoxx ihres schwarzen Ganzkörperanzugs erledigt und ein gewohnt buntes, darunter befindliches Integralteil gezeigt. Wenn ihre Meinung dazu wissen wollt: Schwarz stand Lovefoox deutlich besser!

Nachdem CSS abgezogen waren, warteten alle gespannt auf die Kooks, denn dafür waren die meisten Zuschauer hier schließlich gekommen. Zuschauer? Eher Zuschauerinnen, denn das Publikum war wirklich zu 70-80% weiblich, so etwas sieht man selten!

Voller Vorfreude und in gespannter Erwartung auf das Kommende, rückten die Girlies ganz nah an die Bühne ran, um mit ihrem Handy Fotos von Luke, Paul und wie sie auch immer heißen, zu schießen. Auch ein großer Pulk an Fotografen hielt sich bereit, um so gut wie möglich positioniert zu sein.

Die Kooks im riesigen Zénith (6.400 Plätze), wer hätte das vor 2-3 Jahren gedacht! Ich erinnere mich noch genau an ihr allererstes Konzert, das sie in der recht kleinen (500 Plätze) Maroquinerie gegeben haben. Damals war noch nicht einmal ihr Debütalbum Inside In Inside Out auf dem Markt und am Merchandising- Stand verschenkten sie Promo- CDs von dem Sofa Song, um auch außerhalb von England, wo man bereits sehr früh Notiz von ihnen genommen hatte, bekannter zu werden. Mit Paris verbindet die Band aus Brighton aber auch noch ein anderer Umstand. Die Weiberhelden haben nämlich das Video zu ihrem tollen Hit Ooh La ("Your pretty pretty petticoat") in der Stadt der Liebe gedreht und darauf wiesen die Wuschelköpfe während des Konzertes auch noch einmal hin. Auch live ist Ooh La nach wie vor eine der großen Zugnummern, das war schon zu Beginn ihrer Karriere so und auch heute nicht anders. "Go to Hollywood and pay the price", die Mädels neben mir sangen wirklich jede Songzeile lauthals mit und trafen dabei oft nicht die richtigen Tönen. Es ist heutzutage kaum noch möglich, ein Konzert von den Kooks zu sehen, bei dem die Fans nicht schon die gesamten Strophen komplett selbst singen.Im Grunde genommen könnte sich Luke Pritchard, der mich nach wie vor an eine Miniaturausgabe von Thomas Gottschalk erinnert, als Dirigent betätigen und seinerseits eine ruhige Kugel schieben. Allerdings würde das Ergebnis dann wohl wirklich sehr schief werden, weshalb es besser ist, wenn er ins Geschehen eingreift und den eingängigen Songs seine leicht soulige Stimme verleiht. Das Lobenswerte an den Kooks ist, daß sie keinen wuchtigen Gitarrensound brauchen, um auch große Konzerträume zu beschallen, sondern mittels packender Melodien und einem hyperagilen Sänger es schaffen, eine riesige Stimmung zu machen. Und ihr jetzt schon beeindruckendes Material an guten Songs kann ihnen niemand mehr nehmen. Auch auf dem zweiten Album Konk, daß bei den Musikkritikern deutlich schlechter bewertete wurde als der Erstling, finden sich einige Perlen. Sway zum Beispiel ist ein beschwingtes, mitreißendes Stück britpopscher Prägung, das ich schon von früheren Konzerten her kannte. Auch Mr. Maker ist ausgezeichnet und steht in der Tradition der Beatles, wie das so oft bei englischen Bands anzutreffen ist. Wahrscheinlich würden Paul Mc Cartney und John Lennon heutzutage wie die Kooks klingen, wenn sie noch zusammen auf der Bühne stehen könnten...

Besonders gut gefällt mir das sonnige Element in den Stücken der Brightoner, die Songs klingen oft so, als seien sie bei strahlendem Wetter in Kalifornien und nicht unter englischem Regen entstanden. Logischerweise war dann auch die Laune bei den entzückten Mädchen im Publikum bestens. Belustigt verfolgte ich, wie eine junge Brünette mit ihrer Freundin ausgelassen zu jedem Lied mittanzte, während ihr Freund schmollend und stocksteif in der Ecke stand. Vielleicht war er eifersüchtig auf Luke und konnte es nicht ertragen, daß seine Freundin nur noch Augen für den wuschelköpfigen Sänger hatte. Irgendwann fiel ihr dann auf, daß ihr Freund sauer war und als Reaktion darauf hatte sie wirklich einen cleveren Schachzug parat: Nach jdem gespielten Stück lief sie zu ihrem gekränkten Lover rüber, gab ihm ein Küsschen und verschwand wieder tanzenderweise in der Menge. So hatte sie sich ganz geschickt ihres schlechten Gewissens entledigt. Ich amüsierte mich köstlich darüber, auch deshalb, weil das Mädel unzählige Male erfolglos versuchte, ihren Typen zum Tanzen zu bringen.

Bei der Songzeile "Do you wann make love with me", ist er sicherlich innerlich vor Eifersucht geplatzt, denn direkter hätte die Anspielung ja nicht sein können. Zugegeben: dieses Lied (Do You Wanna) und auch die solo vorgetragene Zugabe Jackie Big Tits wirken schon reichlich pubertär, aber die Kooks sind ja selbst noch jung und da ist so etwas normal. Und auch mit meinen 37 Jahren konnte ich dem Konzert musikalisch etwas abgewinnen, auch ohne für einen der süßen Boys auf der Bühne zu schwärmen.

Bei alten Hits wie She Moves In Her Own Way, Naive oder dem den regulären Teil abschließenden You Don't love me... hielt es ohnehin nur noch Miesmuffel auf den Sitzen. Die ersten drei balladesken Zugaben trug dann Luke ganz allein auf der Gitarre vor, bevor die Band wieder mit hinzustieß und noch einmal mächtig Dampf machte. Es gab sogar einen nagelneuen Track (Titel wird nachgereicht) und zum krönenden Abschluß den Sofa Song. Ausgerechnet jenes Lied also, daß ich auf einer Promo- CD vor zwei Jahren geschenkt bekommen hatte...

Setlist Mystery Jets, Le Zénith, Paris:

01: Hideaway
02: Half In Love With Elizabeth
03: Young Love (ohne Laura Marling)
04: Alas Agnes
05: Flakes
06: Hand Me Down
07: Veiled In Grey
08: Two Doors Down
09: Behind The Bunhouse

Setlist CSS, Le Zénith, Paris:

01: Jager Yoga
02: Meeting Paris Hilton
03: Left Behind
04: Off The Hook
05: Rat Is Dead
06: Move
07: Music Is My Hot, Hot Sex
08: Give Up
09: Beautiful Song
10: Alcohol
11: Air Painter
12: Jamaican Flag
13: Let's Make Love And Listen To Death From Above
14: Alala

Setlist The Kooks, Le Zénith, Paris:

01: Always Where
02: Matchbox
03: Eddie's Gun
04: Ooh La
05: Sway
06: Time Awaits
07: I Want You
08: One Last Time
09: She Moves In Her Own Way
10: Mr. Maker
11: Do You Wanna
12: Naive
13: Shine On
14: You Don't Love Me...

15: Seaside (Luke solo akustisch) (Z)
16: Jackie Big Tits (Luke solo akustisch) (Z)
17: Princess Of My Mind (akustisch) (Z)
18: Stormy Wheater (Z)
19: Sofa Song (Z)

Merci beaucoup à Stéphane et Marguerite pour les setlists!

