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Dienstag, 5. September 2017

The XX, Lowlands Festival, 18.08.17

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Konzert: The XX
Ort: Lowlands Festival
Datum: 18.08.2017
Dauer: 75min
Zuschauer: ca.20.000



Alles ist erleuchtet. Die Monolithen drehen sich, und Jamie xx steht hinter seinem, mit Plexiglas verkleideten Arbeitsplatz und wirkt so unterfordert, wie ein "Mensa-Club"-Mitglied beim Dreisatz. 



The XX touren 2017 fast nonstop und ich hatte große Sorge, dass es ein gelangweilter Abklatsch des furiosen Konzertes in Düsseldorf werden würde. Weit gefehlt. 


Ohne jede Ermüdungserscheinung bringen The XX auch hier das Publikum auf der größten Bühne, auch mit langsamsten Songs zum Rasen. Das liegt zum einen an der leicht veränderten Setlist, die für die Festivals noch einmal perfektioniert und natürlich leicht gekürzt wurde.



Zum anderen aber auch sehr an der Ausstrahlung der beiden Frontleute, die so herzlich ist, das es oft gar nicht zu den Moll-Tönen der Songs passen mag.

Tatsächlich hat Romy Madley heute Geburtstag. Und nachdem die Band am Abend zuvor auf dem Pukkelpop-Festival erst nach Mitternacht spielen durfte, wird hier halt der zweite Gig in 24 Stunden zur großen Party.



Immer wieder küssen und umarmen sich die beiden zwischen den Songs. Wie ein frisch verliebtes Paar, vor dem wie ein Altar aussehenden Berg von Instrumenten, hinter dem Jamie xx werkelt. Aber nichts wirkt aufgesetzt oder eingeübt.

Lediglich das zweite Album "Coexist" kommt mit nur zwei Songs etwas zu kurz, ansonsten wird alles geboten. Auch Jamie xx magischer Zugabenübergang von "Shelter" zu seinem "Loud Places" hat nichts von seiner Kraft verloren. 



Traumwandlerisch wird hier musiziert, keine Anstrengung scheint nötig und Keith Richards Zitat "üben sei für Leute nichts können" scheint über der Bühne zu prangen.

Doch gerade diese Illusion der Leichtigkeit ist ohne Talent und harte Arbeit nicht möglich. Am Ende zucken die Laser bis zum See in hundert Metern Entfernung und Romy greift den Jubel, nach einer gestreckten Version von "Hold on" auf, und spielt in den tosenden Lärm eine berührend langsame Version von "Angels". 



Nur ganz wenige Bands haben den Mut einen Festivalauftritt mit einer Ballade zu beenden. Hier strahlen alle, vor und auf der Bühne, über diesen Coup.

Fotos: Michael Graef


Sonntag, 7. Mai 2017

The xx, Berlin, 25.02.17

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Konzert: The xx
Ort: Arena Berlin
Datum: 25.02.2017
Dauer: knapp 85 min
Zuschauer: 9.000 (ausverkauft)



Ich habe noch nie lauteren Jubel am Ende eines Konzerts erlebt. Es war nicht einfach lauter Applaus, es klang nach Stadion und entscheidenden Toren. Dabei schien das Publikum um uns rum nicht wegen The xx sondern wegen des Events gekommen zu sein. Klassenfahrt nach Berlin- und Städtetrip-Publikum. Die Gruppe niederländischer Frauen vor, neben und hinter uns, die viel eher Zielgruppe der Band war als ich, unterhielt sich (und uns) ununterbrochen. Normalerweise verdirbt mir alleine das schon ein Konzert, auf das ich mich so gefreut hatte. Eine riesige Halle auch. Und die immer zu der gehörenden anstrengenden Menschen, die irgendwie noch in die kleinsten Lücken zu passen glauben (tun sie nicht). Und rhythmisches Klatschen natürlich! Von all dem gab es zu viel. Trotzdem wurde der Auftritt von The xx so viel besser als objektiv eigentlich möglich. Romy, Oliver und Jamie sind schließlich im Mainstream angekommen und das wird man in der Regel nicht mit unverändert guter Musik, dafür ist der kollektive Geschmack bei uns viel zu mies.



The xx sind jetzt seit acht Jahren auf unserem Live-Radar. Natürlich waren die ersten Konzerte in Deutschland auch schon ausverkauft, sie fanden aber in Clubs wie dem Luxor in Köln (noch zu viert) oder dem Nachtleben in Frankfurt statt. Jetzt ist die Band in den riesigen Sälen angekommen, eine Stufe vor der Sporthalle. Schon am Anfang waren The xx live fantastisch. Mit der zweiten Tour, also wenigstens der zur zweiten Platte packten sie da noch eine ordentliche Schippe drauf. Natürlich war es da schon vielen nicht mehr indie genug. Wenn eine vierstellige Zahl Leute mit mir bei einem Konzert ist, kann die Band ja nicht mehr gut sein. Also las man immer häufiger davon, daß The xx "zu steril" seien, daß die Konzerte langweilig wären, man auch eine CD hören könne. Das ist alles großer Unsinn. So 2012 waren The xx auf dem Zenit. Steril? Ja, das gehört zum Konzept. Dieser gelangweilt klingende Gesang von Romy und Oliver, die meist aneinander vorbei singen (wundervoll!), das mag man oder nicht. Aber langweilig und wie auf CD? Wer das so empfindet, steht vermutlich während des Konzerts an der Bar. Jamie xx, der für all die elektronischen Geräusche (oder eher für alles außer Bass und Gitarre) zuständig ist, zuzugucken, ist spannender als alle Tatorte zusammen. Als ich die Band 2012 in Luxemburg zuletzt erlebt habe, klebten meine Augen auf dem Mann hinten. Ihn zu beobachten, wie er jeden kleinen Beat live erzeugte, war toll! Nein, besser als 2012 würde es heute in den noch größeren Hallen nicht mehr werden können.

85 Minuten später war meine Einschätzung korrigiert. Die können wirklich noch mehr. Selbst die Lieder der neuen Platte, die mir bei den ersten Malen noch nicht so gut gefielen wie die von den ersten beiden, waren live riesige Knüller. Aber vor allem war die Dramaturgie des Konzerts überragend. Es begann eher langsam, am deutlichsten beim von Romy Madley Croft alleine vorgetragenen Performance, dann kam ein Drake Cover und es wurde von Lied zu Lied danciger. Hätte ich vor dem Konzert "dann kam ein Drake Cover und es wurde von Lied zu Lied danciger" gelesen, ich hätte mein Ticket noch verkauft (nein). Aber erstaunlicherweise waren gerade die Lieder mit treibendem Beat besonders grandios. Am meisten entsetzte mich, daß das an den ESC erinnernde Jamie xx Lied Loud places, diese Eurodisco-Hymne, vielleicht das beste Stück des Abends war. Oder Shelter, das einen Techno-Beat verpasst bekommen hat, fastastisch! The xx scheinen wirklich nichts falsch zu machen und ein Gespür für musikalischen Stil zu haben wie kaum eine andere Band zur Zeit. Daß sie damit Nummer eins in zig Charts waren - selbst in Deutschland (und den Niederlanden), sollte man feiern. Die Band dafür zu bestrafen, daß sie den Musikgeschmack in Deutschland verbessert, ist ziemlich dumm. 

Vermutlich war das mein einziges The xx Konzert für eine Weile, so oft ist die Band ja nicht mehr unterwegs, je kleiner die Welt für sie wird. Aber in meinen Jahres Top-10 kommt jede Band eh nur mit einem Konzert vor. Und in meine Bestenliste kommt dieses Konzert auf jeden Fall! Ein perfekter Abend!

Setlist The xx, Arena Berlin:

01: Say something loving
02: Crystalised
03: Islands
04: Lips
05: Basic space
06: Performance
07: Too good (Drake Cover - mußte ich googlen)
08: Brave for you
09: Infinity
10: VCR
11: I dare you
12: Dangerous
13: A violent noise
14: Fiction
15: Shelter
16: Loud places (Jamie xx Cover)

17: On hold (Z)
18: Intro (Z)
19: Angels (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
-
The xx, Esch-sur-Alzette, 23.11.12
- The xx, Barcelona, 31.05.12
- The xx, Köln, 26.08.10
- The xx, Barcelona, 27.05.10
- The xx, Paris, 18.02.10
- The xx, Frankfurt, 03.11.09
- The xx, Köln, 15.10.09

Fotos:

- Archiv und Handy
 



Mittwoch, 1. März 2017

The XX, Düsseldorf, 28.02.2017

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Konzert: The XX
Ort: Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
Datum: 28.02.2017
Dauer: 90min
Zuschauer: 6.500 (ausverkauft)



The XX sind eine Konsensband geworden. 6.500 Menschen in einer ausverkauften Mehrzweckhalle sprechen an diesem Abend für sich. Auffallend gut gekleidet sind die meisten, als ginge es zu einem klassischen Konzertabend. 

Im Vorfeld überwogen die Zweifel. Wie sollte es besser werden als 2009 im Kölner Luxor, wo die Band (damals noch zu viert) ihre Instrumente nach dem Gig noch selber in den Van lud ? 

Nur eine Handvoll Bands schafft den Sprung in die großen Arenen ohne sich entweder mit eine Art Kirmes incl. Konfetti und Lasershow zu präsentieren oder die Zuschauer mit einer Anzahl von neuen, schwachen Songs zu langweilen. Beides sollte an diesem Abend nicht geschehen.



Support-Act "Floating Points" beginnt Punkt 20:00 Uhr mit seinem 30-minütigen DJ-Set. Warum allerdings die ganze Zeit Stroboskoplicht zur unspektakulären und nicht tanzbaren Musik gereicht wurde, blieb unklar und nervig. 


Im Film "2001-Odyssee im Weltraum" spielt ein Monolith eine entscheidende Rolle. The XX haben heute acht haushohe, verspiegelte und drehbare Monolithen dabei. Sie rahmen die Bühne komplett ein, der sonstige Aufbau ist denkbar schlicht. 2 Mikrofone und dass mächtige Soundlabor von Jamie XX als Empore incl. diverser Schlaginstrumente. 




Dann erlischt das Licht im Saal und das Konzert beginnt sofort mit einer umwerfenden, magischen Version von "Say something Loving", die hier in der Liveumsetzung so viel toller klingt als auf CD. Sofort sind alle Elemente des besonderen XX-Sounds tausendfach verstärkt hörbar.

Die glasklaren, sich perfekt ergänzenden Stimmen von Romy Madley Croft und Oliver Sim, der satte, knackige Bass sowie die mittlerweile so wichtigen Samples und Spielereien von Jamie XX. 

Die Gitarrenakkorde perlen durch die Halle, die Band tänzelt und windet sich in Schönheit durch die nächsten beiden "Hits" mit "Crystalised" und "Islands". Die Monolithen tanzen dazu Walzer und schießen Lichtföntänen durch die gesamte Halle. Dies alles sieht aus wie eine große, außerirdische Spieluhr. 

Kein Ton in diesem kleinen Orchester ist zu viel, und keiner zu wenig. Selten habe ich ein so konzeptioniertes Konzert erlebt, das trotzdem viele Momente der Spontanität und musikalischen Klasse vermitteln konnte. Hier passt die Umsetzung in die große Produktion perfekt, wohl auch weil die Band selbst drei starke Charaktere hat und dies ständig in Kreativität zu kanalisieren weiß.

Die Band hat in kürzester Zeit eine erstaunliche Entwicklung vollzogen ohne alte Fans zu verschrecken. Auch textlich liegen zwischen dem als Teenie-Song angekündigten "VCR" und neuen Stücken wie "A violent noise" Welten.



Dann zieht das Tempo langsam, Song für Song an. Jamie XX spielt sich mehr in den Vordergrund. Licht und Sound verbinden sich noch stärker zu einem Gesamtkunstwerk und die Band gibt ihre festen Positionen auf. Sie lassen sich über die Bühne treiben, reiben sich aneinander, es wirkt wie ein langsamer Balztanz und gleichzeitig spürt man auch die enge Vertrautheit. 

"Loud Places" von Jamiee XX Soloalbum bietet den perfekten Abschluss bevor der Song fließend in den Zugabenblock mäandert und die Band in die bebende Halle zurückholt. Immer weiter brodelt der Sound und formt sich zu "Hold on". 

Danach noch "Intro" in einer Soundlawine, ebenfalls ein Stück das nie richtig Fahrt aufnimmt und trotzdem immer wieder fesselt. Die Band bedankt sich, ist bester Laune und kündigt ein baldiges Wiedersehen an. "Angels" beschließt den wahrhaft imposanten Abend und bringt die Gefühlswelt von The XX ein letztes Mal auf den Punkt:

"And the end is unknown
But i think I`m ready
As long as you are with me 
Being 
As in love with you as i am"


Fotos: Michael Graef

Samstag, 24. November 2012

The xx, Esch-sur-Alzette, 23.11.12

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Konzert: The xx (& Austra)
Ort: Rockhal, Esch-sur -Alzette (Luxemburg), Sonic Visions
Datum: 23.11.2012
Dauer: The xx gut 70 min, Austra 38 min
Zuschauer: vielleicht 2.500 (nicht ausverkauft, bei xx aber recht gut gefüllt)



Bisher habe ich noch nie einen Konzertbericht vorgeschrieben. In einem meiner Lieblingsbücher ("Stories we could tell" vom ehemaligen NME-Journalisten Tony Parsons) kostet ein Phantasie-Konzertbericht einen der Helden des Romans seinen Job, also schreibe ich nur über Dinge, die ich erlebe, der Rest ist zu riskant. Trotzdem war ich auf dem Weg nach Esch sehr sicher, wie mein Artikel über den Auftritt von xx sein würde. Der Abend würde mich langweilen, der Zauber, vielleicht nur das Neue der Band von vor ein paar Jahren, wäre weg. Ich hätte, wie immer, wenn mir eine Gruppe nicht mehr gefällt, die groß geworden ist, zu erklären, daß meine flötengegangene Liebe nichts mit dem mittlerweile großen Erfolg der Band zu tun hätte. Daß Musiker, die plötzlich im Radio laufen, oft in meiner Gunst sinken, folgt nicht dieser fiesen Hipster-Regel, nur Künstler zu hören, die keiner kennt, sondern hängt einfach eng damit zusammen, daß Mainstream-Erfolg eben meist Folge einer musikalischen Umorientierung ist. Im Prinzip (und im Kopf) war der Kram also schon geschrieben, bevor ich in der Rockhal ankam, allerdings machten mir The xx einen Strich durch die Rechnung, sie waren nämlich verflucht gut!

Das, was ich auf der Hinfahrt quasi als Joker in der Tasche hatte, Austra aus Kanada, von denen ich sicher war, daß sie mich wieder bestens unterhalten würden, enttäuschten dagegen, vielleicht habe ich die jetzt wirklich zu oft gesehen.

Die Band aus Ontario ("we're Austra from Torronno." - "Torronno, Cänädäää!"), macht Elektro-Pop, der besonders vom Gesang ihrer Frontfrau Katie Selmanis lebt, die als Kind eine klassische Ausbildung bekommen hat und Mitglied des Canadian Children's Opera Chorus war. Ihre hohen "Oh-ohs" in Stücken wie Lose it, sind eines der herausragenden Merkmale von Austra. Bei den Live-Shows sind aber die beiden Background-Sängerinnen Romy und Sari Lightman, die den immer wieder operettenhaften Pop mit Ausdruckstanz und lustigen Outfits bereichern. Den Lightman-Zwillingen zuzusehen, war auch heute ein großer Spaß, die Musik dagegen ließ mich deutlich kälter als bei unseren ersten Begegnungen. Da saßen einige der hohen Töne nicht richtig, und vielleicht ist der Witz beim dritten mal einfach nicht mehr komisch genug, um den Auftritt mehr als ok zu bewerten.

Setlist Austra, Rockhal, Esch-sur-Alzette, Luxemburg:

01: The choke
02: The future
03: The villain
04: Darken her horse
05: Painful like (neu)
06: Beat and the pulse
07: Lose it
08: Spellwork


Die zweite xx Platte Coexist, die eigentlich hervorragend ist, habe ich so gut wie nie gehört, ihre Vorgängerin hingegen zig mal. Irgendwie fehlt mir immer wieder die Lust, das aktuelle Album aufzulegen, ich habe keine Ahnung warum. Dabei hatte ich mich nach dem herausragenden Festival Auftritt im Mai in Barcelona so sehr auf Platte zwei gefreut. The xx hatten da in einer warmen Mittelmeer-Nacht viele der neuen Titel gespielt, die mich extrem begeistert hatten. Wenn mich Coexist dann enttäuscht hätte, verstünde ich mein eingebrochenes Interesse, aber so? Ich bin mir ein Rätsel.


Nach Austra hatte sich alles ein wenig verzögert. Bis zum angesetzten Starttermin (in Luxemburg weiß man immer, wann was anfängt), blieben keine 20 min, das erschien mir für eine so vom Klang abhängige Hauptgruppe arg optimistisch. Es dauerte fast eine halbe Stunde länger bis das Licht im großen Saal der Rockhal ausging und die drei xx hinter einem transparenten Vorhang erschienen und Angels anstimmten. Daß das und das folgende Heart skipped a beat vom Debüt, nachdem der Vorhang gefallen war, überragend waren, machte mich noch nicht stutzig, das sind eben Über-Hits. Spätestens in der Mitte, als einige der neuen Stücke nach einander kamen, wurde mir klar, daß ich meinen Kopf-Bericht wieder löschen muß. Es blieb so aufregend, wie The xx bisher immer waren. Die Band ist groß geworden, ihr Bühnenverhalten ist routinierter als bei den kleinen Clubkonzerten von vor drei Jahren. Auf einer riesigen Bühne wie der in Esch stehen Gitarristin Romy Madley Croft und Bassist Oliver Sim weit auseinander. Dies passt aber besonders bei ihren asynchronen Duetten ganz ausgezeichnet. Kleine Bühnen werden die Londoner auch nicht mehr erleben.


Daß Romy und Oliver aneinander vorbei singen und dabei herrlich gelangweilt klingen, ist eines der prägenden Elemente der Band. Das andere ist die Art, wie Elektro-Chef Jamie Smith seine Instrumente bedient. Bei Reunion fiel mir zwar auf, daß Jamie offenbar mehr vorbereitete Sounds benutzt (nicht zu ernst nehmen, ich habe keinerlei Ahnung!), bei den folgenden Stücken spielte er aber wieder jeden Beat live. Es gibt so viele Elekro-Bands, bei denen ich mich frage, was die Typen hinter den Mac-Books machen, ob sie vielleicht doch nur bei Facebook surfen, bei Jamie xx sieht man, was er macht. Es ist eine herrlich analoge Herangehensweise für einen Elekro-Musiker, nicht nur an Drehreglern zu spielen, sondern den Grundrhythmus wie ein Schlagzeuger live einzuspielen. Wäre das nicht mehr da (so mein Eindruck eben bei Reunion), es wäre ein ganz großer Knüller weg!


In der Mitte des Konzerts, so zwischen Night time und Shelter, flossen die Lieder ineinander über. Diese Phase war atemberaubend gut! Aber Durchhänger gab es eh keine, wenn ich ein Haar in der Suppe suchen müsste, dann die dumpfen, schmerzhaften Bässe bei Fantasy und Missing. Hätten die wenigstens dafür gesorgt, die sich laut unterhaltenden Französinnen hinter mir zu vertreiben (die vermutlich wegen der nachfolgenden DJ-Band C2C da waren), aber die waren stumpf und blieben. Das versaute mir das Konzert aber nicht, ebenso wenig die gute Laune-Klatsch-Geselligkeit.

Wenn mich solches Unverhalten nicht stört, spricht das wirklich für ein Konzert.


Ein durch und durch grandioses Infinity beendete das normale Programm. Währenddessen wurde ein Vorhang hinter der Bühne hochgezogen, auf den vorher immer wieder Filme projeziert worden waren. Darunter erschien ein riesiges dreidimensionales beleuchtetes x. Dies beim letzten Lied erst zu zeugen, ist irgendwie sinnbildlich für die Musik, bei der auch vieles so beiläufig klingt. Wahrscheinlich deute ich da viel zu viel rein, das späte Zeigen des sicher irre teuren Deko-x war jedenfalls ein Effekt, der perfekt war!

Daß die erste Zugabe dann ausgerechnet Intro war, passt in dieses Bild! Das x nahm jetzt die bunten Farben des Coexist Covers an, unter ihm folgten noch Tides und Stars, und nach knackigen 70 Minuten war das Spektakel beendet. 


Alles an diesem Auftritt war stimmig! Wie froh bin ich doch, daß ich nicht auf das ausverkaufte Palladium angewiesen war, um The xx zu sehen. Die Rockhal erfordert zwar mehr Anreise, ist aber mehr und mehr einer meiner Lieblingsplätze, Bands zu sehen, wobei mir schon manchmal recht wäre, wenn das Programm des Kulturzentrums etwas weniger toll wäre.

Setlist, The xx, Rockhal, Esch-sur-Alzette, Luxemburg:

01: Angels
02: Heart skipped a beat
03: Fiction
04: Crystalized
05: Fantasy
06: Missing
07: Reunion
08: Sunset
09: Night time
10: Swept away
11: Shelter
12: VCR
13: Islands
14: Chained
15: Infinity

16: Intro (Z)
17: Tides (Z)
18: Stars (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- The xx, Barcelona, 31.05.12
- The xx, Köln, 26.08.10
- The xx, Barcelona, 27.05.10
- The xx, Paris, 18.02.10
- The xx, Frankfurt, 03.11.09
- The xx, Köln, 15.10.09
- Austra, Köln, 24.05.12
- Austra, Paris, 28.08.11
- Austra, Köln, 25.06.11
- Austra, Paris, 01.04.11
- Austra, Paris, 20.01.11 


Freitag, 1. Juni 2012

The xx, Barcelona, 31.05.12

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Konzert: The xx
Ort: Primavera Sound Festival, Barcelona
Datum: 31.05.2012
Zuschauer: 10 bis 15.000
Dauer: 67 min


Im Herbst 2009 war eine extrem junge Londoner Gruppe der Hype, um den man nicht rumkam. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands, die nur einen Sommer tanzen, deuteten The xx schon bei ihren ersten Konzerten - am Anfang noch zu viert - aber schon an, daß sie substanzvollere neue Musik machen und nicht nur der x-te Abklatsch der Strokes oder von Interpol sind.

2010 spielten The xx beim Primavera Festival ein berauschendes Konzert unter nächtlichem Mittelmeerhimmel. Es lag also nahe, daß die Macher des Festivals die Band auch nach ihrer Pause fürs zweite Album schnell wieder auf die eigene Bühne heben wollten. The xx bekamen um 0:45 einen extrem prominenten Auftrittsslot auf der zweitgrößten Bühne (die allerdings Mini Stage heißt).

Der Platz vor der Ministage fasst viele Tausend Besucher; und die waren dann auch da, als Oliver, Romy und Jamie auftraten. Das Konzept beim Aufbau war das gleiche wie vor zwei Jahren: Romy (Gitarre) und Oliver (Bass) stehen links und rechts vorne, über ihnen auf einem Podest steht Jamie mit einer ganzen Reihe neuer elektronischer Spielzeuge, wie ein Bogenschütze auf einem Burgturm.

Daß es der Band nicht an Selbstvertrauen fehlt, merkte man von Beginn an. Statt auf Hits der ersten Platte zu setzen, begannen The xx mit einem neuen Stück (Refrain Love, love, love). Ich kenne noch nichts vom neuen Material, da ich Platten erst nach der Veröffentlichung höre, und mir die Überraschung mit den Liveaufnahmen nicht nehmen wollte. Dieses erste neue Lied war aber auch nach einmaligem Hören schon so gut, daß ich mir keine Sorgen um die Platte mache. Es fehlte der abwechselnde, asynchrone Gesang von Romy und Oliver, nur sie sang, ansonsten war der Song typisch im Stil der Band.

Faszinierend neben dem Nebeneinander-Gesang und den festen, extrem guten Stimmen der Sänger ist vor allem, daß Jamie jeden einzelnen elektronischen Ton live erzeugt. Man könnte sicher auch jemanden eine Show hinter einem Notebook machen lassen, so funktioniert es bei xx aber nicht, die Band ist auf herrliche Art analog, obwohl ihre Musik nicht so klingt. Also ein ähnliches Konzept wie bei Brand Brauer Frick, allerdings mit anderen Mitteln.

Es folgten zwei alte Sachen (Islands und Heart skipped a beat), bevor das nächste neue Stück gespielt wurde (irgendwas mit fiction). So ging es weiter: alte Stücke (das Debütalbum wurde fast ganz gespielt, auch Intro gegen Ende des Sets, das in das letzte neue Lied überging), danach Neulinge. Ob eines der Lieder ein xx-typisches, mir unbekanntes RnB Cover war, weiß ich nicht, das muß ich anhand meiner Notizen noch überprüfen. Die Band spielte bei ihrem ersten Festivalauftritt seit zwei Jahren jedenfalls viel Neues, das aber so klang, als wäre es ganz schnell vertraut, wenn es erst einmal veröffentlicht ist.

Der Auftritt war der beste des ersten Festivaltags! Der kühle Sound von xx ist zeitlos schön und in keiner Weise passend auf "klingt wie"-Vergleiche. 2012 muß man als Fan, Booker, Veranstalter eigentlich nur eines machen: The xx kaufen, gucken und buchen!

Setlist The xx, Primavera Festival, Barcelona:

01: neu
02: Islands
03: Heart skipped a beat
04: neu
05: Basic space
06: Infinity
07: VCR
08: Crystalized
09: (Do you mind) (?)
10: Shelter
11: neu
12: neu
13: Night time
14: Instrumental (neu)
15: neu
16: Intro (geht über in)
17: neu
18: Stars

Links:

- aus unserem Archiv:
- The xx, Köln, 26.08.10
- The xx, Barcelona, 27.05.10
- The xx, Paris, 18.02.10
- The xx, Frankfurt, 03.11.09
- The xx, Köln, 15.10.09



Donnerstag, 26. August 2010

The xx, Köln, 26.08.10

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Konzert: The xx
Ort: E-Werk, Köln
Datum: 26.08.2010
Zuschauer: ausverkauft
Dauer: knapp unter einer Stunde


Man merkt der Band langsam an, durch was für eine Vermarktungshölle junge Musiker gehen, wenn ihr Label, ihr Management und alle anderen Blutegel in ihnen die Retter der Musikindustrie erkennen. Wenn sie ausgepresst werden wie Zitronen, weil seit langem kein anderes Obst zu finden ist.

The xx werden seit dem Zeitpunkt, als sie plötzlich vollkommen zurecht hip wurden, auf jede aufzutreibende Bühne gejagt. Die Band hat alle, wirklich alle wichtigen Festivals gespielt, Steigerungsmöglichkeiten für die spätere Karriere scheinen da ausgeschlossen. Es ist ein Teufelskreis. Die Industrie sieht die Gefahr, daß die Phase, mit The xx Geld verdienen zu können, schnell vorbei ist. Also wird jetzt alles mitgenommen - und dadurch die Chance, daß die Band lange durchhält und Lust hat und (aus Geldverdienersicht) nachhaltige Erträge erzielen kann, genauso nachhaltig zerstört. Vielleicht ist das eine zu pessimistische Sicht, ich fürchte aber, daß ich nicht sehr falsch liege.

Die Gefahr einer solchen Raketenkarriere liegt auf der Hand. Junge Bands verlieren die Bodenhaftung, spielen ihren Kram runter, arrogant und merkbar ohne viel Bock.

Nach dem Auftritt von The xx in Barcelona beim Primavera Sound Festival war ich sicher, daß die Band genau an dieser Schwelle zur Ekligkeit angekommen wäre. Der Auftritt bei Sonnenuntergang vor einer atemberaubenden Mittelmeerkulisse war perfekt, aber schon fast einen Ticken zu perfekt. Bassist Oliver Sim wirkte so erschreckend cool, wie es Neunzehn- oder Zwanzigjährige nun mal nicht sind. Auch der Sound schien schon am Ende der Entwicklung angekommen zu sein. Ein wenig kühler noch alles, und es würde richtig fies!

