Posts mit dem Label Blouse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Blouse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. September 2014

Blouse, Köln, 15.09.14

0 Kommentare

Konzert: Blouse
Ort: King Georg, Köln
Datum: 15.09.2014
Dauer: 60 min
Zuschauer: ca. 70




Wie sich doch zwei Konzerte der gleichen Band innerhalb einer Woche unterscheiden können! Vergangenen Dienstag hatte ich Blouse als Vorgruppe von Slowdive gesehen und war nach einem eher durchwachsenen Konzert im letzten Jahr in Offenbach mehr als nur versöhnt. Die Band aus Portland mit der überragenden ersten und der sehr guten zweiten Platte klang faszinierend klar und wundervoll ausgesteuert.

Heute im King Georg klangen die ersten beiden Lieder - Imperium und Eyesight vom letzten Album - auch noch sehr gut. Danach passierte irgendetwas (vermute ich), Keyboarder Arian sprach hinterher von "technical issues" - und plötzlich war es ein weit kleineres Vergnügen, die eigentlich tollen Songs der Amerikaner anzuhören. Die Stimme von Sängerin Charlie (die ein übergroßes Herrenhemd mit Nadelstreifen als Kleid trug) war kaum zu hören, alles wurde vom überlauten Schlagzeug von Drummer Jacob totgeprügelt. Schade! Denn die Songs der Band sind viel fragiler, als man bei einem Konzert wie heute denkt - und Blouse können sie so spielen. Aber nicht heute. Heute schepperte es, heute klangen die Instrumente individuell und nicht nach Orchester. Und leider eben vor allem deren Lautstärken falsch abgestimmt. Ich meine aber, daß es an einem der Verstärker lag, also technische Gründe hatte und nicht an einem schlechtem Soundcheck.

Zwischendurch wurde es wieder besser. No shelter und 1000 years, zwei meiner Lieblinge, die Charlie mit akustischer Gitarre spielte, klangen deutlich besser, aber danach wurde es wieder breiig. Dazu kam, daß Charlies elektrische Gitarre plötzlich knisterte. Herrje, es klappte offenbar einiges nicht!

Die Stimmung des Publikums litt unter dem miesen Sound nicht, das Konzert kam gut an. Hätte ich die Band vor ein paar Tagen nicht so viel besser gesehen, hätte es mir vermutlich auch besser gefallen. So wird der Abend mir musikalisch nicht lange in Erinnerung bleiben.

Und dann kam am Ende nach ein paar Setlisten-Umstellungen doch noch ein wenigstens am Anfang toll klingendes Stück, mein großer Liebling Time travel, das die Band aus Portland in Genf warum auch immer ausgelassen hatte. Der ruhige Anfang bevor das Schlagzeug einsetzte, war umwerfend schön, danach dominierte wieder das Getrommel, allerdings klang es besser. Arian hatte irgendetwas am Verstärker hinter ihm verändert. Schade, daß nicht das ganze Konzert so war! Dann eben beim nächsten Mal! Denn jedes zweite Blouse-Konzert, das ich gesehen habe, war phänomenal gut!

Setlist Blouse, King Georg, Köln:

01: Imperium
02: Eyesight
03: Firestarter
04: They always fly away 
05: White
06: In a glass
07: No shelter
08: 1000 years
09: Happy days
10: Trust me
11: Arrested (?)
12: Videotapes
13: Into black
14: Time travel

Links:

- aus unserem Archiv:
- Blouse, Genf, 09.09.14 
- Blouse, Offenbach, 28.11.13
- Blouse, Paris, 19.02.12 
- Blouse, Luxemburg, 10.02.12



Donnerstag, 11. September 2014

Slowdive, Genf, 09.09.14

0 Kommentare

Konzert: Slowdive (& Blouse)
Ort: Maison communale de Plainpalais, Genf (La Bâtie Festival)
Datum: 09.09.2014
Dauer: Slowdive knapp 75 min, Blouse 40 min
Zuschauer: 300 - 400 



Daß mir Musik wichtiger als andere Leidenschaften (um das vollkommen ungeeignete Wort Hobby zu vermeiden) ist, sollte sich daran zeigen, daß ich über Konzerte und nicht über Spiele der 4. bulgarischen Fußball-Liga schreibe. Dabei hat der Sport und damit vermutlich auch die Sportbloggerei einen riesigen Vorteil gegenüber der Musikszene, er ist sehr viel gerechter. Natürlich verlieren auch drückend überlegene Mannschaften immer wieder einmal gegen Außenseiter und selbstverständlich wäre es auch gerecht, wenn Roger Federer jedes Grand Slam Turnier gewänne, Oliver, in der Regel gehen Sportergebnisse aber in Ordnung. Bei der Musik ist das vollkommen anders. Am Tag als die dämlich selbstgefälligen U2 ihr neues Album 500 mio mal verschenkten und vermutlich damit auch in der Tagesschau auftauchten, spielten in Genf Slowdive vor vielleicht 400 Leuten in einem halbvollen Gemeindesaal.


Als ich im Mai zum Reunion-Konzert der nach fast 20 Jahren wieder aktiven Band fuhr, waren meine Erwartungen nicht übertrieben groß. "Slowdive waren damals live nicht besonders toll", hatte mir ein Freund mit auf den Weg gegeben. Das Konzert und die beiden danach, beim Primavera vor 20.000 Menschen und beim Best Kept Secret Festival in einem Zelt am späten Nachmittag waren brillant und die drei mit Abstand besten Auftritte, die ich dieses Jahr gesehen habe. Auch wenn es strenggenommen die Tour zum 1995 erschienenen Album Pygmalion ist, die Slowdive seit Mai auch nach Asien und demnächst nach Nordamerika führt (hoffentlich mit anderem Ausgang als damals), klingen die Stücke der Band überhaupt nicht altbacken, die Lieder sind zeitlose Schönheiten. Und wenn es irgendwem gelungen wäre, den hippen Musikfreunden einzuflüstern, daß nicht nur Alt-J der heißeste Scheiß sind, würden auch Slowdive heute in riesigen Sälen spielen und weit mehr Zuschauer begeistern. Aber wir sind ja leider in einem hochgradig ungerechten Umfeld, in dem der Champions League Teilnehmer weiter in der Oberliga kicken muß.

Ich hatte nach meinen drei sagenhaft guten Konzerten im Mai und Juni natürlich noch nicht genug von Slowdive. Das und meine unverschämt gute Selbstdisziplin und Vernunft, die mich vor bekloppten Ideen schützen, führten uns am frühen Dienstag-Abend in den kommunalen Versammlungssaal der Stadt Genf, in dem das La Bâtie Festival stattfand. Das Festival ist kein reines Musik-Fest. es bietet seit dem 29. August neben Konzerten (von Warpaint z.B.) DJ-Abende, Perfomances, Theater und Kunstinstallationen. Und Slowdive mit Vorgruppe Blouse.

Ein Schild am Eingang hatte angekündigt, daß Blouse um halb neun, Slowdive um halb zehn beginnen würden (warum macht man eigentlich nur in Deutschland so große Geheimnisse daraus, wann eine Band auf die Bühne geht? Soll das wirklich den Bierumsatz steigern, wenn die Leute aus Angst bewußt früh kommen?). 


Um halb neun war der große Saal noch erschütternd leer. Aber auch nachdem die Leute von den vielen Bars oder aus dem Innenhof mit Liegestühlen reingekommen waren, war das Bild noch recht traurig. Vielleicht 200 sahen sich das Vorprogramm an. Dabei waren Blouse weit mehr als bloße Beigabe. Mein letztes Konzert der Band aus Portland Ende letzten Jahres in Offenbach war nicht toll, es wirkte lahm (vor 25 Zuschauern). Da ich Blouse aber liebe und man nach einem Unfall sofort wieder auf die Ski steigen sollte, war ich sehr froh über die Ansetzung als Slowdive Support.


Und siehe da, obwohl auch in Genf vor allem Lieder des aus meiner Sicht schwächeren zweiten Albums Imperium gespielt wurden, war der vierzigminütige Auftritt Welten von dem in Offenbach entfernt!



Blouse scheinen jetzt offiziell zu fünft zu sein. Allerdings standen in Genf nur Sängerin Charlie Hilton, Schlagzeuger Jacob Portrait, Bassist Patrick Adams und Keyboarder und Gitarrist Arian Jalali auf der Bühne. Charlie hatte sich chic gemacht und trug ein mehrteiliges langes schwarzen Dings, Patrick seine BOY-Kappe und Jacob eine Art Netzhemd. Nur Arian hatte leider nicht mehr sein fantastisches Mickey-Mouse-Hemd an, das mich in Offenbach restlos begeistert hatte. 



Ich mag das Debüt Blouse lieber, weil es die besseren Einzelsongs hat. Riesenhits wie Videotapes, Time travel oder Firestarter fehlen auf Imperium. Daß das nichts macht, und daß ein Konzert vor einer alles in den Schatten stellenden Hauptgruppe und selbst ohne meinen Liebling Time travel hervorragend sein kann, zeigte dieser Abend aber beeindruckend! Blouse klingen manchmal nach Ladytron, manchmal nach Beach House und sind - obwohl ihre Lieder manchmal bewußt lustlos klingen sollen - alles andere als langweilig! Mich packte es sofort, der 40 minütige Auftritt war wundervoll und hätte zu gerne noch deutlich länger dauern dürfen! Aber, was ein Glück, Blouse kommen nächste Woche schon nach Köln ins King Georg, wo ich sie 2012 knapp verpasst hatte.

Setlist Blouse, La Bâtie Festival, Genf:

01: Imperium
02: Eyesight
03: Firestarter
04: White
05: In a glass
06: No shelter
07: 1000 years
08: Happy days
09: Arrested
10: Videotapes
11: Into black 


Und dann, mit einer mittlerweile gut halbstündigen Verspätung, begann wieder einmal eines dieser Konzerte, die die Gefahr bergen, zu pathetisch nacherzählt zu werden. Die Band kam zu Serge Gainsbourg auf die Bühne und begann mit den gleichen Stücken wie bei meinen anderen Konzerten im Frühsommer. Slowdive, Avalyn, Catch the breeze, Crazy for you und Machine gun. Von mir aus hätten sie allerdings auch nur eines dieser Stücke anderthalb Stunden lang spielen können, es wäre ein brillanter Abend geworden!


Ich weiß nicht, was es ist, daß mich so sehr für die Konzerte dieser "90er Band" begeistert. Natürlich sind die Songs großartig und treffen mein musikalisches Herz voll auf die 12. Aber das Besondere an Slowdive scheint zu sein, daß die Band diese tiefe Begeisterung, dieses Gefühl, ein perfektes und ganz spezielles Konzert zu erleben (auf das man 20 Jahre gewartet hat), wieder und wieder erzeugen kann. Jedenfalls bei mir. Ich gucke selten youtube Videos, ich gucke Künstler lieber ohne einen Computer zwischen uns an, das arte-Video vom Primavera-Festival mit When the sun hits und Golden hair habe ich jedoch zigmal nacheinander angesehen. Zu schön sind diese beiden Stücke live. Und da Slowdive einen brillanten Tontechniker haben, klingt die Musik dann auf der Bühne auch noch glasklar und wahrscheinlich besser als auf Platte. 


Es kostete sehr viel Selbstbeherrschung, nicht 75 min mit offenem Mund zuzugucken. Die Band stand zu nah vor uns auf der herrlich hohen Bühne. Mir war es schon peinlich genug, dümmlich und verliebt zu grinsen. Aber was soll man denn auch machen, wenn When the sun hits angestimmt wird? Ein besseres Stück werde ich dieses Jahr nicht mehr live sehen, Morrissey hin oder her.

Das Konzert war etwas kürzer als das im Village Underground in London (die beiden anderen waren Festivalauftritte). Slowdive spielen live Stücke aus einem Repertoire von etwa 15 verschiedenen Songs. Bei Clubkonzerten (und dazu zählte dieses offenbar), bei denen sie länger Zeit haben, gibt es Zugaben. In London hatte ich die Premiere von Rutti erlebt, in Genf waren Morningrise und 40 days die Zugaben. Man merkt diesem Absatz an, daß er ein reiner Füller ist, weil ich mich nicht traue, nur einen Dreizeiler über dieses Konzert zu schreiben. Aber eigentlich genügte das schon. Die Liveauftritte von Slowdive sind perfekt, dieser war keine Ausnahme!

Wenn ich nur einen solchen Musikabend alle paar Jahre erlebe, werde ich nicht zur Fußballbloggerei wechseln müssen. Und damit ich noch etwas auf der hohen Kante liegen habe, sehe ich Slowdive im Dezember wieder. Sonst wäre die Frage nach den Konzerten des Jahres ja auch jetzt schon entschieden.

Setlist Slowdive, La Bâtie Festival, Genf:

00: La femme des uns sous le corps des autres (Serge Gainsbourg - Intro)
01: Slowdive
02: Avalyn
03: Catch the breeze
04: Crazy for you
05: Machine gun
06: Souvlaki Space Station
07: When the sun hits
08: Alison
09: She calls
10: Golden hair (Syd Barrett Cover)

11: Morningrise (Z)
12: 40 days (Z) 

Links:

- Slowdive, Hilvarenbeek, 21.06.14  
- Slowdive, Barcelona, 30.05.14
- Slowdive, London, 19.05.14
- Blouse, Offenbach, 28.11.13
- Blouse, Paris, 19.02.12
- Blouse, Luxemburg, 10.02.12
- mehr Fotos vom Konzert in Genf



Freitag, 29. November 2013

Blouse, Offenbach, 28.11.13

0 Kommentare

Konzert: Blouse
Ort: Hafen 2, Offenbach
Datum: 28.11.2013
Dauer: knapp 60 min
Zuschauer: 25




 

Im Januar vergangenen Jahres war ich über den Namen Blouse gestolpert und hatte die Dream Pop Band aus Portland mit ihrem Debütalbum und einem Konzert in Luxemburg ein paar Wochen später kennen- und liebengelernt. Blouse (das Album) ist eines meiner meistgehörten der letzten Jahre.

