Konzert: The National Ort: Šalata, Zagreb, Kroatien Datum: 02.07.2013 Zuschauer: etwa 5.000
von Claudia aus Stuttgart
Flughafen Zagreb um die Mittagszeit. Es ist ziemlich warm hier. Neben an wird ein Flugzeug nach Moskau mit 4-8-jährigen rhythmischen Sportgymnastinnen geboardet. Ihre Turnreifen sind offensichtlich zu groß für die Koffer. Ich bin hundemüde und ein bisschen traurig, aber auch superglücklich und grinse vermutlich etwas dämlich vor mich hin. In meinem Kopf schwirren Liedfetzen.
Dunja und die existierenden Videouploads vergangener Kroatienshows hatten nicht zu viel versprochen. Es war definitiv ein unglaubliches Erlebnis The National live in Zagreb erleben zu dürfen. Die Indieszene Zagrebs ist vermutlich nicht besonders groß, dafür aber allem Anschein nach umso leidenschaftlicher und die Leidenschaft scheint wahnsinnig ansteckend zu sein. Den Zagreber Veranstalter Mate kennen, lieben und respektieren alle. Er hatte The National vor fast 10 Jahren das erste Mal nach Zagreb gebracht. Die Show war klein und nicht sonderlich gut besucht, aber diejenigen, die da waren, haben ihre Begeisterung weitergetragen und Mate hat es immer wieder geschafft, The National in Kroatiens Hauptstadt zurückzuholen. Er ist der Kopf der Szene, auch wenn sein erst kürzlich eröffneter Club derzeit aufgrund einer über „seinem“ Keller stattfindenden Picassoausstellung aus Sicherheitsgründen geschlossen ist. So sei das halt manchmal in Kroatien. Dabei kann ich persönlich gar keinen so großen optischen Unterschied zwischen Zagreb und den heimatlichen Gefilden ausmachen: ein guter, wohlbekannter deutscher Drogeriemarkt an jeder Ecke, Raiffeisenbank, Straßenbahnen, österreichische Kaiserzeit, neben ein bisschen Ostblock und der üblichen Moderne; überall Straßencafés. Alles ist supersauber und pünktlich und Bäckereien warten mit einer ganz ähnlichen Auswahl an Brot, Brötchen, Sandwiches und Teilchen auf.
Dunja lebt seit ihrer Studienzeit in Zagreb. Nachdem Sie den musikalischen Teenagervorlieben entwachsen war, stürzte sie sich auf Indiemusik und stolperte dabei ziemlich schnell über The National. Es sind vor allem die todtraurigen Texte, die es ihr angetan haben. Zum Glück scheint sie aber keinen dramatischen Hang zur Melancholie zu haben. Für das Zagreber The National Konzert macht sie aus ihrer kleinen Stadtwohnung kurzer Hand ein sehr privates B&B und The-Place-To- Be für den Vorabend der Show. Mit einer Hand voll enger Freundinnen wird schon mal ein bisschen vorgefeiert, Textsicherheit geprobt.
Am Tag des Konzerts standen wir alle bei strahlendem Sonnenschein sehr pünktlich vor einem der Eingänge am Šalata Sportzentrum, einem eher ungewöhnlichen und schwer abzusperrenden Fitnesscenter mit Freibad, Tennisplätzen und einem Eisstadion, die alle miteinander verbunden sind. Als wir noch vor verschlossenen Türen standen, gingen ständig Mitglieder des Sportclubs ein und aus und das Schwimmbad hatte ganz regulär geöffnet, obwohl man von dort auch jeder Zeit in das Stadion gelangen konnte. Die Stadion-/Schwimmbadbar war provisorisch zum Backstagebereich umfunktioniert worden und die Band hatte sich den halben Tag im Pool vergnügt. Als die Local Natives bereits angefangen hatten zu spielen, standen auf der Tribünenseite, die das Schwimmbad vom Stadion abtrennt noch ein paar Kids in Badehosen und wunderten sich womöglich etwas über die langsam hereinströmenden Indiemusikfreunde, die zum Teil sogar mit Bussen aus Serbien und Slowenien angekarrt wurden.
Taylor Rice von den Local Natives freute sich ungemein, in diesem Teil der Welt spielen zu dürfen. Es war die erste Balkanerfahrung und vermutlich hatten The National sehr geschwärmt. Die Local Natives spielen ein schönes Eröffnungsset über gut 45 Minuten. Wie fast nicht anders zu erwarten, wurden sie bei Heavy Feet auch vom Produzenten Ihres letzten Albums, Aaron Dessner, an der Gitarre begleitet. Ganz angekommen ist ihre Musik auf dem Balkan allerdings doch noch nicht. Aufgrund des relativ frühen Starts kurz nach halb 8, waren vermutlich auch einige Zuhörer noch gar nicht in der Lage, da zu sein, aber auch sonst konnte die manchmal durchaus ein wenig gleichförmig klingende Musik der Kalifornier nicht jeden überzeugen. Dunja und ihre Freundinnen lieben Local Natives und konnten sich schon mal anständig warm singen.
Natürlich kein Vergleich zur Gesamtlautstärke und den Gesängen als Matt Berninger, die Dessners und Devendorfs etwa viertel nach 9 endlich die Bühne betraten. Ein Glück, dass es ein traumhafter Sommerabend war. Die Bühne war nach allen Seiten offen. Der ein oder andere Tennisspieler blieb noch einige Minuten ungläubig auf den Stufen hinter dem Aufbau stehen. Bei einbrechender Dunkelheit kam die Videoleinwand entsprechend gut zur Geltung und sollten noch weitere Sportler und Nichtsportler vorbeigeschlichen sein, konnte man sie jedenfalls nicht mehr erkennen.
The National hatten nach ihrem ausgiebigen Schwimmsport- und Turmsprungprogramm sensationelle Laune. Sie wissen bereits, dass Zagreb sie liebt und kommen immer wieder gerne zurück. Die ersten Songs spielen sie zunächst fast ohne Kunstpausen durch. Intros und Outros werden angenehm in die Länge gezogen, so dass Sänger Matt Berninger ausreichende Verschnauf- und Weißweinpausen bekommt. Die neuen Lieder vom sechsten Album Trouble Will Find Me fügen sich perfekt in die Reihe der älteren Stücke aus den drei Vorgängeralben ein. Publikum und Band fressen sich gegenseitig aus der Hand. Matt Berninger begibt sich bereits von Anfang an immer wieder in die Nähe des Publikums, indem er über die den Graben füllenden Boxen balanciert. Es wird gesungen und getanzt bis der erste Teil nach Squalor Victoria in einen etwas ruhigeren Zwischenteil übergeht. I Need My Girl handelt davon, jemanden, der nicht da ist, sehr zu vermissen, in diesem Fall vermutlich die kleine Tochter. Gefolgt vom live wirklich umwerfenden This Is The Last Time. Und noch rührender, das vom Alligator-Album stammende The Geese Of Beverly Road, eines der passendsten Lieder für diesen lauen Sommerabend. Es wird Mate gewidmet. Unser Singalong stockt ein bisschen … we’re awesome, totally genius … Klos im Hals.
Kurz darauf unser erhofftes Highlight vom neuen Album. Jetzt hat Matt etwas im Hals. Beim dritten Wort erstickt er fast an einem der vom Licht angezogenen Tierchen. Einfach nochmal. Man kann erkennen, dass die Liebeskummerherzschmerznummer Pink Rabbits nicht 100% seine Tonlage ist, eventuell steckt im nach wie vor sein unfreiwilliges Mahl im Hals. Es macht nichts. Dunja und ihre Freundinnen sind auf einer Mission und es ist erstaunlich, dass sie offensichtlich die ersten waren, die diese Idee hatten. Passend zum Lied verwandeln sie sich dank entsprechender Ohren in rosa Häschen. Bryce Dessner kann Matt Berninger allerdings erst nach dem Lied darauf aufmerksam machen. Der setzt beim Anblick seiner Rabbits ein breites Grinsen auf. Als er sich überschwänglich bedankt und auf der gegenüberliegenden Seite gejubelt wird, lässt er es sich nicht nehmen erneut zu betonen, dass der Dank ganz speziell den Mädels gilt. Die platzen natürlich fast vor Stolz. Beim nächsten Lied England ist dann Matt auf der Mission, schnappt sich Petras Ohren und krabbelt als Häschen zurück auf die Bühne. Die Pink Rabbits sind am nächsten Tag in aller Munde.
Als erste Zugabe spielt die Band freiwillig Sorrow, obwohl Slipped auf der Setlist stand. Das ist insofern erstaunlich, als sie dieses eine Lied kürzlich im Rahmen eines MoMa-Kunstprojekts volle 6 Stunden am Stück performed hatten.
Beim neuen Humiliation hat Matt einen textlichen Totalausfall. Da konnten ihn selbst die textsicheren Kroaten nicht mehr retten. „He’s having too much fun!“ meint Bryce Dessner entschuldigend. Es wurde nahtlos neu gestartet. Live kann mich das Lied mittlerweile absolut überzeugen. Etwas mehr Gitarre, etwas weniger Elektronik und dann am Ende eine wirklich tolle Live-Überraschung: Screaming music und screaming Matt at his best. Der Song wird mit wahnsinnigen, rauhen, lauten Gitarrenriffs auf Seiten der Dessners und wütendem, energiegeladenem Berningergebrüll abgeschlossen.
Der obligatorische Publikumsausflug zu Mr. November endete irgendwo in den Schirmen der seitlichen Bierstände. Krönender Abschluss – mittlerweile traditionell – Vanderlyle. Aufgrund der Open-Air-Situation mit minimaler Mikrofonverstärkung. Matt Berninger hätte sie nicht gebraucht. Er lässt singen und es klingt toll.
