Sonntag, 25. November 2012

The Rustle Of The Stars, Paris, 21.11.12


Konzert: The Rustle Of The Stars
Ort: L'Espace B
Datum: 21.11.2012
Zuschauer: 40


Sensationell, einfach sensationell!

Was der gute Renaud von der famosen Videoseite Le Cargo da gezaubert hat, muss man einfach in den höchsten Tönen loben. Das ist kein Musikvideo mehr, sondern ein richtiger kleiner Kurzfilm! Ich bin wirklich aus dem Häuschen. Zumal die ganze Sache im Mai auf unserer schönen Terrasse stattgefunden hat. Eine Kollaboration zwischen Le Cargo und den Oliver Peel Sessions und lediglich 10 Zuschauern. Schade insofern, daß wir die Terrasse inzwischen für Konzerte nicht mehr nutzen dürfen. Aber ihr wisst ja, daß es trotzdem anderswo weitergeht.

Schaut euch bitte das Video also in Ruhe an. Die Kraft der Bilder in Verbindung mit der instrumentalen Musik ist immens!




Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Videos ist im Übrigen passend gewählt. In dieser Woche fand nämlich ein neuerliches Konzert von The Rustle of The Stars im Espace B in Paris statt. Die französisch-englische Band war gerade aus Großbritannien gekommen, wo sie einige bemerkenswerte Konzerte, vor allem in Kirchen, gespielt hatte. Einer der Bandgründer, der Gitarrist Richard Knox, ist Brite und so lag es nahe, daß man ausgiebig durch England tourt und zudem ist auch das Label Gizeh Records, das Richard betreibt, britisch und in Leeds ansässig. Dort kommt auch die heutige Geigerin Angela Chan her, die praktischer Weise auch gleich ihre französische Roommate Florence mitgebracht hatte, die heuer das Cello zupfte und strich..


The Rustle Of The Stars, ein ambitioniertes Projekt in dem nicht (wenn man die Chorgesänge von Lidwine nicht mitrechnet) gesungen, dafür aber wundervoll musiziert wird. Eine Harfe, eine Geige, ein Cello, ein Xylophon, ein Glockenspiel, ein Keyboard, ein Harmonium, zwei Gitarren, ein tibetanischer Gong, all dies wurde instrumententechnisch aufgeboten, um die cinematografischen Stücke des sublimen Albums... so orginalgetreu wie möglich wiederzugeben. Ein Album, in dem es inhaltlich um die Entdeckung des Nordpols geht und um die Strapazen, die die Entdecker durch die eisige Arktis unternommen haben.


Ich persönlich dachte aber beim Konzerte eher an wärmere Orte, zumal es im Espace B alles andere als kühl war. Wahrscheinlich hat ohnehin jeder, der Instrumentalkonzerten zuhört, seine ganz eigene Stories im Kopf, anstatt an den Nordpol und abgefrorene Ohren, konnte man sicherlich auch an den Flug eines Adlers über den brütend heißen Bryce Cynon denken oder so.


Klarzustellen gilt an dieser Stelle aber noch einmal, daß wir es hier nicht mit Postrock zu tun hatten. Es ist eher eine Mischun aus experimentellem Rock und Classic, laut aufheulende Gitarren gibt es keine. Wer die möchte, ist sicherlich bei Frédéric D. Oberlands (einem der Bandgründer) beiden anderen Projekten Le Reveil de Tropiques und Farewell Poetry besser aufgehoben, The Rustle Of The Stars sind eher ambient, bleiben recht ruhig und poetisch. Eine sehr elegante Band, die mich auch heute wieder verzauberte.

Ich bleibe ihnen, ihrem Label Gizeh Records, der Harpistin Liwine und den Projekten von Frédéric gewogen. Ist wirklich was für Feinhörer!








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