Im September erschien der Nachfolger Imperium, nicht ganz so toll wie das Debüt aber trotzdem eine sehr sehr schöne Platte. Als dann endlich Konzerttermine für Ende November angekündigt wurden und neben Hamburg und Berlin (langweilig!) immerhin Offenbach dabei war, war meine Vorfreude riesig. Noch so ein großartiges Konzert wie vor anderthalb Jahren in Luxemburg und Blouse hätten einen festen Platz unter meinen Lieblingsbands.

Leider war das Konzert im Hafen 2 allerdings höchstens mittelprächtig. Und das lag vermutlich nicht an schlechter Laune der Band (oder bei mir), an den Gitarrenproblemen am Anfang, Thanksgiving weit weg oder dem spärlich besuchten Hafen 2. Die Stücke der zweiten Platte sind auch sicher keine Rohrkrepierer live - ich weiß nicht, warum ich das Konzert fast schon teilnahmslos nach der Zugabe Shadows verließ. Eigentlich ist es ja auch egal, wir sind keine Fußballtrainer, die nach einem miesen Spiel die Fehler suchen müssen, morgen steht ja wieder ein anderes Team auf dem Platz. Trotzdem ist es verwunderlich, wenn die Erwartung und das Ergebnis so weit auseinander liegen, wenn man eine Band schon einmal gesehen hat.

Es fing schon lahm an. They always fly away ist sicher kein idealer Einstieg in ein Konzert, es ist zu schleppend. Aber auch Firestarter (auch vom ersten Album) zündete noch gar nicht. Vom Berliner Konzert hatte ich gehört, nach zwei, drei Liedern habe die Band den Saal im Griff gehabt. Bei mir dauerte es viel länger. Erst ab der Mitte mit den beiden neueren Stücken In a glass (eines der besten Lieder des Abends) und 1000 years (eine heimliche Perle auf der Platte) war der Auftritt so, wie ich ihn erwartet hatte. 

Ach herrje, es ist immer dämlich, wenn ein Konzert einer Lieblingsband so verläuft. Wenn ich nach einem Glasvegas Auftritt mit langem Gesicht nach Hause gefahren wäre, wäre ich zum einen selbst schuld gewesen, weil deren Konzerte bekanntlich (kann man bei uns nachlesen) Mist sind. Es gäbe aber auch keine Hoffnung, daß das beim nächsten Mal wieder anders wäre. Bei Blouse habe ich die. Ich werde auch wieder hingehen. Aber das hier war leider arg dürftig. Mist! Denn die Band wirkt enorm sympathisch. Sängerin Charlie Hilton fragte, irgendwann, was es in denn in Offenbach zu sehen geben. Bei Wikipedia hätten sie gelesen, daß es eine Lederindustrie und ein Ledermuseum gebe, für das Museum habe die Zeit aber nicht gereicht. Sie erklärte, daß zu Hause Thanksgiving sei und daß sie uns dankbar seien, bei ihrem Konzert zu sein. Das war alles extrem nett. Ich hätte der Band wirklich gewünscht, ich könnte sie wieder über den grünen Klee loben! Nächstes Mal dann!

Bis dahin bleibt mir auf alle Fälle das Hemd des Keyboarder in Erinnerung. Diese Mickey Maus Muster war sensationell toll!

Setlist Blouse, Hafen 2, Offenbach:

01: They always fly away
02: Firestarter
03: Imperium
04: Eyesight
05: Fountain in rewind
06: In a glass
07: 1000 years
08: No shelter
09: Time travel
10: White
11: Arrested
12: Into black
13: Videotapes

14: Shadow (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Blouse, Paris, 19.02.12 
- Blouse, Luxemburg, 10.02.12



Montag, 20. Februar 2012

Blouse & Active Child, Paris, 19.02.12

0 Kommentare

Konzert: Blouse & Active Child
Ort: Le Point Ephémère

Datum: 19.02.2012

Zuschauer: etwa 300, sehr voller Club



Nur so là là war das Konzert von Blouse aus Portland/Oregon. Ich bin da in meiner Einschätzung sicherlich immer etwas kritischer und strenger (erbsenzählerischer?) als mein Freund Christoph, der die gleiche Band vor ein paar Wochen in Luxemburg als hervorragend empfunden hat. Aber er legt da andere Kriterien an als ich. Wenn es verhuscht klingt, mit Puderzucker übergossen ist und mit einer lieblichen Frauenstimme gesäuselt wird, ist er schnell Feuer und Flamme. Alles nachvollziehbar und ok.