Setlist The National, Šalata, Zagreb:
01: I Should Live In Salt 02: Don't Swallow the Cap 03: Bloodbuzz Ohio 04: Mistaken for Strangers 05: Sea of Love 06: Demons 07: Afraid of Everyone 08: Conversation 16 09: Squalor Victoria 10: I Need My Girl 11: This is the Last Time 12: The Geese of Beverly Road 13: Abel 14: Slow Show 15: Pink Rabbits 16: England 17: Graceless 18: About Today 19: Fake Empire
20: Sorrow (Z) 21: Humiliation (Z) 22: Mr. November (Z) 23: Terrible Love (Z) 24: Vanderlyle Crybaby Geeks (Acoustic) (Z)
Festival: Best Kept Secret Festival Datum: 22. und 23.06.2013 (Tag 2 & 3) Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)
von Dirk aus Mönchengladbach
Samstag
Auch der 2.Tag des Festivals konnte die ohnehin schon hohen Erwartungen erfüllen. Da mir leider keine "echte" Tastatur zur Verfügung steht, heute eine etwas kürzere Zusammenfassung. Beginnen wir den Bericht von hinten nach vorne, da die Eindrücke der Nacht noch frisch und besonders überzeugend waren.
Obwohl ich mich bewusst gegen die grossen Acts wie ALT J und Damien Rice entschieden hatte, endete der Abend mit einer Bombe. Savages, die ich vor kurzem schon in Köln im Club erleben durfte, gingen im kleinen Zelt einfach nur durch die Decke. Pünktlich und passend gingen die Damen um 0:00 auf die Bühne und lieferten einen derart intensiven, druckvollen und harten Postpunkgig ab, dass vielen beim Tanzen die Bierbecher um die Ohren flogen. Meiner Meinung nach eine der besten Livebands zur Zeit und definitiv in 2 Jahren auf jeder Hauptbühne des Planeten...zu Recht.
Fast genauso toll auch Melody's Echo Chamber deren verträumter Pop live ganz gross klingt und deren Band das ganze ebenfalls in einem Feedbackfinale ausklingen lässt. Auch hier ganz klar Potential für die Hauptbühne, gerade auch wegen der sympatischen und charismatischen Frontfrau.
Seine Band The History of Apple Pie zu nennen, mag man als gewagt bezeichnen können, aber eigentlich ist es egal. Berühmt wird dieses Multikulti-Shoegazerorchester wohl leider sowieso nicht, ich mag die grossartige Platte und den gestrigen Auftritt trotzdem sehr.
Doch kommen wir nun auch zu den Flops des Tages: Die Allah-Las durften auf der grossen Hauptbühne auftreten, konnten in mir aber keinen Zauber entfachen. Zu belanglos finde ich diese Retromasche bei der ich weder tanzen noch zuhören möchte. Dann lieber ein paar echte Retroscheiben auflegen oder Nick Waterhouse zuhören.
Zuhören war auch bei den Swans schwierig, erstens weil Sänger Michael Gira so über die Bühne stolpert, dass man ihm sofort Hilfe anbieten möchte, andererseits diese dröhnenden oft halbstündigen Titel auf einem Festival einfach überfordern. Nichts gegen komplexe Arrangements, aber Mogwai haben dazu wenigstens Melodien und Spass auf der Bühne.
Im stabilen, guten Mittelfeld wie immer Two Door Cinema Club und Efterklang, die beide vor riesigem Publikum auf der Hauptbühne antraten... da kann man nichts falsch machen, aber es gibt halt auch keine Überraschungen.
Als einer der ersten durfte gestern dann noch Indians eröffnen, und erspielte sich alleine mit Keyboard einen Achtungserfolg.
Sonntag
Das Pendeln mit dem Fahrrad (man ist ja schließlich in Holland) zwischen Hotel und Festival mit „Verpflegungsauto“ vor dem Gelände sollte sich auch am dritten Tag auszahlen, da das Wetter leider nicht besser wurde. Waren die Temperaturen für ein Festival eigentlich gut (nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt), kam am Sonntag leider doch noch vereinzelt der große Regen dazu..
Da mein Hauptaugenmerk aber sowieso den Zeltbühnen TWO und THREE lag, keine wirkliche Einschränkung. Und so erlebte ich zur Mittagszeit auf der THREE eines der skurrilsten Konzerte seit Jahren. Autre Ne Veut, hinter dem sich, wie ich jetzt ergoogelte, eigentlich das Pseudonym von Arthur Ashin aus Brooklyn verbirgt und keine echte Band, waren mir durch ihre tolle Platte Anxiety aufgefallen. Und das, obwohl ich sonst weder etwas mit Autotune, Nu-Soul oder ähnlichem anfangen kann. Daher wollte ich der Live-Umsetzung eine Chance geben. Und dann stehen auf der Bühne ein mit bösem Blick die Zuschauer musternder Sänger mit umgedrehter Baseballkappe, eine blondierte Lady die aus einem David Lynch Filmset zu stammen scheint und ein Drummer in vollem White-Trash Gedächtnisanzug (Käppi, Shirt, abgeschnittene Jeans, Vollbart). Das Publikum staunt, aber dann knallen einem auch schon die Töne des besten Songs (Play by Play) entgegen. Mutig als Start denkt man noch doch dann merkt man erst wie gut das alles ist... ich will gar nicht auf alle Einzelheiten eingehen (der Pathos, das teilweise Gelächter im Publikum, das Winden auf dem Bühnenboden), es war super... aber wirklich empfehlen kann ich es auch keinem, sehr eigenartig... aber dafür geht man ja auf Festivals...
Kommen wir nun wieder zu normalen Menschen, und nachdem die Local Natives auf der Hauptbühne etwas unter dem Starkregen zu leiden hatten, war es Zeit für die Palma Violets. Normal ist hier auch relativ, aber zumindest auf der Insel würden diese Jungs nicht weiter auffallen. Schlecht gekleidet und reichlich betrunken gab es hier genau das, was man erwartete. Die jährliche British Sensation mit Songs wie Chicken Dipper und Rattlesnake Highway. Hier waren keine Molltöne am Start und Zeit einfach mal das Bier auf die Bühne zu werfen, um willenlos zu tanzen.
Zur Musik: Exakt wie die Libertines, bitte nur Heroin durch Bier ersetzen.
Danach war ein persönlicher Kleidungswechsel erforderlich, daher verpasste ich leider den DJ, den ich eigentlich unbedingt sehen wollte: Cashmere Cat. Aber es wurde Zeit für den großen Headliner Sigur Ros. Da will man ja nicht aussehen wie ein durchschnittlicher Festivalbesucher, wenn Jonsi sein bestes Jacket aus dem Schrank holt.
Sigur Ros begleiten mich seit vielen Jahren, seit dem ersten Konzert auf Bierbänken im Gebäude 9 bin ich Ihnen verfallen. Allerdings immer eher wegen der Konzerte, die mich noch nie enttäuscht haben. Es ist einfach ein Wunder, dass diese Band mittlerweile vor einem Festivalpublikum bestehen kann, ohne auch nur einen Schritt von der Vision ihrer Musik abzuweichen. Vieles wurde schon geschrieben, meistens hat es mit Engeln, Elfen und anderem Quatsch zu tun, meiner Meinung nach ist aber die pure Musikalität und die völlige Hingabe zur eigenen Kunst/Musik die alle in Ihren Bann zieht. Leider können hier Beschreibungen gar nichts von dem ausdrücken, was man bei Sigur Ros Konzerten erlebt. Meistens schießen einem bereits im ersten Song Tränen in die Augen, in der Mitte des Sets liegt ein Rocker einem Gothicmädel weinend im Arm und zum Schluss sitzt man noch mindestens 30min vor der Bühne ohne zu wissen warum...
Sigur Ros spielen heute ein paar neue Stücke, die wieder vor Melodien strotzen und haben natürlich Streicher, Bläser, einen Chor, tolle Visuals und zwei Schlagzeuger dabei. Jonsi bügelt die Gitarre und obwohl wieder keinerlei verbale Interaktion mit den Zuschauern erfolgt, fühlt man sich persönlich eingeladen, dieser Musik beiwohnen zu dürfen. Ein Traum von einer Band.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Keiner schafft es in Deutschland, so ein schönes Festival für 15.000 Menschen auszurichten. Und das bei der ersten Ausgabe, wo Probleme auch gerne verziehen werden. Ich habe keinmal an einem Getränkestand oder einer Toilette gewartet, es gab KEINE Dixieklos, keine Werbestände von Sponsoren, nicht mal Werbebanner. Ein 0,3 Bier kostete 3 EUR und man konnte an mindestens 50 PRIVATEN Essensständen kulinarisch einmal um die Welt reisen... ich bin nächstes Jahr wieder da.
Konzert: Local Natives Ort: La Laiterie, Straßburg Datum: 02.03.2013 Zuschauer: etwa 200, gut besucht, nicht ganz ausverkauft
von Claudia aus Stuttgart
Nun gut, Aaron Dessner von The National - hat wie schon mal erwähnt - seine Finger im Spiel. Da liegt es nahe, dass ich mal wieder größere Fahrten auf mich nehme. Und auf dem ATP hatten die Jungs aus der Nähe von Los Angeles auch schon mal überzeugt. Perfekt passte aber auch, dass das am nächsten an der Heimat gelegene Konzert der Local Natives auf einen Samstag fiel und dazuhin der kleine Saal der Laiterie einer der schönsten Veranstaltungsorte ist, den ich kenne. Das Ganze ließ sich also wunderbar mit einem Ausflug ins Nachbarland verbinden und nachdem wir ein perfekt fußläufig zur Laiterie gelegenes, recht erschwingliches Hotel ausfindig gemacht hatten, wurde ein kompletter Wochenendausflug daraus, auf dass auch das zweite Glas elsässischer Riesling noch voll und ganz genossen werden konnte. Beim Packen arbeitete sich die Sonne zum allerersten Mal seit gefühlten 5 Monaten mal wieder durch das Einheitsgrau, so dass mir in letzter Minute einfiel, noch unbedingt nach der verschollenen Sonnenbrille zu fahnden. Herrlich trotz Kälte, aber bei strahlend blauem Himmel und auch später nach Einbruch der Dunkelheit – dann eher ohne Sonnenbrille - durch das schöne Straßburg zu bummeln.
Natürlich waren wir aber schon ganz primär wegen Local Natives angereist. Als wir die Laiterie gegen 20 nach 8 betraten, waren die Haken bei der Kleiderabgabe bereits sehr gut gefüllt. So auch der doch eher winzige Saal, aus dem eine zauberhafte weibliche Stimme zu hören war. Einer der Vorteile dieses Ortes ist die Tatsache, dass der Raum eher in die Breite als in die Tiefe geht und dass sich der Haupteingang im vorderen Teil befindet, so dass man beim Reingehen praktisch fast vor der Bühne landet. Wir haben uns fairerweise aber erst mal ein Stückchen weiter nach hinten gestellt und uns umgehend von der Vorband aus London mit Namen „Wall“ gefangen nehmen lassen. Auch das restliche Publikum schien recht angetan zu sein. Es herrschte angenehme Ruhe im Saal und alle schenkten der elfenhaften Engländerin mit dem Gänseblümchenhaarreif ungeteilte Aufmerksamkeit. Der Sound, der ohne Schlagzeug auskam und viel Elektronik beinhaltete, erinnerte entfernt an The XX, vielleicht nicht ganz so minimalistisch, wobei Lyla Foys zarte Stimme dann auch wieder gar nicht mehr zu dieser Assoziation passte. Stimmlich musste ich eher an Enya denken, die Freundin an Nina Persson. Für Anfang April ist das Debutalbum angekündigt und nach den ersten Eindrücken könnte sich das möglicherweise lohnen. Sehr schön auch das Cover des steinalten Supremes-Songs „Where Did Our Love Go“, in einer erfrischend modernen, elektronisch unterlegten 2013er Minimalversion.
In der relativ kurzen Umbaupause war dann deutlich zu vernehmen, dass sich noch ein paar andere Landsleute über die Grenze gewagt hatten. Vor uns wurde fröhlich über Indiemucke und anstehende Festivals gefachsimpelt.
Wie auch Ihr neues Album „Hummingbird“ eröffneten die Local Natives ihren Teil des Abends mit „You & I“, einem Lied, das ich etwas schwierig finde, da ich mich mit männlichen Kopfstimmen einfach nicht richtig anfreunden kann, obwohl das Lied, versuchsweise objektiv gesehen, vermutlich einen ganz passablen Opener abgibt. Es wird in jedem Fall sofort klar, dass das hier ein richtig gutes Konzert geben würde: Zwei Gitarren, Bass, Keys und quasi eineinhalb Schlagzeuge, dazu bis in die Haarspitzen motivierte Musiker, die Ihren druckvollen Psychfolk mit einer wuchtigen Energie in fulminanten, gut ausgesteuerten Klangteppichen über die weiterhin sehr aufmerksame Zuhörerschaft ausbreiten und wohl so ziemlich jeden im Raum mitnehmen. Nachdem sich Aaron Dessner als Produzent der Platte hervorgetan hat und auch sein Garagenstudio zur Verfügung gestellt hatte, klingt der ureigene Dessner-Sound an der einen oder anderen Stelle durch. Die erste Single „Heavy Feet“ erinnert mich tatsächlich stark an „The National“. Was - zumindest mir - beim Hören der Platte gar nicht bewusst wurde, wie sich Bon-Iver-Lookalike Kelsey Ayer und Schnauzerträger Taylor Rice gesanglich permanent ergänzen und auch abwechseln. Auch der zweite Gitarrist Ryan Hahn und (Tour?-)Bassist Nik Ewing drängt es an die Mikrophone. Kelsey Ayer bedient neben seinem Keyboard fast durchgängig die zweiten Drums. Die Verstärkung ist deutlich hörbar. Die Drumarrangements klingen auch schon auf den beiden Alben phantastisch, was natürlich auch an den Qualitäten von Hauptdrummer Matt Frazier liegen dürfte, der absolut überwältigende Rhythmen beisteuert. Die Energie auf der Bühne wird noch dadurch verstärkt, dass nicht nur ab und zu Instrumente, sondern auch Plätze gewechselt werden und die Instrumente auch sonst mit vollem Körpereinsatz bedient werden. Es klingt phänomenal gut. Beim wunderschönen „Mt. Washington“ muss ich immer an „Transatlanticism“ von DCFC denken, obwohl natürlich auch dieses ruhigere Lied eine ganz andere Dynamik hat als Ben Gibbards. Viele Ansagen machen die Kalifornier nicht. Ganz am Anfang kommt ein gehauchtes Merci, ansonsten beschränkt man sich auf die eine oder andere Liedansage und macht das, was man am besten kann. Zehn der Songs stammen natürlich von der betourten Platte. Da es nur ein weiteres Album gibt, kommt auch der Vorgänger „Gorilla Manor“ nicht zu kurz.
Insgesamt ganz großes Kino. Ein herrlicher Ausflug, der sich in jeder Hinsicht gelohnt hat. Ich würde vermutlich auch noch ein zweites Mal für zwei Stunden ins Auto steigen, um Local Natives live zu sehen und zu hören. Für den Herbst sind bereits ein paar weitere Deutschlandtermine bestätigt. Ich kann nur wärmstens empfehlen, einen davon wahrzunehmen. Sehr positiv fiel uns auch das eher jüngere, aber unglaublich aufmerksame Publikum auf. Sollte das eine typisch französische Konzertgängereigenschaft sein, bin ich auf Olivers Standort noch ein bisschen neidischer, auch wenn mich die Qual der Wahl in Paris schlicht erschlagen würde. Ich werde meinen Radar in Zukunft jedenfalls noch ein bisschen intensiver auf die Laiterie richten.
Setlist Local Natives, La Laiterie, Straßburg:
01: You & I 02: Breakers 03: Wide Eyes 04: Black Balloons 05: Heavy Feet 06: Ceilings 07: Warning Sign (Talking Heads Cover) 08: Mt. Washington 09: Colombia 10: World News 11: Airplanes 12: Bowery
13: Wooly Mammoth
(Z) 14: Who Knows, Who Cares
(Z) 15: Sun Hands (Z)
Konzert: Festival des Inrocks mit: The Coral, Warpaint, Agnes Obel, Stornoway, Local Natives u.a. Orte: La Cigale & La Boule Noire,Paris Datum: 06.11.2010 Zuschauer: jeweils ausverkauft Konzertdauer: Warpaint nur 38 Minuten, The Coral 55 Minuten, Agnes Obel etwa 45-50 Minuten
Für mich der letzte Festivaltag in Paris, obwohl es am morgigen Sonntag weitergeht. Ich habe aber etwas Besseres vor, denn am 07.11. steigt eine neue Oliver Peel Session mit The Shelleys, Gregory & The Hawk und Snailhouse!Yeah, baby!!
Heute aber noch einmal Festivalatmosphäre pur! Insgesamt wieder eine super Stimmung, gute Konzerte und nette Leute. Es passte alles. Die Konzerte in der Kurzzusammenfassung:
Agnes Obel (La Boule Noire): Entzückend! Erst durch den Ausfall von Django Django ins Feld gerückt, gefiel mir die hübsche dänische Pianistin heute viel besser als kürzlich in der Flèche d'or. Die Bedingungen waren einfach auch wesentlich angenehmer. Die Boule Noire war nicht überlaufen, ich hatte einen Platz in der ersten Reihe, es war nicht zu heiß und der Sound brillant. Regelrecht verzaubert wurde ich von dem anmutigen Klavierspiel von Agnes und auch ihre Cellistin machte ihre Sache vorzüglich. Highlights in dem feinen Set: Philharmonics, Close Watch (John Cale Cover) und der dramatische Abschluß mit On Powdered Ground. Witzigste Szene: Als Agnes den Titel Wallflower ins Französische übersetzen wollte, fiel ihr nur der deutsche Begriff ein: Mauerblümchen. Damit konnten die Franzosen aber nix anfangen, sie verstanden nur Bahnhof.
Setlist Agnes Obel, La Boule Noire, Paris:
01: Katie Cruel (Traditional) 02: Just So 03: Philharmonics 04: Brother Sparrow 05: Close Watch 06: Wallflower 07: Sons & Daughters 08: Riverside 09: On Powdered Ground
Warpaint (La Cigale): Verflixt!, von der Girlgroup aus Los Angeles habe ich gerade mal 2 1/2 Lieder mitbekommen, da sich das Konzert mit dem Auftritt von Agnes Obel überschnitt. Ohnehin durften Warpaint nur dürftige 38 Minuten spielen. Zu wenig, um sich ein aussagekräftiges Bild zu machen.
Local Natives (La Cigale): zackig, ultrarasant und hyperaktiv. Die wibbeligen Amis erfüllten ihren Vertrag und brachten die gesamte Cigale zum Tanzen. Schade bloß, daß sie klingen wie eine Mischung der 15 erfolgreichsten Indiebands der vergangen 5 Jahre (CYHSY, Fleet Foxes, Yeasayer, Grizzly Bear, Vampire Weekend etc.). Ein Tip an den Sänger: Rasier dir den fiesen Pornobalken ab!
Stornoway (La Boule Noire): der Sänger der folkigen Band aus Oxford trug ein hochgradig häßliches Hemd, gefiel mir aber mit seiner Stimme und seiner Rumdruckserei (wenn er Ansagen machte, klang das immer wie wenn High Grant in einer englischen Schnulze einer Frau einen Liebesantrag machen will, aber erst einmal zehn Minuten drumrumredet, bevor er sich traut, das zu sagen, was er eigentlich sagen wil) richtig gut. Die Stimmung war vor allem auf Grund der Anwesenheit zahlreicher textsicherer Engländer prima. Eine Britin neben mir hatte so einen verführerischen Schlafzimmerblick, daß ich sie am liebsten..., ähem..., gefragt hätte, ob sie mit mir zusammen in die Cigale rübergeht, wo The Coral bereits angefangen hatten!
The Coral: Fantastisch! Melodiös, tight und deutlich rockiger als auf Platte. Ohnehin eine meiner britischen Lieblingsbands, haben sie mich nun auch live endlich einmal restlos überzeugt. The Coral kommen aus Liverpool und sind besser als die ollen Beatles. Ich meine, wer mochte denn schon John Lennon? Jetzt mal ehrlich, seine peacige Kacke (Give Peace A Chance, ein Brechmittel!) und die runde Brille waren doch immer unertäglich, oder etwa nicht? Und dann noch diese Yoko Ono, Hilfe!
Setlist The Coral, La Cigale, Paris:
01: More Than A Lover 02: Roving Jewel 03: Walking In The Winter 04: Jaqueline 05: In The Rain 06: 1000 Years 07: She's Comin' Around 08: Rebecca You 09: Spanish Main/Who's Gonna 10: Pass It On 11: Butterfly House 12: Falling All Around You 13: Goodbye 14: Dreaming Of You 15: North Parade
June& Lula (vor dem Vorhang der Cigale): Es ist eine schöne Tradition geworden, daß beim Festival des Inrocks Künstler in der Pause drei Lieder vor dem roten Vorhang singen. Die "Pausenclowns" der letzten Jahre waren absolut hochkarätig. Unter anderem entdeckte ich hier Laura Marling und Josh Tillman für mich. Dieses Jahr hetzte man aber leider weniger starke Musiker auf das ahnungslose Publikum. Die beiden Französinnen June & Lala waren zwar schön anzusehen, aber musikalisch eher mittelmäßig. Die beiden Mädels hatten zudem zunächst unter Tonproblemen zu leiden, verschwanden sogar für ein paar Minuten von der Bühne, um dann wiederzukommen und mit richtig eingestelltem Sound zwei Liedchen zu trällern. Conutry, vorgetragen mit einem starken französischen Akzent. Ob die Amerikaner und Engländer im Publikum überhaupt verstanden haben, was da gesungen wurde? Wie auch immer, June & Lula haben von der veranstaltenden Zeitschrift Les Inrocks eine unglaublich lobpreisende Plattenkritik für ihr Debüt Sixteen Times zugeschustert bekommen, sind bereits bei Sony gesignt und werden sicherlich kommerziell erfolgreich werden. Für eine Oliver Peel Session würde das Niveau aber nicht reichen...
Konzert: Peter Björn & John (Local Natives, Ex-Lovers), Inrocks Indie Club Ort: La Maroquinerie, Paris Datum: 15.10.2009 Zuschauer: so einige, es war aber wahrscheinlich nicht ganz ausverkauftKonzertdauer: Peter Björn & John: etwa 70 Minuten
Björn und John hießen meine ersten Idole der Popkultur. Sie machten allerdings keine Musik, sondern spielten Tennis. Ich rede natürlich von Björn Borg und John McEnroe. Die beiden langmähnigen Burschen dominierten zu einer Zeit den weißen Sport, als Tennis sich noch wie Rock'n Roll anfühlte. Man las von durchzechten Nächten, ständig wechselnden Freundinnen (logischerweise alle Fotomodelle) und auch von sonstigen Exzessen. Trotzdem standen sie am nächsten Tag auf dem Platz und gewannen ihre Matches. Heutzutage undenkbar, bei der Leistungsdichte und Athletik. Dank Björn Borg hörte ich als kleiner Junge auch zum ersten Mal von einem schönen Land namens Schweden. Ich konnte mir damals gar nicht richtig vorstellen, daß man so weit Im Norden überhaupt leben kann. Aber über die Fernsehsendung Michel aus Lönneberga erfuhr ich später sogar, daß auch dort zumindest im Sommer die Sonne scheint. Und noch ein paar Jahre darauf hörte ich interessiert zu, wenn Männer von den unglaublich hübschen, blonden Schwedinnen schwärmten.
Nach Schweden zu reisen, habe ich trotzdem nie in die Tat umgesetzt. Aber hinsichtlich der Mädchen ist das verschmerzbar, denn man muss in Paris einfach nur zu einem Konzert von schwedischen Künstlern gehen, um auf blonde, blauäugige Skandinavierinnen zu treffen. Heute beim Konzert von Peter Björn und John standen gleich vier Mädels dieser Gattung direkt vor mir und genossen den Gig tanzenderweise in vollen Zügen. Schade, daß diese Euphorie nicht auf mich überschwappte, denn ich persönlich fand das Konzert in musikalischer Hinsicht eher mittelmäßig. Das lag zum Großteil am nicht überzeugenden, neuen Songmaterial. Weder Nothing To Worry About, noch Living Thing oder It Don't Move me stießen in der Anfangsphase auf meine Gegenliebe. Zuviel Keyboard und zu wenig Seele, so mein Eindruck. Wobei man den Jungs fehlenden Einsatz keineswegs vorwerfen kann. Spielfreunde, Dynamik und Bewegung waren reichlich vorhanden, Peter Morén hüpfte sogar durch die Gegend als hätte er Sprungfedern unter den Füßen! Nicht nur deshalb erinnerte er mich an die Typen von den Bishops oder auch Alex Kapranos. Auch die Vorliebe für leicht schmalzigen Sixties Pop teilt er mit den Bishops und hinsichtlich der Ausstrahlung offenbarte sich mir gar ein schwedischer Roy Black! Romantischer Blick, tadellos sitzendes weißes Hemd, Typ Rosenkavalier. Den Frauen gefiel's logischerweise, mir hingegen fehlten die richtig guten Songs. Ein paar Highlights waren ja dabei, zum Beispiel der Schmachtfetzen Teenage Love, ein altes Cover von den Concretes, oder natürlich die auch kommerziell ungemein erfolgreiche Pfeif-Hmyne Young Folks. Damit waren die besten Momente aber bereits aufgezählt, sieht man einmal davon ab, daß mit einem lange ausgekosteten Up Againt The Wall ein recht fulminantes Finish aufs Parkett gelegt wurde. Fulminant vor allem deshalb, weil mitten in den Song eine Passage eingebaut wurde, in der Peter Móren den Joy Division Klassiker Transmission (Refrain: "Dance dance, dance to the radio") mit viel Inbrunst schmetterte. Wären Peter Björn and John doch so grandios wie Ian Curtis und seine Bande, dann wäre das heute ein Fest geworden! So aber war es unter dem Strich nur ein okayes Konzert, das allerdings zugegebenermaßen beim Publikum gut bis sehr gut ankam.
Und an das Charisma von Björn Borg und John McEnroe kommen Björn Ytlling und John Eriksson sowieso nicht heran!
Begeisterter war ich hingegen von der Vorgruppe Local Natives aus den USA. Würde ich amerikanische Blogs lesen, hätte ich sicherlich schon längst von ihnen erfahren. So aber ging ich unvoreingenommen und in freudiger Erwartung an die Erkundung dieser Band heran und konnte hinterher auch ein recht positives Fazit ziehen. Die fünf Heißsporne spielten ungemein frisch und schwungvoll auf, wechselten immer mal wieder die Instrumente durch und euphorisierten mit etlichen Indiepop - Leckerbissen. Das recht früh gebrachte Airplanes berauschte mit einer tollen Gitarrenmelodie, perkussivem Schlagzeug (die Dodos lassen grüßen!) und einem einprägsamen Refrain ("I want you back"), das Talking Heads Cover Warning Signs machte sich in neuem Gewande sehr gut und das abschließende Sun Hands kam ungemein fetzig, druckvoll und siegessicher daher.
Insofern hätten die Local Natives eigentlich alle Qualitäten, um für Furore zu sorgen. Wenn es da nicht ein Problem gäbe: Bands wie Grizzly Bear, Yeasayer, Clap Your Hands Say Yeah, Born Ruffians, Fleet Foxes, Jonquil, Animal Collective, The Dodos, Broken Social Scene und etliche andere haben einen ähnlich klingenden Sound schon vor ein paar Jahren gebracht. Stört man sich nicht an solchen Parallelen, wird man sicherlich das im Janur 2010 erscheinende Debütalbum heiß und innig lieben. Starke Songs haben sie ja.
Setlist Peter Björn and John, La Maroquinerie, Paris:
01: Start To Melt 02: Nothing To Worry About 03: Living Thing 04: It Don't Move me 05: Lay It Down 06: Teen Love 07: I Just Wanna (See Through) 08: Big Black Coffin 09: Young Folks 10: Up Against The Wall
11: Just The Past (Z) 12: Objects Of My Affection (Z)
Setlist Local Natives, La Maroquinerie, Paris:
01: World News 02: Camera Talk 03: Airplanes 04: Cards & Quarters 05: Wide Eyes 06: Warning Sign 07: ? 08: Who Knows Who Cares 09: Sun Hands
Achso, ganz am Anfang spielte auch noch eine Band aus England. Ex-Lovers hatte ich allerdings verpasst. Mein Freund Philippe, der dabei war, zeigte sich extrem angetan. Die feinen Popsongs auf der MySpace Seite der Band klingen in der Tat sehr hübsch. Hit ist das an The Smiths erinnernde You Forget So Easily.
Mein Zuhause. Mein Blog. ist als kleines privates Konzert- Tagebuch entstanden. Und weil es zur Zeit musikalisch so spannend ist, wächst unsere Sammlung schnell. Wir schreiben die Berichte spontan, unüberarbeitet und so zeitnah wie möglich. Die Reviews stehen meist noch in der gleichen Nacht online, spätestens jedoch am nächsten Tag. Musik ist für uns vor allem Spaß und keine Wissenschaft.
Wir sind: Oliver Peel aus Paris Christoph aus nicht weit von Köln Julius aus Wien Gudrun aus Karlsruhe Tanita aus Mainz Jens aus Stuttgart Ursula aus Frankfurt Michael aus Chemnitz Dirk aus Mönchengladbach Vielen Dank unseren Gastautoren!
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