Genau mit dieser Erwartungshaltung war ich nach Köln gekommen. Zum E-Werk, zum mehrfach verschobenen Konzert, das eigentlich im Februar stattfinden sollte und das mir in jeder Beziehung ein halbes Jahr zu spät war. Das Interesse an The xx hatte merklich nachgelassen seit Mai. Praktischer Nebeneffekt, wenn man genau weiß, was einen erwartet: der Konzertbericht ist quasi schon geschrieben.

Dummerweise kam es anders. Eigentlich war mir schon vor dem ersten Lied klar, daß The xx wieder genauso spannend waren wie im Oktober, als wir sie zum ersten Mal im Luxor gesehen hatten (noch zu viert und sehr schüchtern). Vor Intro spielte die Band nämlich ein kurzes Stück Elektrogefrickel, daß nicht besonders aufregend war, das aber zeigte, es ist nicht alles wie bei jedem der letzten 200 Konzerte. Solche Variationen folgten immer wieder. Es waren keine neuen Versionen der Lieder, es waren Kleinigkeiten, die mir neu vorkamen. Mal ein paar neue elektronische Klänge, mal ein neues Ende Shelter, mal eine neue "Show", als Bassist Oliver bei Fantasy alleine vorne am Rand der Bühne steht.

Dazu kam all das, was mich schon bei den letzten Konzerten fasziniert hatte (solange es nicht zu viel wird), das fehlerfreie Spiel, die wundervollen wechselnden Gesänge. Das mit Abstand beste Liveerlebnis bei The xx ist aber, Jamie Smith zuzusehen. Der Elektro-Mann der Band spielt die Beats und Effekte alle live auf der Bühne. Ich kann nicht richtig beschreiben, wie faszinierend es ist, ihn dabei zu beobachten, den Rhythmus zu erzeugen, aber es ist es, ohne Zweifel! Allerdings habe ich mich neben dieser Perfektion genauso über die paar kleinen Fehler gefreut, die Oliver passiert sind.

Das Programm war nicht überraschend. The xx spielen ihre Platte und ein Cover, das war bisher immer so. Das Cover war heute wieder
Do you mind von Kyla (wer auch immer das sein mag). Die xx Version klingt jedenfalls so, als stamme das Stück von ihnen.

Meine Lieblinge waren aber Islands und Night time mit ihren unwiderstehlichen Rhythmen! Was für Knüller!

Es ist Quatsch, daß man der Band anmerkt, wie sehr sie ausgenommen und verheizt wird; meine Theorie: Unsinn. Aber das nehme ich gerne hin.

[Noch etwas in eigener Sache: Oliver berichtete mir neulich, daß bei allen Pariser Konzerten grundsätzlich drei Dinge reingebrüllt werden. 1) "Rock'n'roll!", insbesondere, wenn es gerade ruhig ist oder die Bands Ansagen macht - 2) "
à poil!" - ausziehen! bevorzugt, man ahnt es, bei weiblichen Musikern und... 3) "David Bowie!" Ich würde mich schrecklich freuen, die drei Rufe jetzt auch ab und zu bei Kölner Konzerten zu hören...]

Setlist The xx, E-Werk, Köln:


01: Intro
02: Crystalised
03: Heart skipped a beat
04: Basic space
05: Fantasy
06: Shelter
07: Do you mind (Kyla Cover)
08: VCR
09: Islands
10: Night time
11: Infinity

12: Stars (Z)

Links:

- The xx, Primavera Sound, 27.05.2010
- The xx, Paris, 18.02.2010
- The xx, Frankfurt, 03.11.2009
- The xx, Köln 15.10.2009


Anmerkung: Bei den Fotos handelt es sich um Archivbilder aus Paris



Samstag, 29. Mai 2010

The xx, Barcelona, 27.05.10

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Konzert: The xx
Ort: Primavera Sound Festival, Barcelona
Datum: 27.05.2010
Zuschauer: viele Tausend
Dauer: 48 min


The xx begannen mit Sonnenuntergang auf der Ray Ban Bühne, unmittelbar hinter der das Meer begann. Eine perfekte Inszenierung!

Neben Pavement lockten die blutjungen Engländer die meisten Zuschauer am ersten Abend, obwohl sie nicht die Hauptbühne bespielten.

Ein ausführlicher Bericht des sehr guten Konzerts folgt. Vielleicht weiß ich dann auch den Grund dafür, warum düstere Musik Spanier zum rhythmischen Mitklatschen verleitet...

Setlist The xx, Primavera Sound Festival, Barcelona:

01: Intro
02: Crystalised
03: Islands
04: Heart skipped a beat
05: Fantasy
06: Shelter
07:
VCR
08: Do you mind (Kyla Cover)
09: Basic space
10: Night time
11: Infinity

Links:

Aus unserem Archiv:
- The xx, Paris, 18.02.2010
- The xx, Frankfurt, 03.11.2009
- The xx, Köln 15.10.2009



Freitag, 19. Februar 2010

The XX, Paris, 18.02.10

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Konzert: The XX
Ort: Fnac, Forum des Halles, Paris
Zuschauer: 300! Für einen Instore Gig!
Konzertdauer: etwa 35 Minuten



The XX ziehen die Massen magisch an. Selbst wenn sie wie heute nur einen Showcase in einem CD-Laden spielen, wollen sie alle Indie-Fans sehen. 300 Leute standen eine halbe Stunde Schlange, bevor sie in den separaten Konzertsaal der Fnac Les Halles durften, um ein Konzert zu genießen, daß nicht viel länger als die Wartezeit dauerte. Ich persönlich freue mich sehr für die junge englische Band, denn es ist doch wunderbar, daß man mit einem reduzierten, minimalistischen Sound Erfolge feiern kann. Fast alle Bands, die in den letzten Jahren auf der Welle des Post Punk- Revivals schwammen, versuchten sich in punkto Bombast zu überbieten und produzierten letztlich nur schwülstige Kacke. Ätzende Bands wie GlasVegas und The White Lies seien hier nur als abschreckende Beispiele genannt. Wohltuend also, Leisetreter wie The XX reüssieren zu sehen, die trotz ihres Runs erfeulicherweise alles andere als arrogant wirkten.

Drei in schwarz (und grau) gekleidete Leute ohne Allüren präsentierten sich den Pariser Fans und boten Kostproben ihres ausgezeichneten Debütalbums von 2009. Gleich zu Beginn feuerten sie schon ihren bisher größten Hit Crystalised ab. Ich stand in der ersten Reihe gleich neben einer sehr charmanten Schweizerin, die ich vorher angesprochen hatte und erfeute mich genauso wie sie und viele andere an den schwarzen Klängen und dem famosen Basslauf von Sänger Oliver. Mein Nachmittag hätte nicht besser sein können! Trotz der omnipräsenten Melancholie und Düsterheit des Sounds wirkte das Ganze eher berauschend als deprimierend. Romy, die gleich vor mir agierte, gefiel mir mit ihrer sanften Stimme ganz hervorragend. Träumerischen Blickes zupfte sie tolle Riffs aus ihrer hübschen Gibson Les Paul Gitarre, nahm aber fast nie Blickkontakt zu Oliver auf, der auf der anderen Seite spielte. Keyboarder Jamie war ebenfalls ausschließlich auf seine Aufgabe konzentriert. Mit Kapuze über dem Kopf, steuerte er ein paar prima Beats bei, die der Sache den gewissen Pfiff gaben. Am Ende trommelte er auch auf ein Becken ein.

Das gut 35 minütige Set flutschte wie geschmiert. Crystalised folgte das minimal sonnigere Islands, bevor bei VCR die Rede von Superstars war. Sind The XX das eigentlich wirklich schon? Nun, man sollte mit solchen Klassifizierungen immer etwas vorsichtig sein, aber ihr Weg geht wirklich steil nach oben. Fast schon schwindelerregend wie das Trio (ursprünglich Quartett) in luftige Höhen schießt. Aber wenn man solch hervorragend aufgebaute Stücke wie Basic Space hört, wundert man sich nicht darüber. Herrrlich wie hier auf subtile Weise die Intensität ganz langsam gesteigert wird, bevor gegen Ende ein bildhübsches Gitarrenriff durch den Song schwebt. Und gegen die profunde Schönheit von Night Time (mein Lieblingsstück) ist sowieso nichts auszurichten.

Kurzum: Der Erfolg von The XX ist gerechtfertigt. Ich drücke ihnen die Daumen, daß sie dem Druck und dem Tourstress standhalten und anschließend die Zeit finden, gewissenhaft ihren Sound weiterzuentwicklen.

Setlist The XX, Paris, Forum des Halles:

01: Crystalised
02: Islands
03: VCR
04: Basic Space
05: Night Time
06: Infinity

Aus unserem Archiv:

The XX, Frankfurt, 03.11.2009
The XX, Köln 15.10.2009


- The XX haben am 18.02.2010 auch ein Konzert in der ausverkauften Pariser Cigale gegeben. Es hat wohl kaum eine Stunde gedauert.

Setlist The XX, La Cigale, Paris (merci à Stéphane):

01: Intro
02: Crystalised
03: Islands
04: Heart Skipped A Beat
05: Fantasy
06: Shelter
07: Do You Mind? (Kyla Cover)
08: VCR
09: Teardrops (Womack & Womack Cover)
10: Basic Space
11: Night Time
12: Infinity

13: Stars



Mittwoch, 4. November 2009

The xx, Frankfurt, 03.11.09

7 Kommentare

Konzert: The xx
Ort: Nachtleben, Frankfurt
Datum: 03.11.2009
Zuschauer: ca. 350 (seit langem ausverkauft)
Dauer: The xx 48 min, MissinCat 35 min


Eigentlich hätte ich The xx* am vergangenen Freitag zum zweiten Mal sehen wollen; da waren die sehr stark gehypten Londoner in Luxemburg angesetzt. Ein paar Tage vorher machte dann aber die Meldung die Runde, Keyboarderin Baria Qureshi sei vorerst ausgestiegen und alle Konzerte bis zum heutigen Tag abgesagt. In Köln im Luxor war mir Baria neben ihren drei Kollegen kaum aufgefallen, ihr Ausfall erschien mir also nicht schrecklich dramatisch.

Im Nachtleben in Frankfurt war ich noch nicht. Der Club liegt mitten in der Innenstadt, direkt an der Konstablerwache. Die vielen Leute vor der Tür schienen nicht wegen des Nikotins draußen zu stehen sondern weil sie noch Karten suchten. Das Konzert war nämlich seit Wochen ausverkauft und wurde glücklicherweise nicht in die Batschkapp hochverlegt. Jedenfalls hatten es offenbar viele verpasst, sich rechtzeitig um Karten zu kümmern und versuchten das jetzt bei jedem, der sich dem Nachtleben näherte, zu korrigieren. Der Club liegt im Keller einer hippen Kneipe und ist nicht richtig günstig zugeschnitten. Sein Grundriss gleicht einer SIM-Karte, wobei die Bühne auf der Seite mit der fehlenden Ecke oben ist. Damit wird eigentlich nur die obere Hälfte des Ladens anständig beschallt.

Als für The xx aufgebaut wurde, zeigten sich schon die ausstiegsbedingten Änderungen. In Köln hatten die vier Musiker noch nebeneinander gestanden, heute waren die beiden Mikros weit auseinander aufgestellt und in der Mitte in zweiter Reihe der elektronische Kram. Um zehn nach zehn erschienen die drei verbliebenen xx, Gitarristin Romy, Bassist Oliver und Keyboarder Jamie. Das Konzert begann mit dem Introstück der Platte, gefolgt von VCR. Auch wenn das nach Wichtigtuerei klingen mag, das fehlende Keyboard bemerkte man sehr deutlich! Jamie Smith spielt all die kleinen Drumbeats live. Ihm dabei zuzusehen, ist ein wahres Vergnügen. Welche Parts seiner Kollegin Baria er zusätzlich übernahm, kann ich nicht einschätzen, es fehlte aber etwas am Klangbild, die Albumtreue (bei kleineren Variationen) des Kölner Konzerts war anfangs nicht gegeben.

Mit Heart skipped a beat - dem Lied mit dem besten musikalischen Moment, kurz bevor der Refrain erstmals kommt - und Basic Space hatte das Konzert einen ersten Höhepunkt. Hier standen Jamies treibende Beats im Vordergrund, die Lieder punkteten locker! Vor allem hörte man dabei wenig von der mangelnden Eingespieltheit der drei als verkleinerte Band.

Die aber spielte danach immer wieder eine Rolle. Oliver hatte schon entschuldigend erwähnt, daß es ihr erstes Konzert als Trio sei. Daß die Komplexität der Stücke der Band mit dem sorgfältig nach Zufall klingenden Einsetzen der Stimmen, dem scheinbaren Nebeneinandersingen von Romy und Oliver, enorm viel Üben voraussetzt, ist klar. Wenn dann ein Rad aus dem Getriebe rausfällt, ruckelt es eben (haben Getriebe eigentlich Rädchen? Ich habe keine Ahnung...), die enorme Präzision, die mich in Köln noch so beeindruckt hatte, fehlte häufiger. Die Band stellte sich dem aber sehr sympathisch. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie sich wohl der Glasvegas-Sänger verhalten hätte, wenn ein Schlüsselmusiker - sagen wir, die Schlagzeugerin - kurzfristig ausgefallen wäre...

Ihren sicher am häufigsten gespielten Hit Crystalised verpatzen die drei xxe richtig ordentlich. Erst der vierte Versuch, ins Lied zu kommen, gelang. Der Anfang des Stücks ist auch schrecklich komplex und erforderte offenbar von Jamie viel neue Arbeit. Aber weder Publikum noch Band waren dadurch genervt; als das Lied endlich lief, wurde es gefeiert!

The xx spielten das gleiche Set wie in Köln, nur in anderer Reihenfolge. Auch das glänzende Womack & Womack-Cover Teardrops gehörte zum Programm. Ich hätte zwar auch gerne eines ihrer anderen Cover gehört, aber so war es auch absolut in Ordnung!

