Dienstag, 11. Oktober 2011

Mother Mother, Paris, 08.10.11


Konzert: Mother Mother
Ort: La Flèche d'or, Paris
Datum: 08.10.11
Konzertdauer: 52 Minuten


Am vergangenen Samstag kam ich mal wieder in den Genuß von gleich zwei Konzerten an zwei verschiedenen Orte. Alles gratis. Leben wie Gott in Frankreich!

Nach British Sea Power im Nouveau Casino ging es für mich noch in die Flèche d'or zu den Kanadiern Mother Mother. Ein Bloggerfreund hatte mir netterweise seinen zweiten Listenplatz zugeschanzt und nun waren wir beide gespannt, was die fünfköpfige Band aus Vancouver taugen würde.

Um 23 Uhr ging es los. Vorher waren in meiner Abwesenheit bereits drei andere Bands aufgetreten, von denen mir mein Freund die Eastern Conference Champions ans Herz legte. Mother Mother liefen mit gleich zwei Keyboarderinnen auf. Das blonde Gift links hieß Molly Guldemond und war die Schwester von Sänger Ryan Guldemond. Die brünette Dame rechts hörte auf den Namen Jasmin Parkin. Komplettiert wurde die Truppe von Drummer Ali Siadat und Basser Jeremy Page. Der Fünfer begann mit viel Dampf und bis zum Ende wurde der Fuß auch nicht mehr vom Gaspedal genommen. Powerpop im Stile der New Pornographers war angesagt und auch die Stimme von Ryan war dernjenigen von A.C. Newman nicht unähnlich. Manchmal wurde ich auch an die B 52's erinnert. Schade bloß, daß die Songs trotz des körperlichen Einsatzes der Band (sie hüpften wirklich viel und ausdauernd rum!) nicht so hunderprozentig zünden wollten. Der absolute Kracher und das einzige herausragende Lied kam mit Hayloft nämlich erst ganz am Schluß. Catchy wie Hölle und mit einem packenden New Wave Gitarrenriff versehen, konnten mich die Kanadier endlich einmal elektrisieren.



Vorher gab es immer ein paar Dinge, die mehr oder weniger störten. Vielleicht waren es die mitunter sehr hohen und süßlichen Gesänge, eventuell das etwas gekünstelte und einstudiert wirkende Bühnengebaren, oder aber ein nicht zu leugnendes kommerzielles Element in den Liedern, ich wie es nicht so recht. Zudem erinnerte mich Sänger Ryan optisch volles Rohr an Billy Idol, eine unangenehme Assoziation, die mir wieder die grauenvollen 80er Jahre und meine Jugend im Westerwald in Erinnerung riefen.



Letztlich blieb das Konzert also hinter den Erwartungen zurück und mit meinen französischen Kumpels war ich mir darüber einig, hier keine neue Lieblingsband gesehen zu haben. Möglicherweise ist aber einfach unser englisch zu schlecht, denn gleich mehrfach habe ich in der Musikpresse gelesen, daß die Texte von Mother Mother toll und geistreich sein sollen. Nun denn...

Setlist Mother Mother, La Flèche d'or, Paris:

01: Chasing It Down (Eureka)
02: The Stand (Eureka)
03: Body Of Years (O My Heart)
04: Simply Simple (Eureka)
05: Wrecking Ball (O My Heart)
06: Dirty Town (Douch Up)
07: Oleander (Eureka)
08: Ghosting (O My Heart)
09: Baby Don't Dance (Eureka)
10: O My Heart (O My Heart)
11: Hayloft (O My Heart)

Deutsche Konzerttermine Mother Mother (ohne Gewähr):

15.10.2011: Uncle Sallys/Motor FM Party , Magnet Club, Berlin
16.10.2011: Underground, Köln
17.10.2011: Molotow Bar, Hamburg




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