Links:

- aus unserem Archiv:
- The Kooks, Rock A Field, Luxemburg
- The Kooks, Palladium Köln, 17.06.08
- The Kooks, KulturKirche Köln, 12.04.08
- The Kooks, Olympia Paris, 02.07.07
- The Kooks, E-Werk Köln, 03.12.06
- The Kooks, La Cigale Paris, 10.11.06

- Fotos von den Kooks hier
- Fotos von den (meist weiblichen) Kooks Fans, der Atmosphäre und der Aftershow hier
- Fotos von CSS hier
- Fotos von den Mystery Jets hier
- Fotos von den White Lies hier

- Voici une chronique de ce concert en anglais, chez nous amis de rockerparis. com avec quelques très belle photos et des vidéos.
- Lire une chronique amusante et personelle en francais sur le concert des Kooks. L'auteur se sentait un peu mal à l'aise...
- Photos magnifiques chez Photosandgigs.vom
- Video The Kooks - See The Sun live, Le Zénith Paris, 17/11/2008
- Video The Kooks - Jackie Big Tits live, Le Zénith Paris, 17/11/2008 (witzig sind die "I love you-Rufe der Mädchen)
- Video CSS - Jager Yoga live Le Zénith Paris, 17/11/2008, keine dolle Qualität, aber man bekommt einen Eindruck von der Stimmung
- Video Mystery Jets - Flakes live in München 16.11.2008, der Sänger hat den gleichen Glitzerfummel wie in Paris an.




Dienstag, 18. September 2007

Gwen Stefani & CSS, Paris, 17.09.07

5 Kommentare

Konzert: Gwen Stefani & CSS

Ort: Palais Omnisport de Bercy, Paris
Datum: 17.09.2007
Zuschauer: ca. 10.000, nicht ganz ausverkauft

"Komme nie hauptsächlich wegen der Vorgruppe zu einem Konzert", diesen Grundsatz habe ich mir nach dem Abend in Bercy hinter die Ohren geschrieben.

Ich bekam nämlich gerade einmal 4 Lieder von den Brasilianerinnen von CSS mit, die für Gwen Stefani eröffneten. Als ich pitschnass vom Regen in das riesige Palais Omnisport von Paris Bery eindrang, spielten die Mädels bereits ihren Hit "Meeting Paris Hilton". "The Bitch said yeah, the bitch said yeah yeah yeah yeah yeah" keifte Lovefoxxx in ihr Mikro. Ich drängelte mich nach vorne durch, um den erneut unglaublichen Ganzkörperanzug der jungen Sängerin erkennen zu können. Das funkelnde Teil war der Hammer, selbst wenn die brünette Dame darin ein wenig wie eine Presswurst aussah. Klar, daß Lovefoxxx damit ihren dezenter gekleideten Mitspielerinnen wie immer die Show stahl, von Adriano Cintra, dem Herren in der Runde ganz zu schweigen ...

Mit den Worten "The next song is a love song", kündigte der Wonneproppen dann das Stück "Alcohol" an. "Do you want some alcohol?", verkündete eine Textzeile. Gerne hätte ich mit einem lauten "Ja" geantwortet, denn in meiner unmitelbaren Umgebung standen solch häßliche und doofe Leute, daß mir ein Schlückchen aus der Pulle sicherlich gut getan hätte. Besonders eine Gruppe von drei Mädchen links von mir war ausgesprochen ätzend. Mit den hübschen und trendigen Girls, die sich ansonsten auf Indie-Konzerten so tummeln, hatte das hier nicht das Geringste zu tun. Während ich noch ein Weilchen gedankenverloren über das Massenpublikum bei Großveranstaltungen sinnierte, sprach mich plötzlich jemand von der Seite an. Es war eine der drei häßlichen Kräuterhexen. "Man guckt einem Mädchen nicht ins Dekollete!", herrschte sie mich an. Wie bitte? Meint die mich? "Ja, Dich meine ich, brauchst Dich gar nicht zu verstellen, geb doch zu, daß Du meiner Freundin auf die Brust geglotzt hast!"

Ich verstand nur Bahnhof, zumal mir vorher kein Dekollete besonders positiv aufgefallen war. Empört über diese unverschämte Anschuldigung schlug ich verbal zurück: "so häßliche Weiber wie Euch guck ich mir gar nicht an", erwiderte ich ungewohnt wirsch und direkt. "Geb's doch zu, ich habe Dich vor Lust sabbern gesehen", bekam ich es zurück." Hey, Baby, Du träumst", schoß ich zurück, immer noch nicht wissend, wen ich eigentlich begafft haben sollte. " Lass meine Freundin in Ruhe", mischte sich nun eine der drei "Grazien" ein, die extrem schiefe Zähne hatte. "Besorg Dir mal 'nen Termin beim Zahnarzt", konterte ich noch mal entschieden zurück. Der saß, von nun an hatte ich Ruhe, das Wortgefecht war zu Ende...

Von den beiden besten Liedern von CSS, "Off The Hook"(Video) und "Let's Make Love And Listen To Death From Above" (Video) bekam ich aufgrund meiner Empörung über die vorangegangene Szene nicht mehr viel mit. Die Stimmung im Publikum war eh nur mittelprächtig, die Allerwenigsten waren wie ich wegen CSS gekommen. Später sagte man mir noch, daß vor "Paris Hilton" wahrscheinlich Jagger Yoga" und "Alala", vielleicht sogar "Fuck Off Is Not The Only Thing You Have To Show" gespielt wurden. Trotzdem maximal sechs-sieben Lieder sind ganz schön wenig!

Setliste CSS, Paris-Bery:

01: Jagger Yoga?
02: Alala
(03: Fuck Off...)
04: Meeting Paris Hilton
05: Alcohol
06: Off The Hook
07: Let's Make Love And Listen To Death From Above

Danach wurde erst einmal umgebaut, um der Blondine Gwen Stefani die besten Voraussetzungen für ihr bombastisches Spektakel zu bieten. Die Mädchen von CSS hatten dem Publikum eine "great show" angekündigt, aber vielleicht sagten sie das nur aus Höflichkeit...

"Great" im showtechnischen Sinne, war der Auftritt von Gwen Stefani dann natürlich auch. Allerdings mußte man schon auf diesen typischen Ami-Kram stehen, um das Ganze zu genießen. Diejenigen, die turnerische Einlagen, Breakdance, aufwändige Kostüme und Videoanimationen lieben, kamen voll auf ihre Kosten. Die anderen (so wie ich zum Beispiel!) ließ das eher kalt, zumal die Musik von ein paar Ausnahmen abgesehen recht schauderlich war! Besonders schlimm wurde es, wenn die Blondine schmalzige Balladen brachte, die ein Mädchen in meiner Nähe allen Ernstes zum Weinen brachte. Erträglicher war es hingegen, wenn flotte Dance-Nummern wie z.B. "Wind It Up" gebracht wurden, obwohl auch diese bei Licht betrachet natürlich nicht gut sind. Auch "Hollaback Girl" verbuchte ich noch als passabel, während der Opener "The Sweet Escape" doch eher nervte, vor allem weil die Leute auch lange nach dem Konzert die "Youhouh yeahhoo"-Stelle, die in dem Lied vorkommt, nachsummten. Besser als die Musik waren allerdings die Klamotten von Frau Stefani, das bauchfreie Ringeltop, welches den schönen Bauchnabel der Sängerin freigab, war definitiv ein Hingucker. An dieser Stelle hätte der Vorwurf der drei häßlichen Mädchen vom Beginn gepasst. Ja, ich habe der Gwen auf den Bauch geklotzt! Und auch auf die Beine, die endlos lang waren...

" I fucking love Paris", sagte die Ex-No Doubt Sängerin dann irgendwann und : "it's because of you, that i can lead this incredible life". Über diesen Satz dachte ich ein wenig nach, denn mir wurde bewußt, daß auch ich durch den Kauf der Eintrittskarte den Reichtum der Dame mit der Mini-Mouse Stimme mehrte. Allerdings müßen ja auch diese ganzen japanischen Tänzerinnen und Musiker aus aller Welt, die sich auf der Bühne versammelt hatten (so stellen sich Amerikaner Multi-Kulti vor!), bezahlt werden. Dennoch: eigentlich gebe ich mein Geld lieber für hochtalentierte unbekannte Künstler aus, die kaum kostendeckend in kleinen verräucherten Sälen auftreten. Dies sind meine eigentlichen Helden, obwohl ich Gwen Stefani ihre Kohle gönne, es entscheidet nun einmal die Masse und dies ist an sich sehr demokratisch. Und die abschließende Zugabe "What Are You Waiting For" war unbestritten ein großer Abräumer.

Auszug aus der Setlist Gwen Stefani, Paris Bercy:

- The Sweet Escape
- Wind It Up
- 4 In The Morning
- Cool
- Rich Girl
- Early Winter
- Wonderful Live
- Hollaback Girl

- What You Waiting For (Z)

Es wurde nichts von No Doubt gespielt und auch nicht "Let Me Blow Ya Mind"

Links:

- mehr Bilder von Gwen Stefani
- mehr Bilder von CSS
- CSS bei Rock en Seine




Montag, 27. August 2007

CSS, Rock en Seine, 25.08.07

0 Kommentare
Konzert: CSS
Ort: Saint Cloud bei Paris, Festival Rock en Seine
Datum: 25.08.2007
Zuschauer: viele

Jarvis Cocker war auf der Hauptbühne gerade noch dabei, seine glänzende Cover-Version des Black Sabbath Klassikers "Paranoid" zu Ende zu spielen, da machte sich schon ein großer Pulk an Leuten auf den Weg Richtung Scène de la cascade, wo die Brasilianerinnen von CSS (der Mann am Schlagzeug soll es mir an dieser Stelle nicht vermiesen von einer reinen Girlgroup zu sprechen, auch wenn das männerfeindlich sein sollte) gerade ihr Set begannen. Wer schon einmal ein Konzert von CSS gesehen hat, der weiß, daß dies nicht unbedingt eine jugendfreie Angelegenheit ist. Zwar zieht sich Sängerin Lovefoxxx im Gegensatz zu ihrer Kollegin Beth "The Gossip" Dito nicht aus (schade, warum eigentlich nicht?), aber allein das in den Titeln verwendeteVokabular ("Bitch", "Lick My (Art) Tits", "Fuck Off", etc) reicht aus, um Klosterschülerinnen die Schamesröte ins Gesicht zu treiben. Alteingessesene Rock n' Roller wie mich, kann sie damit allerdings kaum schocken, dazu bin ich wohl schon zu abgestumpft. Anscheinend reichen Songs wie "Art Bitch" und "Fuck Off Is Not The Only Thing to Show" aber immer noch dazu aus, ein paar Leute zu provozieren...

Und wer die 80er Jahre wegen seines zarten Alters noch nicht miterlebt hat, kommt bei den Südamerikanerinnen auch voll auf seine Kosten. Neonfarbene Ganzkörperanzüge, in meiner Generation der Mitdreißiger völlig verpönt, werden plötzlich gerade bei jungen Leuten wieder zum letzten Schrei. Das Teil, daß Lovefoxxx heute anhatte, war wirklich sehr...nun ja, gewöhnungsbedürftig! Um nicht als Macho zu erscheinen, zitiere ich diesbezüglich dann auch mal meine Frau, die lapidar urteilte: "um so ein enges Ding zu tragen, muß man die Figur von Kate Moss haben, wenn man da nur ein klein wenig zu viel Bauch hat, sieht man darin total fett aus." Nun gut, lassen wir das mal so stehen...

Zumindest zu Beginn hatte Lovefoxxx eh noch ein violettes Labberteil drübergezogen, was vielleicht etwas vorteilhafter als der hautenge Ganzkörperanzug war. (wo kann man sowas überhaupt kaufen?) Aber reden wir nun auch mal über die Musik: tja, die war leider etwas mittelmäßig. Mittelmäßig heißt aber nicht schlecht, sondern eben nur, daß sich das Ganze mitunter etwas wiederholt und es komplexere Songs gibt, als diejenigen von CSS. Live interessiert der Tiefgang von Liedern allerdings meist recht wenig, gerade etwas banale und auf den Punkt gespielte Sachen, klappen da besonders gut. Das war auch heute nicht anders, denn mit "Meeting Paris Hilton" und insbesondere "Off The Hook" hatten die Mädels zwei lupenreine Hits zu bieten, die das Publikum zum Tanzen animierte. Um die Leutchen bei Laune zu halten, wirbelte die dralle Lovefoxxx natürlich auch heute wieder wie ein Wirbelwind über die Bühne und nahm auch direkten Kontakt zu den Fans auf. Dagegen schienen die anderen netten Mädchen der Band fast wie Statistinnen, vom männlichen Drummer, den man kaum sah und den man eigentlich nur einmal so richtig wahrnahm, als er nämlich nach dem Titel "Alcohol" passenderweise ein Bier einforderte, ganz zu schweigen.

Um so richtiges Partyfeeling aufkommen zu lassen, waren auf der Bühne überall knallig bunte Luftballons verteilt und am Ende gab es gar einen Konfettiregen, der über dem Publikum herniederging und bunte Schuppen auf die Haare zauberte. Zuvor hatte die Band wie üblich den L7 Coversong "Pretend We're Dead aber auch den Seitenhieb auf die olle J.Lo ("I Wanna Be Your J.Lo") gebracht. Überraschungen im Set gab es insofern keine, eine zweite CD mit neuen Stücken scheint noch in weiter Ferne. Ob es überhaupt eine zweite (oder gar eine dritte) CD geben wird, steht also in den Sternen, sicher ist aber, daß CSS zumindest zur Zeit noch mit ihren alten Sachen live ordentlich abräumen. Das gilt natürlich insbesondere für den wohl größten Hit "Let's Make Love And Listen To Death From Above", der wie gewohnt einschlug wie eine Bombe und den Platz vor der Bühne in ein Meer aus Händen verwandelte.

Setlist CSS, Rock en Seine:

01: Jagger Yoga
02: Alala
03: Fuck Off Is Not The Only Thing You Have To Show
04: Meeting Paris Hilton
05: This Month
06: Alcohol
07: Lindja
08: Pretend We're Dead (L 7 Cover)
09: Off The Hook
10: I Wanna Be Your J.Lo
11: Let's Make Love And Listen To Death From Above

Anmerkung: vor "Pretend We're Dead" gab es eventuell noch einen weiteren Titel, werde dies herausfinden!



Donnerstag, 19. April 2007

CSS & Tilly and the Wall, Paris, 18.04.07

2 Kommentare

Konzert: CSS + Tilly and the Wall
Datum: 18.04.2007
Ort: Elysée Montmartre, Paris
Zuschauer: gut besucht, aber nicht ausverkauft

Wie jedes Jahr findet auch 2007 wieder das Festival "Les femmes s'en mêlent" in Paris und einigen anderen französischen Städten statt. Wie der Name ("die Frauen mischen sich ein") es schon vermuten lässt, ist Voraussetzung, dass die Bands zumindest zum überwiegenden Teil weiblich dominiert sind, oder aber eine Frau singt. Mir persönlich gefällt dieses Konzept sehr gut, obwohl ich gerade von weiblicher Seite schon kritische Töne hierzu vernommen habe. Heute auf dem Progamm: Tilly and the Wall, bestehend aus drei Frauen und zwei Männern und CSS (fünf Damen, ein Herr am Schlagzeug).

Als ich das passabel gefüllte Elysée Montmartre betrat, war die erstgenannte Band noch am Gange. Tilly and the Wall sind Amerikanerinnen, die von Bright Eyes Mastermind Conor Oberst entdeckt wurden und bei seinem Label Team Love unter Vertrag stehen.

Auf Platte singt Conor bei dem ein oder anderen Song mit, heute machte er mir aber leider nicht die Freude seiner Anwesenheit. Stattdessen mühten sich die - zumindest, wenn man nicht zu nah rangeht - heiss aussehenden Girls, Stimmung in den Saal zu bringen. Dies gelang ihnen dann auch einigermassen gut, vor allem mit dem tangoartigen Stück "Bad education" von ihrem zweiten Album "Bottoms of Barrels". Zugegebenermassen war der folkig angehauchte Süsswarenpop nicht ganz nach meinem Geschmack, da für Diabetiker nicht unbedingt geeignet...

Laune machte der Auftritt dennoch, denn einige Titel haben etwas ansteckend Fröhliches.

Ein bisschen mehr Biss versprach ich mir anschliessend von den Brasilianerinnen von CSS, die mit ihrem 2006er Album Cansei de ser sexy (erschöpft davon, sexy zu sein), für ziemliche Furore sorgten. Grund für den mittleren Hype sind vor allem zwei Faktoren. Zum Einen pflegen die Girls einen Musikstil, der gerade unter dem Begriff "New Rave" vor allem in England glänzend vermarktet wird (CSS traten neben u.a. den Klaxons und Sunshine Underground auf der NME - NewRave -Tour auf), zum Anderen haben sie mit Lovefoxxx als Sängerin eine unglaublich energiegeladene Frontfrau.

Besagte Lovefoxxx war es dann auch, die der Show der Band von Anfang an ihren Stempel aufdrückte. Ohne den anderen netten Mädchen und dem männlichen Drummer zu Nahe treten zu wollen, sie waren eher nur Beiwerk heute abend... Lovefoxxx stach schon optisch hervor. Waren die andern Mädels in ihren labrigen T-Shirts eher unscheinbar, war der nicht ganz schlanke, aber dennoch sexy wirkende Körper der Sängerin in einen hautengen, lilafarbenen Ganzkörperanzug (!) gehüllt. Wo kann man so was kaufen? Unfassbar das Teil, Beth Ditto von The Gossip trägt auch so'nen Fummel, füllt ihn aber noch deutlich mehr aus!...

Der musikalische Part wurde übrigens gestartet von "Jagger Yoga" und ziemlich schnell wurde auch eine Blondine aus L.A. verbal aufs Korn genommen ("Meeting Paris Hilton"). Schon zu diesem Zeitpunkt ging das Pariser Publikum gut mit. Überhaupt gab "Wonneproppen" Lovefoxxx ihr Bestes, um die Leute auf ihre Seite zu ziehen: "France is the true romance" reimte sie unter anderem. Das verfehlte nicht seine Wirkung, genausowenig wie die fetzigen Elektro-Rock Stücke, vor allem "Off the hook", das auch mir sehr gefiel. Zwischendrin gab es manchmal aber auch etwas Leerlauf, so war zum Beispiel der Song "Alcohol" nicht unbedingt mein Favorit des Abends. Gut war das Set immer, wenn im Stile der Yeah Yeah Yeahs gepunkrockt wurde, etwas weniger gut, wenn es eine leicht billige Note à la Peaches oder The Sounds, bekam. Aber wollen wir hier nicht zu erbsenzählerisch sein, CSS sind eine gute, gerade live mitreissende Band. Schade, dass die Location nicht ganz so optimal war, um die Stärken der Südamerikanerinnen voll zur Geltung zu bringen, die da wären extensives "crowdsurfing" seitens der Sängerin und enger Kontakt zum Publikum, dass oft auf die Bühne zum Mittanzen geholt wird. Weder Crowdsurfing noch Mittanzen waren aber heute drin, dazu war aus Sicherheitsgründen alles zu stark abgeriegelt.

Dennoch, CSS boten ein ansprechendes Konzert, bei dem Jennifer Lopez noch ihr Fett wegbekam (I wanna be your JLo) und auch ein nagelneues Lied (Lindja) gespielt wurde.

Setlist CSS Paris:

01: Jagger Yoga
02: Alala
03: Fuck Off Is Not The Only Thing You Have To Show
04: Meeting Paris Hilton
05: This Month
06: Alcohol
07: Acho Um Pouco Bom
08: Pretend We're Dead (L7 Cover)
09: Off The Hook
10: Art Bitch
11: Music Is My Hot Hot Sex

12: I Wanna Be Your J.Lo (Z)
13: Lindja (Z)
14: Let's Make Love And Listen To Death From Above (Z)


von Oliver



 

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