Hätte mir der Vergleich gefehlt, wäre ich heute begeisterter gewesen. Auch so war das Konzert ein gutes, es war aber weit davon entfernt, überragend zu sein. Wenn die Band etwas eingespielt ist oder Baria zurückkommt, werden die Auftritte auch wieder brillant werden, daran habe ich keinerlei Zweifel. Natürlich war es auch so ein toller Konzertabend mit einer aufregenden Band, von der wir noch viel hören werden - falls sie nicht vorher als Retter der Musikbranche verheizt werden...

12.01.2010, Grünspan, Hamburg
13.01.2010, Batschkapp, Frankfurt
22.01.2010, Astra-Kulturhaus, Berlin
25.02.2010, Backstage, München
27.02.2010, Essigfabrik, Köln

Noch eine Anmerkung: wenn man die vollkommen unbekannte Vorgruppe zu erkennen glaubt, weil man die Sängerin solo schon einmal in Köln vor Amy Winehouse gesehen hat, sieht man wohl zu viele Konzerte... MissinCat, die ich damals noch als Missing Cat aufgeschnappt hatte, lieferte einige ruhige Popsongs als Vorprogramm. Sie wurde diesmal von einer Band begleitet, passte aber nicht recht zur Hauptgruppe. Zu ihr passte dann aber mit MIA die Pausenmusik wieder ganz gut. Vielleicht habe ich einfach irgendeinen anderen Zusammenhang verpasst.

Setlist The xx, Nachtleben, Frankfurt:

01: Intro
02: VCR
03: Heart skipped a beat
04: Basic space
05: Fantasy
06: Shelter
07: Crystalised
08: Islands
09: Teardrops (Womack & Womack Cover)
10: Night time
11: Infinity
12: Stars

Links:

- The xx in Köln

* leider gibt es hier keine neuen Bilder, weil es mir nicht möglich war, Fotos zu machen...



Freitag, 16. Oktober 2009

The xx, Köln, 15.10.09

3 Kommentare

Konzert: The xx
Ort: Luxor, Köln
Datum: 15.10.2009
Zuschauer: restlos ausverkauft
Dauer: The xx 47 min, Holly Miranda 30 min


Alle paar Jahr gibt es ein neues Modegemüse, das nach und nach hipper wird, bis man nicht mehr an ihm vorbeikommt. Brokkoli zum Beispiel. Oder Rucola, Bärlauch,
Mangold, die Drachenfrucht. Aber die ist kein Gemüse. Die Brokkolis der Indieszene hießen in den letzten Jahren Klaxons, MGMT, Glasvegas oder Vampire Weekend. Mit keinem dieser Gemüse konnte ich viel anfangen. Das Modekraut dieser Saison funktionierte da sofort anders. Als ich im Juli erstmals Crystalised von The xx gehört habe, war ich auf Anhieb unsterblich verliebt in diesen für solch reduzierte Musik unglaublich kreativen und aufregenden Sound des Stücks.

Die Debütplatte - mit dem pragmatischen Namen The xx - stand der Single in nichts nach. Besonders prägnant bei den Stücken der Band sind die treibenden, oft
brechenden elektronischen Rhythmen und der ungewöhnliche Boy-Girl-Gesang von Gitarristin Romy Madley Croft (welch ein Name!) und Bassist Oliver Sim. Ungewöhnlich deshalb, weil die Duette keine sind, denn beide klingen, als sängen sie konsequent aneinander vorbei; besonders Oliver klingt dabei enorm gelangweilt. Neulich bin ich, als ich von The xx geschwärmt habe, gefragt worden, wie die sich denn anhörten. Mir fiel nur die wenig clevere Antwort ein, daß sie klängen, als mache ihnen das alles gar keinen Spaß. Diese Beschreibungen hören sich nicht nach spannender Musik an, was mir sagt, daß sie unbrauchbar sind, denn spannend trifft The xx trotz des eintönigen Grundsounds (ahh! Ich mache es schon wieder) ganz genau.

Die Londoner sind für mich das modernste Stück Musik, das ich seit Jahren gehört
habe. Sie klingen großstädtisch, cool und enorm ausgereift. Bloc Party weitergedacht.

Selten habe ich mich auf eine neue Band so sehr gefreut - wohl wissend, daß eigentlich nur Enttäuschungen auf solch hohe Erwartungen folgen können. Und die waren hoch, oh ja! Das Luxor war schon seit einiger Zeit ausverkauft, so wie viele
Shows der Band, um die ein enormer Hype betrieben wird. Ein volles Luxor zählt nicht zu den zehn besten Orten Kölns, also entschieden wir, früh da zu sein. Gegen halb neun war der Club noch erstaunlich leer. Als Hintergrundmusik lief die letzte Platte der fabelhaften Futureheads rauf und runter*, die dann Platz machte für ein amerikanisches Duo. Holly Miranda ist Sängerin der mir nicht bekannten Jealous Girlfriends und konnte Dave Sitek von TV On The Radio als Produzent ihres noch nicht erschienen Soloalbums gewinnen. Im Vorprogramm von The xx wurde die in Detroit geborene Frau von einem zweiten Gitarristen (Tim Mislock, denke ich) begleitet. Zwei E-Gitarren und sonst nichts, das ist ja mal eine spannende Sache. Holly hatte zwei Mikros, ein normales und ein Verzerrerdings, in die sie abwechselnd sang. Ihre Lieder sind roh (die Jeff Buckley Gitarren) und zerbrechlich (ihre Stimme) zugleich, eine spannende Mischung. Die kam allerdings nicht schrecklich gut an, vielleicht, weil auch Hollys Kontakt zum Publikum eher elfenhaft als greifbar war.

Mich erinnerte Holly Miranda manchmal an Sleater Kinney, als Referenz wird aber auch Nina Simone genannt. Holly & Tim arbeiteten sich druch ihr halbstündiges Set (Tim hatte wirklich zu arbeiten, seine Technik funktionierte nicht richtig) und spielten einige eigene und ein Yoko-Ono-Lied (war das Nobody sees me like you do?).

Der Umbau ließ Schlimmes erwarten. Rechts und links auf der Bühne standen große abgedeckte Kästen, die sich nach ihrer Entkleidung als Synthesizer- bzw. Keyboard-Batterien herausstellten. Die Vorderseite bestand allerdings aus enormen
beleuchteten Xen. Sehr professionell und stylish für eine junge Band. In der Regel geht so etwas aber dann auch in die Hose.

Um zehn* wurde es dunkel und neblig - ist ja die Zeit. Nur die beiden Xe beleuchteten den knackvollen Saal. Im Stockdunkeln huschten die Musiker an ihre Plätze, die spannend, nämlich in einer Reihe, aufgebaut waren.

Neben Romy und Oliver, die in der Mitte standen, gehören Baria Qureshi und Jamie Smith zu The xx. Alle vier trugen schwarze Kleidung, die beiden Sänger Oberteile, die mit einer Schaufenster-Auslage Ketten zugehangen waren. Den Temperaturanstieg seit gestern nutzte Oliver dafür, 7/8 Hosen zu tragen.