Für mich aber muss mehr hinzukommen, um von einer super Band und einem ebensolchen Konzert zu sprechen. Ich suche nach Alleinstellunsgmerkmalen, einer eigenen Identität, Ecken und Kanten, Stellen an denen man sich reiben kann und zusätzlich eine starke Bühnenpräsenz. Alles Qualitäten, die Blouse abgehen. Sie klingen stark nach dem 80 er Jahre Sound mit dem wir musikalisch sozialisiert wurden, nach The Cure, The Smiths, Joy Divison/New Order und Girlgroups, die eben jene Bands in den vergangenen Jahren imitiert haben, wie Au Revoir Simone, The Organ, Ladytron, Puro Instinct etc. Auch ist ihre Musik so durchgängig hübsch und lieblich, daß sie niemandem weh tut und die Sängerin und Gitarristin Charlie Hilton (eine Schwester von Paris? Nö!) ist nicht gerade die charismatischste Person, die ich je auf einer Bühne gesehen habe.


Dennoch möchte ich nicht verhehlen, daß es auch einige gute Momente im recht kurzen Set der Amerikaner gab. Immer wenn das Tempo etwas forciert wurde, man aus dem dreampoppigen Nebel ausbrach und mit polterndem Peter Hook Bass nach vorne spielte, setzten Blouse Highlights. So bei den beiden Ohrwürmern Time Travel und Videotapes (nein, nicht Videgames, das ist von Lana bzw einer Griechin!). Da kam dann auch so etwas ähnliches wie Stimmung im Publikum auf. Ansonsten war meistens andächtiges Zuhören und Dahinträumen angesagt.

Die Resonanz der Zuschauer war dann hinter fast auch einstimmig: ganz nett, aber nicht berauschend. Nichts, was man unbeingt gesehen haben muss.


Als Headliner ging dann nach Blouse Pat Grossi aka Active Child an den Start. Zusammen mit zwei Mitmusikern kredenzte er ungemein kuriose Musik. Er spielte Harfe, sang dazu eunuchenhaft hoch, während die anderen beiden bollernde Synthesizer und ein künstlich klingendes Schlagzeug beisteuerten. Bon Iver meets Zola Jesus! Oder so. Die seltsame Mischung machte mich am Anfang noch neugierig, nervte aber nach einer Weile mehr oder weniger stark. Als Pat Grossi im Mittelteil seine Harfe verließ und ebenfalls Keyboard spielte, wurde es regelrecht grottig. Eurodisco? Nein danke! Erst im letzten Abschnitt gab es wieder ein paar relativ gelungene Stücke und die Zugabe, ein fulminantes Instrumentalstück, war regelrecht großartig. Insgesamt ging der Daumen bei Active Child aber eher nach unten.

Alles in allem ein durchwachsener Konzertabend, den die recht miesen Elektropopper NZCA/Lines (Hot Chip light) eröffnet hatten.

Konzerttermine Active Child:

23.02.2012: Karlstorbahnhof, Heidelberg
24.02.2012: BeatPol, Dresden
25.02.2012: Gleis 22, Münster
26.02.2012: Gebäude 9, Köln
28.02.2012: Atomic Café, München
29.02.2012: Uebel & Gefährlich, Hamburg
03.03.2012: Privat Club, Berlin

Aus unserem Archiv:

Blouse, Luxemburg, 11.02.12



Sonntag, 12. Februar 2012

Anna Ternheim, Köln, 11.02.12

4 Kommentare

Konzert: Anna Ternheim
Ort: KulturKirche Köln

Datum: 11.02.2012
Zuschauer: ausverkauft
Dauer: gut 90 min


Anna Ternheim ist ein dankbares Objekt für Konzertberichte.* Obwohl ich heute mein x-tes Konzert der Schwedin gesehen haben (und mich nicht traue, nachzuzählen, wie viele es waren), ist es nicht wie bei anderen Künstlern, die ich häufig erlebt habe und zu denen mir irgendwann einfach nichts mehr einfällt. Bisher glich keine Tour der Musikerin den vorherigen, und wenn man meint, alles gesehen zu haben, muß man diese Erkenntnis wieder um mindestens eine Tournee nach hinten verschieben.

Anna Ternheim hat mit Bands gespielt, mit hoch unterschiedlichen, sie ist alleine aufgetreten, mit einem Akustiktrio und zuletzt in Berlin im November mit dem Amerikaner Matt Sweeney, mit dem sie ihre vierte Platte The night visitor eingespielt hat.

Mit Matt und seinem eindrucksvollen Trucker-Schnauzbart hatte ich heute auch wieder gerechnet. Daß der aus Nashville stammende Dave Ferguson, ein Freund und Produzent Johnny Cashs, dabei sein würde, hatte ich gelesen. Es klang also nach einer (Country-)Band, die Anna Ternheim begleiten würde. Eine von vielen Fehleinschätzungen heute.

Die nächste wäre dramatischer geworden. Auf meinem Onlineticket stand nur eine Uhrzeit, nämlich 20.00 Uhr. Ich deutete das als Einlasszeit, da die Kölner Unsitte, ausgerechnet samstags wegen der anschließenden Disco Konzerte extrem früh beginnen zu lassen, für die KulturKirche wohl nicht gilt. Ich wollte also pünktlich zum Einlass da sein und einen guten Platz suchen, da es bestuhlt sein würde.

