Montag, 5. Februar 2007

Kaiser Chiefs, Wuppertal, 05.02.07


Konzertbericht: Einslive Radiokonzert Kaiser Chiefs

Ort: Rex-Theater Wuppertal
Datum: 05.02.2007
voll (laut Einslive 400 Besucher)


Manchmal sind bessere Sachen im Briefkasten als Telefonrechnungen oder Kontoauszüge. Am Samstag zum Beispiel. Denn da war ein Brief von Einslive mit der Nachricht, daß ich zwei Karten für das Radiokonzert der Kaiser Chiefs gewonnen habe. Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, die zu bekommen, so richtig planen kann man das aber ja leider nicht.

Aber die Einladung war ja eben da und damit auch die Chance, viele neue Songs der Band aus Leeds zwei, drei Wochen vor der Veröffentlichung des neuen Albums zu h
ören und zu sehen. Vergangenen Samstag hatten die Kaiser Chiefs ihre Platte erstmals offiziell in Berlin präsentiert, für Einslive kamen sie heute nach Wuppertal.

Statt Vorgruppe gab es Kaffee in der Kneipe gegenüber, im "Vertellchen", in dem man auch leckere Pferdewurst hätte essen können.

Das Rex ist - wie es sich für ein Theater gehört - voll bestuhlt und ein schöner
Veranstaltungsort. Allerdings konnte ich mir nicht recht vorstellen, wie in solch einem Saal, in dem zudem nur Kartengewinner saßen, Stimmung aufkommen sollte. Ich erwartete also eher einen ruhigen Abend. Das Konzert wurde live bei Einslive gesendet und begann daher pünktlich nach den 21 Uhr-Nachrichten.

Und es begann ganz anders als erwartet, nämlich genauso rockig, laut und flott, wie
es in einem Club oder Open Air gewesen wäre. Die Stimmung war auch gleich bestens, Eröffnungslied war nämlich das fantastische "Ruby", das zwar neu, als Single aber bereits gut bekannt war. Danach folgen zwei alte Songs, um danach mit "Heat dies down" das erste für mich neue Lied folgen zu lassen. Eigentlich hatte ich ohnehin keine Angst, daß das zweite Album der Chiefs schlecht werden könnte. Seit vorhin bin ich allerdings endgültig beruhigt. Die neuen Stücke sind allesamt toll. Einige mehr als das. "The angry mob" ist jetzt schon mein Liebling, aber auch das Lied, dessen Namen ich nicht weiß (im Text kommt "Cause I like your style" vor), ist herausragend.*

An Energie und Witz haben Ricky Wilson und Band auch absolut nichts eingebüßt.
Wenn durch die blöden Theater-Sessel die Reihen etwas weniger löchrig gewesen wären, wäre Ricky sicher ins Publikum gehüpft. So beschränkte er sich auf einen Ausflug durch die Reihen. "Thank you very much" sagte er mit einer der schönsten Überleitungen an. Er bedankte sich brav auf Deutsch für den Applaus des Lieds vorher mit "Dankeschön, which translates with 'Thank you very much' which is the name of the next song." Nach anfänglichen Schwierigkeiten ("Welcome to Einslive... Is it Einslive?") lobte er grinsend den Sender ("We always listen to Einslive, they play the Kaiser Chiefs all the time").

Mitten in "I predict a riot" ging das Licht aus, im Saal und auf der Bühne. Die Band störte das nicht sonderlich. Ricky zog ein Stirnband mit Lampe um, ohne das Lied zu unterbrechen. Glücklicherweise klappte die Musikanlage noch und nach dem Lied auch wieder das Licht.

Das war ein unverhoffter aber sehr sehr schöner Abend mit blendend aufgelegten Kaiser Chiefs, mit tollen neuen Liedern, mit begeistertem Publikum und mit einem absoluten Konzerthighlight 2007.

01: Ruby
02: Everyday I love you less and less
03: Born to be a dancer
04: Heat dies down
05: High royds
06: Modern way
07: Thank you very much
08: My kind of guy
09:
Everything is average nowadays
10: I predict a riot
11: The angry mob
12: Retirement

13: Na na na na na (Z)
14: Oh my god (Z)

* mittlerweile geklärt: Es war "My kind of guy"



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