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Dienstag, 27. September 2011

Rachael Dadd & Ichi & Emma Gatrill, Paris, 24.09.11

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Konzert: Rachael Dadd & Ichi & Emma Gatrill

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 40
Datum: 24.09.11
Zuschauer: sehr viele, Schätzungen reichen von 45-60 (!)
Konzertdauer: Emma Gatrill und Ichi jeweils 25 Minuten, Rachael Dadd 1 Stunde


Update vom 28.09.2011 (erweitert um den Bericht über Ichi)

Update vom 27.09.2011 (Text erweitert um Konzertbericht Emma Gatrill)


Als es am Sonntag gegen 16 Uhr 30 an der Tür klingelt, bin ich noch nicht einmal mit dem Staubsaugen fertig. Eine sehr schöne Stimme flötet durch das Haustelefon: "Hello, this is Rachael!" Meine Güte, sie ist tatsächlich schon da! Mein Stargast der heutigen Session, Rachael Dadd aus Bristol in England! Ich laufe hektisch die Treppenstufen herunter und treffe zunächst eine sehr nette junge Dame, die sich als Emma Gatrill herausstellen wird. Sie und ein herzensguter Kerl namens Chris werden Rachael später bei ihrem Konzert begleiten, Emma sogar einige Songs auf ihrer kleinen Harfe solo vortragen. Zudem ist der Japaner Ichi dabei, seines Zeichens Ehemann von Rachael und mir seit geraumer Zeit wohlbekannt. Die vier wahnsinnig höflichen und liebenswürdigen Menschen haben tonnweise Material dabei. Koffer, Taschen und Tüten, wo man nur hinschaut, angekarrt mit dem Auto aus Karlsruhe, wo sie am Vortag gespielt hatten (wir berichteten hier). Emma war die Fahrerin und macht sich nun Sorgen, wo sie die Kiste abstellen könnte, ohne abgeschleppt zu werden. Glücklicherweise finden wir einen Parkplatz in der Nähe für sie und tragen nun den ganzen Krempel nach oben. Zwei Nachbarsdamen sehen das Ganze und grinsen mir ein wenig schelmisch hinterher. Sie kennen mich inzwischen in diesem Hause ("dieser verrückte Deutsche"), wissen, daß wir gerne und laut feiern und ständig tolle Musiker in der Bude haben. Beschwert hat sich noch niemand, was beweist, daß unser als spießig geltendes Viertel wesentlich toleranter ist, als viele meinen.



In der Wohnung angekommen, bringe ich den durstigen Musikanten erst einmal ein Glas Saft. Bio natürlich. Folksänger sind schließlich alle ökologisch wertvoll drauf und das ist auch gut so. Später verlangen sie nach Espresso mit etwas Milch, um die Müdigkeit zu bekämpfen und auch diesen Wunsch erfülle ich ihnen sehr gerne. Dann ist auch schon Soundcheck angesagt und meine herrschsüchtige Frau befielt mir unbarmherzig, die Zeit zu nutzen, um den Teppich zu saugen und noch eine verbliebene Tüte Müll runterzutragen. Mit einer Französin verheiratet zu sein ist nicht immer ein Zuckerschlecken, das kann ich euch sagen!

Aber ich bin mit meinen Vorbereitungen noch lange nicht durch, muss noch frische Blumen kaufen, das ist mir wichtig. Und genügeng Kaka Cola light ist auch nicht im Haus. Also verabschiede ich mich kurzfristig Richtung Supermarkt und komme mit Rosen und Lilien zurück.

Rachael Dadd möchte jetzt kurz mal duschen, denn die Fahrt war heiß und anstrengend. Zu dumm nur, daß wir im Moment Probleme mit der Warmwasserversorgung haben (Frankreich, ich sag nur...) und ich befürchte, daß sie weitestgehend kalt duschen muss. Aber das soll ja gesund sein...


Gegen 19 Uhr scheint alles perfekt zu sein, der Teppich ist sauber, der Müll runtergebracht, die Blumen stehen in der Vase und der Soundcheck wurde zu Jedermanns/Jederfraus Zufriedenheit absolviert. Dann stelle ich jedoch fest, daß mir Batterien für mein Aufnahmegerät fehlen und Rachael klagt über Halzschmerzen und hätte gerne Lutschbonbons mit Honig, die wir ihr nicht anbieten können, so daß wir gezwungen sind, noch einmal rauszugehen und den Kram zu besorgen.

Die Laune ist bei allen blendend und ich schieße von den drei jungen Leuten (Ichi ist in der Wohnung geblieben, um unsere Katze zu streicheln) Fotos vor dem Hintergund des Eifelturms. Die Session wird gut werden, ich fühle es.


Meine Hauptsorge ist allerdings immer, ob genug Gäste kommen. Wie so oft ist diese aber völlig unbegründet, denn schon gegen 20 Uhr platzt die Bude fast aus allen Nähten. Ich habe so ziemlich jedes hübsche Mädchen dieser Stadt eingeladen und stelle zufrieden fest, daß Frauenüberschuss herrscht. Die Situation gnadenlos ausnutzend, schieße ich wie im Rasuch Porträtfotos von den ganzen Grazien. Als Gastgeber darf ich das...

Mit dem musikalischen Teil geht es schließlich um 20 Uhr 45 los. Ich hatte mich mit den Künstlern des heutigen Abends darauf verständigt, daß Emma Gatrill beginnen sollte. Sie war ein absoluter Überraschungsgast. Ich kannte die junge Frau aus Brighton vorher nicht, wußte lediglich aus einer E-mail von Rachael Dadd, daß sie als Klarinettistin mit dabei sein wird, war mir aber nicht darüber bewußt, daß Emma Gatrill Harfespielerin ist und auch eigene Songs zum Vortrage bringen würde.

Und schon nach wenigen Sekunden wird klar, daß hier ein genialer Joker ins Spiel gebracht worden war. Die lebensfrohe Emma singt so lieblich und betörend schön, daß sie damit Steine erweichen könnte. Ihr Harfespiel schafft eine ganz spezielle, fast mittelalterlich zu bezeichnende Atmosphäre, von der eine ungemeine Ruhe und ein starker Liebreiz ausgeht. "I am waiting for the answers, I am waiting for them to come" singt sie wehklagend im Refrain und zu meiner hellen Freude wird dieser im zweiten Durchlauf von Rachael Dadd mitgezwitschert, wodurch ganz wundervolle Harmoniegesänge entstehen.

Auch das zweite Lied ist ein Kleinod, es wird erneut auf der kleinen Harfe vorgetragen. Im Gegensatz zum ersten Stück ist aber dieses mal das Harfespiel temporeich und fließend, der Gesang weniger in die Länge gezogen. Zweites Lied, zweiter Stich ins offene Herz!

Nun wechselt Emma zur Gitarre, die sie im Schneidersitz zupft. Textlich dreht es sich erneut um sentimentale Gefühle ("Please know, I miss you") aber es ist auch von Monkeys die Rede. Alles sehr poetisch und fast auf literarischem Niveau, was die junge Brightonerin da abliefert, immer wiederkehrende Themen sind die Natur ("the ocean, the wind, the sand"), aber auch Liebe und Liebeskummer, ohne das zu viel Schmalz beigemischt wird. So heißt es dann auch im fünften und letzten Lied "I'm in love with a man that doesn't love me... waht a fool I've been" und man fragt sich, wer denn dieser Typ gewesen sein soll, der ein solch süßes Wesen wie Emma Gatrill abgewiesen hat, falls denn der Text überhaupt autobiografisch gemeint war.

Dann ist aber leider auch schon Schluß, vorerst Schluß muss man genauerweise sagen, denn später drehen wir mit Emma noch im Hausflur vor der Tür der Nachbarn, die ausgegangen waren. Eine abenteuerliches und prickelndes Unterfangen, denn draußen ist es dunkel und wir müssen leise sein, um nicht im gesamten Haus gehört zu werden. Etwas Licht wird von den Bewegungsmeldern gespendet (die immer wieder ausgehen), aber ansonsten ist alles sehr gedimmt, auch der Gesang von Emma ist leiser als in unserer guten Stube und den Applaus halten wir bewußt kurz und dezent. Und für diejenigen die nicht dabei waren, gibt es eine gute Nachricht: Renaud von Le Cargo.org hat gefilmt und wird die Videos bald auf Youtube einstellen. Yeah, baby!!

Setlist Emma Gatrill, Oliver Peel Session # 40, Paris:

01: Cast Out
02: Twisted Threads
03: Squiggles And Ballons
04: Starlings
05: The Birds
06: Where The Wind Blows (während Rachael Dadds Set)

Von Ichi, der als zweiter dran ist, wird es hoffentlich auch Videodokumente geben. Seine Show ist nämlich in jeglicher Hinsicht spektakulär. Schon sein Einmarsch lässt viele unserer Gäste verdutzt gucken. Er kommt auf Stelzen reingestakst, spielt dazu Mundharmonika und findet sich schließlich hinter seiner Fußtrommel ein, die er nun mit Tempo antreibt. Gleichzeitig bläst er einen roten Luftballon in Wärmflaschenform auf, erzeugt durch den Druck kuriose Geräusche und lässt am Ende die Luft aus dem Ding raus, was auch wieder sehr krass und piepsig klingt. Die Leute johlen.

Ichi stellt sich kurz vor und setzt sich nun auf dem Boden kauernd hinter eine Schreibmaschine. Er schreibt auf dem alten Ding ein paar Zeilen und es tackert laut und unüberhörbar. Kurze Zeit später singt er wie ein Eunuch (ist das japanisch?), wiederholt den Gesang aber noch einmal in deutlich tieferer Tonlage, was zum Schreien komisch ist.