Bestuhlt war es auch nicht - aber voll, als ich um acht in die Lutherkirche kam. Um zehn nach acht begann Anna Ternheim, das hätte also ordentlich schief gehen können.

Daß ich mit der Band falsch liegen sollte, konnte ich da noch nicht sehen, weil wir links vorne am Rand standen und da die Sängerin zwar sehen konnten, die Sicht sich aber - sobald sie weiter hinten stand - auf ihre schwarzen Stiefel beschränkte. Da hätte ein Kinderchor im Hintergrund stehen können, gesehen hätte ich den nicht.

Die ersten Stücke spielte die Schwedin alleine. Solitary move und What remains stammen beide vom neuen Album und passen zu den ersten beiden Platten der Musikerin. In der Soloversion hörte ich die Besonderheiten von The night visitor nicht heraus. Ihre uralte Gitarre, auf der sie das Album eingespielt hat, klingt für geübte Ohren sicher besonders, für mich Banausen ist eine Gitarre eine Gitarre. Die beiden Stücke sind sehr schön, der erste Knüller war allerdings das folgende alte Lied, der Wedding song, eines meiner Anna-Lieblingsstücke (das sie früher immer als fröhliches Lied ankündigte, nachdem sie die vorherigen Stücke eines Konzerts immer als "das handelt von einem gebrochen Herzen" oder "das ist ein trauriges Lied" vorgestellt hatte). Wer fröhliche Lieder mag, wird zwar nicht ernstgenommen, das ist der Song aber wert.

Anna setzte sich anschließend ans Klavier - nicht mehr ihr schönes rotes, das so nach Pippi Langstrumpf aussieht - es war schwarz und mit einer Wohnzimmerleuchte dekoriert. Dort spielte sie Shoreline, einen weiteren alten Liebling, im Original von ihren Landsleuten Broder Daniel. I'll follow you tonight danach, und es hätte noch ein normales Konzert sein können.

Statt einer Band trat dann zunächst nur Dave Ferguson in den Altarraum und stellte sich an seinen Kontrabass. Dave Ferguson ist Ende 40 (ich hatte einen alten Mann erwartet... aber das passt ins Bild) und hat als Toningenieur für Johnny Cash und andere amerikanische Folklegenden gearbeitet. Wichtiger für heute war aber, daß Dave eine ausgewachsene Cowboy- und Country-Stimme hat. Bei der Albumversion des wunderbaren Duetts The longer the waiting (the sweeter the kiss) ahnt man die bereits, aber der Mann verdient ja sein Geld damit, Dinge anders klingen zu lassen. In seinem Fall unnötig, denn schon sein erster Einsatz bei Lorelie-Marie, zwar noch dezent nur beim Refrain, gefiel mir ausgezeichnet. Ich glaube nicht, daß ich Countrymusik mag, auch die gute nicht, aber die Mischung Schwedin und Cowboy passte punktgenau!

Wie gut die Stimmen der beiden harmonieren, zeigte sich beim nächsten Lied, dem schon erwähnten The longer the waiting... Bei ihrem Showcase-Konzert in Berlin im November hatte Anna das Stück noch alleine gespielt, gemeinsam mit dem brummenden Amerikaner wird es aber erst perfekt!

Noch schöner jedoch war das nächste Duett im Anschluß. All shadows habe ich bislang nicht als riesigen Knüller wahrgenommen, wenig überraschend also heute, daß es eines der schönesten Lieder des Abends werden sollte!

Auch die nächsten drei Titel stammten von The night visitor. Sie alle waren hervorragend, die schönste Szene dabei hatte aber nichts mit Musik zu tun. Anna Ternheim kündigte Come to bed als "It's a love song" an, worüber Dave kurz nachdachte, um dann in ein herzhaftes Lachen auszubrechen! Bei God don't know spielte der Musiker Banjo, ansonsten war sein Platz meist am Kontrabass, der er aber nicht zwangsläufig dann auch spielte (auch ein running gag der letzten Woche).

Dann wurde es wieder spektakulär: Anna verschwand nämlich. Das war aber offenbar geplant (gesehen habe ich nichts, ihre Schuhe waren nur plötzlich weg). Dave war davon weniger überrascht, er spielte Baby is gone von Jack Clement bzw. Charley Pride, mit denen er auch in Nashville gearbeitet hat. Die letzte Zeile des Stücks lautet "who want's to sing when his baby is gone?" Schon dafür hatte es sich gelohnt!

Aber das war es noch lange nicht (ich wollte mich wirklich kürzer fassen!). Anna ging zum schwarzen Klavier und spielte eine sehr abgespeckte Version von Terrified, einem Stück vom dritten Album, das ich wegen seiner wuchtigen Produktion nicht mehr gerne höre. Daß ein Lied davon gerade so besonders abgespeckt vorgetragen wurde, gefiel mir gut.

Johnny Cash wurde nicht nur erwähnt, er wurde auch zitiert, indem Anna und Dave sein The great divide spielten. Das Lied ist Teil einer Tour EP mit vier Coversongs, die bei einer geplanten Probesession in Nashville entstanden ist. Wie auch bei ein, zwei anderen Stücken verpatzten die beiden erst einmal den Einsatz. Dave stand nämlich an Annas Mikro, merke dann, daß es viel zu hoch für ihn hing, drehte es runter, und schon passte es nicht mehr.

Und dann wurde es noch einmal sehr speziell. Let it rain, auch vom viertbesten Album stammend, spielte Anna noch einmal abgespeckter als Terrified. Abgespeckter als nur mit Klavier funktioniert eigentlich einfach: die Sängerin legte ein Mikro neben das Metronom auf dem Klavier, schon das an und begleitete diesen monotonen Rhythmus nur mit ihrer Stimme. Erst gegen Ende stieg Dave mit seinem Kontrabass ein, der eintönige Klang änderte sich aber nicht mehr, wundervoll!

Nach Bow your head (wieder Night visitor) war erst einmal Schluß. Anna kam kurz später wieder, alleine. Ich hatte da auch schließlich kapiert, daß weder Matt Sweeney noch andere zusätzliche Musiker dabei sein würden, mir genügte es so aber auch vollkommen. Zugaben der in New York lebenden Schwedin sind oft eine Wunschrunde. Ein Stammgast in der ersten Reihe erbat sich Halfway to Fivepoints. Anna war unsicher, ob sie den Text kennte, spielte auch irgendwann intrumental weiter. Als ihr das an einer zweiten Stelle passierte, brach sie ab und versprach, das Stück morgen in Hamburg nachzuholen. Zugaben waren dann Better be und Black light shines (noch einmal aktuelle Platte).

Obwohl die Hintergrundmusik dann schon lief (Johnny Cash, oder?), kam Anna noch einmal zurück, um ein weiteres Lieblingslied zu spielen, My secret.

Ich lag in so vielem heute grundverkehrt. Daß es ein wundervolles Konzert werden würde, und daß ich nicht wie ein abgestumpfter Musikjunkie, der schon alles gesehen hat, gelangweilt am Rand stehen würde, hatte ich aber immerhin richtig eingeschätzt.

Setlist Anna Ternheim, KulturKirche, Köln:

01: Solitary move
02: What remains
03: Wedding song
04: Shoreline (Broder Daniel Cover)
05: I'll follow you tonight
06: Lorelie-Marie
07: The longer the waiting (the sweeter the kiss) (Pat McLaughlin/Roger Cook Cover)
08: All shadows
09: Come to bed
10: God don't know
11: Walking aimlessly
12: Baby is gone (Dave Ferguson solo) (Jack Clement Cover)
13: Terrified
14: The great divide (Johnny Cash Cover)
15: Let it rain
16: Bow your head

17: Halfway to Fivepoints (Z)
18: Better be (Z)
19: Black light shines (Z)

20: My secret (Z)

Links:

- Interview mit Anna Ternheim (2007)
- aus unserem Archiv:
- Anna Ternheim, Berlin, 03.11.11
- Anna Ternheim, Nyköping, 24.11.09
- Anna Ternheim, Paris, 23.09.09
- Anna Ternheim, Fribourg, 20.09.09
- Anna Ternheim, Köln, 13.09.09
- Anna Ternheim, Haldern, 14.08.09
- Anna Ternheim, Paris, 29.04.09
- Anna Ternheim, Frankfurt, 28.04.09
- Anna Ternheim, Nijmegen, 24.04.09
- Anna Ternheim, Stockholm, 08.12.08
- Anna Ternheim, Paris, 01.10.07
- Anna Ternheim, Köln, 26.09.07
- Anna Ternheim, Heidelberg, 25.09.07
- Anna Ternheim, Paris, 31.05.07
- Anna Ternheim, Köln, 12.03.07
- Anna Ternheim, Paris, 12.12.06

* und zum Anhimmeln

Konzert: Blouse

Ort: King Georg, Köln
Datum: 11.02.2012
Zuschauer: vielleicht 50
Dauer: 5 min

Weil es noch so früh war, als ich die KulturKirche verließ (21.45 Uhr), das King Georg nicht weit weg ist und da die fabelhaften Blouse spielen sollten, die ich gestern bereits gesehen hatte, wollte ich mir die Amerikaner nicht entgehen lassen. Um 21.00 Uhr sollte die Vorgruppe o F F aus London auftreten. Um fünf nach zehn, als ich vor dem Club stand, sollte ich also höchstens ein Lied verpasst haben. Es war ähnlich. Ich hörte noch die letzten Takte von Into black, dann den Dank von Sängerin Charlie und immerhin die komplette Zugabe Nights and days.