Ohne sich den Luxus einer langen Einleitung zu leisten, begannen The xx mit dem auf Platte Instrumental-Intro. Live kam kurzer Gesang von Oliver dazu. Beeindruckend fand ich gleich zu Beginn, daß die elektronischen Beats wirklich gespielt werden und nicht als Rhythmus vom Band
stammen. Jamie Smith (Baseballkappe und Shirley-Bassey-Shirt) dabei zu beobachten, faszinierte mich! Was das für eine Konzentration erfordern muß, diese flüssigen Beats, die in den Liedern der Band ja alles andere als linear sind, live zu spielen! Irre!

Mit Crystalised und VCR folgten die beiden überragenden Hits vom Anfang der CD und damit erstmals die asynchronen Duette. Romys und Olivers Stimmen sind im Konzert wie auf Platte, da fehlte gar nichts! Auch sein gelangweilter Unterton kommt live toll zur Geltung. Ich mag ganz besonders, wenn sich die beiden
Stimmen, die ja eigentlich erst mit der anderen nichts am Hut haben, im Verlaufe der Lieder finden, eine schrecklich romantische Art, Lieder zu schreiben!

Während die beiden Sänger und Jamie auf den ersten Blick wichtige Rollen spielen, ist Gitarristin und
Keyboarderin Baria weit weniger auffällig. Nur einmal hatte sie einen kleinen Auftritt, als sie nach meinem Lieblingslied Heart skipped a beat nach links wanderte, um an Jamies Platz auf ein Becken zu hauen.

Mit Lieblingsliedern ist das so eine Sache bei der CD. Heart skipped a beat mochte ich wegen seines vollkommen unspektakulären Beginns und der sich spät entwickelnden Melodie schon beim ersten Hören extrem gerne. Crystalised ist gesetzt, VCR kam dann; aktuell sind auch Shelter und Stars besondere Lieblinge - irgendwann habe ich sie alle durch. Was mir heute live am besten gefallen hat, weiß ich gar nicht, weil der Auftritt so homogen gut war. Fabelhaft fand ich das schnellere Ende von Shelter.

Solche kleinen Abweichungen wie beschleunigte Lied-Ende oder das Gesangs-Gebrummel beim Intro-Stück bildeten die Ausnahmen, der Rest, insbesondere eben die Beats klangen brillant wie auf Platte. Wie großartig diese vier Engländer ihre Musik präsentieren - und dabei sind sie erst 19 oder 20!

Daß es nicht länger als 50 Minuten werden würde, hatte ich mir gedacht. Daß The xx mich nach den enorm hohen Erwartungen nicht enttäuschen würden, habe ich mir zwar eingeredet, dessen sicher war ich aber wirklich nicht. Objektiv konnte das
Konzert nur ernüchternd sein. Aber das ging mir nicht so und auch nicht denen, mit denen ich danach sprach. Und nach all den zufriedenen Gesichtern zu schließen, auch den vielen Zuschauern (ein ganz ungewöhnliches Publikum übrigens - sehr gemischt) nicht.

Am Freitag spielen The xx in München, im November folgen einige weitere Termine in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg, es lohnt sich:

16.10.09, 59-1, München
30.10.09, Exit 07, Luxemburg
02.11.09, Universum Club, Stuttgart
03.11.09, Nachtleben, Frankfurt
05.11.09, Theater Palace, St. Gallen
06.11.09, Le Transformateur, Fribourg
07.11.09, Mascotte, Zürich

Setlist The xx, Luxor, Köln:

01: Intro
02: Crystalised
03: VCR
04: Islands
05: Heart skipped a beat
06: Fantasy
07: Shelter
08: Basic space
09: Teardrops (Womack & Womack Cover)
10: Infinity
11: Night time
12: Stars

Links:

- mehr Fotos von The xx im Luxor
- andere Federn: intro.de über The xx im Luxor

* nicht um neun




Samstag, 10. Oktober 2009

The XX, Paris, 09.10.2009

0 Kommentare

Konzert: The XX

Ort: Le Point Ephémère, Paris
Datum: 09.10.2009
Zuschauer: restlos ausverkauft



The XX, der neueste Hype aus Großbritanien spielt ein kleines Club Konzert in Paris und ich muß leider draußen bleiben! Im Grunde genommen meine eigene Schuld, denn ich hatte mich weder um eine Akkreditierung noch um Karten bemüht. Dennoch hoffte ich irgendwie reinzukommen, obwohl ich selbst nicht genau wußte wie. Ich bin niemand, der sich dafür in Toiletten einschließen lässt, oder andere seltsame Dinge macht. Nein, ich dachte vielmehr, daß mir jemand seinen überschüssigen Listenplatz anbietet, oder mir Leute ihre Karten zum regulären Preis verkaufen. So etwas gibt es, ist alles schon vorgekommen. Heute war aber nichts zu machen.

Etwas sehnsüchtig sah ich in der Folge Kartenbesitzer in den Schuppen reingehen und winkte noch meinen Freunden Luc und Stéphanie hinterher, die zu den glücklichen Gästen gehörten. Vor der Tür hingen jetzt nur noch Leute rum, die im daneben gelegen Café ein und ausgingen und mit dem Konzert nichts zu tun hatten. Darunter allerdings auch ein berühmter Blogger der Blogothèque, der sich für das "richtige" Konzert nicht weiter interressierte, sondern in Ruhe Zigarette an Zigarette rauchte. Ich vermute, er wartete einfach nur auf das Ende der Show, um mit The XX irgendein abegefahrenes Video zu drehen. So lange wollte ich aber nicht ausharren. Das Ganze kann man sich sicherlich bald auf der Blogothèque ansehen. Ich persönlich suchte das Weite und sah nur noch den riesigen orangefarbenen Tourbus der Band. Sieht ganz so aus, als würde es für die Newcomer prima laufen, man hat schon unkomfortablere Schlafunterkünfte bei jungen Kapellen gesehen...

Links:

- Hervorragende Bilder von The XX, Point Ephémère Paris, gibt es bei Robert Gil. Klick! Seine Begeisterung schien sich in Grenzen gehalten zu haben. Für Konzerte, die er mag, vergibt er ein bis drei Herzchen. The XX bekamen gar keins...
- Videoclip The XX- Crystalised

Konzerttermine von The XX (Angaben ohne Gewähr):

11.10.2009: Botanique - Brüssel
13.10.2009: Lido - Berlin
15.10.2009: Luxor - Köln
16.10.2009: 59:1 - München
17.10.2009: Covo Club - Bologna
18.10.2009: La Casa - Mailand
danach Termine in New York und England
29.10.2009: Ekko, Utrecht
30.10.2009: Luxemburg City Exit 07
31.10.2009: Music In Mind Festival, Brügge
02.11.2009: Universum Club, Stuttgart
03.11.2009: Nachtleben, Frankfurt
04.11.2009: Klub 007, Prag
05.11.2009: Theater Palace, St. Gallen
06.11.2009: Le Transformateur: Fribourg, Schweiz
07.11.2009: Mascotte, Zürich

und 2010 u.a. hier:

22.01.2010: Astra, Berlin
16.02.2009: Paradiso, Amsterdam
17.02.2010: Ab, Brüssel
18.02.2010: La Cigale, Paris



 

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