Dienstag, 16. August 2016

¡Ay, Carmela!, Ripley, 31.07.16


Konzert: ¡Ay, Carmela!
Ort: Midlands Railway Centre, Ripley (Indietracks)
Datum: 31.07.2016
Dauer: knapp 40 min
Zuschauer: ein paar hundert



Vor anderthalb Jahren sah ich Colour Me Wednesday zum ersten Mal. Die Band aus West-London war eine von zwei Supportbands meiner alten Liebe The Darling Buds. Mir kam eine der Musikerinnen der Vorgruppe bekannt vor, ich musste aber erst die beiden anderen Tuts-Mitglieder im Publikum sehen, um sie einordnen zu können. Harriet Doveton bildet mit ihrer Schwester Jennifer und Carmela Pietrangelo das Grundgerüst der etwas popiger ausgelegten Schwesterband. Weil die Musikerinnen der beiden Gruppen nicht nur die politischen und gesellschaftlichen Ideale verbindet ("queer, vegan, feminist, anti-capitalist" ist ihre Selbstbeschreibung) sondern auch enorm viel Talent, hat auch Carmela eine eigene Band. ¡Ay, Carmela! spielte am Sonntag auf dem Indietracks - so wie die Tuts und Colour Me Wednesday im vergangenen Jahr.


Sind Colour Me Wednesday die Popband, The Tuts die Punkband, dann sind ¡Ay, Carmela! die Rockband dieser Westlondoner DIY-Szene.

Sängerin von ¡Ay, Carmela! ist Carmela (bei Colour Me Wednesday Jennifer Doveton). Neben Carmela standen Laura Ankles (Bass) und Jaca Freer (Schlagzeug) auf der Bühne. Ich meine, Laura gehörte im vergangenen Jahr auch zum Lineup von Colour Me Wednesday. Ich werde es Freitag überprüfen können, wenn Colour Me Wednesday ein Konzert in Stuttgart bei IndieWohnzimmer spielen. Jedenfalls hatte Laura am Sonntag noch einen anderen Auftritt, als die Hälfte von schwer verkaterten Wolfgirl im Merchzelt mit einem Banjo begleitete ("einer unserer Gitarristen ist zu betrunken, um eine Gitarre zu halten"). Wolfgirl spielten nicht auf dem Indietracks. Und Bands, die nicht spielen, haben dann kurze Auftritte außerhalb des Programms. Wundervolles Indietracks!

Ich schweife ab.

 
¡Ay, Carmela! klingen vor allem deshalb rockiger als Colour Me Wednesday, weil Carmela sich an der E-Gitarre austoben kann. In ihrer anderen Band spielt sie Bass (ich mache mal demnächst ein Diagramm der tutsaycarmelacolourmewednesdays!), bei der nach ihr (und einem Lied der spanischen Republikaner im Bürgerkrieg gegen Franco) benannten Gruppe ist sie die einzige Gitarristin.

Die gespielten Songs stammten vor allem von Working Weeks, dem Debütalbum der Band. Auch die beiden mit Abstand besten Lieder des Konzerts sind auf dem Album. Settle for less und Separate. Vor allem das krachige Separate hatte es mir sehr angetan. 

Bin gespannt, wer aus dem Tuts-Dunstkreis im kommenden Jahr am Indietracks-Sonntag spielen wird. Egal wer es sein wird, gut wird es werden.

Setlist ¡Ay, Carmela!, Indietracks, Ripley:

01: Dog tired
02: The ordinary
03: Make it up
04: Birds
05: Don't congratulate me (for my mediocrity)
06: Brother
07: Settle for less
08: Separate
09: Crying in public
10: Mad as Annie


Links:


- aus unserem Archiv:
- Colour Me Wednesday, London, 04.04.15



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