Links:

- Blouse, Luxemburg, 10.02.12




Samstag, 11. Februar 2012

Blouse, Luxemburg, 10.02.12

1 Kommentare
Konzert: Blouse
Ort: Exit07, Luxemburg
Datum: 10.02.2012
Zuschauer: etwa 80
Dauer: 50 min


In der kargen, konzertfreien Zeit Anfang Januar habe ich irgendwann Konzertprogramme von Clubs durchgeklickt, um zu sehen, wo ich die Nächte der kommenden Monate verbringen würde. Dabei stieß ich auf den mir unbekannten Namen Blouse. Die Band klang interessant, ich hörte mir ein paar Lieder im Internet an, war begeistert und kaufte die Platte. Mich erinnerte die Musik der Amerikaner zunächst an Beach House, später auch an Dream Pop Bands - ich mochte das sehr. Und verdammt noch mal, die musste ich mir ansehen!

Dummerweise liegt der Kölner Termin (morgen, also Samstag im King Georg) parallel zum Komzert von Anna Ternheim in der KulturKirche, ich musste also ausweichen. Der "Ersatztermin" fand heute abend im Luxemburger Exit07 statt.

Der Club in der Nähe des Hauptbahnhofs scheint die hippe Konzertadresse in Luxemburg zu sein. Er ist sehr stylish eingerichtet, hat beispielsweise eine riesige Leinwand über der Bar, auf der tanzende Menschen zu sehen waren, zu denen ein DJ Lieder wie Yazoos Nobody's diary spielte.

Erst um kurz nach halb elf erkletterten vier junge Musiker die Bühne. Ich hatte mich vorher nicht informiert, wie groß die Band ist, irgendwie hatte ich aber die Vorstellung, es handele sich um ein Duo. Blouse sind allerdings doppelt so groß, die Band aus Portland besteht aus Sängerin Charlie Hilton, Schlagzeuger Jacob Portrait (tolle Namen!), Bassist Patrick Adams und einer Keyboarderin, deren Namen ich nicht kenne.*

Charlie singt und spielt Gitarre. Und im Gegensatz zu kürzlich erlebten Basslegenden beherrscht sie beides parallel. Allerdings ist die Gitarre nicht wichtigstes Element der Musik der Amerikaner. Das Keyboard und Jacobs elektrisches Schlagzeug prägten meist den Klang der Stücke, aber auch sie stehen im Schatten von Charlies tiefer und wundervoll einprägsamer Stimme.

Im Gegensatz zu meinem bisher einzigen Konzert im Exit07, den musikalisch eigentlich nicht weit entfernten Veronica Falls, war der Sound brillant abgemischt. Dem schläfrig klingenden Gesang der jungen Sängerin und den verträumten Melodien täte ein mieser Klang nicht gut; es gibt Bands, bei denen schlechte Rahmenbedingungen weitestgehend egal sind.
Dreampop Künstler wie Blouse gehören nicht dazu. Das Schläfrige in Charlies Stimme übrigens macht einen großen Teil des Reizes der Band aus. Dazu kaltes blaues Licht, perfekt!

Blouse haben bisher eine Platte veröffentlicht. Von dem selbstbetitelten Debüt spielte die Band alle Stücke. Dazu kamen zwei mir unbekannte Lieder, Shadow und die
Zugabe Nights and days. Im Gegensatz zu den beiden kenne ich die Platte mittlerweile sehr gut. Herausragendes Stück ist Videotapes, das am Anfang herrlich leiert, so wie Videokassetten, die in der Sonne lagen. Durch das Stück kamen vermutlich auch meine Assotiationen zu Beach House, deren Norway das gleiche Stilmittel benutzt. Auch live war Videotapes eine Perle. Ein anderer Liebling war Time travel, ein riesiger Ohrwurm, der von Ladytron stammen könnte. Allerdings fiel auch der Rest der Stücke gegen die beiden kaum ab.

Blouse machen sicher keine Musik, die man noch nie gehört hat. Sie begeistern mich deshalb aber nicht weniger. Eine tolle Band, die meine hohe Meinung live noch weiter verbessert hat.

Wer Samstag in Köln ist, sollte sich Blouse im King Georg nicht entgehen lassen!

Setlist Blouse, Exit07, Luxemburg:

01: Firestarter
02: Time travel
03: Controller
04: Shadow
05: White
06: Ghost dreams
07: They always fly away
08: Fountain in rewind
09: Videotapes
10: Roses
11: Into black

12: Nights and days (Z)

* Blouse sind wohl wirklich zu dritt. Die Keyboarderin scheint nur für die Tour dazuzugehören



 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates