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Donnerstag, 30. Oktober 2025

Left of the Dial Festival - Rotterdam - 23.10.-25.10.2025

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Konzert: Left of the Dial Festival
Ort: Innenstadt Rotterdam
Datum: 23.10.-25.10.2025
Dauer: 3 Tage
Zuschauer: ausverkauft


Die Wetterprognose für das Wochenende versprach stürmische und regnerische Tage und sie sollte recht behalten. Schon auf dem Weg zwischen den Locations wurde man ordentlich durchgepustet, und so gehörte das frieren im Nieselregen fast genauso zum Festivalerlebnis wie die Musik selbst. Doch irgendwie passte das: Der Wind, die dunklen Wolken, das hektische Lichtermeer der Stadt, all das verlieh dem Left of the Dial 2025 eine ganz eigene Energie. 

Das Left of the dial Festival wächst langsam aber stetig. Dieses Jahr waren es nochmal mehr Spielstätten und Konzerte, viel mehr. Schwerpunkt liegt auf Newcomern aus UK und Irland. Einen deutschen Act suchte man im Line-Up vergeblich. 


Der Festivalauftakt am Donnerstag begann mit No Joy im Theater De Doelen Up. Die Kanadier waren ein perfekter Start: dichte Gitarrenwände, schwebender Gesang und ein Sound, der sofort klarmachte, worum es an diesem Wochenende gehen würde. Um das Eintauchen in neue Klangwelten. No Joy schafften es, das Publikum in eine melancholische, aber zugleich euphorische Stimmung zu versetzen. Ein Auftakt, wie man ihn sich nur wünschen kann. 


Den nächsten schönen Moment gab es mit Green Gardens. Warmes Schlagzeug, schöne Melodien, weicher Indie-Rock, der sich anfühlte wie eine Umarmung nach einem langen, kalten Tag. Ihr Set war unaufgeregt, ehrlich und voller Gefühl. Zwischen all den lauten, kantigen Bands war das ein wohltuender Ruhepunkt. Fast so, als würde jemand kurz die Tür zum Sturm schließen und sagen: Bleib doch noch ein bisschen hier. 


Danach ging es weiter durch die Stadt. Vom eleganten Theater wo DBA! aus Liverpool einem ordentlich einheizten bis in kleinere Clubs, wie das Cube, wo man PollyfromtheDirt lauschte. Überall Menschen mit Festivalbändchen, tropfnassen Jacken und leuchtenden Augen. 

Freitag – Entdeckungen zwischen Windstille und Wohlklang. Am Freitag hatten Wind und Regen deutlich nachgelassen. Nach Sturmtief Benjamin am Donnerstag fühlte sich die Stadt fast schwerelos an. Über Rotterdam lag eine ruhige, gespannte Festivalenergie. Man konnte endlich ohne Jacke von venue zu venue ziehen und sich ganz auf die Musik konzentrieren. 


Eines der Highlights am Freitag war die US-Amerikanerin Prewn. Eine klare Stimme, zerbrechlich und doch kraftvoll, jeder Song hatte Gewicht. Ihre Musik war melodisch, leicht und schwer zugleich, voller schöner Gegensätze. Zwischen den Songs zeigte sie sich sympathisch, witzig und nahbar. Prewn hat dieses seltene Talent, das Publikum zum Lächeln und gleichzeitig fast zum Weinen zu bringen. 

Später in der Paradijskerk spielten DUG, die mit ihrer fesselnd freundlichen und optimistischen Stimmung im feinsten Americana-Folk das Publikum verzauberten. Ihre Songs waren warm, erzählerisch und voller Charme und für einen Moment verwandelte sich die alte Kirche gefühlt in einen kleinen Pub irgendwo in den Hügeln Irlands. Es war einer dieser Auftritte, die keine großen Effekte brauchen, nur Ehrlichkeit und Herz. 


Samstag – Durchgefeiert bis zum letzten Akkord. Der Samstag fühlte sich an wie das große Finale einer intensiven Reise. Die Tageskonzerte des „Official Unofficial“-Programms lockten bereits am Nachmittag viele in kleine Bars und Cafés, wo es bereits tolle Bands wie Pebbledash zu sehen gab. Präsentiert, wie zwei weitere Bands, von unseren Freunden des Misty Fields Festival.

Auch die Band Ain´t ist ein Traum für alle, die den 90er-Gitarrensound lieben. Wunderschön melodisch, mit schnellem, treibendem Bass und einer großartigen Sängerin, deren Stimme zwischen Kraft und Melancholie pendelte. Den Tag über ging es weiter von Bühne zu Bühne, immer wieder neue Überraschungen, neue Sounds, neue Begegnungen. 


Am Abend erreichte das Festival seinen Höhepunkt. Basht. (mit Punkt) spielten ein beeindruckendes Abschluss-Set, das noch einmal zeigte, warum Left of the Dial kein gewöhnliches Festival ist: Es geht hier nicht um große Namen, sondern um das Gefühl, Teil von etwas Echtem und Unvorhersehbarem zu sein. 

Einen tollen Moment wollen wir nicht vergessen: Zac Lawrence, ansonsten oberkörperfreier Sänger der Band Deadletter präsentierte in der Kirche sein wirklich gelungenes Solo-Album "Beware of Pity". (Hörtipp)   
 
Natürlich haben wir noch viel mehr gute Acts gesehen. Diese stellen wir euch in den nächsten Tagen immer noch in einzelnen Insta-Posts vor.


Left of the Dial war Laut, nass und echt. Man kommt, um neue Bands zu entdecken, und geht mit einem halben Dutzend Lieblings-Acts im Kopf wieder zurück nach Hause. Man läuft durch Regen und Wind, verliert sich in unbekannten Straßen und findet genau dort den Soundtrack, den man nie gesucht, aber dringend gebraucht hat. 

Rotterdam hat an diesem Wochenende wieder einmal gezeigt, dass Musik nicht glatt und bequem sein muss. Sie darf weh tun, nass machen und überraschen. Und genau das war Left of the Dial 2025: laut, ungeschliffen und absolut großartig.

Der VVK für 2026  hat bereits begonnen: TIX 2026: 


Donnerstag, 21. August 2025

Lowlands Festival - 14.08.-17.08.2025 - Biddinghuizen/NL

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Konzert: Lowlands Festival
Ort: Biddinghuizen/NL
Datum: 14.08.-17.08.2025
Dauer: 4 Tage
Zuschauer: 65.000 sold out



Die Ankunft am Campingplatz am Freitagmorgen beginnt mit der typisch entspannten Lowlands-Atmosphäre: Der Campingplatz im niederländischen Biddinghuizen ist bereits gut gefüllt, da die Anreise bereits am Donnerstag möglich ist. 

Nun heißt es Zeltleinen straffen, Heringe in den Boden schlagen und dann dieser weite Blick über die aufgehende Festivalstadt: bunte Zelte, erste Begegnungen, Musik weht einem entgegen und die Vorfreude greift wie ein freundlicher Pogo. Schon erste Blicke auf das Gelände verheißen ein abwechslungsreiches Wochenende: Kunstinstallationen auf grünen Wiesen, kreative Skulpturen – so wird der Festivalgeist greifbar. Man fühlt sich als Gast und nicht als Kunde.

Ein Beispiel sind die Übergänge vom Zelt-zum Festivalgelände. Keine Zäune oder schlecht gelaunten Secs erwarten einen hier. Den Besuchern wird vertraut und die belohnen sich selbst und den Veranstalter mit einem unglaublich relaxten Wochenende. 



Alles stimmt an diesem ersten Festivaltag. Das Wetter ist perfekt, blauer Himmel, warme Sonnenstrahlen und dazu gibt es ja auch noch Konzerte auf mehr als 10 Bühnen bis tief in die Nacht. Life as it should be.


Der energiegeladene Auftritt der Irischen Musikerin CMAT mit vollem Namen Ciara Mary-Alice Thompson, lädt mit den ersten Tönen zu einem Wochenende voller Entdeckungen und musikalischer Vielfalt ein. "The Guardian" schrieb über ihre Musik: „Ihre Lieder sind traurig und doch zugänglich, emotional gebildet und geschickt gestaltet, aber, was entscheidend ist, mit einem enormen Sinn für Humor."

Und genau dieser Humor und die Spielfreude der Band sind ein perfekter Auftakt für den ersten Tag. Weiter geht es zu einem kurzen Abstecher ins "Bravo" (eigentlich der Tanztempel der Nacht. Ein Zelt für ca. 10.000 Zuschauer) um bei Kingfishr feinsten Irischen Indie Folk zu hören, der einen an Mumford and Sons erinnern lässt. 

Das Programm beim Lowlands ist so vielfältig und auf dem eigentlichen Weg zur nächsten Location gibt es soviel zu entdecken, manchmal schafft man es nicht immer alle Konzerte komplett zu erleben. Auf dem Weg zum "Alpha" (der Main-Stage Dome) gibt es noch einen kurzen Moment im "India" Podium, dort stehen Deadletter auf der Bühne, die für ihren energiegeladenen Post-Punk-Sound bekannt sind, der Elemente von The Fall und LCD Soundsystem aufgreift. Dringend zu empfehlen. 


Zwei Bands die ich auf jeden Fall an diesem ersten Tag komplett sehen wollte, spielen im Alpha: London Grammar: kühl, makellos, unnahbar. Als Hannah Reid und ihre Band die Bühne betreten, ist alles perfekt, fast zu perfekt. Glasklare Stimme, makelloser Sound, jede Note sitzt wie aus dem Studio geschnitten. 

Doch zwischen Bühne und Publikum liegt eine unsichtbare Glasscheibe. Kaum ein Wort, kein Blick, kein Moment, der diese Barriere durchbricht. Viele lauschen gebannt, andere spüren eine kühle Distanz – schön anzuhören, aber schwer zu fühlen. Dazu passt die Sonnenbrille, die Hannah das gesamte Konzert nicht abnehmen wird, obwohl sie in unter einem riesigen Dach spielt. Ein Konzert wie ein poliertes Kunstwerk: man bewundert es, aber man berührt es nicht. 


Queens of the Stone Age dagegen: roh, direkt, ein verschwitzter Traum.  Als Josh Homme und seine Mitstreiter übernehmen gibt es keine Spur von Zurückhaltung. Jeder Riff ein Faustschlag, jede Ansage ein Augenzwinkern. Die Band verschmilzt mit der Menge, und als Josh Homme sich spontan direkt in die Zuschauer hineinwirft, lebt er und wir im Moment.

Wo London Grammar Abstand hielt, reißen Queens of the Stone Age die Festivalmauern ein. Zwei Extreme an einem Tag – und genau dafür liebt man Festivals: Man kann sich erst im kühlen Neonlicht verlieren und später in rotem Scheinwerferfeuer wiederfinden. 


Am zweiten Tag passiert, das was sich jeder Festival Liebhaber wünscht, die Erinnerung an die an dem Tag bis dahin gesehen Bands ist verschwimmt im Nachhinein, denn ein Abend mit FKA Twigs ist kein gewöhnliches Konzert. Es fühlte sich eher wie ein Theaterstück an, vielleicht sogar wie ein Ritual, in dem wir alle Zeugen wurden oder Komplizen. 

Von der ersten Minute an stand die Bühne nicht nur für Musik, sondern für ein Spiel aus Körper, Stimme und Emotionen. Die Show begann roh und brutal: Bewegungen, die an Kampf erinnerten, scharfe und brutal klare und laute Beats, die den Raum zerschnitten, und eine Intensität, die das Publikum in den Bann zwang. Fast animalisch, voller Kraft, fast gewalttätig in ihrer Direktheit. 


Doch diese Härte verwandelte sich mit fließender Eleganz. Zwischen schweißtreibender Ekstase (wirklich) und hochgradig sexuell aufgeladener Präsenz offenbarte FKA Twigs eine Sinnlichkeit, die nie platt, sondern immer kunstvoll inszeniert war. Tanz, Gesten und Blicke verwoben sich zu einer körperlichen Sprache, die so unmittelbar wirkte, wie ihre Songs. 

Dann folgten die Brüche. Plötzlich zerbrechlich, fast verletzlich, stand sie da und sang Balladen, die so hoch emotional waren, dass der ganze Saal in eine andere, fast intime Sphäre gezogen wurde. Jeder Ton wirkte wie ein Geständnis, jede Silbe wie ein offener Nerv. FKA Twigs erzählte an diesem Abend keine Geschichte im klassischen Sinn. Sie zeigte Zustände, Extreme, Übergänge – roh, brutal, sexuell aufgeladen, dann wieder sinnlich und verletzlich. Es war ein Fiebertraum, aus dem man am Ende aufwachte, ein wenig benommen, ein wenig verändert. 

Der dritte Tag begann noch im Halbschlaf: Black Country, New Road eröffneten mit zarten, verschlungenen Songs, die wie ein vorsichtiges Aufwachen wirkten. Fragil, manchmal brüchig, dann plötzlich kraftvoll – ihre Musik schuf sofort eine besondere Nähe zwischen Bühne und Publikum. 


Es folgten die Fontaines DC. Ihr Auftritt war laut, treibend, kantig – aber vielleicht zu sehr auf Autopilot, nach einem vollen Jahr auf Tournee. Die Energie war da, die Songs rissen mit, aber es fehlte das Unberechenbare, das Überraschende. Man sah eine Band, die weiß, wie man ein Festivalpublikum bedient, aber die Leidenschaft schien ein Stück weit hinter der Routine zu verschwinden. 

Und doch: die Menge ließ sich mitreißen, tanzte, schrie. Die Energie stimmte, das Publikum ging mit, aber die Überraschung fehlte. Ein Sturm, der zündet, aber kaum nachhallt. Als die Sonne langsam tiefer sank, brachte MK.GEE eine andere Farbe ins Spiel. Sein Sound erinnerte an die elektronische Phase von  Bon Iver – dieses Schweben zwischen Intimität und elektronisch verzerrter Entrückung. 

Plötzlich war da Wärme, fast so, als würde jemand eine Decke um die erschöpften Körper legen. Seine Stimme klang verletzlich und nah, die Songs breiteten sich aus wie kleine Träume. Zwischen all der Lautstärke des Tages war das einer der Momente, in denen man wirklich stehen blieb, um zu lauschen. 
Sein Gesicht war zu fast keiner Sekunde erkennbar, Nebel und Stobolicht boten eine anstrengende und oft nicht passende Untermalung dieses musikalisch fantastischen Konzerts. 

Zum Abschluss verwandelte Jamie xx das Gelände in eine Tanzfläche. Mit dichten, hypnotischen Beats trug er die Menge durch den Abend, baute Spannung auf und löste sie immer wieder ein. Ein Finale, das weniger Konzert als kollektives Abschiednehmen war. Auf jedem anderen Festival wäre dieses DJ-Set herausragend. Hier tanzt man zu ähnlich guter Musik noch auf sieben weiteren Bühnen mit diversen Stilen durch die Nacht.


Am Morgen danach begann das eigentliche Erwachen. Das Festivalgelände lag stiller da, nur das Knistern von Müllsäcken und das Quietschen zusammenfallender Zeltstangen war zu hören. Mit jedem Handgriff beim Abbau, mit jeder zusammengerollten Isomatte verabschiedete man sich ein Stück mehr von den letzten Tagen.


Als der letzte Hering aus der Erde gezogen war, blieb ein Moment des Innehaltens: der Blick über den leeren Zeltplatz, über Spuren von Nächten voller Musik und Begegnungen. Müde, aber glücklich ging es zurück Richtung Alltag – mit der Gewissheit, dass die Vorfreude auf das nächste Jahr schon jetzt wieder wächst.


Mittwoch, 6. November 2024

The Last Dinner Party - Köln - E-Werk - 02.11.2024

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Konzert: The Last Dinner Party
Ort: Köln
Datum: 02.11.2024
Dauer: 75 min
Zuschauer: ausverkauft


Der Rolling Stone schreibt im Februar 2024, das The Last Dinner Party mit ihrem Debütalbum „Prelude To Ecstasy“ beweisen wollen, dass sie mehr sind als ein Hype "mit Renaissance-Outfits und Rockgitarren". So viel vorweg, ein Hype sind sie auf jeden Fall. 

Bei der Ankunft in Köln bietet sich zunächst ein skurriles Bild. Im Palladium gegenüber vom E-Werk findet zeitgleich das Konzert von Sepultura statt. Dort stapeln sich leere Bierflaschen in Einkaufswagen und die Farbe Schwarz dominiert die Outfits. Der Kontrast zur Warteschlange am E-Werk könnte nicht größer sein, denn hier sieht man perfekt zusammengestellte, meist weiße Outfits im typischen The Last Dinner Party Style. 

Im E-Werk angekommen könnte man nur vom Bühnenbild ausgehend eine griechische Tragödie erwarten. Säulen über Säulen. Doch die rund 2000 Fans, viele in Kleidern, Schleifen, Rüschen und Korsagen sind sicher nicht für eine Tragödie erschienen. 

Es benötigte etwas Geduld, bis nach zwei Support Acts, unter anderem die wundervolle Katy J. Pearson, schließlich die orchestralen Klänge des Albumintros ertönen. Die Ekstase, die bereits 2023 das veröffentlichte Video zu „Nothing Matters“ in der Musikpresse auslöste, war beim Publikum spürbar. 


Sängerin Abigail Morris dirigiert und wirbelt mit Leichtigkeit und positiver Energie durch das Set. Alle Songs des Albums sind vertreten und zwischen dem Harmoniegesang bei „Beatiful Boy“ und „Mirror“ wird noch ein Fan Wunsch in der Front Row erfüllt. Es wird eine Skizze für ein zukünftiges Tattoo gewünscht. 

Textsicher ist nicht nur die Band, sondern auch das Publikum. So werden die Hits des Albums wie „Sinner“ und „Caeser on a TV Screen“ zu einem  Erlebnis als gemeinsamer Chor. Die elektronischeren Momente der bisher unveröffentlichten Songs wie „Second Best“ und „Big Dog“ bringen eine ausgelassene Stimmung auf die Bühne, die ich bei den vielleicht schon zu oft gespielten Hits an diesem Abend vermisse. 


Der womöglich nächste, bisher unveröffentlichte Hit „Killer“ mit einem leichten Country Einschlag leitet die Zugabe und den Abschluss des Abends mit dem bisher größten Hit „Nothing Matters“ ein. Die Band spielt ein perfektes, aber leider zu perfektes Konzert. Jeder Ton sitzt, aber auch jeder Seufzer ist an der gleichen Stelle wie im Original zu hören. Diese Perfektion ist es, die das Konzert an diesem Abend zu einstudiert und wenig spontan wirken lässt.

Wir werden hören wie lange dieser Hype sich hält, oder ob der spontane Erfolg doch viel schneller endet, als der von Sepultura gegenüber.



Montag, 12. August 2024

LIve /s Live Festival - Antwerpen

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Konzert: Live /s Live Festival Antwerpen
Ort: City of Antwerp
Datum: 28.-30.06.2024
Dauer: 3 Tage
Zuschauer: ca. 20.000/Tag


Ein Bericht unserer Gastautorin Sonja: 

Für mein erstes Festival in diesem Jahr, reise ich nach Antwerpen. Das Line- Up und die „anfängliche“ Wetterprognose sieht vielversprechend aus. Am Freitag verpasse ich die wunderbare Bess Atwell und auch Alvvays, da ich erst am späteren Nachmittag anreise. So startet die Erkundungstour des Geländes zu den entfernten Klängen von Ben Howard. 

Das Gelände ist sehr großzügig und liebevoll hergerichtet. Überall auf dem Gelände sind überdachte Sitzgelegenheiten verteilt und auch Bars sowie Food Trucks sind ausreichend vorhanden. Da es sich bei dem Festival Gelände um einen Park in der Stadt handelt gibt es vor Ort kein Camping. Aber Antwerpen bietet zahlreiche Hotels um sich hier ein komfortables Festival Wochenende zu gestalten. 


Für den ersten Abend habe ich nur The National auf dem Plan, die als Headliner für diesen Abend mit leichter Verspätung dafür aber gut gelaunt die Bühne betreten. Das Set ist eine gelungene Mischung für ein Festival-Gig. Alle „All Time Favourites“ wie Bloodbuzz Ohio, I Need My Girl, Conversation 16, Light Years, Fake Empire uvm. sind dabei. Aber auch die neuen Songs wie Eucalyptus und Tropic Morning News fehlen nicht. Mein persönliches Highlight war der wundervolle Track „England“ vom Album „High Violet“.


In einem Bericht habe ich mal den Kommentar gelesen: „Matt Berningers Bariton ist ein Geschenk der Götter, völlig gleich ob er schmachtet, kratzt oder bricht“. Wenn dazu noch die Gitarren von Aaron und Bryce Dessner jauchzen und das Schlagzeug sowie der Bass von den Devendorf-Brüdern Bryan und Scott ihre angetraute Schlagzahl gefunden haben ist das „The National Feeling“ da. 


Eine umarmende Melancholie, die einen emotional tief berührt, aufgewühlt und gleichzeitig auch hoffnungsvoll zufrieden zurücklässt. Und genau all dies durfte man an diesem Abend erleben. Es ist das das dritte Mal das ich diese wunderbare Band live sehen durfte und es war bestimmt nicht das letzte Mal. 


Der Samstag hält tolle Namen parat, auf meiner Liste stehen Lord Huron, Paolo Nutini und Editors. Lord Huron stehen bereits um 15:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf der Bühne. Sie starten ihr Set mit „Meet me in the Woods“ dessen Rhythmus gut zum gute Laune Wetter passt. Alle bekannten Songs wie z.B. „Dead Man ́s Hand“, „Ends of the Earth“ sind dabei. Das wunderbare „I lied“ fehlt leider und auch wenn sie Ihren Auftritt mit ihrem größten Hit „The Night We Met“ beenden, will der Funke bei mir nicht überspringen. Vielleicht liegt es an dem guten Wetter und dem Auftritt im Sonnenschein, was bei mir leider dazu führt, dass die emotionale schwere der Songs, die ich so mag, nicht bei mir ankommt. 


Der schottische Sänger Paolo Nutini mit seiner unfassbar berührenden und intensiven Soulstimme braucht nicht viel Show auf der Bühne. Er steht lässig mit T-Shirt und Jeans auf der Bühne und überzeugt durch die abwechslungsreichen Tracks. Sei es von den Songs der vorigen Alben wie „New Shoes“, „Candy“ bis hin zu den aktuellen „Afterneath“ und „Acid Eyes“ von Last Night In The Bittersweet. Auch der Stil reicht hin von rockigen Nummern bis zu den richtig gefühlvollen Einlagen. Wenn er beispielsweise bei „Through The Echoes“ das Publikum mit einbezieht und mitsingen lässt. Zum Abschied gibt es dann einen gute Laune Song zum Wohlfühlen. Mit „Shine a Light“ verabschiedet er sich und es bleibt das Gefühl: "Da war mehr drin".


Auf Editors freue ich mich heute besonders.  Die musikalische Entwicklung der Band gefällt mir mal mehr und mal weniger. Der charismatische ​ Bariton von Tom Smith fesselt mich aber immer. Trotzdem ist die Hoffnung groß, dass die Setlist an diesem Abend möglichst viele Songs von den ersten beiden Alben The Back Room und An End Has a Start beinhaltet. Die Show startet mit „Strawberry Lemonade“ direkt gefolgt von „An End Has a Start“ und die düstere Stimme von Smith hat mich in diesem Moment schon abgeholt. Die Abwechslung zwischen New Wave und Indie-Rock präsentiert die Band in dunkler Kleidung und auf der Bühne gibt es Pyrotechnik und Stobogewitter bei Songs wie „The Racing Rats“ und „Picturesque“. Aber nicht mehr soviel und übertieben wie auf den letzten Tourneen. Das Songmaterial hat Vorfahrt.

Zum Ende des Sets spielt Tom Smith das Intro zu „Smokers Outside the Hospital Doors“ als Akustik-Version und trifft mich mitten ins Herz, als die Band einsetzt und diesen berührenden Song mit viel Kraft unterstützt ist für mich klar, emotionaler wird es heute nicht mehr. Als Zugabe gibt es noch den absolut unter die Haut gehenden Song „No Sound but the Wind“, der von Smith selbst am Klavier begleitet wird und der Editor Klassiker „Papillon“ darf natürlich auch nicht fehlen und beendet ein für mich perfektes Konzert. Editors können immer noch Headliner, auch wenn sie dazu nur noch in Benelux und England Gelegenheit bekommen.


Alle guten Dinge sind drei, oder nicht? Der dritte Tag hält auch bekannte und vielversprechende Namen bereit. Für mich gibt es heute Mogwai, Interpol und The Smashing Pumpkins. Ein klein wenig 90er Nostalgie..... Mogwai sind dafür bekannt, keinen konventionellen Songstrukturen zu folgen und kommen auch fast immer ohne Lyrics aus. Die Band betritt wenig spektakulär die Bühne und beginnt ohne große Worte ihr Set mit „Yes! I Am a Long Way From Home“ direkt gefolgt von „I ́m Jim Morrision,I ́m Dead“. Der langsame Aufbau und die instrumentale Vielschichtigkeit begeistert mich. Bei den weiteren Songs wie „Kids will Be Skeletons“ und „Mogwai Fear Satan“ erlebt man wahre Klanglandschaften die eine düstere melancholische Atmosphäre zaubern. Ein super Live Erlebnis auch wenn ich sie lieber bei Nacht gesehen hätte. 


Interpol Touren ja bereits seit ein paar Wochen durch Europa und kommen wie gewohnt relaxed und komplett in schwarz gekleidet auf die Bühne. Den Auftakt macht C ́mere gefolgt von Narc. Leider ist der Gesang von Paul Banks sehr leise und "matschig" abgemischt. Ob es an der beanspruchten Stimme oder dem Techniker lag kann ich nicht beurteilen. Auch bei den weiteren Songs wie „My Desire“ oder „Into the Night“ ist der Sound nicht richtig gut. Bei „Evil“ und „Not Even Jail“ konnte man kurz erahnen das Interpol auch Live zu überzeugen wissen. 

Zum Finale des Abends und zum Ende des Wochenendes verabschiedet sich das gute Wetter, nun regnet es in Strömen. Also ab unter den Regenponcho und vor die Bühne. Smashing Pumpkins Sänger Billy Corgan gilt im Allgemeinen als schlecht gelaunt, sollte also zum Wetter passen. Bei diesem Konzert war dann alles anders und zudem noch erstaunlich gut.

In einem wallenden Mantel/Kleid in schwarz-weiß kommt er auf die Bühne, Gitarrist James Iha und Drummer Jimmy Chamberlin sind wieder mit dabei, was mich sehr freut. Das Set startet wie erwartet ohne große Worte mit „The Everlasting Gaze“ gefolgt von „Doomsday Clock“ man merkt schnell, Corgan hat trotz des Regens heute gute Laune. Jubelt mit den Fans, macht Ansagen, immer wieder sieht man ihn lachen und tanzend die volle Breite der Bühne nutzen. 



Zeitweise spielt er mit Handtuch auf dem Kopf und schaut dann aus wie ein ägyptischer Pharao, der im Regen steht. Das Licht der Scheinwerfer wird durch den Regen ganz speziell reflektiert, eine Leinwand gibt es keine. Gut so.

Auch wenn meine Schuhe und Hose mittlerweile komplett durchfässt sind, klingt die Band so gut. Befreit, heavy, schön, laut, gar nicht wie auf Platte, aber trotzdem erkennt man die Songs schon ab Note eins. „Disarm“, „Today“, „1979“, „Zero“ und The World is an Vampire... „Bullet with Butterfly Wings“ – alle Hits sind dabei. Zugegeben für mich war viel Nostalgie bei diesem Konzert im Spiel. Allerdings, wenn schon Nostalgie, dann so souverän, freudvoll und frisch wie von den Smashing Pumpkins an diesem Abend. 


Auch wenn die Wetterprognose nicht bis zum Ende durchgehalten hat, so hat das Line-Up gehalten was es versprochen hat. Viele einmalige Momente mit großartigen Künstlern in einem wunderbaren Ambiente von Antwerpen.


Mittwoch, 15. Mai 2024

Kettcar - Ringlokschuppen Bielefeld - 25.04.2024

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Konzert: Kettcar
Ort: Ringlokschuppen, Bielefeld
Datum: 25.04.2024
Dauer: 105 Minuten
Zuschauer: ca. 1.500


Nicht jeder ist Kettcar-Swiftie der ersten Stunde. Unsere Gastautorin Sonja sah die Band tatsächlich zum ersten Mal: 

„Gute Laune ungerecht verteilt“ lautet der Titel des mittlerweile sechsten Kettcar Albums, welches sofort auf Platz 1 steigt. Auch mich motiviert das neue Album die, nun wirklich nicht unbekannte Band, einmal Live zu erleben. Von den alten Alben kenne ich nur ein paar Songs, das neue Album habe ich allerdings die letzten zwei Wochen rauf und runter gehört. 

Ich bin jemand der sehr stark auf die Lyrics achtet und somit viel es nicht schwer, mich für Kettcar zu begeistern. Eine Band mit außergewöhnlichen Songtiteln wie „Wir betraten die Enterprise mit falschen Erwartungen“ sind ohne Frage eine Ausnahmen vom Einheitsbrei. 

Die Stimmung und Atmosphäre in der alten Lokhalle ist gut und entspannt. Zwar ist das Konzert an diesem Abend nicht ausverkauft, aber die Halle ist gut gefüllt. Als Support steht an diesem Abend Christin Nichols auf der Bühne. Die deutsch-britische Künstlerin, Sängerin und Komponistin (aus Bünde) genießt Ihr Heimspiel. 

Mal mit deutschen, mal mit englischen Texten erklingt Ihre Stimme zu Gitarren, Synthies, und Drums. Der Auftritt macht Spaß die Einflüsse aus Postpunk und Wave mit düsterem Pop und intimen, Chanson-artigen Momenten sind eine schöne Abwechslung: »Kein Auto, keine Perspektive«, singt die Musikerin zu analogen Gitarrenriffs und ergänzt ihre musikalische Aufzählung durchaus charmant und mir einer Portion Ironie um fehlende Häuser, Liebe und Sex-Appeal. Ein vergnüglicher Start in den Abend. 

Dann ist es soweit, Kettcar betritt die Bühne und ohne Worte startet der Auftritt zu den Klängen von „Auch für mich sechste Stunde“. Dieser Song braucht auch keine Ankündigung da er durch seinen aussagekräftigen Text alles sagt, politischer kann es an diesem Abend wohl nicht werden. Der Song ist eine heftige Kritik gegen Intoleranz, Wegschauen und ein Plädoyer für ein besseres Miteinander. 


Weiter geht es mit „Benzin und Kartoffelchips“ einem Song der Vorgängerplatte. Freiheit und Aufbruch spüre ich, wenn ich diesen Song über Freundschaft und die Liebe zum Meer höre. Es folgen nun ein paar Songs der alten Alben, die den Kettcar Fans allen natürlich bestens bekannt sind, für mich sind sie an diesem Abend Premieren: „ Balkon gegenüber “ eine Lied über das nicht gute Ende einer Beziehung“ und „Sommer 89“ handelt von der Flucht aus der DDR und wie eine einzelne Person mit kleinen Taten viel Großes bewirken kann. 

Alles gute Songs, sowohl in den Lyrics als auch in der Klangfolge. Das Niveau ist hoch und vielleicht ist es, die mir fehlende emotionale Verbundenheit zu den Liedern, dass ich ein leichtes Gefühl von Langeweile verspüre. Die erste Single Auskoppelung des neuen Albums „München“ beendet dieses Gefühl und begeistert mich live dann doch  viel mehr als zuvor von Platte. 

Der Druck des Songs der mir von der Bühne entgegenkommt und auch die, während des gesamten Konzerts eingesetzte Videoprojektionen sind ein Vergnügen. Ein motivierender Song zum Aufschrei gegen Alltagsrassismus. 

Auch die neuen Songs „Kanye in Bayreuth“ und „ Ein Brief meines 20- jährigen Ichs“ wissen zu begeistern. Danach widmen Kettcar sich intensiv ihren Klassikern wie „Balu“, der alleine mit Gitarre und Keyboard instrumentiert wird, „Ankunftshalle“ und „Im Taxi weinen“ sind auf der Setlist vertreten. „An den Landungsbrücken raus“, beendet den Hauptteil des Konzerts fast traditionell. 

Auch wenn mir zu dem Zeitpunkt meine Highlights der neuen Platte wie „ Zurück“ und „Bringt mich zu eurem Anführer“ fehlen, verlasse ich die Lokhalle mit einem zufriedenen Gefühl. Kettcar ist eine super symphytische Band, die was viel sagen und zu erzählen haben und dies auf eine wundervolle Weise auch tun.




Donnerstag, 25. April 2024

Popsalon Osnabrück - Berq - 19.04.24

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Konzert: Popsalon Osnabrück - Berq
Ort: Lagerhalle
Datum: 16.04.2024
Dauer: 60 Min.
Zuschauer: 450


Von unserer Gastautorin Sonja:


Der Popsalon Osnabrück ist ein drei tägiges Club Festival und fand in diesem Jahr zum 12. Mal statt. Das Haus der Jugend, die Kleine Freiheit, der Rosenhof, der Hyde Park, der Bastard Club und natürlich die Lagerhalle bieten den unterschiedlichsten Künstler*innen eine Bühne. Gespielt wird mal wieder alles, was zum Pop dazu gehört. 

 Mich lockt es an dem Abend unter anderem zu Berq. Sein Auftritt mit dem Song Rote Flaggen in der Sendung ZDF Magazin Royal wo er mit Orchester per formte, lies mich neugierig werden. Um 22:00 Uhr soll es in der Lagerhalle für Berq auf die Bühne gehen. Bereits ab 21:00 Uhr füllt es sich und um 21:12 Uhr wird über den What´s App Kanal bereits verkündet das der Einlass zur Lagerhalle gestoppt wird. 

Berq ist zwar ein junger Künstler aber keinesfalls mehr unbekannt. Die Bühne ist nicht sehr groß und somit nimmt der schwarze Flügel bereits die Hälfte davon ein auch eine Cellistin kommt zum Sound check und meine Vorfreude steigt. Pünktlich um 22:00 Uhr betritt Berq mit einer expressiven Art die Bühne. Er startet mit dem Song Einmal verliebt, ich kenne diesen Titel nicht. 


Der größte Teil der Zuschauer*innen allerdings schon und so singt das Publikum ab dem ersten Wort mit. Beim zweiten Song Echo, kann ich auch mit in den Gesang einsteigen und fühle mich unter den im Durchschnitt 20 Jahre jüngeren Publikum dazugehörig. Achilles ist ein wütender Song in dem die Geschichte einer zerbrochenen Liebe die Tiefe Spuren hinterlassen hat erzählt wird, emotional kommt dieser sofort bei mir an, hierbei spielt er selbst am Flügel und wird von einer Cellistin begleitet diese Kombination ist einfach fantastisch. 

Als er seinen neuen noch nicht veröffentlichten Song "Blauer Ballon" ankündigt berichtet er zunächst wie dieser entstanden ist. Seine Familie hat einen Blauen Ballon gefunden mit einer Karte daran, diese hat ein Junge an seine verstorben Mutter geschrieben. Nachdem der Ballon inklusive Karte einige Wochen in der heimischen Küche aufbewahrt wurde hat er sie mit ins Studio genommen und entschieden für diesen Jungen ein Lied an seine Mutter zu schreiben. 

Der Song ist schlicht ohne viel Schnörkel und brilliert mit der einzigartigen Stimme von Berq, kombiniert mit einer wundervollen Melodie blieb kaum ein Auge trocken. Seine Präsenz an diesem Abend ist sehr selbstsicher aber in keinster Weise überheblich und unglaublich sympathisch und so wundert es nicht das er der bitte einer Zuschauerin nach kommt, die auf einem Pappschild darum bittet mit ihm zusammen "Wenn du weinst" zu singen. 


Dieses spontane Duett ist wunderbar emotional und überraschender Weise konnte die Zuschauerin wirklich gut singen. Dann ist es endlich soweit, der Song der mich an diesem Abend in die Lagerhalle geführt hat ist an der Reihe: "Rote Flaggen", auch hier kommt der Flügel und die Cellistin zum Einsatz und Berq überzeugt mich nun komplett das er live mit seiner besonderen Stimme und der Gabe die Emotionen in seinen Songs ausdrucksstark zu transportieren definitiv Sehens- und hörenswert ist. 



An dieser Stelle des Abends bin ich absolut zufrieden und kann gut verstehen das bereits großes von diesem jungen Künstler erwartet wird. Man darf gespannt sein, was man von Ihm noch hören wird und ich bin gerne wieder mal Live dabei.


 

Konzerttagebuch © 2010

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