Samstag, 9. August 2014

Anna Calvi, Karlsruhe, 05.08.14


Konzert: Anna Calvi
Ort: Zeltival im Tollhaus in Karlsruhe
Datum: 5. August 2014
Dauer: 80 min
Zuschauer: etwa 700



Die Musikerin Anna Calvi zieht schon länger an meinem Horizont ihre Bahnen. Die Reaktionen meiner Freunde zwischen Wahnsinn und unnnahbar auf der Bühne - zu perfektionistisch. Ich war also ganz besonders darauf gespannt, sie nun im Rahmen des Zeltivals endlich selbst live zu erleben und das was ich bisher vor allen von Bildern kannte, mit der Musik "abzugleichen". 

(c) Guido Engler

Für das Tollhauspublikum waren auf der Bühne

Anna Calvi mit  Gitarren,
Mally Harpaz verschanzt hinter einem Instrumentenzoo aus Harmonium, Bass Pedal, Percussion und ab und zu Gitarre
Glenn Callaghan spielte Keyboards und Bass
Alex Thomas am Schlagzeug. 



Sie lieferten ein sehr dichtes und kompaktes Set von 80 min ab, in dem nicht mit großer Geste gespart wurde und das ich persönlich sehr vielfältig und überzeugend fand. Anna Calvi nutzte Rockerposen und Bluesgesten, aber sie erschienen mir nicht leer. Im Gegenteil erlebte ich sie sehr präsent und fast schon charismatisch.

Sehr weiblich aber ohne den vielen Schemata Material zu liefern, denen sich Frauen auf der Bühne ja unweigerlich ausgesetzt sehen. Was mich zugegebenermaßen sehr beeindruckte.

 
(c) Guido Engler

Es drängten sich mir innerlich Vergleiche mit Patti Smith auf (die zeitgleich auf dem Killesberg ein umjubeltes Set ablieferte), aber auch mit Emily Jane White. Das Set enthielt oft von ihr gespielte Stücke wie Suzanne & I  (gleich als Begrüßung), I will be your manDesire Love won't be leaving, First we kiss und Jezebel, das mich als letztes Stück der Zugabe in seiner Intensität mit einem vollen Herzen in die Nacht entließ. 




Eliza mit den hymnischen Gesänge oder Suddenly in seiner wabernd tänzelnden Geste zeigten mir schon am Anfang des Konzertes, welche verschiedenen Register ihr musikalisch zur Verfügung stehen und ich ließ mich in der Folge gern darauf ein. Auch auf leicht ausufernde Instrumentenzwischenspiele und Kakophonie.  Nicht jedes Stück verfing bei mir gleich, aber es gab immer wieder diese Glanzpunkte, die auch sofort mein Herz eroberten. In besonderer Weise war dies für Desire und Love won't be Leaving zum Ende des regulären Sets der Falles und in der Auswahl der Zugaben erwies sich, dass das Publikum noch einmal ordentlich emotional aufgekocht werden sollte. Das Rezept ging am Abend im Tollhaus auch bestens auf.



Setlist:
01: Suzanne & I
02: Eliza
03: Suddenly
04: Sing to me
05: Cry
06: Rider to the Sea
07: Blackout
08: I'll be your Man
09: Love of my life
10: Surrender (Elvis Presley Cover)
11: Carry me over
12: Desire
13: Love won't be Leaving

14: Kiss to your twin
15: First we kiss
16: Jezebel (Frankie Lain cover)

Mitschnitt in Paris am 26. September 2013:




Tollhaus-Ankündigung 
Fotos von Paul Needham
Lie in Sound zur aktuellen EP
Platten vor Gericht zum Debutalbum

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