Sonntag, 17. August 2008

Flogging Molly, Highfield Festival, 16.08.08


Konzert: Flogging Molly

Ort: Highfield Festival, Hohenfelden bei Erfurt
Datum: 16.08.2008
Zuschauer: zigtausende
Konzertdauer: etwa eine Stunde



Eigentlich wollte ich ja schon um 16 Uhr 40 zu Gogol Bordello da sein, aber meine Frau pochte darauf, sich die Sehenswürdigkeiten von Weimar anzusehen. Sie hatte vollkommen Recht, denn es gab jede Menge zu sehen! Kultur lauert hier an jeder Ecke, sogar in der Eisdiele in der wir Apfelstrudel gegessen haben, hat wohl mal Schiller gelebt. Schiller, Goethe, Bach, all diese illustren Persönlichkeiten waren in Weimar zu Hause. Die Stadt ist geschmackvoll restauriert worden und hat viel Flair. Helmut Kohl lag also mit den blühenden Landschaften doch nicht so falsch, auch wenn nicht jeder Thüringer heute gut dasteht.


Also, wer das Highfield Festival besucht, sollte sich auf jeden Fall auch einmal Weimar und Erfurt ansehen!

Das schönste an dieser Gegend sind neben den kulturell hochinteressanten Städten aber die wunderbaren Hügellandschaften und die satten grünen Wälder. So ist schon die Anfahrt zu dem Festival ein Erlebnis für die Sinne. Auch an dem trockenen, aber nachts extrem kalten zweiten Festivaltag, genoss ich wieder den Anblick der traumhaften Umgebung und war trotz unzureichender Nachtruhe guter Dinge, als ich das weitläufige Gelände an dem malerischen Stausee erreichte.

Leider war es hier aber viel zu voll, um ganz nach vorne durchzudringen. Wo man auch hinblickte, man sah nur noch Köpfe, die sich im Takt der Musik bewegten. Bewegungsfreiheit war ein rares und teures Gut! Schade, so konnte ich mir die irisch-amerikanische Band Flogging Molly nicht aus der Nähe ansehen. Die Gruppe um den Iren Dave King bot einen Mix aus traditionellem Folk und Punk und sorgte für hervorragende Stimmung, was man leicht an den unzähligen klatschenden Händen sehen konnte. Für ein Festival war die Musik perfekt, auch wenn ich nicht unbedingt in den CD-Laden rennen muss, um mir eines ihrer Alben zu kaufen. Auf jeden Fall waren sie deutlich besser als die am nächsten Tag auftretenden Dropkick Murphys, die sich ungefähr auf dem gleichen musikalischen Terrain bewegen, aber wesentlich banaler und ideenloser rüberkamen als die sympathischen Flogging Mollys.




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