Montag, 3. November 2014

Morgan Finlay & Christoph Schellhorn, Scala Adorf, 1.11.14


Konzert: Morgan Finlay & Christoph Schellhorn
Ort: Scala Adorf
Datum: 01. November 2014
Dauer: 120 Min.
Zuschauer: 44



Am Ende war es ein Besucherrekord. Und das, obwohl Kraftklub im Atomino spielten! Die Wände haben gehalten, aber nicht alle hatten mehr direkten Blick auf die Bühne. Was war passiert?


Morgan Finlay war bereits vor 11 Monaten bei uns in der Scala zu Gast. Damals erlebten wir bereits einen schweißtreibenden Abend voller musikalischer Leidenschaft. Das Publikum war damals begeistert und wünschte sich eine Wiederholung. Seit dem Frühjahr war klar, dass Morgan wiederkommen würde und diesmal brachte er Christoph Schellhorn mit.


Wie es in der Scala so üblich ist, hatten wir in ganz kleiner Runde und bei bestem Sommerwetter (1.11.!) Pflaumenkuchen und Kaffee auf der Terrasse. Christoph und Morgan entschieden dan gemeinsam, den Abend rein akustisch zu gestalten, diskutierten die Auftrittsreihenfolge und zogen eben mal neue Saiten auf. Ab 19 Uhr füllte sich die Scala bis sie um 20 Uhr zu Konzertbeginn mehr als voll war! Viele neue Gesichter waren unter unseren Gästen neben den vielen Stammgästen, die mit freudiger Erwartung eingetroffen waren.

Christoph und Morgan hatten gegenüber dem Vorabend die Reihenfolge des ersten Sets so gewählt, dass sie jeder abwechselnd eines ihrer Lieder spielten. Das erste Set bestand so aus Songs von sehr unterschiedlicher Prägung. Christoph ist ein unglaublicher Künstler an der Gitarre und hat mich total weggeblasen mit seinen Kompositionen und Akkordwechseln. Ich liebe die aktuelle CD „Outnumbered Live in Germany“! Seine gute alte Gitarre, dis aus Markneukircher stammen könnte, klingt manchmal wie eine Dobro! Wie Christoph mit seinen Fingern die Saiten behandelt, ist pure Magie für mich. Morgan ist der Geschichtenerzähler aus den kanadischen Wäldern - so die romantische Vorstellung hier im Kreise der Zuhörer. Und er bringt uns mehr die leisen Töne und Geschichten über Dinge, die schief liefen, Beziehungen, die kaputt gingen und all der Stoff, aus dem richtig gute Lieder entstehen. Ein schöner Kontrast im ersten Teil!



Nach der Pause spielten beide zusammen Morgan Finlay Songs. Dazu sollte man wissen, dass Morgan und Christoph nach der aktuellen Tour ins Studio gehen und eine Best-of Auswahl von Morgan Finlay einspielen und produzieren. Und eine Auswahl dieser besten Songs spielten die beiden. Und dabei kann ich nur von einem großen Glücksfall sprechen, dass Morgan und Christoph sich gefunden haben, denn Christophs Spiel und seine Harmonievocals geben den Songs ein neues Antlitz und bereichern sie sehr! Apropos: Gegen Ende des Sets wurde noch Stephan Nobis ans Klavier gebeten (ihr erinnert Euch an letztes Jahr, ich werde es nie vergessen, wie sich Stephan spontan ans Piano setzte und einstieg). Dieses Jahr war das eingeplant und well prepared! Und so baute sich die Spannung des ganzen Abend auf und entlud sich für mich im Songs „Let me down gently“, wo ich Gänsehaut bekam von Spiel aller drei, die so aufeinander hörten, aufeinander achteten, sich abwechselten und jeder auf seine Weise die Geschichte abbildete. Klar dass damit noch lange nicht Schluss war und die Zugaben und die Improvisationen steigerten die Begeisterung im Hause! Womit der Grundstein gelegt war für die Wiederholung nächstes Jahr. Morgan wird die feste Größe in der Scala, einmal im Jahr muss er schon hier auftreten. Und für 2015 freuen wir uns, wenn Christoph Schellhorn und auch Stephan Nobis wieder dabei sein werden.



Let Me Down Gently - Morgan Finlay, Christoph Schellhorn und Stephan Nobis:


Website Morgan Finlay
Website Christoph Schellhorn

0 Kommentare :

 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates