Donnerstag, 23. Juni 2011

Eels, Heerlen, 20.06.11

Konzert: Eels
Ort: Parkstad Limburg Theaters
Datum: 20.06.2011
Zuschauer: ~500
Konzertdauer: ca. 90 Minuten


Gastbeitrag von Uwe aus Aachen, vielen herzlichen Dank!


Zwischen Festivalauftritten beim Hurricane, in Glastonbury und bei Rock Werchter haben die Eels glücklicherweise auch ein paar reguläre Konzerte eingeschoben - und eins davon sogar quasi bei mir im Garten. Die Chance habe ich natürlich genutzt und zum ersten Mal die "Parkstad Limburg Theaters" in Heerlen besucht. Dort fanden sich in einem Saal angenehmer Größe ca. 500 Fans ein. Klang und Licht sehr gut und auch die Sicht sollte für alle Besucher recht gut gewesen sein.


Die Band präsentierte sich als eine Mischung aus den Blues Brothers und den Asbury Jukes: Anzug (mindestens Weste), Krawatte oder Fliege (Ausnahme war der Chef), Sonnenbrille und Bart. Bass, Schlagzeug, 2 Gitarristen, 2 Bläser und Frontmann E. Die Show professionell durchgezogen, 2 Gitarrentechniker waren gut beschäftigt (E wurde ungefähr zu jeder Nummer eine neue Gitarre gereicht, auch wenn nur das Kapo auf der baugleichen Danelectro auf einen anderen Bund musste), die Musiker hatten ihre Blues Brothers Gesten drauf und die Bläser die professionellen Bewegungen - inklusive umdrehen und stocksteif mit dem Rücken zum Publikum stehen wenn sie bei einem Stück Pause hatten. Kaum Ansagen zwischen den Stücken die zunächst zum Großteil aus den letzten Alben stammten. Alles ganz nett aber irgendwie auch beliebig und nicht zündend, zumindestens in der ersten Hälfte des Konzerts.


Dann bekamen sie mich aber mit einem meiner Lieblingsstücke an den Haken. "The Look You Give That Guy" mit herrlichem dreistimmigen Harmoniegesang und Bläsern - Wahnsinn, hätte ich gerne auf CD. Danach "Hot Fun In The Summertime" (Sly & The Family Stone) im schönsten Soulsound, die Bandvorstellung mit abschließendem Featurestück für den Schlagzeuger (der singen durfte und ein fieses Solo bekam), ein irre rockendes "Novocaine For The Soul" und ein paar weitere Hits - tolle halbe Stunde!


Abgang, sehr langes Klatschen (gefühlte 5 Minuten) und Zugabe ("We made you bitches work hard for this shit" - sie wären erst rausgekommen als das Klatschen synchronisiert und rhythmisch wurde, so geht das!). Erst zwei ruhigere Stücke, wieder Abgang ("Don't try this on us" - das rhytmische Klatschen), fast sofort wieder zurück ("I knew I shouldn't have told you") und ein fantastisches hammerhartes "Fresh Blood" rausgerotzt. Zum Abschluss nochmal etwas Soul und dann der endgültige Abgang.


Klar, alles sehr professionell und gut einstudiert, keine Spur von Improvisation und Spontanität. Eben das Festivalset wie ein Freund mal bei einer anderen Band zu mir meinte. Und mindestens in der zweiten Hälfte absolut packend. Auf alle Fälle ein lohnender Abend!




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