Dienstag, 1. September 2015

Safetyville, Adorf, 29.08.15


Konzert: Safetyville
Wohnzimmerkonzert in der Scala Adorf
Datum: 29. August 2015
Dauer: 75 min
Zuschauer: knapp 30


Unser Urlaub war dieses Jahr erst kurz vor  knapp "eingetütet". Hilfestellung für eine Entscheidung, wohin es gehen könnte, bot uns schließlich die Einladung von Michael zum Wohnzimmerkonzert in die Scala nach Adorf mit Isa Meiner aka Safetyville aus Köln (*). Wir genossen diesen letzten Samstag im August - einen wunderschönen Sommertag am Rande des Ergebirges zu einem großen Teil im Schatten im Garten. Zum Beispiel auch damit, Wetten darauf abzuschließen, ob die Königin der Nacht wohl noch an diesem Abend eine ihrer fünf Blüten öffnen würde...


Am Nachmittag wurde der Raum vorbereitet und nach einem Ausflug zum Chemnitzer Hauptbahnhof reihte sich die Künstlerin in unsere entspannte Runde unter dem Kirschbaum ein. Die Zeit bis zum Abendessen verging wie im Flug und bald trafen auch die Gäste ein. Alles heiter und entspannt und zum genießen. Wie konnte es anders sein, dass sich anschließend auch alle mit offenem Herzen der Musik von Safetyville zuwenden würden?


Der Abend begann jedoch zunächst mit der Aufführung des Filmes über das letzte WOZOPA in Kamerun, das dieses Jahr zum zweiten Mal stattgefunden hatte. Die 15 min fassten den Tag furios und treffend zusammen und rief für viele Anwesende die mit erlebten Highlights wieder in Erinnerung. 


Die Musik von Isa hat klare Anklänge an englischsprachige Folkmusik in ihrer musikalischen Färbung und der Ernsthaftigkeit der Texte, die immer Destillat von Erlebtem sind. Mit Ruhe und Ernsthaftigkeit - oft auch mit Wundern und Unverständnis auf das was uns geschieht schauend. Fäden spannen sich von Herz zu Herz bis ein dichtes Netz die Herzensregungen und Bewegungen in jeder Ecke des Raumes auf alle übertragen konnte. Mit Applaus wurde nicht gespart. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir aus der ersten Hälfte die sehr eigene Bearbeitung von Big in Japan - immerhin ein Knallerhit aus meiner Jugend... Der hier viel tiefer blicken ließ als in der mir gewohnten poppigen Variante.


In der Pause zeigte sich schließlich, dass zwei der fünf Blüten der Königin uns die Freude machten und sich in ihrem ganzen verrückten Übermut genau an diesem Abend zeigten. Es wurde geschwatzt, getrunken und die Künstlerin umlagert, mit Fragen fast schon bedrängt und der Sommerabend im Garten genossen. Bevor zur zweiten Runde geklingelt wurde. Auch hier wieder volle Aufmerksamkeit und voller Genuss. Und so voller Gleichklang, dass sogar im Klatschen vorbewusste Einigkeit herrschte und mehrfach der Applaus wie auf Befehl endete.



Für Bonny & Clyde gab es spontane Rückmeldung aus dem Publikum, dass das ja wohl passen würde wie die Faust aufs Auge. Eine erste Zugabe versuchte, einen ruhigen und tröstlichen Schlußpunkt zu setzen mit einem wunderschönen Wiegenlied und es war schon etwas Besonderes, dass das Publikum die Künstlerin auch danach noch nicht gehen lassen wollte, und noch eine zweite Zugabe erbeten wurde: Leaving Song. Hinterher sagte jemand, es wäre überhaupt das beste Stück des Abends gewesen. Aber vielleicht lag hier einfach besondere in Resonanz zur eigenen Situation vor...

Und da hatte wohl jede und jeder einen Herzenssong gefunden.


(*) ... Und andererseits das Programm von Alínae Lumr in Storkow.

Setlist:
01: Everything Right
02: Far Away
03: Neu - "capo2"
04: What it is
05: Reason
06: Big in Japan (Alphaville-Bearbeitung)
07: Lost Empires
- Pause -
08: Right behind
09: Home
10: Once
11: Passing Strangers
12: War
13: Neu "capo5" (The sky falls)
14: Bonnie & Clyde

15: Lullaby for Amelie (Z)

16: Leaving Song (Z)


 


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