Nun ist das japanische Alphabet dran. Hierzu spielt Ichi auf seiner sebstgebastelten Harfe, bevor er am Ende mit seiner Frau Rachael Dadd in kindlicher Manier Hände abklatscht. Die beiden haben sich wirklich ihr infantiles Gemüt beibehalten und auch wir im Publikum werden noch einmal zu Kindern, die mit glänzenden Augen im Zirkus sitzen und aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

Nach dem japischen Alphabet ändert der Japaner stimmlich die Tonlage und klingt nun wie ein Muezzin. "Heidahoooo, mamam, heidahohoooo mama" höre ich da raus und ein wenig wirkt Ichi auch wie ein Hirte, der durch seine Gesänge eine Schafsherde zusammenhalten will. Hinterher erfahre, daß dieses Lied auf vietnamesisch vorgetragen wurde.

Neues Stück, neue Gags. Jetzt geht es um einen Seemann und eine Ente, die er fabelhaft imitiert (köstlich sein Geschnatter!) und so ein Lied entstehen lässt, das fast nach japanischem Rap klingt. Und er kann sogar jodeln, das beweist er bei der letzten Nummer, bei der er Steel Pan und Tischtennis spielt, den Ping Pong Ball plötzlich ins Becken fallen lässt und ein Glas Wasser hinzuschüttet. Die Geräusche die dadurch enstehen, sind mystisch und fast hypnotisch, sie ziehen den Zuhörer in ihrer Bann. Zur Krönung des Ganzen spielt er schließlich noch eine jazzige Trompete, bevor er sich seine Stelzen schnappt und Mundharmonika spielend aus dem Zimmer stakst. Der Applaus ist unfassbar donnernd und langanhaltend, so etwas wie das eben haben die meisten Zuschauer noch nie erlebt.

Gute Nacht!

Obige Fotos: Archiv: erstes Bild (von links nach rechts): Kate Stables aka This Is The Kit, Little Mo (Tochter von Kate), Rachael Dadd), zweites Bild: Ichi in Aktion.

- Video: Archiv, Oliver Peel Session # 20

- Rockerparis hat schon schöne Fotos von dieser Session und einen ausführlichen Bericht, klick!

Weiterführende Links:

www.rachaeldadd.blogspot.com

www.myspace.com/rachaeldadd

www.myspace.com/ichijapan

www.twitter.com/rachaeldadd

www.listn.to/rachaeldadd


Aus unserem Archiv:


Ichi, Paris, 24.05.10
Ichi, Paris, 09.06.09
Rachael Dadd, Paris, 27.03.10
Rachael Dadd, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 06.03.09






Sonntag, 25. September 2011

Rachael Dadd & Ichi & Anica & Emma Gatrill, Karlsruhe, 23.09.11

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Konzert: Rachael Dadd & Ichi & Anica & Emma Gatrill

Ort: Kohi, Karlsruhe
Datum: 23.09.11
Zuschauer: etwa 50
Konzertdauer: insgesamt 3 Stunden


Bericht von Gudrun Thäter (vielen lieben Dank, auch für die nette Karte!!)

Im September bin ich besonders vielen Konzert-Tipps von Oliver gefolgt. Nicht alle dieser durchweg positiven Erlebnisse sind hier im Konzerttagebuch dokumentiert, aber der letzte Termin der Liste soll mir Anlass sein zu berichten.

Eingeladen hatte das Kohi in Karlsruhe http://www.kohi.de/index.php zu Musik mit Rachael Dadd (Bristol, UK), Anica und Ichi (Japan). Den online gegebenen Hinweisen folgend konnte man herausfinden, dass Anica eine lokale sehr junge Songwriterin ist und Ichi irgendwie ziemlich abgefahrene Laute als Musik verkauft.

Aber das Risiko, hinterher mit dem Abend nicht zufrieden zu sein, ist klein (auch unabhängig vom Tipp aus Paris):

Am Freitag Abend ins Kohi zu fahren ist immer nett. Es liegt an einem Platz, der um die Zeit nur so von Leben strotzt, wobei man immer das Gefühl hat, es trifft sich "nur" die Nachbarschaft. Tagsüber spielen die Kinder hier oder es ist Markt. Es gibt eine prima Eisdiele, ums Eck ist mein liebstes Kino und mit dem Fahrrad bin ich in 15 min zu Hause.

Also so oder so würde das ein schöner Abend werden.

Als wir gegen 20:40 Uhr ankommen, ist es im Kohi noch recht ruhig. Aber kurz vor neun füllen sich die Bänke ganz fix auf etwa 50 Hörer und pünktlich um 21 Uhr beginnt Anica. Sie überrascht damit, mit Frau am Kontrabass und einer zweiten Gesangsstimme plus Gitarre/Akkordeon als Band aufzutreten - zum ersten Mal in der Besetzung. Das Set ist sympatisch und mitreißend. Die Sängerin ist überraschend souverän - das Publikum sofort dabei. Sicher liegt es auch daran, dass viele Freunde dazugekommen sind. Aber es ist durchaus verdienter Applaus. Ich bin positiv überrascht. Nach 45 min ist Schluss und ich hätte mir noch ein paar Lieder mehr gewünscht. Es gibt eine kurze Umbaupause und als erstes Extra des Abends nimmt eine junge Dame (Emma Gatrill) im Schneidersitz auf der Bühne Platz und bezaubert uns mit ihrer kleinen Harfe und leisen Liedern. Vor dem ersten Lied sagt sie noch an, es würde jetzt ein sehr leises Lied werden, weil hinten noch ein bißchen geplaudert wird. Ab dann ist gespanntes Zuhören dran, das nur durch Applaus unterbrochen wird. Ab und zu nehmen die anwesenden anderen Musiker am Geschehen auf der Bühne teil mit Steeldrum und Banjo, oder zweiter Gesangsstimme. Es ist sehr familiär und das Publikum fühlt sich zur Familie gehörig. Entsprechend ist das Echo - sehr gute Stimmung, alle sind zufrieden.

Nach Emma gibt es wieder eine kleine Pause und anschließend eine große Überraschung. Das Set von Ichi macht uns alle zu staunenden und manchmal laut lachenden Kindern. Er betritt den Raum auf Stelzen und anschließend benutzt er selbst gebaute Instrumente und alle möglichen und umöglichen Dinge um eine Musik zu produzieren, die irgendwie weit hineinreicht in rituelles, aber sich andererseits überhaupt nicht ernst zu nehmen scheint. In meiner Heimat würden wir sagen: Der macht sich voll zum Obst. Er versucht seine Lieder mit deutschen Ansagen ein Stück weit zu erklären. Auch das führt dazu, dass er uns allen sehr ans Herz wächst. Der Höhepunkt für mich ist ein Lied mit Megaphon, wo die Ente die ganze Zeit klingt wie Donald Duck in den Zeichentrickfilmen meiner Kindheit und ein Song, wo Tischtennisbälle in der Steeldrum ihre eigene zufällige Musik machen. Es ist ein bißchen traurig, als er fertig ist. Weil allen ist klar: das sehen wir so schnell nicht wieder und das läßt sich auch durch die akustische Reserve nicht ersetzen.



Ein Blick auf die Uhr verrät, dass es schon 23 Uhr ist - die zwei Stunden sind wie im Flug vergangen und wir sind alle munter nach der ausgiebigen Kinderstunde mit Ichi. Nach einer kurzen Pause hat Rachael Dadd die Bühne für sich und singt uns noch mehr als eine Stunde ihre wunderbaren Lieder mal mit mal ohne Mit-Musiker (bis zu vier Personen sind auf der Bühne). Sie gibt zwischendurch sehr nette Einführungen zu den Liedern und versucht sich in deutsch (kommt immer gut an!).

Nach Mitternacht stehe ich dann am Merchstand und kann mich gar nicht entscheiden, welche Musik ich mitnehmen möchte, um ein Andenken an einen ganz besonderen Abend zu haben. So kaufe ich gleich 4 CDs und weiß, ich werde wohl den ganzen Samstag brauchen, um da überhaupt hinein zu hören... Wie schön!

Anmerkung: unbedingt das Video von Ichi ansehen. Der lachende Mann im Publikum ist geil!





Dienstag, 25. Mai 2010

The Hand & Ichi & Andy Skellam, Paris, 24.05.2010

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Konzert: The Hand & Ichi & Andy Skellam

Ort: Le 7 ième Ciel, eine Terrasse über den Dächern von Paris mit Blick auf Sacré Coeur
Datum: 24.05.2010
Zuschauer: etwa 25 (18 Frauen und 7 Männer oder so, was für eine Quote!)
Konzertdauer: Ingesamt über 2 Stunden


Was für ein herrlicher Frühsommerabend in Paris! Perfekt, wenn man ihn wie ich und ein paar andere Glückliche auf einer spektakulären Dachterrasse verbringen kann und frei Sicht auf Sacré Coeur hat. Aber nicht nur die Aussicht war atemberaubend, sondern auch das musikalische Programm! Le 7ième Ciel, eine private Veranstaltung, die ähnlich wie die Oliver Peel Sessions funktioniert, hatte Musiker aus dem englischen Bristol und den Japaner Ichi zu Gast. Bei sensationell gutem Wetter und einer leichten Brise, die für angenehme Abkühlung sorgte, saß man bei Laternenlicht draußen und lauschte feierlich den sanften Klängen der erlesenen Musiker. Eine unglaublich heimelige Atmosphäre machte sich breit und man war in der Tat dem siebten Himmel (7ième Ciel) sehr nahe. Die Gastgeber, ein sehr nettes Pariser Pärchen mit einer riesigen und bestens bestückten CD- und Plattensammlung (besonders toll fand ich die alten Singles von Barbara und Jaques Brel), hatten sich große Mühe gegeben und Salate, Quiches und Kuchen vorbereitet.

Andy Skellam, den jeder einzelne unserer Leser schon von einer Oliver Peel Session her kennt (wie, nein??), machte den Anfang und bestach erneut durch sein feines Fingerpicking und seine sanfte Stimme, die wohlig an Nick Drake erinnerte. Gecovert hat er den früh verstorbenen Engländer allerdings nicht, sondern auf Wunsch von Kate "This Is The Kit" Stables, Bob Dylan, der heute Geburtstag hatte. Lag ihm aber nicht so ganz, er brach den Song vorzeitig ab, weil er meinte, daß die Lieder von Dylan alle zu viel Text hätten. Ansonsten performte er eigenes Material mit dem Highlight Chase Your Tales, ein Duo mit der famosen Rachael Dadd. Ich kann die Musik von Andy Skellam wirklich jedem nur empfehlen, der Kerl hat was!

Das Gleiche kann man natürlich auch von dem Japaner Ichi behaupten. Wobei es bei ihm deutlich weniger klassisch zugeht als bei Skellam. Ach ich untertreibe: Ichi ist der verbüffendste Künstler, den ich je gesehen habe! Er spielt (oft gleichzeitig) Steel Drum, Mundharmonika, Xylophon, Tischtennis (kein Scheiß!), Trompete (und dann singt er wie Satchmo), bläst Luftballons auf, blöckt wie eine Ziege zu seiner Kuhglocke, benutzt einen alten Taperecorder, eine selbstgebastelte Harfe und ein ungewöhnliches Akkordeon. Und er singt auch. Auf japanisch, mit einer krassen Stimme. Sein Schnäuzer ist nur angeklebt, zum Glück. Ansonsten ist bei ihm alles echt, oft improvisiert und so eigenständig wie bei keinem zweiten Musiker. Gab es so etwas vorher schon einmal? Hmm? Was überhaupt? Wie könnte man den Stil beschreiben? Free Jazz? Freak Folk auf japanisch? Ambientmusik? Hier passt keine vorgefertigte Schublade, also ist es besser, wenn sich jeder einmal seine Stücke bei MySpace in Ruhe anhört oder, noch besser, die Livevideos guckt. Die Zuschauer hatten jedenfalls einen Heidenspaß im 7 ième Ciel!

Dann kamen The Hand, bestehend aus der Folksängerin Rachael Dadd und dem Barden Wig Smith (eigentlich heißt er Will Smith, ohne Witz, aber mit dem will er nicht verwechselt werden, obwohl Leute spaßeshalber um ein Cover von Men In Black baten), der genau wie Toumani Diabaté auf einer afrikanischen Kora rumzupft. Die Stimmen von Rachel und Wig passen perfekt zueinander und auch ihr Banjospiel und seine Performance auf der Kora gehen eine wunderbare Symbiose ein. Ich mag die beiden unglaublich gerne, sowohl musikalisch, als auch menschlich. Selten so nette, aufgeschlossene und natürliche Menschen getroffen. Anspieltipps, die auch heute dargeboten wurden: Maroosia und On We Skip.

The Hand sind zusammen mit Ichi auf ausgedehnter Tour durch Europa* und kamen heute aus der Schweiz. Entsprechend müde waren sie (und erwähnten ganz neidisch, daß Ichi wie eine Katze sei und als Einziger überall pennen könne) und gaben trotzdem ihr Bestes.

Insgesamt eine super Veranstaltung und so Gott will bin ich schon am Freitag wieder auf der schönen Dachterrasse zu Gast.

*Ihr Weg wird sie sogar bis zum Glastonbury Festival führen!

Link:

- Oliver Peel Session mit Rachael Dadd, This Is The Kit, Andy Skellam und Whalebone Polly, klick!

Aus unserem Archiv:

The Hand, Paris, 09.06.09
The Hand, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 11.03.09
Rachael Dadd, Paris, 06.03.09
Ichi, Paris, 09.06.09



Montag, 29. März 2010

This Is The Kit & Rachael Dadd & Andy Skellam & Whalebone Polly, Paris, 27.03.10

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Konzert: This Is The Kit & Rachael Dadd & Andy Skellam & Whalebone Polly, Oliver Peel Session # 20

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris
Datum: 27.03.2010
Zuschauer: 40-45 (zweitgrößte Zuschaueranzahl nach Troy von Balthazar) Konzertdauer: insgesamt 2 1/2 Stunden und damit die längste Oliver Peel Session


Bristol war zu Gast war den Oliver Peel Sessions. Alle Künstler des heutigen Abends stammten aus der englischen Stadt in der Nähe von Wales. Wikipedia klärt uns darüber auf, daß Schauspieler Cary Grant dort geboren ist (ich mochte ihn sehr) und daß Bristol die Geburtstadt des Trip Hops ist, mit den wichtigen Bands Portishead (auf dem Foto) und Massive Attack. Aber die sechstgrößte Stadt des vereinigten Königreichs hat eben auch glänzende Folk-Musiker zu bieten. Gleich vier davon hatten wir heute in unserer guten Stube zu Gast. Kate Stables aka This Is The Kit lebt zusammen mit ihrem künftigen Ehemann Jesse D Vernon aka Morningstar und der kleinen Tochter Mo schon seit ein paar Jahren in Paris und ist endlich auch bei uns mit Kind und Kegel aufgelaufen. Ihre beste Freundin Rachael Dadd residiert allerdings weiterhin in Bristol, kommt aber in der Regel zwei mal pro Jahr in die Stadt der Liebe. Und heute war sie bei uns! Ich bin riesiger Fan der unglaublich lebenslustigen Frau mit der naturreinen Folkstimme. Zusammen mit Kate bildet sie auch das Duo Whalebone Polly, das es schon bis auf die Bühne des legendären Glastonbury Festivals geschafft hat. Wie toll, daß die beiden auch uns mit Liedern ihres wundervollen Projektes beglückten! Nicht vergessen sollte man Andy Skellam. Der bärtige Singer/Songwriter hatte am Vortag im Espace B sein Konzert nach zwei Liedern abgebrochen, weil er sich nicht in der richtigen Stimmung fühlte. Bei uns präsentierte er sich aber in glänzender Form und sang traumhaft schöne Lieder im Stile von Nick Drake oder James Yorkston und verabschiedete sich danach, denn er mußte sein Flugzeug nach Bristol kriegen.

Viele glückliche Gesichter, ein spielendes Kind, eine herumstreunende Katze und Musiker, die nicht nur musikalisch Highlights gesetzt haben, sondern auch mit einer Natürlichkeit, Höflichkeit und Spielfreude auftraten, die heutzutage Ihresgleichen sucht. Kate, Rachael, Andy, Jesse, Mo, I love you. We love you!

Bristol! Bristol! Bristol!

Setlist Andy Skellam, Oliver Peel Session # 20:

01: Wayfaring Stranger
02: Chase Your Tales
03: Spiders Will Bind Us
04: Drown These Houses
05: Till (Bill) The Transvestite

Setlist This Is The Kit, Oliver Peel Session # 20:

01: Jealous Guy (John Lennon)
02:Easy Picking
03: Sleeping Some
04: Waterproof
05: Spinney
06: We Need Our Knees
07: Birchwood Beaker

Setlist Rachael Dadd, Oliver Peel Session # 20:

01: In The Morning(The Hand)
02: Iron Out
03: New
04: Following The Geese
05: Elephants Swimming
06: Table

Setlist Wahlebone Polly, Oliver Peel Session # 20:

01: Greesy Goose
02: Good Good Light
03: Sometimes The Sea
04: Window
05: Oh My Stars

Pour nos lecteurs français:

Les Oliver Peel Sessions # 20 accueillaient des artistes de Bristol/Angleterre. Une ville qui musicalement parlant est le berceau de la trio hop avec des groupes influents comme Massive Attack et Portishead. Mais la 6ième ville du Royaume-Uni compte aussi des artistes folk magnifiques. Nous étions spécialement gâtés puisque samedi 27 nous avons eu le grand plaisir d'accueillir 4 d'entre eux. Kate Stables alias This Is The Kit qui réside avec son futur époux Jesse D. Vernon alias Morningstar et leur petite Mo depuis un moment à Paris, sa très bonne amie Rachael Dadd qui habite toujours à Bristol et avec laquelle elle forme le dynamique duo folk Whalebone Polly ainsi que le singer/songwriter Andy Skellam qui joua en premier parce qu'il avait un avion à prendre! Ses morceaux mélancoliques dans un style comparable à Nick Drake, Bert Jansch ou James Yorkston étaient d'une beauté profonde. Avec l'aide de Rachael, agenouillée par terre, il nous livra peut-être le plus beau morceau de toute la session en chantant Chase Your Tails.
Le dernier titre parlait d'un transvesti (à ce qu'il'a semblé), les paroles étaient très drôles et faisaient rire tout le monde. Ensuite This Is The Kit monta sur la scène improvisée et commença avec Jealous Guy, une reprise de John Lennon. Normalement très sûre d'elle, elle parut un peu destabilisée par les jeux de sa fille qui passait indifféramment du piano au violon de son père! Mais elle se reconcentra vite pour interpreter deux nouvelles chansons pas encore publiées, Easy Pickings et Waterproof. Elle finit son magnifique set avec le tube Birchwood Beaker, qui est disponible en 45 tours avec une reprise en francais chantée par les Belges "Soy un Caballo"!

Rachael Dadd enchaina directement et joua aussi bien des morceaux anciens que des récents, comme celui qui parlait d'un éléphant. Par coincidence un éléphant en bois la regardait du haut du placard située en face de la "scène"! Cette fille attachante et souriante a une voix incroyablement pure et claire et son jeu de banjo et de guitare est d'une élégance rare. Une voix qui se marie parfaitement bien avec celle de Kate/This Is The Kit et ensemble ( elles se nomment alors Whalebonne Polly) elles ont copieusement remué le public et leurs pieds, battant frénétiquement la mesure! Elles viennent de sortir un deuxième Ep seulement disponible en vinyl (avec download code) et rien que l'artwork de la pochette et le disque couleur chocolat font déjà envie! Il faut savoir que Kate et Rachael fabriquent aussi de très jolies objets en textiles (pochettes, sacs, badges) qu'elles vendent sur leur stand de merchandising. Le concert somptueux s'acheva par une scène très charmante avec toute la famille présente!

In Kürze alles ausführlicher!

- Jede Menge Fotos von dieser Oliver Peel Session # 20, hier



Danke für die Videos an alle, die gefilmt haben! Uschi: ihr Videokanal bei Youtube mit weiteren Videos von dieser Session hier), Rockerparis: youtube- Kanal hier, Amazingbands bei youtube hier, Unbirthdaygirl 13 mit unzähligen Videos dieser Oliver Peel Session, klick!)











Freitag, 6. März 2009

This Is The Kit & Rachael Dadd, Paris, 06.03.09

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Konzert: This Is The Kit & Rachael Dadd
Ort: Gewölbekeller des Indie- CD Ladens Ground Zero, Paris
Datum: 06.03.2009
Zuschauer: 20
Konzertdauer: ca. 40 Minuten




Frontale Charmoffensive im Gewölbekellers des hervorragend sortierten Pariser CD Ladens Ground Zero! Schon mal eine Sängerin live erlebt, die gleichzeitig Banjo oder Gitarre spielt und ihr Baby auf dem Rücken trägt? Nein? Ich vorher auch nicht. Aber wenn man weiß, wann und wo in Paris solch charmante Sessions stattfinden, bekommt man so etwas gratis geboten und dazu noch wundervolle Musik und ein herzliches Lächeln von Kate und Rachael...

Aber mal der Reihe nach. This Is The Kit ist das Projekt von Kate Stables, einer jungen und auf natürliche Weise hübschen Engländerin, die live zusammen mit Jesse D Vernon aka Morningstar die wunderbaren Songs ihrer ersten CD Krulle Bol zum Besten gibt. Im Moment tingeln Kate und Jesse D durch diverse Buchhandlungen von Paris und heute waren sie bei dem Indie- CD Laden Ground Zero zu Gast, der von Franck Pompidor, dem Drummer der HushPuppies, und seiner Angestellten Julie mit viel Engagement und Idealismus geführt wird. In seinem alten Laden, der in einem anderen Viertel lag, hatte er unter anderem schon Herman Dune zu Gast, aber sein neues Geschäft erlaubte solche Sessions aus Platzmangel nicht. Zumindest dachte man das bisher. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg und nun rückt man halt ein wenig zusammen und dann geht das schon alles!

Zum ersten Mal überhaupt wurde der urige Gewöbekeller des Shops für ein Konzert genutzt, obwohl dort genau in der Mitte Schallplatten in Regalen stehen und die Zuschauerkapazität weiter verkleinern.
Aber der Platz reichte für die circa. 20 Besucher und auch das Baby von Kate brachte man unter. Die Kleine war während (!) des Konzertes in einem Träger auf dem Rücken der musizierenden Mutter befestigt und fuchteltete ihr in den Haaren rum oder klatschte im Takt mit. Köstlich und unglaublich süß und charmant war das!

Aber es gab neben Kate, ihrem Baby und Jesse D noch einen weiteren Gast auf der improvisierten kleinen Bühne und zwar die Engländerin Rachael Dadd, eine gute Freundin von Kate, die unter ihrem eigenen Namen wunderschöne Musik macht, aber auch unter den Pseudonymen The Hand und Whalebone Polly (ein gemeinsames Projekt von Rachael und Kate, mit dem sie sogar schon in Glastonbury aufgetreten sind) in Erscheinung tritt.

Rachael sang und spielte Banjo und da Kate selbst oft am Banjo zupfte, gab es den Wohlklang dieses herrlichen Folk-Instrumentes sogar synchron. Jesse D seinerseits agierte an unzähligen Miniatur- Percussioninstrumenten (die wahrscheinlich für Kinder konzipiert sind), aber er fiedelte auch gefühlvoll auf der Geige.

Performt wurden selbstverständlich Songs vom Album Krulle Bol, wie z.B. Vitamins, Two Wooden Spoons, One Of These Socks und Birchwood Beaker, aber auch neue Stücke und Material von Whalebone Polly und Rachael Dadd.

One Of These Socks (hieß es nicht vorher Our Socks Forever More?) scheint mir inhaltlich gut zu passen, denn Kate musiziert oft mit Socken und ist auch sonst sehr natürlich und ungezwungen. Sie ist eine Ökobraut, so hätten wir das in unsere Schule in den 80ern gesagt. Heute ist hingegen der Begriff Hippie wieder sehr populär, obwohl er inflationär gebraucht wird. Bei Kate, Jesse D und Rachael scheint er mir aber wirklich sehr gut zu passen. Die Pullis der Mädels sind höchtswahrscheinlich selbstgestrickt und auch sonst ist alles aus Naturmaterialien. Ich bewundere das, denn ich habe den Eindruck, das Kate ohne großen finanziellen Mittel und Konsumwünsche glücklich sein kann. Sie wirkt so zufrieden und entpannt und braucht neben den Kindersachen und ihrer Musik anscheindend nicht viel zum Leben. In einem ihrer neuen, noch unveröffentlichten Songs (Sometimes The Sea), gab es sogar eine Textzeile, die sinngemäß in etwa so lautete: "Das Leben ist gut, ich habe alles, was ich brauche und dann gibt es ja noch ab und zu den Wind und das Meer (ich werde mich bei der Künstlerin nach dem genauen Text erkundigen!)."

Ein tolle Einstellung, von der man sich auch selbst mal eine Scheibe abschneiden könnte, vor allem in Zeiten wie heute, wo über die - zweifelsohne schlimme - Finanzkrise gejammert wird. Aber gerade das heutige Konzert zeigte, daß es keiner großen technischen Mittel bedarf, um wunderschöne Musik zu produzieren! Eine gute Stimme zu haben ist schon mehr als die halbe Miete und wenn dann noch mit so viel Freude an der Kunst zur Sache gegangen wird, dann kann einem als Zuschauer schon das Herz aufgehen! Ich jedenfalls war begeistert von Kate, Jesse D und Rachael, die so fabelhaft harmonierten und mit ganz viel natürlichem Charme aufwarten konnten. Trotzdem: Dem Baby war das irgendwann zu anstrengend! Eine Freundin hat es deshalb nach oben zum Spielen mitgenommen und so konnte Kate mit etwas weniger Last auf dem Rücken ihren wundervollen Song Birchwood Beaker performen, der noch um einiges schöner als auf dem Album war.

Hach, es war einfach gradios, ich hätte noch stundenlang zuhören können! Ein Riesenlob an alle Beteiligten, ihr habt mir den Tag erheblich verschönert! Toll, daß es diese Sessions gibt. Und This Is The Kit habe ich natürlich auch gleich gefragt, ob sie nicht einmal in unserem Wohnzimmer auftreten will. Sie schien nicht abgeneigt, aber ein Termin muß erst noch gefunden werden...

Setlist This Is The Kit, Ground Zero, Paris:

01: Easy Pickings
02: Creeping Up Our Shins
03: Water Proof
04: Good Good
05: Sometimes The Sea
07: One Of These Socks
08: Birchwood Beaker
08: The Party (Rachael Dadd)
09: Two Wooden Spoons
10:While Ask Cut

Pour nos lecteurs français:

Je fais beaucoup de concerts, mais je n'avais jamais vu ça auparavant: une chanteuse/guitariste/banjoiste, l'anglaise Kate Stables alias This Is The Kit - qui porte son bébé sur son dos pendant (!) le concert! Inutile de dire que c'était une session ultra charmante et bon enfant dans le sens propre du terme! Dans la cave du très bon disquaire parisien Ground Zero This Is The Kit a joué devant des piles de vinyls et quelques chanceux des morceaux sublimes de son album Krulle Bol (produit par John Parish), mais aussi des titres qu'elle à réalisé avec son ami anglaise Rachael Dadd sous le nom Whalebone Polly. Kate, Rachael et Jesse D Vernon alias Morningstar , multiinstrumentaliste et partenaire habituel sur scène, ont prouvé qu'il ne faut pas sortir des guitares hurlantes pour lasser une forte impression! C' était beau et touchant et les voix des filles tellement jolies! Quelques fois ils y avait même deux banjos ensemble, c'est rare! Bravo! Et merci à Julie et Franck de Ground Zero d'accueillir des artistes tellement doués dans leur joli magasin! Prochaine session: mardi prochain, Peter von Poehl!

Ground Zero, disquaire indé
23, rue Sainte Marthe
75010 Paris


Links:

- Mehr Fotos von This Is The Kit hier
- Kate und Rachael waren 2008 als Whalebone Polly in Japan unterwegs. Davon gibt es hier einen äußerst charmanten Mitschnitt von Sweetest In The Land.

- Rachael Dadd & Kate & Jesse D in einer Session auf einer japanischen Dachterassse natürlich mit dem Baby. Sie performen The Party, unbedingt gucken!
- Rachael Dadd live im May 2007 in einem herrlich begrünten Innenhof an einem Frühstückstisch. Hier
- This Is The Kit & Rachael Dadd live in Japan 2008 Our Socks Forever More

Aus unserem Archiv:

- This Is The Kit am 26.03.2008 im Pariser Divan Du Monde
- This Is The Kit zusammen mit Revolver und Findlay Brown in der Maroquinerie am 01.02.2008






 

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